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Rezensionen von LEXI:

Ein Leben im Untergrund

Die Fischerkinder. Im Auge des Sturms von Melissa C. Feurer

„Mira hasste den Staat von ganzem Herzen. Er hatte das Wunderbarste zerstört, das in dieser abscheulichen Enge noch geblieben war. Die Bücher, in die sie sich so viele Jahre lang geflüchtet hatte.“

Das junge Mädchen aus Leonardsburg hatte ihrem Leben als unbescholtene und gesetzestreue Bürgerin eines Staates in der fernen Zukunft den Rücken gekehrt.

Miras Begegnung mit dem weisen und gutherzigen Besitzer des Buchladens „Porters Höhle“ namens Edmund und der Kontakt zu den Fischerkindern hatten ihr die Augen geöffnet. Im vorliegenden zweiten Band dieser Buchreihe aus der Feder von Melissa C. Feurer befindet sich Mira nun nach Veras schmählichen Verrat an den Fischerkindern ebenfalls auf der Flucht. Chas, der abtrünnige Sohn des Königs, möchte sie dabei unterstützen, ihren besten Freund Filip aus dem Hochsicherheitstrakt des Gefängnisses zu befreien. Die beiden jungen Menschen begeben sich auf eine Reise voller Entbehrungen und gefährlicher Abenteuer, und aufgrund der ausgeklügelten Überwachungssysteme des Staates geraten sie dabei in allergrößte Gefahr.

Melissa C. Feurer schließt in ihrer Neuerscheinung eng an den ersten Band an und setzt ihre Geschichte auch mit den Figuren aus „Das verbotene Buch“ fort. An der Seite der weiblichen Protagonistin Mira steht der Königssohn Carl Auttenberg, der Edmunds und Miras Liebe zu Büchern teilt, sich jedoch zurückhaltend und ruppig gibt. Sein vorrangiges Ziel ist es, dem grausamen Einfluss seines tyrannischen Vaters zu entkommen, der die Menschen unterdrückt, ausbeutet und Existenzen zerstört. Durch Machtinstrumente wie einen völligen Importstopp, eine Ausgangssperre, ein Versammlungs- und Ausreiseverbot vermag der König zwar sein Volk zu kontrollieren, es gelingt ihm jedoch nicht bei seinem Sohn. Ich habe mich in diesem lange erwarteten Nachfolgeband über das Wiedersehen mit dem kleinen Waisenjungen Ari sowie Urs und seiner Partnerin Biene gefreut, denen eine nicht unwesentliche Nebenrolle zugedacht wurde. Meine Begeisterung über das Auftreten der ehemals besten Freundin Miras, Vera Petersen, hielt sich angesichts ihres Verrats im ersten Band in Grenzen. Sämtliche Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und bewiesen in ihrem Denken und Handeln Authentizität.

Auf erschreckende Art und Weise veranschaulicht Melissa C. Feurer das Leben in einem totalen Überwachungsstaat. Die Stimmung im Buch ist angesichts des Inhalts oftmals düster, doch die Person des Edmund Porter bildet einen Lichtblick für die Mitglieder der rebellierenden Kleingruppen. Seine Lebensaufgabe ist es, den Menschen zu helfen und Hoffnung zu vermitteln, indem er ihnen von Gott erzählt und die Inhalte der Bibel nahebringt. Durch diese sympathische Nebenfigur bleibt der christliche Glaube in diesem Buch stets präsent.

Der Autorin ist ein einnehmender Schreibstil zu eigen, und meine Neugier auf den Fortgang der Geschichte um Mira und die Fischerkinder ließ eine hohe Erwartungshaltung in mir entstehen. Durch die gefährliche und aufreibende Flucht und die Notwendigkeit, sich stets im Untergrund zu bewegen, wurde ein hoher Spannungsbogen in die Handlung eingebracht, der im Befreiungsversuch Filips seinen spektakulären Höhepunkt findet.

Der vorliegende Roman hat mich sehr gut unterhalten, zugleich aber auch tief berührt. Er macht bewusst, dass eine Freiheit des Redens, des Handelns und des Glaubens keine Selbstverständlichkeit ist. Nach dieser Lektüre verspürte ich erneut eine große Dankbarkeit dafür, in einer freien westlichen Welt mit ihren vielen Annehmlichkeiten leben zu dürfen. Ich empfehle dieses Buch gerne weiter, möchte jedoch darauf hinweisen, dass eine Lektüre des Vorgängerbandes „Die Fischerkinder. Das verbotene Buch“ für das Verständnis um Miras und Chas‘ Vergangenheit sowie für die Geschichte der Fischerkinder aus meiner Sicht unabdingbar ist.

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Rezensionen von LEXI:

Die Stadt der Verdammten – wenn Alpträume Realität werden

Die Fischerkinder. Im Auge des Sturms von Melissa C. Feurer

Die beliebte Lehrerin Cora Gunderson aus Minnesota hat ein großes Herz, sie ist eine freundliche Romantikerin, die ihre poetischen Gedanken gerne zu Papier bringt. Seit einiger Zeit jedoch leidet sie an starken Migräneanfällen und träumt von loderndem Feuer. Und völlig unvermittelt wird Cora zur Massenmörderin.

Mit einem Auto voller Benzin rammt sie ein Hotel, in der darauffolgenden Explosion sterben viele Menschen, darunter auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens. Jeder, der Cora kannte, ist angesichts dieser unerklärlichen Tat fassungslos, doch die Fakten sprechen für sich. Als das FBI die Angelegenheit übernimmt, weckt deren auffällig nachlässige Vorgehensweise das Misstrauen des County Sheriffs Luther Tillman. Der gesetzestreue und selbstbewusste Mann war ein langjähriger guter Freund Coras, und strengt daher auf eigene Faust Recherchen an. Doch damit bringt er nicht nur sich selber, sondern auch seine Ehefrau und seine beiden Töchter im Teenageralter in allergrößte Gefahr.

Die FBI-Agentin Jane Hawk gilt als Abtrünnige und ist abgetaucht. Ihr Wissen über bestimmte mächtige Leute ist brandgefährlich. Um ihrer habhaft zu werden, wird sie des Diebstahls von Militärgeheimnissen bezichtigt und aufgrund einer angeblichen Bedrohung der nationalen Sicherheit erbarmungslos gejagt.

In Iron Furnace, Kentucky, treffen Jane und Luther schließlich aufeinander, und versuchen ab diesem Zeitpunkt, diesen Verschwörungsfall unfassbaren Ausmaßes gemeinsam aufzudecken. Doch es gibt niemanden, dem sie noch trauen können – sowohl FBI, als auch CIA, die gesamte Legislative und Exekutive, scheinen in diese Verschwörung involviert zu sein. Es beginnt ein atemberaubender Wettlauf mit der Zeit…

Vor vielen Jahren war Dean Koontz mein favorisierter Autor von Spannungsromanen, dessen Werke ich ausnahmslos alle gelesen hatte. Nachdem er sich jedoch verstärkt dem Übernatürlichen zuwandte und diese Elemente vor allem in seinen Buchreihen „Frankenstein“ und „Odd Thomas“ dominierten, nahm ich keines seiner Bücher mehr zur Hand. Zu meiner großen Freude konnte ich in dieser vorliegenden Neuerscheinung den brillanten Thrillerautor wiederfinden, der mir mit seinen früheren Werken so viele außergewöhnliche und aufregende Leseerlebnisse beschert hatte. Der Schreibstil des Autors ist umwerfend - detailverliebt, mit bildhafter Sprache und von der ersten bis zur letzten Seite von hohem Spannungsbogen durchdrungen, der den Leser in die Geschichte hineinzieht und mitreißt. Nervenkitzel und Anspannung geben sich in diesen beinahe schon alptraumhaft anmutenden Szenarien die Hand. Mein einziger (winziger) Kritikpunkt sind die Kraftausdrücke, derer sich Dean Koontz bedient. Da sich die Verwendung jedoch im Rahmen hält, wird dieser Störfaktor keinen Einfluss auf meine Bewertung haben.

Koontz erzählt seine Geschichte in verschiedenen Handlungssträngen und beschäftigt sich darin abwechselnd mit den einzelnen Protagonisten, bis dem Leser nach und nach die Zusammenhänge offenbart und die losen Enden schließlich verknüpft werden. Der Autor erzählt von intellektuellen Fanatikern, die eine Möglichkeit entdeckten, Menschen zu manipulieren, sie ihres freien Willens zu berauben und vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Die heutigen Möglichkeiten der digitalen Überwachung, die in dieser spannenden Abhandlung Janes und Luthers abenteuerliche Flucht erschweren, werden dem Leser drastisch vor Augen geführt und eindringlich ins Bewusstsein gerufen.

Was ich an diesem Autor bereits seit meiner ersten Lektüre schätze ist die Gepflogenheit, sich seinen handelnden Personen sehr ausführlich zu widmen. Die Charakterzeichnungen sämtlicher handelnder Figuren weisen stets sehr hohe Authentizität auf. Im vorliegenden Buch hat abgesehen von den beiden Protagonisten ganz besonders auch Bernie Riggowitz mein Herz gewonnen. Der liebenswürdige alte Witwer darf in seinen alten Tagen noch einmal ein aufregendes Abenteuer erleben und Fluchthelfer für Jane Hawk spielen. Als bekennender Hundeliebhaber darf in vielen Büchern von Dean Koontz auch ein Hund eine winzige Nebenrolle einnehmen. In diesem Fall handelte es sich um die Therapiehündin „Miss Dixie“, eine kleine, dynamische Persönlichkeit mit seelenvollem Blick in Gestalt einer gescheckten Langhaardackel-Hündin.

Fazit: „Gehetzt“ war ein großartiges Leseerlebnis, das mich von der ersten, bis zur buchstäblich allerletzten Minute gefesselt und ausgezeichnet unterhalten hat. Ich freue mich unsagbar, dass Dean Koontz wieder zu seiner früheren Form zurückgefunden hat und möchte mir nun unbedingt auch „Suizid“, den Vorgänger und ersten Teil dieser Reihe um Jane Hawk, zu Gemüte führen.

Gerne vergebe ich klare und uneingeschränkte fünf Bewertungssterne für diesen rasanten Thriller!

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Rezensionen von Ele:

Rose und Nachtigall

Die Fischerkinder. Im Auge des Sturms von Melissa C. Feurer

Deine Stimme in meinen Träumen, Liebesroman von Joanna Martin, 195 Seiten erschienen im Feuerwerke Verlag.
Ein Liebesroman mit wenig Anspruch aber mit viel Romantik.
Christine ist von Stuttgart nach Schutzingen gezogen, zurück nach Hause. Dort ist sie ihrem Freund Stefan näher, dessen Eltern dort ein Küchenstudio besitzen.

Außerdem wohnt ihre Oma Elisabeth im ansässigen Pflegeheim. Christina liebt ihre Oma über alles, hat sie ihr doch in Kindertagen die Mutter ersetzt, die ihre eigene Mutter nie sein konnte. Christine hat ihre Umzugskartons noch nicht ausgepackt, da verstirbt ihre geliebte Oma. In ihrem Nachlass findet sie Liebesbriefe an einen „Wilhelm“ und einen Brief an sie gerichtet, dass sich die Oma wünscht, dass ihre Enkelin diese Briefe selbst an Wilhelm übergibt oder gegebenenfalls auf sein Grab legt. Stefan ist von dieser Idee nicht gerade begeistert, denn Christine könnte eine neue Arbeit, im Geschäft seiner Eltern beginnen.
Doch Christine beweist hier Mut und reist ins ferne Kanada, dort begegnet sie Robert den Enkel von Wilhelm und die Geschichte von damals beginnt sich zu wiederholen.
Es handelt sich bei vorliegendem Buch um einen Roman in zwei Erzählsträngen, zum einen die Erlebnisse der Protagonistin in der Gegenwart im auktorialen Stil, zum anderen die Lovestory zwischen Elisabeth und Wilhelm, geschrieben in der Ich-Form aus der Sicht Elisabeths und kursiv gedruckt. Sie beginnen alle mit „Lieber Wilhelm“ und enden mit „Deine Nachtigall“. Dadurch ist es sehr leicht in der Geschichte den Überblick zu behalten.
Der Roman besteht aus 24 relativ kurzen Kapiteln, erzählt in einfacher, doch bildmalerischer Sprache das Setting in Kanada z.B. ist stimmungsvoll beschrieben. Ich hatte keinerlei Probleme die Zusammenhänge zu erkennen und es hat sich flüssig lesen lassen. Die Liebesbriefe sind in romantischem Stil verfasst, rührende Sätze z.B. auf Seite 127…er liebte mich mehr als ich ihn. Einer liebt immer zu viel, oder? Du bist wie mein Spiegelbild meine andere Seite... Das Schicksal der Großeltern konnte mich schon zu Tränen rühren. Leider hatte ich das Gefühl, dass in dieser Story leichte Logikfehler vorhanden sind. Ohne zu spoilern und die absolute Pointe vorweg zu nehmen schwierig zu erklären. Die Personen aus der Vergangenheit fand ich sehr sympathisch, das glücklose Liebespaar ist mir sehr ans Herz gewachsen. Robert ist ein feiner und tiefgründiger Mensch und auch die Beweggründe von Stefan kann ich nachvollziehen, ich hätte an seiner Stelle genauso gehandelt, Einzig die Protagonistin konnte ich im Laufe des Buches immer weniger verstehen, ihre ewige Unentschlossenheit und Unsicherheit haben mich genervt. Fast meinte man, sie will sich ständig alle Türen offen halten und zu keiner Entscheidung kommen. Ich mag starke Frauen in solchen Büchern, Christine ist keine davon. Nun zum Schluss hat, wie zu erwarten war, sich alles in Wohlgefallen aufgelöst. Spannung kam in ein paar Sätzen kurz auf, als sich in den Weiten Kanadas ein Bär über Chrissis Tasche hermacht. Für die schönen romantischen Briefe und das (Schluchz-) Happy End vergebe ich trotz einiger Kritikpunkte gerne 3 solide Sterne. Die sind wohlverdient, für die angenehme Wohlfühl- Unterhaltung und die kurzweilige Lektüre.
Eine Leseempfehlung für Leserinnen die in Romanen stimmungsvolle Romantik und Entspannung suchen und bei der Lektüre nicht kritisch den Plot hinterfragen

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Rezensionen von yellowdog:

New York Love-Stories

New York Pretty - Ein Bild von Dir von Eva Pfeiffer

Ein Bild von dir ist der Nachfolger von Nur wir beide aus der New York Pretty-Reihe. Die Hauptfiguren des ersten Romans sind diesmal nur Nebenfiguren,aber sie haben viel mit dem Liebespaar Alex und Rebecca zu tun.
Die Fotografin Taylor ist die Halbschwester von Rebecca. Taylor musste aus ihrer WG raus und sie kommt vorübergehend bei den Brüdern Alex und Jeremy unter.

Jeremy ist ein schwieriger Typ, aber mit Taylor fühlt er sich wohl. Die Beziehung zwischen den beiden ist ganz interessant zu lesen, aber es bleibt auch das Gefühl dass Rebecca und Alex die stärkeren Figuren waren.
Der Schauplatz New York, hauptsächlich Manhattan, ein wenig Brooklyn, wird gut eungesetzt. Aber wie von echten New Yorker Schriftstellern, wie Paul Auster ist es auch nicht. Es bleibt ein wenig der Eindruck der Eindrücke einer Touristin.
Aus dem Fotografen-Genre hätte man auch mehr machen können, ein paar gute Momente gibt es aber. Überhaupt gibt es wirklich schwächere Romane. Ganz leicht erinnert es mich an die Edinburgh Lovestory-Reihe von Samantha Young.
Dazu gehören die realistischen Beschreibungen der Probleme, die die Protagonisten aus der Vergangenheit mit sich herumschleppen und mögliche Lösungen, die angeboten werden.

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Rezensionen von yellowdog:

Rudere nie zurück

Herz über Bord- Rudere nie zurück von Nadine Gerber

Herz über Bord – Rudere nie zurück
Der erste Teil des Titel gefällt mir nicht. Das Buch ist kein Kitsch sondern ein Roman über eine schwierige Beziehung, angesiedelt im Rudersportmilieu.
Hanna war 4 Jahre in den USA und kommt als 20jährige zurück in ihre Heimat in der Schweiz, um die Chance zu haben, für ihr Land bei einer WM oder sogar bei den olympischen Spielen anzutreten.

Sie ist eine begabte Ruderin. Um aber auch studieren zu können, muss sie noch für ein Jahr zur Schule um ihre Matura zu machen.
Hier muss sie sich erst wieder einfinden. Ein guter Freund wird ihr Mathelehrer Simon, der auch beim Rudern ein Partner wird. Beide entwickeln Gefühle füreinander. Aber obwohl sie beide erwachsen sind, ist es doch eine Lehrer-Schüler-Beziehung und Simon hat zudem eine Freundin.
Erzählt wird überwiegend aus Hannas Perspektive, man ist als Leser daher nahe an der Figur und ihren Emotionen dran.
Hann erhält auch deswegen Glaubwürdigkeit, weil die Schweizer Autorin Nadine Gerber selbst begeisterte Sportlerin und über Ausdauersport bescheid weiß.

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Rezensionen von Harakiri:

jane bond

Gehetzt von Koontz Dean

Jane Hawk hat sich nach dem Tod ihres Mannes geschworen, die Hintergründe seines Selbstmordes aufzuklären und die Schuldigen zu Fall zu bringen. Doch das erweist sich als schwierig: ist sie doch die meistgesuchte Frau der USA, hochgeputscht von einem Gegner, der allmächtig scheint. Doch auch Jane ist mit allen Wassern gewaschen und dringt tief in die Strukturen der Gesellschaft ein, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Menschen zu willenlosen Maschinen zu machen.

Starker Tobak. Jane Hawk kommt teilweise daher wie James Bond. Nur nicht so smart.
Im Mittelteil zieht sich das Buch etwas. Überhaupt hatte ich dieses Mal ein wenig Probleme, bei der Stange zu bleiben. Sicher, größtenteils ist das Buch spannend, aber oft lässt diese auch nach, und verzettelt sich ein wenig. Zudem gibt es sehr viele Nebenhandlungen, die zwar für die Handlung wichtig, aber manchmal zu breit ausgetreten sind. Und welcher Entführte verhält sich wie Opa Bernie??
Am besten gefielen mir immer die Szenen, in denen Jane scheinbar unlösbare Situationen für sich drehen konnte. Ihre Findigkeit hat mich jedes Mal aufs Neue begeistert. Auch Luther, der im zweiten Handlungsstrang aus anderen Gründen, aber im selben Fall, zu Jane stößt, fand ich genial.
Das Ende ist offen, es muss auf jeden Fall eine Fortsetzung geben. Ob Jane nun am Ende dem Arzt vertrauen konnte oder nicht, löst sich auch erst im nächsten Band auf.
Fazit: Auch wenn ich diesen Band etwas zurückhaltender nur mit 3 Sternen bewerte, warte ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung und die Auflösung der Selbstmörderserie.

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Rezensionen von simone.h1:

Adel verpflichtet!

Schund und Sühne von Anna Basener

Die Geschichte spielt im Schloss der Familie von Schell, ehemals Adliger in der heutigen Zeit. Das blaue Blut bleibt gern unter sich, was aber nicht immer möglich ist. Vor allem als die Groschen-Roman-Journalistin Kat und der Rosenzüchter Moritz am Hof Einzug halten. Die beiden bringen das Leben von Prinz Valu und Prinzessin Seph gehörig in Aufruhr, was dem elterlichen Fürstenehepaar und Tante Gratzi nur teilweise gefällt.

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Die Sprache dieses Romans ist - wie ich es von der Autorin schon kannte - offen, schonungslos ehrlich und sehr modern, was mir extrem gut gefällt. Vor allem in dem Rahmen der Story sorgt das zusätzlich für einige Schmunzler. Die Erzählung selbst ist locker und flüssig zu lesen, wenn auf im Aufbau rasant. An Humor, auch teilweise schwarzem, fehlt es hier nicht. Die Personen sind böse mit Klischees versehen, sehr witzig und gut gezeichnet.

Ich persönlich liebe Bücher, die einfach anders sind, ein wenig skurril und ich mag den ganz speziellen Humor wahnsinnig. Daher war es für mich ein Volltreffer. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf Nachschub der Autorin!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Begeisterung wirkt

Begeisterung von Micky Kaltenstein

Micky Kaltenstein, Autorin und Journalistin, schreibt fasziniert von der Begeisterung, die viele Menschen antreibt, etwas Ungewöhnliches zu tun.

Aus der Vielzahl der Menschen hat die Autorin 9 Personen herausgepickt, die sie befragt und porträtiert hat. Der Bogen ist dabei weit gespannt.

Georg Clementi (Schauspieler, Chansonnier)
Laura Dekker (Seglerin)
Gerold Tusch (Keramiker)
Elisabeth Fuchs (Dirigentin)
Gabriele Gmeiner (Maßschuhmacherin)
Ralph Caspers (TV-Moderator, Schauspieler)
Barbara Bonney (ehemalige Opernsängerin, Boutique-Besitzerin)
Hildegard Neumann (ehemalige Gewandmeisterin, aktive Musikliebhaberin)
Gerald Hüther (Neurobiologe, Hirnforscher

Diese neun höchst unterschiedlichen Menschen erzählen davon, was sie antreibt und inspiriert.

Sie berichten, dass manchmal die Herkunft oder Leben an sich ihnen einige Stolpersteine in den Weg gelegt hat, die sie auf Grund ihres Enthusiasums überwinden konnten.
Meine Meinung:
In der Einleitung beklagt die Autorin, dass kleinen Kindern die Begeisterungsfähigkeit „aberzogen“ wird. Vielfach wird auch in den Schulen der Fokus auf andere Fähigkeiten gelegt. Doch, wenn man wirklich für eine Sache brennt, ist alles andere nebensächlich. Laura Dekker , die als Halbwüchsige allein rund um die Welt segelte, ist hierfür das beste Beispiel.
Der Schreibstil ist ansprechend, locker und flüssig.
Hirnforscher Gerald Hüther traut der Begeisterung allerdings nicht über den Weg. Für ihn ist sie doch ein wenig ein „Strohfeuer“ und „Freude“ das nachhaltigere Gefühl. Er vergleicht „Begeisterung/Freude“ mit Verliebtheit“ und „Liebe“.
Dem möchte ich nichts mehr hinzufügen.
Fazit:
Ein nettes Mitbringsel aus dem Salzburger Pustet-Verlag, dem ich mit Begeisterung 5 Sterne gebe.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein würdiges Geburtstagsgeschenk

Karl Schwanzer – Spuren / Traces von Stefan Oláh; Ulrike Matzer

Rechtzeitig zu Karl Schwanzers 100. Geburtstag ist dieser Bildband erschienen. Auf den der Einleitung folgenden Seiten stellen die Autoren den (architektonische) Lebenslauf des Geburtstagskindes sowie seine Arbeitsphilosophie dar. Da dieses Buch für ein internationales Publikum gedacht ist, in deutscher und englischer Sprache.

Wie es sich für Architekturfotografie gehört, sind die Bilder unerhört detailreich und plastisch. So gibt es Fotos, die sich mit Details wie dem Anschluss Fußboden an Wand beschäftigen Ein immer wieder vernachlässigter Bestandteil eines Bauwerks, dem selten Beachtung geschenkt wird, aber wenn es schlampig oder lieblos ausgeführt wird, den Gesamteindruck eines Raumes/Gebäudes völlig zerstören kann.

Die verschiedensten Fotografinnen (ja, Schwanzer hat mehrheitlich mit Frauen zusammengearbeitet) haben seine Werke aus unterschiedlichen Perspektiven fotografiert. In Schwanzers Nachlass finden sich mehrere Tausend Bilder.

Karl Schwanzer (1918-1975) hat 30 Jahre die internationale Architektur geprägt. Als Nachkriegsarchitekt verwendet er häufig Stahlbeton, der häufig roh, ja beinahe archaisch, verarbeitet wird. Kein bunter Schnickschnack, kein Ornament oder Verkleidung durch spiegelnde Fassadenplatten verunziert die Fassaden. (siehe Philips-Haus, die österr. Botschaft in Brasilia oder BMW-Zentrale). Bei einigen Bauten wie dem Zubau zum MAK (Museum für Angewandte Kunst bzw. Akademie für Angewandte Kunst) oder der Pfarrkirche Auferstehung Christi in Wien-Donaustadt verwendet er sowohl außen als auch innen Sichtziegel als Gestaltungselemente.

Dazu gibt es eine Fotostrecke über Karl Schwanzer als Möbeldesigner. Die Architekten dieser (und der vorhergehenden) Generationen haben hier eine Art „Gesamtkunstwerk“ zu errichten versucht. Gebäude zu bauen ohne auf Interieur zu achten, ist damals fast unvorstellbar. So entwirft Schwanzer, wie Carl Auböck, Roland Rainer oder Clemens Holzmeister u. a. gleich passende Möbel.

Das großformatige Buch ist in einer hochwertigen Aufmachung erschienen. Ein, im wahrsten Sinne des Wortes, einprägendes haptisches Erlebnis ist die, in den in sattem rot gehaltenen Buchdeckel eingeprägte Schnecke.

Fazit:

Ein würdiges Geburtstagsgeschenk für einen Architekten, der beinahe vergessen ist. Gerne gebe ich für diesen prächtigen Bildband 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

EIne ungewöhnliche Darstellung

Schwanzer - Architekt aus Leidenschaft von Max Gruber; Mirko Pogoreutz; Martin Schwanzer

Dieser Comic ist die ungewöhnliche Biografie eines ungewöhnlichen Menschen, des Wiener Architekten Karl Schwanzer. (1918 - 1975)

Schwanzer hat wie kaum ein anderer seiner Leidenschaft gefrönt, doch anders als viele andere österreichischen Architekten ist er nicht (mehr) so präsent. Kaum jemand weiß, dass er den Pavillon für die Weltausstellung 1958 in Brüssel konzipiert hat.

Nach dem Ende der Weltausstellung ist das Gebäude abgebaut und nach Wien gebracht worden, wo es als Museum des 20. Jahrhunderts vulgo „Das Zwanzger-Haus“ bekannt ist. Da ihm schon damals Nachhaltigkeit (auch wenn man das damals nicht so nannte) wichtig war, hat Schwanzer darauf geachtet, dass Bauteile wiederverwendet werden konnten.

Karl Schwanzer hat an sehr vielen Architekurwettbewerben teilgenommen und einige auch gewonnen. So z.B. konnte er in Brasilia, der neuen Hauptstadt Brasiliens, einige Gebäude errichten. Oder den Firmensitz von BMW in München (1972) oder das sogenannte „Philips-Haus“ in Wien, das nun zu einem Wohngebäude umgebaut wird.

Selbst wenn er bei den Wettbewerben nicht reussiert oder umplanen muss, läßt er sich nicht unterkriegen. Sein Credo lautete: „Das Projekt ist tot - es lebe das nächste Projekt“.
Häufig verwirft er seine Planungen und es gibt das geflügelte Wort vom „goldenen Papierkorb“, in den er seine verworfenen Entwürfe versenkt hat.

Ganz leicht ist ihm der Erfolg nicht gemacht worden, denn „Als Architekt, der keiner Clique angehört, steht man abseits. Auch mit seiner Meinung.“

Meine Meinung:

Eine sehr interessante Lebensgeschichte, die auch recht ungewöhnlich präsentiert wird. Die Idee dazu hatte Karl Schwanzer 1973 selbst, der dafür auch noch einen eigenen Verlag gegründet hat.

Fazit:

Eine Hommage an einen großen Architekten, der heute zu Unrecht fast vergessen ist. Gerne gebe ich 5 Sterne.

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