Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Dramatisch
American Dirt von Jeanine Cummins
Um das Buch gibt es viel Wirbel, aber damit will ich mich nicht weiter beschäftigen.
Ich sehe den Roman eigentlich als ganz normalen Thriller wie es viele gibt.
Man muss der Autorin zugestehen, dass sie Spannungsmomente aufbauen kann und eine vielversprechende Ausgangsposition schafft. Die Spannung bleibt auch kontinuierlich aufrechterhalten.
Jedenfalls beinahe, denn das Finale empfand ich schon als langgezogen.
Jeanine Cummins schreibt zwar routiniert, aber der Plot ist mir doch zu konstruiert, die Figuren zu blass. Dabei hätte man aus der Hauptfigur Lydia und ihrem kleinen Sohn Luca mehr machen können. Auf der Flucht vor den Mördern der Familie müssen sie alles wagen. Vielleicht nimmt das den Raum weg, der nötig wäre, um die Figuren weiter zu entwickeln.
Es wundert mich nicht, dass der Roman verfilmt werden soll, eigentlich ist er in vielen Szenen schon so angelegt. Auch die Dramatik passt.
Rezensionen von begine:
Hermann und Annikas Reise
Weinbergsommer von Johanna Forst
„Weinbergsommer“ von der Schriftstellerin Johanna Forst ist ein berührend zu Herzen gehender Roman. Vielleicht nicht so realistisch, aber wunderschön.
Annika ist Altenpflegerin. Der Heiminsasse Hermann ist ein griesgrämiger Mann. Sie mag ihn und spielt mit ihm immer mal wieder Poker. Dann bekommt er die Diagnose, Krebs im Endstadium.
Da erinnert er sich an seine Tochter. Vor 15 Jahren hatte die versucht Kontakt aufzunehmen. Jetzt möchte er sie noch einmal sehen und überredet Annika, mit ihm nach Paris zu fahren.
Diese Fahrt gestaltet sich aufregend, sie treffen einige hilfreiche nette Leute. Auch Hermann kann noch einmal helfen.
Die Autorin lässt die Geschichte mit viel Gefühl und fesselndem guten Stil zu einem zauberhaften Roman werden.
Es macht Spaß das Buch zu lesen.
Rezensionen von begine:
Dramatisch
Das Dorf der toten Seelen von Camilla Sten
Dramatisch
„Das Dorf der toten Seelen“ von Camilla Sten ist ein spannender Psychothriller. Es ist ihr erstes Buch aber es hat Klasse.
Der Roman wird in zwei Ebenen erzählt, die Überschriften zeigen Heute und Damals an.
Damals war 1959.
Alice Lindstedt will einen Film über Silversjärn, einen abgelegenen verlassenen Grubenort drehen.
Es ist der Geburtsort ihrer Großmutter.
Gemeinsam mit ihrer Freundin Done, deren Großmutter auch aus dem Ort stammt, ihrem Freund Max, Emmy und Robert treffen sie sich dort. Alle Häuser sind verlassen und baufällig.
Was die fünf erleben ist gruselig und die Verdächtigungen sind klar. Aber ist es wirklich so wie sie annehmen?
Der Leser wird ganz schön gefordert und das Kopfkino wird eingeschaltet.
Die Autorin versteht es gut den Thriller auf Niveau zu halten. Sie schildert die Geschichte von beiden Zeiten gut, flüssig und mit einem dramatischen Flair.
Dieser Psychothriller ist empfehlenswert.
Rezensionen von yesterday:
Rücksichtsloser als die Polizei erlaubt
Die Toten von Marnow von Holger Karsten Schmidt
Man merkt es nicht gleich von Beginn an, aber es klingt so nach und nach durch: Dieser Krimi spielt nicht ganz in der Gegenwart und zwar im Jahr 2003. Das bringt ein paar nette Anmerkungen mit sich (der Euro ist noch eher neu, ebenso größere Shops bei Tankstellen, Laubbläser sind der letzte Schrei) und macht manches einfacher aber auch schwieriger (es gibt noch keine Smartphones oder Wlan-Hotspots, ebenso spielt Facebook noch keine Rolle).
Aber vor allem hat Autor Holger Karsten Schmidt die Handlung so gelegt, weil ansonsten der eine oder andere fiktive Charakter nicht mehr am Leben wäre um in der Geschichte mitzuspielen.
Die Rostocker Kriminalhauptkommissare Frank Elling und Lona Mendt bekommen es nämlich in ihrem ersten Band mit einem harten Fall zu tun, der weit in die DDR-Zeit zurückreicht. Und wie mit (fast) allem, was dann später über bestimmte Jahrzehnte so ans Licht kam, gibt es auch hier einen wahren Kern in dieser grausamen Erzählung.
Aber von Anfang an: Geht in Rostock ein Serienmörder um oder bekommen Elling und Mendt einfach nur zwei sehr seltsame Morde auf ihren Schreibtisch, rein zufällig kurz hintereinander? Noch dazu wo die beiden Opfer bis auf ihr Geschlecht und den Kehlschnitt nichts gemeinsam haben.
In klassischer Polizeiarbeit mit vielen Befragungen und Hypothesen beginnen die ungleichen und dennoch einander verbundenen Ermittler ihre Arbeit. Zwischendrin gibts Einblicke in ihre Privatleben und eigenen Geschichten.
Und die sind mitunter sehr wichtig, denn sie beeinflussen stark wie Mendt und Elling sich in gewissen Schlüsselsituationen verhalten. Sie loten Grenzen aus, überschreiten sie auch. Manchmal zögerlicher, manchmal sehr zielstrebig. Sie setzen sich durch, sie haben auch ihre zweifelhaften Methoden um zu Lösungen zu gelangen.
Manche Ergebnisse geben ihnen recht und dennoch - unsere Helden sind keine “Saubermänner” und haben auch ihre deutlichen dunklen Seiten. “Auge um Auge” ist so ein klassischer Sager, aber in diesem Krimi hat man immer wieder das Gefühl, dass es das am besten beschreibt. Die beiden sind, wenn sie sich dazu genötigt sehen, auch mit einer Prise Rücksichtslosigkeit unterwegs.
“Die Toten von Marnow” wird vom Verlag als “Start einer Krimireihe” bezeichnet, was Fans gepflegter Krimi-Literatur mit Actionelementen hoffen lässt. Aufgrund der aktuellen Lage gibt es da logischerweise noch kein verlässliches Datum.
Rezensionen von Miro76:
Was bliebt, wenn man die Worte verliert?
Dankbarkeiten von Delphine Vigan
Michka leidet an Aphasie. Nach und nach verliert sie die Worte und ihre Bedeutungen. Dabei war Sprache immer sehr wichtig für sie. Sie war Korrektorin bei einem großen Magazin und ihr entging nichts.
Sie hat keine Familie, aber Marie, um die sie sich schon in deren Kindheit gekümmert hat, begleitet sie auf ihren letzten Wegen.
Da sie nicht mehr alleine wohnen kann, bezieht sie ein Altersheim, wo man sie sehr um sie bemüht. Ein Logopäde versucht mit ihr gemeinsam gegen den Sprachverlust zu kämpfen. Denn Michka hätte noch was zu erledigen. Sie möchte unbedingt den Menschen, die sie während des Krieges versteckt hatten, danken. Sie kennt nur das Dorf und ihre Vornamen.
Zwischen Michka und dem Logopäden entwickelt sich eine Freundschaft und Michka vermittelt dem jungen Mann, wie wichtig es ist, mit Dingen abzuschließen. Es belastet immer, wenn etwas offen bleibt.
Abwechselnd erzählen Marie und Jerome von ihren Gesprächen und Erlebnissen mit Michka. Es sind Begegnungen, die befruchten. Michka ist eine beeindruckende Frau mit einem klaren Blick auf das Leben, auch wenn sie nicht mehr alles so ausdrücken kann, wie sie es gerne möchte. Sie möchte sich einen letzten Rest Selbstbestimmtheit behalten und schafft das auch.
Die Begegnungen mit Michka sind unglaublich liebevoll. Ich bin froh, dass ich diese literarische Figur kennenlernen durfte, denn ihre Sicht auf das Leben und auf das Ende sind auch für mich irgendwie tröstlich.
Stilistisch ist das Buch toll zu lesen. Die zwei Erzählperspektiven lockern auf und die Gespräche mit Michka sind teilweise sehr humorvoll. Ihre Wortverwechslungen und -verdrehungen sind manchmal sehr amüsant. Dieses Buch war bestimmt eine Herausforderung für Übersetzerin, denn das Spiel mit der Sprache lässt sich bestimmt nicht eins zu eins übersetzen.
Mich konnte Dankbarkeit wirklich begeistern und da es mein erstes Buch der Autorin ist, gibt es ja einiges aufzuholen. Ich freu mich drauf!
Rezensionen von barbara.liest:
Spannung pur
Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus von Cole Henry
Zuerst dachten wir so ein dickes Buch, da brauchen wir ja ewig zum Lesen. Wir haben uns aber getäuscht.
Henry Cole erzählt die Geschichte von Sammy, der kleinen Maus unheimlich spannend und man muss einfach weiterlesen. Außerdem gibt es zwischendurch immer wieder sehr schöne Bleistiftzeichnungen die das Ganze etwas auflockern.
In der Geschichte geht es neben dem Abenteuer, das Sammy erlebt nachdem er vom Bruder seines Besitzers ins All geschossen werden sollte und schlussendlich im Forst landet auch um Freundschaft, Vertrauen und um Heimat. Denn Sammy hat großes Heimweh und möchte unbedingt wieder nach Hause finden.
Das Buch eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen. Das Format ist zwar etwas ungewöhnlich aber hat auch seinen Reiz.
Das Cover finde ich total nett und Sammy wirkt auf den ersten Blick sympatisch.
Rezensionen von C. P.:
Eine grausame Nacht erwartet Cam
Sammy - Die unglaublichen Abenteuer einer kleinen Maus von Cole Henry
Endlich ist sie da, die Unheilige Nacht. Macht euch auf eine grausame Überraschung gefasst, wer Cam im letzten Band entführt hat und welches Schicksal in dieser Nacht die brutalen Krallen nach ihm ausfahren wird. Ehrlich, was Cam in Band 6 geschieht, ist richtig nervenaufreibend! Das geht definitiv unter die Haut.
Aber ein Gutes hat es: Cam kann sich dadurch an weitere Details erinnern, was vor 13 Jahren mit ihm geschah. Parallel dazu gibt es auch wieder einen kurzen Einblick in die Praktiken der mysteriösen Sekte. Neben all den spannenden Szenen kommen natürlich auch die zwischenmenschlichen Aspekte nicht zu kurz, der Zusammenhalt der Familie Hunt und ihrer Freunde spielt wieder eine wichtige Rolle und einige Personen bieten einen weiteren Einblick in ihre Persönlichkeit. Vielmehr möchte ich gar nicht zum Inhalt verraten - größtenteils dreht sich in Folge 6 alles um Cam, und das solltet ihr euch auf keinen Fall entgehen lassen. Eine sehr ergreifende Folge, für mich die bislang beste der Serie.
Rezensionen von C. P.:
Widerstand gegen die Opferrolle
Das wirkliche Leben Roman. Gebunden. von Dieudonné Adeline
Irgendwo in Frankreich in den 90ern: Ein zehnjähriges Mädchen lebt mit ihrem Bruder in einer eintönigen Reihenhaussiedlung und versucht, die Attacken ihres jähzornigen Vaters auf ihre Mutter zu ignorieren. Ihr jüngerer Bruder ist ihr einziger Vertrauter. Bis ein gravierendes Ereignis den Wendepunkt ihres Lebens markiert.
Bisher war es das Milchzahnlachen ihres Bruders, welches Licht in ihr graues Leben brachte. Ihr einziger Vertrauter gegen den großen Feind „Vater“, der auf eine ungesunde Art von Macht und Waffen begeistert ist. Doch besagtes Ereignis entzweit die beiden Kinder mehr und mehr, lenkt ihren Bruder in Richtung des Vaters, während das Mädchen versucht, alleine stark zu werden, Ziele zu verfolgen und zugleich den hormonellen Veränderungen standzuhalten, welche sie und ihre Mitschüler nun überkommen. Ihre Mutter ist ihr dabei keine Hilfe, diese in ihren Augen schwache Frau ohne jegliche Ambitionen, welche von der eigenen Tochter als Amöbe bezeichnet wird.
Das Buch zieht sich über fünf Jahre, in denen die Kinder sich in unterschiedliche Richtungen weiterentwickeln, in denen der Vater beginnt, in seiner heranwachsenden Tochter ein weiteres Opfer zu sehen und in denen das Mädchen versucht, nicht zur gejagten Beute zu werden, der „Opferrolle Frau“ zu entkommen. In vielen Dingen kam sie mir dabei pfiffig und mutig vor, während sie auf anderen Gebieten erstaunlich naiv wirkte. Inhaltlich ist das Buch stark auf die Ich-Erzählerin und ihr familiäres Umfeld sowie einige wenige Erwachsene beschränkt, Interaktionen mit Mitschülern sowie anderen Gleichaltrigen kamen kaum vor, was ich doch recht schade fand, da somit viel an Information über das Mädchen auf der Strecke blieb. Die Entwicklung der beiden Kinder, vom Wendepunkt bis hin zum Endpunkt der Erzählung, ist bewegend und ich hab mich als Leser fast schon hilflos gefühlt, dem Kind nicht helfen zu können bei seinen Problemen. Wobei fraglich ist, ob sie überhaupt Hilfe hätte annehmen wollen. Sie wirkt wie eine Einzelkämpferin, die versucht, den richtigen Weg zu finden, raus aus der Rolle der Beute hin zur selbstbewussten Frau. Ein Weg, der sich lohnt, gelesen zu werden.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Milchmann
Milchmann von Anna Burns
Dieses Buch macht es einem wirklich nicht leicht. Die sprachliche Gestaltung dieses Buches ist besonders, an ihr scheiden sich sicherlich die Geister. Für die einen mag das Buch gut zu lesen sein, für die anderen außerst anstregend und langwierig. Ich zähle zu letzteren Personen.
Was sich in der Leseprobe noch spannend andersartig las, wurde im gesamten Buch für mich zur Qual.
Der Schreibstil und die Sprache passt leider gar nicht zu mir. Das Weglassen von Personenbeschreibungen im engeren Sinne hat mich stark irritiert. Dass hier nur von "vielleicht Freund", "Schwager", etc gesprochen wird - den Charakteren also wenig Farbe verliehen wird hat es für mich schwer gemacht mich in die Personen und vor allem auch in die Protagonistin hinein zu versetzen. Die Handlung kam auf den ersten 100 Seiten wenig in Fahrt, sie tröpfelte vor sich hin, konnte mich nicht merklich fesseln. Daher habe ich das Buch auf Seite 102 abgebrochen.
Ich werde dem Buch sich zu einem anderen Zeitpunkt noch eine Chance geben. Man muss wirklich Lust auf das Buch und die Art des Story-Tellings haben, denn das Buch ist keine Lektüre für nebenher - es ist eher harte Arbeit.
Inhaltlich sind die Themen trotz ermüdender Längen sicher ernst und regen zum Nachdenken an, wobei auch eine sehr angehme Art des subtilen Humors verarbeitet ist. Diese wenigen positiven Aspekte konnten mich jetzt aber nicht vom Buch überzeugen.
Rezensionen von C. P.:
Vier Königinnen und eine Diebin
Four Dead Queens von Scholte Astrid
Die 17jährige Keralie hat sich für ein Leben als Diebin auf den Straßen Torias entschieden. Der Diebstahl der Comm Chips im Auftrag ihres Chefs, welche sie einem jungen Boten geschickt entwendet, wird jedoch unerwartet zum Wendepunkt ihres bisherigen Lebens. Scheinbar sind diese Erinnerungschips so wichtig, dass der Bote sogar versucht, diese Chips notfalls bei der anschließenden Versteigerung von Diebesgut wieder zu erlangen.
Doch Keralies Boss stellt die Chips gar nicht zum Verkauf, obwohl sie eine Unsumme eingebracht hätten – merkwürdig. Als sie sich, mit dem jungen Boten Varin im Nacken, auf die Suche nach den Chips macht, kommt sie hinter ein böses Geheimnis: Auf den Chips sind die Morde an den vier Königinnen Quadaras gespeichert. Wer hat diese Erinnerungschips geladen? Fortan wird Keralie zur Gejagten, denn ihr neues Wissen ist – tödlich!
Der Roman spielt in Quadara, einst ein komplettes Königreich, welches nun in vier Abschnitte unterteilt regiert wird. Dabei steht jedes Viertel für eine komplett andere Lebensweise. In Archia z. B. besteht das Leben aus Landwirtschaft und harter Arbeit, technische Errungenschaften sind tabu. Eonia ist der Bereich der Wissenschaft und des technologischen Fortschritts, kann sich jedoch die Lebensmittel nicht selbst herstellen. Ludia bietet ein unbeschwertes Leben, durch welches Kreativität und Kunst gefördert werden, harter Arbeit ist dort niemand ausgesetzt. Und Toria schließlich ist für Handel und Schiffahrt zuständig. Regiert werden die Bezirke von den vier Königinnen, welche nach einem alten Regelwerk gemeinsam unter einer goldenen Kuppel im Palast leben. Durch diese strikte Teilung ist natürlich schnell klar, dass Neid und Vorurteile ebenso unter der Bevölkerung vorherrschen wie ein Schwarzmarkt für all die Produkte, welche in den anderen Quadranten verboten sind. Ein geniales Geschäftsfeld für Keralie und ihren Hehlerboss.
Die Idee mit den Comm Chips ist interessant: Einmal auf die Zunge gelegt, wird das darauf gespeicherte Wissen umgehend in die eigenen Synapsen überspielt. Dass Keralie dadurch die Morde an den Königinnen miterlebt ist natürlich erstmal ein Schock, zumal offiziell die Königinnen noch am Leben sind. Mit Varin, dem Boten aus dem Technologiebezirk Eonia, versucht Keralie, in den Palast zu kommen. Und von da an wurd mir die Handlung etwas schwammig. Statt ihr Wissen vorzutragen, um den Mörder zu entlarven, besteht sie darauf, selbst irgendwas heraus zu finden und zeigt wiederholt, wie wenig vertrauenswürdig sie ist. Ihr hin und her, ihr ewiger Alleingang, gingen mir da doch mehrfach auf den Keks. Mir waren die beiden nicht konsequent genug darin, die Morde aufzuklären, Keralie macht lieber zu oft ihr eigenes Ding und der auf Logik getrimmte Varin hätte ihr öfter mal vernünftig Konter geben sollen, der war mir viel zu antriebslos. Interessant ist, dass im Wechsel zu Keralies Erzählung die Königinnen eigene Kapitel erhalten, welche mal mehr, mal weniger interessant sind. Wer einen Vorteil davon haben könnte, die Königinnen umzubringen, wird im Laufe des Romans deutlich, ebenso die lange Planung der Morde, wobei mir die Idee dahinter wiederum ganz gut gefiel.
Das Buch hat definitiv seine Stärken, aber auch seine Schwächen. Die Grundidee ist auf jeden Fall recht gut. Viele Charaktere blieben mir jedoch zu flach, Varin zu passiv, Keralie nervte mit ihrer Sprunghaftigkeit und Unzuverlässigkeit und von Quadara selbst bekommt man ebenfalls kaum etwas mit. Spannend waren auf jeden Fall die technologischen Errungenschaften, die meist leider nur kurz angerissen wurden. Und die vielen Perspektivenwechsel zu den vier Königinnen waren zwar abwechslungsreich, aber brachten die Handlung nicht immer voran.
Ein unterhaltsames Buch mit hervorragenden Ideen, das an einigen Ecken ein wenig schwächelt.










