Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Marie aus E.:
Schöne und auch nicht so schöne Zeitreise
Der Sommer, in dem Einstein verschwand von Marie Hermanson
Die wilden 20er Jahre, diesmal aus schwedischer Sicht beleuchtet.
Ein Roman, ein wenig wie die schwedische Sommerfrische, dann aber wiederum auch sehr ernst, denn in den 20ern bekam man schon eine Ahnung von den folgenden, ganz dunklen Jahren.
Aber von vorne: Einstein muss nach Göteburg reisen, denn nur wenn er dort einen Vortrag hält, bekommt er auch das Preisgeld für den Nobelpreis.
Aber er kommt nicht wie geplant an...
Die Autorin schreibt locker und leicht, ohne jedoch einen kitschigen Roman vorzulegen. Sie lässt uns in die Zeit der Göteburger Jubiläumsausstellung schnuppern, in das Leben der "Neuen Frau" , das Polizisten-Dasein und in das Leben der armen Bevölkerung - und sogar in das eines kleinen störrischen Esels.
Die vielen Perspektiven machten das Buch spannend - und natürlich Albert Einstein.
Anhand historischer Fakten schrieb die Autorin einen fiktiven Roman und im Anhang erläutert sie dann, was belegt ist und was schriftstellerische Freiheit, auch das hat mir gut gefallen.
Man kann sich schon vorstellen, dass es so hätte sein können.
Ja, ein schönes Buch, das mir vergnügliche und auch etwas nachdenkliche Lesestunden geschenkt hat.
Rezensionen von Almuth-Rexer@web.de:
Eindringlich - und anstrengend
Milchmann von Anna Burns
Schon der Titel verrät, dass es hier nicht um einen 08/15-Roman geht.
»Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas mir eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb. Er wurde von einem staatlichen Mordkommando erschossen, und der Tod dieses Mannes war mir herzlich egal.
« So beginnt der Roman, der u.a. mit dem Man Booker Prize 2018 ausgezeichnet wurde.
Stilistisch ist der Roman eine echte Herausforderung. Ellenlange Sätze, Wortneuschöpfungen wie der ,,Vielleicht-Freund“ oder die Betitelung der Brüder und Schwestern mit ,,Ältere Schwester“ oder Bruder 1 sind originell, witzig, weisen aber auch auf eine gewollte Anonymisierung hin.
Inhaltlich geht es um eine junge Frau, die, vermutlich in Belfast in den 70er/80er Jahren, auf der richtigen Seite der Straße, auf der richtigen Seite des Meeres lebt, aber Probleme damit hat, sich ihrer Umgebung anzupassen. Als intellektuelle, lese- und sportbegeisterte junge Frau passt sie schlecht in die von ungeschriebenen Gesetzen und Zwängen bestimmte Gesellschaft.
Mit ihrem ,,Vielleicht-Freund“ führt sie eine gute Beziehung, ohne ihn allerdings jemals ihrer Familie vorzustellen, geschweige denn sich von ihm heimfahren zu lassen. Dafür wohnt er im falschen Viertel. Als die namenlose Erzählerin das Interesse des ,,Milchmanns“ auf sich zieht, eines einflussreichen Mannes, versucht sie zwar, dieses Interesse abzuweisen und Begegnungen mit ihm zu vermeiden. Allerdings vermag sie auch nichts gegen die schnell kursierenden Gerüchte, die ihr eine Affäre mit dem älteren, verheirateten Mann andichten.
Nur sehr mühsam schafft es die Ich-Erzählerin, ihren Weg hin zur Selbstbestimmung zu finden. Dieses Ringen spiegelt sich im Roman auch in relativer Handlungsarmut wider. Umso ausführlicher und eindringlicher dagegen legt die Ich-Erzählerin ihre Gedanken, Zweifel und Emotionen dar, gespickt mit schwarzen Humor und Absurditäten. So fühlt man sich zwar sprachlich gut unterhalten, wünscht sich des öfteren allerdings etwas mehr Handlung.
Auch ist mal stellenweise versucht, die Ich-Erzählerin zu schütteln und sie dazu zu bringen, sich ihrem ,,Vielleicht-Freund“ oder jemand anderem zu öffnen und ihren Kampf um Selbstbestimmung aktiver zu führen.
Rezensionen von Castilleja:
Freundinnen
Was wir sind von Anna Hope
Im Jahr 2004 wohnen Cate, Hannah und Rissa in einer Wohngemeinschaft in einem alten viktorianischen Haus in London. Alle drei studieren und genießen das Leben in der pulsierenden Metropole. Zehn Jahre später sind die Frauen alle Mitte 30 und haben sich auseinander gelebt und stehen auf ganz unterschiedlichen Lebenswegen.
Während Cate Mutter geworden ist und sich allein gelassen fühlt, sowohl von ihrem Mann als auch von ihren Freundinnen und auch noch mit ihrer nicht ganz einfachen Schwiegermutter zu kämpfen hat, hätte ihre Freundin Hannah gerne Kinder. Dafür ist sie beruflich erfolgreich und führt eine tolle Beziehung mit Nathan. Die dritte im Bunde, Lissa, träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Wechselnde Perspektiven, sowohl chronologische als auch personelle machen das Buch aus. Ein guter Schreibstil und ein gutes Porträt unserer Zeit. Eine Geschichte über Freundschaft und darüber, was das Leben so an Überraschungen bereit hält.
Rezensionen von Petra Gruber:
Die vielen Farben der Trauer
Rote Kreuze von Sasha Filipenko
Sasha Filipenko, Rote Kreuze
Minsk, Weißrussland. Ein Wohnhaus. Alexander, ein junger Vater, hat gerade den Vertrag für eine Wohnung unterschrieben. Da fällt ihm ein rotes Kreuz auf seiner Türe auf. Er wundert sich. Doch schnell gibt es eine Erklärung, sein Nachbarin, Tatjana Alexejewna, über neunzig und an Alzheimer erkrankt, hat die Türe markiert, um ihre eigene Wohnung zu finden.
Alexander hat vor kurzer Zeit seine große Liebe verloren, steht alleine da mit einem Baby und muss sich erst neu sortieren. Die aufdringliche alte Nachbarin, die ihn ständig zum Tee einlädt und aus ihrem Leben erzählt, ist ihm am Anfang lästig. Doch nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft und wir erfahren immer mehr aus dem tragischen Leben Tatjanas. Wie so viele wurde sie Opfer des Stalin-Terrors, viele Jahre saß sie im Lager und wusste nicht, was mit ihrem Mann und ihrer Tochter war. Ungläubige Atheistin, die sie war, begann sie im Lager, an Gott zu glauben oder besser gesagt sich ihn auszudenken, um ihn mit all dem Leid, all dem Unrecht, das ihr widerfahren und das sie gesehen hat, im Angesicht des Todes zu konfrontieren.
„Aber jetzt, wo in meinem Leben alles vorbei ist … jetzt denkt sich Gott, dieser von mir erdachte Gott, für mich Alzheimer aus, weil er Angst hat! Er hat Angst, mir in die Augen zu schauen! Er will, dass ich alles vergesse.“ S. 197
Doch auch Alexander hat das Leben schwer mitgespielt. Und so freunden sich die beiden an und sind sich vielleicht sogar gegenseitig Stütze.
Stellenweise ist nur schwer auszuhalten, was hier erzählt wird, die Willkür des Stalin-Staates war einfach unfassbar, so viele Tote, so viele zerrissene Familien, so viel Leid. Man weiß zwar davon, aber es am Schicksal einer Frau erzählt zu bekommen, macht es nochmal greifbarer und realistischer. Was für ein Unrechtsstaat.
Sasha Filipenko erzählt diese Geschichte in unaufgeregter, schlichter Sprache. Er weidet sich nicht an den Grausamkeiten des Regimes oder wie in Alexanders Fall des ungerechten Schicksals, er erzählt einfach, lässt seine Figuren sprechen. Auf alle Fälle hat mich dieser Roman (der erste von vier, der auf Deutsch erschienen ist) auf den weißrussischen Autor, der auf Russisch schreibt, aufmerksam gemacht. Ein hochinteressantes, sehr dramatisches Kapitel der Menschheitsgeschichte verpackt in einen berührenden Roman.
Auf alle Fälle ein starkes Debut, das auf interessante weitere Romane hoffen lässt.
Rezensionen von Petra Gruber:
Die vielen Farben der Trauer
Nach Mattias von Peter Zantingh
Der erste Eindruck zu diesem Roman war, dass mir das Cover extrem gut gefiel. Ich mochte das Bild, Meer, Himmel, Sand, eine junge Frau im roten Bikini, die in die Ferne sieht, das alles sehr minimalistisch, geheimnisvoll. Nachdem mir weder der Autor etwas sagte, noch dem Titel viel zu entnehmen war, war ich gespannt, ob sich dieser erste Eindruck des Covers auch im Geschriebenen bestätigen würde.
Schon im Klappentext erfahren wir, dass „Nach Mattias“ wortwörtlich zu nehmen ist. Mattias lebt nicht mehr, er hat eine Lücke hinterlassen, war anscheinend ein außergewöhnlicher Mensch, voller Begeisterung und Mut, der jeden Tag hingebungsvoll lebte. Es wird auch angedeutet, dass unterschiedliche Menschen aus seinem Umkreis zu Wort kommen würden, sich teilweise begegnen würden und ihre Geschichten ein Gesamtbild des Verstorbenen gestalten würden, wie ein Puzzle. Das klang vielversprechend und machte Lust auf die Lektüre.
Das Konzept geht ganz wunderbar auf! Jeder Abschnitt wird aus Sicht einer anderen Person erzählt. Wir erfahren, wie sie mit dem Tod umgehen, wie sie versuchen weiterzuleben, wie sie mit Mattias verbunden waren und vor allem wird erzählt, was für ein Mensch er war. Nach und nach wird das Bild, das wir von ihm bekommen immer schärfer. Er war ein besonderer Mensch, einer von denen, bei denen man sich fragt: „Warum er?“, einer von denen, die die Menschen, einfach durch ihre Art zu sein beeinflussen.
Zu Wort kommen dabei ganz unterschiedliche Menschen, Amber, Mattias Freundin, Kristianne, seine Mutter, auch die Großmutter erzählt, Quentin, Mattias bester Freund spricht in einem Kapitel, doch auch Issam, mit dem er sich nur über ein Computerspiel ausgetauscht hat, trägt einen Puzzleteil bei. Und dann gibt es noch ein paar Personen, bei denen nicht so schnell klar ist, wie sie in die Geschichte passen. Wir erfahren auch erst spät, wie Mattias gestorben ist.
Das Ganze ist total stimmig, man verliert als Leser*in nie den Faden, manchmal weiß man eben nicht genau, wie die Person zu Mattias steht, wie sie mit der Geschichte zusammenhängt, aber das macht das Lesen nur noch spannender, weil man auf die Auflösung wartet und selber Theorien dazu entwickelt. Die Länge der einzelnen Kapitel sind harmonisch, kein Wort zu viel, keine Zeile zu wenig.
Und dann ist da natürlich Zantinghs Sprache, seine Sätze. Ich habe ganz viele Stellen markiert, weil ich sie so schön fand, weil sie mich begeistert und berührt haben.
Ein besonderer Bonus ist das Interview mit dem Autor am Ende des Romans, fast wie ein Nachwort. Hier erfahren wir mehr über den Autor. Unter anderem, was Musik für ihn bedeutet, da sie auch im Roman eine große Rolle spielt:
„Es gibt für mich nichts Schöneres, als einen Song zu finden, den ich so sehr liebe, dass ich in ihm Erinnerungen einschließen kann und dabei weiß, dass sie da für den Rest meines Lebens sicher sind.“ S. 242
Er erzählt auch, dass die Songs der Rockband, die im Roman vorkommt, alle bis auf einen nach Kurzgeschichten von Raymond Carver benannt sind, den er als Autor verehrt. Wie schön, so einen Lieblingsautor zu zitieren!
„Nach Mattias“ ist ein Buch, das alles hat, was mir beim Lesen wichtig ist. Interessante Sprache, stimmiger Aufbau, spannende Charaktere, eine Geschichte, die mich fesselt. Ich bin begeistert und habe mit diesem Roman ein erstes Lieblingsbuch 2020 gefunden!
Rezensionen von begine:
Interessante Familiengeschichte
Die Bagage von Monika Helfer
Die österreichische Schriftstellerin Monika Helfer verarbeitet in dem Roman die eigen Vorfahren und prekäre Verhältnisse im Bauernhof in Vorarlberg, in denen sie lebten.
Der Roman „Die Bagage“ spielt vor 100 Jahren. Die Großmutter Maria ist eine schöne Frau, die angefeindet wird. Dann wird es die Geschichte ihrer Mutter und Großmutter.
Maria Moosbrugger wird angefeindet, weil sie schön ist. Die Männer sehen ihr nach, aber sie ist ihrem Mann Josef treu.
Josef muss in den Krieg ziehen, als er wieder kommt hat er er einen neue Tochter. Er wird noch von dem Pfarrer aufgehetzt und der Bürgermeister ist auch nicht ehrlich.
So mag er dieses Mädchen nicht und spricht nicht mit ihr, als wenn sie was für seine Zweifel kann.
Monika Helfer beschreibt die schwere Kindheit ihrer Mutter, die sich nicht natürlich entwickeln konnte. Die Ereignisse zeigen Folgen bis in die Gegenwart.
Das Buch hat nur 160 Seiten, die aber dicht geschrieben sind. Man liest es nicht so schnell, sondern lebt die Geschichte intensiv mit. Es ist eine interessante lesenswerte Familiengeschichte.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Ein guter Start
Der Tote von Sines von Claudia Santana
Auf gehts in den Alentejo! Diese Gegend im Südwesten Portugals ist geprägt von Korkeichen, Oliven und guten Weinen. Doch nichts davon spielt in "Der Tote von Sines" eine Rolle.
Oscar Lima gehört zur kapverdischen Aussiedlerbevölkerung, wohnt abgelegen, sein Haus ist einer Baufirma im Weg - und wird eines Abends tot aufgefunden.
Just an diesem Abend sitzt Nuno Cabral mit Mestre Gouveia in Sines, in der Pastelaria Galegos, wo er früher Stammgast war. Er ist nur wegen einer Erbsache zurück in seinem Heimatort und will so schnell wie möglich wieder weg. Zu viel erinnert ihn an seinen verhassten Vater und den Tod seiner Mutter, an dem er sich schuldig fühlt.
Doch da er den Notartermin verpennt, ist er gezwungen, die nächsten Tage hier zu verbringen. Also kann er ja auch gleich mit zum Tatort, schliesslich ist er ja Kommissar - nur hat er seine Marke abgegeben, was vor Ort noch niemand weiss. Als klar ist, dass sein Widersacher Leonel Bernardes, der Typ, der an allem was in Nunos Leben mies gelaufen ist Schuld ist, für den Fall verantwortlich ist, ist Nunos Ehrgeiz gepackt. Zusammen mit einigen Alteingesessenen und einer Journalistin macht er sich dran, den Fall zu lösen.
Der Krimi ist gut aufgebaut und der Fall schlüssig. Er kam mir stellenweise aber ein wenig düster rüber, denn Cabral ist die meiste Zeit schlecht drauf. Es passt aber gut zu seinem, sagen wir mal, Werdegang in diesem ersten Band - ich gehe davon aus, dass es weitere Bände geben wird. Bis zum Ende hat er nicht nur den Fall gelöst, sondern auch seine Vergangenheit aufgearbeitet.
Ich bin gespannt, wie es mit Cabral und wohl auch zusammen mit der Journalistin Joana Meireles weitergeht. Ein gutes Team geben sie auf jeden Fall ab. Ob ich die Serie weiter verfolgen werde, hängt vor allem vom weiteren Verlauf in einem möglichen zweiten Fall ab. So ganz überzeugt bin ich noch nicht, aber das ist vor allem dem Thema geschuldet, weswegen Oscar sterben musste.
Fazit: Alles in allem ein guter Anfang - interessant wird es erst, wenn man sieht, in welche Richtung sich das Ganze zukünftig entwickelt.
4 Punkte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Einfach schön!
Such mich! Wo bin ich? von Penners Bernd
Das große Buch „Edition Piepmatz“ aus dem Ravensburger Verlag mit kleinen Reimen von Bernd Penners und wunderschönen Illustrationen von Kathrin Wessel hat mein Enkel, als es ankam, sofort in Beschlag genommen. Alleine auf der Buchvorder- und Rückseite gibt es neben dem Eichhörnchen, das auf jeder Doppelseite zu finden ist, so viele Tiere der unterschiedlichsten Arten zu entdecken.
Auf sieben Doppelseiten finden wir im Park, auf der Wiese, im Garten, auf dem Bauernhof, im Teich, auf der Bergalm und im Wald so viele Tiere, die unser kleiner versucht mit Namen zu benennen. Es wird geschnattert, gegrunzt, gekeckert, gemuht, gebrummt, gequakt, gesummt und geblinzelt. Besonders haben es unserem Kleinen der Maulwurf und seine vielen Hügel angetan.
Die Altersangabe ab 2 Jahren kann man, wie in unserem Fall, bestimmt auf 18 Monate herabsetzen. Aber das kommt individuell auf jedes Kind an.
Ein wunderschönes großes Pappbilderbuch für unsere Allerkleinsten Leseratten und Entdecker.
Rezensionen von bine525:
Freiheit für den Wolf
Wolves - Die Jagd beginnt von Cole Daniel
Der erste Band vor geraumer Zeit hatte mich zwar gut unterhalten, aber ich fand ihn auch masslos übertrieben und fast schon zu unglaubwürdig. Als ich mich nun ohne den zweiten Teil gelesen zu haben an den dritten Fall wagte, war es anfangs ziemlich verwirrend für mich in die Geschichte mit dem vielen in der Vergangenheit vorgefallenen zurecht zu finden, doch nach anfänglichen Schwierigkeiten war ich schnell im aktuellen Geschehen gefangen und genoss einen packenden Thriller:
Wolf war wohl anscheinend nach den damaligen Ragdoll Fall abgetaucht und hat alleine recherchiert um mit diesen neu gewonnenen Informationen ein Druckmittel zu haben um nicht sofort verhaftet werden.
Denn als sein ehemaliger Mentor und Freund Finley angeblich Selbstmord verübt haben soll, kehrt er in die Öffentlichkeit zurück um Beweise für einen Mord zu finden. Rückblickend erfahre ich als Leser somit was Finley bei seiner früheren Arbeit als Cop erlebt hat und langsam kommt so Stück für Stück Licht in die ganze Angelegenheit und auch wie er damals seine Frau Maggie kennengelernt hat.
Auch Baxter hat grosse Geheimnisse die mit dem vorherigen 2.Teil der Serie zusammenhängen doch langsam fangen alle Beteiligen an miteinander zu arbeiten sowie sich gegenseitig zu vertrauen und gemeinsam versetzen sie Berge...
Trotz der anfänglichen Verwirrungen hatte mich das Buch bald fest in den Klauen und ich wollte es kaum noch zur Seite legen. Es ist sehr spannend, unterhaltsam aber es lies mich auch viel schmunzeln und auch ein Hauch Liebe ist mit dabei. Trotz dem happy End hoffe ich aber auf eine Fortsetzung und gebe dem Buch volle Punktezahl.
Rezensionen von Katja:
Ein Pageturner
Liebe mich, töte mich von Jennifer Hillier
Inhalt: Vierzehn Jahre es her seit Anja, Geos beste Freundin nach einer Party nicht mehr nach Hause zurück kehrte. Es wird nur noch ihre zerstückelte Leiche im Wald gefunden und den Polizisten ist schnell klar, dass dies das Werk von Calvin James ist. Dadurch gerät auch Geo unter Verdacht, denn er war ihre große Liebe, sie wusste von dem Mord und war sogar dabei.
Vierzehn Jahre hat sie darüber geschwiegen was in jeder Nacht wirklich geschah und nun sitzt sie ihre Strafe ab. Kaum ist sie entlassen, geschehen erneut Morde im selben Schema wie damals. Nur werden dieses mal am Tatort Botschaften hinterlassen und diese gelten eindeutig Geo…..
Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist super. Von Anfang an haben es ihre Sätze geschafft mich in ihren Bann zu ziehen. Ihre Sätze sind nicht zu lang und leicht verständlich. Die Stimmung in dem Buch ist ihr düster und genau richtig gelingen.
Aufteilung: Das Buch ist in fünf Teile gegliedert: Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depression, Akzeptanz. Und genau darum geht es auch in den verschiedenen Abschnitten was ich super fand.
Charaktere: Angela, wird von Freunden allerdings nur Geo genannt, ist eine starke Frau die schon viel in ihrem Leben erlebt hat. Sie war eine erfolgreiche Geschäftsfrau, stand mitten im Leben, war mit dem Inhaber der Firma in der sie eine steile Karriere machte verlobt und hatte alles im Griff. Doch dann wird sie von der Polizei verhaftet und muss sich eingestehen, dass man seine Vergangenheit nicht so einfach weg radieren kann. Doch sie lässt sich auch davon nicht unterkriegen, trotz ihrer Panik die sie immer wieder überkommt.
Calvin, Serienmörder, war schon immer etwas eigen. Er war Geos erste große Liebe und Verstand schon damals sie zu manipulieren. Er schlug sie, könnte allerdings dann auch wieder der netteste Mensch auf Erden sein. Er ändert sein aussehen ständig, damit er unerkannt bleibt.
Meine Meinung: Das Buch ist von Anfang an ein Pageturner der einen nicht mehr aus dem Kopf geht. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen und hat kaum langweilige Passagen. Hin und wieder war es mir ein wenig zu weit ausgeholt mit der Handlung, aber dies passierte kaum.
Manche Stellen mögen für zartbesaitete Menschen vielleicht ein wenig zu heftig sein, für mich waren sie allerdings genau richtig gewählt. Es war die genau richtige Mischung zwischen Grusel, spannenden Morden und Aufklärung die man sich so nicht hatte denken können.
Besonders das Ende hat mir sehe gut gefallen, denn dies konnte man sich so nicht denken. Alles hatte ich vermutet, aber ganz bestimmt nicht dies.
Bis zum Schluss hat Geo ein Geheimnis, dass der Leser nicht ahnen kann. Umso spannender wurde es.











