Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Manfred Fürst:
Magisches Lesevergnügen bis zur letzten Zeile
Ein Wort, um dich zu retten von Musso Guillaume
Guillaume Musso gehört zu den meistgelesenen Autoren Frankreichs Der neueste Roman mit dem deutschen Titel „Ein Wort, um dich zu retten“ - trifft den Inhalt nicht wirklich, im Original heißt der Roman viel besser „La Vie secrète des écrivains“, übersetzt „Das geheime Leben der Schriftsteller“.
Der Schauplatz des Romans ist die Insel Beaumont (mit Abbildung auf Umschlaginnenseite), die man auf keiner Landkarte finden wird, denn sie ist eine Fiktion; als Vorbild diente die reale Insel Porquerolles, auf jeden Fall im Mittelmeer.
Die Hölle ist leer – die Teufel sind alle hier (frei nach Shakespeare): Der geheimnisumwitterte Schriftstellers Nathan Fawles, der seit 20 Jahren auf Beaumont lebt und mit einem Schlag seine Schreibarbeit gestoppt hat. Das Rätsel um die Ursache von Fawles Schreibverweigerung ist der eine Handlungsstrang; dieses Geheimnis möchte die Journalistin Mathilde lösen und nicht nur das. Der junge Raphaël, der sich selbst als hoffnungsvoller Schriftsteller sieht, bis dato aber völlig verlagslos und Audibert, er betreibt die einzige Buchhandlung auf der Insel, in der Raphaël zwischenzeitlich beschäftigt ist; beide sind dann auch schlussendlich schicksalhaft verbunden. Apollines geschundener Leichnam wird gefunden, an den ältesten Eukalyptusbaum der Insel genagelt. Diese wird von der Polizei abgeriegelt (vergleiche A. Christie). Eine Krimihandlung folgt. Wir werden erfahren, wer die Täter sind, und wer die Opfer und dass nichts ist, wie es scheint und ob die Guten unter der Wohltätermaske die wahren Teufel sind.
Eine Liebeserklärung Mussos an die Literatur und das Schreiben:
Also beginnen wir zu streiten: Hat eine Erzählung nur die Funktion, der Sprache zu dienen? Oder ist es die wichtigste Qualität eines Schriftstellers, seine Leser durch eine gute Geschichte zu fesseln?
Etwas sehr Wahres: Auch wenn man nicht wusste, von wen der Text stammte, reichte die Lektüre einer Seite, um ihn als Verfasser identifizieren zu können.
Nathan Fawles spricht ein „großes Wort gelassen aus“: „Die einzige gerechtfertigte Beziehung zu einem Schriftsteller ist, seine Bücher zu lesen.“
Zum Schluss bekommen Mussos Kritiker und Leser noch ihr Fett ab. Nicht nur Journalisten schreiben eine positive Kritik, ohne die Geschichte begriffen zu haben, sondern auch viele Leser.
Magisches Lesevergnügen bis zur letzten Zeile.
Rezensionen von Claudia R:
Geschichte und Wissensvermittlung in einem
Expedition Natur: WILD! Der Steinkauz von Annett Stütze; Britta Vorbach
Klappentext:
In einer klaren Winternacht findet der junge Steinkauz eine Gefährtin. Gemeinsam legen sie Eier und ziehen die kleinen Steinkauzküken groß. Das ist nicht immer leicht: Stürme, Raubtiere und auch der Mensch bedrohen ihren Lebensraum. Doch die Küken werden bald flügge und müssen sich auf die Suche nach einem eigenen Gebiet machen.
werden sie fündig?
Im Anschluss gibt es jede Menge Informationen rund um den Steinkauz mit zahlreichen Fotos: Wo und wie leben Steinkäuze? Was macht ein Steinkauz den ganzen Tag? Warum sind Steinkäuze bedroht? Und vieles mehr...
Dieses Buch gibt einen liebevollen Einblick in das Leben der Steinkäuze und zeigt, warum sie geschützt werden müssen und wie wir ihnen helfen können.
Cover:
Das Cover zeigt in einer sehr großen und nahen Aufnahme, das Gesicht eines Steinkauzes, welches mit seinen stechenden gelben Augen sehr beeindruckend ist. Auch das Gefieder kommt sehr gut zur Geltung. Der Hintergrund ist in blau gewählt.
Meinung:
Dieses Buch ist eine gelungene Mischung aus Geschichte und Sachbuch. Beide Teile sind sehr gut ausgearbeitet und recherchiert.
Der erste Teil beinhaltet die Geschichte. Hierbei geht es um einen jungen Steinkauz, der eine Gefährtin findet und mit ihr Eier legt und junge Steinkäuze aufzieht. Die Geschichte ist sehr spannend und detailreich erzählt. Dabei kann man sich die Situationen und auch die Gefahren, die sie erleben, sehr gut vorstellen. Die Geschichte kommt sehr authentisch rüber und nebenbei erfährt man schon so einiges über das Leben, den Lebensraum, den Alltag und den Gefahren der Steinkäuze.
Die kleine Geschichte wird sehr gut erzählt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und auch die Gliederung hat mir gut gefallen. Auch die Unterhaltungen und Rufe der Tiere wurden sehr gut eingebaut. Die Geschichte eignet sich sehr gut zum Vorlesen oder für ältere Kinder auch zum Selbstlesen. Für Leseanfänger, aufgrund der kleiner Schrift und der doch eher längeren Passagen, ist es nicht geeignet, sondern eher für erfahrenere Leser oder zum Vorlesen.
Am Anschluss an die Geschichte schließt sich der Sachteil an, dieser ist sehr gut ausgearbeitet und vermittelt sehr viele wissenswerte Fakten und Informationen rund um den Steinkauz, aber auch über andere Eulen, sowie dessen Lebensraum und die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind. Auch über das Leben des Steinkauzes, die Magie des Fliegens und ihren Wohnraum erfährt man so einiges. Toll finde ich auch die kleinen hervorgehobenen Kästchen, in denen nochmal kurz wichtiges Extrawissen vermittelt wird. So erhält man nebenbei auch noch weitere zusätzliche Informationen.
Untermalt wird das Ganze durch tolle Illustrationen und Fotos. Gerade im Sachteil sind die Illustrationen sehr zahlreich und unterstützend ausgewählt. Aber auch in der Geschichte untermalen die Illustrationen diese sehr gut und veranschaulichen das Gelesene.
Mir haben die Illustrationen sehr gefallen und sie zeigen diese wunderschönen Tiere von allen Seiten und bringen dies sehr gut rüber.
Toll und sehr gelungen finde ich diese Mischung aus Geschichte und Sachteil. Erst erfährt man einiges in einer fesselnden Geschichte und dann kann man dies im anschließenden Sachteil noch vertiefen. So wird das Thema Steinkauz sehr ausgiebig behandelt und sehr viel Fakten und Wissen wird dazu gewonnen.
Fazit:
Eine tolle Mischung aus einer interessanten Geschichte zum Thema Steinkäuze und im Anschluss einen ausgiebigen Sachteil, der noch weiteres Wissen und Fakten vermittelt.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Wundervoller Fantasy-Roman, der süchtig macht
Das Buch der gelöschten Wörter - Der erste Federstrich von Mary E. Garner
Mary E. Garner hat mit diesem sensationellen Roman ein Fantasy-Werk der Extraklasse erschaffen, das sich durchaus mit den international bekannten Größen des Genres à la Harry Potter & Co. messen kann! Wow!! Ich bin wirklich restlos begeistert!
Von einem Tag auf den anderen ändert sich Hope Turners Leben elementar: der liebenswerten, buchvernarrten Londonerin öffnet sich ein magisches Portal in die Welt der Bücher – alles was sie über ihre eigene Welt zu wissen glaubte wird aus den Angeln gehoben.
Fortan ist es ihr möglich, sämtliche Romanfiguren und -skizzen persönlich zu treffen und durch deren Handlungswelten zu flanieren – was allerdings nicht bedeutet, automatisch in die jeweiligen Handlungen einzutauchen. Ob Alice (ja, die Alice aus dem Wunderland) oder Anna Karenina, Bambi oder sogar Lassie…nichts ist unmöglich. Doch Hope wird eine große Verantwortung aufgebürdet: ohne ihre Hilfe ist die Welt der Romanfiguren – ebenso wie Hopes reale 'Echtwelt' – in großer Gefahr, denn eine böse, zerstörerische Macht nutzt alle gelöschten Wörter, um Unheil und Leid zu verbreiten…
Als bekennende Janeite schlug mein Herz natürlich höher, kaum dass Hopes erste Wahl zum 'Portieren' auf Jane Austens "Stolz und Vorurteil" fiel – ein Ausflug nach Pemberley, das würde mir auch gefallen! …da war ich schon einen Moment lang ziemlich neidisch! Die beeindruckend kreative Story-Welt ist grandios entworfen worden – so detailliert und phantasievoll, voller bildlicher, atmosphärischer Beschreibungen der Szenerie; hier stimmte für mich einfach alles. Ich habe das Buch regelrecht durchgesuchtet und habe es nicht mehr aus der Hand legen können!
Hope Turner gibt eine exzellente weibliche Hauptfigur ab – sie ist unheimlich liebenswert und in ihrem Handeln und Denken absolut nachvollziehbar. Ihr Blick auf das Leben ist realistisch, aber nicht verbittert, obwohl sie im Grunde einsam ist. – Kein Partner, keine engen Freunde. Und genau diese Tatsache macht sie so wichtig für die Mission, in der sie sich plötzlich wiederfindet… Man kommt nicht umhin, mit ihr mitzufiebern und gespannt an ihren Erlebnissen und Empfindungen Anteil zu nehmen. Speziell die Beziehung zwischen ihr und ihrer an Demenz erkrankten Mutter Vivien ist liebevoll skizziert worden. Überhaupt ist Hope eine herzensgute, mutige Person, die mir nicht nur aufgrund ihrer Tierliebe äußerst sympathisch ist. Die weiteren Charaktere stehen ihr in puncto Tiefgründigkeit und Facettenreichtum in nichts nach – allein über Gwen und Lance könnte ich ins Schwärmen geraten und habe mich königlich über ihre frechen Dialoge amüsiert. Und dann sind da noch der mysteriöse, verschlossene Rufus und der charmante, wahnsinnig attraktive Kenan, die Cousins bzw. Adoptivbrüder, die unterschiedlicher nicht sein könnten und Hope, wenn auch aus verschiedenen Gründen (mal Verärgerung, mal Anziehungskraft), gelegentlich in den Wahnsinn treiben. Eigentlich sollte Rufus - in seiner Rolle als Hopes 'Wanderer' - ihre Vertrauensperson sein – doch sein undurchschaubares Verhalten bildet einen krassen Kontrast zu ihrer offenen Art und verunsichert Hope oftmals. Kenan dagegen scheint beinahe zu gut (und zu schön), um wahr zu sein…
Der angenehme Schreibstil ist ein Traum! Fesselnd, humorvoll, originell und locker, ohne je oberflächlich zu wirken. Ich habe es geliebt, gemeinsam mit Hope durch die Buchwelten zu ziehen; um es in den Worten von Lance auszudrücken: was für eine herrliche "Firlefanzerei"! Viel zu schnell waren die knapp über 400 Seiten ausgelesen und ich fiebere auf das Glühendste dem Folgeband entgegen. (Was für ein gemeiner Cliffhanger - mit diesem Twist hatte ich nun ehrlich nicht gerechnet und konnte das Ende kaum fassen!)
Im Anhang des Romans findet sich ein Glossar, das Aufschluss über die Fantasy-Begriffe der Buchwelt gibt – allerdings muss niemand Sorge haben, ohne diese Erklärungen der Handlung nicht folgen zu können; alles ist überaus verständlich und unkompliziert beschrieben.
Fazit: Ein Must-Read für alle Fantasy-Fans und definitiv eines meiner Lesehighlights des Jahres 2020! Bitte mehr davon, liebe Mary E. Garner!
Rezensionen von Claudia R:
Tanz der Emotionen
Tango in der Dunkelheit von Sonja Bethke-Jehle
Klappentext:
Felix und Fiona wollen bei der Hochzeit ihrer kleinen Schwester tanzen. Es gibt nur drei Probleme: Felix ist blind und hat zwei linke Füße. Das größte Hindernis aber ist: Die beste Freundin seiner Schwester soll die Tanzlehrerin sein, allerdings hat er sich nie gut mit ihr verstanden.
Cover:
Das Cover wirkt sehr sinnlich und stilvoll. Ich finde dies sehr passend zum Titel und zur Geschichte. Man erkennt verschwommen ein Tanzpaar, welches diese Stimmung sehr gut rüber bringt und auch farblich finde ich dies sehr schön gestaltet.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und locker. es lässt sich sehr gut und flüssig lesen. Die Geschichte wird sehr schön und ansprechend erzählt. man kommt leicht in die Geschehnisse und die Geschichte hinein.
Auch die Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und dadurch lässt sich das Buch auch sehr gut lesen. Die einzelnen Kapitel werden in die verschiednen Tanzrichtungen gegliedert. Kleine Silhouetten am Beginn vor den Kapiteln drücken den jeweiligen Tanz aus. Diese Gliederungsform hat mir sehr gut gefallen und solche passenden Details finde ich immer sehr schön und runden ein Buch sehr gut ab.
Die Geschichte ist sehr einfühlsam geschrieben und man lernt im laufe der Geschichte die Charaktere immer besser und näher kennen. Ich habe mit diesen mitgelitten und mitgefühlt, denn die Autorin schafft es durch die Charaktere Gefühle und Emotionen zu vermitteln.
Die Geschichte ist sehr gut aufgebaut und auch die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Man kann sich hier in eine wunderschöne, emotionale und gefühlvolle Geschichte entführen lassen.
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle eigentlich nichts verraten, da ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde und dies möchte ich auf jeden Fall vermeiden.
Wer Tanzen mag, sollte sich hier auf die Reise mit Fiona und Felix einlassen, die mit so einigen Hindernissen und Überraschungen zu kämpfen haben, aber man erlebt hier auch die Verführung des Tanzens auf seine ganz eigene Weise. Den Tanz ist ein ganz besonders Gefühl und hat seinen ganz eigenen Ausdruck und dies wird auch hier vermittelt.
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und mir so einige sehr schöne Lesestunden bereitet.
Fazit:
Ein gefühlvolles und emotionales Werk, welches das Tanzen und auch die Emotionen dem Leser näher bringt und vermittelt.
Rezensionen von csac:
Alpengletscher – ein beeindruckender Bildband über die Schönheit des ewigen Eises
Alpengletscher - eine Hommage von Andrea Fischer
Dieses Buch stellt eine wahre Hommage an die Alpengletscher dar. In wunderschönen Bildern werden der Zauber von Gletschern, ihre Faszination, aber auch der stetige Wandel unserer Umwelt veranschaulicht. So unterliegt das „ewige Eis“ nicht nur saisonalen Veränderungen, sondern wird auch zum Symbol des von uns Menschen verursachten Klimawandels.
Es schwindet…
In diesem Sinne halten die Autoren es für „allerhöchste Zeit, um das, was noch ist, festzuhalten und von der Faszination des Eises und der Dramatik seines Verschwindens zu erzählen“.
Neben informativen Texten zum Thema Gletscher, zu deren Geschichte, Erforschung und Erschließung, widmen sich die Autoren insbesondere auch den Auswirkungen des Temperaturanstiegs auf die Alpengletscher: In mahnenden Worten beschreiben Andrea Fischer und Bernd Ritschel, in welchem Ausmaß sich das bestehende Eis in den kommenden Jahren reduzieren und bis Ende dieses Jahrhunderts bei weiterer Erderwärmung vollständig verschwunden sein wird. Nach über 5000 (Ostalpen) bis 10000 (Westalpen) Jahren Bestehens schmelzen diese Juwele der Alpen nun innerhalb der nächsten 80 Jahre völlig dahin.
Es ist den Autoren ein Anliegen, die Leser auf diesen alarmierenden Schwund einer „Sehnsuchtslandschaft“ aufmerksam zu machen und auf den Reichtum, den wir in Begriff sind zu verlieren.
Die atemberaubenden Bilder sprechen dabei für sich: In teils doppelseitigen, großformatigen Ausführungen zeugen sie von der Großartigkeit unserer Alpengletscher, ihrer Reinheit und majestätischen Schönheit, aber auch von ihrem unaufhaltsamen Wandel.
In einer „Bildreise durch die Alpen“ wird der kraftvollen Schönheit dieser Naturwelten ein Denkmal gesetzt, untermalt von Texten voller Herzblut und Leidenschaft.
Dieses Buch lässt niemanden kalt, sondern berührt, verzaubert, mahnt und erschreckt gleichermaßen.
Neben dem alles dominierenden Bildmaterial werden im Anhang noch Wanderungen zu besonderen Plätzen und Aussichtspunkten detailliert und informativ beschrieben. So etwa zu 25 Plätzen, an welchen auch Nicht-Bergsteiger Gletscher hautnah erleben können.
Aber auch ohne diesen Anhang wäre das Buch alleine aufgrund seiner Illustrationen sein Geld wert.
Absolute Kaufempfehlung!
Rezensionen von barbara.liest:
seichte Geschichte
Wrong Number, Right Guy von Teagan Hunter
Delia und ihr Freund Caleb trennen sich, Zach vertippt sich bei einer Handynummer, Delia und Zach kommen in Kontakt und schreiben sich regelmäßig bis sie sich schließlich ineinander verlieben.
Dann gibt es noch Zoe, die beste Freundin und Mitbewohnerin von Delia, ihren Bruder und eine Ziege, die auch eine Rolle im Buch spielen.
Obwohl ich von der Leseprobe recht angetan war und mich auf eine durch die Nachrichten aufgelockerte Lektüre gefreut habe, konnte ich dem Buch nicht viel abgewinnen.
Die Auflistung der Nachrichten hat mich im Lesefluss gestört. Vorallem waren die Nachrichten meistens nicht sehr inhaltsvoll.
Ich konnte mich weder mit Delia noch mit Zach identifizieren und was die Sache mit der Ziege sollte habe ich gar nicht verstanden.
Ich habe das Buch bei der Hälfte dann mal liegen gelassen und auch beim zweiten Versuch bin ich nicht wirklich weitergekommen.
Rezensionen von csac:
Ein wichtiger Beitrag zur sozial-emotionalen Entwicklung von Kindern
In mir drin ist´s bunt von Theresa Bodner
Welche Emotionen gibt es überhaupt und wie sieht das aus, wenn jemand wütend ist?
Der Autorin Theresa Bodner gelingt es in diesem entzückenden Bilderbuch, die Wichtigkeit von Gefühlen ins Zentrum zu stellen.
Zum einen zählt sie unterschiedlichste Gefühle auf und untermauert sie durch dazu passende Alltagssätze, so dass sich die Kinder auch eine Vorstellung davon machen können.
Zum anderen ergänzt sie ihre Erklärungen durch ansprechende Illustrationen. Diese sind kleine Kunstwerke für sich: Bunte Vögel, welche die unterschiedlichen, im Text beschriebenen Emotionen widerspiegeln und dabei kunstvoll in Collagentechnik gefertigt wurden.
Diese Bilder können den Anfangspunkt der Reise durch dieses Buch der Gefühle darstellen, indem etwa mögliche Emotionen der Vögel an deren Ausdruck von den kleinen Lesern erraten werden. Aber es können auch anhand des Textes Rückschlüsse auf mögliche Bilder gezogen werden. In jedem Fall regt das Buch zu Gesprächen an, zu Fragen a la: Kennst du diese Gefühle auch? Wieso könnte der Vogel so traurig sein? etc.
Damit hilft das Buch dabei, sich der unterschiedlichsten Gefühle bewusst zu werden und diese bei Bedarf auch zum Ausdruck bringen zu können.
Fazit: Ein kluges Buch für Kinder und ein wichtiger Beitrag zur sozial-emotionalen Entwicklung der LeserInnen ab dem Kindergartenalter. Empfehlenswert!
Rezensionen von Claudia R:
Nicht nur für Fussballfans
Storm und der große Fußballsturm von Birck Jan
Klappentext:
Wie bringt man Klosterschülern das Fußballspielen bei?
Storm hat es beim Schwänzen seiner Klosterschule in England zu den Wikingern verschlagen. Dort hat er das Fußballspiel erfunden, um zu den Wikingerprüfungen zugelassen zu werden - aber leider ist er durchgefallen. Also hat er einen Pakt mit den Fußballgöttern geschlossen, der ihn trotzdem noch zum Helden machen soll: Die Götter wollen, dass das Fußballspiel nicht nur im Nordland gespielt wird, sondern auch im Südland, das heute England heißt.
Storm muss das neuartige Spiel also auch den Leuten seiner Heimat beibringen. Wie soll ihm das gelingen? Doch er bekommt Unterstützung durch die Wikingertochter Vigdis … der Fußballsturm auf England kann beginnen!
Cover:
Das Cover verspricht sehr viel Spannung und Abenteuer. Es wirkt, sportlich, witzig und macht so auf sich aufmerksam. Neben drei fußballspielenden Kindern sieht man im Hintergrund einige Wikinger Schiffe. Und dem Sturm am Horizont aufziehen.
Meinung:
Dies ist bereits der dritte Band aus der Storm Reihe, aber auch ohne die vorherigen Bände zu kennen, kommt man gut in die Geschichte hinein, da es zu Beginn eine kleine Erläuterung und Zusammenfassung gibt, so dass man auch ohne Vorwissen starten kann, einfacher ist es jedoch mit dem Wissen der vorherigen Bände.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es eignet sich sowohl zum Vorlesen, wie auch zum Selbstlesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Überschriften sind passend gewählt.
Die Geschichte ist spannend und actionreich erzählt. Vor allem die Charaktere überzeugen dabei. Storm und auch Vigdis überzeugen durch ihre wundervolle Art und Weise. Es macht Spaß ihre Abenteuer zu lesen und mit ihnen die Geschichte zu erleben. Untermalt wird das Ganze durch die wunderschönen Illustrationen, auf denen es viel zu entdecken gibt und die das Gelesene sehr gut veranschaulichen und wiedergeben.
Das Abenteuer wird spannend erzählt und dazu ist es mit einer stimmigen Portion Humor versehen, so dass es sehr unterhaltsam und witzig ist. Eine gute Mischung aus Spannung, Sport, Humor und Abenteuer. Nicht nur Fussballfans kommen hier auf ihre Kosten, auch Abenteuerliebhaber und diejenigen, die auf der Suche nach einer humorvollen und spannenden Geschichte sind, sind hier an der richtigen Stelle.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten und verzichte daher hier Details dazu zu schreiben. Das lest am Besten selbst.
Fazit:
Eine spannende und witzige Geschichte mit so einigen Überraschungen, die mich voll und ganz überzeugen konnte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Die Inselkommissarin ermittelt zum 6. Mal
Der Tote auf Amrum von Anna Johannsen
Immobilienbesitzer Marten Hilmer kann noch den Rettungsdienst anrufen, erliegt aber seiner Krankheit im Krankenhaus. Was zuerst wie ein Herzanfall aussieht, stellt sich schnell als Mord heraus. Doch wer hatte ein Motiv, den bekannten, erfolgreichen, smarten Frauenheld umzubringen? Eine seiner vielen Affären? Ein übervorteilter Hausverkäufer? Hauptkommissarin Lena Lorenzen kennt die Insel wie ihre Westentasche, ist sie doch ein Kind der Insel.
Klar, dass sie mit ihrem Team den Fall übernimmt. Doch als sie bei den Unterlagen des Toten ein Bild ihrer verstorbenen Mutter entdeckt, wird der Fall sehr persönlich.
Dies ist nun schon der 6. Fall für die Inselkommissarin, für mich ist es allerdings das erste Mal, dass ich bei den Ermittlungen zu einem Kriminalfall auf Amrum dabei bin. Mir waren die Hauptkommissarin und ihre Team gleich sympathisch. Einer für alle – alle für einen – unter dem Motto könnte die Zusammenarbeit stehen. Ich habe nicht den Eindruck, dass mir, außer den privaten Geschichten, etwas fehlt, was ich brauche um hier mitzukommen.
Der Herzanfall, er dann zum Kriminalfall wird, erweist sich als gar nicht so einfach zu lösen. Es gibt sehr viele Motive und somit mögliche Täter, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld von Marten Hilmer. Hier habe ich mich etwas schwer getan, nicht den Überblick zu verlieren. Es ist so spannend den Ermittlungen aus der Distanz zu folgen. Nachdem ich bei drei Verdächtigen falsch gelegen bin, habe ich Lena Lorenzen die Lösung des Falles überlassen. Das hat sie dann mit ihrem Team auch mit Bravur gemeistert.
Recht bald bekommt der Fall für Lena eine sehr persönliche Komponente. Ab dem Zeitpunkt, wo sie im Haus des Toten ein Bild ihrer Mutter findet, frage auch ich mich, wie hier wohl alles zusammen hängt. Die Auflösung hat mich dann zwar etwas überrascht, aber sie kam mir zu konstruiert vor. Das hätte ich hier nicht gebraucht.
Sehr interessant finde ich den zweiten persönlichen Fall der Kommissarin, der sie wohl schon über Jahre begleitet. Sie will endlich Kommissar Groll wegen sexueller Übergriffe anzeigen, die nun schon einige Jahre zurück liegen. Da es in diesem Fall noch kein Ergebnis gibt, werden wir das Ergebnis bestimmt im nächsten Buch lesen können.
Ein spannender Fall mit interessanten Protagonisten auf einer der schönsten deutschen Inseln. Mich hat Anna Johannsen mit kleinen Abstrichen sehr gut unterhalten. Dafür bekommt sie für ihren Krimi von mir 4,5 von 5 Sternen.
Rezensionen von csac:
Tirol von seiner schönsten Seite erleben, 100 lohnenswerte Ziele erforschen
Freizeit in Tirol von Uwe Schwinghammer
Das Büchlein "Freizeit in Tirol; Die 100 schönsten Ausflugsziele in Nordtirol" hat es in sich: Auf 256 Seiten zeigt der Innsbrucker Autor Uwe Schwinghammer seine Heimat von seiner schönsten Seite: Er stellt 100 ausgezeichnet recherchierte Ausflugsziele und Freizeitangebote zu unterschiedlichen Themenbereichen vor, so etwa Tipps für Kinder, für Regentage, für heiße Tage, für ganze Familien von den Allerkleinsten bis zu den Großeltern oder aber Empfehlungen zu kulturell oder historisch interessanten Ausflügen.
Neben der Anfahrt umfasst die ausführliche Beschreibung des Autors auch Öffnungszeiten einzelner Einrichtungen, Kosten, Einkehrmöglichkeiten etc., die wirklich keine Fragen mehr offen lassen.
Die Ausflugsziele sind von Ost nach West und nach Bezirken geordnet, wobei der Autor sich bemühte, das Land einigermaßen gleichmäßig und fair abzudecken (auch wenn sich ein leichter Schwerpunkt im Großraum Innsbruck ergibt).
Neben Tipps zu leichten Wanderungen scheinen auch Kulturausflüge auf, geschichtliche Anregungen oder aber Erlebnisziele für die ganze Familie. Manche der Vorschläge sind Klassiker, daneben beinhaltet das Büchlein aber auch viele Empfehlungen für "Erlebnisse abseits der Hauptrouten".
Fazit: Selbst als Einheimische habe ich wunderbare Anregungen für diesen Sommer erhalten und freue mich etwa darauf, den Bergwerksweg in Nösslach gemeinsam mit den noch jüngeren Kindern zu erwandern, mit meinen pubertierenden Neffen mal die Hundalmhöhle im Bezirk Kufstein zu erforschen oder mich beim Museumsfriedhof bei Münster halb tot zu lachen. Warum in die Ferne reisen, wenn das Gute liegt so nah? Womöglich wird der Sommer 2020 ein sehr viel erlebnisreicherer als gedacht - ein großes Danke hierfür an den Autor.











