Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Eine ganz außergewöhnliche Familiengeschichte
Tornedal, ein finnischer Ort an der Grenze zu Schweden. Hier leben Pentti und Siri Toimi. Ihre 12 Kinder sind hier auf dem landwirtschaftlichen Hof aufgewachsen. Einige sind schon aus dem Haus, leben ihr Leben weit weg von zuhause. Nun weihnachtet es sehr und die meisten der Kinder kehren zu den Feiertagen nachhause zurück.
Die meisten freuen sich auf ihre Geschwister, die untereinander eine starke Bindung haben, und Mutter Siri, eine sanftmütige Frau, die alles für ihre Kinder tut, was in ihrer Macht steht. Sie haben aber auch Angst vor den Launen und der Grausamkeit des despotischen Vaters Pentti.
In diesem Winter, 1981, wird der kleine Arto bei einem Unfall schwer verletzt. Dadurch wird sich das Familienleben in der Zukunft dauerhaft verändern...
„Liebe ist ein Luxus, den sich nur reiche Leute leisten können. Für arme Leute hingegen hat sie keinerlei Wert“.
Diese Sichtweise hat mich einerseits erschüttert. Andererseits beschreibt sie aber das Leben und das Miteinander in der Familie. Daraus erfolgt auch eine Einsamkeit, die ich beim Lesen immer wieder gespürt habe.
Schon die Einführung vor der Geschichte ist etwas speziell und facht die Neugier auf das, was da wohl kommen mag, tüchtig an.
Jedes Familienmitglied bekommt ein oder mehrere eigene Kapitel, in dem es dann hauptsächlich um deren Vergangenheit, seine Sichtweise und seine Stellung in der Familie geht. So lerne ich sie sehr intensiv kennen. Elina und Riiko, die beiden verstorbenen Geschwister sind davon ausgenommen. Durch die sehr verschiedenen Charakteren, bei denen man deutlich sieht, wie unterschiedlich sich Geschwister entwickeln können, fällt es nicht schwer sich unter den vielen Personen zurecht zu finden. Außerdem gibt es zu Beginn des Buches ein sehr ausführliches Personenregister, in dem man spicken kann.
Immer wieder spricht der Erzähler mich persönlich an, wodurch ich mich noch mehr dem Familiengefüge zugehörig bzw. hinein gezogen fühle. Richtig wohlgefühlt habe ich mich allerdings hier nicht.
Sehr gut gefällt mir die Beschreibung der kargen, idyllischen finnischen Landschaft. Dazu im krassen Gegensatz die Lebensmittelpunkte Helsinki und Stockholm, wohin drei der Kinder verzogen sind.
Es hat seine Zeit gedauert, bis ich in die Familie Toimi hinein gefunden habe. Aber dann habe ich mich mitreißen lassen und war von den verschiedenen Emotionen und Gefühlen, die die Geschichte bei mir auslöst, überwältigt.
Es gibt immer wieder Längen, die die Spannung, die hintergründig immer lauert, zusammenbrechen lässt. Auch die unvorhergesehenen Sprünge durch verschiedene Zeiten haben mich irritiert.
Ein Buch, das man nicht mal schnell weg lesen kann. Man sollte sich Zeit nehmen, die Menschen, denen man hier begegnet kennenzulernen und ihnen zuzuhören. Dann hat man als Leser, vielleicht genau wie ich, ein ganz besonderes Leseerlebnis, das ich gerne mit 4 von 5 Sternen bewerte.
Rezensionen von Lesemama:
Limonenduft
Limonensommer von Susanne Fülscher
Zum Buch:
Seit ein Ereignis ihre Freundschaft vor über zwanzig Jahren zerbrechen ließ, haben Judith, Lene und Katharina nicht mehr miteinander gesprochen. Doch die fünfundvierzigjährige Schauspielerin Judith hofft, in diesem Sommer die Verbundenheit von damals wieder aufleben lassen zu können, und reist zu ihren ehemaligen Schulfreundinnen in die Schweiz und nach Ligurien.
Endlich kommen Dinge zur Sprache, über die viele Jahre geschwiegen wurde, und alte Wunden heilen langsam. Während Judith, Lene und Katharina nach und nach die Frage ergründen, was aus den Träumen ihrer Jugend geworden ist, erkennen sie bald, was im Leben wirklich zählt: Die Freiheit, das eigene Glück selbst zu bestimmen, wahre Freundschaft und die Zuversicht, aus den Limonen, die das Leben einem manchmal reicht, Limoncello machen zu können.
Meine Meinung:
Ich las bisher nur Jugend- oder Kinderbücher der Autorin, aber mir gefiel auch der Ausflug in den Liebesromanbereich sehr gut. Eine wunderschöne, berührende Geschichte in einer traumhaften Kulisse. Herz, was brauchst du mehr?
Das die Autorin einen schönen Schreibstil hat wusste ich ja schon vorher, aber diese Geschichte konnte mich so richtig gut unterhalten und hat mich gedanklich nach Italien geführt, wo die die reale Reise nichts wurde.
Ein wunderschöner Wohlfühlroman fürs Herz, sehr zu empfehlen.
Rezensionen von LEXI:
Merle, warum lässt du dich denn nicht lieben?
Pullikalb von Christina Kunellis
Merle, warum lässt du dich denn nicht lieben?
„Du bist wichtig. Du bist wertvoll. Du bist erwünscht. Du bist gewollt!“
Die siebzehnjährige Merle kann dieser Zusicherung in keiner Weise glauben. Sie ist ein abgrundtief vernachlässigtes Einzelkind, das auf eine einsam durchlebte lieblose Kindheit und Jugend zurückblickt.
Ihren Vater hat sie niemals kennengelernt, die Mutter ist lieblos, verletzend, ablehnend und die meiste Zeit abwesend. Merle hat Todessehnsucht, sie hegt den Wunsch, sich selbst wehzutun und ist überzeugt, im falschen Leben gelandet und für niemanden auf der Welt wichtig zu sein. Ein Angebot für ein Praktikum auf einem Bauernhof in Süddeutschland bietet ihr die einmalige Gelegenheit, ihren Traum von einem Leben auf dem Land zu verwirklichen. Die Familie des Hofinhabers nimmt Merle herzlich in ihrer Mitte auf, und auf dem Nachbarshof lernt sie den zwanzigjährigen Simi kennen, der sich rasch als wunderbarer, verständnisvoller und mitfühlender Freund entpuppt. Simi ruht in sich, liebt sein Leben auf dem Hof und seine Familie. Doch Merle ist durch zahlreiche Verletzungen in ihrer Vergangenheit geprägt - „das Gefühl, unerwünscht und ungewollt, ertragen, aber niemals geliebt worden zu sein, tat infernalisch weh.“ Eine außergewöhnliche Begegnung stellt für Merle schließlich die Chance auf einen Neubeginn dar – doch die Dämonen in ihrem Inneren lassen sich nicht so einfach vertreiben…
Christina Kunellis Geschichte hat mich vom ersten Augenblick an in den Bann gezogen. Der Leser erhält erschütternde Einblicke in das Leben der Ich-Erzählerin Merle, in ihre inneren Kämpfe, den negativen Einfluss ihrer Freunde und die sträfliche Vernachlässigung durch ihre eiskalte, gefühllose Mutter. In einem Praktikum auf den Bauernhof von Alfred und Elli in Süddeutschland entsteht eine reelle Chance für die Protagonistin, ihr Leben positiv zu verändern. Doch die Qualen dieses seelisch kaputten jungen Mädchens setzen sich auch in ihrem neuen, liebevollen und wertschätzenden Umfeld fort. Merle hat es niemals geschafft, Selbstbewusstsein zu entwickeln, sie ist gefangen in einer Spirale der Selbstzerstörung, der sie scheinbar nicht entrinnen kann. In der Abwertung ihrer eigenen Person und dem selbst zugefügten Schmerz hat sie zumindest noch das Gefühl, etwas zu „spüren“.
Der Autorin ist die Charakterzeichnung ihrer Protagonistin hervorragend gelungen, ich konnte mich den tiefen Emotionen dieses Buches schlichtweg nicht mehr entziehen. Die Beschreibung von Merles abgrundtiefer Verzweiflung, ihrem Selbsthass, aber auch ihrer unerfüllten Sehnsucht nach einer Familie, nach Annahme und bedingungsloser Liebe, verschlugen mir von der ersten, bis zur allerletzten Seite, den Atem. Der Schreibstil der Autorin ist sehr eindringlich, und wie bereits erwähnt von ganz großen Emotionen durchdrungen. Man spürt förmlich die Zerrissenheit der Protagonistin und leidet mit ihr unter den Folgen ihrer Handlungen, die Ausdruck ihrer Hilflosigkeit und Wut, ihrer Ängste und ihres Selbsthasses sind, ihr gesamtes Umfeld jedoch verstören und ratlos zurücklassen. Trotz meiner starken Aversion gegen Kraftausdrücke und Flüche verlieh die derbe und an mancher Stelle vulgäre Sprache von Merle und Anna diesen beiden Figuren der Handlung ganz besondere Authentizität – sie verleiht Annas Verderbtheit und ihrem negativen Einfluss auf Merle ganz besonderen Ausdruck. Vor allem aber verdeutlichte sie auf drastische Weise die zunehmende Entfremdung der beiden durch Merles Gesinnungsänderung und der starken Wandlung, die sie im Verlauf des Buches durchlebt.
Christina Kunellis stellte Merle und Simi interessante und liebenswerte Nebenfiguren zur Seite. Einen wichtigen Part nehmen ein gütiger Mann namens Johannes und Simis liebevoller Vater Jens ein, während Simis steinalter, etwas wirrer Opa sowie Simis Geschwister Gustav, Max, Greta und Lilli Merles Herz bereits beim ersten Zusammentreffen im Sturm erobern. Als eindeutige Antagonisten dieses Buches empfand ich Merles Mutter und Merles Freundin Anna, die für unglaublich großes Leid im Leben der jungen Protagonistin verantwortlich zeichnen.
Die Beschreibung des idyllischen Bauernhofes von Alfred und Elli, der zu Merles neuer Heimat wurde, ist der Autorin ebenfalls vortrefflich gelungen. Allein die Beschreibung der Landschaft, der Tiere auf dem Hof, und vor allen Dingen der titelgebenden Geschichte um das „Pullikalb“ ließ ein deutliches Bild vor meinen Augen entstehen, das um die mehrmals im Buch erwähnte „Astrid-Lindgren-Küche“ zusätzlich bereichert wurde. Ich ertappte mich während dieser Lektüre mehrfach dabei, am liebsten vor Ort zu sein und diese wunderschönen Szenarien selber erleben zu dürfen.
Die Autorin wählte keine einfache Thematik, das Buch ist emotional sehr fordernd und manche Passagen lösten Unverständnis, Ratlosigkeit und Entsetzen in mir aus. Und doch bietet es einen tiefen Einblick in das Seelenleben junger Menschen wie Merle, die nach außen hin rebellieren, in ihrem Innersten jedoch mit unglaublich tiefen Verletzungen zu kämpfen haben und es schlichtweg nicht mehr schaffen, andere Menschen und liebevolle Zuwendung an sich heranzulassen.
Fazit: „Pullikalb“ ist ein Buch, das im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Es machte mich zutiefst betroffen, war fordernd, aufwühlend und an sehr vielen Stellen zu Tränen rührend. Es handelt sich keinesfalls um eine leichte Lektüre für Zwischendurch – man muss sich vielmehr voll und ganz auf Merles tragische Geschichte einlassen, um einige ihrer Handlungen auch nachvollziehen zu können. Nichtsdestotrotz wird der Protagonistin dieser Geschichte aber auch Hoffnung und eine Chance auf einen Neubeginn geschenkt - die Chance, an ihren Schicksalsschlägen nicht zu zerbrechen, sondern stark zu werden und an Schwierigkeiten zu wachsen. Trotz meiner bereits erwähnten Aversion gegen die derben Sprachinhalte war dieses Buch angesichts des umwerfenden Inhalts ein Leseerlebnis der ganz besonderen Art… eine ganz besondere Perle, die ich zu einem meiner persönlichen Lese-Highlights zähle.
Rezensionen von chipie2909:
Wenn aus einem Spiel ein Albtraum wird
Raum der Angst Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller
Ich liebe Escape-Rooms! Deshalb ist mir sofort dieser Thriller des Autors Marc Meller ins Auge gesprungen. Allein der Titel verspricht Spannung pur und der Klappentext bestärkte mich sehr darin, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Doch um was geht es hier eigentlich genau?
Sieben Teilnehmer eines wissenschaftlichen Experiments freuen sich sehr auf die Herausforderung! Jeder von ihnen sieht eine einmalige Chance in diesem Escape-Room und sie können es kaum erwarten, loszulegen.
Zeitgleich erwacht die Studentin Hannah in einem leeren Raum. Sie kann sich an die letzten Begebenheiten nicht mehr erinnern und weiß nur, dass sie entführt worden sein muss. Plötzlich erscheint eine Art Durchgang und sie trifft auf die Escape-Room-Truppe. Gemeinsam versuchen sie, aus den verschlossenen Räumen zu entkommen. Was sich anfangs als harmloses Spiel darstellt, wird schnell zum Albtraum. Denn als sie das Rätsel des ersten Raumes lüften, stirbt ein Mitspieler. Und auch nach der Lösung des zweiten Raumes wird ein Teilnehmer getötet. Gelingt es ihnen, dem Killer zu entfliehen? Und welche Rolle spielt Hannah bei dem Ganzen?
Mein Eindruck vom Buch:
Lange Zeit haben mich nur amerikanische Thriller richtig gepackt. Dies hat sich gewandelt, in letzter Zeit habe ich mehrere grandiose Thriller von deutschsprachigen Autoren gelesen und „Raum der Angst“ gehört definitiv dazu. Der Leser wird sofort in die Geschichte katapultiert und es wird Spannung ab der ersten Seite aufgebaut. Ich muss zugeben, anfangs habe ich mir ein paar Notizen über die Teilnehmer gemacht, damit ich nichts durcheinander bekomme, doch schon nach ganz kurzer Zeit war dies unnötig und mir waren alle Figuren vertraut. Besonders Hannah hatte ich ins Herz geschlossen und auch Melissa. Faszinierend, welch unterschiedliche Charaktere da in einen Escape-Room geworfen wurden. Jeder Spieler stand für eine Eigenschaft und diesen Gedanken fand ich sehr spannend. Mich hat die ganze Story erstmal ein wenig an die Serie „Lost“ erinnert. Viele sitzen im selben Boot, aber nachdem keiner den anderen kennt, ist man extrem misstrauisch und man selbst ist sich der nächste. Doch funktioniert Egoismus in einem Escape-Room? Wohl eher nicht ;-) Später im Buch fand ich ein paar kleine Parallelen zu der Sheperd-Reihe von Ethan Cross, was ich ebenso genial fand! Dieses Buch ist fesselnd geschrieben, regt jedoch auch sehr zum Nachdenken über die menschliche Ethik an. Die Kapitel sind kurz gehalten, was ich einfach toll finde, denn so ist es möglich, auch mal zwischendurch einen Abschnitt zu lesen… oder zwei, oder drei ;-) Es fällt wirklich schwer, dieses Werk mal zur Seite zu legen. Auch die Ermittler Bernd Kappler und Eva Dahlhaus, die alles tun, um die Teilnehmer lebend zu finden, sind sehr sympathisch und authentisch dargestellt. Ein Gedanke kam mir während des Lesens immer und immer wieder: Dieser Thriller wäre absolut eine Verfilmung wert! Mit dem Schluss hatte ich absolut nicht gerechnet und ich hoffe wirklich sehr, dass ich ein paar der Figuren wieder treffen werde.
Fazit:
Ich kann dieses Werk jedem Thriller-Fan und jedem, der gerne Escape-Rooms spielt, wärmstens ans Herz legen! Spannende Stunden sind mit „Raum der Angst“ garantiert! Und ich fände es einfach fantastisch, wenn es eine Fortsetzung geben würde!
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
Wenn aus einem Spiel ein Albtraum wird
Raum der Angst Ein Escape-Room-Thriller von Marc Meller
Ich liebe Escape-Rooms! Deshalb ist mir sofort dieser Thriller des Autors Marc Meller ins Auge gesprungen. Allein der Titel verspricht Spannung pur und der Klappentext bestärkte mich sehr darin, dass ich dieses Buch einfach lesen muss. Doch um was geht es hier eigentlich genau?
Sieben Teilnehmer eines wissenschaftlichen Experiments freuen sich sehr auf die Herausforderung! Jeder von ihnen sieht eine einmalige Chance in diesem Escape-Room und sie können es kaum erwarten, loszulegen.
Zeitgleich erwacht die Studentin Hannah in einem leeren Raum. Sie kann sich an die letzten Begebenheiten nicht mehr erinnern und weiß nur, dass sie entführt worden sein muss. Plötzlich erscheint eine Art Durchgang und sie trifft auf die Escape-Room-Truppe. Gemeinsam versuchen sie, aus den verschlossenen Räumen zu entkommen. Was sich anfangs als harmloses Spiel darstellt, wird schnell zum Albtraum. Denn als sie das Rätsel des ersten Raumes lüften, stirbt ein Mitspieler. Und auch nach der Lösung des zweiten Raumes wird ein Teilnehmer getötet. Gelingt es ihnen, dem Killer zu entfliehen? Und welche Rolle spielt Hannah bei dem Ganzen?
Mein Eindruck vom Buch:
Lange Zeit haben mich nur amerikanische Thriller richtig gepackt. Dies hat sich gewandelt, in letzter Zeit habe ich mehrere grandiose Thriller von deutschsprachigen Autoren gelesen und „Raum der Angst“ gehört definitiv dazu. Der Leser wird sofort in die Geschichte katapultiert und es wird Spannung ab der ersten Seite aufgebaut. Ich muss zugeben, anfangs habe ich mir ein paar Notizen über die Teilnehmer gemacht, damit ich nichts durcheinander bekomme, doch schon nach ganz kurzer Zeit war dies unnötig und mir waren alle Figuren vertraut. Besonders Hannah hatte ich ins Herz geschlossen und auch Melissa. Faszinierend, welch unterschiedliche Charaktere da in einen Escape-Room geworfen wurden. Jeder Spieler stand für eine Eigenschaft und diesen Gedanken fand ich sehr spannend. Mich hat die ganze Story erstmal ein wenig an die Serie „Lost“ erinnert. Viele sitzen im selben Boot, aber nachdem keiner den anderen kennt, ist man extrem misstrauisch und man selbst ist sich der nächste. Doch funktioniert Egoismus in einem Escape-Room? Wohl eher nicht ;-) Später im Buch fand ich ein paar kleine Parallelen zu der Sheperd-Reihe von Ethan Cross, was ich ebenso genial fand! Dieses Buch ist fesselnd geschrieben, regt jedoch auch sehr zum Nachdenken über die menschliche Ethik an. Die Kapitel sind kurz gehalten, was ich einfach toll finde, denn so ist es möglich, auch mal zwischendurch einen Abschnitt zu lesen… oder zwei, oder drei ;-) Es fällt wirklich schwer, dieses Werk mal zur Seite zu legen. Auch die Ermittler Bernd Kappler und Eva Dahlhaus, die alles tun, um die Teilnehmer lebend zu finden, sind sehr sympathisch und authentisch dargestellt. Ein Gedanke kam mir während des Lesens immer und immer wieder: Dieser Thriller wäre absolut eine Verfilmung wert! Mit dem Schluss hatte ich absolut nicht gerechnet und ich hoffe wirklich sehr, dass ich ein paar der Figuren wieder treffen werde.
Fazit:
Ich kann dieses Werk jedem Thriller-Fan und jedem, der gerne Escape-Rooms spielt, wärmstens ans Herz legen! Spannende Stunden sind mit „Raum der Angst“ garantiert! Und ich fände es einfach fantastisch, wenn es eine Fortsetzung geben würde!
Rezensionen von Katzenmicha:
Einfach nur Familie Backes
Nur Rudi tanzte schräger von Dany R. Wood
Für mich war es schon das zweite Buch mit dem Dorfpolizisten und seiner Familie.Vorher habe ich schon "Nur Giesela sang schöner" gelesen.Und schon da war ich begeistert von Jupp Backes ,seiner frau Inge und Oma Käthe.Diesmal schleppt Inge ihren Jupp zum Tangokurz-Jupp wäre ein Töpferkurs lieber gewesen.
Aber seiner Inge kann er nichts abschlagen,sogar Oma Käthe ist mit ihrem Nacktguru und Nachtbarn Karl-Heinz am Start.Und die arme Inge bekommt es zu spüren-den Jupp steht mehr auf ihren Füßen als auf dem Tantpakett. Kurz danach stirbt der Tangolehrer Julio,man findet ihn im Keller seines Vermieters am Ende der Kellertreppe tot.Für Jupp ganz klar-das war kein Unfall.Schnell hat er seine Frau und seine Schwiegermutter Oma Käthe überzeugt und zu seinem Ermittlungsteam gemacht...
Der Autor Dany R. Wood hat mich wieder mit seinem Schreibstil und seiner Erzählung begeistert.Er hat alle Charaktere sind mit so viel Liebe und Warmherzigkeit beschrieben,so das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte.Ich habe so schmunzel müssen und auch so spannend war es der Familie Jupp bei den Ermittlungen zu folgen.Aber auch so Alltagssorgen,wie Krankheit,oder Kollegen und die Sorgen einer Mutter-deren Tochter nicht in Weiß groß heiraten will,hat der Autor behandelt.Leider viel zu schnell,war das Buch gelesen.Ich würde mich sehr freuen von Jupp und seiner Familie wieder was zu lesen-sehr gerne 5 Sterne.
Rezensionen von Gaby 2707:
Ein Ort im Umbruch
Jasmunder Geheimnisse von Anja Behn
Restauratorin Jette Herbusch hat es nach Hollvitz auf die wunderschöne Insel Rügen verschlagen um hier den Altar der Dorfkirche zu restaurieren. Als ihr Freund der Kunsthistoriker Professor Richard Gruben sie besuchen will, bittet Jette ihn, am Sassnitzer Bahnhof vorbei zu fahren und die Denkmalpflegerin Susanne Ortlepp mitzubringen.
Am nächsten Tag, als Gruben auf der suche nach einem alten Kreidewerk ist, findet er Frau Ortlepp tot, verblutet in einer Tierfalle. War es ein unglücklicher Unfall oder doch ein heimtückischer Mord?
Das erfährt der Leser erst nachdem Richard Gruber und der sympathische Ortspolizist Bert Mulsow begonnen haben, diesen außergewöhnlichen Fall zu ermitteln. Und was dabei alles ans Tageslicht kommt, hat mich immer wieder erstaunt und auch erschreckt.
Dies ist das erste Buch von Anja Behn, dass ich gelesen habe. Ihre ausgeglichene und unaufgeregte Schreib- und Erzählweise mag ich sehr. Sie versteht es, mit immer wieder eingestreuten kleinen geheimnisvollen Anmerkungen die Spannung anzuheizen und hoch zu halten, ohne dass sie mich erdrückt.
Wie zufällig eingestreute Hinweise auf den Vorgängerband machen Lust, sich mit Jette und Richard noch näher beschäftigen zu wollen. Was ich nun, wo ich Anja Behn und ihre Protagonisten kennengelernt habe, bestimmt tun werde.
Ihre Protagonisten kann ich mir fast alle dank der ausführlichen Beschreibungen sehr gut vorstellen. Mit Jette und Richard habe ich mich sofort angefreundet. Auch die anderen Bewohner des Ortes, die ich hier kennenlerne, sind alle so menschlich und einfach normal. Ganz besonders emotional beeindruckt hat mich eine alte Dame, die hier allein in ihrem kleinen Häuschen lebt und in ihrem Leben so einiges mitgemacht hat.
Die Insel Rügen versprüht hier im Mai, wenn der Raps blüht und die Luft mit seinem Duft anreichert, einen ganz eigenen, wunderbaren Flair. Ich genieße die gelbe Blütenpracht, meine die salzige Luft der Ostsee riechen und auf der Haut spüren zu können. Da ich vor ein paar Jahren eine Zeit dort verbringen durfte, war es für mich wunderschön, zusammen mit Jette und Richard die Gegend noch einmal erkunden zu können.
Mit der Auflösung des Falles habe ich mich hier sehr schwer getan. Lange habe ich gar nicht gewusst, um was es hier in Wirklichkeit geht. Kleine Andeutungen haben mich immer in die falsche Richtung denken lassen. Am Ende wird alles sehr ausführlich und genau aufgelöst. Aber in der Zwischenzeit habe ich mich immer wieder auf neue Wendungen eingelassen und bin der Autorin brav auf falsche Fährten gefolgt.
Alles in allem eine sehr gut konstruierte Geschichte, nicht nur für Rügen Liebhaber, die sich spannend und interessant liest, bei der ich gut mit ermitteln und mit rätseln konnte.
Für mich hat sie die volle Sternenzahl von 5 absolut erreicht.
Rezensionen von Lesemama:
Auftaktband über Escorts
Jasmunder Geheimnisse von Anja Behn
Zum Buch:
Jace Jamison ist die fleischgewordene Fantasie jeder Frau: Er ist der mysteriöse Geschäftsmann, der lustvolle Spielchen treibt, der tätowierte Bad Boy, der im Schlafzimmer zum Tier wird und der verständnisvolle Liebhaber, der seinem weiblichen Gegenüber jeden Wunsch von den Augen abliest.
Jace ist alles, was er für die Frau in seinen Armen sein sollte - denn er gehört zur Elite der Escorts in Las Vegas.
Wer Jace wirklich ist, weiß jedoch niemand und daran soll sich auch nichts ändern. Erst als er auf die attraktive Eventmanagerin Adrienne trifft, die völlig immun gegen seinen Charme zu sein scheint und ihm die kalte Schulter zeigt, wird sein Interesse an mehr als nur Sex mit einer Frau geweckt. Jace setzt alles daran, Adrienne für sich zu gewinnen, bis die Sünden seines bisherigen Lebens ihn einholen und alles zu zerstören drohen …
Meine Meinung:
Mich sprach der Klappentext total an, ich mag es gerne ein wenig prickelnd. Und das ein Mann als Escort arbeitet finde ich sehr aufregend und war sehr gespannt auf die Umsetzung.
Nun, was soll ich sagen, ich bin einiges gewohnt, da Liebesromane mein Lieblingsgenre sind, und ich lese gern prickelnde Stroys, aber hier fand ich es manchmal fast zu derb.
Die Geschichte fand ich ganz gut aber die Beschreibung gewisser Szenen muss ich dann doch nicht so detailliert haben.
Trotzdem eine gute Geschichte und ich werde die Autorin aucj auf jeden Fall im Auge behalten. Grundsätzlich möchte ich gerne mehr davon lesen.
Rezensionen von Duffy:
Omama
Omama von Lisa Eckhart
Omama, also die Großmutter ist die Erzählerin dieser Geschichte. Es ist ihre Geschichte über ihr langes Leben. Sie ist in einem kleinen Dorf aufgewachsen und läßt uns auf ihre ganz eigene humorvolle Art teilhaben was im zweiten Weltkrieg pasiert ist und wie man die Russen im Dorf erwartet. Aus dem Weg gehen,wollen sie und ihre Schwester den Russen überhaupt nicht, im Gegenteil.
Mittlerweile ist sie über 80 Jahre alt und noch immer sehr geschäftüchtig, sie ist so taff in ihrem Alter, denn sie organisiert noch immer Busreisen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftigund alles ein wenig sehr weit hergeholt. Der Dialekt ist manchmal schwer zu lesen und der skurrile Humor ist auch nicht Jedermans Sache.
Rezensionen von Rinaldo:
BEACHTLICH
Achtsam morden von Karsten Dusse
und ungewöhnlich ist die Idee des Autors, die Rechtfertigungen eines intelligenten Mörders für seine Taten - oder "Untaten" - in Verbindung mit Achtsamkeitsphilosophie zu bringen, über welche man sich - so wie im Schlusswort angedeutet - garantiert näher informieren sollte, soferne einem diese bisher nicht bekannt war.
Beinahe bis zum Ende ist dieser erste Roman von Karsten Dusse spannend und faszinierend, so dass man mit Interesse seinen weiteren Werken entgegensieht.








