Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anna625:
Eine Suche nach Identität
Ada Roman von Christian Berkel
Ada wird 1945 in Leipzig geboren. Die ersten Jahre ihres Lebens verbringt sie mit ihrer Mutter in Argentinien, da diese Jüdin ist. Von einem Vater fehlt jede Spur, bis die beiden 1954 nach Deutschland zurückkehren und nun in Berlin leben. Dort treten zwei Männer in Adas Leben - Otto und Hannes. Mit beiden scheint ihre Mutter eine gemeinsame Vergangenheit zu teilen, und obwohl es Otto ist, der von nun an offiziell als Adas Vater gilt, bleibt in Ada stets ein leiser Zweifel zurück.
Die Frage nach ihrer wahren Identität dehnt sich auch aus auf ihre Nationalität und ihre Religion: Ist sie Deutsche, weil dort geboren, oder Argentinierin, weil dort aufgewachsen? Jüdin, da ihre Mutter eine ist, oder Christin, weil sie so erzogen wurde? Oder ist sie alles davon, oder, schlimmer - nichts? Ada selbst äußert ihrem Psychologen gegenüber, den sie später als 45-Jährige aufsucht, sie habe eine glückliche Kindheit verlebt. Und dennoch steht hinter allem stets die Suche nach einer Identität, die Frage nach Heimat und Zugehörigkeit.
Mit Ada schenkt Berkel seinem Roman eine sympathische, vielschichtige Protagonistin. Aus der Ich-Perspektive geschrieben ermöglicht er dem Leser einen tiefen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt Adas, die sich schon als kleines Mädchen mit vielen schwierigen Themen auseinandersetzen muss, was nicht zuletzt dem gerade erst überstandenen Krieg geschuldet ist. Die Erwachsenen sind Ada keine große Hilfe, denn kaum jemand ist bereit dazu, die Vergangenheit neu aufleben zulassen, und auch Adas Mutter selbst weicht den Fragen ihrer Tochter aus.
Der Schreibstil gefiel mir gut, trotz der ernsten Thematik musste ich beim Lesen manches Mal schmunzeln. Es gelingt Berkel, die Kulisse der Nachkriegszeit glaubhaft und eindringlich nachzuzeichnen und an vielen Stellen wird die Melancholie, das Bedrückende, geradezu greifbar. Man kann der Geschichte gut folgen, und es macht auch nicht wiklich etwas, wenn man Berkels Debüt "Der Apfelbaum" vorher nicht gelesen hat. Vielleicht hätte das die ein oder andere Frage zur Vergangenheit der Eltern Adas geklärt, aber ich bin auch so zurechtgekommen - ich war in vielen Punkten eben genauso unwissend wie Ada.
Trotz aller positiven Aspekte hat mir irgendetwas gefehlt. Manche Szenen fand ich zu ausführlich, andere kamen mir dagegen zu kurz vor, da hätte ich mir mehr Tiefgang gewünscht. Außerdem war mir das Ende zu abrupt und nach dem Lesen hatte ich den Eindruck, dass da noch irgendetwas hätte kommen müssen.
Ich habe das Buch gerne gelesen, auch wenn ich nicht zu hundert Prozent damit warmgeworden bin!
Rezensionen von Sina2608:
Gemischte Gefühle
Das Perchtenerbe von Birgit Arnold
Während und nach dem Lesen des Buches „Das Perchtenerbe“ bin und war ich ständig hin- und hergerissen, ob ich Das Buch mag, oder eben nicht.
Die Leseprobe hatte mich sehr angesprochen und auch der Stil der Autorin zu schreiben, ließ sich für mich leicht lesen.
Die Geschichte an sich ist mir persönlich jedoch schon fast etwas zu düster und dunkel.
Andererseits empfand ich sie aber auch sehr spannend und ich konnte das Buch nicht gut zur Seite legen und unterbrechen. Immer wollte ich dann doch wissen, wie es weitergehen wird.
Die Thematik, also die Erzählungen von vergangenen Bräuchen und Naturgottheiten im Wandel und das Auftreten der Kirche, fand ich sehr interessant, allerdings war mir das ganze doch insgesamt zu kurz und oftmals nur zu sehr oberflächlich angestriffen – ich hätte mir mehr Tiefgang gewünscht, dass Potential dafür bot die Geschichte.
Alles in allem war es für mich daher nur ein durchschnittliches Leseerlebnis.
Rezensionen von Gaby 2707:
Für uns ein wunderbarer Einstieg
Das Perchtenerbe von Birgit Arnold
„Jabando – Weihnachten 2.0“ ist der 4. Band der christlichen Kinderbuchreihe von Annette Spratte. Zufällig habe ich dieses Buch der Autorin bei einer Leserunde entdeckt und mich riesig gefreut, dass ich es zusammen mit unserem kleinen Nachbarn habe lesen dürfen.
Obwohl ich die ersten drei Bände nicht kenne, hatten wir keine Schwierigkeiten der Geschichte zu folgen.
L. ist so begeistert von Jojo und Tom, dass er die ersten drei Bände sofort auf seine Weihnachtswunschliste gesetzt hat. Ich denke, da kann der Weihnachtsmann bestimmt was arrangieren.
Wie der Titel schon verrät, geht es um Weihnachten. Jojo und Tom haben sich für ihre Eltern ein ganz besonderes Geschenk ausgedacht. Sie wollen sich mit ihnen zusammen in die Weihnachtsgeschichte hinein versetzen lassen, damit Mama und Papa Jesus kennenlernen, dessen Bekanntschaft sie schon bei einer eigenen selbständigen Reise ins Innere des Spieles gemacht haben. Und zwar mit dem Nintendo Spiel Jabando. Lassen sich ihre Eltern auf dieses Spiel ein? Und wenn ja, was werden sie da alles gemeinsam erleben?
Das müsst ihr beim Lesen des Buches unbedingt alleine heraus finden.
Jojo und Tom sind zwei so sympathische Jungs, die wir beim Lesen sofort ins Herz geschlossen haben. Nun, zu Weihnachten, wollen sie ihren Eltern den Glauben an Jesus/Gott näher bringen. Und so steigen wir beim Lesen gemeinsam in die Weihnachtsgeschichte ein. Die Personen, denen wir hier begegnen, stellen sich alle so menschlich vor, dass unsere Kopfkinos sehr viel zu tun hatten. Auch regt die Geschichte dazu an, sich eigene Gedanken zum Gelesenen zu machen. Da uns doch ein Altersunterschied von fast 60 Jahren trennt, hat uns das Diskutieren hierzu besonders großen Spaß gemacht.
Am Schluss der Geschichte findet man noch Jabandos Themenschatz mit Anmerkungen und kleinen Fragen, mit den im Buch angesprochenen Bibelstellen. Wir erfahren, wie Familie Spratte Weihnachten feiert und ein Rezept für Nusstaler bekommen wir auch noch. Das werden wir bald mal ausprobieren. Die uns ganz zum Schluss vorgestellten 3 Vorgängerbände haben wir schon lange entdeckt.
Ein aufregendes, weihnachtliches Abenteuer, zum Lesen oder Vorlesen, das unser kleiner Nachbar und ich sehr genossen haben.
Rezensionen von Laszlo Zoltan:
Wer anderen eine Grube gräbt
Rose Royal von Nicolas Mathieu
Ein Roman, der durch seine beziehungstechnische Aktualität besticht und der durch sein Ende fasziniert. Nicht inhaltlich, sondern viel mehr dadurch, dass man so plötzlich bei der letzten Seite anlangt. Ein großer, kurzer Lesegenuss!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Laszlo ZoltanRezensionen von liesmal:
Ehrgeizig, mutig und hilfsbereit
Selma Lagerlöf - Die Liebe und der Traum vom Fliegen von Maria Regina Kaiser
Das Buch „Selma Lagerlöf – Die Liebe und der Traum vom Fliegen“ als Romanbiografie von Maria Regina Kaiser aus dem Südverlag hat bei mir die Lust geweckt, wieder einmal etwas über die wunderbare Autorin, die als erste Frau den Nobelpreis für Literatur erhalten hatte, zu lesen.
Das Cover mit einem Foto von Selma Lagerlöf wirkt auf mich sehr einladend.
Bereits das Vorspiel unter der Überschrift „Der Paradiesvogel“ hat gezeigt, dass der Griff nach dem Buch ein guter war. Mit ihren kurzen Geschichten ist es Maria Regina Kaiser gelungen, mich begeistert auf die Spuren von Selma Lagerlöf zu schicken, und damit einer ungewöhnlich mutigen Frau, die unbeirrt ihren eigenen Weg gegangen ist und ihren Traum vom Schreiben verwirklicht hat, zu folgen und dabei viel über ihr unkonventionelles Leben zu erfahren.
Das Inhaltsverzeichnis am Anfang des Buches bietet einen guten Überblick über die Geschichten, die in zwei Teilen durch Selmas Leben führen. Im ersten Teil geht es „Hinaus in die Welt“, während sich der zweite Teil mit der „Heimkehr“ befasst. Der außergewöhnliche Schreibstil der Autorin lässt mich mit Bildern wie in einem Film durch die erlebnisreichen Geschichten fliegen.
Ein umfangreiches Nachwort bietet in mehreren Kapiteln zusätzliche Informationen und Wissenswertes über das Leben und Wirken von Selma Lagerlöf, die nicht nur eine begnadete Schriftstellerin war, sondern sich eingesetzt hat zum Beispiel für Frauenrechte und für jüdische Exilanten.
Viele Fotos finden sich im Buch und im Anhang gibt es eine übersichtliche Zeittafel, ein Personen- und ein Ortsverzeichnis. Ein Glossar, eine Übersicht von Selmas Werken und eine Auswahl deutscher Ausgaben, eine Liste weiterführender Literatur und Quellenangaben machen das Buch komplett.
Ein wunderbares Buch zum Wohlfühlen mit dem tollen Nebeneffekt, auf unterhaltsame Weise noch Vieles lernen zu können. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.
Rezensionen von begine:
Skurril
Super reich von Polly Horvath
Die US-amerikanische Kinderbuchautorin Polly Horvath schreibt mit Fantasie und Kindgerecht.
Das Buch Super Reich ist für Kinder ab 10 Jahre. Es geht um sehr Reiche und sehr arme Familien.
Das Cover ist stimmungsvoll im Schnee gezeichnet.
Rupert Brown ist 10 Jahre alt, seine Mutter geht putzen, der Vater hat keine Arbeit.
Da gibt es nicht so viel, für Rupert und seine Geschwister, von denen gibt es eine Menge.
Er freundet sich mit dem reichen Turgid Rivers an. Von dem er zu Weihnachten eingeladen wird. Da beginnt für Ruppert ein ganz anderes Empfinden.
Allerdings ist die Familie ziemlich skurril.
Was er da so erlebt ist nicht normal, aber dadurch wird der Roman märchenhaft.
Und wie in jedem Märchen gibt es auch einen Haken, der die Geschichte ändert.
Das Buch endet für Erwachsene zu lieblich, für ein Kinderbuch aber richtig.
Rezensionen von skiaddict7:
Spannende Familiengeschichte
Die zitternde Welt von Tanja Paar
Nachdem Wilhelm heimlich nach Anatolien gereist ist, um als Ingenieur für die Bagdadbahn zu arbeiten, reist Maria ihm kurzerhand nach. Es ist 1896, sie ist hochschwanger – viele Optionen hat sie in Wien als unverheiratete Frau damals nicht. In Anatolien leben die beiden glücklich in wilder Ehe. Ein großes Haus, genug Geld, Bedienstete – mehr, als in Wien je möglich gewesen wäre.
Ihre drei Kinder wachsen als Bürger des Osmanischen Reich auf, sprechen Türkisch und Deutsch und lernen Französisch. Doch mit dem ersten Weltkrieg ändert sich plötzlich alles: die Familie muss zurück nach Österreich. Doch das ist gar nicht so einfach, da die zwei Buben als Bürger des osmanischen Reichs wehrpflichtig sind… Und so beginnt eine abenteuerliche Flucht und eine Suche nach einer Heimat, die die drei Kinder nie als solche kannten.
Ich habe dieses Buch wahnsinnig gern gelesen. Vor allem die erste Hälfte des Buches hat es mir angetan. Der Schreibstil von Tanja Paar gefällt mir. Sie schreibt mitreißend und mit österreichischem Flair. Immer wieder gibt es Zeitsprünge, so dass man manchmal für die Geschichte wichtige Ereignisse erst etwas später mitkriegt. Wenn man über das Buch liest, liest man immer wieder über Maria als „die starke Frau“. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, was hiermit gemeint ist. Maria ist für mich nicht stärker als viele andere Frauen ihrer Generation. Das einzig starke war wohl, allein und schwanger nach Anatolien zu reisen, als ihr nichts anderes übrigblieb. Es handelt sich also keineswegs um ein feministisches Buch. Insgesamt gefiel mir der zweite Teil der Geschichte nicht ganz so gut. Nur so viel: ein happy end gibt es in diesem Buch nicht. Dennoch sehr lesenswert und eine sehr begabte Autorin!
Rezensionen von barbara.liest:
Was ist schlecht am JETZT?
Marigolds Töchter von Woolf Julia
Gar nichts ist schlecht am JETZT, deshalb sollte man es auch in vollen Zügen nützen.
Julia Woolf ist mit "Marigolds Töchter" ein Roman gelungen, der das Thema Demenz anschaulich, ehrlich, brutal und liebevoll anspricht und beschreibt.
Marigold war die Sonne ihres Heimatorts. Als Ladenbesitzerin war sie nicht nur um das Wohlergehen ihrer beiden Töchter Daisy und Suze, ihres Mannes Dennis und ihrer ständig nörgelnden Mutter besorgt, sondern sie versuchte auch im Ort allen gerecht zu werden.
Als das Vergessen dann einsetzte fingen die anderen an sich um sie zu kümmern.
Parallel zum geistigen Verfall von Marigold werden noch die Liebesgeschichten von ihr und ihrem Mann Dennis und ihren beiden Töchtern erzählt.
Daisy kehrt nach 6 jähriger Beziehung aus Mailand zurück und findet bei den Eltern Unterschlupf, Suze die Lebenskünstlerin zieht endlich zu ihrem Verlobten und dann Ehemann Barry und kann durch die Erkrankung der Mutter selbstständig werden.
Eine ganz klare Leseempfehlung gibt es von mir!
Rezensionen von Gaby 2707:
Vielseitiges München
München. Unterwegs mit deinen Lieblingsmenschen von Anne Dreesbach
In ihrem Buch „Unterwegs mit Deinen Lieblingsmenschen“ hat Anne Dreesbach über 100 total unterschiedliche Aktivitäten in München in diesem Buch zusammengestellt.
Ob ihr ästhetisch an der Pool-Stange tanzen wollt, ob ihr Tango oder Kizomba lernen wollt, ob ihr gemeinsam Bäume erkunden wollt, ob ihr euch im Umadum Riesenrad die Stadt von oben anschauen oder ob ihr auf dem Viktualienmarkt eine Probiertour starten wollt.
Die habe ich z.B. schon mitgemacht und habe die Schmankerl probieren dürfen, die der Viktualienmarkt zu bieten hat – superlecker.
In diesem 240 Seiten starken Buch ist wirklich für Jeden etwas dabei. Ich habe für mich einige Aktivitäten gefunden, die ich mit meiner Freundin sogar in dieser gerade etwas schwierigen Corona-Zeit machen kann. Und da freue ich mich drauf.
Ein tolles Buch, mit so vielen interessanten Aktivitäten, das euer Herz höher schlagen lassen wird.
Rezensionen von div:
langatmiges Sci-Fi Abenteuer
INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne von Christopher Paolini
Meine Erwartungen konnten nicht ganz erfüllt werden, die Inhaltsangabe hat hier einfach auch etwas anderes versprochen.
Das Buch ist mit über 900 seiten ein richtiger Hämmer, und in meinen Augen einfach zu lang, insbesondere wenn der Spannungsbogen nicht aufrecht gehalten werden kann. Stellenweise war das Buch etwas langatmig.
Der Schreibstil ist auch gewaltig - für Kenner dieser Thematik, sicher toll zu lesen. Aber für Leute, die jetzt nicht aus dieser Materie kommen, sehr schwer zu lesen, insbesondere wenn das ganze über 900 Seiten geht. Man merkt, dass sich der Autor lange und intensiv mit der Materie beschäftigt hat. Aber Beim Lesen wird es schnell anstrengend.
Aufgelockert wurde das Buch mit Zitaten, die sehr unterhaltsam sind.
Für Sci-Fi Fans und Liebhaber könnte ich mir vorstellen, dass dieses Buch ein Wahnsinns Leseabenteuer sein müsste.
Für mich war es zu viel des Guten - daher nur 3 Stener, auch wenn ich die eigentliche Idee der Geschichte gut finde.










