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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Anna625:

Lässt mich unschlüssig zurück

Volkswagen Blues von Jacques Poulin

Als Jack Waterman, ein eher unbekannter Autor mit mäßigem Erfolg, vierzig wird, stellt er fest, dass ihm etwas in seinem Leben fehlt. Womit könnte er also besser beginnen als mit der Suche nach seinem Bruder Theo, von dem er seit etwa 20 Jahren nichts mehr gehört hat? Mit seinem alten Bulli macht Jack sich also auf den Weg und begegnet unterwegs Pitsémine, die in Begleitung ihres kleinen schwarzen Katers per Anhalter unterwegs ist.

Schon bald stellen die beiden fest, dass sie ein gutes Team sind, und so suchen Jack und Pitsémine, die auch die "Große Heuschrecke" genannt wird, von nun an gemeinsam nach Theo. Dabei führen sie die Spuren, denen sie folgen, einmal quer durch die USA.

Das Buch hat mich etwas unschlüssig zurückgelassen. Im Großen und Ganzen hat es mir gut gefallen, Reisebücher sind toll und bei diesem hier verspürt man sofort die Lust, sich ebenfalls in einen alten Bus zu setzen und sich in Richtung Oregon Trail aufzumachen. Trotzdem haben mir verschiedene Dinge gefehlt. Zum Beispiel wurden zwar viele Orte und Schauplätze erwähnt, die Jack und die Große Heuschrecke bestaunen dürfen, mir waren da aber tatsächlich die Beschreibungen ein wenig zu knapp. Natürlich sind seitenlange Landschaftsbeschreibungen auch nicht gerade spannend, aber in den allermeisten Fällen wurde hier irgendwie vorausgesetzt, dass man im Kopf schon die passenden Bilder parat hat; was bei mir leider nicht immer der Fall war, und das hat es mir schwieriger gemacht, mich wirklich in die Umgebung hineinzufühlen. Ebenso dazu beigetragen hat der Schreibstil, der nicht schlecht ist, mich aber auch nicht überzeugen konnte. Ich konnte keine Nähe zu den Figuren aufbauen, und obwohl ich die beiden als Leser ja gewissermaßen auf ihrem Roadtrip begleitet habe, blieben sie mir merkwürdig fremd. Vielleicht hat da auch mit reingespielt, dass über Jack häufig nur als "der Mann" gesprochen wurde, und auch "Jack" ist eigentlich nur ein Pseudonym; wer er wirklich ist erfährt man nicht wirklich, auf seine Vergangenheit wird nur ganz knapp angespielt; vielleicht sollte das so, aber bei mir hat es verhindert, dass ich eine Beziehung zu den Figuren aufbauen konnte.

Pluspunkte gibt es dafür, dass Bücher eine große Rolle spielen, es werden einige Werke amerikanischer und kanadischer Autoren erwähnt, das hat mir gut gefallen. Auch, dass immer wieder über die Geschichte bzw den Untergang der Indianerstämme gesprochen wurde, war spannend.

Mein Fazit also - ich weiß nicht. Ich glaube, das Buch hätte deutlich mehr Potenzial gehabt, als hier ausgeschöpft wurde. Das Ende lässt mich unbefriedigt zurück, denn die Botschaft wurde mir einfach nicht klar, ich weiß nicht, was mir dieses Buch sagen wollte. Um ein paar Stunden mal abzuschalten und sich auf einen kleinen gedanklichen Roadtrip zu begeben, ist es dennoch gut. Man kann es lesen, muss man aber auch nicht.

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Rezensionen von Anja:

lesenswerte Abenteuer-Geschichte mit spannendem Handlungsort

Tatacoa von Thomas Zeller

lesenswerte Abenteuer-Geschichte mit spannendem Handlungsort

Im Auftrag seines Onkels, der ein Planetarium in der Wüste besitzt, soll der 19-jährige Daniel eine Reisegruppe durch die Tatacoa-Wüste führen. Dabei verschwinden mehrere Menschen. Wie sich herausstellt, sind sie nicht die ersten, die vermisst werden.

Daniel und der Rest der Gruppe begeben sich auf die Suche, bei der sie auf ein unterirdisches Bergwerk stoßen, in dem sie eine kriminelle Bande und etliche Gefahren erwarten…

Das Setting der kolumbianischen Tatacoa-Wüste finde ich sehr spannend. Bildhafte Beschreibungen der rauen Landschaft erleichtern es, sich die karge Gegend mit ihren Canyons und schroffen Felsen vorzustellen.
Die Kombination mit dem vergessenen unterirdischen Bergwerk, in dem Gauner ihr Unwesen trieben, und alten Mythen, die doch ein Körnchen (oder in diesem Fall eher einen Brocken) Wahrheit enthalten, sorgen für eine vielversprechende Ausgangssituation.

Der Start der Geschichte hat mir gut gefallen. Daniel soll für eine Gruppe die Führung in der Wüste übernehmen. Plötzlich verschwinden einige der Teilnehmer spurlos, mysteriöse Ereignisse häufen sich. Doch die Polizei zeigt wenig Interesse, die Gesuchten wiederzufinden, sodass Daniel und seine neuen Freunde sich selbst auf die Suche machen müssen.
Sie stoßen auf eine kriminelle Bande, die scheinbar Unmögliches von ihnen erwartet, und müssen sich den Gefahren der unterirdischen Anlage stellen.

Im Mittelteil zog sich die Handlung für mich etwas. Es gibt zwar einige Probleme zu bewältigen, teilweise sind den Charakteren aber auch einfach die Hände gebunden. Extrem detaillierte Beschreibungen der Tunnelanlage und spezieller technischer Gerätschaften, die sie dort vorfinden, bremsen die Spannung zusätzlich aus.

Im letzten Drittel konnte mich das Buch dann allerdings komplett fesseln. Die Figuren müssen sich im Wettlauf gegen die Zeit beweisen, denn verschiedene Gefahren und skrupellose Gegner sitzen ihnen im Nacken. Dabei kommt es zu einigen dramatischen Ereignissen in schier aussichtslosen Situationen, die an den Nerven der Charaktere zerren und auch manche die Nerven verlieren lassen – was in ihrer Lage nur allzu verständlich ist.

Allerdings fiel es mir hierbei auch manchmal nicht ganz leicht, mir das Geschehen wirklich vorzustellen: Daniel und seine Freunde bewegen sich in diesem verschachtelten Bergwerk. Zusätzlich zu den vorhandenen Gängen graben sie neue Verbindungen. Trotz diverser Beschreibungen verschiedener physikalischer Vorgänge und der technischen Gerätschaften fand ich die Begebenheiten teilweise unübersichtlich. Welche Gänge und Höhlen wie zueinander liegen, spielt ebenso wie die Beschaffenheit der Gesteinsschichten keine unerhebliche Rolle für den Fortgang der Ereignisse. Doch gerade bei manchen der unterirdischen Szenen, in denen die Figuren sich plötzlich in verborgenen Kammern und vergessenen Tunneln wiederfinden, fiel es mir schwer, mir den genauen Ablauf der Ereignisse vorzustellen.

Insgesamt empfand ich die Figuren für ihr junges Alter zwischen 16 und 19 Jahren etwas zu abgeklärt und kontrolliert. Sie meistern die Situationen unter extremen Bedingungen mit nur wenigen Panikattacken, obwohl sie diverse Verluste und Rückschläge erleiden müssen. Sie denken sehr strategisch und entwickeln komplexe Pläne.
Und nebenbei entwickeln sie teilweise auch noch Gefühle füreinander – wobei diese Gefühlsentwicklung für mich zu schnell und nicht ganz nachvollziehbar war. Dies ist wohl auch ein Stück weit dem Erzählstil geschuldet. Denn obwohl Daniel der Ich-Erzähler der Geschichte ist, habe ich seine Ausführungen als eher distanziert und auch oft emotionslos empfunden. So bekommt auch der Tod wichtiger Menschen nicht genug Raum, bevor die Figuren ihren Weg auch schon fortsetzen, sodass die Gefühle insgesamt etwas auf der Strecke bleiben.

Fazit

Alles in allem eine lesenswerte Abenteuer-Geschichte in einem spannenden Setting: Das unterirdische Bergwerk birgt jede Menge Geheimnisse und Gefahren – nicht nur in Form der Verbrecher, die Daniel und seine Freunde dort gefangen halten. Gleichzeitig hat der Handlungsort mich aber auch an die Grenzen meiner Vorstellungskraft gebracht, denn nicht immer konnte ich die Begebenheiten, wie welche Gänge aufeinandertreffen und welche Auswirkungen dies für Luft und Gestein so weit unter der Erde hat, komplett nachvollziehen. Teilweise gibt es zu ausschweifende technische Erklärungen, die das Tempo ausbremsen. So hatte die Story im Mittelteil für mich einige Längen, das Ende ist allerdings sehr spannend und dramatisch.

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Rezensionen von Claudia R:

räuberisch gut ...

Der kleine Räuber Rapido 1. Der riesengroße Räuberrabatz von Nina Rosa Weger

Klappentext/Inhalt:

Ein Räuber, der nicht räubern will, das ist Räuber Rapido – der neue liebenswerte Held von Nina Weger.
„Warum müssen Räuber räubern?“, will der kleine Räuber Rapido wissen. Für seinen Freund, den Waschbären Störenfried, ist das völlig klar: Weil sie Räuber heißen! „Und warum heißen sie Räuber?“ Tja, genau das ist das Problem: Rapido fragt zu viel.

Er denkt zu viel. Er ist einfach völlig unräuberisch. Das findet auch sein Vater, Räuberhauptmann Rigoros. Aber dann beweist Rapido – Rutz-Putz-Räuberschmutz – allen das Gegenteil!

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich gestaltet. Man erkennt einen kleinen Jungen mit spitzen Hut auf dem Kopf und Zwille in der Hand, auf leisen Sohlen schleich und im Gebüsch sind zwei weitere Kinder versteckt. Das Cover macht neugierig und weckt das Interesse. Auch der Wald und die Umgebung sind sehr schön gezeichnet und auf dem Cover sind sehr viele Details, teils auch erst auf dem zweiten Blick erkennbar.

Meinung:

Der Schreibstil ist einfach, locker und leicht geschrieben, so dass es sich sehr gut und leicht lesen lässt. Auch die Sätze und Formulierungen sind kindgerecht und altersentsprechend gewählt, so dass man den Handlungen und Geschmissen sehr gut folgen kann.

Die Erzählweise ist sehr lebendig, erfrischen und teils auch sehr witzig, so dass hier einige Lacher nicht ausbleiben, denn der kleine Rapido entspricht so gar nicht dem normalen Räuberbild.

Rapido ist sehr sympathisch und man kann sich sehr gut in diesen hineinversetzen. Mit ihm erlebt man spannende Abenteuer und versucht in seine Denkweise und Gefühle hineinzukommen, denn diese werden sehr gut transportiert und dabei kann man auch noch so einiges Lernen.

Rapido soll ein richtiger Räuber werden, aber er ist so ganz anders als die anderen kleinen Räuber, wird er es schaffen ein richtiger Räuber zu werden oder findet er eine andere geniale Lösung?

Zu viel möchte ich jedoch an dieser Stelle nicht verraten, denn lest am besten selbst, was der kleine Räuber Rapido hier erlebt.

Lustig, spannend und mit viel herzblut ist hier eine wunderschöne Räuber Geschichte entstanden, die es in sich hat und von der auch noch manch Erwachsener etwas lernen kann.

Mir hat diese Geschichte sehr gut gefallen.

Richtig toll sind auch die wunderschönen Illustrationen, die das Gelesene sehr gut veranschaulichen und sehr gut umgesetzt sind. Diese wunderschönen farblichen Illustrationen unterstreichen sehr schön den Text und runden das Ganze sehr gut ab.

Fazit:

Eine wirklich wunderschöne und tolle Räuber-Geschichte, die es in sich hat und richtig toll gestaltet ist, mit so einigen Überraschungen.

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Rezensionen von Castilleja:

Helle Jespers ermittelt

Helle und der falsche Prophet von Judith Arendt

In diesem Krimi werden mehrere Themen gekonnt miteinander vermischt und die Geschichte blättert sich erst nach und nach auf und die Verbindungen werden sichtbar. Für mich war es der erste Fall von Helle Jespers, aber nun habe ich Lust bekommen, auch die beiden Vorgänger zu lesen. Judith Arendt konnte mich sowohl mit ihrer Geschichte als auch mit ihrem Schreibstil vollends überzeugen.

Die Geschichte wird immer wieder aus wechselnden Perspektiven erzählt. Neben Helle gibt es als Hauptperspektive noch die des jungen Niklas, der gemeinsam mit seiner Freundin Jemima mit einem gestohlenen Auto flieht, um den Fängen der Sekte von "Hiob" zu entkommen, doch Jemi kommt gar nicht gut klar mit dem Leben außerhalb. Sie nehmen zu Beginn eine Tramperin in ihrem Alter mit und da merkt man sehr gut die Unterschiede. Dieses Mädchen wird kurz danach tot aufgefunden. Was ist da geschehen? Helle unterbricht ihren Urlaub um zu ermitteln. Helle ist ein Familienmensch und es ist schön, dass es auch Ermittler mit einem intakten Familienleben gibt und einem wunderschönen Haus als Rückzugsort. Die Ermittlungen gehen quer durch Dänemark und am Ende wartet der Krimi mit überraschenden Wendungen auf.

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Rezensionen von Claudia R:

vielfältig, kreativ und fantastisch

Sarania von Simon, André Kledtke

Klappentext:

Der 15-jährige Benalir führt mit seinem Vater ein ärmliches, überschaubares Leben in Belfang – dem größten der vier Länder, die den Kontinent Sarania bilden. Als der Junge ins nahe gelegene Dorf Agalam reist, ahnt er nicht, dass dieser Tag sein Leben verändern wird. Über Nacht taucht er in eine Welt voller Abenteuer, Magie und Gefahren ein:
Waldelfen, Löwenmenschen, dämonische Wolfsreiter und ein düsterer Hexenmeister, der mehr und mehr Macht gewinnt.

Für den Jungen beginnt eine Reise, von der er nicht einmal zu träumen gewagt hätte ...
Und dann ist da noch der Magier Sacerak. Seit einem halben Jahr gehört er dem „Rat der Magier“ an, dessen Mitglieder die zwölf mächtigsten Zauberer Saranias sind. Er soll nach Dûlur gelangen – eine geheimnisvolle
Insel, auf der sich die Festung des Schattenfürsten befindet.
Einst ein Jugendfreund des tyrannischen Zorano, sucht er nun einen Weg, seinen früheren Weggefährten zu vernichten...
Zwei Helden ...
Zwei Wege ...
Zwei Schicksale ...

Cover:

Das Cover ist fantastisch gezeichneten zeigt die weiten dieser Welt. Das Cover macht neugierig und beruht vor allem auf erdige Töne, die dem Ganzen farblich eine sehr schöne Stimmung verleihen.

Meinung:

Dies ist der erste Band der Saraina Reiheund ein guter Auftakt hinein in diese Geschichte.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut und locker lesen. Man kommt schnell in die Geschehnisse und Handlungen hinein und kann diesen auch sehr gut folgen.

So befindet man sich auf dem fiktiven Kontinent Sarania und sieht sich mit einer Prophezeiung konfrontiert, in der, der junge Schmied Benalir, eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Ein dunkler Fürst scheint die Macht über den ganzen Kontinent an sich reißen zu wollen und laut Prophezeiung scheint nur Benalir dies verhindern zu können. So ändert sich sein Leben schlagartig.

Doch zu viel möchte ich hier nicht erzählen, sondern den Inhalt eher noch etwas geheimgehalten, denn lest selbst, welche Abenteuer hier stattfinden und was es mit alledem auf sich hat.

Neben Benalir trifft man hier auf noch viele weitere fantastische Charaktere, auch Magier, Elfen, Zwerge und Wasserwesen spielen hier eine Rolle.

Taucht ein in eine fantastische Welt voller Magie, Mystik und spannenden Abenteuern und lasst euch in diese Welt entführen.

Vielfältig, kreativ und einfach wunderschön gestaltet, sind hier sowohl die Welt, wie auch die Charaktere. Die Geschichte ist spannend und fesselnd aufgebaut und gern verfolgt man die Handlungen und Geschehnisse.

Stellenweise würde ich mir gern noch etwas mehr Einblicke in die Emotionen und Gefühle der Charaktere wünschen. Dies ist durchaus noch etwas ausbaufähig, aber sicherlich auch Ansichtssache.

Ich bin bereits jetzt sehr gespannt auf den zweiten Band dieser Reihe und möchte sehr gern wissen, wie es weiter geht, denn der erste Teil macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung. Ein gelungener Auftakt in diese tolle Fantasy-Reihe.

Auch die Gliederung hat mir sehr gut gefallen. Die Kapitel und auch die Kapitelanfänge sind sehr schön gestaltet und die Überschriften passen sehr gut zum Kapitel. Die Kapitellängen sind auch sehr angenehm.

Sehr gut hat mir auch die Karte am Ende, sowie das sehr ausführliche Register und die eigen entworfene Sprache Sarania´s und die Einführung in diese gefallen. Tolle Extras, die mir sehr gut gefallen haben.

Das Register empfand ich als sehr hilfreich und auch die Karte ist überaus praktisch und kam immer mal wieder zum Einsatz.

Mir hat dieser erste Band sehr gut gefallen und mich sehr gut unterhalten und in eine fantastische Fantasy Welt entführt, die mir sehr zugesagt hat.

Fazit:

Vielfältig, kreativ und einfach wunderschön gestaltet, sind hier sowohl die Welt, wie auch die Charaktere. Die Geschichte ist spannend und fesselnd ...

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Rezensionen von Ele:

Frauenroman zum größten Fest der Welt

Oktoberfest 1900 - Träume und Wagnis von Petra Grill

Oktoberfest 1900, Historischer Roman von Petra Grill, Ebook 428 Seiten, erschienen im Fischer-Verlag
Der Kampf zweier Frauen um Liebe und Aufstieg, auf dem größten Volksfest der Welt.
Colina ist Biermadl beim Lochner und dort muss sie sich Einiges und nicht nur von der männlichen Kundschaft gefallen lassen.

Gewitzt schafft sie es, Gouvernante im Hause des ehrgeizigen Brauers Prank zu werden. Er steckt in Machtkämpfen um das Oktoberfest, seine Tochter Clara will er verheiraten, um dort Einfluss zu gewinnen. Durch atemberaubende und spannende Entwicklungen werden Clara und Colina Freundinnen. Und beide versuchen es, ihre Träume wahr werden zu lassen.
45 Kapitel in Leseabschnitte von angenehmer Länge aufgeteilt, ließen mich nur so durchs Buch fliegen, Lesefluss stellte sich schon auf den ersten Seiten ein, ungern wollte ich das Lesegerät zur Seite legen. In einem sehr sympathischen Münchner Dialekt, gewürzt mit dem ein oder anderen derben Kraftausdruck, vergisst der Leser niemals wo und in welcher Zeit er sich befindet.
Die Geschichte ist faszinierend, spannend mitreißend und sehr bildhaft erzählt. Die Personen kann man sich gut vorstellen, das Setting ist sehr gut beschrieben, da freue ich mich schon auf die baldige Verfilmung des Buches, ob alles tatsächlich so erscheint wie ich es mir in Gedanken vorstellen konnte. Dem Streben von jungen Frauen, Vorstreiterinnen weiterer Generationen haben wir es heutzutage zu verdanken, dass Frauen nicht mehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Was Frauen in abhängigen Berufen z.B. als Dienstboten oder Kellnerinnen sich alles bieten lassen mussten ist unglaublich. Die z.Zt. häufig erscheinenden Romane dieser Frauen faszinieren mich sehr. Der Plot ist unbedingt nachvollziehbar, genauso könnte es sich abgespielt haben. Dazu kommen hier auch historische Personen zum Einsatz, allen voran Franziska von Reventlow die in der Münchner Boheme um 1900 eine schillernde Figur war. Dazu die Hinweise auf die Satirezeitschrift „Simplicissimus“ und allem voran das bekannte Gemälde der schönen Kellnerin auf dem rollenden Bierfass, dies alles schafft Lokalkolorit und totalen Münchner Flair. Eigentlich handelt es sich beim Oktoberfest 1900 auch um einen Kriminalroman, denn es wird gemordet, gestohlen und betrogen, damals schon wie auch heute um Macht Geld und Ansehen wird mit harten Bandagen gekämpft. Mehrere Plottwists und ein ungeahntes Ende halten die Spannung hoch bis zum Schlusspunkt. Gerne habe ich ein wenig mitgerätselt. Ganz schlimm fand ich auch die Schilderung, der damals wohl üblichen „Völkerschau“ auf dem Oktoberfest.
Die Charaktere waren voller Leben und handelten zu jeder Zeit glaubwürdig. Meine Lieblingsfiguren, natürlich Colina und der Oberwachtmeister Lorenz Aulehner. Richtige Originale mit dem Herz am rechten Fleck, die ihre Ziele verfolgen und sie letztendlich erreichen. Wobei mir Clara und Curt Prank, sowie Roman Hoflinger eher suspekt blieben. Der schlimmste von allen Rupp Maier, Colinas versoffener und brutaler Mann, war richtig abstoßend und gut geschildert.
Es war wirklich ein Genuss mit diesem Ebook in München um 1900 einzutauchen, hervorragende Unterhaltung. Ein aufregendes Leseerlebnis. Eine tolle fesselnde und spannende Geschichte. Eine absolute Leseempfehlung und von mir 5 Sterne.

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Rezensionen von Claudia R:

faszinierende Tiefe

Aqua Mystica von Bettina Belitz

Klappentext:

Für Vicky geht ein lang gehegter Traum in Erfüllung, als ihr Onkel Till sie zum Tauchen in einer Unterwasserhöhle, eine sogenannten Cenote, mit nach Mexiko nimmt. Zwar weiß sie, dass in der Tiefe auch unbekannte Gefahren lauern können, doch schon beim Schnorcheln verfällt sie dem Zauber der Unterwasserwelt.

Als Till bei einem Tauchgang von einem mysteriösen Wasserwesen verletzt wird, kann Vicky es zunächst nicht glauben: Wer oder was verteidigt hier sein Reich gegen die menschlichen Eindringlinge?
Bei einem heimlichen Tauchgang sieht Vicky sich plötzlich einem geheimnisvollen Wesen gegenüber. Obwohl sie instinktiv spürt, dass von diesem Wesen auch Gefahr ausgehen kann, fühlt Vicky gleichzeitig eine magische Anziehungskraft zwischen ihnen. Und sie beginnt zu ahnen, dass diese Begegnung ihr Leben für immer verändern wird …

Cover:

Das Cover ist mystisch und einfach fantastisch, da es nicht zu viel zeigt, aber das wichtigste zu sehen ist. Es ist in wunderschönem Meerblau gehalten und man sieht eine Art Fischschwanz, oder ist es der einer Meerjungfrau? Drumherum sind viele Wasserbläschen erkennbar und diese schimmern sehr schön. Der ganze Schutzumschlag ist in eine Art Glanzoptik geprägt und dies macht es sehr besonders.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. es lässt sich gut und locker lesen.

Die Schriftgröße ist angenehm groß gewählt und daher durchaus altersentsprechend gewählt. Daher werden auch jüngere Leser/Leserinnen angesprochen. Die Kapitel sind sehr schön gestaltet und vor allem die Kapitelanfänge überzeugen durch kleine Illustrationen. Auch die Kapitelüberschriften sind sehr passend, ohne zu viel zu verraten. Die Kapitellänge ist angemessen und ermöglicht ein angenehmes Lesen.

Vicky ist von Anfang an sehr sympathisch und man kann sich sehr gut in diese hineinversetzen. Vicky freut sich auf Tauchen und dass sie ihren Onkel Till nach Mexico und in die Tiefen der Cenote begleiten darf.

Zu viel vom Inhalt möchte ich hier jedoch nicht verraten, da ich nicht zu viel vorweg nehmen möchte.

In Vicky kann man sich sehr gut hineinversetzen, da die Geschichte aus Vicky´s Sich in der Ich-Perspektive erzählt wird. Dies macht es sehr lebendig und auch sehr spannend. Zu dem werden dadurch sehr gut die Gefühle und Emotionen vermittelt.

Des Weiteren kann man sehr gut den Handlungen und Geschehnissen folgen und auch diese werden sehr gut und bildlich beschrieben. So würde man gern selbst nach Mexico reisen und diese fantastischen Naturerlebnisse erkunden und wäre selbst gern bei den Tauchgängen dabei. Es wird alles sehr schön, detailliert und bildlich beschrieben, so kann man sich Ales sehr gut vorstellen und sich sehr gut hineinversetzen.

Die Geschichte bleibt dabei sehr spannend und fesselnd und gern folgt man den Charakteren und der Geschichte und möchte gern mehr über Vicky und auch deren Entwicklung erfahren.

Das Ende hat mir auch sehr gut gefallen, zumal es Platz lässt für einen zweiten band und ich schon sehr gespannt bin, wie es wohl weiter geht wird.

Ein tolles Buch, welches einen in die Tiefen des Meeres entführt und dabei den Leser regelrecht fesselt und durch wirklich tolle Charaktere und bildliche Beschreibungen überzeugt, und dies auf kindgerecht und altersentsprechende Weise. So ist es für Jung und Alt ein Genuss.

Fazit:

Ein tolles Buch, welches einen in die Tiefen des Meeres entführt und dabei den Leser regelrecht fesselt.

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Rezensionen von nil_liest:

Frankfurt satt in diesem Krimi!

Blutmain von Franziska Franz

Eine junge Frau wacht auf einem Boot mitten auf dem Main auf, hat Blessuren und weiß nicht was passiert ist. Sie ist benommen und rettet sich ans Ufer in Frankfurt. Der Krimi „Blutmain“ von Franziska Franz steigt gleich mit voller Action ein und die Spannung ist gleich hoch, da man gerne wissen will was passiert ist und wie Melinda dort hinkam.

Dann gibt es einen Schnitt und wir springen 2 Jahre in die Vergangenheit und wir lernen eine Figur näher kennen, der auch Melina begegnet ist…
Zum Glück hat Melinda ein Pärchen als Nachbarn, die sich ihrer annehmen wie Eltern und dazu noch Anwältin und Detektivin sind! Äußerst hilfreich in solch einer Situation.
Der Krimi ist leicht lesbar und unterhält einen bestens. Franziska Franz schreibt angenehm mit einer guten Mischung an Fließtext und wörtlicher Rede. Es gibt keine Längen und der Spannungsbogen ist gelungen, auch wenn die Handlung recht bald eindeutig ist. Das macht bereitet Lesevergnügen keinen Abbruch.
Das tolle an dem Krimi ist in der Tat, dass viele viele Orte und Straßen in Frankfurt benannt werden. Kenn man die Stadt oder lebt gar in ihr freut man sich sehr fast auf jeder Seite einem bekannten Ort zu begegnen und sofort hat man ein Bild vor Augen! Das macht viel Spaß beim Lesen.
Fazit: Ich würde auch eine Fortsetzung von der Privatermittlerin Karla Senkrecht, dem Kommissar Kai Herbracht und der Anwältin Beate Pauli sehr gerne lesen. Vielleicht mal im Museumsmilieu? Oder am Fraport? Oder auch bei den Bankern in der Innenstadt und im Bahnhofviertel. Stoff gibt es sicher genug! ;0)

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Rezensionen von Tara:

Ein unfassbares Stück Geschichte

Bis wir uns wiedersehen von Catherine Bailey

In ihrem Buch „Bis wir uns wiedersehen“ hat die Autorin Catherine Bailey ein erschreckendes Stück Geschichte wieder zum Leben erweckt.

Es geht um das Leben von Fey von Hassell (*22.10.2018 - † 12.02.2010), deren Vater - Kommunalpolitikers und Widerstandskämpfer - hingerichtet und deren Kinder von den Nazis geraubt wurden.

Während des kurzen Prologs erhält man bereits unglaublich viele Informationen und die ersten Kapitel wirkten auf mich sehr sachlich und emotionslos und man erfährt mehr über Feys Söhne als über sie selbst. Der Schreibstil verändert sich aber dahingehend, dass es später deutlich emotionaler wird und mich sehr schockiert, berührt und erschreckt hat.

Es ist aber nicht nur die Geschichte der Familie, um die es hier geht, viel mehr wird anhand ihr die komplexe politische Lage des Landes dargestellt. Historische Ereignisse und Gegebenheiten wurden sorgfältig recherchiert und aufgezeichnet, was durch die umfangreichen Anmerkungen am Ende belegt wird. Fotos und Karten und ein Personenregister ergänzen das Gesamtwerk.
In diesem Buch werden die geschichtlichen Tragödien und der Schmerz vieler Familien wieder lebendig.

Es ist keine leichte Lektüre, sondern erschreckende Realität vor der man auch nach so vielen Jahren nicht die Augen verschließen darf.

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Rezensionen von Claudia R:

spannender Regional-Krimi

Belgische Finsternis von Stephan Haas

Klappenetext:

Die Spur des Bösen.

Der belgische Ermittler Piet Donker wird von Brüssel in eine Kleinstadt in Ostbelgien versetzt. Dort soll er einen fünfzehn Jahre alten Cold Case wieder aufnehmen, bei dem es neue Erkenntnisse gibt. Ein Jugendlicher verschwand damals spurlos, die Polizei ging davon aus, es mit einem Ausreißer zu tun zu haben.

Doch nach und nach häufen sich die Hinweise, dass der Junge Opfer eines Serienmörders wurde – und dass das Morden noch lange nicht beendet ist.

Cover:

Das Cover wirkt sehr atmosphärisch, vor allem durch diese wunderschöne Farbgebung. Der Wald und auch die Vögel in diesen rötlich, bläulichen Farben und es wird mehr nur mit Schattierungen gearbeitet, dies macht es sehr besonders.

Meinung:

Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut lesen. Es wird aus der Ich-Perspektive des Ermittler Piet Donner erzählt. So kommt man sehr gut in die Handlungen und Geschehnisse hinein und bekommt diese sozusagen aus erster Hand mit.

Die Erzählung aus der Ich-Perspektive macht es sehr spannend und auch sehr lebendig. Man kann so die Gefühle und Emotionen nachempfinden und bekommt zugleich private Einblicke in das Leben des Ermittlers und auch in das Ermittlerumfeld. Denn neben Piet sind da noch so einige weitere Charaktere, und sein Team, welches ihm nicht wirklich eine große Hilfe ist, da es aus einem Neuling, einem unmotivierten Kollegen und dem eigentlich schon pensionierten Lechat besteht, der noch als einzigster ein wenig hilfreich zur Hand geht.

Auch die Entwicklung der Charaktere hat mir sehr gut im Verlauf gefallen.

Der Fall selbst ist spannend verpackt und hält so einige Überraschungen bereit. Die Geschichte wird fesselnd erzählt, auch wenn es zeitweise recht langsam und zögerlich mit den Ermittlungen voran geht, so sind diese doch recht gut durchdacht, so dass man diesen gern folgt. Die Beschreibungen sind detailliert, so dass man sich alles sehr gut vorstellen kann und förmlich bei den Ermittlungen mit dabei ist.

Die einzelnen Kapitel sind gut gegliedert und auch die Kapitellänge ist angenehm und lässt sich gut lesen.

Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel verraten, denn dies findet am Besten selbst heraus.

Fazit:

Ein spannender Regional-Krimi, der mit einigen Überraschungen punkten kann und deren Charaktere gut durchdacht sind.

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