Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Die Reinkarnation von Virginia Woolf
Ich bin Virginia Woolf von Pola Polanski
Zu Beginn des Romans ist die Protagonistin sehr verwirrt und in einer Klinik.
Dann kommen Rückblicke bis zur Kindheit hin. Hier gibt es sehr gelungene Passagen, die die Entwicklung von Inka Ziemer zeigt. Schon früh gibt es Verluste, die Eltern verunglücken. Es stellt sich auch heraus, dass die Mutter psychische Probleme hatte.
Inka ist begeistert von den Büchern von Virginia Woolf. Ja, sie glaubt sogar, die Reinkarnation dieser Schriftstellerin zu sein. Immer mehr steigert sie sich rein. Dazu gehört auch die Sehnsucht, schreiben zu können.
Pola Polanski ist Künstlerin. Irgendwie hatte ich daher erwartet, dass die Sprache experimenteller sein würde. Doch es ist gut lesbar, was der Geschichte zugute kommt.
Und obwohl eine psychische Erkrankung natürlich eine schlimme Sache ist, entbehrt der Roman nicht an Wortwitz.
Rezensionen von Bibliomarie:
Auftaktband
Trauma - Kein Entkommen von Wortberg Christoph
„Trauma“ beginnt mit einem wirklich traumatischen Prolog. Aus der Sicht eines sehr kleinen Kindes erfährt man von Misshandlungen und Tyrannei der kleinen Familie durch den brutalen Vater.
Dann steigt der Leser gleich in eine spannende Kriminalgeschichte ein. Eine Wasserleiche wird geborgen, angespült auch das Schlauchboot, das der Tote wohl selbst zum Kentern brachte.
Alle äußeren Umstände deuten auf Suizid, bestärkt wird das durch die Aussage eines Therapeuten, beim dem der Tote in Behandlung war. Trotzdem kann sich Ermittlerin Katja Sand nicht mit diesem Urteil anfreunden. Ein zweites Opfer – auch hier spricht alles für einen Suizid – bringt die Kommissarin und ihren Assistenten Rudi Dorfmüller zu einer gewagten Theorie. Da sie keinen offiziellen Ermittlungsansatz mehr haben, bewegen sie sich in einer gefährlichen Grauzone.
Ich empfand das als Thriller bezeichnete Buch eher als soliden Kriminalroman, was meinen Lesegewohnheiten durchaus entgegenkommt. Alle genretypischen Merkmale sind in diesem Buch enthalten und auf spannende Weise arrangiert. Die zweifelnde Ermittlerin mit einem nicht immer einfachen Privatleben, als alleinerziehende Mutter mit einer tief in der Pubertät steckenden Tochter kann man Beruf und Familie nicht gut unter einen Hut bringen. Dann gibt es noch den Vorgesetzten der nicht immer die Rückendeckung gibt, die man braucht. Aber aus diesen Schwierigkeiten entsteht auch eine Spannung über die Ermittlungen hinaus.
Christoph Wortberg ist für mich ein bisher unbekannter Autor, aber als Drehbuchautor kennt er die Kniffe für einen spannenden Handlungsbogen und für Wendungen, die den Leser immer wieder auf falsche Spuren bringen. So ist sein Romandebüt gelungen, auch wenn der Autor sich ganz auf bewährte Versatzstücke verlässt. Aber man kann das Rad ja nicht neu erfinden. Die Erzählweise ist genretypisch und gut lesbar und ich habe mich wirklich sehr gut unterhalten.
Das Buch ist der Auftakt einer Trilogie und so bleibt ein Handlungsstrang auch offen und macht auf die Fortsetzung neugierig.
Rezensionen von S.:
Countdown für wen?
Der Countdown-Killer - Nur du kannst ihn finden von Amy Suiter Clarke
Vor knapp vierundzwanzig Jahren verschwand in Minneapolis eine junge Frau, kurz darauf eine zweite. Im Jahr danach im drei-Tage-Abstand weitere drei, deren Leichen jeweils sieben Tage später gefunden wurden. Wieder und wieder, bis die 11. entkommen konnte. Die Morde hörten auf, um jetzt wieder zu beginnen.
Elle Castillo erstellt einen viel beachteten Podcast, indem sie die bisherigen Fakten sammelt, neue Spuren findet und ihre Hörer einbezieht. Sie bekommt Zuspruch, aber auch viel Hass. Kann sie den Countdown Killer identifizieren?
Amy Suiter Clarke entwickelt eine neue Form der Mörderjagd. In den einzelnen Folgen von Elles Radiosendung nimmt die Tätersuche immer mehr Fahrt auf. Neue Spuren tauchen auf, bisher nicht gehörte Zeugen kommen zu Wort. Das ist spannend, zumal Elle ein ganz persönliches, nachvollziehbares Interesse an der Klärung der Fälle hat. Ihre Arbeit ist nicht ungefährlich, sie bringt sich und andere in äußerst bedrohliche Situationen.
Ein wirklich spannender Thriller, aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Birgit Schmitz, herausgegeben vom Fischer Verlag.
Rezensionen von Wanderpfa.de:
Beachtliche Sammlung interessanter Skitouren von leicht bis wirklich herausfordernd
Skitouren in Osttirol und Oberkärnten von Thomas Mariacher
Thomas Mariacher, Skitouren in Osttirol und Oberkärnten
Hohe Tauern, Villgrater Berge, Lienzer Dolomiten, Karnische Alpen, Tyrolia-Verlag, Innsbruck 2020, 37,95 €
„Ziele für mehr als ein halbes Leben.“ Dieses Zitat von der Rückseite des Buches trifft ziemlich gut, was einen dort erwartet: 200 Skitouren auf 510 Seiten.
Natürlich kann man sich fragen, ob das wirklich nötig ist, denn jemand, der nicht vor Ort wohnt, wird allenfalls einen Bruchteil der beschriebenen Touren angehen können. Andererseits bietet ein solches Werk den Vorteil eines (ziemlich) umfassenden Nachschlagewerks. So ist es nicht nur für die Osttiroler und Oberkärntner selbst ein nützliches Werk, sondern auch für Skitouristen, die ein wenig mehr an Auswahlmöglichkeiten haben wollen, wenn sie in den beschriebenen Gebieten eine Tourenwoche verbringen.
Das Buch selbst ist sehr schön aufgemacht, enthält zahlreiche Fotos, von denen in manche der Tourenverlauf eingezeichnet ist und somit eine erste, gute Übersicht vermitteln. Dem gleichen Zweck dienen topographische Übersichtskarten im Maßstab 1:50.000, aus denen sich ebenfalls die beschriebenen Skirouten ersehen lassen. Der Autor weist zurecht darauf hin, dass eine exakte Tourenplanung bei diesem Maßstab noch nicht sinnvoll möglich ist. Die Gliederung des Tourenführers folgt den Tälern. Hier hätte sich die Gliederung deutlicher herausarbeiten lassen, wenn die einzelnen Tourengebiete verschiedene Farben zugewiesen bekommen hätten, anstelle eines einheitlichen Lilafarbtones. Im letzten Kapitel werden schließlich noch die sechs Etappen und eine Variante der Ski-Route Hochtirol beschrieben.
Nach einer kurzen, aber ausreichenden Einführung folgt der Beschreibungsteil. Dieser enthält immer zuerst einige allgemeine Ausführungen zu den Zielen. Hier wäre weniger mehr gewesen. Danach werden Ausgangspunkt und Anfahrt beschrieben, sodann die Aufstiegsroute, die Abfahrt sowie gegebenenfalls Varianten. Etwas klein geraten und dadurch nicht gerade übersichtlich sind die durch Symbole charakterisierten Hinweise zur Schwierigkeit, zu besonderen Gefahren, zur Steilheit, Exposition, Höhenmetern und Tourdauer. Diesen, nur etwa 1 cm breiten Streifen, hätte man besser größer gestaltet und die Hinweise zu Ausgangspunkt und Anfahrt gleich dort mit aufgenommen. Die eigentlichen Tourenbeschreibungen sind recht exakt gehalten, was ich anhand des knappen Dutzend von mir in den letzten Jahren bereits durchgeführten Touren überprüfen konnte.
Was mir wirklich fehlt, ist sind bei einem so umfangreichen Führer Tabellen der Touren, die diese einmal nach Höhenmetern und ein weiteres Mal nach Schwierigkeiten gliedern. Solche Aufstellungen könnten auch nur für die einzelnen Gebiete erfolgen, damit die Entscheidung für ein bestimmtes Tal als Urlaubsort nicht von klangvollen Gipfelnamen, sondern anhand der zu erwartenden Anforderungen getroffen werden kann.
Insgesamt aber eine durchaus beachtliche Sammlung interessanter Skitouren von leicht bis wirklich herausfordernd. Den Preis von knapp 38 € ist das Buch sicher wert. Ob man ihn investieren will, hängt allerdings von einer Prognose ab, wie oft man in Osttirol unterwegs sein wird.
Buchbesprechung vom 22.02.2021 von Gipfelsammler (Alpines Forum Alpic.net)
Rezensionen von C. P.:
Traditionelle Unterdrückung in einem modernen Land
Kim Jiyoung, geboren 1982 von Nam-joo Cho
Auf sehr bewegende Weise schildert die Autorin das Leben der Mittdreissigerin Jiyoung, die in einer Zeit aufgewachsen ist, in welcher die Gleichberechtigung der Frau noch in den Kinderschuhen steckte. Ihr Bestreben, es allen recht zu machen - der Familie wie der Gesellschaft- endet zuletzt in psychischen Auffälligkeiten, einem Nachgeben des immensen Drucks, der auf ihr lastet.
Und an genau dieser Stelle beginnt das Buch, bevor Jiyoungs Leben als Rückblende erzählt wird.
Beeindruckend ist der Vergleich der Generationen: Die Schwiegereltern, welche mit der Überzeugung leben, ein Sohn sei das einzig Wahre und müsse vor allen anderen Familienmitgliedern gefördert werden, während die Frau gegenüber dem Mann dankbar sein solle, ihm dienen zu dürfen und sich bitteschön ehrenvoll zu verausgaben habe. Die Mutter, die so gern Lehrerin geworden wäre, aber zum Wohle des kleinen Bruders in Kinderarbeit seine Ausbildung mitfinanzieren musste. Der eigene Bruder, der noch wie selbstverständlich bevorzugt behandelt wird. Mitschülerinnen und Mitstudentinnen, welche nach langem Kampf erste Teilsiege erringen. Die Bevorzugung der Männer in Schule, Studium und Job. Sexuelle Belästigung und die automatische Schuldzuweisung an die Frau, während sich die Täter keiner Schuld bewusst sind. Die überzogene Erwartungshaltung an die Frau, die eigenen Interessen zurückzuschrauben, wenn es um die Familie geht. Die Vorurteile der Männer. Und zuletzt der höhnische Blick der jüngsten Generation, wie dumm sie doch ist, sich für veraltete Wertvorstellungen aufzugeben.
Ein bewegendes, stellenweise schockierendes Buch, welches wunderbar zur „MeToo“-Thematik passt und Einblick in die Unterdrückung koreanischer Frauen gewährt. Bewohnerinnen eines Landes, in dem die Gleichstellung der Frau zwar auf dem Papier geregelt, in den Köpfen vieler Bewohner jedoch noch nicht angekommen ist.
Rezensionen von KimVi:
Spannende Cold-Case-Ermittlungen
Cold Case â Das gezeichnete Opfer Kriminalroman von Tina Frennstedt Hanna Granz
Vor 15 Jahren wurde der junge Pianist Max Lund auf seinem Heimweg brutal ermordet. Obwohl dieser Fall hohe Wellen schlug, konnte er nie aufgeklärt werden. Als nun die Leiche einer ermordeten Künstlerin gefunden wird, scheint es so, als ob Bewegung in den alten Fall kommen könnte. Denn an der Ermordeten finden sich Spuren von einer außergewöhnlichen Lehmsorte und dieser Lehm wurde damals auch beim ermordeten Max gefunden.
Tess Hjalmarsson, die Leiterin der Cold-Case-Abteilung, beginnt mit ihrem Team den alten Fall wieder aufzurollen. Doch dabei sitzt ihr die Zeit im Nacken, denn das Team soll aufgelöst werden und Tess bleiben nur wenige Tage, um den Fall zum Abschluss zu bringen...
"Das gezeichnete Opfer" ist nach "Das verschwundene Mädchen" bereits der zweite Band der Cold-Case-Reihe, in der Tess Hjalmarsson mit ihrem Team ermittelt. Den aktuellen Ermittlungen kann man aber auch dann problemlos folgen, wenn man den Auftakt nicht gelesen hat, da Tina Frennstedt wichtige Hintergrundinformationen zu den Hauptcharakteren in die Handlung einfließen lässt.
Der Einstieg in den Fall verläuft zunächst eher gemächlich. Dennoch wird das Interesse sofort geweckt. Durch den lebendigen und äußerst angenehmen Schreibstil kann man sich Handlungsorte und Protagonisten so mühelos vorstellen, dass man von Anfang an mitten im Geschehen ist.
Tess Hjalmarsson wirkt sehr sympathisch. Ihr Privatleben nimmt, neben den eigentlichen Ermittlungen, einen großen Teil der Handlung ein. Doch diese Beschreibungen sind interessant und sorgen außerdem dafür, dass die Protagonistin äußerst lebendig wirkt. Der Fall selbst ist mehr als rätselhaft und die Ermittlungen nehmen nur schleppend Fahrt auf. Da es sich um einen Cold Case handelt, wirkt das allerdings sehr glaubwürdig, denn es gilt etlichen alten Spuren zu folgen, um diesen Fall neu aufzurollen. Man hat schon früh das Gefühl, dass es einige Zeugen nicht so genau mit der Wahrheit nehmen. Doch es ist einfach nicht greifbar, wer hier etwas verschweigt und was es sein könnte. Dadurch wird man zu eigenen Ermittlungen angeregt und begibt sich gemeinsam mit dem Team auf Spurensuche. Durch Einschübe, in denen man eine geheimnisvolle Ehefrau beobachtet, ist man dem Team zwar einen kleinen Schritt voraus, dennoch erfährt man nicht, wer sie ist und versucht deshalb Hinweise auf ihre Identität zu entdecken. Dadurch, dass man selbst zum Mitermitteln angeregt wird, gerät man früh in den Sog des alten Falls. Hier ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint und es kommt im Verlauf zu einigen Überraschungen, die dafür sorgen, dass man bis zum Schluss im Dunkeln tappt.
Eine gelungene Fortsetzung, die durch lebendige Charaktere, authentische Ermittlungen und stetig steigende Spannung überzeugt.
Rezensionen von yellowdog:
Vom Stillstand
Aerial Observations on Airports von Nadine Barth
Tom Hegen macht Luftbildfotografie.
In diesem Buch „Aerial observation on Airports“ hat er Flughäfen aus der Luft fotografiert. Aber es sind Flughäfen während des Lockdowns. Das Resultat zeigt: Stille, Leere, Flugzeuge am Boden, keine Menschen.
Ein Eindruck, wie es nach dem Ende der Menschheit aussehen könnte.
Tom Hegen hat seinen Fotos einen interessanten Text in Englischer Sprache vorangestellt,
Alain de Botton hat einen poetischen Text zu diesem Buch zugesteuert: A world without planes
Ein lesenswerter Text mit apokalyptischen Anklängen.
Den Großteil des Buches nehmen natürlich die Fotos ein. Um Tom Helgen bleibt konsequent bei seinem Motiv, das er aus verschiedenen Perspektiven zeigt. Bemerkenswert.
Rezensionen von brauneye29:
Tolles Buch über ein wichtiges Thema
Aerial Observations on Airports von Nadine Barth
Zum Inhalt: Als Lacey mit gerade mal 25 erfährt, dass sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann an Brustkrebs erkranken wird, ist sie zunächst einmal völlig geschockt und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Brüste entfernen lassen oder erst einmal abwarten und mit dem Risiko leben? Sie gibt sich selbst ein Art Ultimatum und erstellt eine Bucket List mit dingrn, die sie unbedingt noch mit ihren Brüsten erleben will.
Meine Meinung: Hier liest man ein Buch, bei dem einem auf der einen Seite erwas zum Thema Brustkrebs bzw. der möglichen Erkrankung nahe gebracht wird, auf der anderen Seite ist es auch ein Roman, der mal lustig, mal traurig, mal lustvoll daher kommt. Man kann auch sagen, dass man diese Mischung so nicht erwartet. Mir hat das Buch gut gefallen und das besonders dadurch, dass in einem Roman verpackt auch eine gute Botschaft vermittelt wird. Und dass eben nicht mit erhobenem Finger sondern unterhaltsam. Fazit: Tolles Buch über ein wichtiges Thema
Rezensionen von nil_liest:
Schule ist eine Familienleistung und lastet nicht nur auf dem Kind
Schulkinder gleich Sorgenkinder? Schulprobleme als Familie meistern. Gebunden. von Dorsch Walter; Zierer Klaus
Momentan sitzen wir alle mit unseren Kindern im home schooling und bekommen mehr mit als das im normalen Alltag der Fall ist. Mehr Einblick in die Struktur, mehr Einblick in die Aufgaben, das Lernpensum und das Lernniveau. Auch wie die Kommunikation der Lehrer mit den Schüler*innen läuft. Hier kommen doch sicher viele ins Grübeln.
Lernt mein Kind genügend? Wird mein Kind überfordert? Warum ist das Pensum so hoch/so niedrig? Schafft mein Kind das?
Wer sich als Elternteil zu viele Sorgen macht und schwache Schüler zu Hause hat, merkt schnell, dass das kann sich enorm auf das Familienleben auswirken! Daher hat mich der Titel dieses Ratgebers von Prof. Dr. Walter Dorsch und Prof. Dr. Klaus Zierer stark angesprochen: „Schulkinder gleich Sorgenkinder? - Schulprobleme als Familie meistern“ Nicht nur stellen sie das Problem in Frage sondern zeigen ganz klar, dass nichts isoliert betrachtet werden kann.
Die beiden versuchen uns weder ein Allheilmittel gegen den Druck, die Angst oder das Versagen zu geben, sondern versuchen zu erklären und aufzumuntern und Wege aufzuzeigen wie man an den Herausforderungen gemeinsam wachsen kann.
Die Professoren begleiten eine fiktive Familie über 7 Jahre lang. Es beginnt mit der Einschulung des jüngsten Kindes. Mutter, Vater, 2 Töchter (11 & 9 Jahre alt) und der kleine Bruder (6 Jahre alt). In jedem der 10 Kapitel wird eine Fragestellung anhand dieser Familie sehr anschaulich be- und erarbeitet. Ich nenne nur ein paar Stichwörter um die Vielfalt zu verdeutlichen: Geschwisterliebe, Lernfreunde, Leistungsmotivation, Lernfreude, Bildungswege, Freunde, Klassenclown, Tagesabläufe, Soziale Umgebung und viele andere komplexe Themenfelder.
Dieses Buch spricht alle Eltern an, die sich unsicher sind wie sie mit dem Thema Schule umgehen sollen, wenn es zu Reibungen kommt. Ich lasse das bewusst etwas breiter stehen, denn selbst wenn man hervorragende Schüler*innen hat, ist dieses Buch bereichernd.
Rezensionen von nuean:
Spannend, mit einigen Längen, trotzdem muss ich wissen, wie es weitergeht
Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark (High Romantasy von der SPIEGEL-Bestsellerautorin von "One True Queen") von Jennifer Benkau
Natürlich ist mir bei diesem Buch sofort das Cover ins Auge gesprungen. Obwohl ich Gesichter auf Covern nicht so mag, passt es hier einfach. Auch der Titel wirkt schon mystisch und hat meine Neugier geweckt. Als ich dann gesehen habe, wer die Autorin ist, musste ich es unbedingt lesen. Ich mochte One True Queen sehr und obwohl ich Band 2 noch nicht geschafft habe zu lesen, freue ich mich sehr darauf.
„Her wish so dark“ spielt in der gleichen Welt wie „One true Queen“ aber es macht nichts, wenn man es nicht gelesen hat. Hier geht es um Laire, die sich auf den Weg macht, um ihren Verlobten Desmond aus dem Reich des Daemalords zu befreien, in dem Menschen landen, wenn sie verflucht worden sind. Die Zeit ist knapp, denn nur ein kann zu einer bestimmten Zeit befreit werden. Unerwartet wird Laire von ihren Freunden begleitet und kurz vor dem Daemareich trifft sie noch auf Alaric Cole, der sie vor Jahren sehr verletzt und ihr Leben zerstört hat. Doch auch Alaric will ins Daemareich und so schließt er sich Laire und ihren Freunden an. Die Reise wird sehr gefährlich, denn dieses Reich ist ebenso verflucht wie seine Bewohner und so muss sich Laire durchkämpfen, um in die Burg des Lords zu gelangen.
Den Prolog fand ich schon sehr märchenhaft und er hat mich direkt auch das Buch eingestimmt. Der Schreibstil ist sehr bildlich, sodass man sich das Reich der Daema sehr gut vorstellen kann. Auch die Handlung ist so spannend, dass ich direkt ins Buch eingetaucht bin. Die Charaktere fand ich super, allen voran Laire, die Geheimnisse hat, die nach und nach gelüftet werden. Auch ihre Freundin Vika ist ein spannender Charakter, immer für Laire da und unterstützt sie wo sie kann. Ihr Begleiter Jero ist sehr undurchschaubar aber auch über ihn erfährt man im Laufe des Buches einiges. Und dann ist da noch Alaric – dem bin ich sofort verfallen. Auch wenn er Laire sehr verletzt hat, weiß man als Leser einiges mehr über ihn, da einige Kapitel auch aus seiner Sicht geschrieben sind. Das macht es leicht ihn zu verstehen und sich in ihn zu verlieben. Auch aus Demonds Perspektive gibt es einige Kapitel, die aber eher die Geschehnisse beim Lord zeigen, weniger von Desmond selbst. Er bleibt leider sehr blass.
Das Buch hat allerdings seine Längen, was wahrscheinlich auch durch die Handlung geprägt ist. Denn die Charaktere befinden sich auf einer Reise durch ein fremdes Land, ständig auf der Suche nach dem Weg und im Kampf mit den Bewohnern, die sie angreifen. Das hätte auch gern kürzer gestaltet werden. Das Ende dagegen kommt sehr schnell und ich musste es sehr genau lesen, weil so viel so schnell passiert ist. Da hätte ich mir etwas mehr Erklärungen gewünscht.
Alles in allem ist es aber ein spannendes Buch, mit tollen Charakteren und ich muss natürlich auch unbedingt noch Teil 2 lesen, da das Ende schon sehr fies und überraschend war.










