Kunden em pfehlungen
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Ergreifender Jugendroman
Fürchtet uns, wir sind die Zukunft von Lea-Lina Oppermann
Theo beginnt ein Klavierstudium an einer Academie. Das erste Mal von zu Hause weg, samt Schildkröte Panzer trifft er auf Mitstudenten, die ihn das Leben mit anderen Augen sehen lassen. Im Mittelpunkt dabei ist Aida. Sie steht für "Zukunft" und für Alles, was Theo zu wollen beginnt.
Der Buchtitel klingt provokativ und kraftvoll, eine richtige Kampfansage! Eine Kampfansage an das Leben und an Erwachsene, die jungen Menschen die freie Entwicklung versagen.
Darum geht es schließlich. Die Geschichte hält also, was der Titel verspricht.
Es ist spannend und mitreißend, wie Theo seine Erlebnisse als Student beschreibt. Er muss sich zurechtfinden, oft fällt ihm das schwer und zeitweise überschlagen sich die Ereignisse. Theo staunt, begegnet seinen Ängsten, überschreitet Grenzen, leidet und kämpft. Das macht ihn zu einer starken Hauptfigur. Die Beschreibungen von Theo lassen mitfühlen, er ist sehr sympathisch. Die Begegnungen mit Aida und den anderen, die Dynamiken - wirkt meistens realistisch.
Besonders reizvoll an der Geschichte ist die musikalische Komponente. Das Klavierspielen und die Beschreibungen, insbesondere wie sich Theo darin vertieft sind sehr bewegend. Die Musik lässt sich förmlich hören. Anders als der Buchtitel erwarten lässt, hat die Geschichte viele stimmungsvolle und vorallem harmonische Szenen - auch in Verbindung mit seinem Mentor Herr Goldstein. Dagegen wirken die waghalsigen Aktionen teilweise etwas merkwürdig. Harmonie und Kampf sind manchmal zu extrem. Die Geschichte nimmt die Lesenden in das Geschehen auf und lässt sich auch deswegen wie "im Flug" lesen. Es gibt ein paar spannende Wendungen. Insgesamt ist die Geschichte sehr stimmig und rund.
Mitreißend und atmosphärisch. Eine Kampfansage junger Menschen an das Leben.
Rezensionen von yellowdog:
Was es heißt, Fan zu sein
Schlachthofromanze. Verliebt in Fury in the Slaughterhouse von Illi Hinzberg
Das Buch hat einen Stil und Ton eines Blogs, und die Autrin ist ja auch Bloggerin. Es wird also nicht gerade literarisch ausgefeilt geschrieben sondérn locker-flockig geht es darum, die Gefühlslage über das hier gewählte Thema auszudrücken. Es ist auch weniger direkt ein Buch über Fury in the Slaughterhouse, die erfolgreiche Rockband aus Hannover.
Vielmehr ist es eine treffende Beschreibung des Fan-seins, im positiven Sinne. Als das funktioniert es und ist unterhaltsam, oft auch albern bis witzig. Aber sie stellt die Band nicht direkt vor und analysiert nicht die Songs. Man sollte halt keine falscher Erwartungshaltung haben.
Fury in the Slaughterhouse sind glaube ich eine gute Wahl für dieses Buch, denn die Band hat viele zugängliche Songs ohne dass sie flach oder anspruchslos sind. Zudem kennt sie wohl fast jeder. Es macht auch Spaß, während des Lesens ihrer Musik zu lauschen.
Illi Hinzberg ist authentisch, das zeichnet das Buch aus.
Rezensionen von BarbaraM:
Ganz viel psychologisches Feingespür, spannend und beklemmend zugleich
Unter Wasser Nacht von Kristina Hauff
„Unter Wasser Nacht“ von Kristina Hauff ist 2021 im Verlag hanserblau erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 286 Seiten.
Zwei sehr gut miteinander befreundete Familien stehen am Wendepunkt ihrer Beziehung. Sophie und Thies haben ihren Sohn Aaron bei einem bislang ungeklärten Unfall an der Elbe verloren und müssen mit der Frage nach dem „Warum“ und aufkommenden Schuldgefühlen klar kommen.
Inga und Bodo leben gleich gegenüber mit ihren beiden Kindern ein scheinbar idyllisches Familienleben. Und nun kommt ein Jahr nach Aarons Tod plötzlich Mara ins Dorf, rüttelt alle gehörig wach, bringt so einiges durcheinander und deckt Geheimnisse auf.
Kristina Hauff gelingt es in ihrem Roman den Leser durch ihren feinfühligen, ruhigen und sehr fesselnden Schreibstil in den Bann zu ziehen. Ich als Leserin fühlte so ab der ersten Seite sowohl was die Höhen als auch die Tiefen der einzelnen Charaktere anbelangt, mit und konnte mich gut in alle hineinversetzen und ihre Gefühle und Gedanken nachvollziehen. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der vorkommenden Charaktere erzählt. So kam für mich ganz langsam nacheinander immer mehr ans Licht und ich konnte auch wirklich in die „Seele“ der einzelnen blicken. Kristina Hauff schreibt mit ganz viel psychologischem Spürsinn. Der Spannungsbogen blieb in meinen Augen ab der ersten Seite an durchgängig erhalten und teilweise war die Atmosphäre im Buch wirklich auch beklemmend. Ich war schon immer wieder gespannt darauf, zu erfahren, was als nächstes passieren wird, wie die einzelnen Personen nun reagieren werden und welchen Einfluss, das gerade Gelesene auf den Verlauf der Geschichte haben könnte.
Fazit: Ein psychologisch fein geführter, durchwegs spannender und in meinen Augen sehr gelungener Roman. Ich spreche voller Begeisterung eine Leseempfehlung aus.
Rezensionen von Gerda:
Leidenschaft
Der Klang der Wälder von Natsu Miyashita
Tomura stammt aus einem einsamen Bergdorf. Er absolviert gerade sein letztes Jahr in einer Schule. Durch Zufall wird er gebeten den Stimmer zu einem Klavier zu bringen. Er kann sich darunter nichts vorstellen, aber er macht es. Dann will er sich zurück ziehen. Aber der Ton des Klaviers und die daraus entstehenden Bilder in seinem Inneren lassen ihn ausharren.
Bei ihm ist dadurch der Wunsch entstanden, diesen Beruf zu erlernen.
Der perfekte Ton, das Stimmen eines Klaviers für den jeweiligen Benutzers zieht sich als roter Faden durch das Buch. Das Zweifeln an den eigenen Fähigkeiten, bin ich gut genug? Werde ich je die Fähigkeiten meiner Ausbilder erreichen?
Ein sehr poetisches schönes Buch. Es transportiert Bilder und begleitet Tomura in seiner Entwicklung. Mir hat dieser ruhige Roman sehr gut gefallen. Auch konnte ich sehr viel über Klaviere und deren Geschichte lernen.
Rezensionen von brauneye29:
Jetzt habe ich Hunger!
Weber's Gasgrillbibel von Manuel Weyer
Zum Inhalt:
Das Buch umfasst wirklich alles, was zum perfekten Grillen mit dem Gasgrill benötigt wird, was man wissen muss und was man damit machen kann.
Meine Meinung:
Bücher zum Thema Grillen gibt es bestimmt mehr als eins, aber so ein ausführliches, ist wahrscheinlich eher selten. Auch wenn es in Teilen schon auch eine Art Verkaufsveranstaltung in Buchform ist, denn es werden derart viele Utensilien vorgestellt und auch in den Rezepten verwendet, dass man schon einiges benötigt, um alles auszuprobieren.
Sehr gut gefallen hat mir, dass alles sehr gut und auch Schritt für Schritt erklärt wird. Die Rezepte lassen einem wirklich das Wasser im Mund zusammenlaufen und eigentlich benötigt man kaum noch ein anderes Gerät als einer der Weber Grills. Einiges werde ich sicher ausprobieren, weil es sich derart lecker anhört.
Fazit:
Jetzt habe ich Hunger!
Rezensionen von Lisa:
Schönes Debüt über Großstadtträume und Selbstwerdung
Serienunikat von Chantal-Fleur Sandjon
"Serienunikat" - passender könnte der Titel dieses Buches kaum sein.
Große Städte wie Berlin scheinen ein magischer Anziehungsort für junge Menschen auf der Jagd nach ihren Träumen zu sein - manche gehen in Erfüllung, manche zersplittern, wiederum andere entwickeln sich anders, aber überraschend positiv - jede einzelne Person erlebt das auf ihre eigene Art.
Es geht um das Ausbrechen aus vorgefertigten Mustern und um den Wunsch, anders zu sein. Den jede*r auf seine Art hat - wir alle sind "Unikate in Serie". :)
Ann-Sophie flüchtet von der Provinz nach Berlin - vor einer Zukunft, die ihre Eltern für sie geplant haben, ohne darauf zu hören, was ihre Tochter eigentlich will. In der großen Stadt lernt Ann-Sophie Menschen kennen, die sie auf Anhieb zu verstehen scheinen - ihre liebenswürdig-schräge WG ist die Familie, die sie sich aussucht. Auf einer Party bekommt sie von einem Fremden eine Liste mit Dingen, die man tun soll, um sich selbst zu finden - jeder einzelne Punkt darauf bringt Ann-Sophie, Ann d'Arc genannt, näher zu der Person, die sie sein möchte.
Auch als Leser fühlt man sich in der WG mit Catchy, Monk und Stefan sofort wie zu Hause. Die Gruppe ist ein zusammengewürfelter Haufen, der aber überraschend gut zusammen funktioniert und wirklich herzlich miteinander umgeht.
Die Charakterentwicklung von Ann-Sophie ist sehr spannend mitzuerleben: Tritt sie dem Leben in der Großstadt anfänglich ein wenig naiv entgegen, so lernt sie während ihrer Zeit dort auch die Schattenseiten des vermeintlichen Traumlebens kennen und fällt in ein tiefes Loch, aus dem ihre Freunde sie herausziehen müssen.
Meiner Meinung nach ist "Serienunikat" eine authentische Coming-of-Age-Geschichte über Rebellion, Ausbruch und harte Wahrheiten. Ich würde es jeder und jedem empfehlen, die sich gerade im Selbstfindungsprozess befinden oder über ihre Selbstwerdung reflektieren möchten. Es gibt für jede und jeden einen Weg, den zu beschreiten es sich lohnt.
Rezensionen von nil_liest:
Mehr Queen als Krimi!
Das Windsor-Komplott von Bennett S J
Einerseits habe ich das Buch gerne gelesen und andererseits so gar nicht. „Das Windsor Komplott - Queen Elizabeth ermittelt“ ist ein Buch, dass uns mit in die Welt der britischen Monarchie mitnimmt. Wir sind mittendrin und zwar so nahe wie es nur geht, die Perspektive der Queen auf die Welt mit all ihren Bediensteten, ihrem doch charmanten, aber sehr direkten Gatten und all ihre Verpflichtungen.
Es ist aus meiner Sicht auch der Kniefall der Autorin gegenüber einer Frau, die sich seit Jahrzehnten ihrem Amt verschrieben hat, nie aufgibt, loyal ist ihrem Volk gegenüber und die Pflicht nie aus den Augen lässt.
Das wird nun mit einem Mord in Windsor Castle gepaart und die Queen ermittelt nebenbei, mit Hilfe ihrer neuen Privatsekretärin Rozie. Die Queen wäre nicht die Queen, wenn hier nicht einiges anders laufen würde als man es sich bei detektivischer Arbeit denken würde. Sie hilft ihrem Personal auf die Sprünge könnte man sagen. Der Fall ist auch kniffelig und ich wäre bis zuletzt auch nicht auf die Lösung gekommen. Bloß bleibt da ein Rest-Fragezeichen stehen, der rote Faden ist da, aber er franzt ein wenig in alle Richtungen aus.
Alles in allem recht vergnüglich zu lesen, doch bin ich fest davon überzeugt, dass dieses Buch im Original sicher um längen besser ist. Nicht nur, weil ich die Übersetzung nicht immer grandios fand, sondern vor allem auch wegen des einzigartigen britischen Flairs, dass hier besonders zelebriert transportiert wird und dazu gehört natürlich, by all means, auch die Sprache.
Fazit: Dieses Buch ist eher was für Liebhaber der britischen Understatement-Kultur und der Monarchie. Für eingefleischte Krimi-Leser ist es eher eine Enttäuschung.
Rezensionen von Lesehörnchen99:
Ein kleines Juwel
Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor
Mason Buttle ist vielleicht nicht der klagte Mensch, er kann kaum lesen und schreiben, aber er hat ein Herz. Durch seine Schwäche beim Buchstabierwettbewerb findet er nur John und Spott, aber zum Glück gibt es Calvin. Calvin ist klein und schmächtig und wird genauso gehänselt wie Mason.
Aber die beiden sind beste Freunde. Bis Calvin verschwunden ist und Mason mit seinem Verschwinden in Verbindung gebracht wird. Ist doch noch nicht vergessen was mit Masons vorherigem Freund Benny passiert ist ...
Das Cover ist ein echter Hingucker, auch wenn es nicht bunt und auffällig ist. Beim Lesen der Leseprobe war ich ja eigentlich nicht so ganz von der Geschichte überzeugt, aber die begeisterten Stimmen machten mich neugierig, so wollte ich es dann doch lesen.
Und ich habe es nicht bereut. Eigentlich eine recht ruhige Geschichte entpuppt sie sich zu einem wahren Juwel.
Es wurde aus Masons Sicht erzählt und hat mich total in seinen Bann gezogen. Sehr einfühlsamund berührend erzählt Mason, was wirklich geschah, so wie er es wahrgenommen hat.
Ich bin total fasziniert und kann es nur weiterempfehlen. Ein unglaubliches Jugendbuch.
Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. Historiker:
Auf den Punkt gebracht
Die ganze Wahrheit (wie Mason Buttle sie erzählt) von Leslie Connor
Wieder ein bemerkenswertes Buch von Phil Hubbe.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Manfred Fischer, Journalist u. HistorikerRezensionen von Lesehörnchen99:
Berührende Geschichte
Warten auf Wind von Kroon Oskar
Vinga ist ein typischer Teenager. Nach der Trennung ihrer Eltern verbringt sie die Sommerferien lieber bei ihrem Großvater auf einer Insel Meer, fernab vom Festland, als mit ihrer neuen Patchworkfamilie.
Dann steht auf einmal Rut vor ihr, Rut ist so ganz anders als Vinga. Vinga liebt die Insel, das einsame Leben.
Rut nicht. Dennoch zieht es die beiden zueinander hin ...
Eine unglaublich berührende Geschichte, teilweise auch sehr überraschend, aber unglaublich einfühlsam erzählt.
Normalerweise schrecken mich Bücher, die irgendwelche Preise gewonnen haben und so hochgelobt werden, eher ab, da ich oft mit dem Stil nichts anfangen kann. Aber dieses Bich ist besonders. Eine so wunderschöne Geschichte, die mich sehr berührt hat.
Ein sehr flüssiger Schreibstil, ich hatte zwar abundzu Probleme mit den für mich doch fremdklingenden Namen, aber wenn man es nicht laut vorlesen muss, spielt es eh keinen Rolle.
Vinga ist so ein einfühlsamer Mensch, so jemanden hätte man gern zur Freundin.
Allerdings ist das Buch anders als die meisten Bücher des Verlages, eher für ältere Leser. Ich würde es erst mit dreizehn, vierzehn Jahren empfehlen. Aber eine richtig schöne Story, absolut empfehlenswert.










