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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von nicole koppandi:

Eine ungewöhnliche Geschichte

Die Jahre ohne uns von Barney Norris

Der Roman ist in drei Teile geteilt: aus der Sicht einer ca 60-jährigen Frau, aus der Sicht eines ca gleichaltrigen Mannes und dem Ende.

Zu Beginn erzählt die Frau aus ihrem Leben. Vom Verschwinden ihres Vaters und vom Wunsch eine Enzyklopädie anzulegen.

Im zweiten Teil erzählt der Mann. Er erzählt, was ihm alles in seinem Leben widerfahren ist.

Irgendwo hab ich gelesen, dass dies an die Geschichte von Alice im Wunderland erinnert: ständig verschwindet das Leben und es taucht irgendwo anders auf. Immer wieder erzählt er, dass er eigentlich nur zurück zu seiner Frau möchte, sie jedoch nicht finden kann.

Und hier weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll: einerseits liest es sich ganz interessant, andererseits weiß ich nicht, warum diese Art des Erzählens gewählt wurde. Das Ende hat mich dann wieder versöhnt.

So ganz überzeugen konnte mich der Roman insgesamt nicht, weil mir der Aufbau nicht so gefallen hat und doch hatte die Geschichte etwas, was mir dann doch gefallen hat – also so gemischte Gefühle

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Rezensionen von nicole koppandi:

Wahnsinnig toll geschrieben Dystopie

DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021 von Raphaela Edelbauer

Was für ein Roman!

DAVE ist eine KI, in diesem Labor, die jedoch noch nicht ganz fertig gestellt ist – Ziel ist es, dass DAVE die Probleme der Menschen lösen soll. Um dies zu bewerkstelligen, wird Syz ausgewählt. Syz ist Programmierer in dieser Welt. Auf der Erde ist das Leben unmöglich geworden, 60 Milliarden Menschen haben dies verursacht – die Umwelt ist kollabiert.

Im Labor wird die Menschheit in Klassen eingeteilt, die auch in den entsprechenden Stockwerken wohnt und, je nach dem, gewisse Privilegien haben.

Syz soll als „Vorlage“ für DAVE dienen und seine Erinnerungen werden als Scripts auf die KI übertragen. Syz verbucht dies für sich als einen Aufstieg, auf den er schon lange gewartet hat und kann nicht nein sagen.

Das Labor ist eine kontrollierte Welt, in der nichts geschieht, ohne dass die Red Eccles, das Kontrollsystem es mitbekommt.

Dieser dystopische Science Fiction Roman hat alle Zutaten, die ein solcher braucht. Eine Sprache, die unglaublich ist, unerwartete, spannende Wendungen, Mysteriöses und ein System, das Kontrolle beherrscht.

Mich konnte der Roman sehr begeistern, jedoch denke ich, uneingeschränkt zu empfehlen ist er nicht.

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Rezensionen von Lesemama:

Ein gelungener Abschluss

DAVE - Österreichischer Buchpreis 2021 von Raphaela Edelbauer

Abschlussband der Trilogie rund um Sophia und Madame Rubinstein Rezension enthält Spoiler zu Teil eins und zwei

Zum Buch:
Sophia ist am Ende ihrer Träume. Mit Dürren hat sie einen Mann, der sie liebt wie sie ist, auch wenn er sich zuerst (in Bich eins) wegen der verschwiegenen Schwangerschaft von ihr trennte.

Henny, Sophias Freundin aus Berlin, mit der sie nach Paris ging, ist auch wieder bei ihr. Auch wenn es für Henny nicht leicht war.
Wäre nur der Krieg nicht, der Probleme mit soch bringt ..

Meine Meinung:
Ein sehr gelungener Abschluss einer ricjtig tollen Reihe um eine, oder eher sogar um zwei sehr starke Frauen. Auch wenn es schon eine ganze Weile her war, dass ich den zweiten Teil gelesen hatte, war ich sofort wieder in der Geschichte.
Auch der "Puderkrieg" 3
Rund um Miss Arden und Madame geht in die nächste Runde.
Alles in allem war es ein sehr stimmiges Ende einer sehr spannenden Reihe. Zwar war es zwischendurch auch mal langatmig, verlegt ein wenig zu ausschweifend aber am Ende hat doch alles gepasst.
Ich mag die Erzählart von Corina Bomann sehr gerne. Sie hat einen schönen Stil und man kann sich gut in die Figuren einversetzen.
Gerade auch die Zeiten der Vergangenheitfinde ich sehr spannend und lese gerne was für Fortschritte damals gemacht wurden, gerade für Frauen.
Allerdings sollte man bei der Reihe alle Bücher in der richtigen Reihenfolge lesen, sonst geht zuviel verloren.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Zweiter Cold Case für Polizeikommissarin Tess Hjalmarsson in Südschweden

Cold Case – Das gezeichnete Opfer Kriminalroman von Tina Frennstedt Hanna Granz

Kurz zum Inhalt:
Eine Künstlerin wird in Südschweden tot aufgefunden. Ein kleiner Klumpen unzuordenbaren weißen Lehms ist die Verbindung zu einem Cold Case: vor 15 Jahren wurde der junge Musikstudent und Pianist Max Lund auf brutale Weise am Straßenrand ermordet. Auch an ihm klebte dieser weiße Lehm.

Die Polizeikommissarin Tess Hjalmasson, die das Cold Case-Team in Malmö leitet, ermittelt unter Hochdruck, um weitere Morde und die Auflösung ihres Cold Case-Teams zu verhindern....


Meine Meinung:
"Das gezeichnete Opfer" ist der zweite Teil um Tess Hjalmasson und ihre Cold Case-Fälle, kann jedoch eigenständig gelesen werden.
Die Schreibweise ist fesselnd zu lesen, und die Kapitel sind in Tage aufgeteilt. Auch gibt es immer wieder Rückblenden in das Jahr 2004 und das Leben von Max Lund. Weiters gibt es auch einen Handlungsstrang aus Sicht der Ehefrau des Mörders, wodurch der Leser Einblicke erhält, die das Ermittlerteam nicht hat.
Die Geschichte ist lebensnah: sowohl der Fall, der an einen realen Kriminalfall angelehnt ist, als auch die langwierigen Ermittlungsarbeiten. Mir gefällt es sehr, wenn man authentisch die Begebenheiten mitverfolgen kann: Schwierigkeiten beim Ermitteln; kleine Fort- und viele Rückschritte - so wie im echten Leben eben.
Auch dass viel Privates von der Ermittlerin in die Geschichte einfließt, hat mir hier sehr gut gefallen, denn Tess ist eine vielschichtige Person, die auch den längst vergessenen Mordopfern und v.a. deren Familienangehörigen noch Gerechtigkeit zukommen lassen will. Und hier nun ganz besonders kämpfen muss, denn nachdem das Ultimatum abgelaufen ist und sie keine Ergebnisse vorweisen kann, soll das Cold Case-Team aufgelöst werden.
Auch Carsten Morris, der Profiler aus Dänemark, der schon im ersten Teil vorkam, ist wieder mit von der Partie. Leider hat mir sein Auftritt in diesem Band nicht so gefallen, er hatte meiner Meinung nach keine wirklich wichtige Aufgabe, und man hätte auf ihn verzichten können, denn Tess hätte den Fall auch ohne ihn gelöst.
Die Auflösung für die Taten - warum nach dem einen Mord vor 15 Jahren nun zwei Frauen sterben mussten, fand ich authentisch und nachvollziehbar.

Sehr hilfreich finde ich die Karte von Südschweden im Buchdeckel, aus der man ersehen kann, wo der Leuchtturm und somit der Fundort der ersten Leiche ist und die Schnellstraße Väg 9, auf der Max Lund zu Tode kam.
Das Cover hat auch Bezug zum Fall, was mir immer gut gefällt, denn es ist ein Leuchtturm abgebildet - an dem wurde ja die Leiche von Mischa Lindberg gefunden.


Fazit:
Eine spannende Schreibweise, authentische Fälle und nachvollziehbare Auflösungen überzeugen mich auch vom zweiten Teil der schwedischen Cold Case-Reihe.

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Rezensionen von LadyIceTea:

Eins der besten Rockstar-Romance-Büchern die es gibt!

Cold Case – Das gezeichnete Opfer Kriminalroman von Tina Frennstedt Hanna Granz

Davian Hope, gefeierter Rockstar, hat ein Problem: Er muss die störrische Harmony dazu bringen, die Lyrics für sein neues Album zu schreiben.
Doch die Zusammenarbeit mit ihr verläuft ganz anders als erwartet, denn sie weckt plötzlich Gefühle in ihm, die er nicht für möglich gehalten hätte. Vor allem nicht jetzt, da Davians Erinnerungen an die Zeit vor seinem Unfall langsam zurückkehren - und mit ihnen all die liebestrunkenen Gefühle für das Mädchen mit den traurigen braunen Augen das ihm damals so viel bedeutet hat.

Hin- und hergerissen zwischen seinen aufkeimenden Gefühlen für Harmony und dem Wunsch, seine Jugendliebe wiederzufinden, ist es schließlich Davians ungebrochene Liebe zur Musik, die ihn erkennen lässt, was sein Herz schon lange wusste.

„Lovelyrics – Du bist mein Song“ ist das neueste Werk aus der Feder von Aaliyah Abendroth.
Würde ich die Autorin noch nicht kennen, wäre das Buch auf jeden Fall ein Coverkauf. Das Cover ist typisch für das Genre und gefällt mir, weil es in sich sehr passend ist und direkt Lust auf das Thema macht.
Das Buch ist aber wirklich nicht ganz typisch für dieses Genre.
Die Geschichte wird mal aus Davians Sicht und mal aus der von Harmony erzählt. Davian ist einer der bekanntesten Rockstars der Welt und Harmony schreibt seine Songs. Doch das erfährt er erst, als sie genau dafür keine Zeit mehr hat.
Ihr Aufeinandertreffen und die gemeinsame Zeit danach sind einfach unglaublich schön und intensiv und bringen den Leser immer wieder zum Schmunzeln.
Nicht ganz typisch ist, dass es zwischen den beiden recht schnell sehr harmonisch abläuft und auch die Paparazzi erst recht spät zum Tragen kommt. Er ist kein Mistkerl und sie kein graues Mäuschen. Das ganze Drama, welches für dieses Genre typisch ist, gibt es hier nicht oder wenn doch erst recht spät.
Klar hat auch Davian ein altes Geheimnis und auch Harmony trägt Altlasten mit sich rum. Die Autorin hat jedoch auf das gängige Drama, mit großer Versöhnung verzichtet und stattdessen auf ihre ganz eigene Art und Weise eine wirklich stimmige und sehr gefühlvolle Geschichte geschrieben.
Im Buch tauchen immer wieder Songtexte auf, die Harmony für Davian schreibt. Ich habe selten so gute Texte in einer Rockstar-Romance gelesen. Dafür ein großes Lob. Endlich kann ich mir auch als Leser vorstellen, wie diese Songs gesungen klingen könnten.
Dieses Buch konnte mich wirklich von Anfang bis Ende mitreißen und begeistern. Ich glaube, ich bekomme Muskelkater im Gesicht vom Dauergrinsen und im Herzen vom andauernden Mitfühlen. Diese Geschichte ist auf jeden Fall ein Muss für jeden Liebhaber dieses Genres. Davian Hope und Harmony Peace müsst ihr einfach kennenlernen.

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Rezensionen von liesmal:

Mit "Kenner" auf dem Weg zum Kenner

Kenner-Küche: vegan und vegetarisch von Barbara Kenner; Luise Kenner

Für mich war plötzlich klar, dass ich kein Fleisch mehr essen möchte. Nur wenige Tage später entdeckte ich das Buch „Kenner-Küche vegan und vegetarisch“.
Barbara und Luise Kenner betreiben im „richtigen Leben“ ein Bio-Hotel. Coronabedingt fast arbeitslos, haben sie ihr Debüt als Autorinnen gegeben.

Und ich, die ich plötzlich Vegetarierin geworden war? Ich habe großes Glück gehabt, konnte ich doch von dem Buch wirklich profitieren.
Es gibt nicht nur wunderbar einfache Rezepte, sondern zusätzlich viele gute Tipps: Warenkunde, richtiges Abschmecken, Saisonkalender, um nur einige zu nennen.
Man spürt die Herzlichkeit, und das nicht nur im Willkommensgruß. Sie ist ein ständiger Begleiter durch das gesamte Buch.
Schon die Überschriften des Rezeptteils tun gut:
- Suppe wärmt Herz und Seele
- Vorspeisen kitzeln den Gaumen
- Warme Hauptgerichte zum Dahinschmelzen
- und dann noch etwas Süßes.
Eine übersichtliche Zutatenliste und einfache Schritt-für-Schritt-Erklärungen machen Lust aufs Ausprobieren. Und alles ist mindestens so lecker, wie es die wunderbaren Illustrationen versprechen.
Die Rezepte, die mir am besten gefallen, stehen auf den Seiten von 16 bis 92, das sind nämlich alle!
Ein tolles Kochbuch, das bei mir einen griffbereiten Platz in der Küche gefunden hat und sehr häufig zum Einsatz kommt. Bei diesem Buch ist Verzicht auf Fleisch ist gar kein Verzicht, sondern eine Bereicherung.
Sehr gern empfehle ich das Buch allen, die sich gern vegetarisch ernähren.

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Rezensionen von Petra:

Flips das Wollschwein

Flips - Ein Wollschwein legt los von Matysiak Mascha

Flips ist ein Wollschwein, das eigentlich Hugo heißt .Auf ihrem Schulweg findet Toni das kleine vorwitzige Schweinchen und ist schockverliebt. Als es nach Schulschluss noch an der Schule auf sie wartet, steht für sie fest, dass sie das Schwein mit nach Hause nimmt. Die Vorliebe für Erdnussflips bringen ihm den Namen Flips ein .

Nun beginnen die Probleme. Die Eltern und die Vermieterin, die nicht so gut auf Haustiere zu sprechen ist, müssen überzeugt werden. Unerwartete Hilfe bekommt sie von dem neuen Nachbarsjungen Jonte.

Mascha Matysiak hat hier ein sehr schönes Buch geschrieben, indem neben Tierliebe auch das Tierwohl eine große Rolle spielt. Selbstverständlich kann man ein gefundenes Tier nicht einfach behalten. Denn irgendwo gibt es einen Besitzer, der sein Tier vermisst und sucht. Hier ist es die Tiertrainerin Frau Fuchs. Die sich aber entscheidet den Kindern das Schwein zu überlassen, wenn es artgerecht gehalten wird.
Sehr niedlich sind auch die Illustrationen von Stefanie Reich.

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Rezensionen von Lagoona:

Sehr spannender Blick hinter die Kulissen

Flips - Ein Wollschwein legt los von Matysiak Mascha

Bill erzählt in seinem Buch seine ganz eigene Geschichte.
Er nimmt den Leser von Anfang an mit auf die Reise.
Er berichtet von einer schweren Schulzeit, von seinen Eltern und Großeltern und dem ganzen Weg, den er gegangen ist.
Natürlich hätte ich solche schonungslose Offentheit und Ehrlichkeit gar nicht vermutet.

Ich war auch erstaunt, dass der Start der Karriere der Jungs alles andere als einfach war.

Der Weg der Band und auch Bill's eigener Weg war mit vielen Hürden und Hindernissen verbunden.
Das es teilweise auch seine Schattenseiten haben kann in Deutschland berühmt zu sein und letztendlich
Auswandern die Lösung war um wieder einigermaßen "normal" Leben zu können ist schon ein bisschen traurig.

Im Buch erhält man wirklich einen sehr guten Einblick hinter die Kulissen.
Tatsächlich hätten manche Dinge für mich vielleicht nicht ganz so ausführlich beschrieben werden müssen,
das sage ich jetzt einfach mal mit einem leichten Augenzwinkern.
An anderen Stellen hätte ich mir dann aber auch wiederum doch auch gerne noch ein wenig mehr Infos gewünscht ;-)


Mein Fazit:

Insgesamt hat mich "Carerr Suicide" sehr positiv überrascht. Ich fand es sehr spannend einen kleinen Eindruck von Bill's Leben zu erhalten und sehr interessant einen kurzen Blick quasi hinter die Kulissen von Tokio Hotel von Beginn an erhaschen zu dürfen.

Mein Daumen geht ganz klar nach oben. Ich gebe 5 Sternchen

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Rezensionen von Dana:

Blick hinter die Kulissen von Tokio Hotel – erschreckend, vulgär, polarisierend- 2,5 Sterne

Career Suicide von Bill Kaulitz

Bill Kaulitz und sein Zwillingsbruder Tom sind mit ihrer Band Tokio Hotel quasi über Nacht durch die Decke gegangen. Kaum eine Band wurde so gehypt und gehasst gleichermaßen. Dabei ging es aber nicht nur um die Musik, sondern auch um das Auftreten und Styling der Band.
„Career Suicide“ gibt Einblicke in die ersten 30 Jahre des Frontmannes der Band, die weit über das hinaus gehen, was man von außen sehen konnte.

Dieses Buch wird vermutlich ähnlich polarisieren, wie es die Band Tokio Hotel selbst früher ebenfalls getan hat. Einige werden es lieben, andere werden es hassen und dann gibt es noch die, die irgendwo dazwischen liegen, vielleicht erschüttert, geschockt, vielleicht auch angewidert oder eben überrascht sind. Die Eindrücke, die dieses Werk auslösen wird, werden vielfältig sein und sich möglicherweise auch im Laufe des Lesens unterscheiden, so ging es mir auf jeden Fall.
Ich habe Tokio Hotel zu Beginn ihrer Karriere nicht sehr intensiv verfolgt. Klar, ich wusste, dass es sie gibt, die Lieder liefen im Radio, man hat sie sicher auch mal im Fernsehen bei der einen oder anderen Sendung oder auch in einem Interview gesehen. Aber ich war nie ein Fan und habe das alles nicht besonders intensiv verfolgt, weder ihren kometenhaften Aufstieg in seinen Einzelheiten, noch das „Verschwinden“ aus der Öffentlichkeit. Daher war ich einfach neugierig, was Bill Kaulitz über sein Leben erzählen wird. Am gespanntesten war ich dabei auf die Einblicke rund um die Musik, das massive Interesse, dass sie ausgelöst haben und wie es ihnen selbst dabei ging, schließlich waren sie noch sehr jung, als das alles begann.

„Career Suicide“ lässt mich mit sehr unterschiedlichen Eindrücken und Gefühlen zurück. Es gab einige Abschnitte, die ich wirklich interessant fand und die genau das thematisiert haben, worauf ich im Vorfeld gespannt war – die Musik und alles, was damit im Zusammenhang stand. Anderes war mir einfach zu viel, auf verschiedenen Ebenen. Natürlich darf man in seiner Biografie schreiben, was man will, idealerweise eben das, was einem wirklich passiert ist. Einige der Passagen haben mich aber genau daran zweifeln lassen. War es tatsächlich so, wie Kaulitz es beschreibt oder liegt es daran, dass man einige Dinge als Kind und Jugendlicher anders wahrnimmt, anders bewertet, anders im Gedächtnis abspeichert? Vielleicht möchte ich aber auch einfach nicht daran glauben, dass es in Deutschland Regionen gab, in denen es normal war mit 13 seine zweite Abtreibung zu haben, weil man mal wieder vom Cousin schwanger war. Ich kann das natürlich nicht widerlegen, aber solche Aussagen empfand ich als sehr extrem und habe stark daran gezweifelt. Womit ich nicht sagen möchte, dass Bill Kaulitz lügt, nur einfach, dass es für mich absolut unglaublich klingt. Sicher auch, weil ich selbst nicht so aufgewachsen bin. Dabei bin ich nur ein Jahr älter als die Zwillinge und ebenfalls im Osten Deutschlands aufgewachsen, in einem anderen Bundesland, in einem anderen familiären Umfeld, aber eben auch nicht am anderen Ende der Welt.
Sprachlich ist besonders der erste Abschnitt des Buches sehr vulgär und konnte damit bei mir überhaupt nicht punkten. Man würde vielleicht erwarten, wenn man zum Weltstar wird und einem alle Türen offen stehen, dann dreht sich viel um Sex und Partys, wie es in der Welt eben so ist. Allerdings haben sexuelle Äußerungen, Beobachtungen und Erfahrungen VOR ihrem Erfolg scheinbar fast eine größere Rolle gespielt, als danach. Und sie sind mit 15 durchgestartet… Was nicht heißt, dass es danach kein Thema mehr war. Vor allem Alkohol und Drogen haben auch danach viel Platz eingenommen, Hut ab vor der Ehrlichkeit, das einfach mal so öffentlich zu schreiben.
Kaulitz beschreibt seinen Bruder und sich selbst häufig als freche Rotzlöffel, die es zum Beispiel den Lehrern nicht besonders leicht gemacht haben. Durch die lebhaften Schilderungen kann man sich auf jeden Fall vorstellen, dass es so gewesen sein kann. Auch später wussten sie genau, was sie wollten und was eben nicht. Damit haben sie vermutlich den einen oder anderen in den Wahnsinn getrieben, aber sie sind sich zumindest treu geblieben und haben sich nicht komplett verbiegen lassen, durch den ganzen Rummel, kalt gelassen hat es sie allerdings auch nicht.

Im Buch kann man die Karriere von Tokio Hotel mitverfolgen, all die Erfolge, aber auch das, was hinter den Kulissen passiert ist, was in Bills Kopf passiert ist, was ihn angetrieben und motiviert hat, aber auch was ihm Angst gemacht hat, was ihn fertig gemacht hat. Teilweise wirklich erschreckende Eindrücke aus einem extrem harten Business. Auch sein polarisierendes Auftreten ist immer wieder Thema im Buch. Nicht nur, warum er sich so gestylt hat, sondern auch, was die Reaktionen mit ihm gemacht haben. All diese Einblicke fand ich wirklich interessant, weil sie einem den Menschen hinter dem Erfolg ein wenig näherbringen und man, so zumindest mein Empfinden, sehr ehrliche Einblicke bekommt und er dabei nicht nur kritisch mit seiner Umwelt, sondern auch mit sich selbst umgeht.
Mit einigen wird im Buch sehr hart abgerechnet, wie gerechtfertigt das ist, können am Ende nur die Beurteilen, die daran beteiligt waren und alle Seiten der Geschichte kennen. Deutlich wird aber in jedem Fall, dass da so einiges nicht optimal gelaufen ist, von sehr vielen unterschiedlichen Seiten.
Ein wenig schade finde ich, dass das Schubladendenken bzw. andere in Schubladen stecken im Buch immer wieder stattfindet, obwohl der Autor selbst das für sich ja auch nicht möchte. Er möchte sein, wer er ist, wie er ist und sich so zeigen, wie es ihm gefällt, er möchte sich nicht den Mund verbieten lassen und lässt schon gar nicht alles mit sich machen, was sich irgendein ach so wichtiger Mensch überlegt hat, was doch mal ganz nett wäre. Und da bin ich auch voll bei ihm: jeder sollte leben dürfen, wie er ist und will, als Kind spielen womit er möchte, egal, ob das jetzt zu seinem Geschlecht zu passen scheint oder nicht, wer sich schminken möchte, soll sich schminken, wer nicht, lässt es eben bleiben. Vorurteile und Intoleranz sind ein großes Problem in der Gesellschaft. Allerdings kategorisiert Kaulitz selbst andere im Buch eben auch nach vorgefertigten Mustern und steckt sie in Schubladen, obwohl er sicher nicht bei jedem weiß, warum er ist, wie er ist oder sich so verhält, wie er es tut.

Durch das Vorwort wurde mir der Einstieg in dieses Buch sehr schwer gemacht. Ich fand es nicht besonders ansprechend geschrieben. Die verschachtelten Sätze, immer wieder Einschübe in Klammern, die Ausdrucksweise allgemein, die scheinbar recht willkürlich aneinandergereihten Informationen…. das hat mich leider gar nicht angesprochen und so habe ich mich ziemlich durch das Vorwort gequält und mehrfach überlegt, es einfach zu überspringen.
Fazit

Ich war nie ein Fan der Band Tokio Hotel, dennoch hat mich dieses Buch neugierig gemacht. Mich interessierten die Einblicke hinter die Kulissen, in die Köpfe der Jungs und hier eben speziell in den von Frontmann Bill. Was hat der Erfolg mit ihnen gemacht? Was haben sie selbst gewollt, was wurde ihnen aufgezwungen und was ist aus ihnen geworden? Die Einblicke in den Verlauf ihrer Karriere bekommt man im Buch dann auch, diese Passagen fand ich größtenteils interessant, auch wenn es alles auch sehr drogenlastig war. Das war es allerdings nicht erst nach ihrem überragenden Durchbruch, sondern auch schon vorher. Und auch mit sexuellen Andeutungen und Vergleichen wird nicht gespart. Sprachlich hätte es aus meiner Sicht ansprechender formuliert sein können, ohne dass ich eine geschwollene Sprache gewollt oder erwartet hätte. Ein bisschen weniger rotzig und vulgär hätte schon ausgereicht.
Inhaltlich kann ich den Wahrheitsgehalt natürlich nicht bewerten. Viele Abschnitte klangen für mich sehr ehrlich und haben tief blicken lassen. Stellenweise in sehr düstere Abgründe. Andere Passagen haben mich zweifeln lassen, aber gar nicht immer nur daran, ob es wirklich stimmt, sondern auch daran, wie es passieren kann, dass es so krass falsch läuft…. Ein Buch, das mich mit sehr sehr gemischten Gefühlen zurücklässt… Und auch wenn es nur 2,5 Sterne von mir bekommt, war es durchaus interessant, es zu lesen, so dass es für mich jetzt kein klassischer Flop ist.

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Rezensionen von Lesemama:

Fußballfan extrem

Unter Ultras. Eine Reise zu den extremsten Fans der Welt. von James Montague

Zum Buch:
Zwischen Politik und Fußball. Einblicke in eine sehr besondere Kultur.
Sind Ultras gleichzusetzen mit Hooligans? Der Autor hat die Ultras verschiedener Länder miteinander verglichen und ein Buch über diese besondere Art von Fans geschrieben.

Meine Meinung:
Ich würde mich jetzt noch nicht mal als Fan bezeichnen.

Ich mag Fußball, ich schaue mir auch das ein oder andere Spiel an, ich kenne ein paar wenige Spieler namens und kann sie dem passenden Verein zuordnen, das war es auch schon.
Natürlich ändert sich das alle zwei Jahre wenn im Wechsel Europa- und WeltMeisterschaft stattfindet.
Daher kann ich es nicht nachvollziehen, was mit den Menschen passiert, dass sie so fanatisch sind und das Hirn komplett ausschalten. Aber es gibt sie, überall auf der Welt und eiens haben sie alle gemeinsam, sie ticken total aus, wenn es um Fußball geht. Meiner Meinung nach hat es zwar nichts mehr mit Fan zu tun.
Dennoch war das Buch interessant zu lesen. Die Ultras anderer Länder "kennenzulernen".
Es wird immer Menschen geben, die so extrem sind. Ob man über sie ein Bich Scheiben sollte, sei mal dahingestellt. Aber so kann man sich seine Neugier befriedigen.
Aber es ist wohl doch eher für Fußballfans

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