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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Ele:

Beginn der modernen Kinderheilkunde

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder von Antonia Blum


Kinderklinik Weißensee – Zeit der Wunder, Historischer Roman von Antonia Blum, Ebook 371 Seiten, erschienen im Ullstein-Verlag.
Das erste Kinderkrankenhaus Berlins und zwei junge Frauen, die sich aufopferungsvoll um ihre kleinen Patienten kümmern.
Nach dem Tod ihrer Mutter kommen die beiden Lindow-Schwestern in ein Waisenhaus.

1911 dürfen sie jedoch an der neueröffneten Kinderklinik Weißensee als Lernschwestern anfangen. Marlene der Forscheren der beiden fällt es leichter als ihrer jüngeren Schwester Emma, die sich aber immer mehr behauptet. Schon bald beginnt Marlene von einem Studium als Kinderärztin zu träumen. Beide verlieben sich und werden enttäuscht. Immer weiter entfernen sich die Schwestern voneinander.
Der Roman ist im auktorialen Stil verfasst, zu jeder Zeit ist der Überblick über die Geschichte gewährleistet. Alle 46 Kapitel sind mit Ort und Datum überschrieben der Lesende findet sich somit gut in der Erzählung zurecht. Tagebucheinträge und Briefe sind kursiv deutlich gemacht.
Die Charaktere sind gut gezeichnet und zum größten Teil sympathisch. Meine Lieblingsfiguren die beiden Protagonistinnen, die Schwestern Lindow, Emma und Marlene. Beide Figuren haben Charaktertiefe ihre Entwicklung von Waisenmädchen zu examinierten Kinderkrankenschwestern ist hervorragend ausgeführt. Den Hausmeister Willi Pinke, der so schön berlinert und seinen blauen Wellensittich Jacki fand ich äußerst amüsant. Ein bildhafter Erzählstil trägt dazu bei, dass sich der Leser die Personen und auch das Setting gut vorstellen kann.
An zwei Nachmittagen habe ich das Buch gelesen. Schon der hochemotionale Beginn hat mich sofort in Lesefluss gebracht. Dramatik und Spannung ist vorhanden, jedoch hätte ich mir etwas mehr über die Methoden der Kinderheilkunde zu Beginn des 20. Jahrhunderts erwartet. Mehr Beschreibungen von Behandlungen und Diagnosen hatte ich mir erhofft. Stattdessen ist die Autorin eher auf die Erlebnisse der beiden Schwestern im privaten Bereich eingegangen. Dadurch hat sich das Buch fast von selbst gelesen, ohne sich den Kopf über medizinische Verwicklungen machen zu müssen. Einzig die Krankengeschichte des kleinen Fritz war sehr dramatisch, Ereignisse dieser Art hätte ich mir viel mehr gewünscht. Man merkt dem Roman an, dass die Autorin gute Recherchearbeit geleistet hat. Viele der Charaktere sind historisch belegt, z.B. der von Marlene so verehrte Kinderarzt Adalbert Czerny. Direktor Ritter oder Oberarzt Buttermilch. Nebenbei habe ich mich zusätzlich über die Kinderklinik Weißensee informiert, deren Ruine noch immer steht. Zur Zeit der Gründung war dieses Krankenhaus eine der fortschrittlichsten medizinischen Einrichtungen im Land. Ich habe durch die Lektüre einiges gelernt, mich gut unterhalten, gerne möchte ich die beiden Schwestern auf ihrem weiteren Lebensweg begleiten. Ein Cliffhanger am Ende hat seinen Zweck erfüllt deshalb will ich den 2. Band auf alle Fälle lesen. Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Rezensionen von OWI:

Ich weiß nicht so recht...

Alchimie einer Mordnacht von Benjamin Black

Ich konnte mich bei diesem Buch nicht so recht entscheiden: drei oder vier Sterne? Drei sind es dann geworden. Der Autor beginnt zwar stark, kann es aber dann meiner Ansicht nach nicht wirklich gut zu Ende bringen. Der historische Teil ist weitgehend gelungen, der Krimi weniger. Hier scheint es mir persönlich so: Ein kompliziertes und durchaus spannendes Fall-Konstrukt wird aufgebaut, die Auflösung ist dann aber wenig schlüssig.

Und manche Frage bleibt offen. Z.B. die (dies kann man ruhig "spoilern"), warum ein Nachtwächter gleich am Angang des Romans aufgehängt wurde.
Ich warte normalerweise, bei den meisten Hardcover-Büchern, bis die Taschenbuch-Ausgabe erscheint. Hier erschien mir die Wartezeit zu lang, und ich habe doch das Hardcover gekauft. Hat es sich - ex post - gelohnt? Nicht wirklich!
Meinerseits also nur bedingte Kaufempfehlung.

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Rezensionen von Herr Karin:

Leute lests an Orghandl, der is org.

In den Wald von Franz Orghandl

Kleines Mädchen, nennen wir sie Nina, marschiert ganz märchentypisch durch den Wandschrank in den tiefen, grünen Wald. Dort gibts keine Elfen und Kobolde, aber einen Typen mit blauen Haaren namens Konstantin Mayer. Der ist eh schon so groß wie Nina, checkt aber nicht, dass es sowas wie Eltern gibt.

Na das gibt Zoff. Nina ist eh schon geladen, dass ihre Eltern nicht checken, dass es den Wald und den Mayer Konstl gibt. Vor allem, wos deren Wandschrank ist, durch den man in den Wald gelangt. Nina bekommt ihre Alten aber dort nicht durch. Egal, wie brutal sie dabei vorgeht. So weit, so gut, weil so hat Nina wenigstens ihre Ruhe im Wald, den es ja angeblich eh nicht gibt. Nur entsteht da was Gruseliges in der Ferne, wenn man mit Mayer Konstl auf die Felsen klettert, um ins Tal dahinter zu schauen. Die Erde reißt auf, kocht und zischt und pumpt lila Rauchsäulen in den Himmel. Oida, was los? Jo, das wüsst ma alle gern, besonders Nina und der Mayer Konstl. Was draus wird, schreib ich jetzt nicht hin, lestsas selber und a Hetz dabei wünsch ich.

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Rezensionen von Violalila:

Gelacht und Geweint

Der Katze ist es ganz egal von Franz Orghandl

Diese Geschichte der hübschen, ruhigen, kleinen Jennifer, die als angeblicher Leonhard zur Welt kam, hat einfach alles von Ironie bis Herz. Sie bietet ganz verschiedene Blickwinkel, aber auch deren Schnittmenge. Die Geschichte wird vom Verlag als "unproblematisch" bezeichnet, aber ich würde eher sagen, sie erlaubt sich wie Einstein zu sagen: Alles ist relativ.

Das Leben und seine Details sind schön, traurig, faszinierend, provokant, WURSCHT, je nach Situation, Position und vor allem auch Geschmack. Mal die Zähne vom Schulwart anprobieren? Lecker! Eine Dame mit Penis und Augenaufschlag des Orients? Wunderbar! Die klebrige Hand des dicken Gabriels in seiner spüren? Beruhigt besser als jedes Centershock. Sie verstehen nicht, von was ich spreche? Einfach lesen, am besten beim Frucade aus der Flasche trinken! Und seien Sie hier nicht enttäuscht, nicht jeder kann so gut rülpsen wie die Stella mit den Glitzerschuhen, nicht mal der Onkel Schurli.

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Rezensionen von Warren:

Prädikat: Sehr Lesenswert!

In den Wald von Franz Orghandl

Von außen wirkt das Buch dunkel und geheimnisvoll. Drinnen geht es dann magisch aber mit viel Wiener Street Credibility weiter. Der Stil ist schwer zu beschreiben. Es finden sich zutiefst klassische Elemente, aber auch unkonventionelle zusammen. Ich fand es ein ganz besonderes Leseerlebnis. Der Autor zeigt viel Einfühlungsvermögen und Fantasie, während die Sprache sich kein Blatt vor den Mund nimmt.

Irgendwie Lindgren mit Popart. Man lernt viel über die mystische Naturgewalt Wald, aber auch, dass man als Mann nicht ständig überall aufs Klo gehen soll!

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Rezensionen von Mü:

fesselnde Familiensaga

Gut Greifenau - Silberstreif von Hanna Caspian

Nach Band 5 freue ich mich auf den 6. Band, der im August erscheinen soll.

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Rezensionen von Tara:

Wenn Eltern schwierig werden

Wie man seine Eltern erzieht (Eltern 1) von Pete Johnson

„Wie man seine Eltern erzieht“ ist der erste Band von dem britischen Filmkritiker, Lehrer und Autor Pete Johnson mit dem zwölfjährigen Protagonisten Luis.

Nachdem Luis mit seiner Familie in die Nähe von London gezogen ist und eine neue Schule besucht, scheint der Spaß aus seinem Leben verschwunden zu sein.

In der Schule herrscht ein enormer Leistungsdruck und auch die Veränderung seiner Eltern, die wesentlich mehr als zuvor erwarten, ist einfach anstrengend.

Das Buch ist in Tagebuchform aus Sicht von Luis geschrieben und man begleitet ihn ab dem ersten Tag an seiner neuen Schule über ein halbes Jahr von Anfang Januar bis Anfang Juli. Fast jeden Tag gibt es einen kurzen Eintrag. Oft sind es nur wenige Sätze, aber diese haben es in sich. In kurzen knappen Worten stellt Luis seine Situation amüsant und humorvoll dar. Dabei beschreibt er seine Eltern, Mitschüler und Lehrer auf eine äußerst erfrischende Art und Weise, man kann gar nicht anders als grinsen. Luis selbst ist allerdings ein wenig eigensinnig und seine Ideen sind nicht immer die besten. Die Situationen, in die er durch seine gerade Art unversehens hineingerät, laden zum Lachen ein. Der Wettkampf den sich Luis Eltern mit den Eltern der Mitschülern liefern ist totaler Irrsinn, ein wenig überzogen aber dennoch in groben Zügen nah an der Realität.

An dem Buch wird bestimmt nicht nur die Zielgruppe der 10- bis 14-jähigen ihren Spaß haben, da es einfach zu schön ist, die ein oder andere ehrgeizige Mutter oder den überambitionierten Vater wiederzuentdecken. ;)

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Rezensionen von gerlisch:

Der erste Fall für Heloise Kaldan und Erik Schäfer

Leichenblume von Anne Mette Hancock

Die Journalistin Heloise Kaldan erhält seltsame Briefe mit beunruhigendem Inhalt von der bereits seit einiger Zeit gesuchten Mörderin Anna. Um der Sache auf den Grund zu gehen, macht sich Heloise auf die Suche nach ihr und gerät schon bald in brenzliche Situationen.

Der Mord an einem bekannten Anwalt ist hier nur der rote Faden, der sich durch die Story zieht, hauptsächlich geht es in diesem Thriller-Debüt um Rache und menschliche Abgründe.

Gleich von Anfang an konnte mich die Story fesseln, wobei auch der sehr angenehme und flüssige Schreibstil dazu beigetragen hat. Durch die kurzen Kapitel war das Buch dann auch ruchzuck durchgelesen, sodass hier die Gefahr von Längen gar nicht erst aufkommen konnte.

Die beiden Hauptprotagonisten sind mir sehr symphatisch, da ist zum einen die geheimnisvolle, couragierte Heloise und zum anderen der buschikose Kommissar Erik Schäfer, der sich nicht zu fein ist, Heloise in seine Gedanken zu den Ermittlungen mit einzubeziehen.

Dieser Thriller hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich schon auf den zweiten Teil der im Sommer 2021 unter dem Titel "Narbenherz" erscheinen soll.

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Rezensionen von Marianne Schaffer-Schellander:

Kurze Langeweile

Rose Royal von Nicolas Mathieu

Wer wissen möchte, wie man auf 95 Seiten möglichst viele Klischees unterbringt und in der Knappheit noch Langeweile verbreiten kann, sollte dieses Buch lesen.
Allen anderen rate ich davon ab.

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Rezensionen von Claudia R:

Freundschaft und Trauer nah beieinander

Karle und der Wolkenvogel von Johanna Fischer

Klappentext:

Karle und Joschi sind die besten Freunde. Als Karle ins Krankenhaus muss, besucht Joschi ihn. Dass Karle jetzt anders aussieht als früher, ist Joschi egal. Denn schließlich kann sein Freund nichts dafür, dass ihm alle seine Haare ausgefallen sind. In seinem Kopf wächst etwas, das dort nicht hingehört, sagt Karles Arzt.

Karles Krankheit wäre wie ein Seeungeheuer, das bekämpft werden muss. Deswegen bekommt er Piraten-Medizin, die ihn wieder gesund machen soll. Als es Karle aber zunehmend schlechter geht, erzählt er Joschi von dem Wolkenvogel und seinem letzten Wunsch.
Eine Bildergeschichte über die tiefe Freundschaft zweier Kinder, die auch mit einer schweren Krebserkrankung bestehen bleibt, mit einem Fachteil für Eltern und ErzieherInnen zu den Themen „Krebs bei Kindern“ und „Trauer bei Kindern“.
Für Kinder ab 5 Jahren.

Cover:

Das Cover ist sehr liebevoll und detailreich gezeichnet. Es zeigt zwei Jungs, welche sehr viel Spaß zusammen haben und gemeinsam die Wolken beobachten, wobei eine wie ein Vogel gestaltet ist. Einer der Jungs, hat ein Kopftuch um und zeigt fröhlich in den Himmel. Auch wenn hier ein schwieriges Thema angesprochen wird, so vermittelt dieses Cover Zuversicht und Hoffnung. Und ein sehr emotionales und liebevolles Cover , welches sehr schön gezeichnet ist, ist hier erkennbar.

Meinung:

Eine liebevolle und emotionale Geschichte mit traurigem Hintergrund ist verfasst und beschäftigt sich mit wichtigen Themen, wie Krankheit, Trauer und Abschied nehmen.

Auf liebevolle, emotionale und kindgerechte Weise wird hier das Thema Krankheit und Krebs thematisiert und durch kindgerchte und bildliche Metapher greifbar gemacht. So wird der Tumor in Karles Kopf als Seeungeheuer bezeichnet, welchen er mit Piraten-Medizin bekämpft.

Ein nicht sehr einfaches Thema, welches hier altersentsprechend in einer liebevollen Geschichte, der beiden Freunde Kalle und Joschi angesprochen wird.

Die beiden Charaktere sind sehr sympathisch und auch sehr gut durchdacht und gewählt. Auch die Umgangsweise der beiden ist sehr liebevoll und authentisch dargestellt. Eine Geschichte die nachgeht, aber auch dabei hilft, eigene Erlebnisse zu verarbeiten bzw. sich näher und besser mit diesem Thema auseinander zu setzen.

Inhaltlich möchte ich von der Geschichte nicht zu viel erzählen, da ich hier nicht Spoilern will und nichts vorweg nehmen möchte.

Worauf ich sehr gern noch eingehen möchte, sind die wunderschönen Zeichnungen und Bilder, welche sehr gut zur Geschichte und zum Thema passen und dieses auch sehr gut wieder geben. Die Bilder sind trotz des traurigen Hintergrunds sehr fröhlich und lebendig dargestellt und geben den Mut und die Hoffnung wieder und auch die Botschaft, die die Geschichte vermittelt. Die beiden Freunde lassen sich nicht unterkriegen und haben sehr schöne und fröhliche Momente und auch der Abschied ist positiv dargestellt und der letzte Satz bewegt und berührt gleichzeitig. Denn Freundschaft bleibt für immer, auch wenn einer nicht mehr unter uns weilt.

Auch der Anhang bzw. der Elternratgeber ist hier an dieser Stelle sehr hilfreich und ausführlich. Er geht auf Kinder und Krebs bei Kindern ein, dieses Thema wird hier auf mehreren Seiten ausführlicher beleuchtet. Da ich selbst im Bereich Onkologie tätig bin, hat mich gerade dieser Teil sehr interessiert und angesprochen und auch ich, konnte hier noch einiges dazu lernen. Dieser Ratgeber-Teil ist sehr ausführlich aber ach sehr gut erklärt und beleuchtet die Erkrankung, aber auch das Danach und die Trauerbewältigung sehr gut und geht auf sehr viele Aspekte näher ein. Auch die Ideen und Denkanstöße zum Thema Trauer haben mir hier sehr gut gefallen.

Ein Buch welches ein schwieriges Thema und den Verlauf einer schweren Krankheit anspricht und beschreibt und dabei dennoch die glücklichen und liebevollen Momente, sowie eine tiefe Freundschaft zwischen den beiden Kindern Karle und Joschi wieder gibt.

Fazit:

Schwierige Themen, wie Krankheit, Trauer und Abschied werden hier angesprochen, aber auch tiefe Freundschaft und fröhliche Momente spielen hier eine sehr wichtige Rolle.

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