Kunden em pfehlungen
Rezensionen von la_stellina:
Eine Weihnachtsgeschichte mit wichtiger Botschaft
Die Weihnachtsgeschwister von Alexa Hennig von Lange
Es ist Weihnachten und die mittlerweile erwachsenen Geschwister Tamara, Elisabeth und Ingmar kehren heim um Weihnachten gemeinsam mit ihren Eltern und ihren Familien zu feiern. Doch es dauert nicht lange und der Haussegen hängt schief. Obwohl sich jeder von ihnen wünscht, von den anderen verstanden zu werden, bekommen sie es nicht hin, dies entsprechend zu vermitteln und zu zeigen.
Aus diesem Grund greifen die Eltern zu einem Trick, der die drei Geschwister wieder so nahe zusammenbringen soll, wie sie sich im Kindesalter waren. Eine unterhaltsame und flüssig zu lesende Lektüre für die (Vor-)Weihnachtszeit mit einer wichtigen Botschaft. Ich finde es toll, dass die Geschichte kurz und prägnant erzählt wurde und nicht unnötig ausgeschmückt wurde. Gerade in der (Vor-)Weihnachtszeit haben manche LeserInnen zwar Lust zum Lesen, jedoch wenig Zeit, für die ist das Buch perfekt.
Rezensionen von Petra Gruber:
Kya, das Marschmädchen
Der Gesang der Flusskrebse von Delia Owens
Und schon wieder eine positive Überraschung. Der Gesang der Flusskrebse hatte mich weder vom Titel noch vom Klappentext her angesprochen, lediglich das Cover fand ich total schön. Aber das alleine reicht nicht, um mich zu überzeugen. Also vergaß ich es schnell wieder. Zu viele andere Neuerscheinungen 2019 wollten gelesen werden und hatten mich wesentlich mehr angezogen.
Doch dann kam eine positive Besprechung nach der anderen, eine liebe Bücherfreundin, mit der ich oft Meinungen und Romane tausche, war völlig begeistert und meinte, es wäre ein „must read“, von ihr durfte ich mir das Buch auch ausborgen. Und ja, es ist tatsächlich ein großartiger Roman.
Kya, Catherine Danielle Clark, wächst in den Marschen North Carolinas auf mit Geschwistern und einer liebevollen Mutter, der Vater ist ein Blender und Alkoholiker und misshandelt immer wieder seine Familie. Irgendwann hält es die Mutter nicht mehr aus, sie geht und nach ihr alle älteren Geschwister. Kya bleibt alleine, einsam und verängstigt mit ihrem Vater zurück.
Der zweite Handlungsstrang spielt ca. 15 Jahre später, in derselben Region. Chase Andrewas stirbt, der beliebte Quarterback liegt im Sumpf, es gibt zwar keine Spuren, doch die Umstände sind mysteriös, wahrscheinlich wurde er ermordet. Kya, das Marschmädchen gerät in Verdacht.
Wunderbar fügen sich diese beiden Handlungsstränge zusammen. Wir erleben Kyas Einsamkeit, immer wieder wird sie diskriminiert, verlassen, von ihrer Familie enttäuscht, von ihrer ersten Liebe verraten. Doch immer wieder finden sich auch Menschen, die es gut mit ihr meinen und sie unterstützen. Zur Schule ist sie nie gegangen. Aber ihr Freund Tate bringt ihr Lesen bei. Und ab da liest sie alles, was sie zur Biologie der Marschen findet, aber auch Gedichte begeistern sie. Ihr Leben verdient sie sich mit der Suche und dem Verkauf von Muscheln, auf ihren Streifzügen erforscht und dokumentiert sie das Leben in den Marschen.
Wir dürfen dieses wissbegierige, scheue und wilde Marschmädchen auf ihrem Weg zum Erwachsenwerden begleiten. Wir sind traurig, wenn sie wieder verlassen wird, wir freuen uns, wie sie ihren Alltag meistert und bewundern die Großzügigkeit der wenigen, die sie unterstützen. Doch dann kommt es zum Prozess. Ihr Anwalt setzt alles daran, ihre Unschuld zu beweisen. Wird es ihm gelingen?
Das Buch zieht den*die Leser*in von Seite zu Seite immer mehr in seinen Bann, bis man am Ende, traurig, dass die letzte Seite gelesen ist, froh, diese Geschichte miterlebt zu haben, den Roman zuklappt. Und ihn unbedingt allen weiterempfehlen möchte!
Rezensionen von Gaby 2707:
Ich habe mich in diesen Wäldern sehr wohl gefühlt
Die Wälder von Raabe Melanie
Für Nina Schwarz bricht eine Welt zusammen, als die die Nachricht vom Tod ihres ehemals besten Freundes Tim erhält. Vor kurzem hatte er versucht sie telefonisch zu erreichen, aber sie hat sich nicht zurück gemeldet. Und nun ist er tot. Als sie einige Tage später in ihrem Briefkasten einen Brief von Tim findet, in dem es um ein letztes Puzzlestück und das Verschwinden seiner Schwester Gloria geht, setzt Nina alles daran, Tims letzten Wunsch, Gloria zu finden, zu erfüllen.
Melanie Raabe hat einen wie ich finde genialen Schreibstil, der sogar die banalsten Sätze vor Spannung vibrieren lässt, der mich direkt in die Geschichte hinein zieht und es mir sehr schwer macht, das Buch nicht in einem Rutsch durchzulesen. Die sehr genau und treffend gesetzten Cliffhanger machen es auch nicht leichter das Buch wegzulegen. Außerdem kommt die Autorin ohne Blutvergießen aus, was meinem Lesegeschmack sehr entgegen kommt.
Ihre Personen spielen zum einen als Kinder in der Vergangenheit und sind mit selbst gewähltes Pseudonymen ausgestattet. In der Gegenwart begegne ich den Vieren als Erwachsene mit ihren Klarnamen. Anfangs bin ich stark herausgefordert zu erkunden, wer nun wer ist. Nach ca. 150 Seiten wird das aufgeklärt und macht es mir leichter, die Personen zuzuordnen. Alle sind sehr detailliert, farbig und mit eigenen Fähigkeiten und Wesensmerkmale ausgestattet, dass ich schnell ein klares Bild von ihnen vor Augen habe. Die einen mag ich, die anderen weniger – genau wie im echten Leben. Melanie Raabe hat es geschafft, dass ich den meisten sehr nahe gekommen bin.
Die beiden Handlungsstränge lassen sich durch verschiedene Schriftarten leicht auseinander halten So weiß ich immer genau, in welchem Zeitraum ich mich gerade befinde. Wobei mir die Geschichten aus der Vergangenheit noch besser gefallen haben, als die Jetzt-Zeit.
Die Geschichte lässt sich für mich gut nachvollziehen. Wobei bei mir einige Fragen offen geblieben bzw. nicht deutlich genug beantwortet worden sind.
Besonders der Schluss mit einer überraschenden Wendung, von der ich nicht gedacht hätte, dass sie noch kommt, hat mich emotional sehr berührt und mitgenommen.
Eine spannende, gut durchdachte, manchmal etwas verwirrende Geschichte ohne Blutvergießen in der die Themen Leben im Dorf, Fremdenhass, häusliche Gewalt, Liebe, Freundschaft, Vertrauen, Rache, Pubertät und Homosexualität eingearbeitet sind, hat mich ab der ersten Seite gefesselt und bis zum Schluss nicht mehr losgelassen.
Rezensionen von Manfred Fürst:
Das Böse ist immer und überall, auch an dänemarks Mordseeküste
Kalter Strand von Anne Nordby
Scanpol, ist eine fiktive Sondereinheit von Europol mit Sitz in Hamburg mit deutschen, dänischen, schwedischen und norwegischen Mitarbeitern, zuständig für grenzüberschreitende Verbrechensbekämpfung. An der dänischen Atlantikküste wird eine toto Frau mit Würgemalen am Hals angespült. Kommissar Tom Skagen mit seiner Chefin Jette Vestergaard reisen zur Unterstützung der dänischen Kollegen nach Ringkøbind, DK.
Die notgeile Jette Vestergaard, vermeintliche Powerfrau mit Ehe-Hausmann, checkt ihre Kopulationschancen mit ihrem jüngeren dänischen Kollegen Mads Espersen. Wenn sie wüsste.
Anne Nørdby thematisiert die Opfer-Täter-Umkehr bei Vergewaltigungen. Carsberg ist eine Brauerei aus Kopenhagen, nicht zu verwechseln mit dem deutschen Karlsberg.
Die Kommissare ermitteln in zwei voneinander unabhängigen Fällen: Ein Stalker, der die Vergewaltigung filmt mit der toten Frau am Strand, und die zunächst von der Polizei unentdeckten perfiden Attacken gegen deutsche Urlauberfamilien in einer Ferienhaussiedlung.
Nachdem die Dänen die glücklichsten Menschen Europas sind, sollte für deutsche Familien mit Hunden, wie die Schneiders ein Ausflug an die dänische Nordseeküste ein erholsamer Aufenthalt werden. Ein unvergesslicher wird es allemal. Sollte – doch das Böse ist immer und überall. Stefanie, Markus Schneiders Frau wird entführt; um sie zu retten soll Markus gezwungen werden, ein Haus abzufackeln.
„Ein Mann, der sich das AUGE nennt, zwingt ausgewählte Menschen dazu, sich selbst oder andere umzubringen, damit ihre Familien unbeschadet bleiben. Es soll eine Art Experiment sein, das beweisen soll, dass der Mensch keinerlei Moral besitzt, wenn man ihm nur den richtigen Anreiz für unmoralische Handlungen bietet. Das Ganze betrachtet der Mann über Kameras, die er überall in den Ferienhäusern installiert hat“ (Seite 427).
„Verdammte Scheißausländer“ sagt das AUGE.
Auf den ersten 2/3 der knapp 500 Seiten dümpelt der Thriller dahin, ohne dass dem Leser ein Anhaltspunkt für den Täter ins AUGE springt, dafür die unappetitlichen Fernattacken der Psychopaten auf die Familien mit deren kaum auszuhaltenden psychischen Belastungen. Die Spannung lebt zumindest auf den letzten 100 Seiten.
Auffällig die Disharmonien in der dänischen Polizeistation und zwischen Jette und Tom, wobei Tom eindeutig den Sympathiepreis gewinnt. Tom, der vor 10 Jahren einen Piratenangriff auf sein Containerschiff überlebt hat und seit dem an einem PTBS leidet ist der cleverste aller Ermittler.
Vielleicht können wir bald mehr lesen von Kommissar Tom Skagen.
Rezensionen von Harakiri:
3 sympathische Frauen
Jahre der Veränderung von Linda Winterberg
Das Schicksal meint es gut mit den 3 Hebammen Edith, Margot und Luise. Sie haben inzwischen ihre Ausbildung beendet und arbeiten alle 3 in der Frauenklinik von Dr. Hammerschlag. Doch die Liebe will die 3 nicht so erreichen: Luise hat nach einem schrecklichen Erlebnis keine Lust mehr auf Männer, Margot liebt den verheirateten Dr.
Lingau und Edith trauert immer noch um ihren Richard. Doch die 3 Frauen haben in der Klinik viel zu tun.
Gleichzeitig erschüttert eine Wirtschaftskrise Berlin und der Autorin gelingt es hervorragend, die Stimmung in Berlin in den späten Zwanziger und frühen Dreißiger Jahren einzufangen. Die Not und die frühe Kindersterblichkeit, Frauen bringen bis zu 10 Kinder auf die Welt und wissen kaum, wie sie sie ernähren können – das hat mich sehr gefesselt. Allerdings wurden die Vorkommnisse auch teilweise öfter wiederholt und das ständige „Kindchen“ konnte ich bald nicht mehr lesen.
Die 3 Frauen sind überaus sympathisch und gerade Luises Lebensweg nicht einfach. Als sie Marina trifft, wird es interessant. Aber auch ein klein bisschen surreal. Aber das ist halt Berlin Auch Edith, als Jüdin, bekommt die Härte der damaligen Zeit bald zu spüren.
Der Roman ist mitreißend und flüssig zu lesen, allerdings haben mich die Zeitsprünge von einigen Monaten manchmal etwas gestört. Ansonsten wieder ein toller Roman und eine gute Fortsetzung und ich hoffe, dass wir bald noch mehr von den drei Hebammen lesen dürfen.
Rezensionen von manu63:
Schwächelnde Fortsetzung
Der Lehrmeister von Pötzsch Oliver
Mit Der Lehrmeister setzt der Autor Oliver Pötzsch seine Reihe rund um Johann Georg Faustus fort. Seit dem Ende des ersten Bandes Der Spielmann sind einige Jahre vergangen und Faustus zieht mit seiner Tochter Greta und Karl Wagner durchs Land. Sein Ruhm ist gewachsen und seine Rat ist gefragt, doch dann holt ihn seine Vergangenheit wieder ein.
Beim Lesen merkte ich das der Autor gut zur Historie recherchiert hat, er hat auch einen Hang zu ausführlichen Beschreibungen, die leider die Spannung drücken und langatmig werden. Auch wiederholten sich Ereignisse wie Überfall, Gefangennahme und Flucht. Was erst ganz munter beginnt wird im Laufe der Zeit immer zähfließender und ließ mich das Buch mehrfach aus der Hand legen und nach einer anderen Lektüre suchen. Die immer wieder aufkeimenden Dispute fand ich auch eher zu viel des Guten, da wäre eine straffere Erzählweise besser gewesen. Den Schluss fand ich etwas zu dick aufgetragen und dadurch nicht so richtig nachvollziehbar. Insgesamt ein schwächeres Buch als der erste Teil, der mir gefallen hatte.
Rezensionen von spozal89:
Ein wirklich gelungenes und durchdachtes Debüt
Falling Skye (Bd. 1) von Frisch Lina
Klappentext:
Nach einer großen Katastrophe sind die USA zu den Gläsernen Nationen geworden. Endlich ist Schluss mit Diskriminierung, Populismus und impulsiven Entscheidungen! Die Menschen werden in Ratio oder Senso eingeteilt – und zu ihrem eigenen Schutz unterliegen die Emotionalen strengen Auflagen.
Als die 16-jährige Skye zu ihrer Testung einberufen wird, ist sie überzeugt, als mustergültige Rationale erkannt zu werden, der eine glänzende Zukunft bevorsteht. Doch die Prüfungen sind verstörend, und Skye fragt sich immer häufiger, welchem Zweck sie in Wahrheit dienen. Wer ist der mysteriöse Testleiter, der ihr auf Schritt und Tritt folgt? Und wohin verschwinden die Mädchen, die im täglichen Ranking abfallen? Zu ihrem Entsetzen muss Skye erkennen, wer in den Gläsernen Nationen den Preis für die neue Ordnung zahlen soll: sie selbst …
Ich bin ein unglaublicher Fan von Büchern, die einen zum Nachdenken bringen und "Falling Skye - Kannst du deinem Verstand trauen" ist eines dieser Bücher, bei dem man nicht nur ins Nachdenken gerät, sondern bei dem es einem auch eiskalt den Rücken runter läuft, weil genau solch ein Szenario jeder Zeit tatsächlich passieren kann. Wie auch im Nachwort von der Autorin vermerkt, schleichen sich auch in der Realität Anzeichen solch eines Szenarios ein und darum ist es einfach wichtig, dass es Menschen gibt, die für unsere Recht einstehen und kämpfen.
Hier ist Skye diejenige, die unteranderem im Mittelpunkt des ganzen steht und schon von Anfang an mochte ich sie, weil sie manche Dinge einfach hinterfragt hat, auch wenn man es nicht sollte. Es war absolut spannend zu lesen, was Skye bei der Testung erlebt und ich habe mit ihr mitgefiebert, als sie nach und nach hinter das Geheimnis der Testung kam. Lina Frisch schreibt wirklich toll und ich war von Anfang an in dem Setting gefangen, weil es einfach so erschreckend real ist. Zwar konnte man manches erahnen, aber dennoch hat dies nicht meinen Lesefluss und mein Leseerlebnis gestört.
Für mich ein wirklich starkes, durchdachtes und gelungenes Debüt. Ich freue mich schon unglaublich auf die Fortsetzung (Die Reihe ist zum Glück nur eine Diologie und Teil zwei erscheint voraussichtlich noch im Herbst 2020)
Rezensionen von Lilli33:
Ein neuer Fall für Jean Michael Cardell
1794 von Natt och Dag Niklas
Inhalt:
Cardell wird von einer Frau beauftragt, den Mörder ihrer Tochter zu suchen. Für das Verbrechen sitzt der Ehemann in der Irrenanstalt, doch die Frau ist von seiner Unschuld überzeugt.
Meine Meinung:
„1794“ ist die Fortsetzung von „1793“, aber leider nicht ganz so gut gelungen.
Wie der Vorgänger ist das Buch in 4 Teile untergliedert, wovon der erste sich ziemlich uninteressant in die Länge zieht. Jean Michael Cardell tritt erst ab dem 2. Teil auf den Plan, und ab da nimmt die Geschichte dann auch Fahrt auf und wird spannend. Der 1. Teil ist zwar notwendig als Vorgeschichte, hätte aber erheblich gekürzt werden können.
Die brutalen und dreckigen Zustände in Stockholm werden wieder deutlich dargestellt. Das Böse lauert überall, wobei sich einer ganz besonders hervortut. Zart besaitet sollte man wahrlich nicht sein. Die Beschreibungen der Gräueltaten sind drastisch und detailliert.
Neben dem Verbrechen und den zugehörigen Ermittlungen werden auch viele private Umstände und Probleme der Protagonisten angesprochen, die in meinen Augen die Handlung noch abrunden.
Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven. Die Wechsel erzeugen zusätzliche Spannung und bieten den Lesenden ein umfassendes Bild des Geschehens.
Fazit:
Nach einem eher zähen Beginn nimmt die Handlung schließlich Fahrt auf und entwickelt sich dann interessant und spannend. Etwas schwächer als der Vorgänger-Band.
Rezensionen von nuean:
Nicht ganz neue Erkenntnisse, aber sehr angenehm geschrieben und jeder kann sich den Teil herausziehen, der ihm am meisten hilft
Wohlfühlgewicht von Mareike Awe
Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, welches damit wirbt, alle Diätregeln über Bord zu werfen und mit einfachen Mitteln sein Wohlfühlgewicht zu erreichen.
Das Buch ist in 6 Kapitel unterteilt. Anfangs erklärt die Autorin wie sie in der Diät und Jojo-Falle saß und wie sie es daraus geschafft hat und schlussendlich ein Programm entwickelt hat, das jedem helfen kann, sein persönliches Wohlfühlgewicht zu erreichen.
Mir haben die kleinen Anekdoten aus ihrem Leben gut gefallen und ich habe mich des Öfteren wiedererkannt.
Ich finde das Buch ist sehr angenehm geschrieben, man fühlt sich schon beim Lesen wohl. Es gibt einige Tipps, Tricks und Übungen, die man durchführen kann. Für mich ist das mentale Training eher nichts, da ich nicht daran glaube. Allerdings gab es auch für mich einige Ansätze, die mir helfen werden Gewicht zu verlieren. Es gibt auch viele Wiederholungen, um das gelernte zu verinnerlichen.
Etwas störend fand ich, dass gefühlt nach jedem 2. Kapitel ein Hinweis auf das kostenpflichtige Programm der Autorin gestreut wurde. Auch der Preis ist meiner Meinung nach etwas hoch für so wenig Inhalt. Trotzdem gibt es bestimmt Menschen, die sich voll und ganz darauf einlassen können und damit ihr Wunschgewicht erreichen.
Fazit: Nicht ganz neue Erkenntnisse über das intuitive Essen.
Rezensionen von Bibliomarie:
Sarajewo 1914
Der Attentäter von Schiewe Ulf
Am 28. Juni 1914 in Sarajevo starben der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie bei einem Attentat. Die Kugeln des Mörders trafen sie in einem offenen Automobil, das sie an der neugierigen und jubelnden Menge vorbeiführte.
Dieses geschichtliche Ereignis hat die Welt verändert und jeder hat wohl schon im Geschichtsunterricht von diesem Attentat und seinen Auswirkungen gehört.
Ulf Schiewe hat daraus einen überaus fesselnden Thriller gemacht, der mit hohem Tempo und Spannung auf den Höhepunkt zusteuert.
In den einzelnen Kapiteln, die Datums-und Zeitangabe eine Chronologie des Geschehens bilden, führt er uns in das Leben des Vielvölkerstaats. Es gärt überall, serbische Separatisten, bosnische Muslime – fühlen sich nicht heimisch unter der österreichischen Krone. Zwar brachte die Verwaltung Fortschritt, Straßen wurden gebaut, Eisenbahnlinien durchziehen das Land, aber die Separatisten träumen von der Unabhängigkeit. Ganz besonders junge Menschen sind den Ideen zugewandt. So auch der spätere Mörder Gavrilo Princip, der ein romantisch verklärtes Weltbild hat und von der Revolution träumt. An Schwindsucht erkrankt, hat er nicht viel zu verlieren. Er und seine Mitstreiter sind also leicht zu verführen und sie erinnern mich daran, dass es auch in der Gegenwart genug Beispiele gibt, wie schnell junge Menschen instrumentalisiert werden können.
Aber wie die Politik Österreichs diese Strömungen in den Völkern ignoriert und wie dadurch erst die Pläne für einen Umsturz entstanden sind und wie Geheimdienste und Militär von solchen Plänen erfuhren, aber durch Engstirnigkeit, Überheblichkeit und Hybris, alles als Hirngespinste abtun, wird vom Autor mit minutiöser Genauigkeit erzählt. Dabei bleibt er ganz dicht an den historischen Ereignissen und alles, was er schreibt, ist belegt. Natürlich werden einige fiktive Figuren erdacht um eine Rahmenhandlung zu schaffen, die sich in die Geschehnisse nahtlos einfügen und für zusätzliche Spannung sorgen.
Ich hätte nicht gedacht, dass ein Spannungsroman gleichzeitig eine Geschichtsstunde sein kann und wurde mit Ulf Schiewes Buch eines Besseren belehrt. Toll geschrieben und absolut empfehlenswert.











