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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von yesterday:

Tödliches Spiel

Baskische Tragödie von Alexander Oetker

Was vom Titel ein wenig nach Theaterstück klingt, kann auch so verstanden werden. Wer spielt hier mit wem? Wer spielt was? Doch von Anfang an.

Es scheint ein warmer Sommer zu werden in der Aquitaine und Luc Verlain, Commissaire in Bordeaux, möchte nichts weiter als ruhige Tage mit seiner Partnerin verbringen und Zukunftspläne schmieden.

Doch es kommt natürlich anders.

Drogenfunde an den Stränden fordern die Aufmerksamkeit der Ermittler aber noch bevor Luc sich an die Fersen der Hehler heften kann, erreicht ihn eine wichtige Nachricht die sein Leben auf den Kopf stellt. Der so besonnene Kommissar reagiert sofort auf den Inhalt und gerät in ein spannendes Versteckspiel.

Die Spur führt ins Baskenland und Luc wird von einem Fall aus seiner Pariser Vergangenheit heimgesucht, den er offiziell nie lösen konnte. Er lässt sich auf ein Spiel mit Kriminellen ein, das ihn sein Leben kosten könnte. Doch er hat vorgesorgt…

Alexander Oetker lässt seinen Helden hier wieder einiger solcher Taten vollbringen, schiebt ihn immer wieder nahe an den Abgrund und schafft es nebenbei noch, baskische Kultur und Kulinarik einzuflechten. Der Krimi steht aber klar im Mittelpunkt.

“Baskische Tragödie” ist Luc Verlains vierter Fall. “Retour”, “Château Mort” und “Winteraustern” sind seine Vorgänger.

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Rezensionen von Petra Sch.:

wenn Hund und Katz' in der Adventszeit Geburtstag feiern wollen

CD Schnauze, jetzt rieselt's Geschenke von Angermayer Karen Christine

"Schnauze, jetzt rieselt's Geschenke" ist der 6. Teil der "Schnauze"-Reihe. Für uns war es der erste Band, aber das macht gar nichts, denn die Geschichten sind jeweils in sich geschlossen.
In dieser Geschichte hat das Kind von Hund Brunos Familie in der Vorweihnachtszeit Geburtstag, und zu Weihnachten wird ja auch Christi Geburt gefeiert - und deshalb beschließt Katzendame Soja, dass sie und Bruno auch Geburtstag feiern sollen.

Doch: wie feiert man Geburtstag? Was soll es zu essen geben? Was schenkt man? Wen lädt man ein? Und darf man etwas Blödes zurückschenken, wenn einem das eigene Geschenk nicht gefällt?

Die unternehmungslustige Soja ist mit großem Enthusiasmus bei der Sache, plant und tut, doch der behäbige Hund Bruno ist nicht ganz sooo begeistert. Er schläft lieber drinnen im Warmen. Und Gemüse zum Essen? Nein danke, da hat er lieber Würste.
Doch Soja schaut auf seine Gesundheit und denkt sich auch ein ganz spezielles Geschenk für Bruno aus. Was dieser jedoch total bescheuert findet.
Und deshalb für Soja ein ebenso bescheuertes Geschenk hat. Doch er rechnet nicht mit Soja, die sein Geschenk einfach großartig findet!

Die Geschichte kann als Adventkalender gehört werden, denn es gibt 24 Kapitel, passend von 1. bis 24. Dezember.
Die Kapitel werden abwechselnd aus Sicht von Soja und Bruno erzählt, wobei man jeweils herrliche Einblicke in die beiden charmanten Charaktere bekommt.
Es ist sehr humorvoll, kindgerecht und spannend erzählt und vor allem die Charakterdifferenzen der beiden Tiere und die damit einhergehenden Missverständnisse und Chaos machen den Charme dieser Geschichte aus.
Der Part der Katzendame Soja wird von Andrea Sawatzki gesprochen, die wir bereits aus etlichen Hörbüchern bzw. Filmen kennen und mögen. Hund Bruno wird von Christian Berkel gesprochen, der dem Hund seine mürrische Stimme verleiht.
Leider geht es hauptsächlich um die Planung der Geburtstagsfeier und um das Finden des richtigen Geschenks, weshalb wir ein bisschen das Weihnachtsfeeling vermisst haben. Doch der Geist der Weihnacht kommt am Schluss sehr gut heraus!

Toll sind die kleinen Adventkalendertürchen in der CD-Hülle aus Papp vorne und hinten, hinter denen man kleine Weihnachtsbildchen findet.

Übrigens fand meine Tochter den Namen Klaus-Dieter sooo toll, dass sie dem leuchtenden Wichtel, den sie zum Nikolo bekommen hat, genau diesen Namen gegeben hat.
Wer wissen will, wer Klaus-Dieter ist, möge bitte die CD hören oder das Buch lesen ;)


Fazit:
Humorvolle Katze-Hund-Geschichte in der Weihnachtszeit, der leider ein bisschen das Weihnachtsfeeling fehlt, aber ansonsten sehr unterhaltsam ist!

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Rezensionen von Lesehörnchen99:

Was für eine großartige Geschichte

Das Wunder von R. von Francesca Cavallo

Die Geschwister Manuel, Camila und Shonda fliehen mit ihren Müttern aus ihrer alten Heimat in die Stadt R.
Dort ist es seltsam, die Erwachsenen reden nicht mit Fremden, die Kinder funken auf einem geheimen Kanal. Daher wünschen sie die Kinder zum nahen Weihnachtsfest ein Funkgerät.
Die drei wundern sich sehr als am Weihnachtsmorgen plötzlich zehn Elfen dastehen und sie bitten, bei den Geschenken zu helfen .

..

Eine ganz wunderbare und großartige Geschichte. Unglaublich warmherzig erzählt von einer besonderen Autorin. Francesca Cavallo hat schon die Rebell Girls geschrieben und auch mit ihrem Weihnachtsbuch hat sie mitten ins Ziel getroffen.
Die Geschichte ist ganz toll erzählt und ganz besonders illustriert. Die Bilder sind aussagekräftig und laden zum Reden ein. Ein sehr gelungenes Buch für eine sehr gelungene Weihnacht.

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Rezensionen von C. P.:

Wegbereitend für die 3. Serienstaffel

Das Erbe der Macht - Band 25: Schattenglas von Andreas Suchanek

Und es ward Chaos! Nach dem Großangriff auf Merlin herrscht nun ein drunter und drüber bei den Magiern. Der Drache ist endgültig erwacht, das Castillo beendet seinen letzten Sprung irgendwo im Nirgendwo und ein Großteil der Magier steht nun ohne Essenzstab da. Und während sich viele ihre körperlichen und seelischen Wunden lecken, hat Merlin Besuch vom Anbeginn zu sich nach Antarktica eingeladen.

Tatsächlich ist der Schmerz, die Hoffnungslosigkeit unter den Magiern zu Beginn deutlich spübar. Vielen fehlt eine Perspektive, mancheiner funktioniert nur noch. Die Verluste sind groß.
In diesem Band machen die Magier jedoch einige Entdeckungen, deren Erkenntnisse sie wieder Hoffnung schöpfen lässt. Neue Aufgaben und Ziele entstehen, welche u. a. das Thema der dritten Staffel zu sein scheinen. Und auch die neuen Aufgabengebiete von Max und Alex, welche sich in diesem Band herauskristallisieren, klingen durchaus vielversprechend.
Schattenglas ist eine düstere, jedoch auch wegbereitende Folge, welche eine hoffentlich wieder geniale Staffel der Serie einläutet.

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Rezensionen von C. P.:

Die Erlelfen erwachen

Reckless 4. Auf silberner Fährte von Cornelia Funke

Erneut entführt uns Cornelia Funke in ihre Welt hinter den Spiegeln, in welcher so manche Märchen und Träume Wirklichkeit sind. Der vierte Band spielt einige Zeit nach Band drei (Das goldene Garn) und bezieht sich entsprechend auf die bisherigen Geschehnisse. Da es kein "Was bisher geschah" vorweg gibt empfehle ich, die bisherigen Bände zu kennen.

Diesmal reist man zunächst nach Fernost auf die Insel Nihon, welche unserem Japan entspricht. Eine Andeutung in Band drei sowie das Cover mit dem neunschwänzigen Fuchs, einem Kitsune, ließen mich das bereits vorweg erahnen. Auf Nihon, auch Inseln der Füchse genannt, geraten Fuchs und Schatzjäger Jacob Reckless auf ihrer Suche nach einem Zauberspiegel erneut ins Visier der Erlelfen, welche nach und nach aus ihrer 800-jährigen Gefangenschaft durch die von Will besiegten Feen erwachen. Auch Will hat Interesse an diesem Spiegel, wenn auch aus anderen Gründen als sein älterer Bruder. Und Bastard-Goyl Nerron hat wiederum seine ganz eigenen Pläne. Nicht zu vergessen Erlelf Spieler...
Tatsächlich kommen diesmal nicht nur viele bisherige Charaktere wieder vor, sondern auch einige neue, von denen so manch einer recht vielverspechend anmutet. Neben Celeste, genannt Fuchs, deren Erstgeborenes dem intriganten Erlelf Spieler versprochen ist, faszinierten mich diesmal vor allem zwei bisherig bekannte Charaktere: Spieler, der uns ein wenig in seine faszinierend verschachtelten Pläne schauen lässt, und Nerron, dessen Charakter man diesmal ein wenig näher kennenlernen darf. Auch bei den neuen Charakteren sind ein paar mit erstaunlichen Fähigkeiten und Eigenschaften dabei, welche ich recht gelungen fand. Weniger überzeugen konnten mich diemal hingegen die Brüder Reckless, die für meinen Geschmack zu blass blieben.
Inhaltlich geht es eher gemächlich los, bevor Spannung und Überraschung einander die Hände reichen. Man wird zunächst auf einige Details aufmerksam gemacht und lernt einiges auf den Inseln der Füchse kennen, wobei die beigefügte Karte der Spiegelwelt diesmal kaum ausgereizt wurde. Schade. Etwas nervig waren auch die widerholt eingefügten Gedanken über Liebe, Schwangerschaft und Muttergefühle, das bremste das märchenhafte Abenteuer jedesmal unnötig aus und brachte die Handlung nur marginal voran. Ebenso waren mir einige Fluchtszenen zu sehr in die Länge gezogen, da ließ die Spannung bei mir auch entsprechend nach. Dafür empfand ich den vierten Band als nicht so verwirrend wie Band drei, in welchem doch recht viele Handlungsstränge abwechselten. Hier bleibt es überschaubar.
Für mich ist der vierte Band ein mäßig spannender Teil der Reckless-Reihe, der diesmal den Bösewichten ein wenig mehr Bühne überlässt sowie einige faszinierende Charaktere hinzufügt, bevor es hoffentlich deutlich spannender im fünften Band weitergeht.

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Rezensionen von brauneye29:

Sehr lustig

Ich glaube, ich hatte es schon von Michael Mittermeier

Zum Inhalt:
Eigentlich braucht man zum Inhalt nicht sonderlich viel schreiben. Michael Mittermeier schildert einfach kleine und teilweise wirklich total komische Geschichten aus der Pandemie.
Meine Meinung:
Das Buch habe ich mal so richtig genossen, weil es einfach total gut ist. Es bringt zum Lachen und genau das braucht es in dieser Zeit.

Einfach mal genießen und ablachen und das schafft dieses Buch. Mal nicht über die Pandemie grübeln, sondern über die lustigen Erlebnisse mit der Pandemie lachen. Auch der Schreibstil ist gut. Das Buch ist kurzweilig und macht Spaß!
Fazit:
Sehr lustig

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Rezensionen von C. P.:

Einsteiger-Sachbuch zur gesunden Ernährungsumstellung ohne Verbote

Ich glaube, ich hatte es schon von Michael Mittermeier

Zum Jahreswechsel, der Zeit der guten Vorsätze, bietet sich dieses Sachbuch über gesundes und effektives Abnehmen ohne überzogene Anforderungen oder Versprechungen an. Natürlich auch zu jeder anderen Jahreszeit. Statt strikter Vorgaben und Verbote oder dem Zählen von Kalorien bzw. Punkten setzt dieser Ratgeber auf eine langfristige Ernährungsumstellung, an welche man sich langsam herantasten kann.

Dauert zwar für sichtbare Erfolge vielleicht zunächst etwas länger, erspart aber unnötigen Frust oder Jojo-Effekte. Im Prinzip eine gute Idee.
Aufgebaut ist das Buch in die drei Bereiche "Wann", "Was" und "Wie":
Wann - Hier geht es darum, wann man essen sollte. Es werden verschiedene Varianten von Essenspausen vorgestellt, bei denen man sich entscheiden kann,welche einem vielleicht am besten zusagt. Es wird erklärt, warum es auch mal gut ist, dem Magen eine Pause zu gönnen sowie Tipps und Tricks, um sich an Essenspausen zu gewöhnen.
Was - Hier geht es zum Einen um den Vergleich von Lebensmitteln, unter denen sich gerne einige Dickmacher tummeln. Zugleich werden verschiedene Nährstoffe und deren Bedeutung auf verständliche Art erläutert sowie Beispiele genannt, wo diese zu finden sind. Es gibt Tipps, wie man Dickmacher gegen weniger Kalorienlastiges austauscht oder Möglichkeiten, wie man sein Lieblingsessen gesund aufpeppt, ohne darauf verzichten zu müssen, aber dennoch dabei satt wird. Auch verschiedene Zubereitungsarten oder der Punkt Verdauung werden kurz angerissen.
Wie - Hier geht es darum, wie man auf lange Sicht mit sich und seiner Ernährung zufrieden sein kann. Neben mehr Bewegung und der Tücke "Essen als Trostspender" werden noch weitere Punkte thematisiert wie Stress und die innere Uhr.
Alles in allem ist das Buch gut für Menschen, die etwas an ihrer Ernährung ändern, sich aber nichts verbieten oder genau vorschreiben lassen wollen. Vielmehr ist das Buch ein erster Begleiter zur Ernährungsumstellung mit einigem an Tipps und Wissen - den Willen dazu muss der Leser jedoch selbst mitbringen. Anhand des Ratgebers kann jeder für sich entscheiden, in welchem Tempo und nach welchem Maß sich die eigene Ernährung ändern soll. Dabei werden Unverträglichkeiten sowie Ernährungseinstellungen (vegetarisch, vegan) nicht ausgeschlossen, ebenso kann die eigene Ernährung mit der weiterer Familienmitglieder kombiniert werden. Etwas befremdlich fand ich allerdings das Klischee, dass Männer auf herausfordernde Sportarten und Muskeltraining stünden, während Frauen "sanftere Bewegungsformen wie Yoga, Qigong, Pilates oder Wassergymnastik" bevorzugen. An der Stelle sollte die Autorin wohl besser mal ihr Klischeebild von Mann und Frau überdenken.
Rezepte sind in diesem Ratgeber nur sehr wenige vorhanden, dafür gibt es m. E. genügend Auswahl für jeden Geschmack auf dem Buchmarkt.
Mein Fazit: Für Einsteiger, die nachhaltig an ihrer Ernährung schrauben wollen, ist dieses Sachbuch verständlich aufgebaut und bietet schnell umsetzbare Tipps und Anregungen, ohne sich viel Wissen aneignen zu müssen. Wer erwartet, die Pfunde würden hierbei "wie nebenbei" purzeln, ohne viel dafür tun zu müssen, liegt mit seinen Erwartungen natürlich daneben, eigenes Zutun ist auch hier gefragt. Vielmehr bietet es die Möglichkeit, seine Ernährung neben dem gewohnten Alltag allmählich umzustellen und vielleicht auch seinen Energieumsatz zu erhöhen, was sich auf die eigene Figur auswirkt.

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Rezensionen von BarbaraM:

Eine unerwartete Mischung aus Sach- und Erzählbuch

Das Faultier und die Motte von Dziubak Emilia

„Das Faultier und die Motte: Die ungewöhnlichsten Tierfreundschaften“ von Emilia Dziubak ist im September 2020 im Verlag arsEdition erschienen und umfasst 32 Seiten. Das Lesealter wird mit 3-5 Jahren angegeben.

Kater Homer sucht einen echten Freund und fragt sich, was denn eine gute Freundschaft ausmacht.

Er überlegt genau und schließlich begibt er sich auf eine Reise in die weite Welt, um endlich einen für ihn geeigneten Freund zu finden. Dabei lernt er einige Tiere kennen, die miteinander ganz unterschiedliche und auch ungewöhnliche Beziehungen eingehen.

Auf jeweils einer Doppelseite erklärt Emilia Dziubak eine besondere Art der Freundschaft aus dem Tierreich. Dies geschieht mit einem sehr einfachen, kurzgehaltenen Sachtext und wirklich wunderschönen, detailverliebten Zeichnungen.

Emilia Dziubak hat hier eine sehr besondere Mischung aus Sach- und Erzählgeschichte entworfen, die wir so aufgrund des Titels und des Covers erst einmal nicht erwartet hatten und uns deshalb wohl zunächst auch etwas schwer damit getan haben. Letztendlich sind wir aber zu dem Schluss gekommen, dass es sich hier um einen ganz besonderen Schatz handelt, der nur leider mit dem Verhältnis von Bild und Text im Sachteil und auch dem Anspruch an die Rahmenhandlung nicht übereinstimmt.
Das angegebene Lesealter können wir auch nicht auf sich beruhen lassen, wir würden es auf „ab 6 Jahre“ setzen.

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Rezensionen von liesmal:

Traumberufe

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder von Antonia Blum

Berlin im Jahre 1911. Endlich ist es soweit. Für die 19-jährige Marlene und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Emma erfüllt sich ein langgehegter Traum: Sie dürfen als Lernschwestern in der Kinderklinik Weißensee anfangen. Dabei war der Weg bis dahin alles andere als rosig. Zwar war ihre Kindheit wunderschön mit einer Mutter, die sie liebevoll umsorgt hatte, doch an Marlenes sechstem Geburtstag war mit dem plötzlichen Tod der Mutter die glückliche Zeit jäh zu Ende.

Die Mädchen kamen in ein Kinderheim, wo sie so lange lebten, bis sie endlich ihre Ausbildung im ersten Kinderkrankenhaus Berlins beginnen durften.
Aufopferungsvoll kümmerten sich beide um die kleinen Patienten. Emma merkte schon bald, dass sich mit dieser Aufgabe ihr Lebenstraum erfüllen würde, und sie ging in ihrer Arbeit auf. Auch Marlene liebte es, für die Kinder da zu sein. Doch sie wollte nicht nur für die Pflege zuständig sein, sondern auch wissen, welche medizinischen Maßnahmen zur Heilung notwendig sind. Darum wurde der Wunsch nach einem Medizinstudium in ihr immer mächtiger.
Mit „Kinderklinik Weißensee“ gibt Antonia Blum ihr Debüt als Autorin. Dabei bildet das Buch mit dem Untertitel „Zeit der Wunder“ den Auftakt zu einer Buchreihe, die im Ullstein Verlag erscheint.
Mir gefällt der Schreibstil, der klar und einfach zu lesen ist und mich nur so durch die Seiten hat fliegen lassen. Sehr anschauliche, abwechslungsreiche Geschichten lassen Bilder entstehen, die mich mitnehmen an die Orte des Geschehens in eine Zeit, in der die Herkunft eines Menschen noch von besonderer Bedeutung war. Marlene und Emma als ehemalige Heimkinder galten als minderwertig, während es den Töchtern „aus gutem Hause“ mit gutbetuchten Eltern alles etwas einfacher gemacht wurde. Antonia Blum ist es unglaublich gut gelungen, diese Unterschiede deutlich zu machen. Mit ihrer Schreibweise hat sie mich und meinen Sinn für Gerechtigkeit derart gepackt, dass in meiner Gefühlswelt richtig gut was los war. Manchmal fühlte es sich an wie eine Achterbahnfahrt.
Die Geschichten um die kranken Kinder sind berührend, die der Eltern und ihrer Handlungsweise manchmal unglaublich und erschreckend. In Liebesdingen gibt es so manche herzerwärmende Szene, aber auch Enttäuschungen.
Mir hat das Buch, das leicht erzählt wird, aber auch Tiefgang hat, unterhaltsame Lesestunden geschenkt. Ich empfehle es sehr gern weiter und freue mich auf den Folgeband.

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Rezensionen von C. P.:

Das Leben deiner Lieben

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder von Antonia Blum

Tom Babylon ermittelt wieder. Ein Rockstar ist nach seinem Berliner Auftritt ermordet aufgefunden worden, ausgerechnet im Gästehaus der Polizei. Als Toms Familie ins Visier gerät, wird er vom Fall abgezogen und ermittelt auf eigene Faust weiter.
Wer die ersten beiden Bände des Ermittlers kennt weiß, dass Tom Babylon ein wenig speziell ist.

Bis heute ist er davon überzeugt, dass seine vor rund 20 Jahren verschwundene kleine Schwester noch lebt, was sich bei ihm bisweilen etwas manisch äussert. Dass er sie manchmal als 10-jährige neben sich sieht und sich mit ihr unterhält mag auf jemanden, der die Reihe noch nicht kennt, befremdlich wirken. Tatsächlich gibt es von Band zu Band immer wieder Andeutungen, dass er mit seiner Vermutung richtig liegen könnte. Auch diesmal ist die Feder als wiederkehrendes Symbol wieder mit dabei, zudem Rückblicke in Toms und Violas Vergangenheit, allerdings in eine Zeit, in der Toms Mutter noch lebte. Während Tom also in der Gegenwart versucht herauszufinden, ob und warum jemand seiner Familie etwas in die Schuhe schieben will, lernt man Toms Mutter kennen, die kurz vor Ende des Mauerfalls in der DDR bei einem Unfall ums Leben kam. Inwieferm das Ganze mit dem jetzigen Mordfall zu tun hat bleibt zunächst unklar. Faszinierend fand ich, wie sich nach und nach ein immer komplexer werdendes Bild entwickelte, welches sich in Kombination mit den bisherigen Bänden zu einem großen Ganzen formte. Das machte die manchmal etwas langweilig wirkenden Szenen von vor 30 Jahren zum Glück wieder wett.
Sehr gefallen hat mir, wie die Kollegen miteinander agierten, ebenso, wie Tom mit seinen wenigen Vertrauten versuchte, die eigene Weste wieder reinzuwaschen. Was das betrifft, hat die Psychologin Sita Johanns diesmal einen sehr guten Part abbekommen. Die Anzahl der Charaktere bleibt relativ überschaubar und ein jeder hat vom Autor ein interessantes, wenn auch manchmal etwas eigenwilliges Profil erhalten. Der Fall selbst bleibt bis zum Schluss spannend, nur der Umstand selbst, dass ein internationaler Rockstar als Mordopfer herhalten muss, verleiht dem Plot leider einen Hauch des Unwirklichen. Ist Geschmackssache. Ansonsten absolut lesenswert!

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