Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
Poesie kindgerecht vermittelt
Knecht Ruprecht von Theodor Storm
Klappentext :
»Von drauß’ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr!«
Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Das Christkind lugt aus dem Himmelstor hervor und mahnt Knecht Ruprecht zur Eile. Dieser hat bereits viele Kinder beschert, nur ein letztes Dorf muss er auf seiner Reise noch besuchen.
Also macht er sich auf den Weg und berichtet von leuchtenden Lichtern im Tannenwald und der weihnächtlichen Stimmung allüberall. Im Dorf tritt er in eine Stube, wo er bereits freudig erwartet wird...
Klaus Ensikats Illustrationen zaubern Weihnachtsstimmung in jedes Wohnzimmer und laden zum Träumen und Staunen ein: Von Tannenduft und Kerzenschein und dem Wunder der Christnacht. Theodor Storms berühmte Weihnachtsbotschaft »Von drauß’ vom Walde komm ich her ...« wird auch heute noch von unzähligen Kindern in der Adventszeit vorgetragen.
Cover:
Die Illustration auf dem Cover finde ich sehr gut gelungen. Es passt sehr gut zum Titel und bringt die Stimmung auch sehr gut rüber. Es ist Knecht Ruprecht mit seinem Schlitten, Geschenken und seinen Rentieren in einer Winterlandschaft erkennbar. Knecht Ruprecht wirkt dabei sehr nachdenklich.
Meinung:
In diesem Kinderbuch wird das Gedicht Knecht Ruprecht von Theodor Storm Kindern näher gebracht. Weltliteratur und Poesie wird durch eine neue Aufmachung und passender Umsetzung mit Illustrationen kindgerecht umgesetzt.
Die Schriftgrösse wurde gut gewählt, so dass sie sich gut zum Vorlesen, aber auch zum Selbstlesen eignet.
Der Text wurde sehr gut aufgeteilt, so das Text und Zeichnungen zueinander passen und man anhand der Illustrationen das Gedicht Knecht Ruprecht auch sehr gut nach vollziehen kann.
Das bekannte Gedicht Knecht Ruprecht kommt so zu neuem Glanz. Weltliteratur wird so Kindern näher gebracht. Ich finde dies sehr gut. Wer kennt nicht: „Allüberall in den Tannenspitzen
sah ich goldene Lichtlein sitzen“. Toll das dies auch an die jüngsten Generationen weitergegeben wird und versucht wird, es altersentsprechend zu vermitteln.
Die Altersempfehlung liegt bei 5 Jahren. Dies finde ich jedoch etwas zu jung, aufgrund der doch etwas schwierigeren Wörter und der doch eher erwachsenen Illustrationen. Die Zeichnungen sind sehr authentisch und realitätsnah, fast schon ein wenig grimmig. Hier wird nichts verniedlicht. Vor allem die Gesichter der Personen sowie dessen Ausdrucksweisen sind teils sehr düster und grimmig, so dass ich es für jüngere Kinder eher etwas schwierig finde und daher das Alter auf 6/7 Jahre anheben würde.
Toll finde ich, dass am Ende das komplette Gedicht nochmal am Stück hintereinander aufgeschrieben ist.
Tolle Umsetzung, dass man ein weltbekanntes Gedicht mit Zeichnungen abrundet, um es Kindern zugänglicher zu machen. Auch Erwachsene haben daran ihre Freude. Ich finde dies sehr gut umgesetzt und eine tolle Idee. Weltliteratur für jung und alt mit tollen Illustrationen, die sehr detailliert sind. Text und Zeichnungen sind gut abgestimmt und die Stimmung wird sehr gut transportiert.
Wunderschön gestaltet und umgesetzt, finde ich es eine gelungene Idee, Poesie so jung und alt näher zu bringen. Ein tolles Buch nicht nur für die Winter- und Weihnachtszeit.
Ein tolles Buch, was ich mit 4 wundervollen Sternen (von 5) sehr gern weiterempfehle.
Fazit:
Poesie bzw. Weltliteratur, wie Knecht Ruprecht, kindgerecht vermittelt durch tolle Illustrationen zu diesem bekannten Werk.
Rezensionen von Claudia R:
Bilder- und Ausmalbuch in einem...
Wo ist mein kleiner Elefant? von Ingo Blum
CAVE! Bezogen auf das Bilderbuch+Malbuch
Klappentext:
Die Suche nach der kleinen Elefantendame Daisy an verschiedenen Orten ist ein wunderbares Vorlese-Vergnügen. Will Daisy nicht in die Schule gehen? Hat sie heute Geburtstag? Wo ist sie? Die lebhaften Illustrationen machen das Zuhören und Verstehen zu einem Abenteuer.
Der Text ist teilweise wiederholend. Am Ende gibt es 10 Seiten zum Ausmalen! Dieses Buch ist auch auf Deutsch-Spanisch, Deutsch-Englisch sowie einsprachig auf Englisch und Spanisch erhältlich.
Cover:
Das Cover ist sehr schön gestaltet und sehr niedlich. Man sieht zwei fröhliche Elefanten, einer ist bunt bzw. ausgemalt und der andere nicht. Dies ist ein Hinweis darauf, dass es sich hier um ein Bilder- und Ausmalbuch handelt.
Meinung:
Es handelt sich hier um die Geschichte von Daisy, einem Elefanten und Daisy wird gesucht und es wird überlegt, wo man sie vielleicht findet könnte. Die Geschichte ist spannend gestaltet und wie eine Art Suchspiel.
Die Illustrationen sind sehr schön und passend zum Text.
Die Schrift es sehr schön groß gewählt, so dass es sich sehr gut zum Vorlesen eignet, aber auch sehr gut für Leseanfänger. Auch die Satzbildung ist einfach und kindgerecht gestaltet.
Man erlebt gemeinsam die Suche nach Daisy und hat durch die schönen Bilder und die lebendige Erzählweise sehr viel Spaß daran. Das Buch animiert zum Mitsuchen und am Ende gibt es dann noch 10 Seiten zum Ausmalen, so dass man animiert wird sein Buch ganz individuell zu gestalten.
Mir hat dieses tolle Bilder- und Malbuch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist spannend und niedlich. Die Illustrationen sind toll und passend zum Text. Der Ausmalteil animiert zusätzlich zu Kreativität und rundet das Buch sehr gut ab.
Die Idee von Bilderbuch und Ausmalbuch zusammen in einem gefällt mir sehr gut und wurde toll umgesetzt.
Fazit:
Eine tolle Suchgeschichte mit schönen Illustrationen zum Mitmachen einlädt und einen zusätzlichen Ausmalteil zur Förderung der Kreativität beinhaltet.
Rezensionen von Claudia R:
mysteriöses Familiengeheimnis
Wo ist mein kleiner Elefant? von Ingo Blum
Klappentext:
Jolines größter Traum ist es, einmal bei Olympia den 5000m Lauf mitrennen zu können und für diesen Traum tut sie alles. Als ihr jedoch die Qualifikation zum Entscheidungslauf für eine Aufnahme für eines der besten Sportinternate des Landes misslingt, ist Joline am Boden zerstört.
Ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt beschließt der gutaussehende und wohlhabende Jason Taylor, mit ihr in Kontakt zu treten und sie als Trainer zu unterstützen. Wird Joline es mit seiner Hilfe schaffen, beim Entscheidungslauf teilzunehmen und siegen zu können? Oder benutzt Jason sie bloß, um seine Ex-Freundin, und gleichzeitig Jolines Rivalin, eifersüchtig zu machen? Die Situation spitzt sich zu, als immer mehr Menschen in Jolines Alter verschwinden und nach wenigen Tagen als Leichen wieder auftauchen.
Cover:
Das Cover ist einfach grandios und mystisch. Es zeigt die Umrisse einer jungen Frau und dahinter die eines Einhorns. Besonders gelungen finde ich die glitzernde und schimmernde Farbgebung. Es bindet sich alles in eine Art blau-rosa Nachthimmel ein. Auch die verschnörkelte Schrift des Titels wurde sehr gut gewählt.
Meinung:
Die Gliederung des Buches hat mir recht gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und vor allem die Gestaltung bzw. Einleitung des Kapitels hat mir sehr gut gefallen. Der Kapitelanfang ist deutlich hervorgehoben und sehr schön gestaltet. Weiterhin erfährt man zu Beginn eines jeden Kapitels aus welcher Sichtweise erzählt wird.
Es wechselt zwischen den Protagonisten. Aus der Sichtweise von Joline und Jason wird in der Ich-Perspektive erzählt. Während bei den anderen aus der dritten Person erzählt wird. Das war teilweise etwas eigenartig. So empfand ich den Schreibstil nicht immer flüssig, sondern gerade zu Beginn ein wenig holprig. Ich brauchte eine Weile um richtig hineinzukommen. Auch waren ein paar kleine Fehler, aus Leichtathletik-Sicht, bei den Beschreibungen dabei. Startblöcke bei einem 5000m Lauf und ein Mann beim Start auf der Strecke, sind mir eher nicht bekannt, da dies jedoch ein Erstlingswerk ist versuche ich, über solche Kleinigkeiten, eher ein wenig hinwegzusehen.
Es liegt sehr viel Potenzial in diesem Buch. Die Geschichte ist sehr spannend und zum Teil auch sehr gut erzählt. Manche Dinge passieren jedoch sehr schnell. So dass es zeitweise sehr stark an Fahrt auf nimmt und das Tempo fast ein wenig zu extrem ist. Manches, wie auch die Liebesgeschichte, könnte man eher auskosten und einige Geschehnisse dürften durchaus noch detaillierter beschrieben werden.
Im großen und ganzen hat es mir jedoch sehr gut gefallen. Die Geschichte und Idee dahinter ist sehr toll. Die Charaktere, vor allem Jason und Joline waren mir sehr sympathisch und ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen. Nach meinen Anfangsschwierigkeiten kam ich gut in das Geschehen und die Handlungen hinein. Immer mehr konnte ich mich auch in die Charaktere und dessen Emotionen und Handlungen hineinempfinden.
Bis zum Ende hin blieb es spannend und interessant. Das Ende hat mir dabei auch sehr gut gefallen, auch wenn mich dieser Ausgang ein wenig überrascht hat.
Ein tolles und gelungenes Erstlingswerk. An einigen Kleinigkeiten kann durchaus noch ein wenig gefeilt werden, aber im Großen und Ganzen ist es sehr schön und empfehlenswert.
Spannend, mysteriös und mit sehr viel Tempo überzeugt diese Geschichte. Eine Menge Mut, Emotionen, Liebe, sowie ein Familiengeheimnis spielen hier eine große Rolle.
Vom Inhalt möchte ich nicht zu viel verraten, sondern empfehle das Buch selbst zu lesen.
Fazit:
Spannend, emotional und mysteriös ist diese Geschichte verflochten mit einem Familiengeheimnis.
Rezensionen von Claudia R:
spannende Katzengeschichten ...
Für Leckerlis könnten wir ster'm von Sebastian Niedlich
Klappentext:
»Fir müssen STER'M!«, heult Simon, die schwarz-weiße Katze, weil es ausnahmsweise mal keine Leckerlis gibt, dabei bekommen sie und ihre Schwester Garfunkel vom Autor Sebastian Niedlich und seiner Frau eigentlich alles. Er hätte selbst nicht geglaubt, dass er als Hundeliebhaber mal mit Katzen zusammenwohnen würde, aber nun hat seine Frau ihn überredet, und ständig fällt den Katzen etwas Neues ein, wie sie ihn bei der Arbeit stören können.
Seien es Klagen über Futter, das ihnen nicht schmeckt, die Bewunderung der riesigen katzenartigen Wesen aus »Herr der Ringe«, die sie im Fernseher sehen, der Wettstreit um den höchsten Platz in der Wohnung oder ihre Abenteuer als Superhelden Captain Pellwurst und Superflausch ... ruhig wird es kaum mal in der Wohnung.
Kurze Geschichten über das Zusammenleben mit zwei kleinen Katzen und ihre merkwürdige Sicht der Dinge, zusammengetragen vom Autor des Bestsellers »Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens«.
Cover:
Das Cover zeigt zwei niedliche und verspielte Katzen, die es faustdick hinter den Ohren haben, eine von ihnen ist schwarz-weiß und die andere ist braungetigert. Der Hintergrund ist in grün gewählt.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm, locker, flüssig und humorvoll.
Das Buch ist in viele kleine humorvolle Kurzgeschichten aufgeteilt. Die einzelnen Abschnitte haben eine angenehme Länge.
Der Autor erzählt auf eine humorvolle und witzige Art und Weise über das Zusammenleben mit zwei Katzen.
Als Katzenliebhaber erkennt man darin so einige Situationen wieder. Nicht nur für Katzenliebhaber, sondern generell für Menschen mit viel Humor, ist dieses Buch sehr gut geeignet und wird seine Leser sehr begeistern.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und mich gut unterhalten und zum Lachen gebracht.
Zu Beginn eines jeden Abschnitts gibt es eine kleine Katzenzeichnung und auch die Überschriften passen sehr zum Text und zur Geschichte.
Der Autor verleiht seinen beiden Katzen Simon und Garfunkel Stimme und lässt den Leser so an seinem Zusammenleben mit den Katzen teilhaben. Simon und Garfunkel kommen lebendig und realistisch rüber, so dass man sich gut in sie und ihre Gedankengänge mit dem Autor hineinempfinden kann. Toll sind auch die Streitgespräche zwischen den beiden und so halten uns Simon und Garfunkel die ganze Zeit auf Trab. Es ist ein toller Zeitvertreib mit den beiden und die Situationen und Gespräche sind so liebevoll und humorvoll beschrieben, einfach wundervoll.
Zu viel vom Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es jedem Katzenfan und Humorliebhaber nur empfehlen.
Wundervoll finde ich auch den Anhang mit den Orginal Fotos von Simon und Garfunkel. Einfach wunderschön und passend zum Buch, diese Bilder runden das Ganze nochmal zusätzlich ab.
Fazit:
Ein tolles und humorvolles Buch mit vielen kleinen Katzenkurzgeschichten, nicht nur für Katzenliebhaber.
Rezensionen von Anja:
Märchen einmal anders
Märchenfluch, Band 1: Das letzte Dornröschen von Siegmann Claudia
Kurz nach ihrem 16. Geburtstag erhält Flora einen Brief, der sie anweist, ihre ‚Pflichtjahre‘ in einem Amt in einer alten Mühle zu absolvieren. Flora hält dies für ein Missverständnis. Als sie den Fehler aufklären will, gerät sie plötzlich in eine magische Welt voller Gefahren – als letzte Nachfahrin von Dornröschen…
Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen.
Die Welt der Märchenfiguren, Flüche und Gaben ist liebevoll und witzig ausgearbeitet. Es gibt ein Rapunzel, das sich nicht für eine Frisur entscheiden kann und daher mit Schere und Lockenstab munter rumprobiert, schließlich kann sie ihre Haare jederzeit nachwachsen lassen. Ein arrogantes Schneewittchen mit einer unerwartet selbstlosen Kämpfernatur. Zwerge, Zauberspiegel, Kröten… Und mittendrin Flora, das letzte Dornröschen, die nichts von ihrer Herkunft wusste und daher viel über die magischen Eigenheiten lernen muss. Als Ich-Erzählerin führt sie durch die Geschichte und lässt die Leser/innen an ihren Gedanken und Gefühlen sowie allen neuen Erkenntnissen teilhaben.
Zusätzlich gibt es zwischendurch kurze Kapitel über mysteriöse magische Pläne unbekannter Figuren, deren Bedeutung sich aber erst im Laufe der Geschichte offenbart, aber Spannung erzeugt, da sich immer mehr eine drohende Gefahr andeutet, von der Flora und ihre Freunde noch nichts ahnen.
Wobei Flo ohnehin wenig ahnt… der Teenager geht oft sehr naiv an die neuen Begebenheiten heran. Immer wieder übergeht, überhört oder vergisst sie wichtige Details, die sie klären oder überdenken müsste. Oft stellt sie Fragen nicht bis zum Ende, sodass ihr Details entgegen. Viele Dinge, die sich im späteren Verlauf ergeben, hätten sich frühzeitig klären lassen, wenn Flo den vielen Andeutungen und Hinweisen, die sie immer wieder bekommt, nachgegangen wäre.
So lassen sich viele Ereignisse vorherahnen. Doch die Zusammenhänge waren dann doch nochmal anders als erwartet, sodass mich ein paar Wendungen der Geschichte überraschen konnten.
Tatsächlich mochte ich Hektor und Neva, mit denen Flora zusammenarbeitet, aber lieber als die eigentliche Hauptfigur. Wobei mir der Teenager auch nicht unsympathisch war. Sie ist halt etwas arg blauäugig, auch für ihr junges Alter.
Die Handlung ist oft witzig, teilweise spannend und auch ein wenig gefühlvoll.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der mich neugierig macht, wie es den quirligen Märchenfiguren weiter ergehen wird.
Fazit
Die Welt der Märchenfiguren, die verborgen unter den Menschen leben, hat mir sehr gut gefallen. Es gibt sehr unterschiedliche, facettenreiche Charaktere und diverse verarbeitete Märchen. Dornröschen Flora agiert teilweise leider sehr naiv, übersieht oder vergisst offensichtliche Hinweise, wodurch sich das dramatische Ende hinauszögert. Dank des flüssigen, lockeren Schreibstils liest sich das Buch super.
Rezensionen von Gaby 2707:
Wo die Liebe hinfällt
Herz in Reparatur von Anna Fischer
Die 32jährige Emma Baumgartner, deren Gedanken sich bisher nur um ihre Karriere bei CWLA-TV Sunshine State Kalifornien als Redakteurin im Kulturbereich gedreht hat, wird ohne vorherige Anzeichen von ihrem Liebsten Carl Getty durch eine Neue ersetzt. Nun soll sie auch noch Matthew „Matt“ MacKenzie, diesem aufgeblasenen Baseball Affen die Basics des Journalismus beibringen.
Emma lässt an seiner Arbeit kein gutes Haar. Trotzdem macht und sagt Matt was er denkt und lässt sich von Emma nicht kleinkriegen. Bis die Beiden einen Deal aushandeln: Emma kümmert sich weiterhin um Matt und seinen Moderatorenjob. Im Gegenzug bringt er ihr bei, was Männer wirklich wollen, damit sie ihren Carl zurück erobern kann. Doch will sie das überhaupt noch?
War mir Emma anfangs regelrecht unsympathisch, hat sich sich im Laufe des Lesens immer mehr in mein Herz geschlichen. Die anfangs verkopfte, mürrische, zickige, oberflächliche, arrogante und nur auf sich und ihre Karriere bedachte jungen Frau verwandelt sich langsam wie das hässliche Entlein in eine junge Schwänin. Ganz im Gegensatz zu Matt, der von Anfang an sympathisch, manchmal etwas zu selbstverliebt, witzig, selbstbewusst, lebenslustig mit immer einem blöden Spruch auf den Lippen daher kommt.
Obwohl ich von Anfang an wusste, in welche Richtung es für Emma und Matt gehen würde, fand ich die Geschichte einfach zauberhaft und auch spannend. Ich fand es spannend und interessant zu lesen, wie die Beiden lange Zeit um sich herum eiern. Bis endlich Emma ein Licht aufgeht und sie weiß was sie will. Was Matt die ganze Zeit schon wusste.
Die Geschichte lässt sich leicht und locker lesen. Auch die anderen Charaktere haben ihre Ecken und Kanten. Besonders gefallen hat mir auch Matts Familie, besonders sein Bruder. Auch die Begegnungen mit Silicon-Victoria finde ich äußerst spaßig.
Insgesamt ein Buch, bei dem ich von Anfang an weiß, in welche Richtung es sich entwickeln wird. Durch witzige Sprüche und einige nicht vorhersehbare Wendungen habe ich das Lesen aber sehr genossen. Da dies das erste Buch der „Herz...“-Reihe von Anna Fischer ist, werde ich bald auch die anderen beiden Bücher lesen.
Rezensionen von heinoko:
Von Oma-Weisheiten, Dackelpupsen und Regenbogenstiefeln
Käthe, Band 1: Der Gorilla-Garten von Veenstra Simone; Loose Anke
Welch ein zauberhaftes Kinderbuch. Ich bin restlos begeistert.
Käthe muss mit ihren Eltern umziehen. Weg von Omas Apfelhof in Pommeranzen, weg von Natur, weg von Omas klugen Sprüchen, mitten hinein ins Großstadtgetriebe, hin zu viel Fremdem, zu ganz neuen Erfahrungen. „Stadtmenschen sind schnell und geübt im Ausweichen“, erfährt Käthe.
Ganz schön beängstigend eigentlich, solch ein Umzug. Doch Käthe schafft mit ihrer offenen und neugierigen Art, mit der sie unbefangen auf alles und jeden zugeht, sich diese neue Welt zu erobern. Man muss Käthe einfach gernhaben, denn sie ist freundlich, arglos, hat ein großes Herz und geht aufgeschlossen-offen mit allem um, was ihr begegnet. Man spürt, wie wertvoll es war, dass sie in der Natur aufgewachsen war, denn die Liebe zu den Pflanzen ist ihr Lebenskapital – und ja, sie versteht sogar, was Tiere plagt, wenn beispielsweise Dackel Ferdi sehr unter seiner Pupserei leidet, weil sein Frauchen ihm immer wieder Buttermilch zu trinken gibt. Käthe besitzt die wunderbare Gabe, alles Neue völlig wertfrei wahrzunehmen. „Anders-Sein ist eigentlich total normal.“ Zusammen mit Theo, ihrem neuen Freund in der Schule, entdeckt sie schließlich sogar ein Stückchen „Niemandsland“ mitten in der Stadt, einen Guerilla-Garten, und kann Bernadette helfen, die Läuseplage in den Griff zu bekommen – dank Oma-Wissen. Ein Schulgarten mit Schneckenbeet wird geplant, und wie man alte Gummistiefel bepflanzen kann, wird auch erzählt. Spaß bringt Kindern beim Vorlesen oder Selber-Lesen nicht nur die Oma-Weisheiten wie „Gut ist Gähnen erst mit allen Zähnen“, sondern auch die herrlichen ideenreichen Wortschöpfungen wie „Ziegelsteinhinterhofhäuschen“ oder „Spätstück“ für ein spätes Frühstück.
Die großartigen Illustrationen von Màriam Ben-Arab transportieren ausdrucksstark und direkt die Gefühle und Reaktionen der gezeichneten Personen. Schön, dass die Bilder im Buch allesamt bunt sind. Fröhlich und lebendig unterstreichen sie intensiv wirksam auf non-verbale Weise die erzählte Geschichte.
Ein wunderbar positives Kinderbuch, das gänzlich ohne pädagogischen Zeigefinger auskommt, mit einer Hauptperson, wie sie liebenswerter nicht sein könnte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Sylt ist immer eine Reise wert
Inselglück im Schneegestöber von Anni Deckner
Semra Sievers ist kreuzunglücklich. Hätte sie ahnen müssen, dass ihr langjähriger Freund sie verlassen wird? Hätte sie die kleinen Anzeichen ernster nehmen müssen? All diese Überlegungen führen zu nichts. Semra muss einfach raus aus Flensburg und den Kopf frei kriegen. Berge, Schnee und Skiurlaub werden ja nun nix.
Also das Kontrastprogramm: Sylt im Winter. Schnee, Wind und eiskalt. Ob sich da Semras Herz erholen wird?
Seit ich im Sommer eine Woche auf der Insel der Schönen und Reichen verbringen durfte, liebe ich Sylt. Daher musste ich natürlich dieses Buch, das mir die Insel in der kalten Jahreszeit nahebringt unbedingt lesen. Und ich habe es nicht bereut.
Aus der Sicht von Semra erzählt, lässt sich die Geschichte leicht und flüssig lesen und ich bin sehr schnell inmitten der Insel angekommen. Durch die bildhaften und farbigen Beschreibungen habe ich einige Örtlichkeiten sofort wiedererkannt und fühle mich im Buch richtig wohl.
Semra mag ich ab der ersten Seite. Natürlich, herzlich und offen, aber auch verletzlich und manchmal etwas zickig, versucht sie ihren Kummer hier loszuwerden. Ihr Herz neu zu verschenken kommt erst mal gar nicht infrage. Aber da hat sie die Rechnung ohne Rick Richardson gemacht. Der Pubbesitzer schleicht sich ganz leise und langsam immer weiter in ihr Herz. Ihn habe ich mit seiner humorigen und liebevollen Art ebenfalls sofort ins Herz geschlossen. Aber auch die anderen Protagonisten, sei es Semras Freundin, Ricks Freund oder seine Schwester Tilda, die eine kleine Wohlfühlpension führt – hier habe ich gleich an meine Wirtsleute denken müssen – kommen äußerst sympathisch daher. Nicht zu vergessen zwei Hunde, die mein Herz im Sturm erobert haben.
Das war wieder so ein Buch, das ich in einem Rutsch weg gelesen habe. Ich habe mit Semra gelitten gehofft, gebangt und mich narrisch gefreut, dass es ihr zum Schluss doch wieder richtig gut ging. Ein absolutes Wohlfühlbuch mit einem kleinen Schuss Spannung. Nicht nur für Liebesroman-Liebhaber.
Rezensionen von PeLi:
nicht ganz das, was ich mir erhofft hatte
Sweet Sorrow von Nicholls David
Da ich den Autor schon von anderen Büchern kannte, die mir sehr gut gefielen und auch vom Klappentext her, hatte ich große Erwartungen an dieses Buch. Eventuell auch zu große, denn von "Sweet Sorrow" bin ich leider etwas enttäuscht.
Ich habe gelesen und gelesen und immer gewartet, dass der Funke endlich überspringt und dass man nun von der großen ersten Liebe liest, die für immer im Gedächtnis bleibt und wie aufregend es ist, wenn man dann diese erste Liebe nach vielen Jahren wiedersehen kann.
Leider ging es in einem Großteil des Buches eher um Belanglosigkeiten, es wurden Nebensächlichkeiten viel zu ausführlich beschrieben ( wie das Lernen für die Theaterstücke oder überhaupt die Beschreibungen der einzelnen Stücke) Für mich persönlich kam leider keine Romantik und keine großen Gefühle rüber. Ich habe sehr lange gebraucht für dieses Buch weil ich immer wieder unterbrochen habe, ohne Neugier darauf, wie es weitergeht. So etwas passiert mir bei Büchern, die mich richtig fesseln, einfach nicht.
Ich fand "Sweet Sorrow" okay, man konnte gut, immer mal ein paar Seiten nebenher lesen, aber es wird mir sicher nicht lange im Gedächtnis bleiben.
Rezensionen von Anja:
sehr komplexe – teils verwirrend-verworrene – Fantasygeschichte
Der Untergang der Könige von Jenn Lyons
Kihrin sitzt im Gefängnis. Seine Gefängniswärterin Klaue fordert ihn auf, die Geschichte zu erzählen, wie er dort gelandet ist, obwohl sie selbst Anteil daran hat. Beide schildern das Geschehen von geheimen Intrigen, gefallenen Königen und einem Jungen aus armen Verhältnissen, der erst zum Lord, dann zum Sklaven und später zur Schlüsselfigur im Kampf gegen einen mächtigen Gegner wird…
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir aufgrund der verschiedenen Zeitstränge und Erzählebenen nicht ganz leicht.
Kihrins Gefängniswärterin Klaue will von ihm seine Geschichte hören. Abwechselnd schildern die beiden Kihrins Erlebnisse. Kihrins Schilderung setzt etwa vier Jahre zuvor an. Er erzählt in der Ich-Perspektive, was ihn letztlich in diese Lage gebracht hat. Klaue setzt noch etwa 6 Monate vorher an und ergänzt den Zeitraum bis zu Kihrins Start der Geschichte teils in der personalen, teils eher auktorialen Erzählweise.
Die ständigen Sprünge zwischen beiden Geschichten, die aber die selbe Figur im Zentrum haben, fand ich teilweise verwirrend, da ich immer, wenn ich das Buch wieder zur Hand genommen habe, für mich sortieren musste, in welcher Zeit ich mich gerade befinde. Zudem enthalten beide Geschichten immer wieder kleine Hinweise und Verknüpfungen, die für das Verständnis der jeweils anderen wichtig sind.
Die Verwirrung perfekt gemacht haben die Erklärungen in den über 150 Fußnoten, die Bemerkungen und Ergänzungen zu diesen Schilderungen von einem weiteren Ich-Erzähler beinhalten. Da mich zum einen das ständige Blättern genervt hat (ich habe das Buch als ebook gelesen, zwar kann man hier problemlos zur Fußnote und zurück springen, aber wehe man müsste in der Fußnote blättern, dann heißt es umständlich die eigentliche Textstelle wiederfinden…), zum anderen konnte ich die Bemerkungen auch oft nicht zuordnen und sie haben mich so in meinem Lesefluss gestört, sodass ich sie irgendwann gar nicht mehr angeschaut habe. Erst ganz am Ende ist mir die Bedeutung klar geworden, nachdem ich diesen zusätzlichen Ich-Erzähler einordnen konnte.
Überhaupt hat mir die Geschichte zu viele Anhänge. Neben den zahlreichen, teils sehr umfangreichen Fußnotenerläuterungen gibt es ein riesiges Personenverzeichnis, Erklärungen zur Aussprache und auch einen ewig weit verzweigten Stammbaum.
Sich diesen mal anzuschauen, wäre hier und da vielleicht hilfreich gewesen, wäre da nicht wieder das Problem mit dem Blättern und zusätzlich der viel zu winzigen Anzeige im ebook gewesen… denn die Vielzahl an Figuren hat mich auch oft vor Probleme gestellt.
Die Fantasywelt, die erschaffen wird, ist unglaublich komplex und mit den verschieden Völkern und magischen Fähigkeiten eigentlich auch total interessant. Allerdings ist nicht nur die Wiedergeburt Verstorbener möglich, sodass sich Figuren an ihr früheres Leben erinnern, sondern bestimmte magische Artefakte oder Fähigkeiten ermöglichen auch den Körpertausch bzw. die Übernahme eines Körpers. Und hier wurde es dann teilweise verworren, wenn Figuren schon so lange leben und in verschiedenen Körpern gesteckt haben, dass ein Charakter plötzlich drei Namen hat und nicht jeder der ist, für den er gehalten wird. Dies hat zwar für Spannung und Überraschungen gesorgt, teilweise habe ich in den komplizierten Verstrickungen von Figuren teilweise aber auch nicht mehr durchgesehen, wer wer ist und wer mit wem im Bunde ist.
Dadurch habe ich die Geschichte streckenweise als zäh empfunden, nicht zuletzt weil ich in den verworrenen Intrigen und Rückblicken in vergangene Zeiten nicht immer folgen konnte, wenn mir die Sortierung der Figuren nicht mehr möglich war… Komplizierte, teils ähnliche Namen, machen die Zuordnung nicht leichter.
Gut war, dass sich der Grundhandlung um Kihrin trotzdem halbwegs folgen ließ, auch wenn ich nicht immer wusste, wer der Feind ist bzw. in wessen Körper er nun gerade steckt.
Als im letzten Viertel die Erzählstränge zusammenlaufen und es nur noch eine Zeitebene gibt, wurde die Orientierung einfacher. Hier wird die Geschichte, die ohnehin viele spannende Passagen hat, immer temporeicher. Der entscheidende Kampf steht bevor. Es wird dramatischer und aufregender und hier habe ich nun auch wirklich mitgefiebert, wobei es auch dabei verwirrende und zähe Passagen gab.
Am Ende sind einige Kämpfe gefochten. Viele Figuren mussten ihr Leben lassen. Viele Fragen sind beantwortet. Das Schicksal des Landes bleibt allerdings dennoch völlig offen.
Fazit
Sehr komplexes Fantasysetting, das so facettenreich ausgearbeitet wird, dass es aufgrund diverser Möglichkeiten einen neuen Körper zu erhalten, oft in der Vielzahl der Figuren kompliziert wird. Auch die zwei Erzählperspektiven, die aber den selben Charakter zur Hauptfigur haben, fand ich fürs Hineinfinden nicht ideal. Von den Anhängen und Fußnoten habe ich mich komplett erschlagen und aus dem Lesefluss gerissen gefühlt, sodass ich diese nicht mehr gelesen habe. Ihr Sinn hat sich mir auch erst ganz am Ende erschlossen, nachdem ich Anfang und Schluss nochmal gelesen hatte und den entsprechenden Erzähler sowie den Adressat der verschachtelten Erzählung zuordnen konnte. Die Handlung an sich ist grundsätzlich spannend und weist viele Überraschungen und Wendungen auf. Es gibt aber auch etliche langatmige, zu ausschweifende Ausführungen.










