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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Caroline :

Spritzige Geschichte in historischem Rahmen

Die englische Lady und der Rebell von Lisa McAbbey

Schottland 1747: Um bei ihrem Onkel zu unterrichten, nimmt Prudence Holloway den beschwerlichen und langen Weg nach Schottland auf sich. Voller Zuversicht und begleitet von einem älteren Ehepaar steigt sie in eine Kutsche.

Auf dem strapaziösen Weg wird Prudence jedoch schwer krank und findet sich schließlich in den Highlands wieder.

In der Obhut einer jungen Frau mit Kindern und dessen Ehemann. Erst nach einigen Wochen ist sie wieder soweit genesen, um endlich an ihr Ziel zu gelangen. Der ruppige Schotte Lachann erklärt sich bereit, die junge Frau zu ihrem Onkel zu bringen.

Die mehrtägige Reise führt sie quer durch die Highlands nach Westen. Sie schlafen unter freiem Himmel und verbringen erzwungener Maßen viel Zeit miteinander. Lachann glaubt in Prudence eine typische englische Lady vor sich zu haben. Vorwurfsvoll erzählt er vom Krieg gegen die Engländer, über deren Gräueltaten und die Folgen. Prudence hört voller Entsetzen zu und erkennt, dass all diese Informationen in sehr verzerrter Form nach England gelangen und somit an dem gewalttätigen Ruf der Schotten Schuld trägt. Sie nimmt sich vor, während ihrer Tätigkeit als Lehrerin darauf zu achten, keine Vorurteile zu schüren.

Als Prudence und Lachann britischen Soldaten in die Hände fallen, erkennt Prudence, dass ihr Begleiter noch einiges verschwiegen hat, deshalb muss sie eine gravierende Entscheidung treffen.

Wie hat es mir gefallen?

Ein Highlander und eine englische Lady gemeinsam auf Reisen - mein typisches Beuteschema und ich bin der Autorin sehr dankbar für das Rezensionsexemplar. Ich mag ihre historischen Geschichten und freute mich sehr darauf es zu lesen.

Was mir an den Büchern von Lisa McAbbey immer gut gefällt, sind die wahren historischen Hintergründe, welche mit fiktiven Figuren vermischt werden.

So auch dieses Mal. Die Schlacht von Culloden 1746 ist ein wichtiger Schauplatz von Lachanns Vergangenheit. Dieser Kampf war bekanntlich ein grausamer Höhepunkt der britisch schottischen Feindschaft.

Mitten in den Nachwehen des Kriegs treffen Prudence und Lachann aufeinander. Prudence beschließt Lehrerin zu werden, entgegen der Wünschen ihrer Mutter, die sie schnell unter die Haube bringen will, so wie es sich für eine ehrenhafte englische Dame gehört. Prudence ist modernen Ideen nicht abgewandt. Sie spricht manchmal bevor sie denkt und springt des öfteren über ihren Schatten und überrascht damit ihren Begleiter. Dies führt zu witzigen und humorvollen Momenten, wie so oft in den Geschichten der Autorin.

Lachann umgibt eine geheimnisvolle Aura. Seine tragischen Erlebnisse im Krieg haben ihn geprägt, aber nicht abstumpfen lassen. Er setzt alles daran, zu helfen und den Lebensstandard in Schottland zu erhöhen.

Wieder ist es der Autorin gelungen eine tolle Geschichte zu erzählen. Dieses Mal legt sie ihr Augenmerk auf Schottland und seine Vergangenheit. Mit Prudence hat sie eine äußerst sympathische Figur erschaffen. Sie sieht hinter die Fassade und hinterfragt ihre eigenen Vorurteile.

Ich habe es wieder genossen dieses Buch zu lesen und ich freue mich auf Lisas nächste Geschichte. Bin schon gespannt wohin es uns dann verschlägt.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Absolutes Leseerlebnis

Alles, was heilig ist von Dennis Lehane

Vor 22 Jahre erschien das englische Original „Sacred“ von Dennis Lehane. Heute in der deutschen Fassung „Alles, was heilig ist“ - zwischenzeitlich „In tiefer Trauer“ - ein Klassiker der Thriller Literatur. Plot, Erzähl-, Schreibstil und die Übersetzung von Peter Torberg machen „Alles, was heilig ist“ zu einem herausragenden Roman und einem absoluten Leseerlebnis.

Beim Lesen der Einführungsszene hat man „Monty Python“ im Kopf mit einer Leihgabe „Lurch“ aus der „Adams Familiy“ – very britisch.

Patrick Kenzie und Angela „Angie“ Gennaro von der Detektei Kenzie & Gennaro werden von Trevor Stone, einem totkranken Despoten? engagiert, seine Tochter Desiree zu finden (tot oder lebendig). Jay Becker, Patrick’s Mentor von der Detektei Hamlyn & King, ebenfalls auf der Suche nach Desiree ist verschwunden. Kurzer Abriss der kriminellen Vorfeldorganisation „Grief Release“ (n. engl. Original) – Trauer & Trost (Teil 1) der sektiererischen „Churche of Thruth and Revelation“ (n. engl. Original) – Kirche der Wahrheit und Offenbarung.

Vom unwirklichen Boston nach dem schwülwarmen Tampa. Die Problematik dieser Suche charakterisiert niemand besser als Angie „Ober ist unten, schwarz ist weiß, Norden ist Süden“, „Nichts ist, wie es ist“ und „Das ist alles so verwirrend.“ Die schöne Desiree ein braves oder ein böses Mädchen? Es ist Lehane‘s Passion, den Leser ins Grübeln kommen zu lassen. Obwohl es an Toten nicht mangelt, prägen Wortwitz und Lässigkeit von Patrick Kenzie und Angela „Angie“ Gennaro den Charakter des Romans.

Der finale Showdown mag für Drehbuchschreiber Dennis Lehane und seine zwei Helden bis ins Letzte geplant worden sein, ist jedoch ein phantastischer.

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Rezensionen von Laszlo Zoltan:

Langweilige Tischgespräche

Rate, wer zum Essen bleibt von Philipp Tingler

Bei zwei Abendessen, die für die Protagonistin von großer beruflicher Wichtigkeit sind, treffen Wahrheit gepaart mit Taktlosigkeit auf scheinbaren Intellekt mit zynischer Oberflächlichkeit. Zum Teil lassen die Phrasen und zeitgeistigen Aussprüche schmunzeln und trotzdem bleibt die Geschichte bis zum Schluss ermüdent.

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Rezensionen von Rebecca1493:

Ein Jugendbuch über ein wirklich wichtiges Thema

Wie du mich siehst von Tahereh Mafi

Auch wenn das Cover eher schlicht gehalten ist, sticht es doch aus der Masse hervor durch die deutliche Trennung von schwarzer und weißer Farbe. Dadurch bin ich sehr schnell auf das Buch aufmerksam geworden, aber unter anderem auch aufgrund des mit einem Kopftuch gezeichneten Mädchens, das Shirin, die Protagonistin der Geschichte darstellen soll.

Man erkennt dadurch recht schnell, dass sich das Buch wohl um den Konflikt zwischen Menschen mit einer anderen Kultur und der „heimischen“ Bevölkerung drehen wird.

Diese Thematik finde ich äußerst spannend. Die Auseinandersetzung bzw. die Begegnung mit einer anderen Religion, mit anderen Bräuchen und –ganz banal- einem anderen Aussehen findet in Deutschland eigentlich tagtäglich statt. Allerdings kennt man dadurch nicht automatisch den Menschen der sich unter einem Kopftuch oder ähnlichem verbirgt. In dieser Geschichte gehen viele Mitmenschen Shirins aber davon aus, dass alle Muslime, vor allem diejenigen, die ihre Kultur nach außen tragen, gemeingefährlich sind und man besser die Straßenseite wechseln sollte.

Zu Beginn der Geschichte habe ich eine gewisse Zeit gebraucht, um mit Shirin warm zu werden, was allerdings nichts mit dem Schreibstil der Autorin zu tun hatte. Shirins Ausdrucksweise erschien mir teilweise etwas „derb“ und war stellenweise sehr fäkalienlastig. Außerdem versteht man als Leser nicht sofort, wieso sie anderen gegenüber so distanziert und feindseelig eigestellt ist. Nach und nach versteht man allerdings, wie sehr die junge Frau – nur weil sie sich anders kleidet als andere- unter ihren Mitschülern leidet, unter der Art wie sie von anderen angesehen, beschimpft oder auch körperlich misshandelt wird. Ihr Leben scheint einfach nicht fair zu sein und nicht einmal ihre Eltern stehen ihr bei, da sie sich doch einfach zusammenreisen solle – sie selbst (also die Eltern) hätten viel schlimmere Dinge im Iran erlebt.

Mit jeder weiteren Seite verliebt sich die Protagonistin gegen ihren eigenen Willen aber auch ein Stückchen mehr in Ocean. Diese Annäherung der beiden wirkte auf mich so authentisch wie es schon lange keine sich entwickelnde Romanze getan hat. Umso wütender wurde ich mit jedem weiteren Satz der die beiden wieder ein Stückchen auseinandergetrieben hat. Mich hat es wirklich schockiert, mit welchen Widerständen die beiden zu kämpfen hatten und mit welcher Vehemenz den beiden Steine in den Weg gelegt wurden. Ich musste stellenweise weinen, wollte am liebsten irgendetwas durch den Raum werfen und Scherben produzieren, aber gleichzeitig wollte ich den beiden zurufen, nicht aufzugeben und für sich einzustehen. Dass mich eine Erzählung so mitnimmt, habe ich schon sehr lange nicht mehr erlebt.

Die in der Geschichte beschriebenen Probleme, sind vor allem in Zeiten der verstärkten Fluchtversuche so vieler Menschen aus Ländern in denen Kriege oder andere Katastrophen herrschen, aktueller denn je. Dieses Buch versucht begreiflich zu machen, dass selbst Menschen, die sich durch das Erlernen der Sprache und der Akzeptanz der neuen Kultur in die Gemeinschaft eingegliedert haben, immer noch angefeindet werden. Diese Tatsache ist einfach traurig. Allerdings stellt Tahereh Mafi klar, dass auch die Menschen, die anfeindet werden, nicht frei von Vorurteilen sind und sich möglicherweise dadurch selbst ins Abseits stellen.

Fazit: Man muss dieses Buch einfach lesen! Mich hat dieses Buch auf eine Weise berührt, wie es bisher nur wenige Geschichten getan haben.

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Rezensionen von Lesemama:

Liebe auf Umwegen

Wie du mich siehst von Tahereh Mafi

Zum Buch:

Kendra ist über Weihnachten nach Hause gefahren, einmal im Jahr lässt sie sich dort blicken, haben doch alle eine ganz schlechte Meinung von Kendra. Dabei möchte sie nur in der Bäckerei ihrer Eltern helfen und ihren besten Freund, der auch noch der Ehemann ihrer Schwester ist, treffen.

Der Empfang ist nicht gerade herzlich und so geht Kendra zurück in ihr Elternhaus. Als in der Nacht ein Schneesturm losgeht, kommen der guraussehende Matt und seine Großmutter Olivia zum Haus um Schutz zu suchen.

Da sie total eingeschneit sind, bleiben die Beiden einige Tage und zwischeb Kendra und Matt knistert es ordentlich, aber weder Kendra noch Matt glauben an die Liebe ...



Meine Meinung:

Ein wunderschönes, winterliches Cover das zum Schmökern einlädt. Die Geschichte beginnt tatsächlich sofort ohne großes Geplänkel und hatte mich von der ersten Seite an gefangen.

Matt und Kendra haben beide ihr Päckchen zu tragen, trotzdem ist es total schön und romantisch zu lesen, wie die Beiden zueinander finden, oder auch nicht. Das knistern spürt man, die Geschichte ist aber nicht nur romantisch, sie hat einige Baustellen, die nach und nach aufgearbeitet werden. Das Ende hat mir Tränen in die Augen steigen lassen, ich habe so mitgefühlt.

Eine rundum gelungene, wunderschön romantische Liebesgeschichte in einem zauberhaften Setting. Für gemütliche Lesestunden nur zu empfehlen.

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Rezensionen von Petra:

Ein recht auf Herkunft

Wie du mich siehst von Tahereh Mafi

Klappentext
Seit Langem hat Nadja Kleman das Gefühl, dass in ihrem Leben etwas Entscheidendes fehlt. Sie wusste schon immer, dass sie adoptiert ist und hat damit kein Problem, auch wenn ihr die genauen Umstände und die Geschichte ihrer biologischen Eltern nicht bekannt sind. Eigentlich könnte sie also zufrieden sein, sie ist verheiratet, ihre Tochter erwachsen, sie fühlt sich geliebt und gebraucht.

Ihr beschauliches Leben ändert sich allerdings schlagartig, als sie durch einen Zufall erfährt, dass sie eine Zwillingsschwester hat. Diese Neuigkeit stürzt sie in ein Wechselbad der Gefühle, einerseits ist da endlich dieses fehlende Puzzleteil in ihrem Leben, andererseits ergeben sich jetzt jede Menge neue Fragen und auch schmerzhafte Erkenntnisse. Gemeinsam mit ihrer neuen Schwester macht sie sich daran, die gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten. Gelingt es den Frauen, die Wunden der Kindheit zu heilen?
Meinung
Es ist befremdend eine Zwillingsschwester zu haben und sie erst jetzt zu sehen. Wie gehen Nadja und Pia damit um, wer hat ihnen nie die Wahrheit gesagt. Auf einmal ist da ein Spiegelbild und sehr viele Fragen.
Auch für mich als Leserin:
Sind einige Verhaltens-anlagen in den Genen, treffe ich die gleichen Entscheidungen wie meine Mutter obwohl ich sie nie kennen gelernt habe? Oder hat mich meine Umwelt geprägt?
Es ist ein Buch über Frauen, die alle in einer schweren Situation eine weitreichende Entscheidung getroffen haben, womit heute alle leben müssen.
Ihre Zweifel, ihre Verschwiegenheit haben das Leben aller Beteiligten beeinflusst und wird jetzt auf gearbeitet.
Kein leichter Weg, den die Autorin uns mit gehen lässt, weil die Situation selten ist gibt es keine Vergleichsmöglichkeiten. Als Leser muss man Zweifel, Wut, Tränen und Vorwürfe aushalten.
Die häufigsten Sätze sagen wir auch selber oft: tut mir leid, ich habe es nicht so gemeint, ich habe es doch nur gut gemeint.
Durch dieses Buch merkt man das es hilflose Floskeln sind. Diese Sicht in eine Gefühls Gemengelage ist sehr intim und berührend.
Dankbar für die feinfühlige Art des Schreibens hat mich das Buch noch lange nach dem durch lesen beschäftigt.

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Rezensionen von thora01:

Spannender und überraschender Reihenabschluß

Der Fluch der sechs Prinzessinnen (Band 5): Märchenkrone von Regina Meißner

Inhalt/Klappentext:
Einst belegte eine böse Hexe sechs Prinzessinnen mit einem Fluch, den sie nur durch das Lösen eines Rätsels zu brechen vermochten. Nun endlich wähnen sich die Schwestern in Sicherheit und feiern zusammen das Fest der Liebe. Aber ausgerechnet am Weihnachtsabend holen sie die Schatten der Vergangenheit wieder ein.

Denn die jüngste Prinzessin Valyra findet unter dem Tannenbaum ein Geschenk, das ihre Welt erneut in Dunkelheit stürzt: ein Nussknacker, der zum Leben erwacht.
(Quelle: Sternensand Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannender letzte Band der „Sechs-Prinzessinnen-Reihe“. Die Autorin hat in diesem Band das Märchen „Der Nussknacker“ sehr schön in Szene gesetzt. Der Schreibstil und die verschiedenen Erzählstränge haben mir sehr gut gefallen. Die Protas aus den Vorbänden zeigen in diesem Band neue und sehr spannende Eigenschaften. Die Charaktere haben sich sehr sympathisch weiterentwickelt und zeigen die Prinzessinnen sehr erwachsen. Sehr schön fand ich wie die Autorin den Zusammenhalt und das Miteinander ihrer Protas gestaltet hat. Für mich war in diesem Band vor allem die Vergangenheit von Ranja sehr präsent. Sie zeigt uns sehr schön die Gründe warum Ranja so ist wie sie ist. Die gesamte Story ist sehr spannend und hat einen sehr straffen Spannungsbogen. Die verschiedenen Handlungsschauplätze machen die Geschichte sehr spannend. Ich fand es toll wie die Autorin die Prinzessinnen paarweise ins Abenteuer geschickt hat. Das letzte Drittel ist sehr actionreich und konnte mich öfters überraschen. Das Zusammenziehen der verschiedenen Stränge ist der Autorin sehr gut gelungen. Das Ende hat es wirklich in sich. Ich habe lange mit den Protas mitgefiebert und bin sehr froh über das von der Autorin gewählte Ende.

Mein Fazit:
Wundervolle Märchenadaption zu „Der Nussknacker“. Diese Geschichte ist sehr spannend. Ganz besonders die Figur von Ranja wird in diesem Band eingehender unter die Lupe genommen. Dieses Buch ist eine würdiger Abschluss der „Sechs Prinzessinnen Reihe“.

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Rezensionen von bibuschka:

Ein erfrischender Roman über Selbstfindung

Die Stille der Savanne von Heike Franke

Der Roman "Die Stille der Savanne" von Heike Franke handelt von einer Frau, deren Leben dadurch aus den Fugen gerät, dass ihre Partnerschaft zerbricht. Nach Irrungen und Wirrungen begibt sie sich auf eine Reise nach Kenia und findet in der Savanne Afrikas nicht nur die Big Five, sondern auch zu sich selbst zurück.

Die Geschichte thematisiert Verlust und Selbstfindung, Familienkonflike vor kenianischer Kulisse.

Mein Fazit: Dieser Roman hat mir alles geboten, was ich liebe. Nicht grundlos habe ich das Buch innerhalb von vier Wochen gleich zweimal gelesen. Neben dem erfrischend detailverliebten Schreibstil, fand ich es außergewöhnlich, dass ich mich bereits nach 3 Sätzen mitten in der Geschichte wiederfand, so dass für mich das "Aufwärm-Lesen" komplett entfiel. Desweiteren fand ich es sehr beeindruckend, wie es der Autorin gelang, die afrikanische Kulisse in meinem Kopf zu erschaffen. Die Geschichte selbst liest sich trotz der Detailtiefe flott und flüssig. Alle Charaktere sind dreidimensional und frei von Klischees. Ganz besonders beeindruckend fand ich den unverklärten Blick der Autorin auf Kenia. So wurde hier weder das bruchfreie Paradies dargestellt, noch mit westlicher Arroganz auf Missstände hingewiesen. Ich fand die Beschreibungen sehr autentisch, was mir ausnehmend gut gefallen hat.
Insgesamt verdiente 5 Sterne von mir. Absolute Leseempfehlung an alle Belletristik-Liebhaber.

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Rezensionen von Lilli33:

Wunderschön

Sweet Sorrow von Nicholls David

Inhalt:
Nach seinem Schulabschluss hängt der sechzehnjährige Charlie Lewis ziemlich in der Luft. Die Prüfungen hat er vermasselt, seine Mutter ist mit Charlies Schwester ausgezogen - er selbst muss beim depressiven und alkoholkranken Vater wohnen bleiben. Die Zukunftsperspektive ist eher trostlos.

Da stolpert Charlie quasi mitten in die Proben zu einem Theaterstück, ausgerechnet Shakespeares „Romeo und Julia“. Und die Julia alias Fran Fisher hat es ihm sofort angetan. Ehe er sich’s versieht, hat er selbst auch eine Rolle in dem Stück, obwohl ihm das Schauspielern gar nicht liegt.

Charlie erlebt einen Sommer der extremen Gefühle. Zwischen Sorgen um seinen Vater und seine eigene Zukunft und seinen jugendlich-stürmischen Gefühlen für die charismatische Fran reift der Junge zum Mann …

Meine Meinung:
Ein ganz wunderbares Buch! Für mich war es das bisher beste Buch des Autors. Ich ließ mich gern von ihm verzaubern und ganz tief in diese wahnsinnig tiefgründige und authentische Liebesgeschichte hineinziehen. Es ist aber nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern viel mehr: ein Familiendrama, eine Geschichte über das Erwachsenwerden, eine Geschichte über Freundschaft, Verlust und Vertrauen. Ich habe jede Seite davon genossen und war an manchen Stellen sogar zu Tränen gerührt, obwohl es gar nicht so furchtbar traurig ist.

David Nicholls beobachtet ganz genau und erzählt sehr detailliert. Dadurch kann man sich gut in die Protagonisten einfühlen. Wie Charlie seine erste große Liebe erlebt, kam mir total realistisch vor - vieles war bei mir damals ganz ähnlich. Ich fand es toll, wie viel Zeit Nicholls den Figuren lässt, um sich zu finden. Hier wird nichts übereilt, ein Schritt folgt auf den anderen, begleitet von Selbstzweifeln und Sehnsüchten. Charlie tut sich schwer, sich Fran zu offenbaren, hat er doch das Gefühl, dass sie in einer ganz anderen Liga spielt. So dauert es viele lustige und traurige, stürmische und ruhige, peinliche und rührende Szenen, bis aus Charlie und Fran ein Paar wird.

Und nebenbei geht das Leben weiter. Charlies nicht mehr intakte Familie macht ihm schwer zu schaffen, auch Geldsorgen erleichtern den Alltag nicht gerade. Doch durch Fran und seine anderen neuen Freunde von der Theatertruppe kann Charlie sich weiterentwickeln und lernen, mit seiner misslichen Situation besser umzugehen.

Mich hat dieser Roman rundum begeistert und ich bin ganz traurig, dass er schon zu Ende ist. Ich bin aber sicher, dass er noch lange nachhallen und mich beschäftigen wird.

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Rezensionen von Meli:

Lieber betrügen, als eine Lüge zuzugeben?!

Never Too Close von Morgane Moncomble

Die Freundschaft von Violette und Loan ist sehr innig. Sehr. Man nenne mich von mir aus verklemmt oder altmodisch, aber wenn mein Freund sich so mit seiner besten Freundin verhalten würde, fände ich das alles andere als normal. Sie schlafen in einem Bett, kuscheln, reden über alles ... Gleichzeitig reden sie über sehr vieles gar nicht, zum Beispiel über ihre Familie.

Ihre Familiengeheimnisse sind natürlich auch sehr dramatisch, ist ja klar.

Violette ist dabei, sich in einen anderen zu verlieben und das wirkt auch vollkommen überzeugend, sodass ich mir am Anfang schon gewünscht habe, dass das funktioniert (bevor sich der Typ als arrogant und engstirnig entpuppt hat). Sie wünscht sich gar keine Beziehung mit Loan, sondern mit diesem Kerl. Und obwohl sie eigentlich so selbstbewusst ist, hat sie das Gefühl, sie müsse sich nach seinen Wünschen verbiegen, was ich sehr schade fand.

Dann kommt diese Jungfräulichkeit-Loswerden-Sache. Violette will vor ihrem neuen Freund Clément nicht zugeben, dass sie noch Jungfrau ist und muss daher fix dieses Problem beseitigen, bevor sie irgendwann mit ihm schläft. Es ist doch viel besser, ihn mal eben zu betrügen und mit dem besten Freund zu schlafen, oder? Der wird sowieso schon verdächtigt und Clément fühlt sich etwas unwohl mit der innigen Beziehung der beiden, aber das ist trotzdem besser, als eine Lüge zuzugeben, oder? NEIN, VERDAMMT. Vielleicht hat sie unterbewusst einfach nach einer Ausrede gesucht, mit ihrem besten Freund Loan zu schlafen, aber das ist so furchtbar unlogisch, dass ich sie nicht mehr ernstnehmen konnte.

Nachdem der Damm einmal gebrochen ist, ist die Freundschaft zwischen Violette und Loan nicht mehr die Gleiche. Man kann die Anziehung zwischen den beiden sehr gut spüren. Nach dem ganzen unlogischen Blödsinn konnte ich es aber nicht mehr genießen. Eigentlich fand ich nichts an dem Buch wirklich großartig und der Grund, aus dem Violette mit Loan geschlafen hat, hat mich so furchtbar aufgeregt.

Fazit
"Never Too Close" hat zwar einen angenehmen Schreibstil, aber die Beziehung zwischen Loan und Violette konnte mich nicht wirklich überzeugen. Als Freunde waren sie zu eng und der Beginn ihrer Liebesgeschichte war mir zu blöd.

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