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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yellowdog:

Eine mögliche Zukunft

Eigentlich fand ich den Gedanken der Autorin die veränderte Gesellschaft und mögliche Folgen in naher Zukunft zu zeigen, sehr reizvoll. Doch die Umsetzung überzeugte mich nicht ganz.
Dennoch gibt es brauchbare Ansätze, z.B. die Erzählstruktur.
Es erzählen viele verschiedene Menschen über das Staatsoberhaupt eines Landes, der ungewöhnliche Maßnahmen ergreift.

Seine Methode ist der repressive Totalerismus.

Florian Steiner war schon früh bemerkenswert. Sein ehemaliger Lehrer, der schon über die Begabung des jungen Mannes staunte, seine Frau, die an ihn glaubt, aber auch zu zweifeln beginnt, Anhänger und die Gegner, die ihn als Diktatur empfinden. Es gibt sogar ein Attentat auf ihn.

Diese Methode der Vielzahl von erzählenden Figuren ist nicht unbekannt in der Literatur und kann auch funktionieren, doch durch zu schwache Figurenzeichnung wird es zu statisch.
Dafür entsteht ganz schön Tempo. Immerhin auch schon was.

Manche Zukunftsszenarien halte ich glaubhaft, z.B. das sowohl die Briten als auch die USA zukünftig am Boden sein werden. Und auch der Zwiespalt der Regierung des diktatorischen Menschenfreundes, ein zweischneidiges Schwert.
Das Ende hat mich überrascht!

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Rezensionen von LadyIceTea:

Eine schöne Geschichte aber lang

Wo man im Meer nicht mehr stehen kann von Genovesi Fabio

Fabio ist der Mittelpunkt seiner verrückten Großfamilie in der Toskana. Als Liebling seiner zehn »Großväter« – den schrulligen, unverheirateten Brüdern seines Opas – wird er zu den seltsamsten Unternehmungen mitgenommen. Die sind zwar selten kindgerecht, aber dafür immer unvergesslich. Doch als sein Vater nach einem Unfall im Koma liegt, muss Fabio sich dem richtigen Leben stellen.

Er beginnt, seinem Vater selbst verfasste Geschichten vorzulesen. Denn was kann jemanden besser ins Leben zurückholen, als all die Abenteuer mit seinen zehn Großvätern.

Fabio Genovesis Schreibstil muss man mögen. Nach dem ich nun das zweite Buch von ihm gelesen habe stelle ich fest, ich werde mit ihm nicht ganz warm.
Er schreibt ohne allzu sichtbaren roten Faden und erzählt eben eine Geschichte. Hier die von dem jungen Fabio, der ziemlich merkwürdig aufwächst. Er erzählt, wie Fabio langsam das Leben entdeckt und dabei merkt, dass er nicht so normal ist, wie alle dachten aber er versucht, das Beste daraus zu machen.
Die Geschichte an sich ist wirklich schön. Ich kann die ganzen positiven Kritiken durchaus nachvollziehen und sehe, was die anderen Leser meinen. Doch leider ist dies nicht meine Art Buch. Mir ist es zu langatmig. Es passiert mir zu wenig Wichtiges. Denn, wenn alles wichtig ist, ist dann überhaupt etwas wichtig? Die Geschichte läuft so vor sich hin, wie eine leichte aber schöne Hintergrundmusik. Ich bin wohl mehr der Typ für direkte Beschallung.
Gegen Ende hin, habe ich mich öfter dabei erwischt, wie ich Passagen nur überflogen habe. Als ich nur noch 50 Seiten zu lesen hatte, habe ich 40 davon übersprungen und festgestellt, dass ich nichts Großes verpasst hatte. Ich konnte die letzten Seiten weiterhin so verstehen, als hätte ich alles gelesen.
Ich denke, es gibt viele Leser, die mögen Geschichten, die einfach nur so vor sich hin erzählen und Genovesis Erzählstil in seiner Besonderheit, ist bestimmt auch das Lesen wert. Aber, wie oben erwähnt, man muss es mögen und meins ist es leider nicht. Trotz schöner Idee und im Prinzip guter Umsetzung.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Handlung in den Rahmen gepresst

Der kleine Buchladen der guten Wünsche von Marie Adams

Ein Buch über Bücher und Buchhandlungen - exakt mein Beuteschema. Weil ich den Vorgängerroman "Das Café der guten Wünsche" von Marie Adams bereits kenne und mochte, freute ich mich auf den Buchladen.

Doch schnell wich meine Euphorie einer Enttäuschung. Vor kurzem hatte Josefine noch mit ihrer Tante Hilde Kontakt und wusste, dass sie eine Routine-Operation vor sich hat.

Als nächstes erreicht Josefine die Todesanzeige. Wie Josefine vom Tod ihrer Tante unterrichtet wird, finde ich total unglaubwürdig. Als Familienmitglied wird man vom Spital verständigt, zumindest hätte die Bezugsperson vor Ort doch erst mal angerufen und alles weitere zusammen geplant. Aber nix da, Josefine wird - ohne ihre Eltern - einfach nur zur Beerdigung eingeladen und erfährt dort vom Testament.

Diese unlogischen und an den Haaren herbeigezogenen Szenen störten mich den ganzen Roman über, auch wenn sie später keine Rolle mehr spielen. Es schien, als ob die Handlung irgendwie in einen Rahmen gepresst wird, damit es passt.

Josefine führt zusammen mit ihrem Partner Mark - den ich nicht ausstehen konnte - eine Buchhandlung in Köln. Die beiden brauchen Geld, also versucht Josefine das Erbe anzutreten. Die nächsten Monate lebt sie nun in der Rhön, wohnt im Haus von Tante Hilde und arbeitet in der Buchhandlung. Doch auch hier warten Komplikationen: die Strassenzeile der Buchhandlung soll verkauft werden, der Bürgermeister macht Druck und Nachbar Johannes, mit dem Josefine früher die Ferien verbrachte, stellt sich komisch an. Alsbald fliegen nicht nur seine Bienen aus, sondern auch Funken zwischen den beiden ehemaligen Freunden.

Weswegen Johannes sich so komisch verhält, wird im Laufe der Geschichte, die einige Geheimnisse verbirgt, erläutert.

Der Roman ist okay, mehr leider nicht. Er hat mir bei weitem nicht so gut gefallen wie "Das Café der guten Wünsche". Im kleinen "Buchladen der guten Wünsche" geht es mehr ums Überleben der Buchhandlung als um die speziellen Wünsche. Die kamen mir zu kurz. Ich glaube, es hätte mehr Sinn gemacht, die hier ganz wegzulassen und das Augenmerk auf die vielen anderen Dinge zu lenken. Ausserdem weckt der Titel Erwartungen, die die Geschichte nicht erfüllen kann.

Fazit: Die Geschichte ist okay, man muss aber über einige Schnitzer hinwegsehen können. Mir gelang das leider nicht und deshalb gibts auch nur knappe 3.5 Punkte.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Übertrieben witzig

Happy End für zwei von Winters Rachel

Der Klappentext hörte sich toll an, nach einer witzigen und romantischen Geschichte. Ich mag Filme mit Hugh Grant und so dachte ich, der Roman könnte in diese Richtung gehen.

In Rachel Winters Debütroman schliesst Evie Summers mit Autor Ezra Chester einen Deal: Evie stellt sogenannte "magische" Filmmomente nach - ihr wisst schon "Tatsächlich Liebe", Hugh Grant und so weiter - in denen sich die Figuren verlieben.

Ihre Erlebnisse schreibt sie auf und schickt sie an Ezra, der endlich aus den Puschen kommen und sein Drehbuch, für das er schon viel Geld bekommen hat, abliefern soll. Noch drei Monate gibt ihm die Produktionsfirma Zeit, sonst muss er und auch die Agentur, bei der Evie arbeitet, das Geld zurückzahlen.

Ezra ist ein fauler Hund. Evie dagegen gibt sich grösste Mühe, denn ihr Job steht auf dem Spiel Doch beim Nachstellen der Szenen geht immer etwas schief. Auch in ihrem Lieblingscafé versucht sie ihr Glück, ohne zu wissen, dass sie von Anette und ihrem Vater beobachtet wird.

Am Anfang fand ich die Story noch interessant. Doch Evies unzählige Missgeschicke sind schnell ermüdend und wirken langweilig. Es sind eindeutig zu viele zu nachstellende "magische Momente" dabei und der zweite Erzählstrang mit Annette und Ben, die Evie in einem Café kennenlernt, ist zu voraussehbar. Das ewig zu lesende "S.N.O.B" - so wird Ezra von Evie und ihren Freunden genannt - nervt brutal. Wäre einfach nur Snob gestanden, wäre es wahrscheinlich eine Spur angenehmer zu lesen, aber gross und mit Punkten geschrieben und dies auf praktisch jeder Seite ist mühsam und spätestens ab dem vierten Mal lesen nicht mehr witzig, sondern nur nervig.

Evies Freunde hatten eh alle einen an der Schüssel, sie unterhalten sich zu 90% per Gruppenchat, der praktisch immer gleich ablief. Evies Chef Monty ist ein Idiot, der nichts kann, sich aber aufspielt. Die erste Szene mit ihm fand ich schon furchtbar übertrieben und aufgesetzt. Es hätte nicht viel gebraucht und ich hätte in der Mitte des Romans die Lektüre abgebrochen, denn ich mochte keine einzige Figur.

Am besten gefielen mir noch die Szenen mit Annette und Ben. Betreffend Annette muss ich am Anfang wohl etwas überlesen haben. Aber obwohl ich die ersten Szenen nochmals nach gelesen habe, fand ich diese fehlende Erklärung nicht. Somit wirkte auch ihre Geschichte nicht ganz rund.

"Happy End für zwei" entpuppte sich leider als übertrieben witzig und kein bisschen romantisch. Wer was ähnlich "filmreiches", aber viel besser Umgesetztes lesen will, greife bitte zu Ali McNamaras "Tatsächlich Liebe in Notting Hill".

Fazit: Die Idee ist toll, umgesetzt aber schlecht - ein oberflächlicher, übertrieben witziger und deshalb extrem langweiliger Roman.
2 Punkte.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Skisport für alle - zwei Frauen setzen sich dafür ein

Lottes Träume von Beate Maly

Auf diesen historischen Roman wurde ich aufgrund der Teilnahme der Autorin an der lit.Love aufmerksam. Das Thema und das tolle und passende Cover des Romans - Skifahren in den Anfängen - hat mich neugierig gemacht, darüber habe ich noch nie in einem Roman gelesen.

Da ich mit vielen Bergen ringsherum aufgewachsen bin und schon als kleines Kind auf den Skiern stand, Skifahren am schulfreien Nachmittag unsere Winterbeschäftigung war, wollte ich gerne mehr darüber wissen, wie das war, wenn man um die Jahrhundertwende Skifahren wollte.

Für Männer war Wandern, Bergsteigen oder Skifahren ein sehr seltener Sport. Erst recht für die Frauen. Skifahren konnte man höchstens, wenn man in den Bergen und in einem fortschrittlichen Haushalt lebte. So wie Lotte Seidl, die von ihrem Vater, einem Lehrer, jeglichen Bergsport erlernte. Nach seinem Tod hält Lotte nicht viel in Mürzzuschlag und reist mit der Adresse eines Sportladens in der Tasche nach Wien.

Eigentlich wird dort keine neue Verkäuferin gesucht, doch Lotte mischt sich in ein Verkaufsgespräch ein - und hat den Job in der Tasche. Doch so einfach ist weder das Leben in Wien noch die Arbeit. Lottes Chefin Mizzi Langer-Kauba, ein historisches Vorbild übrigens, ist streng und meistens unnahbar, hat aber fortschrittliche Ideen. Mizzi merkt schnell, dass Lotte die Person ist, die ihr helfen kann, den Skisport in ihrem Geschäft und in Wien gesellschaftstauglich zu machen. Lotte punktet durch ihr Wissen und ihre Erfahrung ("in Röcken Skifahren ist zu gefährlich - auch Frauen brauchen Hosen"), doch das bringt auch Neider auf den Plan. Mizzi Langer-Kauba erwartet viel von ihren Angestellten, von denen ihr nicht alle wohlgesonnen sind.

Lotte lernt nicht nur den Bettlerjungen Fritz kennen, sondern auch Jakob, einen jungen jüdischen Arzt, der sich für seine kleinen Patienten nach Sicht seines Chefs viel zu stark einsetzt. Jakob mag die unabhängige Lotte und beide kommen sich näher, doch er verschweigt ihr etwas.

Der Roman wird in zwei Ebenen erzählt. In der einen geht es um Lotte und alles was mit dem Bergsportgeschäft und Skifahren zu tun hat. In der anderen begleiten die Leser Jakob zur Arbeit ins Kinderspital und nach Hause zu seiner reichen Familie.

Autorin Beate Maly hat in "Lottes Träume" viel reingepackt. Sie schildert lebendig die Gesellschaftsordnung im beginnenden 20. Jahrhundert und so begegnen die Leser Waisen- und Bettlerkinder, Fabrikarbeiterinnen, Hausangestellten, Verkäuferinnen, Ärzten und Unternehmern. Man bekommt die Sorgen und Ängste der Figuren aus allen Schichten hautnah mit und spürt leider auch den langsam aufkommenden Judenhass, der aber mit tollen Gesprächen über verschiedene Religionen und ihre Feste und Traditionen einhergeht.

Die Charaktere sind ebenso vielfältig wie die verarbeiteten Themen: Jakobs Schwester zum Beispiel versucht sich als Künstlerin, versucht ihr Leben unabhängig und nicht als wohl behütete Tochter zu leben; Mitzi Langer-Kauba war ihrer Zeit voraus, dennoch war sie mir oft zu tyrannisch; Klara, die all ihr hart verdientes Geld ihrer Familie bringt.

Während dem Lesen hatte ich die ganze Zeit Beate Malys Stimme mit Wiener Dialekt im Kopf. Ihre Lesung an der lit.Love war toll - und überzeugte mich definitiv zum Lesen ihres Romans. Seither denke ich, dass das einzige Buch, das ich jemals als Hörbuch hören könnte, "Lottes Träume" wäre, aber dann von ihr gesprochen! Ihr Schreibstil ist wie ihre Stimme: sympathisch und fesselnd.

Obwohl die Autorin sehr viele Themen in die 544 Seiten des Romans packt, wirkt die Geschichte nicht überladen. Im Gegenteil, alles passt perfekt und ungezwungen in die Geschichte hinein und überrascht immer wieder mit kleinen, teilweise zwar voraussehbaren, Twists und wird mit einer feinen Liebesgeschichte geschmückt.

Einzig der Titel hat einen Mangel, "Lottes Leben" wär treffender gewesen, denn Träume hat sie keine. Zumindest kommen keine zur Sprache, Lotte ist mit dem Leben an sich schon genug beschäftigt.

Mir hat es Spass gemacht, den Roman zu lesen und ich freue mich bereits jetzt auf mehr. Denn von "Lottes Träume" wird es einen zweiten Band geben. Ich kann das Buch nicht nur Skifans empfehlen, sondern auch allen die gerne spannende historische Romane lesen, die mit viel Wissenswertem gespickt sind.

Das Buch gehört im Winter gelesen, vielleicht sogar im Skiurlaub. Ein passenderes Winterbuch gibt es selten.

Fazit: Absolut empfehlenswerte Winterlektüre, die uns Wien um 1904 und die Anfänge des Skisports für jedermann näher bringt.
5 Punkte.

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Rezensionen von Lesemama:

Eine Hommage an die Liebe

Liebe von Hélène Delforge

Bewertet mit 4.5 Sternen

Es gibt kein Davor. Es gibt kein Danach. Es gibt nur jetzt, nur dich, nur mich, ...

Zum Buch:

Ein Gefühl, ein Daseinszustand, eine Überraschung, ein Glückstreffer, eine Sehnsucht. Liebe bringt uns zum Lachen und zum Weinen. Sie hat viele Gesichter und erzählt unzählige Geschichten.

Liebe beginnt und endet ... manchmal, aber nicht immer. Es gibt so viele Arten von Liebe wie Verliebte. Und jede Liebe ist einzigartig.

Meine Meinung:

Ich bekam zum Muttertag von der gleichen Autorin "Mama" und liebte es von der ersten Minute an. Als ich "Liebe" entdeckte, wollte ich es auch lesen.
Es ist kein Roman, es ist Kunst. Ich weiß nicht genau, wie ich es ausdrücken soll.
Wunderbare, berührende Zeilen über die Liebe, daneben ein passenden Bild. Ist es ein Kunstband? Ein Bilderbuch für Erwachsene? Ich würde sagen, ja. Es ist für alle, die schöne Dinge mögen, die mal zur Ruhe kommen wollen. Für Menschen mit Kummer, für Frischverliebte, zu Hochteitstags, Valentinstag ... eine Hommage an die Liebe, ein Geschenk mit bleibendem Wert.
Mir hat es jedenfalls sehr gut gefallen, nicht ganz so wie Mama, das berührte mich noch mehr. Aber definitv ein Buch für alle Liebenden.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Testleser Felix, 12 Jahre aus Ehrwald:

It’s A Nerd’s World von Schrödel Tobias

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da es sehr informativ und interessant war. Im Buch werden Erfinder und Gründer vorgestellt, die zum Beispiel den Computer erfunden oder YouTube gegründet haben. Was mir sehr gut gefallen hat, ist, dass das Buch bzw. der Aufbau der Kapitel sehr übersichtlich ist.

Das Buch ist in große Kapitel wie Gründer oder Erfinder eingeteilt. In den jeweiligen Kapiteln werden die Personen beschrieben und ihre Geschichten erzählt. Was ebenfalls sehr gut umgesetzt ist, sind die Zeitleisten im Einband vorne und hinten. Diese zeigen die Errungenschaften in der Computer- und Internetwelt von 1820 bis 2019.

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Rezensionen von Claudia R:

emotional und tiefgründig

Weil ich von Dir träumte von Emma Wagner

Klappentext:

Der Duft des Rosmarins, ein zerstörerisches Familiengeheimnis und eine Liebe gegen alle Widerstände – der neue, zutiefst berührende Roman von Bestsellerautorin Emma Wagner entführt auf die malerische Insel Korsika.
Seit ihrer Kindheit wird die Künstlerin Justine von einem wiederkehrenden Albtraum gequält, den sie in ihren Werken zu verarbeiten versucht.

Als bei ihrer Ausstellung der geheimnisvolle Raphaël auftaucht, verspürt sie sofort eine Verbindung zu ihm. Fasziniert folgt sie ihm nach Korsika und schon bald zieht nicht nur er, sondern auch die die Insel sie in ihren Bann.
Aber warum will ihr Vater sie um jeden Preis zurückholen? Und wieso reagieren die Bewohner eines kleinen Bergdorfes so abweisend auf sie? Gemeinsam mit Raphaël begibt sie sich auf die Suche nach Antworten. Und stößt auf eine Geschichte von Liebe und Hass, die ihr bisheriges Leben in Frage stellt.

Cover:

Das Cover finde ich wunderschön. Es strahlt eine Wärme und Geborgenheit aus und die Farben wurden sehr schön gewählt. Vordergrund und Hintergrund verschmelzen sehr schön ineinander. Man sieht eine junge Frau auf eines rosa Blumenwiese, wie sie auf eine wunderschöne Stadt hinabblickt und ein farblich sehr toller Himmel vor ihr liegt. Das Cover hat etwas romantisches und warmes an sich und gefällt mir sehr gut.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm, flüssig, locker und leicht, so dass sich dieser sehr gut lesen lässt. Die Kapitel sind zwar zum teil etwas länger, aber in sich sehr gut gegliedert. Es wird sehr häufig zwischen den Perspektiven der Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, diese Wechsel sind der Autorin jedoch sehr gut gelungen und verleihen dem Buch bzw. der Geschichte zusätzliche Spannung. Beide Geschichten, sowohl in der Vergangenheit, wie in der Gegenwart, sind fesselnd, emotional, geheimnisvoll und sehr romantisch angelegt. Gefühle und Emotionen spielen hier eine sehr große Rolle.

Die Charaktere waren mir von Anfang an sehr sympathisch. Ich konnte mich sehr gut in die junge Künstlerin Justine und auch den geheimnisvollen Raphaël hineinversetzen. Die Geschichte ist sehr leicht und sinnlich, aber auch mit einiger Spannung geschrieben und so kommen einige Überraschungen und Geheimnisse ans Licht, die für Aufsehen sorgen. Die Charaktere schaffen es sehr gut die Gefühle und Emotionen zu transportieren, so dass man sich sehr gut in diese, aber auch in die Handlungen und Geschehnisse hineinversetzen kann.

Die Geschichte spielt auf der malerischen Insel Korsika und so kommen wunderschöne Beschreibungen der Umgebung nicht zu kurz. Der Autorin gelingt es, die Bräuche, Gewohnheiten und auch landschaftliche Beschreibungen der Insel, mit in die Geschichte einfließen zu lassen.

Ein sehr romantischer, emotionaler und tiefgründiger Roman, der sich sehr locker und leicht lesen lässt und mich dadurch sehr begeistern konnte, da er mir eine sehr schöne Lesezeit bescherte.

Fazit:

Ein sehr romantischer, emotionaler und tiefgründiger Roman, der sich sehr locker und leicht lesen lässt.

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Rezensionen von Claudia R:

geplant ... ungeplant

Die Entführung von M. P. Roberts

Klappentext:

Sandra Whitfield versucht, ihrem Leben im goldenen Käfig unter der ständigen Überwachung ihres Vaters, des Pharmaunternehmers Ernest Whitfield, zu entfliehen. Gemeinsam mit ihrem heimlichen Geliebten Carlos Bardon täuscht sie ihre Entführung vor. Der Plan scheint zunächst zu funktionieren.

Als jedoch in unmittelbarer Nähe von Sandras Versteck zwei Mitarbeiter von Whitfield erschossen werden und Sandra kurz darauf tatsächlich spurlos verschwindet, eskaliert die Lage. Mit einem Mal sieht sich Ernest Whitfield mit gleich zwei Lösegeldforderungen konfrontiert, die er nicht zu begleichen gewillt ist. Der Fall beschäftigt nicht nur die umtriebigen Privatdetektive Karneth & Hobes, sondern hält auch Chief Inspector
Henry Taylor und sein Team in Atem, denn bald ist allen klar: Ein Wettlauf mit der Zeit hat begonnen.

Cover:

Das Cover wirkt düster und grau und gibt so eine bedrückende Stimmung wieder. Der Hintergrund ist sehr in grau gehalten und eher sehr dunkel. Man erkennt eine Industriestadt, an einem Gewässer und es wirkt alle sehr trist. Vordergründig ist eine Spritze mit einer roten Flüssigkeit erkennbar, die neugierig macht und das Interesse weckt.

Meinung:

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig. Daher lässt sich das Buch sehr gut lesen. Die Spannung baut sich nach und nach auf. Die Ermittlungsarbeit ist solide und teils ein wenig ungewöhnlich, dies ist den Privatdetektiven und dem Chief Inspector zu verdanken.

Der ständige Wechsel der Örtlichkeiten sorgt für zusätzliche Spannung. Was sehr zart und zu Beginn eher langsam anfängt, nimmt nach und nach immer mehr an Fahrt auf.

Die geplante Entführung von Sandra, die aus ihrem goldenen Käfig ihres Vaters ausbrechen will, nimmt ungeahnten Charakter an, denn plötzlich ist sie wirklich weg und sie bekommen es mit einer ganz anderen Sorte an Tätern zu tun. Da der Vater der Polizei misstraut, übernehmen die Detektive Karneth & Hobes den Fall. Können sie den Fall lösen und die Täter fassen?

Zu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Die Idee dieses Krimis ist sehr ungewöhnlich und einzigartig und hat mir sehr gut gefallen.

Der Aufbau ist auch sehr gut gelungen. Zu Beginn erhält man sehr viele Details und die Spannung baut sich erst sehr langsam auf. Doch dann, wird man regelrecht von dem Fall gefangen genommen und erlebt hautnah die Geschehnisse und Handlungen mit. Die Charaktere waren für mich sehr authentisch und glaubwürdig, man konnte ihren Gedankengängen und Handlungen sehr gut folgen. Mir hat dieser Fall sehr gut gefallen und mich gut unterhalten.

Die anfängliche Ruhe kehrte sich später um, die unvorhersehbaren Wendungen und Ereignisse haben mich überrascht und mir so einige schöne Lesestunden bereitet. Ein aufregendes hin und her, kurze Kapitel und rasante Perspektivwechsel heben den Spannungsbogen. Die Entwicklung der Geschichte ist überraschend und mit diesem Ende hat wohl niemand gerechnet. Es ist kein Null-Acht-Fünfzehn Krimi und wer etwas blutgewaltiges erwartet, ist hier auch an der falschen Stelle. Dafür zählen hier ganz andere Dinge und man wird mit einer etwas anderen Art an Krimi überrascht.

Fazit:

Eine Entführung, die aus den Fugen gerät, spannende Perspektivwechsel und überraschende Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung.

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Rezensionen von yesterday:

Neues von Ted und Amanda

Missing Boy - Thriller (Crimson-Lake-Serie 3) von Candice Fox

Candice Fox’ neuester Pageturner setzt die Erfolgsgeschichte von Ted Conkaffey und Amanda Pharrell fort. Das kongenialste und unkonventionellste Privatermittlerduo Australiens such einen achtjährigen Jungen, der aus einem Hotel in Cairns verschwunden ist.

Um völlig zu verstehen, was die beiden so besonders macht, müsste man auch die ersten beiden Bücher (Crimson Lake und Redemption Point) kennen, aber auch in Missing Point werden die Basics erklärt.

Amanda saß mehr oder weniger unschuldig im Gefängnis und schottet sich gegenüber ihrer Vergangenheit nun ab indem sie undurchsichtige Sprüche klopft und sich teilweise wie ein Soziopath verhält, wahrscheinlich absichtlich.

Ted ist ein aus Mangel an Beweisen nicht verurteilter Ex-Polizist, dem zu Unrecht vorgeworfen wurde, sich an einem Mädchen vergangen zu haben. Er lebt seit dieser Zeit von Frau und Kind getrennt und versucht dennoch, eine gute Beziehung zu beiden zu haben. Auch Amanda ist auf ihre Art ein “einsamer Wolf” und lebt mit vielen Katzen zusammen.

Ihre Erfahrungen machen die beiden aber auch zu den genialen Köpfen, die sie sind, wenn es um Verbrechen geht. Mit Witz, Beobachtungsgabe und ein wenig Glück meistern sie fast alles zusammen. Thriller mit den beiden sind mentale Ausflüge ins heiße Down-Under die immer gut unterhalten und eine ganz eigene Spannung entwickeln. Und sie zeigen auch immer wieder neue Facetten ihrer Protagonisten.

Auch die Fälle, die Entwicklung der Geschichte, können mit den Charakteren mithalten. Ein sehr empfehlenswerter Thriller, der einem auch vor Augen führt, wie wertlos Vorurteile sind und dass selbst Ted und Amanda davor nicht gefeit sind.

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