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Rezensionen von Manfred Fürst:

’Special Agent‘ Atlee Pine rettet die Welt

Ausgezählt von Baldacci David

Allein die Informationen auf dem Buchumschlag außen und innen lassen auf uneingeschränktes Lesevergnügen schließen, auf einen Genussthriller oder auch Thrillergenuss.
Bereits das erste Kapitel mit der Beschreibung des härtesten Gefängnisses der USA, deren Insassen und der einzelgängerischen 36jährigen FBI-Agentin ’Special Agent‘ Atlee Pine lassen den Leser eine unerbittliche Wirklichkeit erahnen.

Sie ist auf der Suche nach Mercy, ihrer Zwillingsschwester, „Long Road To Mercy“ der englische Originaltitel. Atlee Pine glaubt, dass der Serienmörder Tor vor fast 30 Jahren ihre Schwester entführt und getötet hat.
Pine hat ein Tattoo „No Mercy“, klar ist, dass Mercy ihre Schwester gemeint ist, aber „no mercy“ heißt auch „Keine Gnade“ und könnte das Motto für Pine sein: Keine Gnade für den Entführer/Mörder ihrer Schwester und suchen bis sie ihn zur Strecke bringen kann.
Special Agent Pine sitzt in Arizona in einem EINMANN-Büro mit der Sekretärin Blum, ist für den Grand Canyon zuständig und wird deshalb zu einem aufgeschlitzten Maultier gerufen, den dazugehörigen Reiter/Mann kann die Polizei und Pine nicht finden. Der vermisste Mann war nicht der als den er sich ausgegeben hatte. Pins investigative Instinkte sind geweckt.
Nachdem Pines Auto mit zwei Männern an Bord von der Straße abgedrängt wurde, die beiden Männer von einem Army-Helikopter „abgeholt“ und Pine erst im Krankenhaus aufwacht startet sie ihre Recherche; doch die Unfallstelle wurde „aufgeräumt“. Pine wird in einen zweiwöchigen Urlaub geschickt, der Beginn ihres Roadtrips mit Blum in ihrem Ford Mustang an die Ostküste.
Von nun an befindet sich der Leser wie in einem langen schwarzen unbeleuchteten Tunnel, in dem nichts zu erkennen ist, außer kleinen Lichtpunkten, die sofort wieder erlöschen, doch wir tasten uns weiter (Leser sind neugierig). Russen, Koreaner, Chinesen und natürlich US-Amerikaner spielen mit im völlig undurchsichtige Politdrama. Einzig Pine ist die Fixgröße, die einer „riesige Verschwörung mit katastrophalen Schäden und globalen Konsequenzen“ auf der Spur ist. Ihrem Instinkt folgend traut sie niemandem.
Pine dachte an den Army-Hubschrauber, der in Arizona gelandet und wenige Minuten später mit den verletzten Priest-Brüdern an Bord weggeflogen war. Und an die beiden Russen in Ben Priests Haus. An die falschen Feds in Simon-Russells-Haus. Und schließlich an Sung Nam Chung, den Koreaner, der als Killer für wechselnde Auftraggeber tätig war. Falls tatsächlich jemand einen Staatsstreich plante, stellte sich die Frage, wer wann wo zuschlagen würde. Und für wen arbeitete Chung? (Seite 304)
Pine ist eine tödliche und Tod bringende Kampfmaschine für viele, die ihr gefährlich zu nahekommen. Sogar einem Muli wird der Bauch aufgeschlitzt.
Baldacci liebt als US-Amerikaner „seinen“ Grand Canyon voll Stolz. Die detaillierten Skizzen des Grand Canyons, der Seitencanyons, der Trails und der gesamten Infrastruktur, der Flora und Fauna bei Tag und Nacht sind sehr beeindruckend. Was könnte es spannenderes geben als in den Tiefen des Canyons bei Nacht auf unbekannten Pfaden allein zu durchforsten – auf der Suche nach der Atombombe – wissend, dass noch andere „dunkle“ Gestalten sich dort herumtreiben, von denen Atlee Pine nicht weis, ob sie Freunde oder Feinde sind.
Im finalen Showdown kann Pine die „Welt retten“, bekommt eine neue Büroeinrichtung was impliziert, dass sie ihren geliebten Job als Special Agent behalten kann – was sonst, kommt doch in Bälde „Atlee Pine #2.“

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Rezensionen von Manfred Fürst:

A chair is still a chair Even when there's no one sittin' there

Bugholz, vielschichtig - Thonet und das moderne Möbeldesign / Bentwood and Beyond - Thonet and Modern Furniture Design Zur Ausstellung im MAK, Wien. Gebunden. von Baldacci David

BUGHOLZ, VIELSCHICHTIG
Thonet und das moderne Möbeldesign
Mi, 18.12.2019–Mo, 13.04.2020
MAK – Museum für angewandte Kunst, Stubenring 5, 1010 Wien
Öffnungszeiten Museum: Di 10:00–21:00 Uhr, Mi–So 10:00–18:00 Uhr
Mo geschlossen

Anlässlich des 200-Jahr-Jubiläums des Unternehmens Thonet präsentiert das MAK eine große Ausstellung zu den Möbeln der Moderne, in der die charakteristischen Bugholzmöbel des weltbekannten Unternehmens in den Kontext zeitgenössischer technologischer, typologischer, ästhetischer und historischer Entwicklungen gestellt werden.

Die Bugholzsessel von Thonet werden dabei mit Stühlen aus Stahlrohr und Plastik ebenso konfrontiert wie mit klassischen Bürostühlen oder avantgardistischen Möbelexperimenten.
1842 zog der deutsche Tischler Michael Thonet nach Wien, um hier die von ihm entwickelten Bugholzmöbel zu perfektionieren und das größte Möbelimperium des 19. Jahrhunderts zu begründen. Mit dem ab 1859 produzierten Sessel Nr. 14 schuf die Firma Thonet nicht nur eines der bis heute meistverkaufte Möbelstücke der Welt, sondern auch einen unbestrittenen Klassiker des Designs. Die Ausstellung im MAK zeigt die zentrale Bedeutung der Firma Thonet für das Möbeldesign der Moderne und erzählt neben der Geschichte des Unternehmens auch die Entwicklungsschritte der Bugholz-Technologie von der handwerklichen Fertigung zur industriellen Serienproduktion.
Das MAK verwahrt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen an Bugholzmöbeln, die in der Ausstellung durch hervorragende internationale Leihgaben ergänzt werden. Die rund 240 Exponate werden dabei jeweils zu Vergleichen gruppiert, in denen sich mehrere Objekte gegenüberstehen. So werden nicht nur materialtechnologische Entwicklungsschritte, sondern auch typologische Parallelen und ikonografische Affinitäten sichtbar.
Die typische Ästhetik und die perfekte Form der Thonet-Möbel hat immer wieder auch als Inspirationsquelle für zeitgenössische KünstlerInnen gedient – in der Ausstellung sind etwa Werke von Birgit Jürgenssen, Bruno Gironcoli, Ineke Hans, Rolf Sachs, Uta Belina Waeger und Markus Wilfling zu sehen, die sich aus künstlerischer Perspektive mit den Bugholzmöbeln auseinandersetzen.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Tod eines Reporters

Hättest du geschwiegen von Mischke Susanne

Auf den neuen Band aus der Hannover Serie von Susanne Mischke habe ich gespannt gewartet. Gleich nach den ersten Seiten fühle ich mich wieder wie zu Besuch bei alten Bekannten. Das Team um Kommissar Völxen ist eine tolle Mischung, jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Bodo Markstein, der Reporter von der „Bild“ wurde erschlagen aufgefunden.

Auch wenn er allen Beamten gehörig auf die Nerven ging, sind sie doch von seinem Tod betroffen. Arbeitete er an einer heißen Story? – viel gibt ja das Hannover Umfeld nicht her, wenn man vom natürlichen Tod der Unterwelts- und Rotlichtgröße Hannes Piekenbrock absieht.

Was ich bei Mischkes Krimis so ganz besonders mag, ist die bodenständige Spannung, die aus der Ermittlungsarbeit entsteht. Das klingt alles ganz realistisch, wird aber immer effektvoll in Szene gesetzt. Dazu kommt die gelungene Mischung aus kleinen, wirklich witzigen Alltagsbegebenheiten, die den Krimi würzen. Wenn Kommissar Rodriguez zum Beispiel seiner Mutter beispringt, deren kleine spanische Tapasbar in das Visier von Radikalveganern und Tierschützern kommt. Was er da mit seiner Operation Schinken veranstaltet, ist schon ganz großes Kino.

Aber dabei wird die Krimihandlung nie aus den Augen verloren und die hat es in sich, ob Mord oder Russenmafia, Rotlichtgrößen oder Rocker. Völxen und sein Gruppe wird ganz schön auf Trab gehalten.

Eine größere Rolle darf diesmal Kommissarin Rifkin spielen, die für Jule Wedekin, die jetzt im LKA arbeitet, ins Team gekommen ist. Sie ist die ideale Partnerin für den immer noch machohaften Rodriguez. Erwin Raukel kann immer noch nicht an einem Kiosk vorbei gehen, ohne sich mit einem kleinen Schluck zu versorgen und bei Völxen ist die Sorge um seine Miniherde Schafe nicht weniger geworden, seit der Wolf auch nach Niedersachsen zurückgekehrt ist.

Man merkt schon, dass die Ermittler eine wichtige Rolle in diesem Kriminalroman spielen und das funktioniert bei Susanne Mischkes Erzählstil hervorragend.

Für alle Leser, die gerne richtig gute deutsche Krimis lesen und bei aller Spannung auch gern mal schmunzeln, ist das neue Buch von Susanne Mischke sicher erste Wahl.

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Rezensionen von Gaby 2707:

So macht Geschichtsunterricht richtig Spaß

Der Attentäter von Schiewe Ulf

Von Montag, dem 22. Juni 1914 bis zum Tag des Attentats am Sonntag, den 28. Juni 1914 stellt mir der Autor Uwe Schiewe Gavrilo Princip, Trifko Grabež und Nedeljko Čabrinović vor. Drei junge Männer, die sich auf den Weg nach Sarajevo machen um den österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand umzubringen und damit ihrem unter österreichischer Regentschaft stehenden Vaterland einen großen Dienst zu erweisen.

Ihr Gegenspieler Major Rudolf Markovic, Chef des Militärgeheimdienstes Bosnien-Herzegowina versucht dagegen alles, das Leben des Thronfolgers zu retten und so eine Katastrophe zu vermeiden.


Ich hatte so meine Zweifel, ob man das Attentat, von dem ich aus dem Schulunterricht noch einiges wusste, in einem Thriller so spannend darstellen kann, dass er mich zu fesseln vermag. Aber schon nach wenigen Seiten hat mich der Autor mit seiner total interessanten Geschichte rund um dieses Attentat eingefangen und bis zum bitteren Schluss nicht mehr losgelassen.

Ich bin immer noch begeistert, wie lebensnah, gut vorstellbar der Autor die Menschen, die hier handeln, beschrieben und mir nahe gebracht hat. Ich kann die Zerrissenheit, die Unsicherheit, aber auch die Hoffnung und die Lebenslust der kranken, jungen Menschen spüren und auch ein Stück weit nachvollziehen. Oskar Potiorek, Befehlshaber der Balkanarmee, ist einer der wenigen, zu denen ich von Anfang an wegen seiner Arroganz und seiner Großspurigkeit keinen Zugang gefunden habe. Hätte er ein klein wenig Weitblick bewiesen, wäre der Tag nicht so schrecklich ausgegangen.
Ich finde es toll, dass nur wenige Figuren, wie z.B. Major Rudolf Markovic oder Svetlana Marić erfundene Figuren sind. Alle anderen sind real und waren mehr oder weniger direkt mit dem Attentat verbunden.

Neben all dem Schrecklichen, was bis zum Attentat passiert, gibt es zwei Frauen, die mir immer mal wieder durch ihre natürliche und richtig liebe Art ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Herzogin Sophie von Hohenberg und Baronin Gertrude von Prittwitz, die leider nur eine kleine Nebenrolle spielt, habe ich besonders in Herz geschlossen. Und es ist unheimlich traurig, dass die drei Kinder auch ihre Mutter bei dem Attentat verloren haben. Was ja so nicht geplant war.

Die Karte im vorderen und auch hinteren Klappeninnenteil zeigt die Stadt Sarajevo und die Stellen, die im Buch beschrieben sind.
Das Glossar am Ende des Buches und das untergliederte Personenverzeichnis bereichern das Buch und haben mir beim Nachschlagen sehr geholfen.

Eine spannende und interessante Geschichte gemixt aus Wahrheit und Fiktion, die mir sehr gut gefallen und mich sehr gut unterhalten hat. So macht „Geschichtsunterricht“ richtig Spaß. Und mit Uwe Schiewe habe ich einen neuen Autor kennengelernt, bei dem es sich bestimmt lohnt, auch seine anderen Bücher einmal anzuschauen.

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Rezensionen von Dana:

schöne Geschichte

Käthe, Band 1: Der Gorilla-Garten von Veenstra Simone; Loose Anke

Käthe zieht mit ihrer Familie vom Land in die Großstadt. Ein ziemlicher Umschwung, der einige Veränderungen für sie mitbringt. Wohin man schaut findet man nun Autos, Häuser, Menschen und nur wenig grün. Dabei mochte Käthe es doch so sehr auf dem Apfelhof von ihrer Oma. Doch auch wenn die Stadt erst mal ziemlich laut und bunt ist, so finden sich auch dort viele Dinge zu entdecken und an den richtigen Stellen auch ausreichend Natur für kleine Abenteuer.

Die Aufmachung vom Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Schrift ist groß, wodurch die Seiten nicht so überladen wirken. Zahlreiche Illustrationen unterstützen die Handlung und machen die Geschichte lebendig. Sie sind unterschiedlich groß, mal im Text, mal am Rand oder auf einer gesamten Seite. Die Bilder waren sehr schön und passend zu den Erlebnissen von Käthe. Die junge Protagonistin und auch die anderen Figuren konnte man sich so ebenfalls gut vorstellen und hat anhand der Ausdrücke auf den Bildern auch einen guten Einblick in ihre Stimmungslage bekommen. Auch wenn Käthe natürlich im Vordergrund steht, lernt man so auch ihre neuen Mitschüler, die Nachbarn und ihre Eltern gut kennen.


Käthe berichtet aus der Ich-Perspektive und nimmt den Leser und Zuhörer gut mit in ihre neue Welt. Die Worte sind recht leicht und damit gut verständlich gehalten. Man kann den Entwicklungen gut folgen.
Es gibt reichlich zu entdecken, einige Dinge kennt sie nicht, andere Sachen sind allerdings auch ähnlich zum Land. Durch das Wissen, dass ihre Oma ihr vermittelt hat, kann sie ab und an auch den andren Kindern aus ihrer Klasse noch was beibringen, besonders als es um den Schulgarten geht, der angelegt werden soll. Während Käthe ihre Umgebung erkundet gibt sie einigen Gegenständen neue Namen, die teilweise ziemlich kurios klingen. Insgesamt ist schon gut nachvollziehbar, wieso sie die Dinge so nennt und was sie meint, manchmal hätte es für meinen Geschmack aber auch etwas weniger zusammengebaut sein dürfen.
Ganz nett fand ich auch den Aspekt mit Käthes Namen, der eigentlich ganz anders lautete, allerdings spielt das dann im weiteren Verlauf wieder gar keine Rolle mehr. Niemand nutzt einen ihrer vielen Vornamen, obwohl sie da ja reichlich Auswahl hätte.
Käthe ist sehr aufgeweckt, kontaktfreudig und meistens fröhlich. Schnell steht sie auch in der neuen Klasse im Mittelpunkt und scheint dabei gar keine Probleme zu haben, sich einzufinden. Zwar wünscht man jedem, dass er sich in der neuen Schule so gut zurechtfindet, es ist aber irgendwie auch etwas zu schön um wahr zu sein. Selbst die Klassenzicke hat Käthe nach nicht mal einer Woche auf ihrer Seite. Hier und da hätte ich mir eigentlich gewünscht, dass auch die Schattenseiten so eines Umzugs mit eingebaut werden. Kleine Situationen, in denen man sich unwohl fühlt, nicht weiter weiß, um Rat fragen muss oder etwas in der Art. Das hätte die Handlung noch glaubwürdiger gemacht. Wenn jetzt ein junger Leser oder Zuhörer die Geschichte liest/vorgelesen bekommt, denkt er vielleicht, er ist komisch, wenn es bei ihm nicht so optimal läuft.
Trotzdem bin ich gespannt, wie es mit Käthe in den weiteren Bänden weitergehen wird, ob doch noch ein paar Hürden kommen, was sie noch so entdeckt, was sie für Abenteuer erlebt und so weiter.

Fazit
Ein nettes Kinderbuch bei dem man neben  dem Leben von Käthe und ihrer Familie auch noch ein wenig über die Arbeit und das Leben auf dem Land erfährt. Auch wenn bei Käthe nicht immer alles sofort Plan verläuft und sie auch mal ein schlechtes Gewissen hat, wenn sie Sachen tut, die sich so nicht gehören, verläuft ihr Umzug doch sehr reibungslos - vielleicht ein bisschen zu reibungslos. Ein paar Pannen, Neider oder "Heimweh" hätten der Handlung aus meiner Sicht gut getan und es noch authentischer werden lassen.

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Rezensionen von yellowdog:

Ein mächtiges Werk!

This Place von Matt Brogan


This place war ein langfristiges Projekt, das zwischen 2005 und 2012 in Israel und Westjordanland, jedoch nicht in Gaza, durchgeführt wurde.

Es waren 12 Fotografen mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und verschiedenen Orte, die sie besuchten und fotografierten. Dennoch gibt es eine latente Geschlossenheit gerade dadurch, dass die Vielfalt so einiges abdeckt.

Erstaunlicherweise sind aber alle Fotografen fremd in Israel, es war weder ein Fotograf aus Israel noch ein Palästiner beteiligt.

Für mich ist das ein unbekanntes Land. Natürlich ist mir als Deutschen diese Gegend fremd, wie wohl vielen. Man sieht Hebron, Jerusalem, die Negev-Wüste, Nazareth, die judäische Wüste,Tel Aviv, den Golanhöhen, Ramallah u.a.
Aber so hatte ich mir die Gegend(en) doch nicht vorgestellt. Streckenweise ist es kein Wohlfühlen, dass die Fotos von Flüchtlingslagern, den Isreaelischen Sperranlagen, Militär und Versehrte auslösen. Dann gibt es aber auch eigene Schönheit der Landschaft.

Die Texte sind auf Englisch, aber ganz gut verständlich.

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Rezensionen von manu63:

Vollmondnächte

This Place von Matt Brogan

Es wird anstrengend für die Spuk Squads und Band drei der Totenbändigerreihe der Autorin Nadine Erdmann heißt Vollmondnächte und spielt auch zu dieser Zeit. Das Team von Gabriel, Thad, Sky und Connor müssen sich mit einem Wiedergänger herumschlagen und auch für Cam halten die Nächte einen besonderen Schock bereit.

Die Reihe setzt fast nahtlos an Band 2 an und als Leser darf man dieses Mal die Spuk Squads bei ihren Einsätzen begleiten. Der Tag der Versammlung ist auch gekommen und wie diese von Sue und Carlton genutzt wird um sich zu positionieren fand ich als Szene sehr spannend. Da waren viele Untertöne zu spüren und als Leser sollte man sorgfältig das Szenario betrachten. Auch Cams Entwicklung lässt sich weiter verfolgen und diese erfolgt nicht ganz reibungslos. Insgesamt ist es der Autorin gut gelungen die Reihe weiter zu bringen und gerade bei einigen Kleinigkeiten und Dialogen konnte ich mir ein schmunzeln nicht verkneifen.

Die Familie Hunt ist mir bisher ans Herz gewachsen durch ihre loyale Art und wie sie mit den eigenen und adoptierten bzw. aufgenommenen Kindern und Jugendlichen umgehen. Sie sind eindeutig die Sympathieträger innerhalb der Reihe. Dazu passende Gegenspieler fehlen natürlich auch nicht und so bleibt die Geschichte spannend mit einigen Ruhepolen um zu Atem zu kommen.

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Rezensionen von Lesestern:

Ermutigende Psalmen und Gebete als Gegenwind unserer Lebensstürme

This Place von Matt Brogan

"Jetzt erst recht - Ermutigung in stürmischen Zeiten" von Katja Bernhardt ist im Sommer 2019 im Gerth Medien Verlag erschienen.

Die Autorin Katja Bernhardt ermutigt uns darin, wie man Lebenskrisen begegnen kann, ohne daran zu zerbrechen.
Das kleine 144-seitige Buch besteht aus 3 Teilen:
Im ersten Teil werden unterschiedliche Krisensituationen geschildert, die uns unseren Lebensmut und unsere Zuversicht nehmen können.

Im zweiten Part steht die Geschichte Asaphs, die sich im 73. Psalm widerspiegelt im Fokus ihrer Betrachtungen und Gedanken.
Und der letzte und dritte Teil beschreibt 10 Schritte, um nach Krisen wieder neue Zuversicht zu gewinnen.

Mein Fazit:
Katja Bernhardt`s Schreibstil ist angenehm zu lesen.
Sie beschreibt die verschiedenen Lebenssituationen feinfühlig und empathisch und verwendet sehr anschauliche Bilder aus der Natur, sodass man das Gelesene auch visuell gut nachvollziehen kann.
Auch an ihren eigenen Lebensstürmen lässt sie uns teilhaben und verweist auf einen Gott, der uns mitten im Sturm die Hand reicht und an unserer Seite ist.
Als besonders hilfreich und konstruktiv empfand ich die zehn praxisorientierten Schritte der Zuversicht, die durch die anschließenden in die Tiefe gehenden Fragen und Gebete stark berühren.
Auch die im letzten Teil ausgewählten Bibelworte und Zitate sind sehr wertvoll und bieten Perspektiven in menschlichen Notlagen.
Ein sehr ermutigendes und zuversichtliches Buch, das einlädt den Schöpfer des Lebens zu entdecken und ihm in allen Situationen zu vertrauen.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Spannendes Thema, gut umgesetzt

Life Hack. Dein Leben gehört mir von Perry June

Als sie Ada das erste Mal begegnet, steht Ellie quasi sich selbst gegenüber - ihrer Doppelgängerin. Ada ist so cool und mutig, wie Ellie es selbst gern wäre. Aber Ada ist Ellies lebendig gewordener Albtraum: Denn sie ist eine Software und gekommen, um Ellies Leben zu übernehmen!

Jeder von uns nutzt sie und viele wollen sie nicht mehr missen – Alexa, Siri und Co.

Von KI kann hier noch nicht wirklich die Rede sein aber die Wissenschaft arbeitet mit Hochdruck daran, diesen Wunschgedanken Wirklichkeit werden zu lassen.
June Perry hat diesen Gedanken mal zu Ende gedacht und sich gefragt, was passiert, wenn KIs genauso menschlich werden wie der Rest der Welt.
Mir hat es gefallen, dass die Welt, die June Perry hier geschaffen hat, gar nicht so weit weg ist. Die Technik ist weiter und überall gibt es KIs und „Persönliche-assistenz-Programme (PAP)“ die das Leben erleichtern und viele Aufgaben übernehmen, für die die Menschen keine Lust oder Zeit mehr haben. Trotzdem ist es nicht übermäßig futuristisch und nah an unserer jetzigen Zeit.
Spannend finde ich den Gedanken, dass es die Menschen in verschiedene Lager teilt. Es gibt Menschen, die die Technologie befürworten und zu schätzen wissen und die Menschen, die sie als Bedrohung und Gefahr ansehen.
Der Hauptgedanke des Buchs ist auf jeden Fall „Wann ist ein Mensch ein Mensch?“. Ada und Ellie fragen sich beide was einen Menschen ausmacht und ob das reine Ich-Bewusstsein ausreicht oder ob auch noch der fleischliche Körper dazu gehört.
All diese Themen sind wirklich spannend umgesetzt. Auch der Schreibstil ist wirklich fesselnd. Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sich für dieses Thema interessiert oder auch nicht interessiert.

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Rezensionen von Katja:

Schockierende, spannende Geschichte mit vielen Geheimnissen

Das Erbe von Ellen Sandberg

Aufteilung: Es gibt zwei Erzählebenen, aber hierbei drei verschiedene Perspektiven.

Zum einen gibt es die Ebene die die heutige Zeit behandelt, diese wird abwechselnd von Sabine und Mona erzählt. Mona ist hierbei die Erbin von Clara, die keine Ahnung hat was sie sich mit dem geerbten Haus welche Probleme aufgehalst hat.

Sabine erfährt durch ein Tagebuch ihrer Oma, dass ihr Vater gar nicht ihr Vater ist und forscht so lange bis sie herausfindet wer sie wirklich ist und kommt dabei auf das Schwanenhaus. Sie sieht den Reichtum, der sie endlich aus der Harz VI Falle herausbringen soll. Doch so einfach ist es nicht.

Zum anderen gibt es die Ebene die rund um den Krieg geht. Erzählt wird diese aus Claras Sicht, die damals eine jüdische Freundin namens Mirjam hatte. Dadurch erfährt man viel über die Geschichte des Hauses, aber auch wie damals mit den Juden umgegangen wurde.


Schreibstil: Ich mochte den Stil der Autorin von Anfang an. Sie bringt die Probleme der damaligen Kriegszeit gut rüber, schafft dies aber auch bei der heutigen Sicht. Ihre Sätze sind einfach gehalten und nicht zu lang gewählt. Ellen hat mit den Figuren in dem Buch ganz normale Menschen geschaffen, denen man gerne begegnen möchte. Ebenfalls hat sie sehr gut recherchiert.


Meine Meinung: Das Erbe hat mich positiv überrascht. Eigentlich lese ich Bücher dieses Genre eher selten, doch diese Geschichte hat mich echt vom Hocker gerissen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Musste ich den doch mal aufhören, erwischte ich meine Gedanken dabei wie sie immer bei der Geschichte waren.
Von vornherein schaffte es die Autorin eine gewisse Spannung aufzubauen und gerade wegen den drei Perspektiven ging die Handlung stetig voran und wurde nie langweilig. Besonders toll fand ich, dass sich die drei Perspektiven immer mehr miteinander verwoben haben. Dadurch hatte man irgendwann einen gewissen „aha" Moment während des Lesens.
Die Geheimnisse die die Geschichte nach und nach aufdeckte waren manches mal ziemlich schockierend. Besonders gut fand ich hierbei das Geheimnisse, dass sich in Claras Wohnung befand und dies schon viele Jahre lang.


Fazit: Das Buch ist spannend und komplex. Die Autorin führt den Leser der Geschichte gut in das Thema ein und man kommt nicht mehr los. Das Buch hat es verdient gelesen zu werden und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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