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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von rewareni:

Eine neue Freiheit

Karolinenhöhe von Kirsten Karg

Es ist das Jahr 1910, als die junge Krankenschwester Ida Freese ihre Stelle kündigt und ihr neues Leben in Baden-Baden  in der Naturheilanstalt Lichtental auf der Karolinenhöhe  bei dem Ehepaar Enslinger antritt. Hier trifft sie auf eine völlig neue und unbekannte Welt. Es gelten hier strenge Regeln, wo der Vegetarismus und die Freikörperkultur einen hohen Stellenwert haben.

Mit der Zeit gewöhnt sich Ida daran und beginnt sogar, die Ruhe und Einfachheit in der Kuranstalt zu genießen. Ihre beginnende Liebe zu dem jungen Luftschiff- Monteur Carl bringt sie in Bedrängnis, denn wenn man gegen die Hausregeln verstößt, kann es schlimme Folgen haben. Dass ihr Glück bald schon in Gefahr gerät kann Ida noch nicht wissen und die folgenschweren Ereignisse werden zeigen, ob Ida ihren eigenen Weg noch finden kann.
Der Roman ,, Karolinenhöhe“ nimmt den Leser auf eine besondere Reise mit, wo die Autorin Kirsten Karg nicht nur geschichtliche Orte und Fakten einfließen hat lassen, sondern ein besonderes Bild der neuen Lebensform ,,Zurück zur Natur“ beschrieben hat.
Die ,,Verrückten auf dem Berg“ ,wie die Menschen in der Naturheilanstalt genannt wurden, haben gespürt, dass Luft-, Licht- und Wassertherapien, sowie der Verzicht auf Fleisch und Alkohol, der Gesundheit förderlich sind. Gerade die Frauen, die sich damals nicht nur durch Korsetts, sondern auch durch Traditionen und festgefahrene Denkweisen der Männer , eingeengt und gefangen gefühlt haben, haben gespürt, wie das Ablegen der Kleidung und sich so zu zeigen wie sie sind , sie von vielen Zwängen befreit haben.
Es werden in dem Roman viele wichtige Themen aufgegriffen wo es schön war, dass Ida auch immer wieder gegen Regeln verstoßen hat, auch wenn sie Repressalien zu befürchten hatte. So war es damals immer noch für männliche Ärzte klar, dass Frauen bei gewissen Symptomen einfach nur hysterisch waren, wo Ida aber gewusst hat, welche Frauenleiden wie zu lindern waren. Aber auch der Kampf zwischen ,,Zurück zur Natur“ und dem aufkommenden Fortschritt hat die Autorin immer wieder gut gegenüber gestellt.
Auch wenn immer wieder ein kleiner Hauch an Humor aufblitzt, so ist es doch im Grunde ein sehr berührender und emotionaler Roman, wo sich viele Protagonisten im Laufe der Geschichte sowohl positiv, als auch negativ verändern. Wo man merkt, dass fanatische Personen, die auf ihr Recht, auf ihre Meinung und ihre Ansichten pochen, schwer davon abzubringen sind, auch einmal etwas anderes auszuprobieren.
Schön hingegen war, dass sich Frauen, allen voran Ida sich immer mehr aus ihren Zwängen befreit haben, dass sie selbstbewusster geworden sind, dass sie sich nicht mehr alles, gerade von Männern, gefallen haben lassen und dass sie bereit waren für ihre Wünsche, Bedürfnisse und ihre Freiheit zu kämpfen, egal was andere darüber denken.
Ein toller Roman, wo auch die beschriebenen Sehenswürdigkeiten und die Schönheit der Natur beim Lesen Wohlfühlmomente ausgelöst haben.

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Rezensionen von Mabla59 :

Hildas neues Abenteuer

Hilda Hasenherz. Das Abenteuer am Drachenfels von Tobias Goldfarb

Mit "Hilda Hasenherz – Das Abenteuer am Drachenfels" hat Tobias Goldfarb bereits den dritten Band um die mutige, kleine Häsin und ihre Freunde Igel Igomir, Eichhörnchen Eicho und Rotkehlchen Robinius.
Es kann aber problemlos auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden
Verena Körting steuerte die zauberhaften, farbenfrohen Illustrationen bei.

Baron von Ratzezahn wurde am Drachenfels gesehen und der möchte unbedingt Hasenkönig werden.
Das Buch ist kindgerecht geschrieben, die 26 Kapitel kurz gehalten.
Wenn wir vorlesen, darf das Vorlesekind, das schon etwas lesen kann, mit einem Kapitel anfangen und ich lese es dann zuende.
Das habe ich erfolgreich bei meinen Kindern damals schon so gehalten und dafür eignen sich die Geschichten um Hilda Hasenherz perfekt.
Also ein ganz Zauberhaftes Buch zum Vorlesen und für Leseanfänger

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Rezensionen von Katyleh:

Heißer Sommer, kühle Abrechnung

Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett

Puh, dieses Buch hat mich echt in Sommerstimmung gebracht. Fünf Tage im Licht spielt auf Sifnos und man fühlt die Hitze auf jeder Seite. Sophie ist mit ihren Freundinnen da, letzte Mädels-Urlaub vor einer Hochzeit. Sie will eigentlich nur chillen und mal durchatmen, weil ihr Freund zu Hause wegen Kinderwunsch nervt.

Klar, was passiert: Sie lernt morgens beim Schwimmen Ky kennen. Es knistert sofort und zack, Affäre. Gleichzeitig malt sie ein Aktporträt von ihrer Freundin Alessia, und zwischen den beiden wird’s auch immer angespannter. Fünf Tage, in denen bei Sophie ziemlich viel hochkommt.

Was ich mochte:
Die Stimmung ist der Hammer. Man liegt quasi mit am Strand. Und ich fand’s gut, wie das Buch mit Themen umgeht, die viele von uns kennen: Dieser Druck, dass man "jetzt mal Familie gründen" soll. Was will ich eigentlich selbst? Und wie ehrlich sind Freundschaften unter Frauen wirklich? Das mit der Kunst fand ich auch cool gelöst – Sophie malt nicht einfach nur, durch das Bild passiert richtig was.

Was mich gestört hat:
Ky blieb für mich etwas zu sehr der heiße Urlaubsflirt. Man kapiert, warum Sophie sich reinzieht, aber er selbst war mir zu wenig greifbar. Und am Ende hätte ich mir beim Streit mit Alessia noch einen richtigen Knall gewünscht. Das blieb mir ein bisschen zu leise.

Unterm Strich: Toller Sommerroman, aber mit Tiefgang. Kein reiner Schmöker für den Strand, sondern einer, über den man danach noch nachdenkt. Wenn dir Der Papierpalast gefallen hat, lies das hier.

Nur den 5. Stern gibt’s nicht, weil die Affäre mich emotional nicht komplett gepackt hat. Trotzdem klare Leseempfehlung für den Urlaub oder verregnete Tage auf dem Balkon.

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Rezensionen von leopol:

Eat the rich - fast wörtlich gemeint?

Das Gesetz der Elite von Sandrone Dazieri

Ein berühmter und reicher Ex-Fußballstar Jesus Martinez wird tot in seiner Kryosauna in seiner Wohnung aufgefunden. Die Ursache erscheint fraglich. Spannend wird es vor allem als im Internet eine Forderung auftaucht – „Tötet die Reichen“. Jesus Martines war einer der reichsten Männer der Welt und rasch wird klar, dass es auch andere Opfer gibt.

Colomba Caselli nun Privatdetektivin in Mailand, ermittelt nun mit ihrem Partner Dante Torre und taucht in eine Welt der Mächtigen ein.

Besonders gelungen in diesem Thriller, neben einem ausgefeilten Spannungsbogen, ist das einzigartige Ermittlungsduo. Das Duo Colomba und Dante hat in der Vergangenheit so einiges durchgemacht, man wird grob ins Bild gesetzt. Sie funktionieren trotz aller Gegensätze einwandfrei und man schließt das Duo schnell ins Herz. Beide eigenwillig, unangepasst und mit Ecken und Kanten. Mein Favorit: Dante wird als sehr widersprüchliche Figur präsentiert – Vegetarier allerdings dem Alkohol und den Zigaretten zugetan. Außerdem gesegnet mit wahnsinniger Intelligenz und Kombinationsgabe.

Der Schreibstil ist angenehm, flüssig und lebendig. Man steigt rasant ein, durch den reichen Toten im Hochhausdschungel von Mailand. Viele falsche Fährten folgen, man lernt eine Vielzahl von Charakteren kennen und reist durch viele Länder. Eben die Welt der Superreichen, die man sich als normaler Bürger nicht vorstellen kann. Subtil schwingt immer eine gewisse Kritik am Leben der Reichen, Machtstrukturen und soziale Ungerechtigkeit mit, die einen auch nach Abschluss des Romans nachdenken lässt.

Generell fordert der Roman volle Konzentration, um sich nicht im großen Umfang der Personen zu verlieren – zum Glück unterstützt einen hier das Personenregister. Auch so manchen Hinweis überliest man sonst bzw. schafft es nicht den Überlegungen Dantes zu folgen.

Definitiv empfehlenswert, wenn man Krimis/Thriller möchte die auch gesellschaftskritische Themen aufgreifen.

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Rezensionen von Leser:

Kann die Liebe Grenzen überwinden?

A Kiss of Trouble von Tanja Nickel

Eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack!
Wer auf Cowboys, Ranchleben und Kleinstadtfeeling steht, der ist hier genau richtig.

Elena hätte wohl nie damit gerechnet genau dort zu stranden, in Riverdale.. Eigentlich wollte sie nach Seattle. Aber eine zufällige Begegnung sorgte dafür dass sie auf der Carson-Ranch gelandet ist.

Was keiner weiß, sie lebt illegal in den USA. Deshalb verschweigt sie ihre Herkunft, was es nicht einfacher für sie macht.

Eine schöne Geschichte mit tollen Charakteren, die für jede Menge aufregende, lustige, spannende und emotionale Momente sorgen. Aber eben auch für trouble. Matt und sie stehen sich oftmals im Weg, da beide versuchen einer Beziehung aus dem Weg zu gehen.

Das Besondere, was der Geschichte noch etwas Pep verleiht ist Elenas Herkunft. Sie kommt aus Deutschland, Davon profitieren auch die Carsons, denn sie bekocht sie gerne mit deutschen Gerichten.

Das Ende kam überraschend, aber mir hat es gefallen. Damit hebt sich die Geschichte auch von anderen ab, die immer mit einem Happy End glänzen. So ist die Vorfreude und die Neugier auf die Fortsetzung gegeben!

Von mir gibt es eine 5* Leseempfehlung für diesen wunderbaren Roman!!!

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Rezensionen von scorpio:

Wohin der Weg führt...

A Kiss of Trouble von Tanja Nickel

Ellie lebt illegal in den Staaten und ist eigentlich immer auf dem Sprung. So trifft sie zufällig auf den etwas mürrischen Matt Carson, der ihr gezwungenermaßen Arbeit auf seiner Familienranch gibt.

Endlich mal ein Ort, an dem sie sich wohlfühlen kann, der so etwas wie eine neue Heimat für sie werden könnte.

Aber im Hintergrund ist immer die Angst abgeschoben zu werden.
Im Laufe der Geschichte erfährt man, wie sie in diese Situation geraten ist. Da beide abwechselnd zu Wort kommen, erfährt man viel über sie, ihre Gedanken und Gefühle.. Das macht es noch ein bisschen aufregender.

Mir gefällt, dass hier nichts überstürzt wird. Die beiden kommen sich langsam näher und Trouble ist kein leeres Wort. Elenas Geheimnis steht zwischen ihnen und es sieht erstmal nicht nach einem Happy End aus.

Eine Cowboygeschichte, die mal etwas abweicht von den üblichen. Mir hat es richtig Spaß gemacht sie zu lesen und mitzuverfolgen, wohin der Weg Ellie führen wird.
Der kleine heimelige Ort, Freunde, Matt und seine Familie sowie Elena, dazu die bewegende Geschichte, machen diesen Roman perfekt! Ich bin gespannt auf die Fortsetzung.

Das Ende des ersten Teils war .... am besten selber lesen und herausfinden, wie es aus geht!!!

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Rezensionen von Harakiri:

Pageturner

Die Tiefe: Verloren von Karen Sander

Bereits der 9. Fall für Engelhardt und Krieger

Und einer der persönlichsten. Denn Mascha und Tom geraten selbst in Gefahr beim Aufklären der 8 Todesfälle.

Das Buch startet wo der Vorgängerband „Verblendet“ geendet hat. Die Toten häufen sich und Mascha und Tom finden keinen Ansatz. Das macht das Buch von der ersten Seite an spannend.

Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Sanders Schreibweise ist klar und ausdrücklich, niemals langweilig und sehr strukturiert. Auch das private Umfeld der Protagonisten sowie der Opfer, wird kurz und prägnant aufgegriffen und macht die Handlung lebendig.

„Verloren“ ist Teil der „Die Tiefe“-Trilogie und man sollte die ersten beiden Bände gelesen haben, sonst tut man sich beim

Fazit: Ich freue mich schon auf den nächsten Band, der im Epilog bereits angekündigt wurde.

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Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:

Cosmic Latte ist die Farbe des Universums - interessant!

Auf einen Kaffee im All von Eva Freistetter; Jana Steuer; Elka Xharo

Das Buch "Auf einen Kaffee im All" von Eva Freistetter, Jana Steuer und Elka Xharo enthält auf 251 Seiten interessantes Wissen über das Weltall und ist leicht lesbar. Neu war mir beispielsweise, dass das Universum eine eigene spezielle Farbe hat – Cosmic Latte heißt diese und ist ein helles Beige.

Wie es zu dieser Zuschreibung kam, liest mann/frau auf Seite 11.
Besonders aufschlussreich finde ich auch den Abschnitt "Horoskope, Mondmythen und andere Märchen", der den Unterschied zwischen AstroNOMIE und AstroLOGIE gut verständlich und leicht nachvollziehbar argumentiert.
Ein Teil ist „Frauen, die nach den Sternen greifen“ gewidmet. Er hebt Frauen hervor, die für die Astronomie große Bedeutung hatten, deren Namen aber in der Astronomie-Geschichte unter den Tisch fallen. Etwa der von Vera Rubin, die sich Verdienste bei der Jagd nach der Dunklen Materie erwarb (S. 65ff).
Weitere Kapitel behandeln die Exoplanetenforschung, seltsame Objekt im Weltall, die Planetare Verteidigung vor Asterioden und anderes mehr.
Das Buch verschriftlicht die Beiträge des Podcast "Cosmic Latte" (https://cosmiclatte.podigee.io/episodes) von Eva Freistetter, Jana Steurer und Elka Xharo.

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Rezensionen von Liselottchen:

Das ABC von hinten

Retten wir das ABC! von Paul Friedrich

In diesem Bilderbuch sucht das Zebra den Apfel, und wandert dabei das gesamte ABC von hinten durch, wobei jedem Buchstaben ein Begriff zugeordnet wird. Das Ganze in Reimform und sparsam illustriert.

Ich habe das Buch zusammen mit meinen fünf Enkelkindern (3 bis 7 Jahre) angesehen und muss leider sagen, dass sie die Story nicht überzeugt hat.

Meist wollen sie ein Buch mehrmals lesen oder vorgelesen bekommen, bei diesem war das nicht der Fall.
Die Idee der Geschichte ist nett, das ABC soll durchgezählt werden, aber das A, nämlich der Apfel, ist verschwunden. Nun macht sich das Z=Zebra auf den Weg. Die Reime sind in flapsig jugendlichem Stil und ergeben nicht immer Sinn. Da musste ich oft erklären, wie es gemeint ist. Auch viele Dinge wie Mumie und Röntgengerät sind schwer für die Kleinen. Dass der Truthahn von der Schlange gefressen wird, hat sie erschüttert (warum? Und kommt der wieder raus?) Bei Q wäre Qualle besser gewesen als Quadrat und die Sache mit den Popeln fanden sie total eklig. Dabei ging die Orange komplett unter.
Auch die Zeichnungen gefielen ihnen nicht, sie sind modern gehalten, teilweise verfremdet und minimalistisch ohne Hintergrund.
Fazit: Die Idee des Buches ist gut, die Umsetzung hätte ein wenig liebevoller sein können.

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Rezensionen von ReiShimura:

Zwischen Rätseln und Emotionen: Eine Fortsetzung mit kleinen Schwächen

Die Rätsel meines Großvaters von Masateru Konishi

Da ich den ersten Band der Reihe wirklich geliebt habe, konnte ich das Erscheinen des zweiten Bandes kaum erwarten. Ich hatte vermutet, dass ich diesen ebenso lieben und verschlingen werde wie „Die Bibliothek meines Großvaters“. Allerdings musste ich recht schnell feststellen, dass ich so meine Probleme mit „Die Rätsel meines Großvaters“ hatte.

Dies liegt aber nur zum Teil am Buch selbst, sondern auch an meiner derzeitigen Situation.
Das zweite Buch knüpft relativ nahtlos an den ersten Teil an. Wie bereits im ersten Teil gibt es auch hier wieder viele kleine Geschichten und Rätsel, die in sich abgeschlossen sind. Verbunden wird das ganze aber durch die private Geschichte von Kaede, ihrem Großvater und Kaedes Freunden. Um das Buch vollumfänglich verstehen zu können, empfehle ich daher, die Bücher in der vorgesehenen Reihenfolge zu lesen.
Wie nicht anderes zu erwarten ist auch dieses Buch wieder eine sehr gelungene Mischung aus Kriminalroman und Familiengeschichte. Wobei dies alleine nicht ausreicht um das Buch zu beschreiben. Denn der Autor Masateru Konishi lässt wieder soviel mehr in dieses Buch einfließen. Natürlich ist die Demenzerkrankungen und die Auswirkungen der Krankheit auf Kaedes Großvater ein zentrales Thema. Allerdings muss ich hierbei anmerken, dass der Autor dies auf eine sehr gefühlvolle und auch wenn es komisch klingt rücksichtsvolle Art und Weise macht.
Die einzelnen Rätsel haben mich in diesem Buch nicht ganz so fesseln und begeistern können wie im ersten Buch. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine große Rolle spielt dabei sicher meine derzeitige Situation, die mir nicht die Möglichkeit gegeben hat, mich voll und ganz auf das Buch einzulassen und darin so einzutauchen wie ich es noch beim ersten Buch konnte. Andererseits liegt es aber auch an dem zentralen Thema, welches die Rätsel verbindet, mit dem ich mich nicht so gut identifizieren konnte wie noch im ersten Buch. Natürlich gibt es wieder sehr viele Anspielungen auf klassische Kriminalromane, aber dieses Mal auch einige Verweise auf Filme von Alfred Hitchcock.
Masateru Konishis Schreibstil bzw. die Übersetzung hat mir im Großen und Ganzen ganz gut gefallen. Dennoch gab es einige Passagen an denen ich den Überblick verloren habe und mir nicht sicher war, wer gerade spricht oder über wen gerade gesprochen wird. In den meisten Fällen konnte ich meine Verwirrung recht schnell auflösen, einige wenige Teile bleiben aber dennoch rätselhaft und unverständlich.
Alles in allem muss ich leider sagen, dass mich dieses Buch nicht so fesseln konnte wie ich es erwartet und erhofft hatte. Als kompletten Reinfall würde ich dieses Buch aber auch nicht bezeichnen und die Lust den dritten und abschließenden Band zu lesen, ist nach wie vor ungebrochen.
„Die Rätsel meines Großvaters“ ist eine annehmbare Fortsetzung der Reihe, wenn sie auch nicht mit dem ersten Buch mithalten kann. Auf der anderen Seite entspricht dies meinen Erfahrungen was Trilogien betrifft, der zweite Teil ist immer der schwächste. Daher bleiben meine Erwartungen für den nächsten Band hoch.
Trotz meines durchwachsenen Leseerlebnisses möchte ich dieses Buch gerne weiterempfehlen. Ich denke, dass neben Fans dieser Reihe auch Liebhaber von klassischen Kriminalromanen und Hitchcock Filmen auf ihre Kosten kommen werden. Leser:innen die auf der Suche nach einem spannenden, fesselnden und packenden Krimi sind, sollten von diesem Buch aber eher Abstand nehmen.

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