Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
etwas zu wenig Thriller, eher mehr Familiendrama
3,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Die 30-jährige Allison überlebt als einzige einen Flugzeugabsturz in den Rocky Mountains. Ihr Begleiter ist tot. Und Ally weiß: sie muss fort, so schnell wie möglich, denn sie wird gejagt. Kann sie aus der Wildnis vor ihrem Verfolger fliehen?
Als Allisons Mutter Maggie von dem Flugzeugabsturz hört, will sie nicht an den Tod ihrer Tochter glauben.
Obwohl sie seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr hatte, beginnt sie zu recherchieren: wer war diese Frau, zu der Allison in den letzten Jahren geworden ist? Was sie dabei herausfindet, hätte sie sich niemals träumen lassen...
Meine Meinung:
"Freefall" ist als Thriller deklariert, jedoch fehlt dem Ganzen ein wenig der Thrill. Es ist eine pausable Geschichte über einen Mutter-Tochter-Konflikt und über den Egoismus der Reichen, die glauben, mit allem durchzukommen und sich mit Geld alle Freiheiten erkaufen zu können; der Thrill kommt eher nur nebenher.
Außerdem gibt es einige Logikfehler: einerseits wird Ally seit dem Flugzeugabsturz vom "bösen Mann" verfolgt, wobei ich mich noch die ganze Zeit wunderte, wie derjenige schneller die Absturzstelle finden konnte als die Rettungskräfte. Weiters taucht derjenige öfter in Allys Nähe auf, greift sie aber nicht an. Daher ging ich davon aus, dass sie nicht getötet werden soll. Doch gegen Ende plötzlich will der Mann sie auf einmal umbringen? Warum hat er die vielen Möglichkeiten davor nicht genutzt? Unlogisch.
Ebenso die Auflösung des Täters. Laut Allys Gedanken zu Beginn war ich mir absolut sicher dass es derjenige gar nicht gewesen sein könnte, aber nach nochmaligem nachlesen habe ich gemerkt, wie geschickt die Autorin den Leser hier in die Irre führt.
Allerdings hat mir die Geschichte hinter dem Mutter-Tochter-Konflikt gut gefallen. Es ist authentisch und aus dem Leben gegriffen, und ich kann hier gut nachvollziehen, warum sich Ally von ihrer Mutter distanziert hat. Ich kann aber auch Maggies Tat nachvollziehen.
Und auch Maggies Recherchen über Allys Leben in den letzten Jahren und über ihren Verlobten Ben und dessen Pharmakonzern waren spannend zu verfolgen, teilweise aber etwas langatmig. Auch fand ich Maggie als Person im Gegensatz zu Allison viel besser ausgearbeitet, mit viel mehr Gefühlen und Tiefen.
Allys Flucht durch die Wildnis hätte detaillierter dargestellt werden können, und oft wusste ich bei ihren Gedanken nicht, wann es um Vergangenes und wann um aktuelle Geschehnisse ging.
Die Auflösung des Täters hat mich zuerst überrascht, da ich dachte, das kann gar nicht sein. Doch nach der Irreführung der Autorin zu Beginn des Buches, war es dann doch logisch und schlüssig.
Von den Sprecherinnen war ich nur zur Hälfte begeistert - Gabriele Blum, die Maggie spricht, hat eine ruhige, klare Stimme, die sich gut artikuliert. Yara Blümel hingegen, die Allison spricht, hat eine für mich nervige hohe Pieps-Stimme; weiters hat sie einen 'SCH'-Aussprachefehler, weshalb es für mich leider nicht sehr angenehm war, den Parts der Allison zuzuhören.
Fazit:
Gute Idee des Plots; nur die Umsetzung hätte besser sein können. Ich vergebe 3,5 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Das Ende einer Ära
Zechentod von Sylvia Sabrowski
Die Schließung der letzten Steinkohlezeche in Bottrop, Prosper Haniel, steht bevor. Die meisten Bergmänner sind schon seit längerem im Vorruhestand. So auch Andy Goretzka, der plötzlich verschwindet. An den Lotto-Gewinn mag so keiner richtig glauben. Während sich Ehefrau Martina und ihre Freundin Omma Kwatkowiak Sorgen machen, halten die ehemaligen Kumpel Willi und Elkin dicht.
So wie einst, im Jahre 1995, als ein tödlicher Unfall unter Tage geschehen ist.
Timo Goretzka und Liesa Kwatkowiak versuchen auf eigene Faust das Verschwinden von Timos Vater Andy aufzuklären. Die beiden haben dazu höchst unterschiedliche Ansätze. Während Liesa zeitweise unter Panikattacken leidet, kann Timo seine Computerkenntnisse, die über das übliche Maß hinausgehen ausspielen.
Ja, und da ist noch der Obersteiger Schlehek, in dessen Schicht es immer wieder zu Unregelmäßigkeiten gekommen sein soll.
Meine Meinung:
„Zwei Seelen wohnen ach in meiner Brust!“ - für die interessante Darstellung der bergmännischen Umgebung und die authentische Wiedergabe der Stimmung rund um die Stilllegung der letzten Zeche Deutschlands könnte ich glatt 5 Sterne und ein plus vergeben. Die Ausflüge in die Bekleidung der Bergleute mit Arschleder und goldenen Knöpfen auf der Uniformjacken finde ich sehr aufschlussreich. Hier merkt der Leser, dass die Autorin aus einer Bergmannsfamliie stammt.
Gut gefällt mir die humorige Sprache. Welcher Erwachsene schläft bitte in einer Schlumpf-Bettwäsche? Das Lokalkolorit kommt vor allem bei den Dialogen recht gut heraus.
Bei den Charakteren bin ich nicht ganz so überzeugt. Timo ist ok, und über Omma Kwatkowiak muss ich mehrmals herzlich lachen. Einzig Liesa ist mir nicht ganz so ans Herz gewachsen. Natürlich ist sie wegen des nicht lange zurück liegenden Todes ihrer Mutter noch ein wenig durch den Wind. Sie macht auf mich einen unfertigen Eindruck, viel zu unschlüssig.
Allerdings, bis der ganze Krimi Fahrt aufnimmt und dann so richtig fesselt, dauert es für mein Gefühl ein wenig zu lange. Dafür würde ich nur 3 Sterne vergeben. Weil aber die Autorin in ihrem Krimi-Debüt allerlei Spuren legt, die sich mitunter als Sackgasse entpuppen, kann ich guten Gewissens letztlich 4 Sterne geben.
Das Cover beeindruckt mich besonders.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Traue keinem
Lübsche Wut von Jobst Schlennstedt
Ralf Blum, langjähriger Insasse der JVA Lauerhof in Lübeck, hat Selbstmord begangen. Wirklich? Die Meinungen gehen hier stark auseinander, und vor allem, weint kaum jemand dem Toten eine Träne nach, denn Blum ist als Kinderschänder und Mörder eines kleinen Jungen überführt und verurteilt worden.
Dieses Klientel ist in der Hackordnung des Gefängnisses ganz zuunterst angesiedelt.
Da es dennoch Gerüchte auf Fremdverschulden gibt, werden KHK Birger Andresen und Ida-Marie Berg in die JVA gerufen, um jedweden Zweifel auszuräumen. Dabei kommen sie nicht nur dem LKA in die Quere sondern sehen sich auch einem höchst unkooperativen Anstaltsleiter gegenüber.
Es scheint, als würde jemand späte Rache an Blum nehmen wollen. Doch wer? Und warum arbeitet das LKA so vehement gegen Andresen & Co.? Sind hier hochrangige Politiker in einen veritablen Skandal verwickelt?
Meine Meinung:
Jobst Schlennstedt ist es gut gelungen, Misstrauen zu säen. Ich habe eigentlich keiner Person wirklich vertraut. Selbst Andresen und Berg kommen manchmal nicht ganz integer bei mir an. Das liegt vielleicht daran, dass ich die Vorgeschichte(n) der Ermittler nicht kenne. Immerhin ist dieser Krimi der 9. aus dieser Reihe.
Geschickt führt uns der Autor an der Nase herum, wenn es darum geht, mögliche Verdächtige auszumachen. Doch ich hatte dann doch bald den richtigen Riecher.
Das Thema Missbrauch und Kinderpornografie, ist wirklich besonders abscheulich. Besonders dann, wenn die Ehefrau des Täters und Mutter des Opfers davon weiß und nichts dagegen unternimmt. Ich will Blum hier nicht entschuldigen oder seine Taten schön reden, trotzdem ist er selbst ein Opfer. Dass Opfer zu Tätern werden oder an den an ihnen verübten Verbrechen zerbrechen, ist häufig. Das besonders perfide allerdings, sind die honorigen Herren, die sie am Leider der Kinder ergötzen. So gesehen kann man die späte Rache, die hier im Buch verübt wird, gut verstehen.
Fazit:
Für meinen ersten Birger-Andresen-Krimi vergebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Echo des Schweigens von Markus Thiele
Der junge Hamburger Strafverteidiger Hannes Jansen hat den wohl brisantesten Fall seiner bisherigen Karriere vor sich: Er soll einen ehemaligen Polizisten verteidigen, der des Mordes an einem Asylwerber angeklagt ist. Dass ihm im Gerichtssaal ausgerechnet Sophie Tauber, die Frau, die vor kurzem kennen und lieben gelernt hat, mit einem neuen Gutachten gegenübersteht, ist ein gefinkelter Schachzug des Autors.
Sophie Tauber ist eine gewissenhafte Pathologin und kann mit diesem Gutachten beweisen, dass der Polizist schuldig ist. Zusätzlich gibt es noch die Skizze des stummen Sohnes eines Polizeikollegens, der alles beobachtet haben will.
Doch dann begegnet Sophie erstmals ihrem verschollen geglaubten Vater und erfährt von ihrer wahren Familiengeschichte. Dabei verschwimmen Recht und Gerechtigkeit, als sie entdeckt, wozu sich ihre geliebte Mutter hinreißen hat lassen.
Wie wird sich Sophie entscheiden? Kann sie über ihren Schatten springen?
Meine Meinung:
Autor Markus versteht es meisterhaft Recht und Unrecht von mehreren Seiten zu beleuchten. Solange Sophie quasi als Vertreterin der Anklage zu sehen ist, ist alles für sie klar: Der Täter muss zur Strecke gebracht werden, um jeden Preis. Sei es, dass die Beziehung zum Verteidiger scheitert. Doch dieses Rechtsempfinden ändert sich schlagartig, als sie ihre Familiengeschichte kennenlernt.
Schon früh habe ich bei den Rückblenden in die Nazi-Zeit gewusst, dass Sophies Verständnis von Recht und Gerechtigkeit gehörig ins Wanken geraten wird - und Recht habe ich damit gehabt. Sehr spannend habe ich gefunden, wie schnell sich Sophie und ihr Vater, den sie ja zuvor nicht kannte, verstanden haben. Das war mir einen Hauch zu schnell. Sophie hat wenig Zweifel an der Geschichte, die er erzählt. OK, sie ist gut „unterfüttert“, aber trotzdem. Für mich ist Sophie ein analytisch denkender Mensch, dem ich doch ein Körnchen Misstrauen zugebilligt hätte.
Diese Geschichte hat mich völlig in den Bann gezogen. Ich bin förmlich darin versunken und habe das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen.
Sprachlich ist das Buch ein Genuss und die Charaktere sind fein herausgearbeitet.
Fazit:
Ein Lesehighlight, das sich wohltuend unter den vielen Publikationen hervorhebt. gerne gebe ich diesem Buch 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnd bis zur letzten Seite
Die Spionin von Kealey Imogen
Dieser historische Roman erzählt die Geschichte der Australierin Nancy Wake, die als Captaine „Feldmarschall“ Wake rund 7.000 Mann der Résistance befehligt hat. Wie kommt es dazu?
Nancy Wake verlässt Australien, um als Journalistin zu arbeiten. Sie ist im Jahr 1938 in Wien und muss hier, wie schon zuvor in Deutschland, zusehen, wie die jüdische Bevölkerung verfolgt wird.
Sie geht nach Frankreich und beschließt etwas dagegen zu unternehmen. Zuerst als Geliebte und dann als Ehefrau des reichen Henri Fiocca unternimmt sie Kurierfahrten für die Résistance. Das Image der gelangweilten, schönen reichen Tussi kommt hier zu gute. Die Lage spitzt sich dramatisch zu, als die Deutschen herausfinden, dass Nancy die lang gesuchte „Weiße Maus“, die ihnen ständig zwischen Fingern davon schlüpft, sein könnte. Während Nancy die Flucht über die Pyrenäen gelingt, wird Henri von der Gestapo verhaftet und gefoltert.
Nancy absolviert in Schottland ein Überlebenstraining und kehrt Ende April 1944 per Fallschirm nach Frankreich zurück. Dort soll sie sich einer der zahlreichen Widerstandsgruppen anschließen, sie zu einer paramilitärischen Einheit formen und gegen die Deutschen führen. Da ihr die vorgesehene Gruppe nicht vertrauenswürdig vorkommt, entschließt sie sich, eine anderen Truppe auszubilden. Gemeinsam mit dem schwulen Funker bildet Nancy ein exotisches Duo, das sich erst das Vertrauen der Männer erarbeiten muss. Anders als die Männer des Maquis, geht sie auf die Frauen, die die Hauptlast der Besatzung tragen müssen zu. Sie hilft mit Geld, sie bezahlt die Lebensmittel anstatt sie einfach zu requirieren. Sie zahlt den Männern Sold und hilft den Familien, wenn deren Häuser zerstört werden.
Dann geht es Schlag auf Schlag: Brücken werden gesprengt, Straßen vermint und immer wieder kann Nancy ihr strategisches Geschick ausspielen. Letztendlich verleihen ihr ihre Männer den Titel „Feldmarschall“. Die Rechnung geht auf, auch wenn es immer wieder Tote und Verletzte zu beklagen gibt. Erst nach der Befreiung von Paris im August 1944 erfährt sie, dass ihr Mann Henri bereits 1943 von den Deutschen hingerichtet worden ist.
Meine Meinung:
Es gab sie, die Menschen, die das eigene Leben für andere riskierten, die den Nazis die Stirn boten: Nancy Wake ist einer dieser Menschen. In der deutschen Literatur nicht wirklich bekannt.
Über die Résistance ist schon viel geschrieben worden. Doch diese Berichte sind eher aus männlicher Sicht. Frauen kommt hier eher eine untergeordnete Rolle zu. Dieser historische Roman ist ganz auf Nancy Wake zugeschnitten. An Hand ihrer Autobiografie bzw. frei gegebener Akten hat das Autoren-Duo Imogen Robertson und Darby Kealy ihre Lebensgeschichte rekonstruiert. Die beiden sparen auch die Gräueltaten nicht aus.
Allerdings gibt es auch paar Stellen, wo ich doch schmunzeln musste. Auf S. 169, als Nancy in Pumps und Seidenstrümpfen aus dem Flugzeug springt und in Frankreich landet. Oder das gute Zusammenspiel zwischen ihr und dem schwulen Funker - beide Exoten, die vom Rest der Truppe scheel angesehen wird. Auch, dass neben Waffen, Sprengstoff und sonstigem Kriegsmaterial Kosmetika für Nancy abgeworfen wurden, hat mich ein wenig erheitert. Der Lippenstift mit der Bezeichnung „Victory-Red“ hat auch Symbolkraft. Jetzt muss ich schauen, ob ich den Roman „Codename Hélène“ von Michael Jürgs auftreiben kann. Denn das Leben der Nancy Wake interessiert mich sehr.
Fazit:
Ein gut recherchierter historischer Roman, der bis zur letzten Seite fesselt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.
Rezensionen von dorli:
Du bist die Nächste
Du bist die Nächste von Rachel Dylan
Fulton County/Georgia. Staatsanwältin Sophie Dawson hat vor kurzem ihre neue Stelle in der Abteilung für Wirtschaftskriminalität der Bezirksstaatsanwaltschaft angetreten. In ihrem neuesten Fall ermittelt sie gegen den Bankangestellten Glen Shelton, der Kunden betrogen haben soll.
Als Sophie sich nach einem anstrengenden Tag in einem Tankstellenshop Chips und Schokolade holen will, wird sie Zeugin eines Doppelmordes.
Sie kann den Täter identifizieren und soll als Hauptzeugin vor Gericht gegen ihn aussagen. Da es sich bei dem Angeklagten um den Bruder des Anführers der größten Straßengang Atlantas handelt, hat Sophies Vater zu ihrer Sicherheit den Personenschützer Cooper Knight engagiert – zu Recht, wie sich schon nach kurzer Zeit herausstellt, denn es werden Anschläge auf Sophies Leben verübt…
„Du bist die Nächste“ ist bereits der zweite Band aus Rachel Dylans Atlanta-Justice-Reihe, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis des vorherigen Bandes bestens verständlich.
Rachel Dylan hat einen sehr fesselnden Schreibstil und versteht es ganz ausgezeichnet, die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren. Da sie jahrelang selbst als Prozessanwältin gearbeitet hat, kennt sie die Tricks und Kniffe, mit denen in der Gerichtswelt agiert wird und lässt dieses Wissen gekonnt in die Handlung einfließen.
Die Autorin schont ihre Protagonistin nicht und setzt Sophie im Verlauf der Handlung sowohl physisch wie auch emotional immer mehr unter Druck. Neben den verzwickten Nachforschungen in dem Betrugsfall, ihrer nervenaufreibenden Zeugenaussage und den immer bedrohlicher werdenden Anschlägen ringt Sophie auch mit ihrer wachsenden Zuneigung zu Cooper, da ihre Gefühle von ihm nicht so erwidert werden, wie sie es sich wünscht.
Die Krimihandlung ist knifflig und wird durch immer neue Hinweise, Indizien und Ereignisse lebendig gehalten. Geschickt lenkt Rachel Dylan den Blick des Lesers in unterschiedliche Richtungen, so dass man prima über Motive, Zusammenhänge, Hintergründe und Täter miträtseln und mitgrübeln kann. Überraschungen und Wendungen sorgen zudem dafür, dass die Sogwirkung des Krimis bis zur letzten Seite nicht abreißt.
„Du bist die Nächste“ hat mir sehr gut gefallen – ein mitreißender Krimi, der mir mit seiner fesselnden Handlung ein paar äußerst spannende Lesestunden beschert hat.
Rezensionen von Miro76:
Blanche und Soléne
Das Haus der Frauen von Laëtitia Colombani
Paris, heute
Soléne, erfolgreiche Anwältin in einer renommierten Kanzlei stürzt nach dem Selbstmord eines Klienten in eine tiefe Depression. Sie erkennt, dass sie ihr Leben und ihre Träume der Arbeit geopfert hat und empfindet eine riesige Leere in ihrem Leben. Dem Rat eines Psychiater, sich ehrenamtlich zu betätigen, folgend stolpert sie über eine Anzeige.
Es wird ein öffentlicher Schreiber gesucht. Sie erinnert sich, dass sie eigentlich mal Schriftstellerin hatte werden wollen. Vielleicht kommen die Worte zurück, wenn sie diese Arbeit annimmt.
Paris, 1925
Blanche Peyron und ihr Mann Albin sind engagierte Streiter in der Heilsarmee. Sie versuchen ihr Bestes im Kampf gegen die Armut, doch alles scheint ein Tropfen auf den heißen Stein. Fast zufällig entdeckt Blanche ein riesengroßes Gebäude, dass zum Verkauf steht. Ihr Traum, ein Haus für hilfsbedürftige Frauen zu schaffen, könnte Realität werden. Mit unermüdlichen Engagement schafft sie es, die enorme Kaufsumme und ebenso das Geld für die Renovierungsarbeiten aufzutreiben. Der Palast der Frau wird Realität und hat Bestand.
Blanche und Soléne sind ganz unterschiedliche Charaktere. Ihre Leben berühren sich durch die Zeit und Blanches Ideale leben im Palast und in Soléne weiter. Die Autorin erzählt uns die Geschichte dieser zwei Frauen in wechselnden Etappen und beide Erzählstränge sind interessant und berührend. Es ist schön zu sehen, was alles möglich ist. Beide schaffen einen riesigen Kraftakt, denn auch der Weg aus der Depression hin zu echter Empathie ist kein leichter.
Die Geschichten der einzelnen Schicksale, die zwischendurch eingeflochten werden sind ebenfalls berührend und könnten jederzeit so wahr sein.
Ich habe das Buch mit Spannung und Interesse nahezu verschlungen. Es liest sich, wie schon der Zopf, recht einfach und ist doch stark im Ausdruck.
Eine klare Leseempfehlung vor allem an Frauen!
Rezensionen von Caroline :
Spannendes Gedankenspiel rund um den perfekten Partner
The One - Finde dein perfektes Match von John Marrs
Daten und Tindern war gestern. Heute gibt man eine DNA Probe ab, um seinen perfekten Partner zu finden. Der genetische Abgleich soll sicherstellen, dass Paare sich erkennen, um ihr Leben mit einander zu verbringen.
Das klingt doch wahrlich wundervoll. Niemand muss mehr Zeit auf Verabredungen verschwenden.
Grauenvolle Rendez-Vous gehören der Vergangenheit an. Mit seinem passenden Match reitet man/frau zufrieden in den Sonnenuntergang.
Somit wäre das Buch nach knapp 10 Seiten zu Ende. Dem ist aber nicht so. Es hat nämlich sogar 496 Seiten, die von Beginn weg extrem spannend sind.
Christopher, Ellie, Jaden, Mandy und Nick sind die fünf Hauptfiguren. Abwechseln erfährt der Leser, ob der Test gemacht wurde, was herausgekommen ist und welche Konsequenzen dies hat.
Jede einzelne Geschichte wartete mit sehr überraschenden Wendungen auf, die mich ziemlich heftig den Kopf schütteln ließen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, denn (fast) jedes Kapitel endete mit einen Mini-Cliffhanger und damit dem Wunsch weiterzulesen, um ja nichts zu verpassen.
Ich habe das Buch gemeinsam mit Beate von nerdlounge.at gelesen und eigentlich hatten wir uns pro Tag ca. 50 Seiten vorgenommen. Damit wären wir knapp zehn Tage beschäftigt gewesen. Ihr könnt euch vorstellen, dass wir nicht einmal eine Woche gebraucht haben, so neugierig waren wir.
Die Vorstellung, dass es dieses bestimmte Gen tatsächlich gibt, hat etwas Faszinierendes an sich. Allerdings kämen damit viele weitere Fragen einher. Einige werden in dem Buch auch angesprochen. Somit kann sich jeder für sich Antworten suchen.
5 fesselnde Geschichten in einem Buch, das großartig geschrieben wurde. Das Grundkonzept erscheint auf Grund der heutigen technischen Spielereien nicht unmöglich. Solche Geschichten ziehen mich immer wieder an. Ich bin sehr neugierig, welche Bücher in dieser Art, ich noch entdecken werde.
Rezensionen von Lesemama:
AG Sport für besondere Talente
Die Tierwandler 1: Unser Lehrer ist ein Elch von Martina Baumbach
Bewertet mit 4.5 Sternen
Zum Buch:
Die Ferien sind vorbei Merle kommt ik die vierte Klasse. In der letzten Nacht der Ferien spricht eine Eule zu ihr und Merle glaubt zu träumen.
Finn ist neu in der Stadt und kommt in die gleiche Klasse wie Merle.
M ersten Schultag gibt es außerdem einen neuen Lehrer, Herr Olsson, und sein Zwergsxhwein.
Dieses sucht sie Kinder aus, die in die neue AG dürfen, in die AG Sport für besondere Talente und dort erfahren Sie, das sie allesamt Tierwandler sind. Eine aufregende Zeit beginnt für Merle, Finn und die anderen Schüler der AG ...
Meine Meinung:
Ich kenne von der Autorin die Bücher vom Holunderweg und fand die schon richtig toll. Nun ist diese Geschichte zwar was völlig anderes, aber die Autorin hat eine besondere Art zu erzählen.
Die Geschichte ist spannend, abenteuerlich und fantasievoll. Zuerst wunderte mich zwar, warum die Kinder es so unbekümmert hinnehmen, dass sie Tierwandler sind, aber Kinder leben noch ihre Abenteuer.
Mir gefiel sehr gut, wie eng die Kinder in der Kürze der Zeit zusammengewachsen sind, sind es doch völlig unterschiedlich Charaktere, die normalerweise eher nicht miteinander befreundet sind.
Ein kleiner "Kriminalfall" haben sie auch zu lösen und dann natürlich die Aufregung um ihren Lehrer, der ein Elch ist und um ihr eigene Verwandlung.
Eine Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Gemeinschaft. Sehr abenteuerlich erzählt.
Absolute Lesefreude und das nicht nur beim Kind. Ich lese gerne mehr über die Tierwandler und muss hoffentlich nicht so lange auf eine Fortsetzung warten.
Rezensionen von Petra:
abwechslungsreich
Was koch' ich heute?.Vol.2 von Claudia Conrath
Dieses Kochbuch hat eine gute, Übersicht und vielfältige Rezepte. Es fängt beim Frühstück an ( das war nicht so für mich, ich bin eher ein Frühstücksmuffel außer im Urlaub ) dann geht es weiter über Pausensnacks, Mittagessen usw.
Die Salate waren für mich Klasse, abends fertig machen in ein Weckglas und dann fertig zum mitnehmen, Topping oder Dressing vielleicht extra aber das ist ja kein Problem.
Das Ofengemüse z.B.: habe ich gleich ausprobiert und das gibt es ab jetzt öfter, schnell und lecker.
Vor allem freue ich mich auf die Spargelsaison da ist auch ein interessantes Rezept dabei.
Ich denke in diesem Kochbuch findet jeder sein Rezept und dadurch dann Abwechslung auf dem Tisch.










