Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pink Anemone:
Gamebook-Dystopie mit toller Noir-Atmosphäre und starker Protagonistin
Somorra - Stadt der Lüge von Christian Sußner; Florian Sußner
"Wie beschreibt man ein Stadtviertel, in dem sich die Skrupellosigkeit der Vergangenheit mit der Korruption der Gegenwart zur strahlenden Zukunft des Verbrechens vereinen? Wie beschreibt man ein Stadtviertel, in dem der Mörtel der Wände mit Blut angerührt, die Wände der Häuser mit Gold tapeziert und die Häuser mit Schindeln aus Wahnsinn gedeckt sind?"
(S.
418)
Ich liebe Gamebooks und habe schon einige durchgedaddelt. Bisher jedoch nur solche aus dem Fantasy- und Sword & Sorcery-Bereich. Dieses war sozusagen mein erstes dystopisches Urban-Fantasy-Gamebook und auch mein erstes, bei dem man in eine weibliche Hauptrolle schlüpft.
Hier befindet man sich in einer dystopischen Welt im Jahre 158 n. S., genauer gesagt in der Stadt Somorra. Diese ist in vier Vierteln aufgeteilt, ist von Düsternis geprägt und wird von drei Bevölkerungsgruppen bewohnt. Eine davon werden die "Denkwürdigen" genannt. Hybriden, welche zwar Menschen jedoch auf mehr oder weniger grauenhafte Art verändert sind.
Somorra ist ein Überwachungsstaat und es herrschen Diktatur, Korruption und Skrupellosigkeit. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist gewaltig und das organisierte Verbrechen hat Hochkonjunktur.
Es vergeht kein Tag, an dem nicht jeamnd ermordet wird oder spurlos verschwindet.
Dies ist Somorra und in dieser Stadt muss man sich durchkämpfen - vor allem, wenn man zu den Guten gehört.
Man schlüpft in die Rolle einer 24-jährigen Polizistin und man ist in Somorra aufgewachsen. Trotz diverser Schicksalsschläge hat man sich den Idealismus bewahrt, kämpft gegen Hoffnungslosigkeit und für die Gerechtigkeit.
In einer Stadt wie Somorra ist dies alles andere als ein einfaches Unterfangen und man steht immer mit einem Bein in seinem eigenen Grab, ist nie weit davon entfernt in dieses zu fallen oder in der Versenkung zu verschwinden, was meist ein und dasselbe ist.
Zu Beginn sollte man sich auf jeden Fall durch die Stadtbeschreibungen und den Anhang lesen, welche interessante Informationen zur Geschichte, Politik und Volkssagen dieser Stadt enthält. Dies stimmt einen auf wunderbare Weise auf die ganz eigene Atmosphäre ein, welche Somorra umgibt. Danach kam bei mir der Steckbrief über "mich" dran, der einem sehr gut nahe bringt, in welche Rolle man schlüpft.
Die Regeln sind denkbar einfach und schnell verinnerlicht. Hier kann man auch entscheiden auf welcher Schwierigkeitsstufe man spielen möchte.
Als "Grünschnabel" stirbt man zwar, muss jedoch nicht wieder vom Anfang beginnen, sondern springt einfach zurück. Das Spiel wird hier also quasi "gespeichert", während man im Spielmodus "Teufelskerl" ohne Spielspeicherung durch die Story daddelt. Ich habe mich natürlich für "Teufelskerl" entschieden, denn - No risk, no fun!
Übrigens benötigt man bei diesem Spiel keine Würfel, sondern nur einen Bleistift und Radiergummi.
"Irgendwas nagt an deinem Bewusstsein, irgendwas ruft nach deiner Aufmerksamkeit. Dir ist, als würde dir etwas fehlen, etwas Lebenswichtiges, wie die Luft zum Atmen. Dein ganzes Dasein in all seiner Hoffnungslosigkeit drängt sich nun in dein Bewusstsein, der Kampf gegen Ungerechtigkeit und Bestechlichkeit."
(S. 188)
Und so stürzte ich mich als knackige 24-jährige ins Somorra-Abenteuer, um gegen die Ungerechtigkeit und Korruption des Systems zu kämpfen und mehr über meinen Vater zu erfahren.
Doch man hat hier nicht nur gegen korrupte Bullen und machtgeile Geldsäcke zu kämpfen, sondern auch gegen die eigene Drogensucht. Diese hat man sich eingefangen, als man eine Spritze mit Somorras Superdroge "Somorin" ins Bein gerammt bekommen hat und diese droht einem hin und wieder zu überrollen.
Man kämpft also gleich an zwei Fronten und dies auf äußerst spannende Art und Weise.
Je nachdem wie man sich entscheidet kämpft man alleine oder geht einen Pakt mit einem Unterweltboss ein, ebenso trifft man auf skurrile und furchteinflößende Figuren. Welchen Weg man beschreitet hängt ganz alleine von den Entscheidungen ab.
Manchmal wird für bestimmte Aufgaben ein Zeitlimit gestellt, wobei jede Aktion Zeit kostet, daher muss man auch hier weise entscheiden.
Weiters kann man mit der U-Bahn von Stadtviertel zu Stadtviertel fahren und so Somorra erkunden, sofern man genügend Zeit hat.
Wenn einem die Drogensucht packt, wird man in ein surreales Setting katapultiert, welches von einer psychedelisch angehauchten Atmosphäre bestimmt ist. Dort werden einem dann knifflige Rätsel gestellt, welche man lösen muss, um nicht von der Drogensucht übermannt zu werden.
Man kann hier also auf zwei Arten sterben - entweder als Drogentote, welche die Drogenhölle nicht überlebt hat, oder auf den Straßen von Samorra beim Kampf gegen das System.
"Gelingt es dir nicht ein Heilmittel zu finden, wird die Sucht dich schließlich besiegen. Die drohende Sucht wird sich immer wieder mit Suchtschüben melden, und zwar in Form des Zirkuszauberers, einer geheimnisvollen Kreatur aus den Legenden Somorras, die dich mit in die fortlaufenden Kreise der Hölle der Drogensucht nimmt."
(S. 413)
Der Schreibstil ist einfach gehalten und flüssig und es umweht einem eine dystopische Noir-Atmosphäre.
Hin und wieder kann man dabei auch stimmungsvolle Illustrationen entdecken, welche an Retro-Comics erinnern. Von diesen hätte ich mir mehr gewünscht, da diese einen ganz eigenen Flair in die Geschichte bringen.
Aufgrund der weiblichen Protagonistin, wird dieses Gamebook auch das weibliche Publikum ansprechen. Ein weiterer Pluspunkt ist die bereits erwähnte düstere Noir-Atmosphäre, die LeserInnen ansprechen könnte, welche mit High Fantasy und Sword & Sorcery so gar nichts anfangen können. Zudem eignet sich dieses Spielbuch hervorragend für diejenigen, welche in die Gamebook-Welt erstmal hineinschnuppern wollen und für Anfänger.
"All die Geräte und Laborutensilien, die Monitore und die Kanister in diesem Raum, selbst die Wände und der Boden, sind von einer Masse aus hellem, pulsierenden Fleisch bedeckt, das sich wie Efeu verbreitet hat und an den Wänden hochgewachsen ist. Wie ein Meer aus Muskelsträngen, Haut und Gewebe scheint das alles ein einziges lebendes Wesen zu sein, das schwerfällig Luft einzieht."
(S. 29)
Fazit:
Ich hatte beim Lesen und Spielen durchaus meinen Spaß und die Story selbst war äußerst spannend zu verfolgen. Vor allem die Noir-Atmosphäre, welche an Sin-City erinnert (das Cover ist also nicht ganz zufällig so gewählt), fand ich gelungen und konnte mich begeistern.
Völlig neue Ansätze, wie z.B. dass man sein Leben nicht nur im Kampf verlieren kann, sondern auch gegen die Drogensucht kämpft und hierbei ebenso den Löffel abgeben kann, fand ich gelungen und sehr erfrischend.
Ich persönlich vermisste jedoch so ein bisschen die Herausforderung und Komplexität, wobei ich hinzufügen muss, dass ich bezüglich Gamebooks schon sehr verwöhnt bin und mich eher komplexere Spielbücher ansprechen. Mir fehlte hier das Sammeln von Equip und Waffen, ein Kampfsystem und auch das Spiel mit den Würfeln.
Dieses Spielbuch habe ich innerhalb eines Tages durchgespielt, bin nur einmal verreckt und konnte im zweiten Anlauf gleich zwei Erfolge erzielen, das korrupte System stürzen und hatte am Ende sogar den Titel "Superbulle". Dies alles ohne Geld in der Tasche und ohne jemals an eine Waffe gekommen zu sein. Kurz gesagt - mir war es zu simpel.
Alte Gambook-"Hasen" könnten sich hier also etwas unterfordert fühlen. Für Einsteiger und Anfänger ist es jedoch das ideale Gamebook, welches mit einer stimmungsvollen Noir-Atmosphäre und einer starken Protagonistin punkten kann.
© Pink Anemone (inkl. Leseprobe, vielen Bildern und Book-Soundtrack)
Rezensionen von BarbaraM:
Abenteuer, Winterzauber und ganz viel Pferdeliebe
Wolfspferd von Sabine Giebken
Tala träumt von mehr als nur die Erwartungen ihres Vaters im Hinblick auf ihre Mädchen- und Frauenrolle zu erfüllen. Gerne würde sie die ganze Zeit mit ihrer geliebten Albinostute Saphira durch die Wälder ziehen, aber sie hat eben ihre Rolle zu erfüllen. Auch Saphira wird vom Leithengst immer wieder in ihre Schranken verwiesen.
Tala und Saphira teilen also ihr Schicksal. Doch eines Tages sind das Mädchen und ihre Stute plötzlich die einzige Hoffnung für das Überleben des Stammes, denn das Lager wurde von Räubern überfallen und vollkommen zerstört. Tala und Saphira stellen sich der Herausforderung und ein großartiges Abenteuer beginnt.
Mit ihrem Buch „Wolfspferd“ ist Sabine Giebken ein abenteuerlustiges, spannendes und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Verlag Schneiderbuch erschienen ist und 224 Seiten umfasst.
Das Buch einfach und flüssig zu lesen und es packt einen von der ersten Seite an. Wir haben Tala und Saphira sofort in unser Herz geschlossen und die Landschaft, in der die Geschichte spielt ist einfach traumhaft beschrieben - der viele Schnee, die Kälte – wir konnten uns alles sehr gut vorstellen.
Prima haben uns die feinfühligen Schilderungen über die Freundschaft zwischen Tala und Saphira gefallen. Sie verbindet ein ähnliches Schicksal, denn sie wollen zeigen, das mehr und auch anderes in ihnen steckt, als andere von ihnen erwarten.
Ein bisschen enttäuscht waren wir leider von dem schnellen Ende.
Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 10 Jahren, die ein spannendes und pferdeverliebtes Abenteuer vor einer zauberhaften Winterkulisse erleben wollen.
Rezensionen von Harakiri:
weniger Lokalkolorit als sonst
Hättest du geschwiegen von Mischke Susanne
Als die Leiche des Journalisten Markstein in Hannover gefunden wird, ist ganz schön was los in der Abteilung für Gewaltverbrechen und für Kommissar Völxen und sein Team. Denn Markstein hatte seine Nase in quasi allem: Russenmafia, Drogengeschäfte, Prostitution… Völxen muss einigen Spuren folgen, bis er endlich die richtige findet.
Ich habe mich sehr über die Fortsetzung einer meiner Lieblingskrimireihen gefreut. Völxen und sein Team mag ich schon vom ersten Band an und finde es schade, dass Jule nicht mehr in der ersten Reihe mitmischt. Allerdings webt Mischke, und das rechne ich ihr mehr als hoch an, Jules Anwesenheit gelungen in diesem Krimi unter, so dass mir fast nichts gefehlt hat. Außer ein paar Schafswitze. Die kamen leider etwas kurz.
Der Fall ist logisch aufgebaut und wird strukturiert gelöst. Stein für Stein setzt Völxen das Mosaik zusammen und wird dabei noch durch einen Nebenschauplatz abgelenkt: jemand kann den Tod eines Mädchens nicht verkraften und sinnt auf Rache. So kommt auch Kommissar Rauxel ein wenig mehr Raum zu, denn der löst quasi im Vorbeigehen einen Teil des Rätsels, was mich sehr gefreut hat, weil er bisher immer etwas stiefmütterlich behandelt wurde.
Mischkes Charaktere muss man einfach mögen. Sie sind lebensecht und sympathisch, haben Tiefgang und machen für mich einen sehr großen Reiz in der Krimireihe aus. Die Krimihandlung war dieses Mal ein wenig überzogen, hier wünsche ich mir für den nächsten Band wieder etwas mehr Lokalkolorit. Sehr schön ist auch der Humor von Mischke: wie Fernando das Problem mit der neuen Veggie-Bar gegenüber löst – darüber musste ich schon sehr schmunzeln.
Fazit: Mischke lese ich immer wieder sehr gerne.
Rezensionen von Caroline :
Zurück in Vermont
True North - Kein Für immer ohne dich von Sarina Bowen
Zara ist allein erziehende Mutter einer 15 Monate alten Tochter. Das Mädchen Nicole ist einer heißen Sommeraffäre entsprungen. Leider weiß Zara nicht allzu viel über den Vater, nur dass er Dave B. heißt und in New York wohnt. Anfangs war es für sein Schock, aber nun ist sie davon überzeugt, dass Nicole ihrem Leben nicht nur einen Sinn gibt, sondern ihr auch Ziele für die Zukunft zeigt.
Niemals hätte sie damit gerechnet, dass Dave plötzlich in ihrem Cafe steht. Überwältigt von seinem Auftauchen und der immer noch bestehenden Anziehungskraft, läuft sie davon. Als Dave sie sucht, erzählt sie ihm sofort von ihrer/seiner Tochter. Diese Überraschung muss er erst verkraften, denn in seinem Leben ist eigentlich für eine Familie weder Platz noch Zeit. Sein Karriere in einem Profi NHL Team befindet sich auf einem Wendepunkt und er wollte den Urlaub nutzen, um über seine weitere Vorgehensweise nachzudenken.
Auf einmal ist alles anders. Zara weiß nicht, wie sie mit Dave, dem Vater ihres Kindes umgehen soll. Welchen Platz wird er in ihrem Leben einnehmen?
Wie hat es mir gefallen?
Lange hat es gedauert, bis ich bei dieser Reihe weitergelesen habe. Ich kann gar nicht genau erklären, warum, denn ich mochte die ersten drei Teile unheimlich gerne. Nun war es aber endlich soweit, um nach Vermont zurückzukehren.
Mich begeistert es immer bekannte Schauplätze wiederzuentdecken. Dieses wunderschöne Stückchen Erde in den USA ist auch in Wirklichkeit eine Reise wert.
Ich habe mich auf sofort wieder heimisch gefühlt nach ein paar Seiten. Da ich auf Zaras Geschichte total gespannt war, konnte ich mich gleich erinnern, wer sie war. Am Beginn des Buches gibt es einen heißen Rückblick, wie Zara und Dave sich kennen lernen. Beide wollen keine Beziehung sondern Spaß mit einem Ablaufdatum.
Als Zara merkt, dass sie schwanger ist, akzeptiert sie recht schnell die neue Lage. Ihre tatkräftige und natürliche Art hat mich beeindruckt. Sie hängt nicht irgendwelchen sinnlosen Träumen nach, sondern passt sich den Gegebenheiten an.
Als charmanter Flirt konnte Dave gleich punkten. Seine überraschende Rückkehr verändert natürlich alles. Seine Skepsis sich selbst gegenüber fand ich in seiner Lage überzeugend. Von einem Tag auf den anderen Vater zu sein, erschreckt ihn. Erst langsam gewöhnt er sich an seine neue Rolle. Für mich sehr realistisch.
Sarina Bowen schreibt Wohlfühlgeschichten. Bei ihr gibt es nicht zuviel Drama. Gerade dieses Mal hat sie es geschafft, ihre Figuren glaubwürdig zu beschreiben, mit realen Ängsten und Hoffnungen. Menschen, die versuchen das Richtige zu tun und manchmal daran auch scheitern.
Teil 5 liegt schon bei mir und Ende Januar 2020 erscheint Teil 6.
Rezensionen von heinoko:
Mitreißend geschrieben
Die schöne Tote von Christi Daugherty
Ein Thriller, der mit durchgängiger Spannung und einer fesselnden Erzählweise überzeugt.
Die Polizeireporterin Harper McClain hatte sich in der Vergangenheit die Abneigung der Polizei von Savannah zugezogen, weil sie ihren früheren Vorgesetzten als Mörder enttarnt hatte. So ist sie bis heute allerlei Schikanen ausgesetzt und kann nur unter Schwierigkeiten ihrem Job gerecht werden.
Eines Abends hält sie sich bei ihrer Freundin Bonnie in einer Innenstadt-Bar auf. Auf dem Heimweg entdecken die beiden mit Entsetzen, dass Naomi, bildhübsche, allseits beliebte Studentin und Kollegin von Bonnie, mitten auf der Straße erschossen worden war. Die Polizei ist sich sehr schnell sicher, dass der Täter Naomis Freund ist. Doch sowohl Harper als auch der Vater von Naomi bezweifeln dies. Und so begibt sich Harper auf die Suche nach der Wahrheit….
Absolut positiv fiel mir als erstes die Erzählweise von Christi Daugherty auf. Da gibt es kein ewiges Vor und Zurück, kein Springen zwischen Örtlichkeiten und Zeiten. Sie erzählt folgerichtig, logisch, lebendig, mit genau dem richtigen Maß an Details und lebensecht wirkenden Dialogen. So überlässt sie damit den Leser ganz direkt der Handlung, die sich ohne Schnörkel in einer permanenten Spannung aufbaut. Der Leser muss sich nicht mühsam alle paar Seiten neu orientieren. Eine Wohltat! Harper als Polizeireporterin ist eine ungewöhnliche Hauptperson, da ihre Ermittlungsmöglichkeiten als Reporterin natürlich begrenzt sind, umso mehr als sie bei der Polizei aufgrund der Vorgeschichte immer wieder gegen verschlossene Türen rennt. Doch dies ist ein geschickter Schachzug der Autorin, denn genau dadurch geht der Leser Schritt für Schritt mit durch die einzelnen Ermittlungsfortschritte, teils mit überraschenden Wendungen. Die Autorin lässt einige Handlungsstränge offen, sodass man über das vorliegende Buch hinaus neugierig bleibt. Man empfindet viel Sympathie für Harper, da sie empfindsam ist, dabei auch impulsiv und spontan. Dass es eine rätselhafte Geschichte um die Ermordung ihrer eigenen Mutter gibt, macht ihre Persönlichkeit zusätzlich psychologisch verständlicher.
Fazit: Ein mitreißender, lebendig und spannend geschriebener Thriller und bestimmt nicht mein letztes Buch von Christi Daugherty.
Rezensionen von Vicky:
Geister sind wie eine Schachtel Pralinen
Die schöne Tote von Christi Daugherty
‘Vollmondnächte‘ ist ein Fantasy-Roman einer neuen vielversprechenden Fantasy-Reihe und bildet den dritten Band der Reihe ‘Die Totenbändiger‘ der Autorin Nadine Erdmann. Das Cover ist schaurig aber zugleich auch sehr interessant gestaltet. Es wirkt durch die Farbwahl zwar sehr düster aber dennoch gefällt es mir gut und es passt ausgezeichnet zu den anderen Bänden der Reihe, der Wiedererkennungswert ist dadurch auf jeden Fall auch gegeben.
Die Geschichte umfasst einen Abschnitt ‚Was bisher geschah‘, zweiundzwanzig Kapitel sowie eine Vorschau auf den nächsten Teil. Ich fand es gut dass die Ereignisse aus Band eins und zwei nochmal kurz in Erinnerung gerufen wurden und dadurch der Einstieg sehr leicht fiel.
Ich war wieder von Anfang an von der Geschichte begeistert und von der ersten Seite an gefangen genommen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, die Seiten fliegen nur so dahin und ehe man sich’s versieht hat man bereits das Ende erreicht und man ist leider auf der letzten Seite angekommen.
Ich bin von der Welt, mit den Geistern und den Totenbändigern, die Nadine Erdmann hier geschaffen hat nach wie vor sehr begeistert. Man darf hier alle etwas besser kennenlernen. Die Figuren sind interessant und an Humor fehlt es hier definitiv nicht! Ich sehe hier noch sehr viel Potenzial für viele weitere Bände.
Fazit: Nadine Erdmann überzeugt mit einem angenehmen und mitreißenden Schreibstil, Die Mischung aus Fantasy und Humor gefällt mir sehr gut. Ich bin bereits auf die nächsten Bände gespannt und meine Befürchtung, dass dieses Reihe süchtig macht, hat sich mittlerweile bestätigt! Ich kann den nächsten Band nicht erwarten und würde am liebsten sofort weiterlesen.
Ich werde die Serie 'Die Totenbändiger‘ auf jeden Fall im Auge behalten.
Rezensionen von Sorko:
Das Attentat von Sarajevo
Der Attentäter von Schiewe Ulf
Ein historischer Thriller, den man lesen sollte. Denn ein bedeutsames Ereignis unserer Geschichte wird hier von Ulf Schiewe lebendig und spannend in Szene gesetzt. Das Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo.
Beleuchtet werden die Geschehnisse in der letzten Woche vor dem Attentat aus unterschiedlichen Perspektiven.
Zum einen aus Sicht der Attentäter, drei junge Männer, erst 19 Jahre alt, die alle an Tuberkulose erkrankt sind, und die bereit sind sich mit ihrer Tat zu opfern. Nicht alles verläuft so glatt, wie sie es geplant hatten. In den letzten Tagen vor der Tat kommen auch Zweifel auf, ob das alles so richtig ist.
Die zweite Perspektive ist die Sichtweise des Thronfolgers und seiner Frau. Der Autor gewährt Einblicke in die familiären Verhältnisse der Hoheiten und in ihre jeweiligen Eigenheiten. Teilweise recht vergnüglich zu lesen, aber immer mit einem gewissen Grausen im Hinterkopf, da man das Ende des Paares ja kennt.
Eine weitere Perspektive kommt hinzu, und hier verknüpft Ulf Schiewe die realen Ereignisse mit einer fiktiven Geschichte. Das geschieht nach meiner Ansicht sehr geschickt und belebt diesen Roman ungemein. Die Geheimdienstmitarbeiter Markovic und Simon ermitteln, weil es Hinweise gibt, die auf ein mögliches Attentat hindeuten. Das tun sie sehr geschickt, und man kann durchaus den Eindruck gewinnen, das die Ermittler die Tat vielleicht doch noch verhindern können. Eine wichtige Rolle spielt auch die fiktive Bordellbesitzerin Svetlana, doch ich will hier nicht zu viel verraten.
Relativ kurze Kapitel sorgen für Spannung. Die Kapitel werden zum Ende hin immer kürzer, was aber die Spannung nur noch steigert. Einige Zeitungsartikel aus der damaligen Presse werden zitiert, was recht informativ ist. Die Fakten um das Attentat sind gut herausgearbeitet. Das Buch ist sehr gut geschrieben, man wird zum eigenen Recherchieren angeregt. Ich konnte dadurch noch eine ganze Menge dazulernen. So wünscht man sich einen gelungenen Geschichtsunterricht. Großartig, unbedingte Leseempfehlung!
Rezensionen von spozal89:
ok, mehr aber auch nicht
Sweet Sorrow von David Nicholls
Klappentext:
Manches im Leben strahlt so hell, dass es erst aus der Entfernung wirklich gesehen werden kann. Die erste große Liebe ist so eine Sache, die immer noch leuchtet, auch wenn sie längst verglüht ist. Und jeder ist der Hauptdarsteller dieser Geschichte im Leben. Auch Charlie Lewis. Nichts an ihm ist ansonsten besonders.
Er sieht durchschnittlich aus, seine Noten sind in Ordnung, selbst die Scheidung seiner Eltern ist nur normal unglücklich. Dann begegnet er Fran Fisher, und seine Welt steht Kopf. Plötzlich findet er sich mittendrin in der ältesten und immer neuen Geschichte: die erste große Liebe. Und zwar recht wörtlich, denn Fran macht zur Bedingung für weitere Treffen, dass er sich mit ihr einer Laientheatergruppe anschließt, Romeo und Julia, was sonst. In den langen, hellen Nächten des Sommers nach dem Schulabschluss macht Charlie die schönsten, peinlichsten, aufregendsten und unvergesslichsten Erfahrungen seines Lebens. Und steht dann zwanzig Jahre später vor der Frage, ob er sich traut, seine erste große Liebe wieder zutreffen. Ein heiter-melancholischer Roman über die Zeit im Leben, die so prägend ist wie kaum eine andere – und eine Feier des Lebensgefühls dieser Jahre.
Vom Autor David Nicholls kannte ich bisher tatsächlich noch nichts, aber da ich nur positives gehört habe und ich meine, dass auch schon ein Buch von ihm verfilmt wurde, war ich sehr gespannt auf diese Geschichte. Der Schreibstil hat mich jetzt nicht von jetzt auf gleich gepackt. Ich hab tatsächlich ewig gebraucht in die Story zu kommen und wenn das bei einem Buch passiert, dann tut sich das Buch meist schwer bei mir zu punkten. Zwar war die Liebesgeschichte ganz nett zu lesen, aber richtig vom Hocker hat es mich jetzt auch nicht gehauen. Toll fand ich das die Geschichte aus Charlies Perspektive erzählt wird. Mal was anderes, aus der Sicht eines männlichen Protas. Hier und da felte mir auch ein wenig Tiefgang und wie gesagt kam ich deswegen auch nur sehr mühsam voran.
Den Hype um das Buch verstehe ich nicht so ganz. Die Geschichte war ok in meinen Augen, mehr aber auch nicht. Ob ich es weiter empfehlen würde bezweifle ich.
Rezensionen von spozal89:
netter Reihenauftakt um drei Brüder
Flirting with Fire von Piper Rayne
Klappentext:
Eigentlich wollte ich gar nicht an dem Ehemaligentreffen meiner Highschool teilnehmen, doch meine Freundinnen haben mich überredet. Sie waren es auch, die bei der Bachelor-Versteigerung in meinem Namen auf ein Date mit meinem ehemaligen Highschoolschwarm geboten haben. Ja, richtig gehört, selbst als ich „Fatty Maddie“ genannt wurde, stand ich auf den Quarterback unseres Footballteams.
Nicht, dass er mich jemals beachtet hätte. Inzwischen verdient Mauro Bianco sein Geld im Kampf gegen das Feuer, aber wenn ich an ihn denke, steht mein Herz noch immer in Flammen. Ein Date, das ist alles, was ich versprochen habe. Nur ein paar Stunden, dann kann ich ihn wieder in der alten Schuhschachtel verstauen, die ganz hinten in meinem Schrank steht.
Doch wie immer hat das Universum andere Pläne. Niemals hätte ich gedacht, dass Mauro innerhalb weniger Tage von meinem Highschoolschwarm zu meinem Geschäftspartner werden würde. Und auch nicht, dass die Vergangenheit uns so schnell einholt …
Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich anhand des Covers und des Klappentextes dieses Buch eigentlich nicht lesen wollte, weil ich mir dachte, es ist eh wieder so, wie viele andere Bücher auch. Aber dann hab ich doch die Leseprobe gelesen und ich muss sagen ich war wirklich positiv überrascht.
Obwohl die Geschichte vorhersehbar und ein wenig kitschig war, war sie dennoch gut zu lesen. Den Schreibstil mochte ich total, sehr angenehm und ich glaube auch deshalb lies sich das Buch so gut lesen. Maddie war mir von Beginn an sympathisch, weil sie eher eine Außenseiterrolle hatte und sie und Mauro, nach der Highschool Vergangenheit, sich eher nicht ausstehen konnten. Aber ich mochte es wie sie sich nach und nach einander annäherten, auch wenn mir klar war wie es enden wird. Hier und da hätte es mehr Potenzial gegeben die Geschichte abzurunden bzw. in die Tiefe zu gehen und ich fand es schade das es nicht ausgenutz wurde. Aber es folgen ja noch zwei weitere Bücher über Mauros Brüder und vielleicht reift die Story dann noch ein bisschen.
Für mich auf jeden Fall ein Überraschungsbuch und ich bin froh es gelesen zu haben. Die beiden Folgebände werde ich sicher auch lesen.
Rezensionen von inya:
Violet
Violet von Tracy Chevalier
Violet ist eine Frau von Mitte 30, die alleine in Winchester wohnt. Dort geht sie einen Beruf als Schreibkraft nach und kommt nur knapp über die Runden. Im ersten Weltkrieg hat sie ihren Bruder und ihren Verlobten verloren und sie konnte bis heute ihre Trauer nicht abgelegen. Nach dem Tod ihres Vaters, hält sie es nicht mehr alleine in dem Elternhaus mit ihrer Mutter aus und flieht nach Winchester und versucht dort ein neues Leben zu beginnen und endlich auf eigenen Füßen zu stehen.
Sie geht in die Kathedrale von Winchester und findet dort das Stickprojekt für Kniekissen, bei dem sie echte Freundinnen findet und eine wahre Aufgabe. Gut finde ich an diesem Buch, dass es die harte Realität von ledigen Frauen in den 30ern in England schildert und man sich sehr gut in diese sehr prüde Zeit hineinversetzen kann. Leider ist das Buch dann doch an manchen Stellen etwas langatmig und langweilig, wenn man sich nicht gerade für das Glockenläuten in Kathedralen und Stickerei interessiert.










