Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Mehr als nur ein historischer Roman
Die Wahnsinnige von Alexa Hennig von Lange
Das Sujet ist unerwartet von der ursprüngliche Pop-Literatur-Ikone Alexa Hennig von Lange. Sie geht ins frühe 16.Jahrhundert und erzählt einen Abschnitt aus dem Leben von Königin Johanna von Kastillien I.
Eine konplexe Geschichte, aber in erster Linie der vergebliche Kampf einer Frau um ihre Eigenständigkeit.
Johanna war die Tochter von Königin Isabella, die Christoph Kolumbus förderte und sie war verheiratet mit Philip dem Schönen.
Eine Leidenschaftliche, aber auch zerstörerische Beziehung.
Johannas Widerstand ist letztlich erfolglos, dennoch wichtig um ihre Identität zu behalten.
Typische Elemente der Prosa der Autorin sind auch hier erkennbar erhalten.
Die Lebhaftigkeit ihrer Figuren und die sprachliche Lebendigkeit.
Beides zusammen ergibt eine Mischung, die Alexa Hennig von Langes Stil ausmacht.
Rezensionen von Anna625:
Auf der Suche nach Vinland
Die Saga von Vinland von Lorentz Iny
Der Sachse Andreas macht sich auf den weiten Weg nach Norwegen, um dort Ulfar, einem Freund seines Vaters, vor den Übergriffen Eyvinds beizustehen. Dieser versucht, Ulfars Tochter Sigrid zu rauben, um sie zur Frau zu nehmen. Tatsächlich gelingt ihm dies mit einer List und dabei gelangen auch Andreas und dessen Gefährte Ailmar in seine Gewalt und müssen ihm fortan als Sklaven dienen.
Doch damit nicht genug - denn Eyvinds Plan ist es, sich auf die Suche nach dem fernen, sagenumwobenen Vinland zu machen und sich dort mit seinen Siedlern zum Herrscher über ein neues Reich aufzuschwingen...
Die Geschichte hinter der Idee gefällt mir gut, gerade auch da die Entdeckung Amerikas durch Leif Erikkson ein spannendes Thema ist. Hier begiebt sich nun Eyvind auf dessen Spuren und versucht, das besser zu machen, was bei vorherigen weiteren Besiedelungsversuchen nicht gelungen ist. Er nimmt eine größere Anzahl an Bauern und Kriegern mit, auch für ausreichend viele Frauen soll gesorgt werden, um den Nachwuchs zu gewährleisten. Doch schon auf dem Weg nach Vinland muss die Truppe einige Schwierigkeiten bewältigen, Männer sterben und es zeichnen sich bereits hier erste Konflikte ab. Auch später noch kommt es immer wieder zu Streitereien, und bald zeichet sich ein weiteres Problem ab, dass die Siedler in zwei Gruppen spaltet - wie soll mit möglichen Einheimischen umgegangen werden?
Der Einstieg in die Geschichte ist spannend gestaltet, man lernt gleich eine Vielzahl an Personen kennen und kommt auch Allgemein gut in das Geschehen hinein. Der Schreibstil ist leicht verständlich, hat mich in einigen Punkten aber tatsächlich etwas gestört. Beispielsweise werden häufig sehr ähnliche oder teils sogar wortgleiche Formulierungen einige Seiten später nochmal verwendet, was vor allem auffällt, wenn man größere Abschnitte am Stück liest. Auch der sehr rasche Wechsel zwischen den verschiedenen Sichtweisen der Figuren hat mich mehr als einmal irritiert. So werden zum Beispiel zwei Sätze aus der Sicht von Andreas geschrieben, dann kommt ein Wechsel zu Sigrid und wieder ein paar Sätze später erfährt der Leser, wie sich alles aus der Sicht von Eyvind oder einem der anderen Norweger darstellt. Obwohl durchweg in der dritten Person geschrieben wurde, hat mich das so manches Mal irritiert. Auch scheinen einige der Figuren recht häufigen Stimmungsschwankungen zu unterliegen - im einen Moment ist Eyvind mit etwas zufrieden, drei Zeilen darunter ist er verärgert dass es nicht noch besser gelaufen ist, und im nächsten Abschnitt ist das aber bereits wieder vergessen und er berichtet stolz von seinen Erlebnissen.
Etwa ab der Hälfte des Buches haben sich einige Längen eingeschlichen und die Handlung stagniert ein wenig; dank der recht kurzen Kapitel kann man da aber ganz gut drüber hinwegsehen. An anderen Stellen dafür hätte ich mir eine etwas ausführlichere Beschreibung gewünscht - so habe ich beispielsweise keine Ahnung, wie lange die Überfahrten nach Färöer, Island etc eigentlich gedauert haben, gefühlt waren es selten mehr als zwei Stunden, so kurz ist das meist abgehandelt worden. Auch wie viel Zeit insgesamt vergangen ist, lässt sich am Ende nur grob erahnen.
Ich will mich aber nicht nur beschweren. Denn insgesamt hat mir das Buch trotz einiger Schwächen, die wohl einfach auf persönlichen Geschmack zurückzuführen sind, gut gefallen. Spannung ist auf jeden Fall da und es ist wirklich interessant, wie die Figuren die Besiedelng eines ihnen fremden Landes angehen. Ich hatte einige unterhaltsame Lesestunden und vergebe daher 3 Sterne!
Rezensionen von ClaudiaWirth@t-online.de:
Noch lange kein altes Eisen...
DUNKEL von Ragnar Jonasson
Der isländische Thriller „Dunkel“ hatte durch das schwarz-weiß gehaltene Cover sofort meine Aufmerksamkeit. Und natürlich hat auch schon allein der Titel meine Neugier geweckt. Und als auch der Klappentext mehr als interessant klang, beschloss ich, dieses Werk schnellstmöglich zu lesen. Doch um was geht es denn eigentlich in dem Buch des isländischen Autors Ragnar Jónasson?
Die Polizistin Hulda Hermannsdóttir trifft es hart, als ihr Vorgesetzter Magnus beschließt, sie schon vorzeitig in den Ruhestand zu schicken.
Ein jüngerer Kollege soll ihren Platz einnehmen. Zumindest gewährt ihr Magnus noch eine Frist von zwei Wochen. Ihre aktuellen Fälle wurden schon an andere Polizisten verteilt, so blieb ihr nur noch übrig, an einem alten ungelösten Fall zu arbeiten. Sie nimmt sich den Tod einer jungen Russin vor, der ein gutes Jahr zuvor geschah und schon schnell wird klar, dass bei der Ermittlung bei weitem nicht alles ans Licht kam…
Mein Eindruck vom Buch:
Endlich mal ein Buch, in dem die Protagonistin nicht blutjung ist! Mit Hulda hat der Autor eine Figur erschaffen, auf die bestimmt schon viele Thriller-Fans gewartet haben. Hier trifft der Leser auf die 64-jährige Hulda, die kurz vor ihrer Pension steht und man wird mit all ihren Ängsten, Sorgen und Hoffnungen vertraut. Hulda ist herrlich authentisch dargestellt und ich fand es schön, wie facettenreich Ragnar Jónasson diese Figur zeichnet. Ihrem Charakter haftet etwas melancholisches an und ich mochte sie ab der ersten Zeile. Ihre Zerrissenheit, als ihr klar wurde, dass ihr Chef sie ohne Rücksicht von ihrer Tätigkeit als Polizistin schnellstens entbinden will, war deutlich zu spüren und lässt den Leser richtig mitfühlen. Und es wird auch schnell klar, dass man hier eine taffe Frau, die schon einiges in ihrem Leben durchgemacht hat, ein kleines Stückchen begleiten darf. Die meisten Kapitel sind kurz und knackig, genauso wie ich es mag. Immer wieder sind Abschnitte eingestreut, in der es um eine alleinerziehende Mutter geht. Nur Stück für Stück erfährt man mehr von ihr und der Leser wird extrem auf die Folter gespannt! Welche Rolle spielt diese Frau in dem aktuellen Fall? Gibt es überhaupt eine Verbindung? Meiner Meinung nach sind Thriller aus dem hohen Norden meist eher „leise“ geschrieben. Actionreiche Verfolgungsjagden sind nur selten - diese Thriller bestechen durch eine Fesselung, die sich ruhig und langsam aufbaut und stetig vorhanden ist. So auch hier. Man erfährt viel über das Privatleben Huldas, dies tut aber der Spannung keinen Abbruch. Im Gegenteil, durch das näher Kennenlernen der Protagonistin taucht man noch viel tiefer in die Geschichte ein.
Fazit:
Ein Sternchen Abzug gibt es, weil es mich nicht vollkommen packen konnte. Nicht so, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Dennoch ist der Auftakt dieser Trilogie um die isländische Polizistin Hulda absolut empfehlenswert und ich freue mich schon auf den zweiten Teil mit dem Titel „Insel“.
Rezensionen von C. P.:
Lustige Märcheninterpretationen, stilistisch nicht ganz so schön
Grimms Manga 01 von Kei Ishiyama
Eine liebevolle kleine Sammlung besonderer Märchenadaptionen von der Mangaka Kei Ishiyama. Insgesamt sind es hier fünf Märchen, welche neu interpretiert wurden. So wird Hänsel aus dem Märchen „Hänsel und Gretel“ auf eine etwas andere Art vernascht, der böse Wolf bei Rotkäppchen ist gar nicht so böse und bei Rapunzel erlebt man einen Rollentausch.
Im Vergleich zum zweiten Band sind die Mangas hier teilweise etwas unübersichtlich, oftmals fällt die Mangaka in die vereinfachte Form und bei einigen Panels ist nicht richtig zu erkennen, was es darstellen soll. Auch inhaltlich wirken die Geschichten manchmal etwas übereilt. Daher hat mir diese Sammlung leider längst nicht so gut gefallen wie Grimms Manga 2, schade.
Rezensionen von Brunnerl:
Fesselnder Psychothriller!
Der Seelenbrecher von Sebastian Fitzek
Ich habe schon sehr viele Sebastian Fitzek-Bücher und generell Psychothriller gelesen. Bei diesem Buch jedoch lief mir zum ersten Mal ein echter Schauer über den Rücken. Das Buch ist sehr spannend aufgebaut und vor allem zum Schluss hin passieren komplett unerwartete Dinge. Ich war so in dieser Teufelsbergklinikwelt, dass Seite 346 mich so sehr schockierte , dass ich gleich meiner Mama davon erzählen musste, da ich es nicht fassen konnte, dass ein Buch mir wirklich einen Schauer über den Rücken laufen lassen kann.
Es ist faszinierend, wie diese kleine Verbindung zur Realität auf Seite 346, mich so verwirrt, dass ich mir nicht mehr sicher bin, ob ich das gerade gelesen habe oder ob es doch der realen Welt entspricht. Die Einblicke in die Hypnose fand ich auch sehr interessant.
"Der Seelenbrecher" ist nun mein Lieblings-SebastianFitzek-Roman, da er noch spannender und fesselnder als die anderen ist und hat sich definitiv auch in der Liste meiner Allzeitlieblingsbüchern verANKERt.
Rezensionen von begine:
Eine starke Frau
Die Tochter des Zauberers - Erika Mann und ihre Flucht ins Leben von Heidi Rehn
Von der Schriftstellerin Heidi Rehn kenne ich fast jedes Buch.
„Die Tochter des Zauberers – Erika Mann und ihre Flucht ins Leben“beschreibt ein Stück Leben, ab 1936, der Erika Mann. Von der Familie habe ich schon einiges gelesen und gehört.
Dadurch war es nicht viel neues.
Erika Mann war eine Kämpferin.
Es war interessant, wie sie versuchte, die USA vor Hitler zu warnen.
Mit den Männern hatte sie so ihre Probleme, sie wollte selbstbestimmt leben.
Ich fand ja, das sie überhaupt von Maurice zu viel forderte, der bezahlte sehr großzügig, sogar für ihre Freundinnen vom Kabarett.
Mit ihrem Bruder erlebte sie auch viel schwieriges und sie fühlte sich immer verantwortlich. Von ihrem Vater wurde sie eigentlich auch ausgenutzt. Ihr ging die Familie Mann immer über alles.
Ein ganz interessanter Roman.
Rezensionen von begine:
Die Japanerinnen
Brüste und Eier von Mieko Kawakami
Die japanische Schriftstellerin Mieko Kawakami hat mit ihren Romanen schon Preise gewonnen. Bei dem Roman „Brüste und Eier“ spricht mich der Titel nicht so an. Es ist schon ein eigenartiges besonderes Buch.
Trotzdem ist er brillant geschrieben.
Die dreißigjährige Natsuko wohnt in Tokio und bekommt Besuch von ihrer älteren Schwester Makiko und deren Tochter Midoriko.
Makiko will ihre Brüste vergrößern lassen.
Acht Jahre später geht die Geschichte weiter und es geht um künstliche Befruchtung.
Natsuko will plötzlich Mutter werden.
Die Autorin zeichnet das Bild der japanischen Frauen genau und direkt an.
Auch die Episoden, was Frauen in den Familien erdulden mussten, ist interessant beschrieben.
Das Buch ist hauptsächlich für Frauen empfehlenswert.
Rezensionen von begine:
Eindrucksvoll
Queenie Roman von Candice Carty-Williams Henriette Zeltner-Shane
Candice Carty-Williams Roman „Queenie“ fällt mir etwas schwer zu rezensieren.
Queenie ist eine dunkelhäutige Frau, die immer wieder auf ihre Hautfarbe degradiert wird.
Es beginnt mit der Trennung Queenies mit ihrem Freund Tom. Sie ist sehr traurig und sucht Nähe in Clubs. Die Männer, die sie trifft , wollen nur Sex mit ihr.
Man kann das fast nicht mehr mit ansehen.
Die Autorin zeichnet ein realistisches modernes Bild der Situation.
Nach einem besonderen Übergriff wird sie krank.
Mit Hilfe ihrer Großeltern, Cousine und Freundin gelingt es ihr, wieder unter Leute zu gehen.
Der Roman ist dramatisch gut. Die Autorin schreibt besonders eindrucksvoll und mit sprachlicher Lebendigkeit.
Es ist ein lesenswertes Buch.
Rezensionen von *RC*:
Mutmach-Buch
Ich liebe die Frau, die ich bin von Linda Jarosch
Das Buch habe ich mit Vergnügen gelesen und ich habe auch wichtige Impulse für ein liebevolleres Umgehen mit mir selbst gelernt.
Es ist ein echtes Mutmach-Buch für Frauen!
Linda Jarosch nimmt sich dem Thema Selbstliebe und Selbstachtung so feinfühlig an, dass man meint, eine gute Freundin spricht mit einem.
Die Ratschläge sind stets wohlwollend, nie bevormundend, so dass ich das Gefühl hatte, auf Augenhöhe zu stehen. Selbst schwierige Fragen und Lösungsansätze bei zwischenmenschlichen Beziehungen wie Ehe oder Freundschaft - sei es z.B. eine Trennung - werden nie mit „erhobenen Zeigefinger“ angegangen. Linda Jarosch hat eine wunderbare diplomatische, feinfühlige und verständnisvolle Art mit den inneren Ängsten, Unsicherheiten als auch inneren Zwängen von Frauen umzugehen.
Den Begriff „Dämonen“ finde ich sehr passend. Ich bin fasziniert und auch berührt, weil Linda Jarosch treffend diese ‚bösen Mächte‘ (z.B.: Komplexe, Ängste, Verletzungen, Schuldgefühle, Neid, Überforderungen ), die viele Frauen seit ihrer frühesten Kindheit aufgrund unserer (noch) weitgehend vorherrschenden patriarchalischen Gesellschaftsstruktur und Ansichten mit auf den Weg bekommen und verinnerlichen, anschaulich erläutert.
Besonders gefallen mir in diesem Zusammenhang die zahlreichen Fallbeispiele aus ihren (Frauen-)Seminaren, die zeigen, wie gut es Frauen tut, sich mit ihrer inneren Befangenheit auseinanderzusetzen und sich von diesen Hemmnissen zu befreien, um ein positives, kraftbeladenes Selbstbild zu entwickeln. Die Beispiele geben dem Buch Lebendigkeit und Authentizität, denn ein „Ratgeber“ darf sich nicht nur im Theoretischen verlieren. Erfahrungen aus der Praxis sind da eine große Hilfe.
Sehr schön ist auch, dass sich die Lebensgeschichte der biblischen Maria Magdalena mit ihrer Wandlungsgeschichte zur selbstbestimmten, starken Frau sowie ihre besondere Freundschaft mit Jesus wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht. Irgendwie hat es meinem Herzen gut getan, dass ihr als eigenständige Frau eine solch wichtige Rolle zukommt. Zu sehen, wie sie Liebe erfährt und durch diese bedingungslose Liebe auch selber die Fähigkeit - ohne wenn und aber - zu lieben entwickelt, lässt einen zuversichtlich zurück und hilft, an sich zu glauben und sich so anzunehmen, wie man ist - mit seinen ganzen Stärken und Schwächen.
Nach dem Lesen fällt es einem leichter, sich nicht mehr von ‚dummen Sprüchen‘ und Gedanken wie: „Das ist nichts für Dich“, „Das steht Dir nicht zu“, „Ich bin es nicht wert“ beeinflussen zu lassen.
Dieser Ratgeber hilft, patriarchalische Denkmuster zu hinterfragen und dagegen anzugehen. Frauen haben das Potential für sich zu kämpfen, für ihren von sich selbst gewünschten und geplanten Lebensweg und sich nicht immer an den Vorstellungen anderer, einem fremdbestimmten Bild von Weiblichkeit zu orientieren.
Ziel soll es sein, weg vom hartherzigen „Du musst“ - damit wir anderen gefallen - zum für uns Frauen wohlwollenden / bejahenden / warmherzigen „Ich will (möchte)“, weil es (auch) mir gut tut, zu kommen.
Dieses Buch ist absolut lesenswert!
Rezensionen von heinoko:
Ein Prolog, der einem den Atem raubt
Geburtstagskind von Anders Roslund
Kommissar Ewert Grens kennt seit dem Tod seiner Frau Anni nichts anderes mehr als seine Arbeit im Kommissariat in Stockholm. Meist schläft er sogar dort, auf seinem alten Cordsofa, „dessen Bezug keine Längsrippen mehr hat“. Die kurz bevorstehende Pensionierung schürt in ihm tiefe Ängste. Und da ist auch noch der alte ungelöste Fall, der ihn bis heute nicht loslässt.
Damals holte er ein 5-jähriges Mädchen aus einem Apartment. Es hatte unmittelbar nach seinem Geburtstag mehrere Tage zwischen seinen erschossenen Eltern und Geschwistern gelebt. Als er 20 Jahre später zu einem seltsamen Einbruch genau in das gleiche Apartment gerufen wird, werden in ihm schreckliche Erinnerungen und schreckliche Vorahnungen gleichermaßen wach…
Nicht nur der Prolog ist atemberaubend, auch die Spannung über das gesamte Buch hinweg baut sich kontinuierlich auf bis zur rasanten letzten Steigerung gegen Ende. Es geht um Rache und Verrat, um verdeckte Ermittler und um neue Identitäten, um Waffen und Ehre, um Trauma und Liebe, also um eine facettenreiche, lebendige Geschichte, in der der Leser lange, lange im Ungewissen gelassen wird. Die geschilderten Personen sind allesamt authentisch gezeichnete individuelle Persönlichkeiten mit Kanten und Macken, dadurch kommen sie dem Leser erstaunlich nahe, ganz besonders Kommissar Grens in seiner Einsamkeit und ruppigen Art. Zwar musste ich mich anfangs ein wenig an den Schreibstil gewöhnen, der teilweise mit unfertigen Sätzen, oft nur einzelnen Wörtern daherkommt. Doch genau dieser unruhige Schreibstil fördert die Atemlosigkeit beim Lesen.
Fazit: Ein packender, sehr spannender Thriller, perfekt konstruiert, mit überraschenden Wendungen. Absolut lesenswert!











