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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

Eine erwachsene Frau löst sich von ihren Eltern, um sich endlich selbst zu verwirklichen

Ein Start ins Leben von Anita Brookner


Ruth Weiss versucht mit 40 Jahren, ihre unselbständigen kindgebliebenen Eltern zu verlassen, um endlich ein selbstbestimmtes Leben zu führen, ohne Rücksicht auf die schwierigen Eltern zu nehmen, die ihrerseits egoistisch und rücksichtslos ihr gegenüber sind.
Sie beschließt 1 Studienjahr in Paris zu verbringen und erhofft sich, dadurch den nötigen Abstand zu gewinnen.

- Ein schwieriges Unterfangen für die unterdrückte, schüchterne und gehemmte Frau.
Sie muss lernen, sich zu öffnen, Beziehungen zuzulassen und sich endlich zu entfalten.
In einem Vorwort lobt Julian Barnes die begabte Schriftstellerin und würdigt ihren Esprit und ihre einfühlsame Erzählweise.

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Rezensionen von PFIFF:

Familiengeschichte einer Russin und ihrer vier Töchter

Die Leben der Elena Silber von Osang Alexander


Elena heiratet in einer Provinzstadt in der Nähe von Moskau den Deutschen Textilingenieur Robert Silber und flieht mit ihm un d den vier Töchtern vor dem 2. Weltkrieg nach Deutschland.
Ihr Mann verschwindet. Sie muss ihre Töchter alleine großziehen.
Ihr Enkel, ein Filmemacher, sucht nach den Wurzeln seiner Großmutter, zuerst an Hand ihrer Erzählungen.

Er deckt das abenteuerliche Leben seine Familie langsam auf, die Grausamkeiten, die sie erleben musste und die Lebenslügen, die die schreckliche Wahrheit verschönern sollten.
Eine Familientragödie, die beispielhaft ist für die Zeit zwischen 1. und 2. Weltkrieg, packend erzählt.

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Rezensionen von PFIFF:

Emigrantenschicksal aus Syrien

Das Versprechen des Bienenhüters von Lefteri Christy


Nuri lebt in Aleppo und betreibt Bienenzucht.
Als der Krieg beginnt, versucht er zu bleiben. Sein Sohn kommt ums Leben, seine Frau erblindet. So entschließt er sich doch, seine Heimat zu verlassen und seinem Cousin nach England zu folgen.
Die Reise ist mühsam und deprimierend.
In England angekommen, versucht Nuri seinem geliebten Beruf wieder nachzugehen und Fuß zu fassen in einem fremden Land ohne Freunde mit einer verzwiefelten blinden Ehefrau, einer ungewohnten Umgebung, einer fremden Kultur.

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Rezensionen von PFIFF:

Kann eine Frau über Vierzig noch einmal neu anfangen?

Je größer der Dachschaden, desto besser die Aussicht von Potter Alexandra


Nell fühlt sich auf der falschen Seite der Vierzig.
Sie hat keine Familie, das mit ihrem Verlobten gemeinsame Büchercafé ist pleite.
Sie ist ausgebrannt und sucht auf Anraten ihrer Therapeutin eine Job, um sich abzulenken und etwas Sinnvolles zu tun, um nicht ins Grübeln zu kommen.
Ein ehemaliger Arbeitskollege vermittelt ihr einen Job als Nachrufschreiberin.

Dabei lernt sie eine lebenslustige Witwe kennnen, die ihr wichtige Lektionen erteilt und beweist, dass mit Vierzig das Leben doch noch Einiges zu bieten hat. Man muss sich nur darauf einlassen.
13 Tipps dafür befinden sich im Umschlag des Buchs.

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Rezensionen von yellowdog:

Schlemmen in Hamburg und Palma

Ich dachte schon, du fragst mich nie von Gabriella Engelmann

Der Roman „Ich dachte schon, du fragst mich nie“ hat einige Besonderheiten, zum Beispiel zwei Schauplätze: Hamburg und Palma de Mallorca. Und er wird in wechselnden Kapiteln aus zwei Perspektiven geschildert. Sophie, die mit ihrer Tochter gerade das Lokal Livs eröffnen möchte und Marc, der sie dabei unterstützen wird, als sie Hilfe dringend benötigen.

Man verfolgt die Gedanken der Protagonisten. Das finde ich originell von Gabriella Engelmann gemacht, man muss sich aber mit einer gewissen Sprunghaftigkeit abfinden.

Ich mag es, dass die Handlung in der Restaurant-Branche angesiedelt ist, wobei kulinarische Beschreibungen relativ kurz kommen.
Die Ausgangssituation des Romans ist schon ein wenig arg konstruiert.
Dafür sind die Beschreibungen des chaotischen Familienlebens ganz lustig, z.B. auch mit Sophies Töchtern und ihrer Schwester Geli.

Auch die sich anbahnende Beziehung zwischen Sophie und Marc ist überzeugend. Sie spüren von Anfang an eine Anziehungskraft zwischen sich, aber es entstehen auch einige Missverständnisse.
Den Roman zeichnen Humor und Leichtigkeit aus.

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Rezensionen von Marie aus E.:

Top-Story, nur das Privatleben der Ermittlerin, uff

Trauma - Kein Entkommen von Wortberg Christoph

Bei meiner Rezension bin ich etwas zwiegespalten.
Ich beginne mit dem Wichtigsten, der eigentlichen Handlung. Diese verdient volle fünf Sterne.
Zwei Todesfälle, unklar, ob es sich hier um Selbstmord oder Mord handelt, beschäftigen die beiden Ermittler Katja Sand und Rudi Dorfmüller. Stück für Stück versuchen sie, die Fäden zu entwirren.

Dazu kommen Rückblenden in die grausame Kindheit eines Jungen, bei denen man lange nach einem Zusammenhang sucht. Grandios geschrieben, in einem schönen, leicht lesbaren Schreibstil, trotzdem spannend und undurchsichtig. Das Ende fand ich etwas holterdipolter und einen Aspekt auch nicht realistisch, insgesamt ist die Haupthandlung aber sehr gelungen..
Schön fand ich das Münchner Umfeld, nicht aufdringlich anbiedernd, definitiv kein Lokalkrimi, aber gut eingebaut.


Dazu kam dann aber ein sehr tiefer Einblick in Katja Sands Privatleben. Sie schleppt ein dunkles Geheimnis mit sich und darauf wird ständig Bezug genommen. Ich mag es grundsätzlich, wenn Reihen die beiden Ebenen verbinden, so wächst man mit den Figuren und identifiziert sich mit ihnen. Hier war mir das aber definitiv too much. Immer wiederkehrend, ohne wirklich neue Erkenntnisgewinne und ohne Auflösung. Schließlich gibt es ja noch Band 2 (und 3), indem das dann wohl fortgeführt wird. Das hat mich beim Lesen zunehmend genervt und das hat dann auch zu dem einen Stern Abzug geführt.
Die Figur Katja Sand ist davon abgesehen aber sehr gut ausgearbeitet, ihr Kollege Rudi Dorfmüller bleibt hingegen vergleichsweise blass. Ich vermute aber stark, dass sich das in den Folgebänden noch ändern wird.

Ich bleibe auf jeden Fall dabei und werde die Reihe weiterverfolgen.

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Rezensionen von nanu?!:

Toller Humor, aber streckenweise zäh

Tinte & Siegel von Kevin Hearne

Schon wieder ist einer von Als Schülern zu Tode gekommen. Diesmal war ein Rosinenscone Schuld.
Was dann aber bei den Aufklärungarbeiten ans Licht kommt, hätte selbst Al nicht erwartet. Sein Schüler dealte wohl mit Siegeln und Feenwesen, aber das scheint nur die Spitze des Eisberges gewesen zu sein.

..

Die meisten sind so begeistert von dem Buch, da habe ich ja schon fast ein schlechtes Gewissen weil es mich nicht überzeugen konnte.

Dabei fand ich die Grundidee gar nicht so übel mit den Agenten, die dafür sorgen sollen, dass die Welt der Menschen sich nicht mit der Welt der Feenwesen vermischt. Und der Siegelagent Al hat einiges zu tun, denn nicht alle Wesen halten sich an die Regeln.
Al ist als Hauptfigur ganz in Ordnung, aber auch ein bisschen langweilig. Er ist ein korrekter, loyaler Typ der immer versucht das richtige zu machen. Da fand ich seine Kollegen schon interessanter. Nadia, die alles und jeden zu Kleinholz verarbeitet, und Buck Foi, eine Art Kobold mit einer besonders großen Klappe und einer Schwäche für geklauten Whiskey.

Mich störte eher die Art wie die Magie der Siegel funktionierte. Al kann mit seinen Siegeln jede Art von Problem umschiffen. Dazu zieht er einfach wie Inspektor Gadget, ein Siegel nach dem anderen aus seinem langen Mantel, bricht sie, und schon wirkt der Zauber. Das war mir zu einfach. Es gab nur Probleme wenn er zu wenig Siegel eingepackt hatte.

Ich fand auch das es zu viele Längen in der Handlung gab. Oft passiert einfach gar nichts. Da man immer jemanden braucht der zwischen den Welten wechseln kann, wird viel Zeit mit den Boten verplempert. Dann werden Nachrichten ausgetauscht oder es muss jemand geschickt werden, der den gewünschten Gesprächspartner aus dem Feenreich holt. Dann werden irgendwelche Verträge ausgehandelt, da die Wesen nicht einfach so in die Welt der Menschen rüberkommen können. Das zieht alles einfach nur unnötig in die Länge, und eigentlich ist auf diesen vielen Seiten überhaupt nichts nennenswertes passiert.
Nur das letzte Drittel des Buches hat mir richtig Spaß gemacht, da kam es nämlich zur Auflösung und endlich mussten die Figuren mal richtig handeln.

Etwas das mir aber sehr gut gefallen hatte, war die derbe Sprache. Es wird sehr viel geflucht und keine der Figuren nimmt ein Blatt vor den Mund. Und der Humor lag mir sehr, dafür einen Daumen hoch!

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Rezensionen von Lea:

Gedankenwelt eines Mönchs

Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger

Dieses Buch besticht durch den speziellen Erzählstil, der die Gedankenwelt eines jungen Mönchs darstellt. Dabei ist die Sprache wunderschön, die Handlung eher wenig aufregend und die Ereignisse, die passieren sind nüchtern erzählt. Zu Beginn des Buches taucht man in sehr verärgerte Gedanken ein.

Lukas‘ Kamerad - sein bester und langjähriger Freund - hat das Kloster verlassen, da er eine Familie gegründet hat. Ein kürzlich erhaltenes Bild scheint seine Enttäuschung über die Entscheidung seines Bruders wieder hochzubringen. Um seine Gedanken zu klären, geht er regelmäßig zum nahegelegenen See zum Schwimmen. In kurzen Beschreibungen schweifen die Gedanken zwischen dem Tagesablauf, den Klosterbrüdern, den Besuchern im Kloster, seiner Vergangenheit und auch ganz belanglosen Themen hin und her. Trotzdem kann man sich ein gutes Bild über ihn und seine Vergangenheit machen. Beim Schwimmen trifft er eine Frau namens Sarah, mit der er Zeit am See verbringt und der auch in seinen Gedanken immer wieder anspricht.
Ein Buch wie dieses kam bisher nicht in meiner Leseliste vor. Nachdem ich mich zu Beginn mühsam in das Buch gefunden habe, gefiel es mir besser, je weiter die Geschichte fortschreitet. Eine angenehm und wunderschöne Sprache, die man erst genießen kann, wenn man sich auf die Geschichte eingelassen hat.

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Rezensionen von Anna625:

Mosaik der Wünsche

Der Zirkus von Girifalco von Domenico Dara

Es ist Sommer im italienischen Dorf Girifalco. Die Dorfbewohner erwarten bereits sehnsüchtig die anstehenden Feiertage zu Ehren des Heiligen San Rocco, als ein verirrter Zirkus auf dem Feld in der Nähe Halt macht und innerhalb weniger Tage das Leben zahlreicher Bewohner grundlegend verändert.

Der Roman ist nicht auf die herkömmliche Weise aus der Sicht eines oder weniger Protagonisten geshrieben, sondern lässt sich vielmehr als eine Art Mosaik aus den Leben vieler einzelner Menschen verstehen, in dessen Mittelpunkt derZirkus steht.

Da wäre zum Beispiel Archidemu, dessen Bruder vor vielen Jahren verschwunden ist und der sich seitdem viele Gedanken zum Universum und zum Leben macht; Angeliaddu, der von allen ausgegrenzt wird, da er "gezeichnet" ist und somit ja nur eine Inkarnation des Bösen sein kann; oder Cuncettina, die einfach nicht schwanger werden kann und deren ganzes Leben von dieser Enttäuschung bestimmt wird. Wechselseitig wird die Geschichte nun aus Sicht all dieser Personen erzählt. Mit der Ankunft des Zirkus kommt auch die Hoffnung ins Dorf, und man hofft inständig auf die verschiedensten Wunder.

Ich habe den Roman gerne gelesen, phasenweise war er jedoch recht langatmig. Nicht alle Figuren waren mir sympathisch, die Geschichte mancher wurde mir auf Dauer zu anstrengend und andere habe ich dafür erst mit der Zeit zu schätzen gelernt. Gerade in der ersten Hälfte des Buches hat mir etwas der rote Faden gefehlt, dort waren die Schicksale ein wenig zu lose nebeneinandergestellt und es dauert eine Weile, bis man einen Überblick erhält und das Gefühl bekommt, dass die Geschichte sich entwickelt und in Schwung kommt.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch der Flair des kleinen italienischen Dörfchens mit seinen teils sehr skurrilen Einwohnern wurde gut eingefangen; man konnte sich - wie die Zirkusfamilie - als "Fremder" gut in diese Kulisse einfühlen, in dieses Puzzle aus Menschen, die einen Einblick sowohl in ihr ganz alltägliches Leben als auch in ihre tiefsten, intimsten Wünsche erlauben. Fast spürt man beim Lesen selbst die aufgeregte, erwartungsvolle Sehnsucht, die sich beim Anblick der Zirkuszelte unter den Dorfbewohnern ausbreitet, die Freude auf die abendlichen Vorstellungen, die längst vergessen Geglaubtes in Erinnerung rufen und schon lange Aufgegebenes plötzlich möglich zu machen scheinen.

Melancholisch und mit seiner poetischen Sprache entführt "Der Zirkus von Girifalco" den Leser nicht nur in ein kleines, kalabrisches Dörfchen, sondern auch in eine Welt voller Magie und Vertrauen ins Leben. Mir hat diese Reise gut gefallen, ich hätte aber einige Längen gerne gestrichen und mir weniger häufige Perspektivwechsel gewünscht.

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Rezensionen von Sonne3:

„unbedeutend“ und dennoch grandios

unbedeutend von Miku Kumiko

Beeindruckende Gedanken! Regen wiederum meine Gedanken an. Manches Mal sind die Texte irritierend, aber gerade das macht das Lesen spannend. Wirklich genial!
Für alle, die gerne philosophieren, meditieren oder sich mit Zen-Buddhismus beschäftigen. Aber auch für alle anderen.

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