Kunden em pfehlungen
Rezensionen von S.:
Die Hebammen- Saga geht weiter
Jahre der Veränderung von Linda Winterberg
Berlin, 1929. Margot, Edith und Luise arbeiten nun schon einige Jahre als Hebammen. Ihr Leben ist abwechslungsreich, nicht nur Entbindungen, auch Pflege, Beratungen und Hausbesuche prägen den Berufsalltag. Ein meistens wunderbarer Beruf. Der Leser begleitet die Frauen und nimmt teil an privaten Sorgen, Problemen, aber auch an Glücksmomenten.
Außerdem erfährt man viel Interessantes über die gar nicht so goldenen 20-er Jahre in Berlin, den „Tanz auf dem Vulkan“ und erkennt die Vorboten des drohenden Faschismus.
So unterschiedlich die drei Frauen sind, alle sind sympathisch, haben ein erfülltes und abwechslungsreiches Leben. Anschaulich geschildert, gut zu lesen. Ein schöner Roman aus dem Aufbau Verlag, unterhaltsam geschrieben von Linda Winterberg.
Rezensionen von Lesemama:
Ein auf und ab der Gefühle
Nur ein einziger Song – Mia & Chase von Stacey Lynn
Zum Buch:
Mia und Chase lernten sich durch Nicole und Zack kennen. Chase hätte gerne mehr, Mia möchte maximal eine Freundschaft Plus und so herrscht seit sechs Monaten Funkstille. D.h. Chase hat Mia immer wieder kontaktiert, aber sie lässt ihn abblitzen, bis er am Tag ihrer völlig unerwarteten Kündigung vor ihrer Türe steht um sie mit nach L.
A. zu nehmen, wo die Hochzeit von Nicole und Zack stattfindet.
Chase versucht alles um Mia für sich zu gewinnen, aber Mia hat ein Geheimnis ...
Meine Meinung:
Ich mochte den ersten Teil über Nicole und Zack schon sehr gerne und habe dort schon alle Beteiligten kennengelernt. Daher wollte ich natürlich auch gerne Mia und Chase auf ihrer Reise begleiten. Mit war natürlich bin der ersten Seite an klar, dass die zwei (ACHTUNG, SPOILER) sich am Ende wohl auch bekommen, aber das ist bei einem Liebesroman sowieso von vornherein so sicher wie das Amen in der Kirche ...
Aber der Weg dorthin war gepflastert mit wunderschönen, romantischen Liebesnächten, aber auch mit allerhand Ballast, den vor allem Mia mit sich herumträgt.
Mich konnte die Geschichte jedenfalls sehr berühren, ich hatte mehr als einmal Tränen in den Augen.
An Dramatik war das Ende kaum noch zu überbieten, aber genauso soll ein Liebesroman sein. Gefühlvoll, romantisch, prickelnd und einfach nur schön.
Rezensionen von heinoko:
Melancholisch und poetisch
Eine fast perfekte Welt von Agus Milena
Die Autorin wünscht sich den idealen Leser als einen, der sich in einer Rettungsaktion engagiert, bei der alles, was verloren zu gehen droht, vor dem Vergessen bewahrt wird. Dieser Gedanke hat mich eine ganz andere Seite des Lesens erkennen lassen: Der Autor beschreibt etwas, und der Leser bewahrt es.
Ein Leben vielleicht, Erfahrungen, Erlebnisse, Entdeckungen. Im vorliegenden Buch geht es um Sardinien, so wie es vor drei Generationen war, steinig, ursprünglich, arm. Und um Menschen auf der Sinnsuche.
Nur 200 Seiten, aber diese Seiten sind so prall voller Warten, Sehnsucht, Traurigkeit, Liebe, Hoffnung, Zorn, Gelassenheit – voller Leben.
Ester wartet Jahre auf ihren Geliebten, und als sie ihn endlich heiraten kann und nach Genua zieht, ist sie unglücklich, sehnt sich nach ihrem Dorf zurück. Aber auch dort bleibt in ihr diese ewige Sehnsucht. Ihre Tochter Felicita lebt sich leichter, denn sie ist ein in sich ruhender, gelassener Mensch. Deren Sohn Gregorio jedoch ist unstet, es zieht ihn fort, egal wo er ist, er läuft weg.
Melancholisch und humorvoll, träumerisch und in zarten Farben, zuweilen in eindringlich dichten Szenen erzählt Milena Agus von Menschen, die auf sehr unterschiedliche Weise ihr Leben teils passiv hinnehmen, teils aktiv gestalten, teils nur davon träumen, was sein könnte. In einer sehr berührenden poetischen Sprache, unaufdringlich und leise beschreibt die Autorin Außergewöhnliches und Alltägliches. Und genau diese leise Erzählweise ist es, die dem Leser im Herz haften bleibt.
Rezensionen von begine:
Hebammen die Zweite
Jahre der Veränderung von Linda Winterberg
„Jahre der Veränderung“ ist der zweite Band der Hebammen Saga von Linda Winterberg.
Sie beschreibt intensiv die Lebensumstände der Berliner Frauen in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts.
Margot, Edith und Louise sind immer noch befreundet. Ihr Privatleben hat ihre Tücken.
Mit ihrer Vermieterin Auguste sind sie wie eine Familie, die zusammen halten.
Die Autorin zeigt das Leben vieler armer Frauen, die in den Zeiten unendlich schwierig schwer ist. und zu kämpfen haben. Dann kommt auch noch die Weltwirtschaftskrise. Und der Antisemitische nimmt zu.
Es gibt aber auch immer mal wieder schöne Lichtblicke, und Veränderungen stehen an.
Jetzt warte ich auf den dritten Band der Saga.
Rezensionen von begine:
Netter Krimi
Je länger die Nacht von Mary Ann Fox
„Je länger die Nacht“ ist Band 4 der Cornwall Krimi Reihe Mags Blake, von Autorin Mary Ann Fox.
Mags Blake ist Gärtnerin, der immer wieder Kriminalfälle über den Weg laufen. Ihr Vater ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Jetzt kommt ein anonymer Brief, das es Mord gewesen sein soll.
Ihre Mutter ist schon als sie Kind war verschwunden. Hat ihr Vater jetzt nach der Mutter gesucht? Sie war Malerin und Mags deckt bei der Suche gleich noch einen Fall auf, der für sie gefährlich wird.
Die Autorin lässt Mags wieder aufregende Zeiten erleben. Sie schreibt ihre Krimis mit Gefühl.
Der Krimi ist gleichzeitig ein Wohlfüllroman.
Der 5. Teil ist auch schon angesagt.
Rezensionen von inya:
Sardinien
Eine fast perfekte Welt von Agus Milena
Dieses Buch spielt in Sardinien und erzählt eine Familiengeschichte von einer nicht ganz einfachen Familienkonstellation. Es beginnt mit der Geschichte von Ester, die es nicht mehr in ihrem Heimatdorf aushält und endlich mit ihrem Ehemann auf das italienische Festland zieht. Dort muss sie aber erkennen, dass sie ihre Heimat vermisst und beschließt mit ihrer Familie wieder nach Sardinien in das Dorf zu ziehen.
Dann geht es mit ihrer Tochter bis zu ihrem Enkel weiter. Es ist ein interessantes Buch, welches in einer wunderschönen Kulisse spielt. Es ist angenehm zu lesen, aber ist am Ende leider etwas belehrend und zu sehr philosophisch. Trotzdem kann ich es empfehlen, da es einen guten Einblick in das Leben in Sardinien gibt.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Christliche Mystik seriös und wohlwollend dargestellt
Christus von Anna Röcker; Peter Michel
Mir gefällt besonders, dass auch Jakob Lorber positiv eingeschätzt und gewürdigt wird. Gleichzeitig erhält das Lorber-Werk eine berechtigte Kritik: Die Offenbarungen bei Jakob Lorber kamen nicht direkt von Jesus Christus. "Eine naturwissenschaftlich gebildete Seele, deren christliche Prägung aus einer hohen kirchlichen Position stammen könnte, dürfte im Aufstieg durch die jenseitigen Welten durchaus eine so umfassende Weltsicht gewonnen haben, wie sie aus dem Lorber-Werk hervorleuchtet.
"
Rezensionen von LEXI:
Eine neue Hoffnung, ein Neubeginn
Christus von Anna Röcker; Peter Michel
Eine neue Hoffnung, ein Neubeginn
„Das hier ist dein echtes Leben, Logan. Das echte Leben ist nicht einfach nur eine Karriere oder der alltägliche Stress. Es sind die Überraschungen und Möglichkeiten und offenen Türen, die man nicht kommen sieht.“
Der vierunddreißigjährige Logan Walker bemüht sich nach dem Unfalltod seiner geliebten Ehefrau Emma, seiner Vaterrolle und seiner Karriere als politischer Redenschreiber gerecht zu werden.
Logans vierjährige Tochter Charlie ist das Wichtigste in seinem Leben, doch sie weigert sich, zu sprechen. Als eines Tages ein Brief mit überraschendem Inhalt kommt, überstürzen sich die Ereignisse. Logan muss seine Prioritäten überdenken und entscheiden, welche Richtung er einschlagen wird.
„Wenn du wirklich die Träume und Wünsche in deinem Innersten erforschen möchtest, solltest du erst den erforschen, der sie uns ins Herz legt.“
Als Amelia Bentley vor drei Jahren mit gebrochenem Herzen nach Maple Valley kam, fand sie hier ein neues Zuhause. Die junge Reporterin liebt die Kleinstadt, deren Bewohner und ihren Job als Chefredakteurin des Lokalblattes. Die Nachricht vom bevorstehenden Verkauf der Zeitung schwebt wie ein Damoklesschwert über den Mitarbeitern und Amelia setzt alle Hebel in Bewegung, um das drohende Unheil abzuwenden. Als der attraktive Logan Walker in seiner Heimatstadt Maple Valley auftaucht, versucht Amelia, ihn als Unterstützer für den Erhalt der „Maple Valley News“ zu gewinnen. Doch Logan hat andere Pläne…
Melissa Tagg führt in diesem Roman die Geschichte der sympathischen Walker-Familie fort und konzentriert sich in ihrer Neuerscheinung auf den verwitweten Logan, den in Los Angeles eine erfolgreiche Karriere sicher scheint. Ein Erbe führt den alleinerziehenden Vater zurück in seine Heimatstadt, wo er sich nach und nach aus seiner Isolation herauswagt. Logan wird als sensibler und aufmerksamer Mann dargestellt, der seine Familie, vor allem aber seine kleine Tochter Charlie, über alles liebt. Im Glauben findet er seit dem Tod seiner Ehefrau jedoch keinen Trost mehr.
„Vielleicht kommt eines Tages der Punkt im Leben, an dem Gott will, dass man sich unsicher und haltlos fühlt. Damit du die Augen wieder auf ihn richtest und bei ihm Halt und Zuflucht suchst, anstatt deinen eigenen Weg zu gehen.“
In Amelia Bentley schuf die Autorin eine quirlige und liebenswerte Protagonistin, die Logans Leben ein wenig durcheinanderbringt. Doch auch Amelia hat mit Verletzungen in ihrer Vergangenheit zu kämpfen und erst Logans Feinfühligkeit und Geduld schaffen es, ihren Schutzwall zu durchbrechen. Logan und Amelia sind zwei wundervoll charakterisierte Protagonisten, ihr bewegtes Innenleben wurde dem Leser eindrucksvoll nahegebracht. Mit dem liebenswerten „Walker-Clan“ wurden den beiden unglaublich sympathische Nebenfiguren zur Seite gestellt. Ich genoss es, Logans Vater Case und seinen Geschwistern Kate, Beckett und Reagan in diesem Roman wieder zu begegnen. Amelias Zwillingsschwester Eleanor, Logans Schwiegereltern sowie der großzügige Eigenbrötler Kendall Wilkins nehmen ebenfalls einen Part in der Handlung ein.
Die Vergangenheitsbewältigung und das Vertrauen in die Führung Gottes, verbunden mit dem festen Glauben an einen Neubeginn sind zentrale Themen dieses Buches. Der flüssige und einnehmende Schreibstil der Autorin machte die Lektüre dieses Buches darüber hinaus zu einem reinen Vergnügen. „Du bist die Story meines Lebens“ hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann diese berührende Liebes- und Familiengeschichte uneingeschränkt weiterempfehlen. Ich würde dem interessierten Leser jedoch eine Kenntnis des Vorgängers „Wieder zurück auf Anfang“ zum besseren Verständnis der familiären Verhältnisse und der Geschichte der Familie Walker ans Herz legen.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Nichts wirklich Neues
Christus von Anna Röcker; Peter Michel
Frank Ochse, Kolumnist bei der „Bild-Zeitung“ stellt in diesem Buch eine Vielzahl von Möglichkeiten Schnäppchen zu ergattern vor. Allerdings natürlich nur für Deutschland.
Weiters zeigt er die Marketing-Schmähs diverser Firmen auf, denen nach wie vor Konsumenten auf den Leim gehen - Stichwort „Abverkaufspreise“.
Die Themenbereiche gliedern sich wie folgt:
Alltag
Auto/Verkehr
Finanzen
Haushalt/Wohnen
Reisen
Shopping
Ein besonders übles Beispiel ist das Thema „Bestatter“, wo es doch einige schwarze Schafe zu geben scheint. Hier wird mit dem Kummer der Hinterbliebenen viel Geld gemacht. Das kann ich aus persönlicher Erfahrung sagen, dass manche ihre Kunden über den Tisch ziehen. Warum soll man einen besonders teuren Mahagoni-Sarg kaufen, wenn der Verstorbene ohnehin verbrannt werden soll? Hier tut es ein einfacher Fichtensarg auch.
Wir haben es einmal mit einer Tankkarte probiert und haben den „heißen“ Gewinn von 20 Euro im Jahr lukriert. Da musste manchmal der Umweg zu dieser Markentankstelle noch in Kauf genommen werden. Das hat sich nicht wirklich ausgezahlt. Da ist es besser, die Diskonttankstelle anzufahren. Allerdings, auf Autobahntankstellen ist die Abzocke wirklich erschreckend. Da lohnt es sich, die Spartipps des Autors zu beherzigen.
Einige der Spartipps kann man getrost unter „no na“ verbuchen, andere sind nützlich. Einiges kann auf Österreich umgelegt werden, anders eher nicht.
Auffällig ist, dass man für die optimale Schnäppchenjagd sehr viel Zeit investieren muss, die Berufstätige im allgemeinen nicht haben. Einkaufszettel schreiben, Prospekte studieren, Rabattcoupons ausschneiden und zum Einkauf mitnehmen und anschließend die unterschiedlichsten Geschäfte abklappern. Hier muss dann wahrscheinlich mit dem Auto gefahren werden. Ob der „Gewinn“ von ein, zwei Euro den Aufwand lohnt? Das muss jeder für sich entscheiden.
Fazit:
Eine gute Übersicht über Einsparmöglichkeiten sowie Tipps, das eigene Konsumverhalten wieder einmal zu überprüfen. Für mich war nicht allzu viel Neues dabei, daher nur 3 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Wichtige Stationen fehlen
Auf Napoleons Spuren Eine Reise durch Europa von Schuler Thomas
Historiker und Journalist Thomas Schuler begibt sich mit seinen Lesern auf eine Reise durch Europa und wandelt auf den Spuren Napoleons. Seine Stationen dabei sind:
Sankt-Bernhard-Pass
London
Regensburg
Venedig
Paris
Berlin
Moskau
Kaub
Waterloo
Zu jeder dieser Station weiß der Autor einiges zu berichten.
Die Weltgeschichte wäre eine andere geworden, hätte der Maultierführer Napoleon und sein Maultier nicht vor dem Absturz auf dem St. Bernhard-Pass bewahrt.
Doch Napoleon in London? Dort war er doch nie, werden die Kenner von Napoleons Geschichte aufschreien. Dennoch finden sich Spuren des „Petite Caporal“ an vielen Orten. Apropos „petite“: Gebetsmühlenartig muss daraufhin gewiesen werden, dass Napoleon mit 1,68m eine durchschnittliche Körpergröße aufzuweisen hatte. Die unterschiedlichen Größenangaben basieren zum Teil auf den verschiedenen Einheiten der Längenmaße ich Europa. Jeder Herrschaftsbereich hatte andere Angabe zu „Fuß“. Und das berühmte „Petite Caporal“ hat nichts mit der Körpergröße zu tun, sondern damit, dass sich Napoleon zu Propagandazwecken als „einfaches“ Mitglied der Truppe bezeichnet hat.
Regensburg, Venedig, Paris, Berlin, Moskau, Waterloo - alle diese Stationen sind den meisten Lesern wohlbekannt, aber Kaub? Wo zur Hölle liegt dieser Ort und warum ist er hier in diese Liste aufgenommen?
Also, Kaub (damals noch Caub geschrieben) liegt am rechten Rheinufer zwischen Mainz und Koblenz. In der Silvesternacht 1813/1814 überquert General „Vorwärts“ Blücher mit seiner Armee den Rhein, um gemeinsam mit seinen, in der 6. Koalition gegen Napoleon, Verbündeten Richtung Frankreich zu ziehen. Der Düsseldorfer Maler Wilhelm Camphausen hat dieses Ereignis 45 Jahre später in einem Monumentalbild festgehalten.
In jedem der genannten Ort begibt sich der Autor in Museen, die oft ein Napoleon gewidmetes Zimmer oder Devotionalien aufbewahren. Er besichtigt Gedenkstätten, die den Gegnern gewidmet sind und zieht Querverbindung zu einem anderen Despoten, der sich als neuer Napoleon wähnt. Schuler verknüpft historische Zahlen, Daten Fakten mit seinen eigenen Gedanken und nimmt manchmal die Hilfe von Nachfahren von Mitstreitern (Nicolaus von Leuchtenberg, Nachfahre von Josephine de Beauharnais) in Anspruch. Er beleuchtet die historische Gestalt Napoleon in Zusammenhang mit dem genannten Ort.
Es gäbe vermutlich noch eine Reihe anderer Orte an denen Napoleon seine Spuren hinterlassen hat, die in diesem Buch keine Erwähnung findet.
Ein großes Manko ist allerdings, dass Thomas Schuler Wien auslässt. Immerhin hat er die Hauptstadt der Donaumonarchie gleich zweimal belagert, nämlich 1805 und 1809. 1805 hat man die Tore der Stadt kampflos geöffnet. 1809 hat es die erste Niederlage für Napoleon als Feldherr gesetzt, als sich Österreichs Erzherzog Karl in Aspern erfolgreich gegen die französischen Truppen zur Wehr gesetzt. Die vernichtende Niederlage Österreichs bei Wagram hat Napoleon ein zweites Mal ins Schloss Schönbrunn geführt. Wien hat für Napoleon auch noch eine private Komponente: Er erhält (quasi als Friedenspfand) Erzherzogin Marie Louise zur Frau. Sein Sohn Napoleon Franz Joseph Karl, König von Rom, später Herzog von Reichstadt, wird hier am Wiener Hof, nach Napoleons Sturz 1815, leben und 1832 sterben. Auch die Überführung des Sarkophages mit den sterblichen Überreste auf Befehl Adolf Hitlers 1940 ist dem Autor, der sonst gerne auf Hitler & Co. Bezug nimmt, keine Zeile wert.
Aber, vielleicht liegt es daran, dass in Wien sehr wenig an Napoleon erinnert. Es gibt zwar in der Lobau einen Rundgang, der an die ehemalige Stellungen erinnert sowie eine Lannesstraße (benannt nach Jean Lannes, jenem (einzigen?) Freund Napoleons, der hier von einer Kartätsche schwer verletzt wurde und der wenig später an Wundbrand verstorben ist). Im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien findet Napoleon Platz im „Saal der Revolutionen“. Auf dem Wiener Heldenplatz befindet sich an prominenter Stelle das Denkmal für Erzherzog Karl. In der kleinen Kapelle neben der Kirche in Aspern ist ein Museum eingerichtet und im ehemaligen Getreidespeicher von Essling, der 1809 heiß umkämpft war, findet man ein Diorama mit der Schlacht von Aspern und Essling.
Weder Fürst Metternich noch der „Wiener Kongress“, der sich zwischen September 1814 und Juni 1815, um die Neuordnung Europas nach Napoleons Niederlage, bemüht, ist dem Autor ebenfalls eine Erwähnung wert.
Auch Warschau kommt in diesem Buch nicht vor. Immerhin hat er dort mit der Gräfin Walewska, seiner langjährigen Geliebten, einen Sohn gezeugt.
Nach welchen Kriterien Thomas Schuler die Reise zu den hier beschriebenen Orten ausgewählt hat, ist leider nicht vermerkt.
Das Buch ist leicht zu lesen, enthält es doch jede Menge Histörchen in Zusammenhang mit Napoleon. Daher ist es auch für Leser interessant, die wenig mit Geschichte am Hut haben. Apropos Hut“ Dem Zweispitz Napoleons wird natürlich eine Menge Platz eingeräumt.
Beim katastrophalen Rückzug aus Moskau scheint der Autor ein wenig der Napoleonischen Propaganda von „General Winter“ Glauben zu schenken: Nicht die taktischen Fehler Napoleons (eine wenig motivierte Armee, schlecht ausgebildet und ausgerüstet, fehlende Versorgung etc.) seien für den Tod von zig-Tausenden Soldaten verantwortlich, sondern Eis und Schnee. 150 Jahre wird sich die Katastrophe wiederholen, weil wieder einmal ein Befehlshaber, seine Fähigkeiten überschätzt.
Positiv zu vermerken ist, dass es im Anhang zahlreiche Anmerkungen und weitere Literatur zu finden sind.
Fazit:
Das Buch ist leicht zu lesen, enthält Historie und Histörchen.
Das Fehlen von Wien als Station „Auf Napoleons Spuren“ kostet einen Stern. 3 Sterne







