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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Gregoritsch:

Doppelbödige hintergründige fesselnde Erzählungen rund um Kriminalfälle, Kriegsgeschichte, Süchte und Besesssenheiten

Fest am Land von Tatjana Gregoritsch

"Das Fest am Land", Societyevent, erweist sich als Mißbrauchskriminalfall, ein Australier entdeckt in Wien auf den Spuren seiner emigrierten Familie Ungeheuerliches, ein Politiker im persönlichen Notstand, Wirtschaftskandale, Sterbehilfe zwischen Stockholm und Wörthersee und vieles mehr im Kreativ-Kosmos der Autorin, Mitglied des österreichischen PEN Clubs, versiert in verschiedenen literarischen Formen.

Sie hat in diesem Band Texte versammelt, die verstreut in Anthologien veröffentlicht wurden oder es auf diverse shortlists geschafft haben.

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Rezensionen von Lilli33:

Ein echter Pageturner

VANITAS - Rot wie Feuer von Poznanski Ursula

Ein echter Pageturner

Inhalt:
Carolin Bauer ist wieder in Frankfurt, wo sie damals Fürchterliches mit dem Karpin-Clan erlebt hat. Nachdem die Karpins erfahren haben, dass ihr Tod nur vorgetäuscht war, bleibt Carolin nichts anderes übrig, als in die Offensive zu gehen und von der Gejagten zur Jägerin zu werden.

Sie hat einen Plan, wie sie ihren verhassten Widersacher Andrei Karpin vernichten kann …

Meine Meinung:
Nach dem Cliffhanger am Ende des 2. Bandes konnte ich es kaum erwarten, Band 3 von „Vanitas“ in den Händen zu halten. Anders als in den beiden Vorgängerbänden gibt es hier keinen eigenständigen Kriminalfall, der gelöst werden müsste. Die ganze Story beruht nur auf Carolins Abrechnung mit den Karpins. Konnte man die ersten zwei Bände auch jeweils einzeln lesen, sollte man für den dritten aber besser Vorkenntnisse haben, weil sonst vieles im Unklaren bleibt, was für die Handlung wichtig ist.

Von der ersten Seite an hat mich dieser Thriller gepackt. Während Band 1 und 2 eher gemächlich verliefen, geht es im finalen Band rasant zur Sache. Die Autorin gönnt weder der Protagonistin noch den Leser*innen eine Verschnaufpause. Es geht sehr spannend los und Ursula Poznanski schafft es auch, diese Spannung bis zum Schluss hoch zu halten. Carolin erzählt in der Ich-Form und in der Gegenwart. Dadurch bekommt man das Gefühl, alles gerade im Moment selbst zu erleben, und das treibt den Adrenalinspiegel hoch. Denn die junge Frau schlittert von einer brenzligen Situation in die nächste - wie es halt so ist, wenn man sich mit verschiedenen mafiösen Clans einlässt. Zwar hat sie einen ausgeklügelten Plan, wie sie ihre Feinde zur Strecke bringen kann, doch vieles lässt sich einfach nicht vorhersehen und so funkt ihr ständig jemand dazwischen. Das ist auch für die Leserschaft überraschend und gibt der Handlung immer wieder neue Wendungen. Langweilig wird es hier wirklich nicht!

Wer es gerne brutal und blutig mag, ist hier genau richtig. Manche Beschreibungen können empfindlichen Personen heftig auf den Magen schlagen. Zuweilen ist das schon ziemlich unappetitlich zu lesen.

Auch wenn ich gerne noch mehr von Carolin Bauer lesen würde, bin ich damit zufrieden, dass das Ende nun erreicht ist. Es ist ein befriedigender Abschluss einer langen Jagd, auch wenn es etwas anders kommt, als man erwartet.

Die Trilogie:
Vanitas 01. Schwarz wie Erde
Vanitas 02. Grau wie Asche
Vanitas 03. Rot wie Feuer

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Rezensionen von Karo:

Die Welle 2.0

Fair Play von Kerstin Gulden

Zum Inhalt: Die Politik organisiert einen Schulwettbewerb zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit. Eine Schule will offenlegen, welche Auswirkungen unsere täglichen Handlungen auf die Umwelt haben. So wird die App Fair Play entwickelt, die genau dieses zeigt. Sie ist unser Klimakonto, verknüpft mit allen anderen technischen Geräten aber auch in der Lage, durch das Mikrofon aufzuschnappen, welche Umweltsünden wir begehen.

Und so wird jede kleinste Handlung gespeichert und analysiert. Am Ende geht es darum, dass eigene Klimakonto sowie das Gemeinschaftskonto im grünen Bereich zu halten. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass es gar nicht so einfach ist und dass jede Entscheidung, die wir täglich treffen, einen negativen Einfluss aufs Klima hat.
Sei es die Avocado aus Peru oder die Entscheidung, den Bus anstatt das Fahrrad zu nehmen. Immer mehr SchülerInnen schließen sich der App an und beginnen ihr Leben nur noch darauf auszurichten, ihre Klimabilanz im grünen Bereich zu halten. Welche Auswirkungen hat das wohl auf den Alltag und was geschieht mit den SchülerInnen, die nicht Teil der Gruppendynamik werden wollen? Und was geschieht, wenn jemand mehr Macht über die App hat und sie zu seinen Zwecken manipulieren kann? Als dann noch die Politik und Wirtschaft ihre Finger im Spiel haben, wird die Dynamik immer gefährlicher. Kann sie gestoppt werden?

Meine Meinung: Ich hatte mich sehr auf das Buch gefreut und habe extra meine Punkte eingelöst. Zum Glück wurden meine Erwartungen mehr als übertroffen. Von der ersten bis zur letzten Seite war ich durchweg gefesselt und in den Sog der Handlung gezogen. Der Schreibstil ist rasant und suchterregend. Geschrieben wurde das Werk aus vier Perspektiven, vier SchülerInnen, die uns ihre Einstellungen zur App vorstellen und uns zeigen, welche Auswirkungen diese App auf ihr Leben hat. Man kommt beim Lesen nicht drum herum, einen Vergleich zum Werk „Die Welle“ zu ziehen. In gewisserweise ist Fair Play eine moderne Fassung.
Auch hier geht es um Gruppendynamik und die Gefahren, die herrschen, wenn man nicht hinterfragt, sondern blind folgt. Das ganze in einem sehr modernen Setting, dass die Lebenswelt von SchülerInnen wohl perfekt einfängt, schließlich ist es diese Generation, die sich besonders für den Klimaschutz einsetzt. Und genau hier liegt die Stärke des Buchs. Sie zeigt das brennende Engagement der Schülerinnen für das Klima und verdeutlicht ebenfalls, wie ermüdend es sein kann, wenn die Politik nur Symbolpolitik betreiben möchte. Von mir gibt es fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung. Schon jetzt hat es Fair Play in meine Liste der Top Bücher des Jahres geschafft.

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Rezensionen von begine:

Kurzgeschichten

Glück hat einen langsamen Takt von Borrmann Mechtild



Von der Schriftstellerin Mechtild Borrmannhabe ich schon einiges gerne gelesen.

„Glück hat einen langsamen Takt“ besteht aus 20 Kleingeschichten. So erfahren wir von den Schicksalen vieler Personen.
Ich mag ja lieber richtige Romane, denn bei den kurzen Geschichten bleiben immer viele Fragen offen.

Besonders hat mich das Schicksal von Christa betroffen gemacht. Von Kindheit an, sollte sie Vater und Mutter ehren.

Das Buch ist absolut lesenswert.

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Rezensionen von brauneye29:

Der schwächste Band

VANITAS - Rot wie Feuer von Ursula Poznanski

Zum Inhalt: Carolins Verfolger haben sie aufgespürt und sie tritt die Flucht nach vorne an. Sie begibt sich nach Frankfurt, ausgerechnet in die Hochburg ihrer Feinde, in der man sie wahrscheinlich am wenigsten vermutet. Hier will dem Grauen ein Ende setzen. Wird es ihr gelingen? Meine Meinung: Ich kann nicht sagen, warum dass so ist, aber mit jedem Band wurde die Serie für mich etwas schwächer.

Dieses Mal hatte ich ein wenig Mühe der Geschichte zu folgen, irgendwie fand ich die Geschichte etwas sperrig geschrieben. Wäre der erste Band so wie dieser gewesen, hätte ich vermutlich die nachfolgenden Bände nicht mehr gelesen. Dennoch würde ich der Autorin sicherlich immer wieder eine neue Chance geben, da sie schon viele interessante Bücher geschrieben hat und bestimmt auch wieder schreiben wird. Fazit: Der schwächste Band

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Rezensionen von brauneye29:

Interessante Einblicke

Gefangen und frei von David Sheff

Zum Inhalt:
Jarvis hatte keine schöne Kindheit, falsche Freunde, er begeht Straftaten und landet schließlich im Knast. Dort wird ihm dann auch noch ein Mord an einen Gefängniswärter angehängt und er wird zum Tode verurteilt. Er ist wütend, voller Hass und sieht keinen Ausweg mehr. Dann entdeckt er die Meditation und entdeckt den Buddhismus für sich.

Meine Meinung:
Mal davon abgesehen, dass ich die ganzen Erlebnisse sowohl im positiven als auch im negativen überhaupt nicht nachvollziehen konnte, hat das Buch dennoch einen gewissen Reiz. Denn zu lesen, wie jemand, der völlig auf der bösen Seite zuhause war, durch Meditation zu einer Art anderem Menschen wird, ist so unglaublich. Würde nicht gesagt, dass das Buch auf Tatsachen beruht, würde man nicht glauben, dass so was möglich ist. Der Schreibstil ist gut und das Buch liest sich gut.
Fazit:
Interessante Einblicke

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Rezensionen von brauneye29:

Interessante Geschichte

Die Roseninsel von Anna Reitner

Zum Inhalt:
Liv braucht dringend eine Auszeit. Da kommt die Vertretung des Verwalters auf der Roseninsel gerade recht. Sie wird dort allein sein, nur Johannes kommt gelegtlich rüber und bringt Lebensmittel. Durch eine Ungeschicklichkeit in der Villa entsteht ein Loch in den Dielen. Dort findet Liv ein altes Tagebuch.

Nach und nach taucht sie in die Geschichte ein.
Meine Meinung:
Ja, ich hatte durchaus schon mal von der Roseninsel gehört, aber von der Geschichte und der Vergangenheit der Insel hatte ich keine Ahnung. Klar, waren auch fiktive Elemente in der Geschichte der insel enthalten, aber eben durchaus Elemente, die so waren. Aber auch die Geschichte, die in der Gegenwart spielt, ist interessant und macht neugierig auf die Hintergründe, die Liv bewegt haben, eine Auszeit zu nehmen. Mir hat das Buch in seiner Gänze richtig gut gefallen und kann das Buch absolut empfehlen.
Fazit:
Interessante Geschichte

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Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:

Endlos

Big Sky Country von Callan Wink

August wächst als Sohn eines Farmers in Michigan auf. Seine Eltern trennen sich. Mit seiner Mutter zieht er nach Montana. Dort macht er seine ersten Erfahrungen mit Football, Frauen und dem Autofahren. Doch eigentlich ist er einsam.

Das ist auch schon gefühlt die ganze Geschichte. August wächst auf, verloren in der Weite Amerikas.

Er wirkt fehl am Platz, macht vieles unreflektiert mit, scheint ganz der typische amerikanische Jugendliche zu sein. Er macht verstörende Erfahrungen, tötet zum Beispiel auf brutale Weise Katzen, nicht zu schweigen von der Gruppenvergewaltigung. Diese Brutalität und Gedankenlosigkeit ist erschreckend. Scheinbar geht aber alles an ihm vorbei.

Beim Lesen bekommt man einen guten Eindruck von der Natur, den Tieren und der Weite. Auf Dauer jedoch nehmen diese Beschreibungen zu viel Raum ein, es wird eintönig. Zudem passiert in der Geschichte ziemlich wenig. Es fehlt an Spannung. Der Roman beschäftigt sich sehr mit August's Innenleben, das jedoch nicht so viel hergibt.

Obwohl sich der Text gut lesen lässt, bin ich aus der gefühlt endlosen und trostlosen Erzählung immer wieder ausgestiegen.

Fazit
Eine trostlose und teils brutale Erzählung mit einigen Längen über das Aufwachsen in der Weite Amerikas.

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Erwachsene auf die Schippe genommen

Das Faultier bewegt sich wie Opa von Eva Dignös; Katja Schnitzler

"Das Faultier bewegt sich wie Opa" ist nur eine der gesammelten Aussagen von Kindern, welche in diesem Buch zusammengestellt wurden. Die Autorinnen haben eine gute Auswahl witziger Kindersprüche getroffen. Viele Zitate sind leicht verständlich, einige Aussagen sind besser im Zusammenhang zu verstehen.

Sinnigerweise haben Dignös und Schnitzler zwischen den Zitaten passende und humorvolle Einleitungen stehen. Manchmal sind es auch Erklärungen für die Zitate. Den Autorinnen gelingt es die Einleitungen und Kommentare zu schreiben, die zeigen, dass sich Erwachsene nicht so ernst nehmen müssen. Vorallem geht es nicht darum, sich ausschließlich über die Kindersicht zu belustigen. Es stellt sich die Frage, was das Erwachsensein gegenüber dem Kindsein vermissen lässt. Das kann beim Lesen sehr anregend sein.
Eingeteilt in Kapitel sind die Zitate inhaltlich sinnvoll strukturiert. Witzige Zeichnungen und Exkurse zum Beispiel zur Kindererziehung ergänzen die Zitatensammlung sehr gut.
Das Lesen ist vergnüglich. Viele Kindersprüche haben aus sich heraus einen großen Charme, dazu kommt der Humor der Autorinnen.

Fazit
Vergnügliche Aufbereitung von Kinderzitaten, gut zum mal rein blättern.

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Rezensionen von marsu:

Schwimmen

Aus der Mitte des Sees von Moritz Heger

Dieses Buch ist anders und die Lektüre braucht Zeit; zumindest habe ich Zeit dafür gebraucht, um einzutauchen in die Gedankengänge von Bruder Lukas. Erzählt wird das Buch - bis auf den Epilog - aus seiner Sicht und genauer gesagt nehmen wir teil an seinen Gedanken und seinem inneren Monolog, wobei er meist einen konkreten Ansprechpartner bei diesen Gesprächen wählt.

Der Protagonist ist Ende 30, vor einiger Zeit hat der einzige andere junge Mönch das Kloster verlassen - sogar nach der ewigen Profess. Andreas hat geheiratet und ist gerade Vater geworden. Lukas hadert nun mit sich und seinem Glauben, er macht sich Gedanken über die Überalterung des Klosters, über seine Mitbrüder, über seine Zukunft, über Sarah, die er am See trifft und vieles mehr. Schwimmen entspannt und regt ihn zum Nachdenken an; so verarbeitet er seinen Tag. Die Gedankensprünge sind manchmal recht groß, auch wechselt der Ansprechpartner häufig. Manche Abschnitte sind nur einen Satz lang, andere länger. Elf aufeinanderfolgende Tage und noch der 14. Tag. Ein Buch, das sich schwer in Worte fassen lässt, aber bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen hat. Ein Buch, dass sicherlich kontrovers aufgefasst wird und das einige Tabus anspricht. Eines, das polarisiert. Mir gefiel es.

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