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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Fesselnd

Das Gewicht eines Pianos von Cander Chris

Die Autorin Chris Cander lebt in Housten Texass.
Ihr Roman „Das Gewicht eines Pianos“ wurde von Ursula C. Sturm übersetzt und ist eine wunderbare Lektüre.

Es gibt zwei Zeitebenen, die sich interessant verweben. Im Mittelpunkt steht ein Blüthner Piano.
In Russland 1960 erbt die neunjährige Katya von einem dubiosen Deutschen das Klavier.

Dieses wird zu ihrem Lebensmittelpunkt.
Sie heiratet und bekommt einen Sohn. Ihr Mann will nach Amerika aussiedeln.
In der Nähe von L.A. Wohnt Clara. Kurz vor ihrem 12. Geburtstag schenkt ihr Vater ihr ein Blüthner Klavier. Kurze Zeit später sterben die Eltern und für Clara wird als einzige Erinnerung an den Vater.

Die Schicksale beider Frauen gehen über ein halbes Jahrhundert.
Was sie erleben wird von der Autorin eindringlich berichtet. Beide Teile sind berührend und fesseln.

Der Roman zog mich in seinen Bann. Es ist ein besonders eindringliche mitreißende Geschichte und hat mich gut unterhalten.

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Rezensionen von niknak:

Cassiopeia

Sternschnuppenschauer von Ann-Kathrin Wolf

Inhalt:
(Klappentext)
**Im Sommer strahlen die Sterne am hellsten** Cassie liebt die Sterne. Aber vor allem liebt sie es mit ihrem Vater in Sternschnuppennächten auf Wunschfang zu gehen. Bis er bei einem Autounfall ums Leben kommt und ihre Welt zusammenbricht. Dass sie daraufhin den Sommer ausgerechnet am Meer bei den Atkins verbringen soll, macht alles nur noch schlimmer.

Denn dieser Ort hält zahlreiche schmerzhafte Erinnerungen für sie bereit. Sogar Logan, der süße Sohn der Atkins, ist keine große Hilfe. Mal ist er nett und einfühlsam, dann benimmt er sich wie der letzte Mistkerl. Kann er die Sterne für Cassie wieder erstrahlen lassen?

Mein Kommentar:
Dies ist ein Jugendbuch der Autorin Ann - Kathrin Wolf und ich finde es einfach nur großartig. Dieses Buch besitzt sehr viel Tiefe und bearbeitet auch ein ernstes Thema, was die Autorin meiner Meinung nach sehr gut aufgearbeitet hat. Dabei wird der Leser auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle geschickt. Ich finde es wichtig zu erwähnen, dass man dabei auch immer Taschentücher parat haben sollte.

Die Autorin hat einen sehr gefühlvollen und flüssigen Schreibstil und man liest das Buch trotz der 300 Seiten sehr schnell. Ich hatte es an einem Tag fertig, da ich es gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.
Mir gefallen die Kapitelüberschriften sehr gut, da sie passend zum Inhalt des Textes gewählt wurden und einen kurzen Einblick bieten was kommt ohne zu viel zu verraten.

Die Hauptprotagonisten sind zwar sehr geheimnisvoll vor allem Cassie, aber auch Logan und man erkennt erst im Laufe der Geschichte, was ihn so bewegt und warum er auf die dargestellte Art und Weise handelt. Zuerst konnte ich ihn oft nicht verstehen und ich wusste nie, wie ich bei ihm dran bin. Aber nach seiner Enthüllung des Geheimnisses ist er mir immer mehr ans Herz gewachsen und ich konnte mich gut in ihn hineinversetzen.

Bei Cassie ging es viel leichter sich in sie hineinzuversetzen, da sie von Beginn an mit offenen Karten spielte und der Leser wusste, wie es ihr erging. Man litt mit ihr mit und trauerte mit ihr gemeinsam um ihren Vater. Jeder hat schon einmal einen Verlust erlitten, der einem schwer viel zu verarbeiten und wo man länger brauchte damit klar zu kommen. Daher konnte ich mich relativ leicht in sie hineinversetzen und sie war mir gleich sympathisch. Es war sicher auch von Vorteil, dass die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wurde.

Die Protagonisten besaßen meiner Meinung nach eine besondere Tiefe und man konnte ihre Entwicklung, wie sie lernen mit ihrer Situation umzugehen, sehr gut nachverfolgen. Dies hat mir sehr gut gefallen.

Auch die Beziehung zwischen Logan und Cassie entwickelt sich nie richtig. Sie fühlen sich zwar beide zueinander hingezogen, aber durch ihre Vergangenheit trauen sie sich nicht richtig. Als Leser kann man zwar das Knistern zwischen den beiden spüren, aber dennoch weiß man nie, wie es sich nun wirklich entwickeln wird.

Ein wirklicher Lichtblick dabei ist Summer. Mit ihrer herzlichen und fröhlichen Art bringt sie die beiden immer wieder auf den richtigen Weg zurück und bringt auch einiges an Humor mit in die Geschichte. Eine Freundin wie sie möchte jeder haben, die einem immer zur Seite steht und weiß, was man braucht.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch mit viel Tiefe, welches mich auch manchmal zum Nachdenken brachte und bei dem meine Gefühle Achterbahn fuhren. Es war sehr schön zu lesen und hat mir ein kurzweiliges Lesevergnügen bereitet.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Ein Medium berichtet über ihr Leben

Hallo, Jenseits von Dolly Röschli

Inhalt:
Dieses Buch ist eine Biographie der Autorin Dolly Röschli. Dabei beschreibt sie wie sie mit der geistigen Welt in Berührung kam und wie sie lernte damit umzugehen. Von der Kindheit beginnend, in der sie immer die Außenseiterin war bis hin zu ihren jetzigen Leben, in dem sie ein sehr bekanntes Medium in der Schweiz geworden ist und darüber hinaus.

Außerdem möchte sie zeigen, dass wir keine Angst vor dem Tod haben müssen.

Mein Kommentar:
Ich habe bisher noch keine Erfahrungen mit Medien oder der geistigen Welt gemacht. Von daher war das Buch sehr interessant für mich, um in diese Richtung mehr zu erfahren und in dieses Themengebiet einzutauchen.

Die Autorin Dolly Röschli hat einen angenehmen Schreibstil und die Seiten lesen sich sehr flüssig und leicht. Mir hat besonders gut gefallen, dass sie immer wieder mit dem Leser in Kontakt tritt und ihn persönlich anspricht. Man fühlt sich gleich von ihr angenommen und als etwas Besonderes behandelt.

Sie lässt uns an ihrem Leben teilhaben und man erfährt ihre Erlebnisse von frühester Kindheit an, als ihr die ersten Verstorbenen erschienen. Man kann sich gut in sie hineinversetzen und versteht auch ihre Bedenken gegenüber dem Ganzen. Sie wollte zuerst ihre Gabe wieder loswerden und ein ganz normales Leben führen, was ihr aber nicht gelang. Mit der Zeit sah sie ihre Chance darin anderen zu helfen und von diesem Zeitpunkt an, stand sie hinter sich und lebte ihre Leben als Medium.
Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie es zu dieser Entscheidung kam und konnte auch ihre Bedenken sehr gut nachvollziehen.

Sie beschreibt im Buch ihren persönlichen Werdegang und welche Ausbildungen sie absolviert hat, aber sie lässt auch andere zu Wort kommen. So berichtet zum Beispiel ihre Mutter oder ihr Ehemann darüber, wie es ihnen als Angehörige so ergeht und was sie über Dolly denken. Aber auch Personen, welche bei ihr eine Sitzung besucht hatten, kamen zu Wort und erzählten von ihren Erfahrungen. Dies war spannend für mich zu lesen, da ich so einiges an neuen Informationen erhalten habe.
Diese Beschreibungen von anderen Personen sind in einer anderen Schriftart geschrieben und somit klar vom restlichen Text zu unterscheiden.

Durch die kurzen Kapitel liest sich das Buch sehr schnell und flüssig. Besonders spannend finde ich am Schluss die Übungen für den Alltag. Dabei gibt es einfache Meditationsübungen, aber auch solche um den Alltag ein wenig zu verbessern. Sie gibt kurze Tipps zur Stressbewältigung, aber auch um die Gesundheit zu erhalten oder kleine Partnerschaftsprobleme auszumerzen. So kann man für sich selbst auch noch einiges aus dem Buch herausholen und für den persönlichen Alltag verwenden.

Die Autorin bekräftigt immer wieder, dass ihr Buch keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat und dass sie nicht gegen eine Religion spricht, sondern für alle offen ist. Sie redet von Gott, da sie christlich erzogen wurde, aber sie meint damit ein höheres göttliches Wesen, wie es in jeder Religion vorkommen kann.

Mein Fazit:
Ein tolles Buch für alle Neulinge auf diesem Gebiet, die gerne mal mehr darüber erfahren möchten. Ich hatte bisher keine Ahnung und stand dem eher skeptisch gegenüber, aber nach diesem Buch denke ich, dass vielleicht doch mehr dahinter stecken könnte, als wir alle vermuten und dass ein Dialog mit der geistigen Welt durchaus möglich sein kann.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Tod beim Eishockeyspiel

Mordsmäßig kaltgemacht von Saskia Louis

Inhalt:
Louisa Manu möchte nun endlich ein langweiliges und ruhiges Leben führen, aber das ist bei ihrem Glück nicht so einfach. Als sie sich ein normales Eishockeyspiel anschauen will, segnet das Maskottchen vor ihren Augen das zeitliche. Sie möchte sich ja diesmal wirklich aus den Ermittlungen heraushalten, aber da bietet ihr eine Zeitung kostenlose Publicity, wenn sie dies nicht tut.

Und so muss sie wohl oder übel doch auf Verbrecherjagd gehen und dann braucht auch noch ausgerechnet Kommissar Rispo ihre Hilfe, obwohl er sie vorher noch vom Ermitteln fernhalten wollte...

Mein Kommentar:
Dies ist er dritte Teil rund um die Blumenladenbesitzerin Louisa Manu, welche jedes Mal unverschuldet eine Leiche vor die Füße bekommt. Da sie einfach zu neugierig ist, mischt sie sich dann in die Ermittlungen ein, ganz zum Missfallen von Josh Rispo, dem ermittelnden Kommissar. Die beiden haben nicht nur berufliche Diskrepanzen, sondern auch private. Bei ihnen passt der Satz: Sie können nicht miteinander, aber auch nicht ohne einander.

Der Schreibstil der Autorin Saskia Louis ist wie immer locker und flüssig und die Seite fliegen beim Lesen einfach nur so dahin. Man kann sich die Personen und das Geschehen sehr gut vorstellen, da sie alles sehr schön beschreibt. Die Geschichte ist in der Ich - Perspektive von Louisa erzählt und als Leser erfährt man so vieles über ihre Gedanken und Gefühle, was mir sehr gut gefallen hat.

Die Personen kannte ich ja bereits aus den ersten beiden Bänden, und ich fand es sehr schön zu lesen, was sie inzwischen erlebt hatten und wie es ihnen so ergeht. Aber ich denke, dass es auch kein Problem für jemanden darstellt, wenn man die Vorgänger noch nicht kennt. Man hat vielleicht nicht den ganzen Durchblick bei gewissen Szenen, wenn Josh und Lou miteinander sprechen, aber ansonsten kommt es meiner Meinung nach zu keinerlei Verständnisproblemen und man kann jederzeit in diese Reihe einsteigen. Auch wenn ich es persönlich lieber man eine neue Reihe von vorne zu beginnen, um die Entwicklung der Protagonisten mit zu verfolgen.

Ich fand es wieder sehr schön, dass die Autorin eine tolle Spannung aufgebaut hat und diese auch bis zum Ende hin halten konnte. der Verdacht auf den Täter wurde immer wieder durch neue Indizien in eine andere Richtung gelenkt und so konnte man sich nie sicher sein, ob man den Richtigen verdächtigt oder nicht.

Auch der Humor kam wie immer nicht zu kurz und so musste ich mehrmals lachen. Was sich bei einem Krimi besonders ungewöhnlich anhört, aber bei dieser Reihe hat es die Autorin perfekt miteinander kombiniert.

Mein Fazit:
Wieder ein sehr gelungener Band dieser Reihe und ich hoffe, dass noch viele folgen werden. Ich bin ein großer Fan von Louisa Manu und ihrer Art zu ermitteln.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Wie die Vergangenheit die Gegenwart beeinflusst.

Bösland von Aichner Bernhard

Inhalt:
(Klappentext)
Sommer 1987. Auf dem Dachboden eines Bauernhauses wird ein Mädchen brutal ermordet. Ein dreizehnjähriger Junge schlägt sieben Mal mit einem Golfschläger auf seine Mitschülerin ein und richtet ein Blutbad an. Dreißig Jahre lang bleibt diese Geschichte im Verborgenen, bis sie plötzlich mit voller Wucht zurückkommt und alles mit sich reißt: Der Junge von damals mordet wieder …

Mein Kommentar:
Ich kenne bereits die Totenfrau - Trilogie von Bernhard Aichner, aber dieses Buch ist etwas ganz anderes.

Es besitzt eine eigene Form der Spannung: Dabei wird der Leser nicht nur dadurch ans Buch gefesselt, weil man den Mörder entlarven will, sondern auch weil man wissen will, was in Bens Vergangenheit wirklich passiert ist und warum er sich nicht mehr erinnern kann. Auch ist man gespannt, was nun in der Zukunft passieren wird und wie Ben mit seiner Vergangenheit umgeht.

Der Autor verwendet einen ganz besonderen Schreibstil, den ich so bisher noch gar nicht kannte. Die einzelnen Kapitel sind relativ kurz und übersichtlich gestaltet. Sie wechseln immer von einer erzählenden Schreibweise in der Ich Perspektive von Ben erzählt und einer Dialogform. Dabei gibt es immer einen Dialog zwischen Ben und einer anderen Person.

Der Schreibstil des Autors ist einfach und flüssig gehalten. Durch die kurzen Kapitel und den wechselnden Schreibstil, fliegen die Seiten einfach nur so dahin. Besonders gut gefiel mir, dass jedes Kapitel eine Überschrift hat, die in rot gehalten war. So harmoniert dies meiner Meinung nach sehr gut mit dem Titel des Buches.
Die Beschreibungen der Orte waren sehr detailliert und man konnte sich als Leser ein sehr gutes Bild davon machen.

Ben ist zwar sehr zurückhaltend zu Beginn des Buches und man erfährt erst im Laufe des Buches mehr über ihn. Dadurch lernt man ihn besser kennen und auch verstehen. So kann man seine Handlungen nachvollziehen und schließt ihn mit der Zeit auch ins Herz, obwohl ich nicht immer alle Aktionen von ihm nachvollziehen konnte.

Das Ende kam sehr überraschend für mich, aber das ist das tolle daran, dass es der Autor schafft mich immer wieder zu überraschen, auch wenn ich mir schon selbst einen weiteren Verlauf vom Buch überlegt hatte. So bleibt die Spannung erhalten und man kann bis zum Schluss noch mitraten.

Mein Fazit:
Ein etwas anderer Thriller von Bernhard Aichner, welcher mich wirklich packen konnte und durch den abwechslungsreichen Schreibstil ein richtiges Lesevergnügen war.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von Gluecksklee:

Brandaktuelle, erschütternde und emotional herausfordernde Geschichte

Davor und Danach Überleben ist nicht genug. Kartoniert. von Singer Nicky

„Davor und Danach – Überleben ist nicht genug“ ist das neue Werk der „Die Wolke“-Autorin Nicky Singer. Sie nimmt ihre Leserschaft mit in eine Welt, die überbevölkert ist, in der die Menschen von Süden nach Norden fliehen, weil auf der südlichen Seite der Welt kaum noch Trinkwasser zu finden ist.

Ihre Protagonistin ist die 14-jährige Mhairi, die zu Beginn alleine unterwegs ist. Das ändert sich, aber eigentlich möchte ich von der Handlung gar nicht zu viel vorwegnehmen.
Mir ist es beim Lesen zu Beginn des Buches immer wieder passiert, dass ich kaum begreifen konnte, dass Mhairi erst 14 Jahre alt ist. Sie wirkt älter, härter – und das aus gutem Grund. Das Buch greift ein brandaktuelles Thema auf, erschüttert und fordert seine Leser emotional. Mhairi ist ein Charakter, der einem sofort ans Herz wächst, auch wenn man erst nach und nach erfährt, was eigentlich mit ihr und ihrer Familie passiert ist.
„Davor und Danach“ ist spannend geschrieben, die Autorin versteht es, einen direkt in die Handlung hineinzuziehen und sorgt durch die relativ kurzen Kapitel dafür, dass ein Ereignis quasi Schlag auf Schlag auf das nächste folgt.
Auf der Homepage der Autorin habe ich gelesen, dass das Buch bereits als Filmvorlage vorgesehen ist. Das könnte ich mir gut vorstellen.
Zuletzt noch eine Anmerkung zu dem wirklich schönen, wertigen Cover der Klappbroschur, die sogar den Buchschnitt auf der Längsseite umfasst. Ein definitiver Hingucker in der Buchhandlung.
Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe daher auch fünf von fünf Sternen.

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Rezensionen von yellowdog:

Subtile, ambitionierte Erzählungen

Ihr Körper und andere Teilhaber von Carmen Maria Machado

Das Buch Ihr Körper und andere Teilhaber (OT: Her Body and other parties) versammelt Erzählungen der Autorin Carmen Maria Machado, die bereits vorher in Zeitungen und Magazines erschienen sind.
Die Geschichten sind teilweise sehr unterschiedlich und bilden doch in der Summe eine Geschlossenheit. Es gibt Erzählungen, die mich nicht erreichten, zum Beispiel die (zu) lange Law&Order-Story, aber ich habe auch keinen Bezug zu der TV-Serie.

Am besten hat mir die erste Erzählung Der Extrastich gefallen, da sie eine überraschende und originelle Erzählhaltung an den Tag legt, dabei zusätzlich zum Hauptplot auch noch viele kleine, originelle Geschichten enthält. Man erfährt von der Erzählerin ihr Leben von Jugend an, wie sie sich verliebt, heiratet und ein Kind bekommt. Eine innige Beziehung, doch es gibt eine Komponente, die sie für sich behält. Niemand darf ihr grünes Band berühren, das sie schon immer trägt. Was gegen Ende passiert, wenn ihr Mann ihr dieses Band nach 20 Jahren doch abnimmt, sollte jeder selbst lesen.
Manche Passagen erinnern an Kristin Roupenian, die mit Cat Person ebenfalls vor kurzen ein Erzählungsband veröffentlicht hatte. Hier wie da sind die Geschichten von expliziten Szenen durchzogen, die teilweise sehr weit gehen. Das ist auch Geschmackssache.
Davon abgesehen überzeugt Carmen Maria Machado mit ihrem Einfallsreichtum, der erzählerischen Dichte und manchmal sogar surrealen Momenten, die den Geschichten etwas bizarres verleihen.

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Rezensionen von Pink Anemone:

Genialer und actionreicher Thriller, der tief in die Machenschaften der russischen Mafia blicken lässt.

Tannenstein Thriller. Kartoniert. von Geschke Linus

Zeit der Rache
Wenn der Wanderer kommt, sterben Menschen. Elf in Tannenstein, einem abgelegenen Ort nahe der tschechischen Grenze. Ein Tankwart im Harz, eine Immobilienmaklerin aus dem Allgäu. Der Killer kommt aus dem Nichts, tötet ohne Vorwarnung und verschwindet spurlos.
Der Einzige, der sich ihm in den Weg stellt, ist Alexander Born: ein Ex-Polizist mit besten Kontakten zur Russenmafia.

Einst hatte der Wanderer seine Geliebte getötet, jetzt will Born Rache – und wird Teil einer Hetzjagd, die dort endet, wo alles begann: Tannenstein....(Klappentext)

☠☠☠☠☠

"Er passierte eine kleine Brücke, die über einen Bachlauf führte. Schmal und in keiner Weise bemerkenswert.
So, als ob diese Straße irgendwann im Nirgendwo endete, weil ihren Erbauern klar geworden war, dass sowieso niemand diesen Weg nahm.
Es gab keine Straßenschilder, keine Wegweiser -
als wollte Tannenstein sich inmitten der umliegenden Wälder und der Außenwelt verstecken."
(S. 155)

Ein kleines Dorf nahe der tschechischen Grenze in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, in dem Neulinge misstrauisch beäugt und zugezogene lange nicht dazu gehören. Dort begegnen wir dem Wanderer zum ersten Mal und dort scheint alles seinen Anfang genommen zu haben. Die Kneipe von Tannenstein, so der Name des Dorfes, wurde zum Ort einer Hinrichtung mit nur einem Überlebenden. Danach begab er sich nach Berlin, tötete eine Frau und dann ... dann verschwand der Wanderer, denn es war getan.
Doch für die Polizei ist Tannenstein nicht vergessen und jemand möchte, dass sie es auch nicht vergessen, denn seit 3 Jahren bekommen sie am Jahrestag dieser Hinrichtung eine Postkarte geschickt. Das Postkartenmotiv - ein Wanderer. Norah Bernsen, Polizeikommissarin in Berlin, rollt den Fall neu auf und wendet sich an den letzten Ermittler von damals - Alexander Born. Dieser ist jedoch auch kein unbeschriebenes Blatt. Ein krimineller Ex-Polizist, der gerade 3 Jahre im Gefängniss saß und ein persönliches Interesse hat diesen Wanderer zu schnappen. Die getötete Frau in Berlin war nämlich seine Lebensgefährtin. Es gilt also eine Rechnung zu begleichen.
Währenddessen wandert der Wanderer weiter und tötet.

Der Wanderer: Ruhig, überlegt, ein Einsamer auf Wanderschaft, der einen Auftrag zu erfüllen hat

Alexander Born: Ein Getriebener der auf Rache sinnt, jedoch ebenso ruhig und überlegt agiert wie der Wanderer, aber auch manchmal seinen Emotionen freien Lauf lässt - ein Pitbull der von der Leine gelassen wurde

Norah: Sprüht vor jugendlichem Elan und Neugierde und genau Letzteres führt dazu, dass sie sich in diesen Fall verbeisst und nicht locker lässt.

Im Verlauf der Story dringt man tief in die Machenschaften der Russenmafia ein und erhält Einblick in jedes kleine Rädchen, welches sich darin dreht. Vom Oberhaupt angefangen, über Händler bis hin zur Prostituierten. Nun stellt sich die Frage, ob der Wanderer einer von ihnen ist oder den Russen mit seinen Taten ans Bein pisst.

"Er würde den Mann jagen, der es gewagt hatte, ihm das Wertvollste zu rauben, das er je besessen hatte.
Ihn hetzen und aufspüren.
Ihn fühlen lassen, was wahres Leid bedeutete."
(S. 24)

Hier eröffnete sich mir ein ebenso genialer, wie auch actionreicher Thriller, welcher jedoch auch durchaus ruhige Töne anschlägt.
Der Autor legt sein Augenmerk sowohl auf die Handlung, als auch auf die Charakterisierung der Figuren. Dadurch erhält man eine Story bei der die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen, nicht alles ist wie es scheint und die Charaktere verschiedene Grauschattierungen aufweisen. Dies beschränkt sich nicht nur auf die drei Protagonisten, sondern schließt auch die Nebenfiguren mit ein.
Dabei legt der Autor eine unglaubliche Sprachgewalt an den Tag. Diese Sprachgewalt, kombiniert mit dem atmosphärischem und bildhaftem Schreib- und Erzählstil, führt zu einem Kopfkino par excellance.
Zusätzlich kann der Thriller auch mit einigen überraschenden Wendungen punkten, denn wie schon erwähnt ist hier nicht immer alles so wie es im ersten Augenblick erscheint.
Für allzu schwache Nerven ist dieser Thriller trotzdem nur bedingt zu empfehlen, denn wo die russische Mafia sägt, fallen nicht nur Späne. Hier wird ge- und erschossen und auf sehr kreative Art und Weise gefoltert.

"Sein erster Schuss traf mitten in die Stirn des Mannes, der der Tür am nächsten saß.
Die folgenden Schüsse die beiden Männer dahinter.
Knochensplitter flogen durch die Luft, Gehirnmasse trat aus,
ein warmer Sprühnebel färbte das Gesicht einer etwa vierzigjährigen Frau rot.
Sie starb als Vierte."
(S. 11)

Das einzig Störende an dem ansonst perfekten Thriller ist, dass die Protagonisten durch die Bank gut aussehend sind und dies auch immer wieder mal gerne betont oder hervorgehoben wird.
Und natürlich finden sich Norah und Born anziehend, natürlich landen sie in der Kiste und natürlich entsteht daraus eine Liebesbeziehung. Dies nimmt zwar, zum Glück, nicht viel Raum ein, aber immerhin so viel, sodass es mich störte. Und wieder einmal frage ich mich, wieso so gut wie jeder Thriller/Krimi eine Liebesbeziehung beinhalten muss. Wieso ist es für so viele Autoren/-innen nicht vorstellbar, dass Frauen und Männer ganz normal zusammenarbeiten können, ohne irgendwann über sich herzufallen? In manchen Krimis kann so etwas eventuell von der nicht vorhandenen Handlung ablenken und das Buch in der Seitenzahl strecken. Der vorliegende Thriller hätte dies jedoch am allerwenigsten nötig gehabt.

Fazit:
Bis auf das oben erwähnte Manko bescherte mir dieser Auftakt einer neuen Thriller-Reihe ein tolles Leseerlebnis. Ein Thriller voller Vielschichtigkeit, actionreicher Spannung und atmosphärischem Kopfkino. Dies ist mein zweiter Thriller des Autors und wird mit Sicherheit nicht mein letzter gewesen sein.

© Pink Anemone

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Rezensionen von Aloegirl:

tolles Buch

Not My Type von Lucy Score

Das Cover passt perfekt. Der Schreibstil ist flüssig. Das ist sehr angenehm, da ist das Lesen ein Genuss. Die Verlobungsparty war die reinste Hölle. Frankie sah, wie die Trauzeugen des Bräutigams sich aufführten.

Die Brautjungfern waren aber auch nicht besser, denn sie waren auf der Suche nach einem oder einem neuen Ehemann. Es war der reinste Affenzirkus. Pru und Chip waren das das goldene Paar. Sie kannten sich seit dem College und waren glücklich miteinander. Der Brautvater ließ sich die Hochzeit 350 000 Dollar kosten, nur damit seine Pru glücklich war und die Hochzeit perfekt wurde. Als die anderen schon auf der Insel waren um zu feiern, kam Frankie erst am Flughafen an. Sie hatte sich den Flug selber bezahlt. Im Flugzeug lernte sie einen netten Surfer kennen der ihr gefiel, aber nicht die Reaktionen auslöst wie Aiden Chips Trauzeuge. Plötzlich stand Aiden neben ihr und vermasselte ihr somit die Tour. Sie war sauer auf Aiden. Konnte er nicht verstehen, dass nicht alle sich von seinem Geld nicht beeindrucken lassen. Er sah gut aus viel zu gut, er war ein Bad Boy. Benehmen hatte er Frankies Meinung auch nicht und nur schön zu sein reichte ihr nicht. Im Ressort angekommen, feierten schon alle wie wild. Am Abend waren sie unterwegs und kamen zu einem Lokal wo sie allen was zum Essen organisieren wollte. Sie ging kurz raus und sah, wie Chip entführt wurde. Sie ging sofort zu Aiden, denn er war der einzige der noch nüchtern war außer ihr. Sie machten sich sofort auf, die Verfolgung anzutreten. Wer hat Chip entführt und warum? Finden die Zwei Chip? Findet die Hochzeit statt? Wird aus Aiden und Frankie ein Paar? Mehr will ich euch nicht verraten nur so viel, es lohnt sich wirklich dieses Buch zu lesen. Die Figuren sind toll beschrieben. Man kann sich sehr gut in die Figuren hinein füllen. Es fühlt sich so an, als wäre man selber mit dabei.

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Rezensionen von liesmal:

Fragen und Geheimnisse

Das kleine Theater am Meer von Rosanna Ley

Ein kleines geheimnisumwobenes Theater am Meer in Deriu auf Sardinien, das darauf wartet, dass es wieder zum Leben erweckt wird, ist „Schuld“ daran, dass Faye
sich als frischgebackene Innenarchitektin auf das Wagnis einlässt, an dem Projekt zur Restaurierung des Theaters verantwortlich mitzuarbeiten.

Die Vermittlung hat sie ihrer Freundin Charlotte zu verdanken, die ihr auch anbietet, in ihrem Haus zu wohnen, während sie selbst mit ihrem Mann beruflich unterwegs ist.
Doch nicht nur das Theater, auch deren Besitzer, Alessandro und Marisa Rinaldi, der ehemalige Schauspieler Pasquale, und fast sämtliche Einwohner des Ortes, allen voran Enrico, sind von Geheimnissen umgeben.
Faye, Marisa und Alessandro waren auf einem guten Weg, nachdem die ersten Überlegungen zur Restaurierung des Theaters sehr harmonisch verlaufen sind. Doch was haben sie vor Faye zu verheimlichen? Das ist eine von vielen Fragen, die Fayes Arbeit immer wieder behindern. Die Dorfbewohner wären froh, wenn sie wieder ginge. Warum? Nur in Pasquale scheint sie einen Menschen gefunden zu haben, der sie mag und der gern mit ihr spricht – auch wenn der meistens in der Vergangenheit lebt und in Erinnerungen schwelgt.
Trotz aller Gegenwehr der Einwohner hat Faye das kleine Dorf liebgewonnen. Eingebettet in die herrliche Landschaft Sardiniens ist Deriu ein kleiner beschaulicher Ort, der so wunderbar von der Autorin beschrieben wird – ebenso wie die kulinarischen Köstlichkeiten der sardischen Küche, dass beim Lesen sämtliche Sinne angeregt werden.
Faye hängt sehr an ihren Eltern und muss jetzt, so weit fort von ihrem Zuhause, erfahren, dass sie große Probleme haben. Fast wie eine zweite Geschichte ist das Geschehen um Molly und Ade in die Handlung eingewoben.
Über weite Strecken ist die Handlung aufregend, spannend, geheimnisvoll und sehr unterhaltsam. Mir hat das Buch recht gut gefallen, weil es eben nicht nur eine einfache Liebesgeschichte ist – auch wenn die Liebe natürlich nicht zu kurz kommt.

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