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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von greenpanda:

Lustige Tausch-Geschichte

Arthurs wildes Hundeleben Gebunden. von Abidi Heike

Hund oder Junge? Das ist hier die Frage! Im neuen Kinderbuch von Heike Abidi geht es um Arthur und Hund Lucky. Als Arthur, der sich schon lange einen Hund wünscht, auf Lucky aufpassen darf, passiert aber plötzlich etwas, das er sich nie hätte vorstellen können... Er und der pelzige Vierbeiner tauschen plötzlich die Körper.

Und in dieser Situation kommt es natürlich zu jede Menge lustiger Erlebnisse und Missverständnisse, die das Buch mit einer gehörigen Menge an Humor versorgen.

Fortan gilt es nun einen Weg zu finden, den Tausch wieder rückgängig zu machen, was nicht so einfach zu sein scheint. Ob ihnen das gelingt und wie sie das anstellen, wird an dieser Stelle aber nicht verraten!

Meiner Nichte und mir haben neben den lustigen Szenen vor allem die schönen Bilder und Illustrationen im Buch gut gefallen. Sie sind ausdrucksstark und wirklich schön gezeichnet. Toll sind auch die Perspektivwechsel zwischen Lucky und Arthur, die für das besondere Etwas sorgen.

Die Kapitel sind angenehm kurz gehalten, sodass man beispielsweise vor dem Schlafengehen eines zusammen lesen oder auch vorlesen kann. Die Sprache ist einfach und angenehm zu lesen. Außerdem erfährt man auch das ein oder andere über Hunde und ihre Eigenarten, was meine Nichte ebenfalls sehr spannend fand.

Daumen hoch für ein schönes und lustiges Kinderbuch mit tollen Illustrationen für Lesemäuse ab 8 Jahren.

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Rezensionen von greenpanda:

Super spannend!

Zerrissen von Tsokos Michael

Mit "Zerrissen" beweist Michael Tsokos einmal mehr, dass er nicht nur ein großartiger Autor ist, sondern es versteht, seine Expertise verständlich in eine spannende Thriller-Handlung zu verweben. Ich hatte mich sehr auf die Fortsetzung der Reihe um Dr. Fred Abel gefreut und wurde nicht enttäuscht.

Der Inhalt ist jedoch ziemlich haarsträubend, denn Abel muss sich in diesem Fall um Misshandlungsvorwürfe bei einem kleinen Mädchen kümmern. Und dass es sich bei dem Mädchen um die Tochter seiner langjährigen Kollegin Sabine Yao handelt, macht die Ermittlungen und die Rahmenbedingungen nicht gerade leichter. Schnell zeigt sich, dass das eigentlich gute Verhältnis zwischen den beiden darunter sehr leidet.

Doch wer Tsokos kennt, weiß, dass das nicht der einzige Fall in diesem Buch ist. Die Ermittler werden auch durch einen in einem Boxsack eingenähten Leichnam auf Trapp gehalten, der in dem Kickboxclub von Abels langjährigem Freund Lars Moewig gefunden wird. Dabei spielen libanesische Drogen-Gangs, Gewalt und Jugendkriminalität eine Rolle...

Wie auch in den Vorgänger-Bänden ist dieser Teil zu keiner Zeit langatmig oder lässt Langeweile aufkommen. Die Seiten fliegen nur so dahin und man fiebert der Auflösung entgegen. Tsokos vermag es, richtig filmreif zu schreiben, im Kopf läuft der Film mit - fast wie bei einem Drehbuch.

Für mich wieder ein echtes Highlight im True Crime Bereich, das ich jedem Fan dieses Genres nur wärmstens empfehlen kann!

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Rezensionen von manu63:

Der dritte Stein

Zerrissen von Tsokos Michael

Fineas ist der dritte Band der Lichtstein Saga der Autorin Nadine Erdmann. Die vier Cay müssen dieses Mal in die Roten berge zu den Drachen um den dritten Stein zu holen.

Noah ist der Fineas und spielt in diesem Band die Hauptrolle, wobei die anderen drei Cay auch ihre Erzählzeit bekommen. Die Entwicklung der Charaktere schreitet voran und es ergeben sich tiefere Einblicke in die Gedanken-und Gefühlswelt der Protagonisten.

Zweifel und Unsicherheiten werden gut geschildert und als Leserin fühlte ich mit den Charakteren mit. Die Spannungsbögen sind gut gesetzt und der Cliffhanger am Ende des Bandes verspricht einiges für den vierten und letzten Band. Die vier Cay müssen etliche Informationen verarbeiten und gerade Noahs Leben wird auf den Kopf gestellt. Wem kann er noch vertrauen und wer sagt die Wahrheit? Fragen die sicherlich im letzten Band geklärt werden. Dieser Band ist Teil einer Reihe die nicht einzeln gelesen werden sollte, da ansonsten wichtige Zusammenhänge fehlen.

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Rezensionen von Dana:

unterhaltsamer Provinzkrimi

Zerrissen von Tsokos Michael

Hummelstich ist ein beschaulicher Ort irgendwo in Deutschland, in dem das Dorfleben funktioniert und das größte Verbrechen der Klatsch und Tratsch zu sein scheint. Zumindest dachten das bisher alle. Denn nun wird klar, dass hinter den trügerisch-idyllischen Mauern der Häuschen ganz andere Machenschaften im Gang sind.

Der Halbtagspolizist Sven Grüneis ist es nicht gewohnt komplizierte Fälle lösen zu müssen, doch jetzt wird er gefordert und muss sich gleich mit Mord herumschlagen. An seiner Seite steht Bea von Maarstein, die zwar keine Polizistin ist, die das Dorf aber ganz schön aufwirbelt und schlaue Einfälle hat. Allerdings macht sie sich damit nicht unbedingt bei allen beliebt…

Gabriele Blum hat das Hörbuch ausdrucksstark gelesen. Ich empfand ihre Stimme als sehr angenehm und passend für die Geschichte und habe mich von Beginn an gut mitgenommen gefühlt. Betonung und Sprechweise waren richtig super und durch die Veränderungen in der Tonlage und dem Sprechtempo, konnte man auch die unterschiedlichen Figuren gut auseinanderhalten, wenn sie miteinander gesprochen haben. Besonders positiv aufgefallen ist mir dabei auch der Papagei Dr. Jekyll. Sprachlich war er ein echtes Highlight, aber auch sonst war er für die Handlung eine Bereicherung und ich mochte ihn sehr.

Zu Beginn der Geschichte lernt man das Dorf und seine Bewohner erst mal ein bisschen kennen. Es klingt nach einem Ort, an dem man sich durchaus wohlfühlen könnte. Ein wenig eigen und speziell an der einen oder anderen Stelle, aber insgesamt doch schön und nicht nur gewöhnlich. Die Dörfler wirken auf den ersten Blick jetzt auch nicht unbedingt langweilig und nichtssagend, aber insgesamt doch eher liebenswert individuell und das macht so eine Dorfgemeinschaft ja auch noch mal viel bunter und abwechslungsreicher. Für die Hummelstichler waren ihre Eigenarten ja inzwischen normal und jeder kennt jeden, da weiß man, wie man sich zu nehmen hat. Als Bea von Maarstein dazu kommt, wird die Dorfidylle erst mal ordentlich aufgemischt. Bea fällt schon allein durch ihr Aussehen auf, ist aber auch nicht auf den Mund gefallen und beweist immer wieder Geschick im Umgang mit den Dorfbewohnern. Wenn sie etwas erfahren möchte, dann bekommt sie es auch heraus. Mit ihrem Ara Dr. Jekyll gibt sie ein ziemlich schräges Bild ab, aber ich mochte die beiden sofort. Mit Bea scheinen auch die Probleme einzuziehen, so wirkt es auf jeden Fall zunächst. Dabei ist sie es einfach nur, die aufdeckt, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Nach und nach kommen dann immer mehr Verstrickungen heraus. Erpressungen, Affären, Spielsucht – im Dorf geht es alles andere als ruhig zu, nur dass sonst niemand darüber spricht und alle versuchen nach außen hin den Schein zu wahren. Als es dann allerdings zum Mord kommt, kann wohl niemand mehr vertuschen, dass irgendwas in Hummelstich nicht stimmt.

Trotz der Morde hat die Geschichte auch eine gewisse Leichtigkeit und Lockerheit behalten, die wohl vor allem an dem angenehmen Stil lag. Durch die sehr bildhafte Sprache wird die Handlung lebendig und die Vorstellungskraft in den einzelnen Szenen unterstützt. Es wurde mit einem gewissen Witz und Charme erzählt und war nicht alles so ernst. Dadurch war es jetzt nicht so megaspannend, düster und schauderhaft wie vielleicht andere Krimis oder Thriller daherkommen, aber auf jeden Fall sehr unterhaltsam und für mich auch mal was anderes.
Toll fand ich auch die passend gewählten Namen einiger Dorfbewohner. So hießen die Bestatterfamilien Ruhe und Erdmann, ein reiches, aber sparsam lebendes Ehepaar Schimmelpfenning und der Polizist, der noch ziemlich grün hinter den Ohren war, Grüneis. Das hat die Atmosphäre in der Geschichte unterstützt und dem ganzen noch mehr Flair verliehen.
Im Verlauf des Buches gibt es verschiedene Verdächtige, die aus verschiedenen Gründen wieder ausgeschlossen werden, mit der Endauflösung hätte ich auf jeden Fall nicht gerechnet und empfand sie als gut gemacht.
Neben den Mordermittlungen geht es auch ein wenig um das Privatleben von Sven Grüneis, der bisher mit seinem Zweitjob als Bauer viel erfolgreicher war, als als Polizist. Ich mochte auch diese Abschnitte gern. Sie waren gut in die Gesamthandlung eingebunden und haben den jungen Polizisten noch greifbarer und authentischer gemacht. Sein maroder Hof mit all den Tieren gehört eben genauso in sein Leben, wie die bisher eher unspektakuläre Arbeit als Dorfpolizist. Mit Bea an der Seite bekommt Sven dann aber die Chance, sich auch in den Mordfällen zu behaupten und an den neuen Herausforderungen zu wachsen. Auch wenn ich oft das Gefühl hatte, eigentlich leitet Bea die Ermittlungen, so mochte ich die beiden als Team trotzdem gern. Ich könnte mir auch gut vorstellen die beiden wieder zu begleiten, wenn es den nächsten Fall in Hummelstich gibt.
Fazit

Ein schöner Provinzkrimi, der mit der Mischung aus Humor und Mordermittlungen unterhaltsam und abwechslungsreich war. Der Stil war angenehm und die Sprecherin hat mir super gut gefallen. So habe ich das Hörbuch in einem Rutsch gehört und habe mich nie gelangweilt. Die Handlung war interessant zu verfolgen, auch wenn nicht die enorme Spannung aufkommt, die man in anderen Krimis und Thrillern präsentiert bekommt. Diese Geschichte lebt eher von der Lockerheit und Leichtigkeit, dem Witz und Charme, die an den Tag gelegt werden.

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Rezensionen von nil_liest:

Baskische Jagd

Baskische Tragödie von Alexander Oetker

Ich muss es gleich vorwegnehmen, ich bin kein großer Fan von Verfolgungsjagden in Krimis oder Thriller. Dennoch hat mir auch der 4. Fall von Luc Verlain gefallen.
Besonders toll finde ich wie Alexander Oetker es schaffte mich mental an einen der schönsten Ecken Europas mitzunehmen. Wer noch nie in San Sebastián und Umgebung im Baskenland war, bekommt hier einen stimmungsvollen Eindruck der Gegend (trotz Krimi!).

Wer es kennt erinner sich gerne. Und wahrlich merkt der Leser, dass der Autor dieses Fleckchen Erde besonders liebt!

Luv Verlain ist wieder mit Haut und Haaren im Einsatz und das weit mehr als in vorangegangenen Fällen, denn es ist ein sehr persönlicher Fall der ihn auf die Probe stellt und an den Rand seiner Kräfte bringt.
Der Krimi startet mit einem traurigen Umstand, da ein Kind in Lebensgefahr schwebt und Verlain nimmt die Ermittlungen auf. Aber kurz darauf ist er selbst im Visier der Polizei, angeblich hat er einen Mord verübt. Die Jagd beginnt....
Spaß hat das Lesen auf jeden Fall gemacht, aber die vorherigen 3 Fälle haben mir besser gefallen.

Ein großes Lob möchte ich Stefanie Bokeloh aussprechen für die grandios künstlerisch guten Karten auf den Vor- und Nachsatzseiten. Da zeigt sich wieder einmal der Vorteil eines gedruckten Buches!

Fazit: Spannend ja, aber zu viel Action für meinen Geschmack und zu persönlich. Ich freu mich auf den nächsten Fall im dem er höchsten unausgeschlafen sein kann durch seinen Nachwuchs.

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Rezensionen von Sabine M:

Spannender Frankreichkrimi

Baskische Tragödie von Alexander Oetker

Luc Verlains neuester Fall ist alles andere, als schön. Ein fünfjähriger Junge fällt ins Koma, nachdem er von einem angespülten Kokainpäckchen probiert hat. Und überall an den Stränden tauchen weitere Drogen auf. Eine seltsame Nachricht führt den Kommissar ins Baskenland, wo er selbst zum Verdächtigen und verhaftet wird.

Er kann fliehen. Gelingt es ihm, seine Unschuld zu beweisen?

Auch der vierte Fall um den sympathischen Ermittler hat mich gepackt. Alexander Oetker schreibt in gewohnter Weise fesselnd und verwirrt den Leser mit mehreren unerwarteten Wendungen, so dass die Spannung von Anfang an, bis zum dramatischen Schluss auf hohem Niveau erhalten bleibt. Genau die richtige Prise an Lokalkolorit und den appetitanregenden Beschreibungen der typischen Speisen machen das Buch für mich so liebenswert und richtig rund. Man hat das Gefühl direkt vor Ort zu sein und auch wenn das Setting das Meer und den Strand dieses Mal eher als Gefahr darstellt, erlebt man doch einen kleinen virtuellen Urlaub, der gerade in diesen Zeiten so notwendig ist. Besonders gut gefällt mir die Tiefe, mit der der Protagonist beschrieben wird und die Rückkehr in dessen Vergangenheit macht ihn nur noch lebendiger. Interessant sind auch die Informationen über das Baskenland und San Sebastian, eine Gegend, die mir noch unbekannt war und die ich jetzt gerne einmal besuchen möchte. Der neueste Band unterscheidet sich mit seinen rasanten Entwicklungen ein wenig von den drei Vorgängern, aber nicht unangenehm. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich freue mich schon auf die nächste Reise mit Luc.

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Rezensionen von Nele33:

Kurzweilig

Die große Pause von Bastian Bielendorfer

Die große Pause war mein erstes Buch von Bastian Bielendörfer und ich wurde angenehm überrascht, hatte ich doch keine große Erwartungen an das Buch.

Corona brachte die Welt im März zum Stillstand und Bastian Bielendörfer wurde von dem "Lockdown" aus seinem Leben, in dem er mehr unterwegs als zu Hause ist in den Stillstand katapultiert.

Er nutzte diese Stillstand Zeit um ein Corona-Tagebuch zu führen, in dem er über die unterschiedliche Stadien dieses Lockdowns geschrieben hat.

Über die Fassungslosigkeit mit der die Mehrheit der Deutschen zu Begin der Pandemie Abend für Abend die "extras" zum Thema und die darauf folgenden Talkshows inhalierte. Virologen in den Fokus rückten und um sie ein Hype wie früher um Rockstars ist. Dann die unsäglichen Hamsterkaufe von Toilettenpapier, Nudeln und Konserven. Humorvoll beschreibt er die Veränderung seines Lebens, eine WG mit der Schwiegermutter, Homeshooling, Autokinoauftritte und was sonst noch alles jedem in der jetzigen Zeit bekannt vorkommen wird. Es ist ein Leichtes sich in den beschriebenen Situation ein wenig wieder zu finden. Dies alles beschreibt Bastia Bielendörfer mit viel Humor- was gab es da für skurille Situationen-für jeden von uns.
Doch nicht alle Situationen in der ZEit waren lustig, auch diese haben einen Platz im Buch und geben ihm dadurch einiges an Tiefe.

Bastian Bielendörfer hat auf seine Art ein kleines Zeitzeugnis geschaffen, in dem es zum Glück auch noch etwas zu lachen gibt-ohne Humor an der passende Stelle wären diese Zeiten doch gar nicht auszuhalten...oder?

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Rezensionen von csac:

Drachenfrau und Zauberbaum - eine wahre Schatzkiste an österreichischen Märchen

Von Drachenfrau und Zauberbaum von Helmut Wittmann; Anna Vidyaykina

Was ist das für ein schönes Märchenbuch!
Ein Buch, in dem sich bezaubernde, mir bisher völlig unbekannte Märchen aus allen Regionen Österreichs vereinen. Aus der Bodenseegegend, bis ins Mühlviertel, aus der Steiermark bis in den burgenländischen Seewinkel wurden Märchen überliefert und gesammelt.

Neben Geschichten, die uralt und aufgrund ihrer Elemente und Motive in vielen Weltmärchen beheimatet sind, finden sich auch einzigartige österreichische Volksmärchen, die so nur bei uns erzählt werden und in ihrer Einfachheit und Schlichtheit einen ganz eigenen Zauber verströmen.
Dabei sammelte der Autor Helmut Wittmann u.a. auch Märchen, die wie etwa jenes von „Hansl, dem Saubartl“, niemals niedergeschrieben, sondern 1947 rein mündlich überliefert wurden. Andere Überlieferungen, wie etwa jene „Vom Grafensohn, der nicht auf die Erde treten durfte“, wurden um 1900 so aufgeschrieben, wie sie erzählt wurden, so dass der ursprüngliche Charme erhalten blieb. Schließlich finden sich in diesem Band auch so Raritäten wie etwa „Von drei und einem Rätsel“, eine Überlieferung, die der Autor aus einer uralten Sammlung ausgegraben hat.

Inhaltlich unterteilt in sechs Bereiche werden Märchen von „ganz schön starken Frauen“, „vom kleinen Volk in den Bergen“ und von „Drachen und anderen Ungeheuern“ wieder gegeben. Darüber hinaus berichtet der Autor davon, „Wenn sich Weisheit und Witz die Hand geben“, vom „Gruseln und Fürchten“ und ordnet einige Märchen der Frage unter, „Was wäre das Leben ohne seinen Zauber“?
Da gibt es Geschichten, in denen die Weisheit des Märchens zwischen den Zeilen zu lesen ist: „Vertraue der Welt – und du wirst von ihr angenommen. Mach dich auf. Bleib dir selber treu – gleich was kommt – und geh deinen Weg“. Und selbst Märchen, die einem das Fürchten lehren, leuchten doch vor allem die eigenen Abgründe aus und lehren dem Leser damit viel über sich selbst. Fasziniert haben mich aber insbesondere die Märchen über die starken Frauen, die ihr Leben in die Hand nehmen und mit viel Zuversicht und Geschick die Herausforderungen des Lebens meistern.

Unsere 11-jährige Tochter hat die Geschichten geliebt, wenn sie auch manchmal nachfragen musste oder das Märchen ganz anders interpretierte als wir. Dadurch ergaben sich wiederum ergiebige Gespräche zu unterschiedlichsten Themenbereichen.

Die Aquarellbilder der Illustratorin Anna Vidyaykina untermalen den Zauber dieses ganz besonderen Buches. Auch alleine für sich betrachtet waren sie ein Genuss. Insbesondere unser Fünfjährige betrachtete gerne die Bilder für sich und entwickelte daraus seine ganz persönlichen Erzählungen.

Fazit: „Von Drachenfrau und Zauberbaum“ ist ein abwechslungsreiches, sehr lehrreiches Buch, das zum Nachdenken anregt und den Leser immer wieder auch mitnimmt auf eine Reise zu sich selbst. Absolute Kaufempfehlung.

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Rezensionen von csac:

Jaguar, Zebra, Nerz - ein Buch wie ein unerwartetes Geschenk

Jaguar, Zebra, Nerz von Heinz Janisch

Angeregt durch ein rätselhaftes Gedicht von Christian Morgenstern „Wie sich das Galgenkind die Monatsnamen merkt“, machte sich Heinz Janisch daran, sich über eben diese Monatsnamen Gedanken zu machen: Was passiert im Monat Wespenbär? Und was braucht es im Monat Pony? Wo fühle ich mich im Monat Robbenbär am wohlsten? Und warum ist der Monat Auerochs so kräftezerrend?
Der Autor haucht in diesem Büchlein zwölf abstrusen Monatsnamen Leben ein und nimmt den Leser dabei mit auf ganz zauberhafte, fantastische, skurille und lustige Reisen.

Das ist anregend und verleitet große und kleine Leser dazu, selbst ihre Fantasie spielen zu lassen: Wie würden sie den Monat Mandrill verbringen wollen? Und was unternimmt man im Monat Jaguar?
Insofern inspiriert der Text dazu, kreativ zu werden und sich auf das Abenteuer Sprache einzulassen, Wortneuschöpfungen zu finden, Gedankenexperimente zu betreiben und dabei seiner Fantasie freien Lauf zu lassen.
Insbesondere mit meinen Kindern machte es Spass, dieses Bilderbuch anzusehen. Sie kamen auf abenteuerliche Ideen, änderten den Monat Robbenbär in einen Monat Stinktier und einen anderen in einen Monat Delfingesang. Damit war das Buch ein voller Erfolg, die Mission erfüllt: Lesen als Anregung, sich mit Sprache zu beschäftigen, sie zu reimen, mit ihr zu experimentieren und daraus neue Ideen abzuleiten.

Speziell ist in diesem Buch nicht nur der Text, auch die Illustrationen von Michael Roher sind besonders und laden ein zum Verweilen und Träumen. Einzelne Bilder, wie jenes des Monats Nerz oder Mandrill, würde ich mir sofort einrahmen und an die Wand hängen, als so tröstlich und beruhigend empfand ich sie. Farblich ansprechend und mit berührenden Details versehen untermalen sie den Charme des Buches und regen die kleinen und großen Leser auch auf visueller Ebene zum Weiter-, und Querdenken an.

Fazit: Wer sich auf dieses skurille Gedankenexperiment einlässt, wird reich belohnt. Ein Buch wie ein unerwartetes Geschenk. Ich mag es und empfehle es gerne weiter.

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Rezensionen von csac:

„Es gibt eine Zeit“…. Zauberhaftes Bilderbuch zum Philosophieren und Träumen mit Kindern

Es gibt eine Zeit... von Lena Raubaum

„Es gibt eine Zeit“ ist ein wunderbar poetisches Bilderbuch, dass den alten Bibeltext Kohelet 3, 1-8, neu interpretiert und dabei dennoch immer wieder zum Wesentlichen zurückkehrt:
Es gibt Zeiten zum Lachen und zum Weinen, zum Streiten und Versöhnen, zum In-der-Erde-Wühlen und zum Den-Kopf-in-den-Wolken-Tragen.

In diesen Aussagen liegt etwas ungemein Tröstliches und Beruhigendes, die Gewissheit, dass alles vergeht und dem Wandel der Zeit unterliegt, dass nichts bleibt und dennoch doch alles wieder kehrt, „wieder und wieder im Windspiel der Ewigkeit“.

Insofern ist es ein Buch für Erwachsene, zum Innehalten, Philosophieren, Träumen und Trösten. Dennoch können aber auch schon kleinere Kinder viel mit diesen berührenden Botschaften anfangen:
Wenn es Zeiten für suchende Augen gibt und solche, in denen etwas wieder auftaucht, dann muss Mama in der kindlichen Logik auch nicht schimpfen und ungeduldig werden, sondern kann in ruhiger Gelassenheit darauf vertrauen, dass sich alles finden wird.
Insofern regt dieses Büchlein zu Austausch mit dem Nachwuchs an. Darüber, ob es wirklich Zeiten für alles und jedes gibt, oder ob vielleicht bestimmte Momente willkommener sind als andere. Darüber, ob es mehr Spaß macht, nach Hause zu kommen oder neue Länder zu entdecken. Und auch, um vielleicht zu der Erkenntnis zu gelangen, dass alles seinen Platz und seine Richtigkeit hat, ein „mutiges Herz“ ebenso wie eines, das „sich fürchtet“.

Untermalt wird dieses Buch von zauberhaften Illustrationen der Künstlerin Clara Frühwirth. Im Gegensatz zu einer anderen Rezensentin hier empfand ich die Bilder als sehr ansprechend und in ihrer Feinheit und Zerbrechlichkeit auch sehr berührend. Schon das Titelbild mit seinem mutigen, kleinen Turmspringer offenbart eine ergreifende Zuversicht. Er wird sicher landen, wo auch immer…
Auch meinen Kindern gefielen die Zeichnungen. Ohne den Text noch gelesen zu haben verstand unser Fünfjährige viele Zusammenhänge und begriff die dargestellten Polaritäten und Gegensatzpaare.

Fazit: Ein Buch zum Verweilen, ein kleiner Schatz voller Weisheiten, ein Buch, das ich sicher noch öfters zur Hand nehmen werde. Für Kinder ab circa fünf Jahren gut geeignet, auch für den Religionsunterricht oder im Kindergarten, um ins Gespräch zu kommen rund ums Thema Wandlung und Veränderung.
Ein Buch zum Verschenken, lieber aber noch zum Behalten.

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