Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Theodor Storm ermittelt wieder
Die Nordseefalle von Tilman Spreckelsen
Theodor Storm ist nach wie vor ein eher erfolgloser Anwalt und ein noch weniger erfolgreicher Dichter. Er schmachtet zwar die holde Weiblichkeit in seinen Versen an, aber erhören will ihn keine.
Nun hat er einen neuen Fall: Einen hoffnungslosen, wie es scheint und Geld wird er auch keines hereinbringen.
Denn sein Mandant Dahl wurde stocktrunken mit einem Messer in der Hand über der Leiche eines Saufkumpanen gefunden. Alles scheint klar und Dahl ist der Mörder. Es wäre nicht Theodor Storm, wenn der nicht an die Unschuld seines Mandanten glaubte. Gemeinsam mit Schreiber Peter Söt, der diesen Krimi aus seiner Perspektive erzählt, versucht der Anwalt, die Unschuld seines Mandanten zu beweisen. Es scheint, als hätte das Mordopfer etwas mit dem geheimnisvollen Schatz und der Sage rund um die versunkene Stadt Rungholt zu tun, zumal es nun zwei weitere Morde gibt.
Da Dahl die Auslieferung nach Kopenhagen droht, begeben sich Storm und Söt auf die Insel Föhr, um den zuständigen Amtmann zu sprechen, der gerade in der Entourage des dänischen Königs auf der Insel weilt.
Ebenfalls mit im Gefolge des Königs: Hans Christian Anderson, der immer wieder merkwürdige Unfälle erleidet. Oder sind das Mordanschläge?
Bis Theodor Storm und sein treuer Schreiber Söt den Drahtzieher hinter den Verbrechen finden, dauert es eine geraume Zeit.
Meine Meinung:
Wie schon in den drei Vorgängern gestalten sich die Ermittlungen auch diesmal schwierig. Zum einem weil es zu dieser Zeit üblich ist, potenzielle Täter so lange zu „befragen“ (= verprügeln), bis sie ein Geständnis ablegen, denn nur ein Geständnis zählt, und zum anderen, weil Sachbeweise meistens nicht anerkannt werden. Die Ermittlungen, wie wir sie heute kennen, kriminaltechnische Untersuchungen mit DNA-Spuren, Fingerabdrücken etc. Sind noch unbekannt.
Tilman Spreckelsen gelingt es sehr gut, das historische Umfeld einzubauen. Schleswig-Holstein ist damals dem dänischen König untertan.
Schmunzeln musste ich über das Lamentieren der Einwohner von Föhr, die gegen die Erschließung der Insel für den Tourismus sind. Diese Leute sollten die Seebäder und die Touristenmassen heute sehen!
Geschickt baut der Autor die eine oder andere Sackgasse ein, in der sich der Leser manchmal verirrt.
Der Krimi ist eher ruhig und dennoch nicht langweilig. Mir gefällt das historische Ambiente in Husum und die leicht unbeholfene Art, die den jungen Theodor Storm auszeichnet.
Fazit:
Zum nunmehr vierten Mal, überzeugt der Autor Tilman Spreckelsen mit seinem ruhigen Schreibstil und der Darstellung des historischen Umfeldes. Gerne gebe ich wieder 4 Sterne.
Rezensionen von div:
Entführung zum Zauber der Feen
Klara Katastrofee und das große Feen-Schlamassel von Sabbag Britta
Entführung zum Zauber der Feen
In diesem Buch werden die kleinen Leser in die Welt der Feen entführt. Die Protagonistin Klara ist eine äußerst liebenswerte, aber auch tollpatschige Heldin, bei der so manch ein Zauber nicht zum gewünschten Ergebnis führt. Für die Zielgruppe die wurde die perfekte Figur geschaffen - auch ich selber habe gerne über sie gelesen.
Die kleine Fee zeigt nämlich, dass man sich nicht durch andere verunsichern lassen darf - und man selber viel erreichen kann, wenn man nur daran arbeitet. Somit eine schöne Geschichte mit einer wichtigen Botschaft. Auch der Schreibstil ist schön zu lesen und äußerst passend für die Zielgruppe.
Die wunderschönen und liebevoll gestalteten Illustrationen ergänzen die Geschichte perfekt.
Rezensionen von div:
Spannung in Irland
Alter Hund, neue Tricks - Thriller (Sean-Duffy-Serie 8) von Adrian McKinty
Spannung in Irland
Adrian McKinty hat wieder einen unterhaltsamen und spannenden Krimi geschrieben, der die Konflikte in Nordirland thematisiert. Mit dem bereits bekannten und gewohnt genialen Sean Duffy punktet er natürlich, als Protagonisten. Mich konnte auch dieses Buch überzeugen - es war für meinen Geschmack eine Spur zu viel Irland und Geheimagententhematik enthalten, aber das Buch war durchwegs spannend und eine gute Unterhaltung.
Rezensionen von Claudia R:
reale Fantasiewelt
Der freie Vogel fliegt, Band 1.Bd.1 von Jidi
Klappentext/Inhalt:
Das Mädchen Lin Xiaolu besucht in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts in der westchinesischen Stadt Chengdu eine Mittelschule mit Schwerpunkt Kunst und Gestaltung.
Während ihrer Grundschulzeit war sie von ihrem Vater und ihrer Klassenlehrerin zum „Taugenichts“ abgestempelt worden, weil sie astronomisch schlecht in der Schule war und lieber zeichnete als zu lernen.
Dem Augenschein nach wirkt sie etwas autistisch veranlagt, hinter ihrem ausdrucklosen Gesicht mit nicht zu deutender Miene verbergen sich jedoch eine reiche innere Gedankenwelt und eine Seele voller Imagination und Einbildungskraft.
Sie hat Angst vor dem Umgang mit anderen allzu lebendigen Mitgliedern der menschlichen Spezies und sie hat panische Angst davor, ins Blickfeld anderer Menschen zu geraten und sich vor ihnen blosszustellen.
Aber dennoch interessiert sie sich lebhaft für die Schicksale anderer Menschen. In ihrer Phantasie gibt es einen Schutzgeist, der sich im Verborgenen um den Kummer der Menschen rundherum annimmt und deren Probleme im Stillen löst.
Als sie klein war schwärmte sie für Saint Seiya, ein Held aus einem Manga, jetzt schwärmt sie für einen Jungen namens Han Che.
Doch selbst wenn morgen der Weltuntergang bevorstünde, so würde sie doch niemals ihre Gefühle gegenüber Han Che offenbaren …
Cover:
Das Cover ist sehr bunt und fantasievoll mit vielen kleinen Details gestaltet und stellt die Vermischung zwischen Realität und Fantasywelt dar. Einerseits entdeckt man Ladengeschäfte und das alltägliche China im Hintergrund. Im Vordergrund sieht man zwei große Giraffen. Auf der einen ist ein kleines Mädchen und auf der anderen eine Heranwachsende Person dargestellt, dabei handelt es sich einmal um die kleine Lin, noch ziemlich fröhlich dreinblickend, in ihrer Fantasiewelt und einmal die herangewachsene Lin, ziemlich fertig, von den Geschehnissen. Auch die Unterschiedlichkeit zwischen Realität und Fantasie kommt sehr gut in den beiden Wolken zum Ausdruck. Auf der einen Seite sehr die Wolken sehr friedlich aus und auf der anderen Seite regnet es. Ein wirklich sehr vielschichtiges und wunderschönes Cover.
Meinung:
Dieses Manhua beschreibt die Geschichte und die Anfänge der kleinen Lin Xiaolu, welche bei ihren Großeltern aufwächst. Sie ist ein Scheidungskind. Schnell flüchtet sie sich in ihre eigene Fantasiewelt und wird dafür belächelt und bemitleidet.
Auch in der Schule nehmen ihre schulischen Leistungen immer mehr ab. Dabei bekommt man einer sehr intensiven Eindruck von dem sehr strengen chinesischen Schulsystem, dessen Sitzordnung und Leistungsdruck, welcher hier auf die Schüler ausgeübt wird und dem nicht jeder gewachsen ist.
Auch Lin hat darunter zu leiden und meidet Menschen immer mehr, was ihr nicht gerade leichter macht, obwohl sie auch sehr gerne hilft. Dann trifft sie auf Han Che, den sie sehr interessant findet, doch dieser scheint sie nicht wahrzunehmen.
Zu viel vom Inhalt möchte ich hier jedoch nicht verraten, da ich ansonsten zu viel vorweg nehmen würde.
Besonders toll haben mir auch die Zeichnungen und der Zeichenstil gefallen. Sehr fantasievoll und kreativ geht es hier zu und die vielen kleinen Bildchen geben einen Einblick in die Welt und auch die Fantasiewelt von Lin. Hier verschmelzen sehr gut Realität und Fantasie und es entsteht eine sehr beeindruckende, lebendige und temporeiche Geschichte, die mich sehr gefangen genommen und auch berührt hat. Sehr gern habe ich die Geschichte und Anfänge um die kleine Lin, aber auch die heranwachsende Lin mitverfolgt und bin sehr gespannt, wie es mit ihr weiter geht.
In dieser Ausgabe gibt es im Anschluss an die deutsche Version, auch noch die chinesische Fassung und auch eine Vokabelliste gibt es am Ende, so dass sich dieses Buch auch sehr gut für zweisprachige oder zum Erlernen und auffrischen von Chinesisch-Kenntnissen eignet.
Mir hat auch gefallen, dass es noch einige Informationen und Anmerkungen zur Originalausgabe gibt und auch noch Informationen zu der Autorin, wobei man dadurch auch noch so einiges Interessantes und Wissenswertes erfährt.
Ein wundervoller Einstig in diese tolle Manhua Reihe, die sehr viel über die chinesische Kultur und das Schulsystem preisgibt. Auch über Normen und Werte, sowie Fantasie und Realität lernt man hier so einiges. Und das jeder Mensch es wert ist, wahrgenommen zu werden und das niemand wertlos ist. Jeder ist anders und dennoch sehr wichtig.
Fazit:
Ein kreatives Manhua, welches die Verschmelzung von Realität und Fantasie in sich birgt und auf die Missstände im chinesischen Schulsystem aufmerksam macht.
Rezensionen von yellowdog:
provokant und überdreht
Omama von Lisa Eckhart
Die Kabarettistin Lisa Eckhart schreibt ihr Debütroman Omama auf ihre spezielle Art und Weise, nämlich provokant und überdreht, aber schon ziemlich durchkalkuliert.
Die Geschichte der Großmutter beginnt in einem Dorf in Österreich während des Krieges. Im Mittelpunkt die Schwestern Helga und Inge.
Und die Russen kommen! Diese Passagen sind ziemlich überdreht.
Später wird es etwas ruhiger. Inge ist dann in Wien, schreibt der Familie aber so einige Briefe.
Die Autorin lässt sich einiges einfallen, auch Wortspiele.
Nicht selten geht sehr derb zu. Dazu passt dann der häufig eingesetzte Slang gut.
Die Dorfgemeinschaft kommt nicht so gut weg, wobei eine gewisse Sympathie für die Figuren die Autorin doch zu hegen pflegt.
Das Dorf als Mikrokosmos funktioniert jedenfalls gut.
Als kleine Schwäche habe ich es empfunden, dass die Autorin mehrfach die Handlung vernachlässigt um gewisse Themen fast wie Essays abzuhandeln, z.B. über die Funktion des Dorfdepps, den des Dorfschönlings, der Dorfmatraze, Schiffahrt und Weltenbummler etc. Das hält den Handlungsablauf etwas auf und man hat den Eindruck, es geht nicht voran. Bis es dann in Teil 3 den Sprung ins Jahr 1989 gibt und in eine Schiffsreise mündet.
Diese Art von Humor muss man natürlich mögen, um den Text genießen zu können. Manchmal ist es etwas zu viel des guten!
Rezensionen von Claudia R:
Nervenkitzel pur ...
Lazarus von Kepler Lars
Klappentext:
Das Böse verschwindet niemals wirklich. Es versteckt sich nur und kann blitzschnell zurückkehren. Niemand mordete wie Jurek Walter. Niemand fügte den Angehörigen der Opfer so viel Schmerz zu wie er. Und niemand glaubt, dass es, der gefährlichste Serienmörder Schwedens, die Schüsse aus einer Polizeiwaffe und den Sturz in einen eiskalten Fluss überlebt haben könnte.
Niemand. Bis auf Joona Linna, Kommissar aus Stockholm. Es weiß, dass Jurek Walter nicht eher ruhen wird , bis er Joona und seine Familie zerstört hat. Und es ist nur der Anfang, als in der Wohnung eines Grabschänders der Schädel von Jonna Linnas toter Ehefrau entdeckt und eine perfide Mordserie aus ganz Europa gemeldet wird. Denn das Böse verschwindet niemals wirklich.
Cover:
Das Cover verspricht Spannung und Nervenkitzel. Man erkennt eine bläuliche Schlange und auch der Titel ist in einer glitzernden blauen Schriftfarbe verfasst. Gerade auch der glitzernde Effekt und die Spannung, die von der Schlange ausgeht, macht so den Leser auf das Buch aufmerksam.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Es ist sehr spannend und fesselnd geschrieben.
Dies ist bereits der 7. Band der Reihe um Kommissar Joona Linna. Aber auch ohne die bisherigen Bände zu kennen, kommt man sehr gut in die Geschichte und den Fall hinein. Die Bände sind in sich geschlossen und daher kann man diese auch sehr gut unabhängig von einander lesen und es sind keine großartigen Vorkenntnisse notwendig.
Dies ist mein erster Krimi aus dieser Reihe und ich war schnell sehr gebannt von diesen Beschreibungen. Jedoch sind diese nicht immer etwas für Zartbesaitete Leser, da es hier nicht an Brutalität, Nervenkitzel und Spannung mangelt, denn dieser Krimi tendiert schon sehr in Richtung Thriller und fesselt den Leser förmlich an dieser Buch.
Der Ermittler Joona Linna und seine Familie sind hierbei selbst betroffen und so versucht und ermittelt Joona teils auf eigene Faust. Die Beschreibungen sind sehr bildhaft und erschreckend detailgetreu, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann. Man erlebt die Szenarien förmlich mit ist und sehr gebannt an das Geschehen gefesselt.
Inhaltlich möchte ich nicht zu viel verraten, da ich von diesem Fall nicht zu viel vorweg nehmen möchte.
Sprachlich und auch erzählerisch ist hier ein kleines Meisterwerk gelungen, das keine Langeweile aufkommen lässt. Man ist förmlich gefesselt an diesen Fall und verfolgt als Leser gebannt das Geschehen mit.
Emotionen werden sehr gut vermittelt und auch die Charaktere sind sehr gut durchdacht.
Ein Krimi, der von der Spannung, Blut und Gewalt lebt und daher nichts für Zartbesaitete Krimi-Leser ist, sondern eher für härtere Kalibier. Wer Gewalt und Blut nicht abgeneigt ist, kommt hier auf seine Kosten.
Ein spannender Krimi auf dessen weitere Bände ich sehr gespannt bin. Gute und fesselnde Unterhaltung, sowie Nervenkitzel werden hier geboten.
Fazit:
Ein Krimi, der von der Spannung, Blut und Gewalt lebt und daher nichts für Zartbesaitete Krimi-Leser ist, sondern eher für härtere Kalibier.
Rezensionen von hexenaugen:
ergreifender Roman
Das Lied der Sturmvögel von Mina Baites
Inhalt:
Ein ergreifender Roman eingebettet in die bunte Schönheit Madeiras.
Die Erinnerung weckt tausend Bilder …
Die Journalistin Lisa führt ein aufregendes Leben. Doch als ihre beste Freundin stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. In der farbenprächtigen Natur Madeiras hofft sie, ihren Frieden wiederzufinden.
Eines Tages begegnet sie auf einer ihrer Wanderungen einem alten Mann, der einsam am Fuße der Berge lebt und malt. Hermigo ist blind, doch dank seines fotografischen Gedächtnisses erweckt er seine Erinnerungen zu neuem Leben. Mit ihm taucht Lisa in seine tragische Vergangenheit ein und findet dabei den ihr vorbestimmten Weg – und die Liebe.
Meinung:
Lisa kündigte nach dem Tod ihrer Freundin ihren Job in Berlin und reist nach Madera. Ihr einziger Begleiter ist ihr Fotoapparat mit dem sie auf der Insel fotografieren möchte.
In Serra de Água schafft sie es endlich wieder durchzuatmen und als sie bei einer Wanderung den Blinden Hermingo trifft der trotz seiner Blindheit aus der Erinnerung heraus malt, hilft seine Vergangenheit ihr dabei ihren Weg zu finden.
Eine Geschichte die von der Autorin die Besonderheit Maderas und dessen Natur aufzeigt und die auch die Probleme wie, die der Sturmvögel, genauso wie auch die Arbeit der Ranger, die für die Sturmvögel kämpfen, und die Brände, die die Natur bedrohen und was dagegen unternommen wird nicht verschweigt,
Fazit:
Durch die Bilder die beim Lesen vor meinem geistigen Auge entstanden meinte ich mit Lisa über die Insel zu streifen wobei auch das Buchcover dazu beigetragen hat.
Für mich ein lesenswertes Buch was ich sehr gerne weiterempfehle.
Rezensionen von Claudia R:
tiefsinnig und emotional
Nebellaut von Lisi Schuur
Klappentext/ Beschreibung:
In "Nebellaut" beschreibt Lisi Schuur Momente, Gedanken und Sehnsüchte, Liebe und Natur.
Lisi Schuur stammt aus Datteln/Westfalen. Anfang der 60er Jahre zog sie mit ihren Eltern und Geschwistern nach Ratingen-Lintorf, wo sie auch heute noch lebt. Neben zahlreichen Beiträgen in Anthologien veröffentlichte sie drei eigene Gedichtbände, und ist Co-Autorin zwölf weiterer Werke.
"Nebellaut" erscheint als Band 12 der Reihe "Gill-Lyrik" im Gill-Verlag.
Cover:
Das Cover ist sehr abstrakt und farblich sehr schön gestaltet.Gelb, türkis und lila-gräuliche Töne sind hier vorherrschend. Das Ganze wurde sehr schleierhaft verbunden und durch diesen abstrakten Stil wird die Neugier geweckt.
Meinung:
Das Büchlein besteht aus 33 Gedichten, die ganz unterschiedliche Themen ansprechen und doch teils auf ähnliche Dinge hinauslaufen. Dabei kommen sehr gut die Gefühle und Emotionen rüber.
Die Gedichte regen zum Nachdenken, aber auch zum Träumen an. Manchmal machen sie auch wehmütig und sehnsüchtig. Unterschiedliche Emotionen werden hier angesprochen und dennoch kann man sich sehr gut in jede einzelne hineinversetzen.
Mir haben die vielen unterschiedlichen Gedichte sehr gut gefallen und mich konnte diese sehr gut erreichen.
Die Gedichte selbst sind sehr gut durchdacht und geben die Gedankengänge sehr gut wieder.
Manche Gedichte sind mir dabei mehr hängen geblieben als Andere. Viele davon sind sehr rührselig und emotional. Die meisten handeln vom Abschied nehmen und auch vom Tod, doch steckt auch viel positives darin und so wird seh gut mit diesen Themen umgegangen und diese auf eine sehr schöne Weise behandelt.
Mir haben vor allem die Gedichte "Novembergrau", "was bleibt" und "Du" gefallen. Aber auch die anderen Gedichte fand ich sehr schön.
Eine tolle Sammlung von Gedichten für Zwischendurch, die zum Nachdenken anregen und sehr tiefsinnig sind. Mir hat dies sehr gut gefallen.
Fazit.
Tiefsinnige, emotionale Gedichte, die zum Nachdenken anregen und sich mit verschiedenen Themen, wie Liebe, Verlust und Trauer beschäftigen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Einfach nur WOW
Die Totensammlerin von Leonie Haubrich
Yvonne Winkler, Reisebloggerin und Journalistin, gibt Berichte z.B. über das Thema Lost Places an verschiedene Zeitschriften. Dann wacht sie schwer verletzt und ohne Gedächtnis in einem Krankenhaus auf. Was ist geschehen? War es ein Unfall? Hatte sie Selbstmordabsichten oder war es ein Mordversuch? Yvonne stellt sich der Gegenwart, „freundet“ sich mit ihrer Beinprothese an und versucht, die Erinnerungslücken eine nach der anderen ganz langsam zu schließen.
Und dabei durfte ich ihr über die Schulter schauen. Yvonne ist eine sehr starke, taffe Frau, die sich auch von immer neuen schlechten Nachrichten bzw. Erinnerungen, die ganz langsam wiederkommen, nicht entmutigen lässt. Aber je mehr Antworten sie zu finden hofft, desto mehr Fragen ergeben sich daraus wieder. Ich spüre ihre innere Zerrissenheit, ihre Unsicherheit, ihr nicht wissen, was passiert ist. Und ich leide mit ihr, die sich erst langsam an den Verlust ihres Beines gewöhnen muss. Trotz dieses Handicaps macht sie sich auf die Suche nach ihrer Vergangenheit und legt ein Puzzlestück ans nächste. Ich war mir sicher, dass ihr etwas fürchterliches angetan worden ist.
Leonie Haubrich hat eine so leichte, lockere und sehr bildhafte Erzählweise. Schnell habe ich die wenigen Personen, mit denen ich es hier zu tun habe, im Kopf. Vor allem Yvonne wächst mir schnell ans Herz. Auch die Lost Places, die eine Rolle spielen, kann ich mir gut vorstellen, wenn ich mit ihr im Moselgebiet unterwegs bin.
In Rückblicken erfahre ich immer mehr aus Yvonnes Leben. Eine Geschichte, wie aus einem Märchen, wie sie mit ihrem Mann Dominik zusammen gekommen ist, die sie liebt, auf Händen trägt, sogar ihre Tochter Christiane adoptiert. Alles einfach eitel Sonnenschein.
In der Gegenwart hatte ich ziemlich schnell das Gefühl, die Zusammenhänge durchschauen zu können. Bis immer wieder kleine Wendungen und falsche Fährten in eine andere Richtung gezeigt haben und mir, dass ich mal wieder falsch lag. Das Miträtseln hat mir diesmal besonders viel Spaß gemacht, da ich unbedingt wollte, dass Yvonne endlich wieder klar und in die Zukunft sehen kann. Naja, das kann sie nun auch. Mit jedem neuen „Ermittlungsansatz“ steigt die Spannung bis es fast nicht mehr auszuhalten ist. Dann sitze ich sprachlos da und denke, dass kann doch wohl nicht wahr sein.
Ich habe fast alle Bücher von Leonie Haubrich gelesen und war immer begeistert. Aber mit dieser Geschichte hat sie noch eine Schippe drauf gelegt. Eine super spannende Geschichte, die ich jedem Thrillerfan nur ans Herz legen kann.
Rezensionen von Claudia R:
Kunstliebhaber aufgepasst ...
Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück von Sophie Villard
Klappentext:
Paris 1937: Die rebellische Erbin Peggy Guggenheim genießt ihr Leben in der schillernden Künstlerbohème, eine glamouröse Abendgesellschaft folgt auf die nächste. Doch Peggy hat einen Traum. Sie will ihre eigene Galerie eröffnen und endlich unabhängig sein. Da verliebt sie sich in einen hochgewachsenen Schriftsteller mit strahlenden Augen: Samuel Beckett.
Aber ihre Liebe steht unter keinem guten Stern, denn Peggys Traum lässt sich nur im fernen London verwirklichen, weit weg von Beckett. Und auch am Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Der Krieg zwingt zahlreiche Künstler zur Flucht aus Europa. Peggy hilft vielen von ihnen dabei – und begibt sich und ihre Liebe in große Gefahr ...
Cover:
Das Cover wirkt sehr nostalgisch, elegant und macht neugierig. Man sieht sehr schöne ältere Gebäude und durch die farbliche Gestaltung wirken diese sehr alt und antik. Mitten durch diese wunderschönen Stadt schreitet eine Damen im roten Kleid einen Platz mit vielen Tischen und Stühlen entlang. Das Cover weckt das Interesse und ist passend zur Geschichte gewählt.
Meinung:
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt sehr gut in das Buch hinein und es lässt sich sehr gut und locker lesen.
Das Buch ist in drei Teile und diese wiederum in mehrere Kapitel geteilt. Die einzelnen Kapitel sind sehr gut gegliedert und auch die Abschnitte und Abschnittlängen sind gut gewählt. Zu Beginn eines jeden Kapitels erfährt man wo man sich befindet, sowie eine Zeitangabe, so kann man räumlich und zeitlich alles sehr gut einordnen.
Hier geht es um die wundervolle, starke und lebensfrohe Peggy Guggenheim, die sich voll und ganz der Kunst verschrieben hat. Es spielt in der Zeit von 1937-1942 und zeigt auch z.T. das Leben der damaligen Zeit sehr gut mit auf.
Peggy ist eine einzigartige Persönlichkeit und Verschreibt sich den Sammeln etlicher Kunstwerke. So lernt sie zahlreiche Künstler kennen und unterstützt auch die Flucht zahlreicher jüdischer Künstler, deren Werke unter den Nazis als entartet angesehen werden. Man begleitet sie auf ihre Stationen durch London, Paris und New York. Denn auch sie ist in Gefahr, von den Nazis verhaftet zu werden.
Doch zu viel von Inhalt möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Lest am Besten selbst.
Eine wirklich tolle, mutige und starke Frau, die es nicht immer leicht hat, aber sich voll und ganz ihrer Sammlerleidenschaft ergibt. Ihre Kraft und Stärke nimmt sie aus der Kunst und der Leidenschaft dazu. Mit Männern hingegen hat sie nicht so viel Glück, aber dennoch kann sie ihre innre Ruhe finden.
Ein wirklich tolles Buch, welches Einblicke in die Zeit um 1937-1942 ermöglicht und gleichzeitig sehr viel Wissen, um diese wirklich grandiose Kunstsammlerin und auch über verschiedene Künstler vermittelt.
Man bekommt regelrecht Lust, selbst wieder mit der Kunst anzufangen und sich künstlerisch zu betätigen.
Es ist sehr fesselnd geschrieben und macht sehr viel Lust beim Lesen. Man bekommt einen wunderschönen Eindruck und wird sehr gut unterhalten.
Die Charaktere werden sehr gut vermittelt und sind sehr gut durchdacht. Man bekommt eine sehr schöne Blick- und Sichtweise auf das Leben von Peggy und durch die tollen Beschreibungen kann man alles sehr gut nachempfinden und nachvollziehen.
Fazit:
Hier bekommt man einen wunderschönen Eindruck in die Welt der Kunst, um 1937-42, und die Kunstsammlerin Peggy Guggenheim.











