Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Edison-J.P.Morgan Beziehung
Licht von McCarten Anthony
Thomas Edison begegnet J. P. Morgan. Die folfenschwere Freundschaft und Partnerschaft bringt dem Erfinder zwar finanzielle Sicherheit, aber die Skrupellosigkeit und Machtgier des Milliardärs zerren am Gewissen Edisons.
Einige seiner Patente führen zu Rechtsstreitigkeiten mit anderen Erfindern, wie Nicola Tesla, und Unternehmern wie Westinghouse.
Rückschläge, Schwierigkeiten bei der Umsetzung seiner Erfindungen, Finanzierungsprobleme, Streitigkeiten mit Konkurrenten, machen Edison das Leben schwer. Sein Familienleben leidet durch seine ständige Abwesenheit.
Ein schillerndes Porträt Amerikas in den Jahren Anfang des 20. Jhdts. mit seinen Finanzgrößen und Wirtschaftsbossen, Finanzkrisen und technischen Errungenschaften.
Rezensionen von Caroline :
Zwei unterschiedliche Jugendliche
My First Love von tanja Voosen
Nur hinter vorgehaltener Hand sprechen die Schüler über den Schlussmach-Service. Cassidy hilft Jungen und Mädchen dabei, Beziehungen zu beenden. Ihre Entlohnung steckt sie in ihren Collegefonds, denn sie möchte unbedingt raus aus dem kleinen Ort, weg von ihrer chaotischen Mutter. Dabei zieht sie auch hin und wieder den Zorn eines verlassenen Partners auf sich.
Einer hat es ganz besonders auf sie abgesehen. Colton trägt ihr auch Monate später noch nach, dass sich seine Freundin Kim von ihm getrennt hat. Wenn die zwei aufeinander treffen, fliegen die Fetzen. Sie schenken sich nichts und müssen schließlich auch noch im Kunstunterricht ein gemeinsames Projekt betreuen.
Während die zwei Zeit miteinander verbringen müssen, schließen sie eine Wette ab: Cassidy muss ein Pärchen zusammen bringen. Sie soll ihre Kräfte für das Gute nutzen und nicht für das Böse. Dabei reizen beide ihre Grenzen aus und Cassidy muss sich eingestehen, dass Colton auch eine sanftere Seite hat, die sie ungemein fasziniert.
Wie hat es mir gefallen?
Bei der Lit.Love 2018 gab es zu diesem Buch eine Lesung von Tanja Voosen. Dabei hat sie ein paar großartige Szenen ausgewählt und damit hat sie nicht nur mich geködert, sondern auch meine Freundin Lisa. Mit ihr gemeinsam habe ich nun „My First Love“ gelesen.
Vor dem Hintergrund einer kalifornischen Kleinstadt spielt die Geschichte rund um Cassidy und Colton.
Cassidy lebt mit ihrem Bruder bei ihrer Mutter, die leider oftmals ihrer Verantwortung nicht gerecht wird. So übernimmt Cassidy schon sehr jung mehr Verantwortung und ihr Wunsch nach Unabhängigkeit und einem Neuanfang am College ist völlig nachvollziehbar. Als sie den Schlussmach-Service ins Leben ruft, steckt sie das verdiente Geld sofort in ihren Ausbildungsfonds. Neben ihrer besten Freundin Lorna hat sie recht wenige Kontakte. Ihr gestörtes Familienleben hindert sie daran Freunde nach Hause einzuladen.
Colton ist beliebt, vor allem bei den Mädchen, aber ihn umgibt dennoch eine unnahbare Aura. Bei den Streitereien zwischen ihm und Cassidy lässt er jedoch seine Maske manchmal fallen.
Das Buch ist ein sehr gelungener Jugendroman. Es zeigt nicht nur die schönen Seiten des Lebens, sondern auch wie ungerecht es sein kann. Zwei Jugendliche, die unterschiedlich aufwachsen und sich in der Schule treffen. Ihre Wortgefechte sind humorvoll und treffend.
Ich bin zwar der Zielgruppe schon einige Jahre (naja, vielleicht auch schon Jahrzehnte) entwachsen, aber ich habe das Buch sehr gerne gelesen. Es sind auch die Nebenfiguren sehr gut getroffen und beschrieben. Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung.
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Rezensionen von Caroline :
Ein langes Leben im Rückblick
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
Mit 96 Jahren blickt Doris auf ein bewegendes Leben zurück. In Schweden geboren, durch die Welt gereist und nun gegen Ende ihres Lebens wieder nach Hause zurückgekehrt.
Immer mit dabei ihr in Leder gebundenes Adressbuch, welches sie von ihrem Vater bekommen hat. Viele Namen hat Doris dort verewigt und viele davon bereits durchgestrichen und mit TOT versehen.
Ihre Erinnerungen schreibt sie anhand der Namen aus dem Adressbuch für ihre Großnichte Jenny auf. Dabei enthüllt sie kleine und große Geheimnisse. Sie erzählt, wie sie aus Schweden fortging, um in Paris zu landen. Anschließend in die USA vor dem Krieg zu fliehen, um über verschiedene Stationen wieder in Schweden zu landen.
Eine nicht ganz alltägliche Lebensgeschichte erzählt von einer alten Frau, um für Jenny in Gedanken lebendig zu bleiben.
Wie hat es mir gefallen?
Um dieses Buch schleiche ich schon etwas länger herum. Diverse Empfehlungen und gute Rezensionen haben mich aufmerksam gemacht und dank einiger Gutscheine für meine Lieblingsbuchhandlung zog die Geschichte nun bei mir ein.
Der Titel gibt schon einen Hinweis, welche Richtung die Geschichte gehen wird. In Rückblicken erhält der Leser Einblicke in Doris Leben. Sie wird in eine Handwerksfamilie geboren, verlebt glückliche Tage in ihrer Kindheit, bis ihr Vater stirbt. Ab da beginnt ein spannendes und ungewöhnliches Leben.
Anhand ihres kleinen Büchleins erzählt sie die wichtigsten Kapitel ihres Lebens, welche Menschen ihren Weg kreuzten und in welche Teile der Welt es sie verschlug. Ihre Erinnerungen schreibt sie für ihre Großnichte Jenny auf, die fern von Schweden in den USA wohnt.
Doris und Jenny verbindet nicht nur die Familie sondern ein ganz besonderes Band. Selbst in ihrem hohen Alter, kennt sich Doris mit ihrem Laptop aus und daher skypen sie regelmäßig miteinander. Dieser Kontrast zwischen moderner Technik und alten Erinnerungen ergibt eine wunderbare Mischung.
Ich muss zugeben, dass meine Erwartungen an das Buch andere waren. Denn in der Inhaltsangabe wird auf die unzähligen Menschen, die man im Laufe eines Lebens trifft, hingewiesen. Mein Adressbuch quillt über vor Namen, aber die Geschichte konzentriert sich auf einige wenige. Dieses Augenmerk enthüllt eine emotionale Handlung, die ich als realistisch empfand und vor allem das Ende rührte mich zu Tränen.
Es freut mich sehr, dass ich eine weitere Autorin aus Schweden entdecken durfte, die sich nicht dem Krimi-Genre verschrieben hat.
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Rezensionen von Gaby 2707:
Humorvoll, spritzig, spannend
Das rote Adressbuch von Sofia Lundberg
Als ich das Buch vor mir liegen hatte, dachte ich, wow, ein aussergewöhnliches Cover. Erinnert mich eher an einen Comic. Jetzt, wo ich die Geschichte und die Handelnden kennengelernt habe, frage ich mich, wer auf dem Cover wer ist. Dem Wort „Tofu“ seine eigene Farbe zu geben, macht das Cover noch interessanter.
Worum geht es?
Nach einbem Murenabgang sitzt Fernsehköchin Francesca Carlotti in einem kleinen Berghotel irgendwo in den deutschen Alpen, wo sie zu einem Kochkurs gebucht ist, fest. Ausser ihr haben sich auch ihr Exmann Gianluca, von dem sie aber noch nicht geschieden ist, mit seiner neuen Perle Jaqueline und seine Ex-Fußballkameraden hier eingefunden, die den Geburtstag von ihrem Freund Enzo Rotundo feiern wollen. Nacheinander stranden auch Francescas Kinder Clara und Cosimo hier. Als es den ersten Mord gibt, fühlt sich Dorfpolizist Adam dazu berufen, diesen aufzuklären. Und schon ist die Hölle los…
Die Menschen, die hier zusammengefercht sitzen, haben alle sehr verschiedene Charaktere, kommen menschlich sehr gut rüber und ich kann mich in ihre Situation recht gut hineinversetzen. Die Freunde, verbunden im Fußball, sind heute zum Teil nicht gut aufeinander zu sprechen. Dorfpolizist Adam stellt die kuriosesten Motivtheorien auf, Cosimo, klugscheißert herum wie ein Großer und Francesca versucht, alle irgendwie auf Spur zu halten.
Eine unterschwellige Spannung ist von Anfang an da und wird noch etwas erhöht, durch kurze Kapitel, die ohne Namensnennung auskommen und die die Gedanken des Täters wiederzugeben scheinen. Das erhöht natürlich die Spannung noch mehr.
Wo genau man sich befindet, habe ich beim Lesen nicht herausfinden können. Hat aber für die Geschichte auch keine Bedeutung. Ich hatte beim Lesen immer mal wieder die Bilder von den Lawinen im Kopf, die in den Bergen vor kurzem gesprengt wurden.
Untermalt mit farbenfrohen Szenebildern sehe ich die Gruppe auch optisch vor mir.
Da Francesca zum Kochen ins Hotel gekommen ist, bekomme ich als Nachschlag einige ihre Rezepte präsentiert.
Wer einen knallharten, blutrünstigen und anspruchsvollen Krimi erwartet, ist hier absolut falsch. Wer aber wie ich bei einem humorvollen und trotzdem spannenden Krimi gut unterhalten werden und auch mal schmunzeln will, der ist hier genau richtig.
Rezensionen von Bibliomarie:
Tage der Abrechnung
Die Farben des Feuers von Pierre Lemaitre
Am Tag der Beisetzung des Bankiers Marcel Péricourt, stürzt oder springt der Enkel aus dem Fenster und bleibt schwerverletzt auf dem Katafalk liegen. Madeleine Pericourt verliert sich in ihrer maßlosen Trauer und in ihrer Sorge um den nach dem Sturz gelähmten Sohn Paul. So steht sie zwar formell an der Spitze des Bankhauses, aber der Prokurist der Bank Gustave Joubert lenkt die Geschäfte.
Umgeben ist Madeleine vom raffgierigen Onkel Charles und vom Hauslehrer André Delcourt, der auch ihr Liebhaber ist. Erst spät, zu spät begreift Madeleine, dass keiner ihrer Vertrauten ihr Wohlwollen im Auge haben. Joubert will Rache für die Kränkung, dass er mit einem Almosen im Testament des alten Péricourt abgespeist wurde.
Doch als Madeleine alles verloren hat, erwacht in ihr die Kraft ihr Schicksal in die eigene Hand zu nehmen. Die politischen Wirren, die Wirtschaftskrise und die Vorboten des Zweiten Weltkriegs spielen ihr in die Hände und sie beginnt die Schuldscheine für den Verrat einzufordern.
Pierre Lemaitre findet einen leichten, oft sogar ironischen Ton um seine Figuren zu portraitieren. Der Roman entwickelt fast die Dynamik einer Kriminalgeschichte, wenn Madeleine Zug für Zug ihren Rachefeldzug umsetzt. Die farbige Darstellung der Gesellschaftsschichten und deren Umwälzungen im Vorkriegsfrankreich ist prägnant und gelungen. Der Roman entwickelt einen Sog, dem ich mich als Leserin nicht entziehen konnte. Besonders gelungen fand ich die Frauen der Geschichte, nicht nur Madeleine, sondern auch Kindermädchen Léonce und Pflegerin Vladi sind großartig portraitiert und stehen für ihre jeweilige Gesellschaftsschicht. Es ist ein groß angelegter Sitten- und Gesellschaftsroman, in den Lemaitre Madeleines Abrechnung einbettet. Dabei gefiel mir ganz besonders die Raffinesse der einzelnen Handlungsstränge, die auch mit Kritik an der damaligen Gesellschaft nicht spart. Ob nun es die Arroganz des Großbürgertums oder die Eitelkeit der Politiker oder die Geltungssucht der Presse ist. Madeleine hat viel verloren, aber ihre Freiheit hat sie sich zurück erobert.
Ein wunderbarer Roman, dessen brillante Sprache mich nachhaltig beeindruckt hat.
Rezensionen von Nepomurks:
Absolut gelungene Autobiografie und ein tolles Hörbuch!
BECOMING von Michelle Obama
Michelle Obama dürfte jedem bekannt sein als Gattin des ehemaligen US-Präsidenten Barack Obama. In ihrer Autobiografie „Becoming“ hat sie nun all ihre Erlebnisse, angefangen mit ihrer Kindheit zusammengetragen und gibt damit teils äußerst private Einblicke preis und zeigt sich von ihrer bis dato eher unbekannten Seite.
Das Hörbuch, erschienen im Hörverlag und 18 Stunden 41 Minuten umfassend, ist dabei sehr gut eingelesen und lässt sich durchweg sehr gut mithören. Die Lesestimme ist eingängig und gut verständlich.
Zum Inhalt des Buches lässt sich meinerseits sagen, dass ich die Schilderungen und Episoden größtenteils hochinteressant und packend fand. Die Kapitel widmen sich chronologisch verschiedenen Grundthemen aus Michelle Obamas Leben und beinhalten auch die ein oder andere Offenlegung ganz eigener Ansichten und Bewertungen. Sicherlich ist es nicht verwunderlich, dass Michelle Obama schon immer eine vermeintlich starke und moderne Frau war. Es wird durch die vielfältigen Darstellungen allerdings auch recht schnell klar, dass sie eine recht privilegierte Kindheit genoss, auch wenn die räumlichen Begebenheiten der Familie vielleicht als beengt bezeichnet werden konnten und zunächst auch nicht die Rede von „materiellem Reichtum“ war. Dennoch hatte Michelle Obama gute Voraussetzungen für ihren persönlichen Werdegang. Vieles davon ist beeindruckend, manches in späteren Kapiteln auch überraschend interessant und beinahe schon spannend. Man darf ein wenig hinter die Kulissen der amerikanischen Politik blicken, sieht die Ehefrau des Ex-Präsidenten hier aber auch sehr verletzlich, unverstellt und offen. Michelle Obama spricht recht unverblümt und gibt neben einigen politischem Statements auch ihre ganz persönlichen Lebensweisheiten preis.
Das Buch, bzw. Hörbuch ist meines Erachtens absolut empfehlenswert und ich würde es trotz weniger Längen mit vollen 5 Sternen bewerten – ganz einfach weil ich der Sprecherin die meiste Zeit über gebannt gelauscht habe und ich großen Respekt für Michelle Obama empfinde. Hut ab für diese beeindruckende Autobiografie!
Rezensionen von liesmal:
Die Lebenstraumreise
Wir träumten vom Fliegen von Leah Maschek
Eine traumhaft schöne Geschichte erzählt Leah Maschek und lädt damit zum Mitträumen ein. Schon als Kinder waren Otto und Gustav Lilienthal vom Fliegen fasziniert. Sie träumten davon, selbst einmal wie die Vögel durch die Lüfte zu schweben und versuchten schon als Kinder, diesen Traum wahr werden zu lassen.
Vor allem die Störche nahmen sie als Vorbild und konstruierten die ersten Flügel. Ständig belächelt von Herrn Theodor, dem Tischler, der Ratschläge geben wollte und nicht an den Erfolg glaubte.
Es dauerte noch viele Jahre, bis es Otto Lilienthal tatsächlich gelungen ist zu fliegen.
"Der Traum vom Fliegen" verbindet Realität und Fiktion zu einer berührenden gefühlvollen Geschichte und begleitet nicht nur Otto bis zu seinem Tod, sondern auch Gustav, der sich wünscht, seinen eigenen Traum vom Fliegen zu verwirklichen.
Das kleine Buch habe ich ganz in Ruhe gelesen und dabei die Stille genossen, um einfach Ottos und Gustavs Traumreise zu begleiten.
Die Illustrationen der Autorin haben noch das ihre dazu getan, das Buch zu einem kleinen Schatz werden zu lassen.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Die Neuoffenbarungen zum Thema Reinkarnation
Reinkarnation von Johannes Wilhelm
In diesem Buch werden die Texte von Neuoffenbarungen zum Thema Reinkarnation gut präsentiert und zusammengestellt. Im Gegensatz zur kirchlichen Lehre wird klar bezeugt, dass eine moderate Reinkarnationslehre mit dem christlichen Glauben vereinbar ist.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von C. P.:
Plötzlich Prinzessin? Nein, plötzlich Eichhörnchen!
Miep & Moppe von Stine Oliver
Sommerzeit - Ferienzeit! Und ausgerechnet dieses Jahr muss die 13-jährige Miep den Sommer bei ihrer Oma auf dem Land verbringen, statt in Hamburg mit TV und Skateboard abzuhängen.
Öde! Bis sie ein Kaninchen schräg von der Seite anquatscht. Moment - ein Kaninchen? Und wo kommt plötzlich dieser Puschelschwanz her?! Warum ist Miep auf einmal ein Eichhörnchen statt einer Superheldin? Und wer ist Holla, die Waldfee?
Ein unterhaltsames Sommerabenteuer mit dem Teenager Miep, welche die Fähigkeit des Gestaltwandelns geerbt hat und Freundschaft mit dem mutigen Zwergkaninchen Moppe schließt.
Dabei verhält sie Miep typisch Teenager-like und macht es Moppe nicht immer einfach. Mehr über ihre geheimnisvolle Fähigkeit wissen Mieps Oma und so ein komischer Kauz im Wald, der mit Vorliebe Plattdeutsch redet. Aber mal ehrlich: Die haben doch nicht alle Möhrchen im Beet, oder?
Das Buch beginnt ganz lustig, wie Miep sich unfreiwillig in ein Eichhörnchen verwandelt und dabei auf Zwergkaninchen Moppe trifft. Anfangs genießen die beiden ihre frische Freundschaft, tanzen zu Rockmusik, schauen Filme und lesen gemeinsam Bücher - was Freunde halt so machen. Als Miep jedoch mehr über ihre Fähigkeit erfährt, wird ihr das alles zuviel und lässt es leider an Moppe aus, der die Welt nicht mehr versteht. Dabei ist das Kaninchen mit dem süßen Sprachfehler wirklich zum Knuddeln lieb. Aber was wären echte Freunde, wenn nicht doch wieder beide zueinander finden?
Mir hat die Idee mit dem Abenteuer der beiden gut gefallen. Weniger gefiel mir Mieps launisches Verhalten zwischendurch Moppe gegenüber, da hing dann auch das Abenteuer der beiden zu sehr in der Luft. Als unterhaltsames Extra haben Miep und Moppe hinten im Buch eine Liste mit besonderen sowie plattdeutschen Begriffen angehängt. Geschrieben ist das Buch abwechselnd aus Mieps und Moppes Sicht, über jedem Kapitel zeigt ein Bild von Miep oder Moppe an, wer grad erzählt. Schade fand ich, dass Moppe als Wald- und Wiesentier die Unterschiede zwischen Hase und Kaninchen ignorierte, hier wär die Chance gewesen, einem Stadtkind den Unterschied zwischen beiden Tieren zu erklären.
Ein unterhaltsames und lustiges Buch für Kinder ebenso wie für Erwachsene. Ich hoffe, die beiden werden noch weitere Abenteuer erleben.
Rezensionen von Harakiri:
Die Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln
Ich bringe dir die Nacht von Catherine Ryan Howard
Ich entdecke gerne neue Autoren und so habe ich freudig zugegriffen als mir vom Rowohl-Verlag „Ich bringe dir die Nacht“ zur Rezension angeboten wurde.
Alison ist vor 10 Jahren von Irland nach Holland gezogen. Sie wollte ihre Vergangenheit als Freundin eines Serienmörders hinter sich lassen. Doch ihre Vergangenheit holt sie ein, als in Dublin wieder ähnliche Verbrechen geschehen.
Der damalige Mörder sitzt aber noch hinter Gittern, möchte nun jedoch Alison von seiner Unschuld überzeugen. Ein rasantes Abenteuer beginnt.
Der Einstieg ins Buch ist mir ein wenig schwer gefallen. Ich brauchte ein paar Seiten, um zwischen Dublin und Holland einzusteigen und herauszufinden, wo die Handlung nun wirklich spielt. Aber dann war ich schnell gefangen. Alisons erster Besuch im Gefängnis bei Will hat mich berührt. Irgendwie nahm man ihm den Serienmörder nicht ab. Aber alle haben ihre Geheimnisse und die Autorin versteht es glänzend, diese bis kurz vor das Ende des Buches zu bewahren.
Die Handlung spielt auf zwei Ebenen: Alison damals und Alison heute. Wie Alison aufs College kommt, zusammen mit ihrer besten Freundin Liz, wie sie Will kennen lernt und wie eifersüchtig Liz auf diese Beziehung ist. Und Alison heute: die Zweifel, die an ihr nagen, ob Will wirklich der Täter ist und ob sie an seiner Verhaftung Schuld hat.
Das Buch lädt ein zum Spekulieren. Ich hatte die wildesten Verdachte, nur um hinterher feststellen zu müssen, dass ich weit gefehlt habe. Und ganz am Ende hat die Autorin, deren Schreibstil ich sehr gern mochte, dann doch noch ein kleines Schmankerl für den Leser.
Fazit: Das Buch hat mich gefesselt, wenn es im Mittelteil auch etwas langgezogen wirkte, aber die Handlung und die Charaktere konnten überzeugen und waren gut ausgearbeitet. Ich würde gerne mehr von der Autorin lesen.










