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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ele:

Tod in der Hochzeitsnacht

1794 von Natt och Dag Niklas

1794, Kriminalroman mit historischem Hintergrund von Niklas Natt och Dag, 560 Seiten, erschienen im Piper-Verlag.
Ein neuer Fall für den einarmigen Häscher „Mickel“ Cardell und seinen Mitermittler Emil Winge.
Nach den Ereignissen des vergangenen Jahres fällt Jean Michael Cardell in ein tiefes Loch.

Er ist wieder ganz unten in der Gosse angekommen. Doch eines Tages kontaktiert ihn eine Frau. Ihre Tochter wurde in der Hochzeitsnacht auf grausame Weise getötet. Ihr frisch angetrauter Ehemann der ins Irrenhaus gebracht wurde, solle der Täter sein. Doch die Mutter der Getöteten glaubt diese Version nicht. Cardell, traut seinen Augen nicht, als der Bruder seines verstorbenen Freundes Cecil, Emil Winge vor ihm steht. Gemeinsam mit dem verhinderten Juristen Winge beginnt er mit den Ermittlungen und seine Nachforschungen führen ihn erneut tief in die Abgründe Stockholms.
Diese Mischung aus historischem Roman und Krimi, ist wie schon der Auftaktband in vier Teile, nach Jahreszeiten geordnet, gegliedert. Es beginnt im Winter 1794 „Aus dem Grab der Lebenden“ und endet mit dem „Minotaurus“ Teil im Herbst 1794. Die einzelnen Teile sind in lesefreundlicher Länge in Kapitel eingeteilt, die nicht selten mit einem spannenden Cliffhänger enden. Zu Beginn eines jeden Teiles sind Zitate eingefügt. Am Anfang der Geschichte sind einige Personen die im Buch Erwähnung finden aufgeführt. Das erste Kapitel, das auf der schwedischen Sklavenhändler Kolonie Saint-Barthélemy spielt, ist für meinen Geschmack etwas zu ausführlich, aus der Sicht von Erik Drei Rosen, erzählt. Dadurch ist die Naivität und Gutgläubigkeit des jungen Mannes sehr deutlich dargestellt worden. Bei den weiteren Kapiteln hat der Autor dann die auktoriale Erzählweise gewählt, wodurch zu jeder Zeit der Überblick über das Geschehen gewahrt bleibt. Außergewöhnliches Sprachniveau, Düsternis brutale und grausige Geschehnisse, hervorragende Beschreibung des Settings und tiefgründige Charaktere, all das hat mich das Buch wieder flüssig lesen lassen. Die Zustände im Kinderheim und die grausigen Behandlungsmethoden im Tollhaus, die in dieser Zeit sicher gang und gäbe waren haben mich sehr betroffen gemacht.
Das Krimi-Debüt 1793 von Natt och Dag war für mich eine Sensation, Der neue Fall ist ein Verbrechen das die Ermittler erneut in eine Netz aus Lügen, Gewalt und Perversion führt, wegen der Brutalität mancher Szenen und der oft trostlosen Stimmung kann ich mir vorstellen, dass der Leser schon ein wenig abgebrüht sein sollte um diese Stimmung zu ertragen. Besonders gut fand ich die Sprache die ich dem späten 18. Jahrhundert hervorragend angepasst fand. Das Ende war für meinen Geschmack etwas zu abrupt, jedoch kann man dadurch auf eine Fortsetzung 1795 hoffen. Es blieben mir zu viele Verwicklungen offen. Die Personen waren hervorragend charakterisiert. Meine absoluten Favoriten natürlich der Häscher Mickel und nicht zu vergessen die tapfere Anna Stina, die erneut das Schicksal hart trifft, von ihr hätte ich mir mehr zu lesen gewünscht. Niklas Natt och Dag, der selbst aus einer schwedischen Adelsfamilie stammt, hat es erneut geschafft mich mit seinem enorm spannenden und beeindruckend empathischen Sittengemälde zu überzeugen. Leicht schwächer als der Vorgängerband wegen der gemächlichen Vorgeschichte und des für mich zu plötzlichen Endes. 4,5 von 5 Sternen. Obwohl 1794 etwas nachgelassen hat, werde ich eine Fortsetzung 1795 auf alle Fälle lesen.

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Rezensionen von Tara:

Unterhaltsame Gesellschaftskritik

Im Netz des Lemming von Slupetzky Stefan

„Im Netz des Lemming“ ist der sechste Kriminalfall des Autors Stefan Slupetzky mit dem Protagonisten Leopold Wallisch genannt Lemming. Zum Verständnis sind keine Vorkenntnisse aus den vorherigen Bänden notwendig und man kann diese unabhängig voneinander lesen.

Nur durch Zufall sitzt der Lemming in der gleichen Straßenbahn wie Mario – ein Freund seines Sohnes – der aufgrund einer Handynachricht aus der Bahn stürmt und Suizid begeht.

Völlig unvorbereitet gerät der Lemming dadurch in das Visier der Medien, da er sich mit dem Jungen unterhalten hat und ihm nun vorgeworfen wird, dass er ihn bedrängt hätte. Es folgt ein Shitstorm im Internet mit entsprechenden folgen. Gemeinsam mit seinem Freund Polivka beginnt er Hintergründe zu ermitteln und stellt fest, wie viele Menschen unter Cybermobbing leiden.

Die Geschichte ist bedrückend, spannend und enthält politische Anspielungen, für die man ein wenig Hintergrundwissen benötigt. Die Ereignisse sind aktuell und könnten genau so jeden Tag passieren. Es ist erschreckend und verstörend, aber durch seinen einzigartigen humorvollen Schreibstil gelingt es dem Autor, dass man trotz allem immer wieder lachen muss.

Hier wurde Gesellschaftskritik unterhaltsam verpackt und durch zahlreiche Wendungen eine Spannung erzeugt, die es schwer macht das Buch aus der Hand zu legen.

Mich hat es wirklich beeindruckend, wie es Stefan Slupetzky gelungen ist Unterhaltung und aktuelle Politik zu verbinden. Obwohl er die Grausamkeiten der Menschen klar und deutlich benennt, hat er es immer wieder geschafft mich zum Schmunzeln zu bringen. Aus meiner Sicht eine wirklich gelungene Mischung, die gerade dadurch lange nachklingt.

Das war die unterhaltsamste Gesellschaftskritik, die ich bisher gelesen habe und ich bin gespannt auf weitere Fälle mit dem Lemming.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Braucht etwas...wird aber!

Sweet Sorrow von Nicholls David

Tja, David Nicholls, Du hast meine Geduld ganz schön auf die Probe gestellt.

Das Buch zieht sich anfangs fürchterlich, es besteht aus schier endlos-langweiligen Schilderungen. "Langeweile war unser natürlicher Zustand" sagt eine Figur, und ja, das wurde perfekt vermittelt. Aber dann, hin und wieder, gab es richtig gute Sätze zu lesen, diese brachten mich dann doch zum Weiterlesen.

Sätze wie "Unser Naherholungsgebiet war allgemein als Hundescheiße-Park bekannt, eine Kiefernschonung trug den Namen Mörderwald - was, soweit ich weiß, ihr offizieller Name war. Wer würde über einen solchen Ort ein Sonett schreiben?"
Oder "Er sah, auf eine altmodisch-gesunde Art, nicht schlecht aus, wie ein Schauspieler aus einem alten B-Movie, der gegen Knetgummi-Dinosaurier kämpft"
oder "Im Winter darf man wenigstens mies drauf sein und muss nicht durch ein Feld mit Sonnenblumen hüpfen."

Und dann, nach ungefähr 20 Prozent des Buches, hatte mich der Autor. Es blieb zwar weiterhin gemächlich, aber es wurde interessant, ich konnte mit den Figuren mitfühlen, ihr Leben hat mich interessiert. Ich fand auch das Eintauchen in die Romeo & Julia Theaterwelt passend und stimmig.

Eine Liebesgeschichte - nicht nur über die erste, tiefe Teenagerliebe in einer Zeit, in der die Welt Kopf steht, sondern auch die Liebe zu Eltern, Freunden und zum dauerhaften Partner.
Ich bin froh, dass ich durchgehalten habe, für mich hat es sich gelohnt - und schöne Sätze habe ich noch ganz, ganz viele gelesen.

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Rezensionen von manu63:

Zerplatzte Träume

Träume von Freiheit - Flammen am Meer von Silke Böschen

Träume von Freiheit Flammen am Meer ist ein historischer Roman der Autorin Silke Böschen in dem sie die Ereignisse rund um die Thomas-Katastrophe in Bremerhaven als Ausgangspunkt ihrer Geschichte nimmt. William King Thomas hat im Jahr 1875 durch einen Anschlag den Tod von vielen Menschen verursacht.

Die Autorin ist den Spuren zweier Frauen gefolgt die unmittelbar von der Katastrophe betroffen waren. Zum einen Johanne Claussen die dabei fast ihre ganze Familie verloren hat und zum anderen das Schicksal der Witwe von William King Thomas, Cecilia Thomas.


Die Autorin verbindet geschickt Fiktion und Wahrheit und entspinnt so eine Geschichte rund um diese Frauen die ich gebannt gelesen habe. Johannes Schicksal ist traurig und diese Stimmung der Protagonistin hat die Autor sehr einfühlsam eingefangen. Ihre Schuldgefühle und wie sie langsam wieder ins Leben findet fand ich glaubhaft geschildert. Cecilia Thomas wird als Frau dargestellt die es eher bedauert, das sie ihren Lebensstandard nicht mehr aufrecht erhalten kann und die ihrer vorherigen gesellschaftlichen Stellung nachtrauert und alles versucht um diese wieder zu erreichen. Die Begegnung der beiden Frauen nimmt nur einen geringen Raum innerhalb der Geschichte ein und ich hätte ihn mir nach dem Klappentext anders vorgestellt. Der Schreibstil ist gut lesbar und die Geschichte wird aus den Perspektiven der beiden Frauen erzählt. Obwohl es keine großartigen Spannungsbögen gibt fand ich die Geschichte interessant und die Hintergrundinformationen zur Thomas Katastrophe wirken fundiert. Eine Geschichte die ich nicht im Vorbeigehen lesen konnte und die etliche berührende Stellen enthält.

Am Ende der Geschichte gibt es noch interessante Informationen zu Fiktion und Wahrheit und ein Personenverzeichnis das detailliert auf einzelne Charaktere und ihrem wahren Leben eingeht.

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Rezensionen von manu63:

Ganz nett aber nicht mehr

(K)ein Womanizer für eine Nacht von Katie MacAlister

(K)ein Womanizer für eine Nacht ist ein Liebesroman der Autorin Katie MacAlister. Theo Papaionnou sieht sich plötzlich einer Situation ausgesetzt die er kaum bewältigen kann. Eine seiner Ex-Freundinnen drückt ihm seinen 10 Monate alten Sohn in die Hand und lässt ihn dann nach einem Streit einfach stehen.

Kiera Taylor, die eigentlich keine Zeit hat sich einzumischen, kann es dennoch nicht lassen und so stehen Kiera und Theo gemeinsam vor der Aufgabe sich um ein Kleinkind zu kümmern und beide haben keine Ahnung wie man das macht.

Die Geschichte ist recht einfach geschrieben und enthält Komponenten die sie nicht so ganz glaubwürdig wirken lässt. Empfindet man das nicht als störend und lässt sich einfach darauf ein, so bekommt man eine ganze nette Liebesgeschichte mit teilweise witzigen Dialogen. Das Kleinkind Peter ist erst einmal das Bindeglied zwischen Theo und Kiera, später kommen dann weitere Aspekte dazu, die Theo veranlassen Kieras Problemen zu seinen zu machen. Explizite Szenen sind häufig im Buch vorhanden, wobei mich Kieras Schwärmerei von Theo Körper immer mehr nervten. Da wäre weniger sicherlich mehr gewesen. Die Charaktere bekommen in der Kürze der Zeit wenig Tiefe, aber das benötigt die Geschichte auch nicht. Die Erzählperspektive wechselt zwischen Theo und Kiera und vermittelt die gesamte Bandbreite ihrer Empfindungen. Wer eine tiefschürfende Geschichte erwartet wird enttäuscht werden, wer lockere Unterhaltung sucht und sich nicht an Zufällen und nicht so ganz glaubhaften Szenen stört bekommt eine nette Liebesgeschichte mit einer Menge expliziter Szenen die nicht zu sehr ins Detail abschweifen.

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Rezensionen von begine:

Trauriges Schicksal ohne Hilfe

(K)ein Womanizer für eine Nacht von Katie MacAlister


Konrad von Stresow schreibt seine Dokumentation und Roman „Die Grenzgängerin“
Aisha kommt aus Nigeria, schon von ihrem Vater wurde sie missbraucht. Wir lesen von ihrer Fluch nach Europa. Am Ziel wird ihr unter Gewalt der Pass abgenommen und sie wird zur Prostitution gezwungen.
Der Autor erzählt von mehreren Frauen gleicher Situationen.

Dieses Thema ist akut.
Es ist erschreckend von diesen erschreckenden Schicksal zu lesen. Es ist fast unmöglich aus dem alte Leben herauszukommen

Die Frauen geraten von einer Not in die Nächste. Viele Frauen sehen ihr Heil nur im Selbstmord.
Diese Geschichte macht nachdenklich. Der Autor dokumentiert ziemlich viel über Ausweisungsgesetze und ähnlichen Gesetzen. Es ist etwas viel Theorie.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Der falsche Wein

Tote trinken keinen Rosé von Bernhard Emilia

Rachel Lewis erfährt aus der Zeitung vom außergewöhnlichen Tod Edgar Bowens. Bei Tisch erlitt er einen Herzanfall und erstickte mit dem Gesicht in der Suppe. Edgar ist kein Unbekannter für Rachel, natürlich kennen sich alle Amerikaner, die in Paris heimisch geworden sind. Aber bei Edgar kommt noch was dazu: Rachel war seine Petite Amie.

Als sie frisch in Paris ankam, mit den hochfliegenden Plänen eine bekannte Schriftstellerin zu werden, sich aber den kärglichen Unterhalt mit kellnern verdienen musste, war es Edgar, der sie unterstützte und ermutigte. Zwar hielt die Liebe nicht, inzwischen ist Rachel seit Jahren glücklich verheiratet und tatsächlich Autorin geworden, aber sentimental stimmt sie die Nachricht schon. Als sie allerdings von der Flasche Rosé liest, die neben der Suppe stand, klingeln ihre Alarmglocken. Edgar verabscheute Rosé!

Zusammen mit Magda, ihrer besten Freundin, auch eine Ex-Pat, beginnt sie ihre Nase in den Fall zu stecken. Begünstigt wird das durch ein kleines Vermächtnis. Edgar beauftragte Rachel in seinem Testament, die Bibliothek zu katalogisieren und sich dafür ein Buch der Wahl auszusuchen. Das ist eine wunderbare Gelegenheit täglich in der Wohnung aufzutauchen und die anderen Erben unter die Lupe zu nehmen.

Eine reizende Ausgangsidee, die amüsant und im Plauderton ihren Lauf nimmt. Viel pariserisches Flair breitet sich aus, wenn sich Rachel fast täglich mit Magda in Cafés und Bistros trifft, um ihre Erlebnisse und Vermutungen zu besprechen. Natürlich stochert sie vollkommen im Nebel und Leserinnen die schon einige Krimis gelesen haben, werden sich wundern, wie wenig Rachel Augenscheinliches zur Kenntnis nimmt.

Trotzdem liest sich dieser kleine Krimi sehr angenehm, die Dialoge sind witzig und pointiert und Rachel und Magda zwei liebenswürdige Damen mit zu viel Freizeit, die sich als "Detekteusen" - eine Wortschöpfung Rachels - betätigen. Auf große Spannung ist das Buch auch sicher nicht angelegt, eher auf leichte Unterhaltung, bei der Paris als Hintergrund leuchten kann.

Das drückt auch das Titelbild auf gekonnte Weise aus.

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Rezensionen von BarbaraM:

Von Menschen, die mutig aus der Reihe tanzen!

Stories for Kids Who Dare to be Different - Vom Mut, anders zu sein von Ben Brooks

Nachdem uns (Mama und 12jährige Tochter) schon die Bände „Good Night Stories for Rebel Girls“ und „Stories for Boys Who Dare to be Different“ von Ben Brooks richtig gut gefallen und fasziniert haben, waren wir sehr gespannt auf das Buch „Stories for Kids Who Dare to be Different – Vom Mut, anders zu sein“ und wir wurden wirklich nicht enttäuscht.

Nein, im Gegenteil, wir wurden wieder von so vielfältigen Geschichten überrascht, von Männern, Frauen, Kindern, die großartiges bewirkt haben und immer noch dabei sind, es zu tun, die gegen den Mainstream schwimmen, die mutig und tapfer sind und sich gegen den Wind stellen, die nicht aufhören, an sich oder eine Sache zu glauben, auch wenn ihnen allerhand anderes erzählt wird und die letztendlich gefeiert werden dafür im Stillen und auch in der Öffentlichkeit.
Wir haben die Geschichten voller Faszination gelesen und sind nachhaltig beeindruckt. Manche Personen haben wir schon gekannt, andere noch nicht.

Prima gefallen hat uns die Aufmachung des Buches, denn jeder Person (es werden insgesamt 100 Menschen unter die Lupe genommen) ist immer eine Doppelseite gewidmet. Auf der einen Seite findet man Informationen zur Geschichte der jeweiligen Person und auf der anderen Seite ist eine dazu passende, aussagekräftige Zeichnung zu finden.
Das Buch „Stories for Kids Who Dare to be Different“ von Ben Brooks umfasst in der gebundenen Ausgabe 208 Seiten und ist im Loewe Verlag 2019 erschienen. Wir empfehlen es Lesern ab 12 Jahren.

Fazit: Wir sprechen eine absolute Leseempfehlung aus für Leser, die sich für Menschen interessieren, die tapfer und mutig sind und gegen den Strom schwimmen und die nicht unbedingt den gängigen Klischees entsprechen. Das Buch ist faszinierend, lädt immer wieder zum Hineinblättern ein und wird von uns ganz sicherlich noch oft zur Hand genommen werden.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein Krimi, bei dem ich mich sehr schwer getan habe

Stories for Kids Who Dare to be Different - Vom Mut, anders zu sein von Ben Brooks

Kriminalhauptkommissar Hans-Josef Poensgen, der nach seinem Umzug von Köln noch immer nicht ganz in Freiburg angekommen ist, erfährt bei einem Besuch in Wien, dass seine ehemalige Vermieterin, die 85-jährige Henriette von Schubert, brutal erschlagen in ihrer Wohnung aufgefunden wurde. Aus ist es mit seiner Ruhe.

Zurück in Freiburg macht er sich auf zum Tatort und begegnet dort Romillo Renato Wolf, Oberaufpasser in der Talstraße und einem Papagei, den er mit ins Präsidium nimmt. Die Kommissare tun sich mit ihren Ermittlungen sehr schwer. Aber die Soko Spargelesserin ist schlussendlich doch vom Erfolg gekrönt...


Kriminalhauptkommissar Hans-Josef Poensgen, 46, Rollstuhlfahrer und Griesgram lebt in einer verlassenen Industriehalle. Keine Nachbarn, keine Straße, kein Supermarkt – verdammt einsam. Aber er ist ein genialer Ermittler, der sich als Einzelgänger bei seinen Chefs des öfteren in die Nesseln setzt. Dem das aber wurscht ist. Und sein Erfolg gibt ihm recht. Er, sein Freund Andor Móricz und seine Bekannte Lissy sind die Einzigen, die mir hier richtig sympathisch sind.
Die anderen Mitglieder der Soko Spargelesserin, die Kommissare Kramer, Kieling, Berthold und vor allem Miriam Müller „MM“, kann ich einfach nicht ernst nehmen. Sie bestechen durch Dummheit, Albernheit und Großkotzigkeit. Ernsthafte Polizeiarbeit – Fehlanzeige. Alles nicht mein Fall.
Über eine Szene, in der MM meint Donald Duck zu sein, kann ich schon nicht lachen. Aber als der arme im Büro freigelassene Papagei der Toten sich beim Fliegen gegen das Fenster den Hals bricht, dann tot im Abfallkorb landet und die Kommissare das total witzig finden – so etwas geht bei mir gar nicht.

Die Geschichte selbst ist eigentlich sehr interessant und könnte auch spannend sein, wenn das viele Drumherum nicht wäre. Einiges wird viel zu ausschweifend behandelt. Immer wieder schweift die Autorin ab, was natürlich den Spannungsbogen, hat er sich mühsam aufgebaut, auch schon wieder zusammenbrechen lässt.

Das Rezept für die Spargelmousse am Schluss der Geschichte werde ich vielleicht mal ausprobieren.

Für mich eher eine abgefahrene Komödie als ein Krimi, der durch skurrile Personen, die meisten mit wenig Hirn, glänzt. Dem es aber an Spannung und ernst gemeinter Polizeiarbeit in meinen Augen weit fehlt. Daran ändern auch die Sprüche nichts, die wahrscheinlich ein Prise Humor in den Fall bringen sollen.

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Rezensionen von Caroline :

Romantische, nicht zu dramatische Lovestory Teil 2/2

Win for Love von K. Bromberg

Scout tritt in die Fußstapfen ihres Vaters als Physiotherapeut für Profi Baseball Spieler. Seine Tage als erfolgreicher Behandler der Stars sind gezählt, denn er ist unheilbar krank. Niemand außer Scout weiß davon, denn er möchte unbedingt noch ein großes Ziel erreichen. Einen Langzeitvertrag bei den Austin Aces.

Scout soll dafür sorgen, in dem sie Easton Wylder nach einer schweren Verletzung zu einem erfolgreichen Comeback verhilft.

Easton erwartet seinen Therapeuten Doc Dalton, als statt dessen seine Tochter Scout auftaucht, ist er sich nicht sicher, ob sie den Erwartungen gerecht werden kann. Er reizt sie ständig während der Therapien aber Scout gibt ihm kontra und beeindruckt ihn damit. Zugleich fliegen zwischen ihnen auch die Funken, aber eine Beziehung zwischen Spieler und Therapeut wurde vertraglich untersagt.

Die täglichen gemeinsamen Stunden tragen nicht gerade zur Abkühlung bei, um auch langweilige Momente zu überbrücken und das Schweigen zu durchbrechen, ergeben sich Gespräche und sehr intime Einblicke in das Leben des jeweils anderen.

Nach monatelangem Training steht der entscheidende Tag in den Startlöchern. Einem Comeback steht nichts mehr im Weg, aber nehmen die Dinge einen komplett anderen Verlauf als geplant.



Wie hat es mir gefallen?

Voraus schicken möchte ich, wie gern ich die Autorin mag. Sie hat eine meiner Lieblings-New-Adult-Serien "Driven" geschrieben und seither bin ich immer Up-To-Date über ihre übersetzten Bücher.

Ich empfehle die zwei Teile der Reihe "The Player" gleich hintereinander zu lesen, da Teil eins mit einem, wie ich finde, fiesen Cliffhanger endet.

Normalerweise äußere ich mich nicht zu Covern, da ich sie für die Geschichte für unwichtig erachte, aber dieses Mal passen sie und mir gefallen sie auch. Gut, vielleicht sollte ich auch erwähnen, dass ich eine Schwäche für solche Arten von Bildern habe.

Nun zur Geschichte. Ja, es ist eine typische in diesem Genre, aber der Autorin gelingt es eine Story zu erzählen, die weder in totalem Kitsch oder Klischee untergeht, noch eine xte Wiederholung des Standardaufbaus ist.

Ihre Figuren sind älter als 18, kratzen fast schon an der 30iger Marke. Sie arbeiten hart, um im Leben vorwärts zu kommen und schleppen auch Sorgen mit sich herum.

Bei Scout sind es, die Erkrankung ihres Vaters und sein Verlust, seine hohen Erwartungen an sie und die Möglichkeit, dass sie ihn enttäuscht. Zusätzlich der Druck in einer von Männern dominierten Welt bestehen zu müssen.

Easton will sein Comeback um jeden Preis. Dafür ist er sogar bereit mit einer weiblichen Therapeutin zu arbeiten. Sein Focus liegt am Sport, der ihm durch seinen Vater Cal - der, einer der erfolgreichsten Baseballspieler aller Zeiten war - in die Wiege gelegt wurde.

Ich mochte beide Figuren sehr gerne. Zusätzlich gibt es noch ein paar Charaktere, die im Graubereich erscheinen und sich erst nach und nach zu erkennen geben. Zusätzlich schafft es K. Bromberg einige Wendungen - manche vorhersehbar, andere weniger - einzuflechten. Deshalb lesen sich ihre Geschichten leicht.

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