Kunden em pfehlungen
Rezensionen von eleisou:
Jella und der Umweltschutz
Jella hat genug! Ein Kinderbuch über Umweltschutz, Mut und Zusammenhalt. Gebunden. von Hoßfeld Dagmar
Die elfjährige Jella Blume bemeekt zum ersten Mal auf einer Rückkehr vom Handballtraining wie viel Müll nicht in den Containern geworfen wird und wie viel sauberer die Stadt sein könntr, wenn jeder sich ein wenig darauf einstellen würde. Sie macht sicj grosse Sorgen und möchte etwas verändern damit unser Planet gerettet wird.
Kurzentschlossen stellt sie sich protestierend mit einem Plakat vor dem Rathaus. Doch ihre Aktion währt nicht lange, da ihre Eltern auf einem Bauwenhof umziehen möchten und sie von Neuem beginnen muss. Auch dort findet sie schnell Anschluss und erlebt auf so manches turbulentes Abenteuer!
Zum Thema Umweltschutz gibt es für die Kids viele tolle Anregungen und dieses Buch ist mit seinem tollen, witzigen Schreibstil genau das Richtige um Kinder auf das allgegenwärtige Thema aufmerksam zu machen.
Die Ähnlichkeiten mit Greta stören nicht, im Gegenteil, sie zeigen, dass immer mehr Menschen aktiv handeln. Absolut empfehlenswert!
Rezensionen von eleisou:
Spektakulärer zweiter Teil
Die Rückkehr des Würfelmörders (Ein Fabian-Risk-Krimi 5) von Stefan Ahnhem
Als der Würfelmörder alias 10 Stunden tot ein Ende fand, blieben wir Leser etwas angespannt zurück, da das Ende eher ein Cliffhänger war. Zum Glück gab es dann nochmal beide Bände, die gleichzeitig erschienen und somit die Erinnerung an den ersten Band wieder auffrischten um dann direkt den zweiten nahtlos anzuhängen.
Da der erste Teil recht komplex in seiner Handlung war, sollte man die Reihenfolge unbedingt einhalten.
Die im 1. Band eingeleitete Mordserie in Helsingborg geht nämlich weiter. Wieder würfelt ein Serienmörder seine Opfer willkürlich aus, sodass völlig ohne Zusammenhang ein Rentner erstickt, ein Familienvater und sogar ein Kind brutal ermordet werden und ein Segler enthauptet. Erst spät erkennt die Polizei mit Fabian Risk dass die Morde kein spezielles Motiv haben. Als er dann an einem Tatort einen Würfel findet, wird ihm klar, das der Serienmörder ein perfides Spiel spielt.
Neben seinen privaten Einzelheiten ist die Jagd nach dem Serienmörder spektakulär. Einzig die wechselden Handlungsstränge gestalten den Plot manchmal etwas kompliziert.
Fazit: obwohl mich der erste Teil mit den vorigen Titel eher mässig zufrieden gelassen hat, wurde ich mit dem Nachfolger völlig entschädigt. Daher empfehle ich den zweiten Teil im Zusammenhang mit dem ersten Band ohne Zweifel weiter.
Rezensionen von eleisou:
Raffikiert und fesselnd
Wings of Silver. Die Rache einer Frau endet nie von Läckberg Camilla
Auf die Fortsetzung des Romans von Camilla Läckberg war ich ziemlich gespannt und ich muss zugeben, ich wurde nicht enttäuscht. Für alle, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben, empfiehlt es sich dies nachzuholen, damit man die Zusammenhänge besser erkennt. Obwohl natürlich immer wieder auf den Vorgänger und dessen Ereignissen hingewiesen wird.
Faye ist wieder glücklich mit ihrem Leben und ihrer neuen Firma Revenge, die sehr erfolgreich ist.
Als plötzlich viele Aktienpakete ihres Unternehmens von einer unbekannten Person aufgekauft werden, schöpft sie sofort verdacht, dass ihr Exmann dahinter steckt.
Denn Jack ist aus dem Gefängnis ausgebrochen und will sich rächen..
Der smarte Inhalt der Geschichte macht sofort süchtig und der Thrillerroman liest sich in einem Zug. Da beweist die Autorin, dass sich noch viel mehr Potential in ihr verbirgt, als die Fjällbacka Fälle. Top Lesevergnügen!
Rezensionen von Gaby 2707:
Phantastisch und einfach wundervoll
Das Antiquariat der Träume von Lars Simon
Johann Andersson lernt auf der Fähre Leksand die 24-jährige Fotografin Lina Berglund aus Göteborg kennen und verliebt sich sofort in sie. Lina scheint seine Gefühle zu teilen. Und so ist es um so tragischer, als sich die Beiden nach einem schweren Schiffsunglück durch den Orkan Ornella mit Windstärke 10 aus den Augen verlieren.
Zusammen mit Lina verschwindet auch das sehr seltenes Buch von Viktor Rydberg „Singoalla“, das sie Johann geschenkt hatte. Johann kehrt in den kleinen schwedischen Ort Hedekas zurück und eröffnet dort ein Antiquariat mit angeschlossenem Literaturcafé. Unterstützung erhält er von Agnes, der Schwester des ansässigen Pfarrers. Da er nicht glauben will, dass Lina umgekommen ist, macht er sich auf die Suche nach ihr, unterstützt von Figuren, die er aus seinen ihm liebsten Büchern kennt. Cyrano de Bergerac, Sherlock Holmes, John Dolittle, Pippi Langstrumpf, Harry Haller und William von Baskerville geben ihm Ratschläge und schleichen sich in seine Gedanken, wenn er mal wieder nicht weiter weiß. Aber nur er selbst kann und muss etwas in seinem Leben ändern um zu sich selbst und vielleicht auch zu Lina zu finden.
Lars Simons „Antiquariat der Träume“ ist so ganz anders als die Bücher, die ich normalerweise lese. Irgendwie etwas ganz besonderes. Das fängt bei dem wunderschön gestalteten Cover an und hört am Ende der Geschichte, die ich mit einem „ach schade“, weil sie leider schon vorbei ist, auf. Der unvergleichliche Schreibstil mit seinen Wortspielereien, den auf den Punkt passenden Vergleichen, Phrasen, die uns zeigen, wie vielfältig Sprache sein kann und die Beschreibung von Gefühlen, wie ich sie nur hier gelesen habe.
Die Geschichte um Johann und Lina hat etwas märchenhaftes, mystisches, magisches und phantastisches. Johann, der seinem Verlagshaus in Stockholm den Rücken kehrt um im schwedischen Hinterland mit seiner Leidenschaft für Bücher ein beschaulicheres Leben zu beginnen, seiner Liebe zu Lina, die er ja nur wenige Tage kannte, von der er nicht loszukommen scheint, und seinen Hirngespinsten, die im schlaflose Nächte bescheren. Wobei diese mir manchmal wirklich real vorkamen und mich in ihre Welt mitgenommen haben. Aber nicht nur er, auch die anderen Personen, die Lars Simon hier kreiert und charakterisiert hat, sind außergewöhnlich, liebenswert und einfach wundervoll.
Die ganze Geschichte ist so romantisch, humorvoll, nachdenklich, voller Charme, Poesie und Gänsehautmomente. Ich habe mich ab den ersten Seiten hineinfallen, mich mitreißen lassen, habe mich absolut wohl gefühlt und bin fasziniert und absolut positiv überrascht am Schluss wieder aufgetaucht.
Ein wirklich wunderbares Buch, das noch lange in mir nachwirken wird und von dem ich hoffe, dass es noch Viele lesen werden um sich genau so verzaubern zu lassen, wie ich es getan habe.
Rezensionen von Bücherwald13:
Gelungenes Debüt
Das Antiquariat der Träume von Lars Simon
Ich war auf das Buch sehr sehr gespannt. Denn im Herbst 2018, als die Konflikte um die Räumung des Hambacher Forstes ihren Höhepunkt hatten war ich Teil des Hambi Camps in Manheim und hab die Aktivist*innen im Wald unterstützt. Und alleine die Geisterdörfer zu sehen war sehr erschreckend.
Dieser Konflikt mit RWE war auch Teil des Buches.
Es fängt aber viel früher an in den Jahren 1946-1964, dann 1976-1986 und schließlich 2017-2018. Aufgrund des persönlichen Bezug hat mir der letzte Teil am besten gefallen, doch die ersten zwei Tage haben sehr zum Aufbau einer Bindung zu der Familie und dessen Lebensort geführt. Ich konnte diese persönliche Verbindung, dieses Gefühl von Heimat verstehen.
Der Schreibstil von Andreas Wagner war nicht ausergewöhnlich, aber angenehm zu lesen.
Es gab ein paar Stellen die mir fast zu ruhig waren und sich die Handlung etwas gezogen hat. Aber im Großen und Ganzen hat mir der Plotaufbau sehr gut gefallen.
Insgesamt wirklich ein gelungenes Debüt. Ich kann es auf jeden Fall weiter empfehlen!
Rezensionen von C. P.:
Spannende Abenteuer um die Legende eines Seeungeheuers
Malamander - Die Geheimnisse von Eerie-on-Sea von Thomas Taylor
Kennst du Eerie-on-Sea? Den kleinen verschlafenen Badeort an der britischen Küste? Vielleicht warst du bereits dort, hast im Sommer Muscheln und Strandgut gesammelt und dir ein leckeres Eis gegönnt. Möglicherweise kennst du den Ort aber auch, weil dort angeblich der Malamander wohnt, dieses riesige Seeungeheuer, welches sich den Legenden nach in den Nebeln des Meeres versteckt und vor dem die Eltern ihre Kinder warnen.
Ganz schön gruselig, oder? Du magst es gruselig? Dann ist dieses Buch genau das Richtige für dich!
Der 12-jährige Herbie Lemon arbeitet als Sachenfinder im Grand Nautilus Hotel in Eerie-on-Sea und ist zugleich der sympathische Erzähler dieser Geschichte. Eines Tages purzelt ein junges Mädchen durch sein Fenster herein und bittet ihn, ihr bei der Suche nach ihren Eltern zu helfen, welche vor 12 Jahren in diesem Ort verschwanden. Obwohl Herbie normalerweise nur verlorene Dinge sucht und keine verlorengegangenen Personen, beginnt er dennoch, Violet behilflich zu sein. Vielleicht aus dem Grund, dass ein gruseliger, bärtiger Mann mit Hakenhand hinter Violet her ist?
"Wenn irgendwo das Unmögliche möglich ist, dann in Eerie-on-Sea." (Zitat S. 195)
Die Magie dieses Buches hat mich von der ersten Seite an verzaubert. Die beiden Kinder Violet und Herbie erleben erstaunliche Abenteuer, während sie versuchen, hinter das Geheimnis des Malamanders sowie des damaligen Verschwindens von Violets Eltern zu kommen. Denn scheinbar hängen diese beiden Rätsel miteinander zusammen. Gibt es den Malamander wirklich oder ist das Ganze bloß Aberglaube? Neben einer schaurig-schönen Atmosphäre hat der Autor zudem für weitere interessante Charaktere gesorgt, von denen einige passenderweise maritime Namen tragen, was dem Ganzen zusätzlichen Charme verleiht. Nicht immer ist ersichtlich, wem der Erwachsenen die Kinder trauen können und wer von ihnen gefährlich sein könnte. Als weiteres Highlight gibt es noch die Bücher-Apotheke im Ort, dessen Besonderheit eine wirklich faszinierende Überraschung ist. Um sich während der Abenteuer der beiden Kinder zurecht zu finden, gibt es eine detaillierte, farbige Karte des Ortes sowie der Küste, in welcher sämtliche Schauplätze leicht zu finden sind.
Wer sich noch unsicher ist, ob das Buch das Richtige für ihn sein könnte, dem sei gesagt: Die Geschichte ist wahnsinnig spannend und zauberhaft zugleich. Es gibt Geheimnisse, Abenteuer, Monster, gruselige Momente ebenso wie ein wenig Magie. Alles verpackt in eine faszinierende Atmosphäre und versehen mit einer wunderschönen Karte des Ortes Eerie-on-Sea. Wer dieses Buch verpasst, verpasst eine der schönsten Geschichten um ein Monster, welches man zwar im Nebel nicht sehen kann, von dem aber alle wissen, dass es irgendwo dort draussen ist.
Rezensionen von Ele:
Zeitsprung
Die verstummte Frau von Karin Slaughter
Die verstummte Frau, Thriller von Karin Slaughter, Ebook, erschienen im HarperCollins-Verlag.
Der 8. Teil der Georgia Reihe.
Eine junge Frau wird brutal vergewaltigt und sterbend zurückgelassen. Alle Spuren verlaufen im Sand, bis Will Trent den Fall übernimmt. Die Ermittlungen führen ihn ins Gefängnis.
Ein Insasse behauptet, wichtige Informationen geben zu können, denn der Angriff gleicht genau der Tat, für die er vor acht Jahren verurteilt worden ist. Bis heute beteuert er seine Unschuld. Die Ermittlungen gehen weit in die Vergangenheit. Eine Person kann Will dabei helfen, den erbarmungslosen Killer zur Strecke zu bringen: seine Partnerin Sara. Aber sobald Vergangenheit und Gegenwart aufeinanderprallen, steht für Will alles, was er liebt, auf dem Spiel.
Dieser Teil um das Ermittlerteam Trent/Linton, ist ein gelungenes Gemisch aus den beiden großen Reihen der Autorin, 30 atmosphärisch dichte Kapitel handeln in zwei Zeitebenen. Durch die mit passenden Überschriften gekennzeichneten Kapitel ist es leicht möglich die verschiedenen Erzählstränge zu erkennen. Für die Fans von K.S. ist es sicher reizvoll, noch einmal zusammen mit Chief Tolliver und Sara zu ermitteln. Ich finde aber, hier hat die Autorin der abgeschlossenen Reihe und dem „Chief“ einen zu großen Part eingeräumt. 2/3 des Buches sind unbedingt ein Highlight für die Fans der Grant County-Reihe, bringt aber den Fall nicht weiter. Im letzten Drittel zieht die Spannungskurve steil an, unvorhergesehene Wendungen detaillierte Schilderungen und ein furioses Ende, hat mich hervorragend unterhalten, da konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Das Ende hat mich wirklich überrascht. Slaughter ist eine hervorragende Erzählerin, bildhaft flüssig und nervenzerreißend ohne den Leser zu schonen schreibt sie im auktorialen Stil. Besonders einfühlsam fand ich wie sie die Nöte, Ängste und Gefühle von Vergewaltigungsopfern schildert. Sehr gut dargestellt, die Gegenüberstellung der beiden Partner von Sara Linton, einerseits der smarte Frauenheld Jeffrey und dagegen der unsichere Will. Dabei ist mir wieder bewusst geworden, dass ich Trent gerade mit seinen Zweifeln und Unsicherheiten besonders menschlich und sympathisch finde. Die Figur Lena Adams konnte ich, wieder einmal, nicht leiden. Unprofessionell und menschlich abgründig, kann sie sich immer noch als Ermittlerin behaupten. Obwohl ich nicht alle Teile der beiden Serien kenne, konnte ich mich im Plot bestens zurechtfinden. Als Einzelband finde ich „die verstummte Frau“ jedoch nicht geeignet. Während der Lektüre habe ich mir des Öfteren über den Titel Gedanken gemacht, um wen es sich bei der verstummten Frau wohl handeln könnte, auch das wird zum Ende hin aufgeklärt und diese Erklärung hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt finde ich den Thriller wieder gut gelungen, habe aber schon bessere Bücher aus der Feder Slaughters gelesen. Eine Leseempfehlung und 4 von 5 möglichen Sternen.
Rezensionen von Caro2929:
Echte Gefühle
Für eine Nacht sind wir unendlich von Lea Coplin
Klappentext:
"Was, wenn du jemanden triffst und sofort sprühen Funken? Wenn du dir denkst: Das könnte Spaß machen, wieso eigentlich nicht? Und was, wenn du dann mehr von dir preisgibst, als du je wolltest? Dich schließlich verleibst, obwohl es das Letzte ist, wonach dir der Sinn steht? Was, wenn dir dafür nur eine Nacht bleibt? Und was, wenn diese Nacht alles verändert?"
Meine Meinung:
Für mich war dieses Buch ein Highlight.
Als ich erst einmal im Lesefluss war, fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Der Schreibstil ist toll angenehm.
Aber hervorzuheben ist der Umstand, dass die Gefühle der Protagonisten (Liv und Jonah) zu mir durchgedrungen sind und diese Kunst gelingt nicht oft.
Liv und Jonah sind absolut facettenreiche Charaktere, die ich gerne begleitet habe. Liv wirkt zwar auf dem ersten Blick lebensfroh und aufgeschlossen, jedoch trägt ihre Seele doch tiefe Narben. Jonah hingegen wirkt verschlossen und mürrisch, man erkennt jedoch schnell, dass noch so viel mehr in im steckt.
Auch hat mir der Ort des Gesehene richtig Freude bereitet (gerade in Ovid-19-Zeiten). Die Autorin hat mich an den Ort des Gesehene versetzt mit der Folge, dass ich kurzzeitig auf ein Festival "entfliehen" durfte.
Zwar war ich vim Ende etwas überrumpelt, aber ich habe meinen Frieden damit geschlossen. Denn dieses Buch ist einfach etwas ganz Besonderes. Die Zeit des Lesen hat sich absolut gelohnt.
Fazit:
Ein echtes Highlight. Die Gefühle des Buches kommen beim Leser an.
Rezensionen von annabookie:
Women empower women
Für eine Nacht sind wir unendlich von Lea Coplin
Willkommen im Flanagans (Das Hotel unserer Träume 1) - Åsa Hellberg
Women empower women
Ich habe mich sehr gefreut dieses Buch lesen zu dürfen, muss aber zugeben, dass ich einfach "nur" eine nette Geschichte erwartet habe, aber dieses Buch ist so Vieles mehr...
Es spricht einige äußerst wichtige Themen an, wie Rassismus, Diskriminierung von Frauen, Rollenbilder, sexuellen Missbrauch und den Tod.
Nachdem Linda, die Hauptfigur, von ihrem Vater nach dessen Tod das Hotel Flanagans geerbt hat, reist sie von Schweden, ihrer Heimat, nach London. In London angekommen muss sie sich einigen Herausforderungen stellen. Einerseits hat das Hotel finanzielle Probleme, andererseits machen ihr ihre Cousins, die Miteigentümer sind, das Hotel streitig. Und zu allem Überfluss ist auch Lindas Liebesleben von Enttäuschungen geprägt. Nach und nach nimmt alles einen positiven Verlauf und Linda fasst mit Hilfe ihrer Freundin Mary immer mehr Fuß in London, schafft es das Hotel zu einem der begehrtesten Hotels in der Stadt zu machen und findet schlussendlich in Robert Winfrey ihren Seelenverwandten.
Der Roman spielt in unterschiedlichen Perspektiven. Natürlich wird Lindas Sicht und Geschichte geschildert, aber auch einigen Angestellten des Hotels werden Kapitel gewidmet. Da gibt es unter anderem Emma, Elinor oder Alexander. Jeder kämpft mit anderen Problemen, doch alle versuchen sich gegenseiti zu unterstützen.
Auch interessant ist, dass der Roman einerseits die Zeit um 1959/1960 beschreibt, andererseits aber Lindas Anfangszeit in London erzählt wird. Somit gibt es immer wieder Zeitsprünge.
Linda, die Hauptfigur, ist für die damalige Zeit eine sehr revolutionäre Frau, denn es war nicht üblich, dass eine Dame alleine ein Hotel leitet bzw. generell eine Chefposition innehatte. Im Laufe der Geschichte wird sie immer selbstbewusster. Ursprünglich kommt sie aus einem Dorf in Schweden. Als sie in London ankommt ist sie schüchtern und unsicher. Mit Hilfe ihrer Großmutter und ihrer abenteuerlustigen Freundin Mary gelingt es ihr Mut zu fassen und für ihre Wünsche und Ideen einzustehen.
Was ich persönlich besonders toll finde ist, dass Linda versucht andere Frauen im Berufsleben zu fördern, deswegen habe ich auch den Titel "women empower women" für meine Rezension gewählt.
Mein Fazit zu dem Roman: Ich bin äußerst begeistert, dass dieses Buch so viele verschiedene wichtige Themen aufgreift. Der Schreibstil der Autorin hat mir gefallen und es war schön die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven lesen zu können. Folglich gibt es für dieses Buch eine klare Leseempfehlung von mir!
Rezensionen von heinoko:
Musik macht Freude
Hör mal, kennst du Beethoven?, m. Soundelementen von Schmid Sophie
In welchem Elternhaus bekommen Kinder von klein auf bereits Zugang zu klassischer Musik? Vermutlich dürfte das eher selten geschehen. Insofern war ich sehr gespannt auf das Hör-Bilderbuch aus dem Coppenrath Verlag, denn auch die Kleinsten nehmen Musik bereits intensiv wahr, wobei Rhythmus zum Bewegen und Melodien zum Mitsingen animieren.
Insofern habe ich Zweifel, ob man einem 1 ½-jährigen Kind mit Beethovens Musik eine Freude macht. Leider habe ich keine Möglichkeit, das Bilderbuch mit ganz kleinen Kindern gemeinsam anzuschauen. Die Beschäftigung mit den gestellten Fragen wie zum Beispiel „Welche Instrumente erkennst du“ oder „Was stellst du dir zu diesem Lied vor“ erfordert genaues Hinhören. Und dieses Maß an Konzentration würde ich doch eher etwas älteren Kindern, ab 3 vielleicht, zutrauen.
Schön gemacht ist das Bilderbuch, bunt, fröhlich, mit vielen liebevollen Details gezeichnet. Und gerade die Zeichnungen vermitteln ganz unmittelbar die Botschaft, dass Musik Freude macht. Es sind 5 verschiedene Musikstücke von Beethoven in wenige Sekunden dauernden Ausschnitten durch einfaches Drücken anzuhören, in relativ guter Wiedergabetechnik, allerdings für meine Begriffe zu laut. Im Bilderbuch gibt es auf einzelnen dicken Hochglanzseiten stimmungsvoll gezeichnete Szenen. In kurzen Texten wird dazu erläutert, wieso die jeweilige Komposition besonders passend ist für die in der Zeichnung dargestellte Situation. So „Für Elise“ als in Musik übersetztes Verliebt-Sein oder „Die Mondscheinsonate“ als Bootsfahrt bei Vollmond. Mit etwas größeren Kindern kann man sicher weitere individuelle kleine Fantasiereisen anhand der Musik unternehmen.
Ein großes Fragezeichen allerdings bleibt für mich die zeichnerische Darstellung eines jugendlichen, permanent Fröhlichkeit ausstrahlenden Beethoven. Ein bisschen viel heile Welt ist das. Kann man Kindern, auch kleineren, nicht zumuten, dass Beethoven ein Griesgram war?
Fazit: Eine richtig schöne Idee, durch ein Hör-Bilderbuch Kinderohren für klassische Musik zu öffnen. Gut durchdacht, sorgfältig in der Ausführung und vor allen Dingen Freude an Musik ausstrahlend.









