Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Lealein1906:
Überleben in der Wildnis
Sal von Mick Kitson
„Sal“ zu bewerten, ist gar nicht so einfach, da das Buch aus allen Kategorien fällt, die man so kennt. Am Ende entscheide ich mich für vier Sterne, weil es eine spannende Geschichte erzählt, immer wieder überrascht und einfach mal ganz anders ist, zu 5 Sternen hat aber doch noch etwas gefehlt.
Sal hat sich seit Wochen darauf vorbereitet: Sie flieht mit ihrer Schwester Peppa in die Wildnis. Dazu hat sie sich alle wichtigen Infos auf Youtube angeschaut oder in Handbüchern nachgelesen und alles Wichtige besorgt, um zu Überleben. Grund ist die trinkende Mutter, die nicht mitbekommt, dass ihr Freund sich seit Sal 10 Jahre alt ist, an ihr vergeht. Und bald steht Peppas zehnter Geburtstag bevor, der Auslöser für ihre Flucht.
Es ist gar nicht, dass ich schwer in das Buch reingekommen bin, weil die ganze aufgebaute Szenerie von den zwei Mädchen im Wald, die sich alles Mögliche antrainiert haben, um ganz allein in der Wildnis zu überleben, einfach faszinierend ist. Außerdem werden nach und nach die Episoden aus der Vergangenheit eingestreut, damit man auch die Umstände für alles erfährt. Allerdings sind die ersten 100 Seiten sehr von den Beschreibungen, wie man was in der Wildnis macht. Auf der einen Seite spannend, auf der anderen irgendwann auch etwas anstrengend. Deswegen habe ich mich gefreut, als dann doch ein bisschen mehr Action in die Geschichte gekommen ist.
Der Schreibstil war gut, setzt allerdings meiner Meinung nach zu oft auf Wiederholungen. Gewisse Floskeln oder manchmal auch ganze sinngemäße Sätze werden oft wiederholt. Das brauche ich persönlich nicht. Trotzdem hat mich die Geschichte dann doch sehr gefesselt und mitgenommen. Die Charaktere finde ich sehr spannend, vor allem natürlich Hauptperson Sal, aber auch zum Beispiel Ingrid, die auf einmal im Wald auftaucht. Eine Leseempfehlung gibt es auf jeden Fall von mir, weil das Buch einfach auch mal wieder herrlich weit weg vom Mainstream ist.
Rezensionen von Lealein1906:
Ausflug in die 50er Jahre
Sal von Mick Kitson
„Die Schwestern vom Ku’damm – Wunderbare Zeiten“ ist ein tolles Buch über das Leben in Deutschland in den 50er Jahren. Die Stimmung wird sehr authentisch rübergebracht und durch tolle Charaktere ergänzt. Das einzige, was mir etwas gefehlt hat, war so ein Wow-Effekt, wie ich ihn bei manchen Büchern habe.
Aber trotzdem ist diese Geschichte toll, also gibt es vier Sterne.
Im Vordergrund stehen die drei Schwestern Thalheim und ihr Kaufhaus am Ku'damm in turbulenten Zeiten. Vor allem Silvie nimmt einen großen Part ein, wie sie sich auf ihre Karriere beim RIAS konzentriert. Ihre Schwester Rike hingegen hat gerade heiratet und ist schwanger. Deswegen muss sie sich auch etwas aus den Geschäften vom Kaufhaus Thalheim zurückziehen und mehr Verantwortung an Oskar, Silvies Zwillingsbruder, abgeben. Der feiert jedoch lieber und dann werden auch noch die Geschäfte torpediert… Jetzt muss Silvie handeln.
Mir haben sowohl die Handlung, als auch der Schreibstil sehr gut gefallen. Ich bin vor allem mal wieder begeistert, wie gut hier recherchier wurde und dieses Bild vom Berlin der 50er Jahre herauf beschwört. Die Ereignisse werden gut miteinander verknüpft, sodass nie Langeweile entsteht. Von der ersten Seite an habe ich mich den Charakteren sehr nahe gefühlt und wollte wissen, wie es für sie weitergeht.
Leider habe ich nicht zuvor den ersten Teil lesen können. Trotzdem habe ich mich ganz gut zurecht gefunden und hatte keine Schwierigkeiten in das Buch reinzukommen. Wahrscheinlich wäre es aber interessant und gut gewesen, auch das erste Buch zu kennen, dann wären die Entwicklungen der Charaktere noch spannender zu beobachten gewesen.
Rezensionen von bibuschka:
In einer Nacht durchgelesen
The Wonderful Wild von Gesa Neitzel
In dem Buch The Wonderful Wild skizziert Gesa Neitzel ihren Weg, die in der Wildnis Afrikas gesammelten Naturerfahrungen in den deutschen Alltag zu übertragen. Dabei stehen die innere Stimme, die Eingebung und der Instinkt im Zentrum der Wie-Frage nach der Einsetzbarkeit in der westlichen Welt. Die Autorin baut Ihre Argumentationskette auf der Schilderung auf, wie sie das erste Mal im afrikanischen Busch allein auf ein wildes Tier ganz in ihrer Nähe getroffen ist und welche Auswirkung dieser naturnahe Moment auf ihre Empfindungen hatte.
Diese Erfahrung war derart nachhaltig, dass sie sich im Nachgang intuitiv hat leiten lassen und den für sie passenden Lebensweg als Rangerin gewählt hat.
Ich finde das Buch in mehrerlei Hinsicht sehr gelungen. So drängt es sich zum einen nicht als Ratgeber auf, sondern wird als individueller Denkansatz deklariert. Auch gefällt mir, dass die Autorin versucht, beide Welten miteinander zu harmonisieren, anstatt gegeneinander abzugrenzen. Auf jeder Seite springt mich darüber hinaus zwischen den Zeilen der große Respekt vor der Natur und dem Getier an, was mir die Autorin mit ihrer Lebenseinstellung sehr sympathisch macht und dazu führt, dass ich mich gerne auf ihren Gedankengang einlassen mag. Hinsichtlich des Hauptmotivs des Buches, welches das Zulassen von Bauchgefühl in unserer verkopften Welt darstellt, sehe ich eine Identifikationsbasis.
Zusammenfassend möchte für all diejenigen eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen, die auch offen für Denkansätze jenseits der wissenschaftlichen Belegbarkeit sind. Mir hat es gefallen. Ich wünsche der Autorin zwischen den Welten weiterhin viel Erfolg.
Rezensionen von heinoko:
Viel mehr als reine Unterhaltung
Leles Geheimclub, Band 1: Keine Kings im Hauptquartier von Gröner Sabina
An diesem Buch hatte ich ganz besonders viel Freude, denn die wunderbare Mischung von spannender Geschichte und allerlei Mitmach-Animationen verschafft mir als Lesepatin Anregungen für mehrere Wochen!
Lele ist Mutmach-Botschafterin und versteckt anonyme Zettel an allen möglichen Orten in ihrer Umgebung, damit die von ihr liebevoll geschriebenen Botschaften von anderen gefunden werden können.
Zusammen mit Elif, die Fremdwörter liebt, und Cleo, der besten Skateboard-Fahrerin, haben sie einen Geheimclub, die Queens, mit einem ganz und gar geheimen Treffpunkt. Doch die Jungenbande, die Kings, haben diesen Ort entdeckt und wollen ihn mit einer Drohne genauer ausspähen. Die Rache der Queens geht allerdings gründlich schief…
Eine gekidnappte Drohne, ein verschwundener Hund und ein kluger Deal, der im gemeinsamen Handeln der beiden eigentlich verfeindeten Geheimclubs mündet – all das liest sich sehr gut, weil es vergnüglich, lebendig und durchaus spannend erzählt wird. Was mir persönlich nicht so gut gefiel, ist, dass man in der Geschichte arg leichtfertig umgeht mit Tiffi, dem Hund, als Erpressungsmittel. Der arme Tiffi muss einiges mitmachen, ohne dass dies wirklich in der Erzählung reflektiert wird. Hier wären vielleicht schon mal ein paar Sätze angebracht gewesen zum Thema, dass Hunde kein Spielzeug sind und dass man sie keinesfalls so leichtfertig und gedankenlos behandeln darf.
Sehr schön und das Buch aufwertend sind die zusätzlich enthaltenen Mitmach-Angebote. So manch eine zum Nachdenken anregende Liste will ausgefüllt werden. Anregungen für eine Geheimsprache, eine Fremdwörterliste, die endlos ergänzt werden kann – das Buch ist ideal zum interaktiven Lesen mit meinen Lesepatenkindern. Rivalität und Freundschaft, Vertrauen und Verlässlichkeit, aber auch wie man verantwortungsvoll und feinfühlig mit Tieren umzugehen hat – all diese Themen werden offen (oder versteckt) durch das vorliegende Buch angeregt.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Wenn "irgendwohin" Juist bedeutet
Leles Geheimclub, Band 1: Keine Kings im Hauptquartier von Gröner Sabina
Nach "Apfelkuchen am Meer" und "Apfelträume am Meer" nimmt uns Anne Barns ein drittes Mal mit nach Juist. Auf die Insel, auf der vor zwei Jahren schon Merle, Agata und Conny glücklich und sesshaft wurden. Ob das auch Caro, Protagonistin in diesem Winterroman, gelingen wird?
Denn glücklich ist Caro gerade nicht.
Ihr Freund ist extrem eifersüchtig, nach einer unschönen Situation trennt sie sich von ihm. Als fast gleichzeitig eine Patientin im Spital ihr eine Perlenkette überreicht und Caro bittet, diese nach Juist zu bringen, nimmt sie die Gelegenheit wahr und macht Ferien.
Kurzentschlossen reist sie nach den Weihnachtsfeiertagen nach Juist. Unterwegs nimmt sie einen Anhalter mit, der "irgendwohin" will, wie sein Schild ihr sagt. Max, der Anhalter, weiss nicht, dass Caro ihn kennt. Seine Frau ist vor einigen Jahren auf ihrer Station gestorben, und Caro sah Max damals öfters am Krankenbett sitzen und musizieren.
Zu zweit geht die Autofahrt nach Norddeich schnell vorbei. Bald erreichen die beiden mit der Fähre Juist. Max hat Freunde in Juist, Caros Ziel kam ihm gerade recht. Caro hat die Ferienwohnung von Grossmutter Enna, bekannt aus "Apfelkuchen am Meer", gemietet und freut sich, einige ruhige Tage mit ihrem Hund auf der Insel verbringen zu können.
Das mit der Ruhe ist so ein Ding - fast unmöglich, denn die Einladung zum Suppe essen bei Enna ist nur der Anfang und zieht weitere Einladungen von Inselbewohner nach sich. Enna gibt Caro einen Tipp betreffend der Perlenkette. Doch nach einem Gespräch mit einer Inselbewohnerin passiert sehr sehr lange nichts mehr diesbezüglich. Am Ende dachte ich schon, die Kettengeschichte wäre vergessen gegangen, aber sie wird am Ende ganz kurz zu Ende gebracht. Da diese Kette der Aufhänger dieses Romans ist, war mir das zu wenig Thema und Spannung kam bei mir keine auf.
Dafür passiert sonst ganz viel: Merle ist hochschwanger, Agatas Ex-Mann Damian ist aufgetaucht, man hat Angst, dass er Ärger macht, Ole macht Conny eifersüchtig und Max und Caro - ja, die verlieben sich.
Auch hier geht das Verlieben schell. Bei Caro kann ich es mir noch vorstellen, da sie Max früher schon beobachten konnte, und auf der Autofahrt hatten sie ja auch Zeit, um sich kennenzulernen, aber dennoch geht es auch hier zügig. Zwar mit viel mehr Problemen als im ersten Band bei Merle und Jannes, aber eben doch schneller als in anderen Romanen und im realen Leben.
Das hört sich zwar ein bisschen oberflächlich an, ist es aber nicht. Die Autorin Anne Barns macht das super: in ihren Roman steckt immer viel Tiefgang, dramatische Schicksale und starke Emotionen, und dennoch lesen sich ihre Bücher locker leicht weg. Das muss man als Autorin erst mal können.
Max bleibt ein wenig blass, ähnlich wie Jannes im ersten Band. Ich hätte gerne mehr über Max erfahren. Doch der Schwerpunkt der Autorin liegt wohl sehr bewusst auf der Charakterisierung ihrer Frauenfiguren, was mir gut gefällt. So sind die Frauenfreundschaften zum Beispiel immer sehr liebevoll dargestellt. Egal, ob die Frauen schon lange befreundet sind oder sich eben erst kennen gelernt haben - frau ist nett zueinander und hilft, mit dem was man kann, den anderen. Dies tun auch die Männer des Romans, sie sorgen sich und helfen genau so wie die Frauen, bleiben dabei nur etwas mehr im Hintergrund. All diese Freundschaften sind generationenübergreifend, so dass jede Leserin auch gerne Teil der bunt gemischten Gemeinschaft wäre.
"Bratapfel am Meer" besticht mit seinen schönen Sätzen, den wunderschönen Beschreibungen der Insel im Winter und natürlich mit dem tollen Schreibstil, der die Leserinnen mitnimmt. Man fühlt sich dabei vor Ort, spürt den kalten Wind, den Schnee, die Liebe und würde am liebsten immer mit am Tisch sitzen, um all die sehr lecker beschriebenen Sandwichs, Kuchen, Stullen und besonders Merles Bratapfel, nach dem der Roman benannt wurde, probieren.
Der Roman ist Teil einer Serie. Man kann ihn ohne jegliche Vorkenntnisse lesen, es macht aber viel mehr Spass, wenn man die Juister Pappenheimer schon aus den vorherigen Bänden kennt. Deshalb empfehle ich, die drei Romane in der richtigen Reihenfolge zu lesen.
Fazit: Ein total gemütlicher Winterroman für kuschlige Lesestunden auf dem Sofa.
4 Punkte.
Rezensionen von begine:
Peter von Scholten
Jetzt seid ihr frei von Vraa Mich
Der dänische Schriftsteller Mich Vraa hat mit seinem historischen Roman „Jetzt seid ihr frei“ etwas interessantes geschaffen.
Er hat Peter von Scholten, den dänischen Gouverneur in Westindien zu neuer Erinnerung gebracht. Peter von Scholten war von 1828 bis 1848 n Westindien. Er hörte den Sklaven zu und war ziemlich human.
Trotzdem hatte er Geliebte unter ihnen. Seine Frau lebte in Dänemark. 1848 gab es eine Sklavenbefreiung, seiner Meinung nach war es zu früh. Sie hätten darauf geschult werden, das sie mit ihrer Freiheit auch umgehend konnte.
Der Roman besteht aus Tagebucheinträgen und Briefen. Eine besondere Art der Literatur.
Es geht zwar in den Zeiten etwas hin und her, aber es ist ein bemerkenswerter historischer Roman.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Apfelrosentorte für alle, bitteschön
Jetzt seid ihr frei von Vraa Mich
Anne Barns Romane fallen auf durch ihre schönen Cover - auf jedem ist etwas Gebackenes zu sehen, das im jeweiligen Roman meistens auch vorkommt.
Hier ist es eine Apfelrosentorte, die in Merles Familie ein Traditionsgebäck ist und nur zu speziellen Anlässen gebacken wird. Zwei Apfelrosetten fehlen jeweils auf der Torte, eine für den Grossvater, eine für Tante Undine.
Beide kamen vor Jahren bei einem Badeunglück ums Leben. Merles Mutter wie auch Grossmutter Enna geben sich die Schuld am Unglück. Die Erinnerung ist tagtäglich da, doch das Leben geht weiter.
Nach einer abgeschlossenen Konditorlehre studiert Merle nun BWL und hat spontan einen Urlaubsjob gefunden - auf Juist, wo ihre Grossmutter Enna lebt und ihre Freundin Dana in einem Café die legendäre Apfelrosentorte geniessen durfte. Merle möchte wissen, wieso dieses Rezept ausserhalb der Familie gebacken wird, denn bisher war es ein geheimes Familienrezept. So zieht Merle für sechs Wochen auf die Insel. Mit dabei sind auch die offenen Fragen zum Unglück ihrer Verwandten.
Kaum angekommen verliebt sich Merle in Jannes, was zum Glück auf Gegenseitigkeit beruht. Mir ging dies viel zu schnell, es wirkte unnatürlich, auch wenn sich die zwei aus ihrer Kindheit kennen. Aber da liegen Jahre dazwischen und sie müssten sich doch erst neu kennenlernen. Zuerst hörte es sich für mich eher an, als ob Jannes nur eine kurze Sommerromanze sucht - obwohl er nicht der Typ dafür ist, genau so wenig wie auch Merle - weil das alles so blitzschnell geht. Immerhin ist doch nicht alles eitel Sonnenschein und mit ein paar kleineren Konflikten ist zu rechnen.
Auf Juist kennen sich alle, und so spricht sich die Romanze schnell rum. Merle fühlt sich auf der Insel heimischer als sie je gedacht hätte. Sie findet Freundinnen in der Pension Strandrose und im Café und versteht sich auch mit den Freundinnen ihrer Grossmutter blendend, sogar mit Jella, Jannes Mutter.
Und auch die Leser fühlen sich schnell heimisch in dieser schönen Geschichte, die Anne Barns geschrieben hat. Der angenehme Schreibstil lässt das Buch ganz schnell lesen. Mir gefällt, dass alle Altersklassen vorkommen und alle, jung und alt, zusammen anpacken wenn nötig.
"Apfelkuchen am Meer" sorgt für schöne Lesestunden, bietet Romantik, Inselfeeling und ein wenig Spannung. Auch für jene Leser, die ahnen, wie das Badeunglück tatsächlich ablief. Diesbezüglich hätte ich mir aber mehr Emotionen von Oma Enna gewünscht, doch das Buch war dann sehr rasch zu Ende.
Fazit: Warmherzig und kurzweiliger Wohlfühlroman.
4 Punkte.
Rezensionen von AndFe1:
Die kleine Raupe
Wie kleine Tiere groß werden von Grimm Sandra
Klappentext:
Eines Tages schlüpft mitten in einer wunderschönen, blühenden Wiese eine kleine Raupe aus einem winzigen Ei.
Ein Naturbuch für alle Sinne, das zeigt, wie kleine Raupen groß werden.
Meine Meinung:
Die Geschichte wird in kurzen Texten auf jeder Doppelseite erzählt. Die schablonenartigen Bilder sind in gedeckten Farben gehalten.
Durch die Gucklöcher und die gestanzten Teile, können die kleinen Leser immer wieder neue Sachen entdecken und befühlen, was meine Kleine ausgiebig genutzt hat.
Mir gefällt ein natürlicherer Illustrationsstil besser, aber das ist ja Geschmackssache. Für dieses Buch hätte ich mir hellere und freundlichere Farben gewünscht. Das Ei erinnert eher an ein Hühnerei, als an ein Ei eines Schmetterlings. Selbst meine Kleine 2,5 war sich sicher, dass daraus ein Küken schlüpft.
Für mich ist dieses Buch eine moderne Version von „Die kleine Raupe Nimmersatt“, wobei ich lieber beim Original bleibe.
Rezensionen von Sabine M:
Die Spannung ist kaum auszuhalten!
Zimmer 19 von Raabe Marc
Die Fortsetzung von Marc Raabes Thriller "Schlüssel 17" beginnt dramatisch. Ein grausames Snuff-Video sprengt die Eröffnung der Berlinale. Der anwesende Bürgermeister glaubt als Opfer seine Tochter zu erkennen und setzt sofort alle in Alarmbereitschaft. Schnell wird eine SOKO gegründet, die aus erfahrenen Beamten besteht.
Mit dabei sind Tom Babylon vom LKA und die Psychologin Sita Johanns. Wieder gibt es Verbindungen zu Toms und Sitas Vergangenheit und wieder dreht sich alles nur um eine Zahl, die Neunzehn.
Marc Raabe schreibt einfach unglaublich. Man ist vom ersten Moment an fasziniert und kann sich kaum mehr von der Lektüre lösen. Ich habe das Buch an einem verregneten Sonntag durchgelesen und war für nichts und niemanden ansprechbar. Das gewählte Thema ist schockierend und schwer zu verdauen. Der Autor schreibt grausam, detailliert und geht extrem in die Tiefe. Als Leser muss man sich darauf einlassen können und sollte nicht zu zart beseitet sein. Seine Protagonisten hat er gut gewählt. Es sind zwei ganz eigene Charaktere, die selbst mit ihren Dämonen zu kämpfen haben. Die Tatsache, dass auch in diesem Fall beide stark in das Geschehen involviert werden, gibt dem Buch noch einen besonderen Kick und treibt die Spannung auf den absoluten Höepunkt. Gut, dass wenigstens einige der offenen Fragen geklärt werden. Schlecht, dass neue auftauchen und man als Leser wieder nur auf den nächsten Band hinfiebern kann. Aber Vorfreude ist ja bekanntlich die schönste Freude. Ich jedenfalls, kann es kaum erwarten, dass Nummer Drei erscheint.
Rezensionen von C.P.:
Schwächer als erwartet
Kingdoms of Smoke - Die Verschwörung von Brigant von Sally Green
Catherine, Tochter von König Aloysius, lebt ein gefährliches Leben. Hineingeboren in eine Welt, die von Männern und dem Krieg dominiert wird, haben Frauen kaum eigene Rechte. Ein falscher Schritt oder ein unbedachtes Wort können den Tod bedeuten. Nun soll sie Brigant verlassen, um den Prinzen von Pitoria zu heiraten.
Ambrose, Catherines Leibwächter, kann seine Gefühle für die Prinzessin nur schwer verstecken. Doch muss er fliehen, droht ihm doch sonst der Tod.
Tash, ein junges Mädchen, jagt mit einem älteren Mann Dämonen. Eine gefährliche und verbotene Aufgabe, die einem schnell den Tod bringen kann.
March, ein Diener des Königs von Calidor, tritt die Flucht an, um endlich Rache an dem Menschen nehmen zu können, der sein gesamtes Volk ausgelöscht hat.
Edyon, ein Dieb, kann seiner vorausgesagten Zukunft nicht entkommen und muss sich endlich den Konsequenzen seines Handelns stellen.
Fünf junge Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, kämpfen jeder auf seine Weise um ihr Leben und ihre Zukunft.
Ich schätze Geschichten mit verschiedenen Erzählsträngen und unterschiedlichen Perspektiven sehr. Die Verwendung dieser Stilmittel ermöglicht es dem Leser, aus verschiedenen Richtungen an den Kern der Handlung herangeführt zu werden. Ich bewundere dabei vor allem immer das Geschick der Autoren, denn so muss nicht nur ein Hauptcharakter überzeugen, sondern gleich mehrere Charaktere.
Leider ist dies Sally Green nur bedingt geglückt.
Gleich zu Beginn führt die Autorin vier verschiedene Charaktere ein, so dass es schwer fällt, flüssig in die Geschichte eintauchen zu können. Auch wenn ein Schubs ins kalte Wasser oftmals funktioniert, hier hätte es mir besser gefallen, wenn der Fokus auf maximal zwei Charakteren gelegen hätte und die weiteren erst nach und nach eingeführt worden wären.
Bei insgesamt fünf Perspektiven und sich unterscheidenden Charakteren braucht es viel Zeit, um jedem Charakter gerecht zu werden. Auch das ist nicht ganz geglückt. Catherine und Ambrose blieben mir auch nach Beenden der Geschichte im Gedächtnis, die anderen drei schon nur in Teilen. Bis zum Erscheinen des zweiten Bandes werde ich sicherlich noch mehr Merkmale der Charaktere vergessen haben, da sie teilweise etwas oberflächlich beschrieben wurden.
Dennoch haben mir die fünf Charaktere gut gefallen.
Catherine fand ich toll. Eine starke, junge Frau aufgewachsen in einer Welt, in der Frauen unterdrückt werden. Doch als sie die Chance wittert, sich selber groß zu machen und für ihre eigenen Ziele einzustehen, zögert sie nicht lange. Man merkt deutlich, wie wichtig der Autorin dieser Charakter ist, was vor allem in der Danksagung noch einmal zum Ausdruck gebracht wird.
Ambrose ist zwar auch gut beschrieben, mir jedoch viel zu glatt gebügelt. Der unfehlbare, tadellose und gutaussehende junge Mann ohne Fehler ist für mich genauso langweilig wie der Bad Boy in jedem YA/NA-Roman.
Tashs Strang fand ich ganz spannend, doch viel nehme ich von ihrer Geschichte nicht mit. Dazu sind mir einfach zu viele Fragen offen geblieben. Ich hoffe sehr, dass der zweite Band diese etwas mindern kann.
Bei Edyon und March verstehe ich noch nicht so ganz, weshalb die beiden so viel Raum in der Geschichte eingenommen haben. Sicher, vieles wird im zweiten Band sehr relevant werden, doch hätten den beiden in diesem Teil nicht allzu viel Zeit geopfert werden müssen. Dennoch verfolgte ich die Geschichten der beiden sehr gerne, auch wenn ich nicht gänzlich den übergeordneten Sinn in diesem Band für sie gesehen habe.
Der Plot an sich war in Ordnung, doch nicht wirklich überraschend. Es gab einzelne Szenen, in denen mich die Autorin durchaus überraschen konnte. Doch größtenteils war die Handlung sehr vorhersehbar.
Warum die Welt auf Schutzumschlag oder Internetseite als „episch“ ausgezeichnet wird, kann ich mir nicht erklären. Das World Building war kaum vorhanden, von der Welt erfährt der Leser kaum etwas, außer, dass es dieses eine Stück Land gibt, das niemand betreten darf.
So platt wie World Building und Setting ist leider auch der Kernaufbau: Gut gegen Böse. Und Böse ist einfach richtig böse, ohne Schattierung und ohne Grund.
Während bei den fünf Charakteren durchaus auf Ecken und Kanten geachtet wurde, wurde es bei der Ausgangssituation, die erst zu Konflikten und Spannung führt, leider missachtet. Da hätte ich lieber weniger von Ambrose gelesen und mehr über die Bösen der Geschichte erfahren.
Der Schreibstil gefiel mir gut. Eher umgangssprachlich und einfach gehalten, war ein rasches Lesetempo möglich. Die Seiten flogen nur so unter meinen Fingern dahin und durch die abwechselnden Kapitel, die immer sehr spannend endeten, wollte ich das Buch kaum aus den Fingern legen.
Die Aufmachung des Buches mit den abgedruckten Karten hinten und vorne gefiel mir gut. Ein Personenverzeichnis ist auch vorhanden, doch ich hätte mir dieses zu Beginn des Buches und nicht am Ende gewünscht. Gerade durch die wechselnden Erzählstränge und Perspektiven war es gerade zu Beginn des Buches nicht immer leicht, die Personen sofort richtig zuzuordnen.
Jedes Kapitel war versehen mit dem Namen des Charakters und dem Handlungsort, was mir gut gefiel. Was ich absolut gelungen fand, waren die kleinen Illustrationen, die zusätzlich über dem Namen abgedruckt waren. So zierte ein Schwert immer den Beginn von einem Kapitel aus Ambrose Perspektive. Da ich gerne dazu tendiere, Kapitelüberschriften zu überlesen, war dies wirklich toll.
Die Kapitel von Catherine hatten auch immer eine Unterüberschrift, die meist Zitate aus Briefen, Büchern oder Schriften aus zum Beispiel Brigant waren. Diese waren immer gut auf den Inhalt des Kapitels abgestimmt, so dass es möglich war, über die Handlung des jeweiligen Kapitels zu spekulieren.
Trotz Kritik hat mir das Buch gut gefallen und ich bin wirklich sehr gespannt, was der zweite Teil so mit sich bringen wird. Nichtsdestotrotz hatte ich mehr von dem Buch erwartet.








