Kunden em pfehlungen
Rezensionen von inya:
super süß
Wer wohnt denn da im tiefen Wald? von Rachel Piercey
Dieses Buch ist ein ganz besonderes Wimmelbuch. Es zeigt die Waldtiere "vermenschlicht" in dem Wald bei ganz verschiedenen Aktionen und in verschiedenen Jahreszeiten. Da machen sie zum Beispiel gemeinsam den Frühjahrsputz, oder gehen in die Schule. Jede Seite ist mit einem passenden Gedicht beschrieben und man kann soooo viel entdecken.
Denn die Seiten sind absolut liebevoll und detailverliebt gestaltet. Die Tiere sind super süß und sie machen so viele unterschiedliche Dinge, so dass man immer wieder etwas Neues entdecken kann. Unter dem Gedicht sind auf jeder Seite Tiere beschrieben, die eine Handlung tätigen oder etwas in der Hand haben. Diese soll dann das Kind suchen. Ich muss zugeben, dass es nicht immer ganz einfach ist und ich mir als Mama auch nicht immer sicher bin, ob nun wirklich dieses Tier gemeint ist, welches wir gefunden haben. Da wäre eine Auflösung auf der letzten Seite sehr hilfreich gewesen. Aber trotzdem ein zuckersüßes Kinderbuch.
Rezensionen von KimVi:
Berührt und regt zum Nachdenken und Erinnern an
Als wir uns die Welt versprachen von Romina Casagrande
Die Südtirolerin Edna ist beinahe 90 Jahre alt. Mittlerweile lebt sie zurückgezogen und soll bald in eine Seniorenresidenz umsiedeln. Als sie in ihrer deutschen Lieblingszeitschrift ein Foto und einen Artikel über ihren Jugendfreund Jacob entdeckt, mit dem sie erschütternde Kindheitserlebnisse verbinden, weiß Edna, dass es Zeit ist, ein vor langer Zeit gegebenes Versprechen einzulösen.
Kurzentschlossen macht Edna sich, gemeinsam mit Papagei Emil, auf den langen Weg nach Ravensburg. Zu Fuß, mit dem Zug und dem Bus....
Dieser Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Vergangenheit beobachtet man das harte Schicksal der "Schwabenkinder". Kinder, wie Edna und Jacob, die fern der Heimat und getrennt von ihren Eltern, auf Bauernhöfen harte Arbeit leisten mussten. Diese Zeit schweißt Edna und Jacob zusammen. In der Gegenwart macht sich die mittlerweile hochbetagte Edna auf den langen Weg nach Ravensburg, um dort Jacob wiederzusehen und eine alte Schuld abzutragen. Immer dabei, Papagei Emil, für den diese Reise ebenfalls zur Herausforderung wird.
Beide Zeitstränge sind durchgehend interessant. Die Rückblicke in die Vergangenheit machen auf das harte Schicksal der Schwabenkinder aufmerksam. Nach und nach erfährt man, wie schwer die Arbeit, die die Kinder zu verrichten hatten, war und welche Gefahren auf den Höfen außerdem lauern konnten. Diese Szenen sind so berührend beschrieben, dass sie beim Lesen mitten ins Herz treffen und dabei zum Nachdenken und Erinnern anregen. Die Geschichte von Edna und Jacob ist zwar fiktiv, könnte sich aber so zugetragen haben. In der Gegenwart trifft Edna einige Leute und es kommt zu Begebenheiten, die teilweise skurril anmuten. Dennoch überzeugt Ednas eiserner Wille, diese Reise unbedingt nach ihren Vorstellungen durchzuführen. Man fiebert mit ihr mit und spürt die Anstrengungen, die ihr abverlangt werden.
Eine tiefgründige Geschichte, die berührt und zum Nachdenken und Erinnern anregt.
Rezensionen von begine:
In der Wildnis Tibets
Der Schneeleopard von Sylvain Tesson
Der französische Reiseschriftsteller Sylvain Tesson ist in Frankreich ein berühmt Autor.
In seinem Buch „Der Schneeleopard“ reist er mit einem bekannten Fotograf und seinem Tina nach Tibet, um den legendären Schneeleopard zu entdecken und zu fotografieren. Tibet ist schon immer ein fantasievolles Land, in dem es von Naturgeheimnissen trotzt.
Es ist eine reise mit außergewöhnlichen Temperaturen, da geht es bis 35 Grad minus.
Sie beobachten viele verschiedene Tiere, da sehen sie Wölfe, Jaks und Gazellen und viele andere. Sylvain Tesson schreibt darüber. Es gibt einige poetische Stellen.
Er beobachtet alles intensiv und lässt uns an seinen Erlebnissen teilnehmen. Die Beobachtungen sind interessant und haben mir gefallen.
Für Liebhaber von Reiseerzählungen, besonders von Tibet, die sich auch an die Tiere und Natur interessieren, ist das Buch bestimmt lesenswert.
Rezensionen von brauneye29:
Anders als gedacht
Sylt auf unserer Haut von Claudia Thesenfitz
Zum Inhalt:
Maja und Robert verbringen ihren alljährlichen Urlaub wie immer auf Sylt. Ihre Ehe hat sich sehr verändert und eigentlich leben sie mehr neben- als miteinander. Bernd und Karin sind auch auf Sylt im Urlaub und wollen gerne mit den beiden gemeinsam Dinge erleben. Maja ist begeistert, Robert genervt.
Und plötzlich spürt Maja so ein Knistern, dass sie schon lange nicht mehr gespürt hat.
Meine Meinung:
Das Buch ist völlig anders als ich es erwartet hatte. Wobei ich mich mehr am Cover weniger am Klappentext orientiert hatte. Mir hat das Buch gut gefallen, denn es spiegelt das wahre Leben wieder. Es zeigt, dass manchmal eine Veränderung kommen muss, damit man wieder glücklich ist. Der Schreibstil war angenehm und durch den ständigen Perspektivwechsel auch sehr lebhaft. Die Protagonisten fand ich interessant und das Ende war schön, denn alle starten in ein neues glückliches Leben.
Fazit:
Anders als gedacht
Rezensionen von heinoko:
Rundum gelungenes Wimmelbuch mit Mehrfachnutzen
Wer wohnt denn da im tiefen Wald? von Rachel Piercey
Von diesem ganz besonderen Bilderbuch bin ich restlos überzeugt. Und das nicht nur, weil es rein äußerlich betrachtet sehr hochwertig gemacht ist mit stabilem Einband und kräftigem Seitenpapier, sodass das Buch ohne Schaden zu nehmen oft und oft angeschaut, vorgelesen und vor- und zurückgeblättert werden kann.
Wir begleiten den kleinen Bär in sein Zuhause, er zeigt uns über die verschiedenen Jahreszeiten hinweg seine Freunde und noch vieles mehr, was im Wald so um ihn herum arbeitet oder faulenzt oder spielt oder schläft.
Es gibt unendlich viel zu entdecken auf jeder einzelnen Seite. Wenn man nach einer kleinen Pause das Buch wieder zur Hand nimmt, sieht man immer wieder Neues, was man zunächst übersehen hatte. Doch nicht nur das Betrachten der Wimmelbilder an sich hat seinen schier unerschöpflichen Reiz. Zu jedem Wimmelbild gibt es zusätzlich detaillierte Fragen, wo zum Beispiel das Stinktier, das gerade ein Nickerchen macht, zu finden ist oder wo ist bloß dieser schüchterne Frosch? All diese Fragen fordern heraus zum ganz genauen Hinschauen und dem stolzen Ankreuzen bei erfolgreicher Suche. Freya Hartas hat mit ihren liebevollen, überraschenden und witzigen Zeichnungen ganz Großartiges geleistet, denn ihre Illustrationen erzählen in all den vielen, vielen Details eigene winzig kleine Geschichten. Im Anhang gibt es auch noch ein paar weitere Informationen und Anregungen zum Entdecken und Spielen draußen in der Natur. Was mir persönlich weniger gefällt, sind die Gedichte, deren spezielles Reim-Maß nicht besonders eingängig ist für Kinder.
Fazit: Ein wunderschönes, rundum gelungenes Wimmelbuch, das auf vielseitige Weise und für lange Zeit stets aufs Neue Anregungen und Unterhaltung bietet.
Rezensionen von barbara.liest:
nervige Stiefgeschwister
Das ungeheimste Tagebuch der Welt!, Band 1 - Wie mein bescheuerter Bruder Klassensprecher in meiner Klasse wurde ....Bd.1 von Anja Fröhlich; Patrick Krause
Es reicht nicht, dass Paul und sein Vater bei Karline zu Hause wohnen, nein er muss auch noch die Klasse wiederholen und nun gemeinsam mit Karline in einer Klasse sitzen. Zu allem Überfluss wird er auch noch Klassensprecher - dieses Amt wollte eigentlich Karline übernehmen.
Im Laufe des Buches werden die verschiedenen kleinen und großen Probleme der beiden aufgegriffen.
Abwechselnd sind die Tagebucheinträge zu lesen, denn Karline fotografiert heimlich das Tagebuch von Paul und ergänzt es mit ihren eigenen Anmerkungen.
Ein amüsantes Buch für 12 jährige die sich in der Lebenswelt der beiden bestimmt wiederfinden werden.
Das Cover und die Illustrationen haben uns auch sehr gut gefallen und wir konnten immer wieder herzhaft lachen und auch über bestimmte Themen wie den Klimaschutz im Anschluss dann miteinander diskutieren.
Rezensionen von yellowdog:
5 Jahre
Was wir sehen, wenn wir lieben von Kristina Moninger
Teresa hat nach einen Unfall einen Teil ihres Gedächtnis verloren.
Die letzten 5 Jahre sind weg. In dieser Zeit war viel passiert und sie hatte sich verändert, beruflich wie privat. Somit kennt Teresa sich selber nicht mehr.
Es gibt Kapitel, die vor 5 Jahren ansetzen und bei der der Icherzähler wechselt.
Man erlebt Teresa also aus der Sicht von Außen. Dann wird versucht, den Bogen zur Gegenwart zu schlagen. Das ist geschickt gemacht.
Das Thema Amnesie wurde schon oft in Literatur und Filmen verarbeitet. Meistens geht es dabei darum, Entwicklungen im Leben zu prüfen. Hat man den richtigen eg eingeschlagen, waren die Entscheidungen richtung oder falsch und was hat man vielleicht verpasst.
An der Protagonistin Teresa gefällt mir gut, wie sie versucht, die Situation mit Humor zu nehmen und Klristina Moninger setzt einiges an Wortwitz ein.
Was wir sehen, wenn wir lieben von Kristina Moninger ist ein unterhaltsamer, lesenswerter Roman geworden.
Rezensionen von Lilli33:
Konnte mich erst gegen Ende fesseln
Das Geheimnis von Zimmer 622 von Dicker Joël
Konnte mich erst gegen Ende fesseln
Inhalt:
Im Urlaub in einem Luxushotel in den Schweizer Bergen lernt der Schriftsteller Joël seine Zimmernachbarin Scarlett kennen. Gemeinsam wundern sie sich über die seltsame Nummerierung. Zwischen den Zimmern 621 und 623 befindet sich nicht etwa die Nummer 622, sondern 621a.
Sie gehen dem auf den Grund und stoßen auf einen ungeklärten Mord, der sich hier vor Jahren im Zusammenhang mit einem großen Schweizer Bankhaus ereignet hat.
Meine Meinung:
Joël Dicker ist ein toller Schriftsteller - eigentlich. Mit „Das Geheimnis von Zimmer 622“ konnte er mich aber leider nicht begeistern. Die ersten zwei Drittel ziehen sich wie Kaugummi. Präzise und bis ins kleinste Detail seziert er die Ereignisse in der Vergangenheit, wobei er wild zwischen verschiedenen Zeitebenen und Orten hin und her springt. Ich empfand dies als sehr anstrengend zu lesen, zumal sich lange Zeit überhaupt kein Weiterkommen abzeichnet.
Es ist ein Hin und Her in Liebesbeziehungen, ein Hin und Her in beruflichen Dingen, ein Hin und Her in der Familie. Kaum ist man in die eine Richtung unterwegs, kommt wieder etwas dazwischen und es geht wieder andersherum. Intrigen, Eifersucht und Neid sind die Antriebsfedern der handelnden Personen. Dabei wirken diese allerdings nicht sehr glaubwürdig. Einiges ist hier an den Haaren herbeigezogen.
Joël Dicker hat diesen Roman wohl auch als Hommage an seinen verstorbenen Verleger geschrieben, der immer wieder erwähnt wird. Sich selbst hat der Autor auch hineingeschrieben. Hier stieß mir unangenehm auf, dass die Leute ihn immer nur „der Schriftsteller“ nennen, also ob es nur einen einzigen Schriftsteller gäbe. Vielleicht war es ja ganz anders gedacht, aber für mich hatte das einen Beigeschmack von Überheblichkeit.
Schließlich hatte ich mich durch etwa zwei Drittel des Romans durchgekämpft und wurde endlich belohnt. Nach und nach werden die ganzen Verwicklungen aufgedröselt und gezeigt, wie alle Handlungsfetzen wie Zahnräder ineinandergreifen. Manche Person offenbart nun ihr wahres Ich und kann dadurch überraschen. Dieser Teil hat mich wirklich gefesselt und ich habe ihn sehr gerne gelesen. Ein wenig hat er mich auch mit dem zähen Anfang versöhnt.
Rezensionen von Leseratte61:
Was ist wichtiger? Karriere oder Leben?
Das Geheimnis von Zimmer 622 von Dicker Joël
Wieder ein kurzweiliges Lesevergnügen mit Witz, Charme, Emotionen, Strand und Me(h)r
Auszug aus dem Klappentext:
Zielstrebig, ehrgeizig, diszipliniert: Katharina denkt ausschließlich an ihre Karriere und die ersehnte Beförderung zur Managerin, Work-Life-Balance Fehlanzeige.
Aber als sie nach einer wichtigen Präsentation vor Erschöpfung zusammenbricht, steht alles, wofür sie so hart gearbeitet hat, auf der Kippe.
Die letzte Möglichkeit, den outdoorbegeisterten Chef von ihrer Führungsstärke zu überzeugen, ist ein Survivaltraining.
Ein Kinderspiel, denkt Workaholic Katharina und bricht nach Eckernförde an der Ostsee auf.
Fazit:
Auf diese Fortsetzung habe ich sehnsüchtig gewartet, da ich schon Teil 1 der Fördeliebe gelesen habe und begeistert war. Um dieses Buch zu lesen ist es keine Voraussetzung, Teil 1 zu kennen, da beide Teile in sich abgeschlossen sind.
Wie der Klappentext schon verrät, geht es wieder nach Eckernförde, weil Katharina auf Anraten ihres Chefs Urlaub machen soll, da sie im Büro zusammengebrochen ist. Der Zusammenbruch war vorhersehbar, da Katharina nur für ihre Arbeit und eine Beförderung lebt und notfalls rund um die Uhr arbeitet. Ein typischer Workaholic. Ob ihr das gebuchte Survivaltraining Erleuchtung bringen kann und ob es wirklich ein Kinderspiel wird? Das müsst ihr leider selbst lesen.
Kaum in Eckernförde angekommen trifft Katharina natürlich ihren Trainer, der auf den ersten Blick völlig anders ist, als von ihr erwartet. Er scheint völlig chaotisch zu sein und hat außerdem völlig andere Erwartungen an sein Leben als Katharina. Doch warum flattern schon beim ersten Treffen Schmetterlinge in Katharinas Bauch? Wie schon erwartet ziehen sich Gegensätze an und ob das gut geht, verrate ich natürlich nicht.
Ich gebe zu, dass ich mich erst einmal an Katharinas Weltsicht gewöhnen musste, doch nach und nach musste ich zugeben, dass sie mir ähnlicher ist, als gedacht. Sie ist gefangen im Hamsterrad der Verpflichtungen und immer diese Hoffnung, den nächsten Karriereschritt zu packen. Sogar den Urlaub will sie nutzen, um ihre Qualitäten zu zeigen. Die Zeit in Eckernförde nutzt sie dann endlich, um sich selbst zu finden und zu überlegen, welche Ziele ihr für ihr weiteres Leben wichtig sind. Als Katharina beginnt, über sich nachzudenken, wuchs sie mir richtig ans Herz. Toll gemacht.
Auch Hannes konnte ich im ersten Moment noch nicht richtig einschätzen, obwohl er mir spontan sympathisch war, dachte ich manchmal: Was für ein Chaot. Doch den Chaoten musste ich relativ schnell in die Tonne werfen, da Hannes sein Leben sehr wohl geplant und strukturiert hat. Er ist halt kein Vertreter der höher, weiter, besser und schneller Fraktion. Er lebt sein Leben auf seine Weise und dies hat mir sehr gut gefallen. Doch ob er auch der Richtige ist, um Katharina aus ihrem Hamsterrad zu befreien?
Natürlich gibt es noch weitere Charaktere in der Handlung, die mir ebenfalls schnell sympathisch waren, bis auf eine Ausnahme. Ich habe mich sehr darüber gefreut auch einige Charaktere aus Teil 1 wiederzusehen, da sie mir schon bekannt und sympathisch waren. Ich konnte erneut Charaktere erleben, die wirkten, wie mitten aus dem Leben gegriffen und ihre Weiterentwicklung war authentisch und glaubhaft dargestellt. Ich konnte wieder mitleiden und mitfühlen und hatte das Gefühl, direkt vor Ort dabei zu sein. An der Seite von Hannes und Katharina habe ich mich pudelwohl gefühlt und wäre gerne länger bei ihnen geblieben.
Der Schreibstil war wieder locker und flüssig, so dass die Seiten leider viel zu schnell dahinflogen und ich mich viel zu schnell von Eckernförde verabschieden musste. Ich hätte gerne weitergelesen und den Humor der Autorin genossen, der sich besonders in den witzigen Dialogen finden lässt.
Wenn ihr jetzt neugierig seid, welche Welten da aufeinanderprallen und was in Eckernförde passiert, dann holt euch einfach dieses Buch und genießt so schöne Lesestunden, wie ich sie hatte. Ich freue mich jetzt wieder auf eine Fortsetzung und vergebe natürlich eine überzeugte Leseempfehlung.
Rezensionen von Tara:
Spannend und kritisch
Fair Play von Kerstin Gulden
„Fair Play: Spiel mit, sonst verlierst du alles!“ ist ein spannender Thriller der Autorin Kerstin Gulden, der mich ein wenig an „Die Welle“ von Morton Rhue erinnert - ein Experiment läuft aus dem Ruder - sich aber mit einer vollkommen anderen und aktuellen Thematik beschäftigt.
In einem Schulprojekt zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit haben Kera, Leonard, Elodie und Max eine App entwickelt, die zu einem bewussterem und nachhaltigerem Leben motivieren soll.
Durch die App wird der ökologische Fußabdruck der Mitspieler erstellt. Je nach Verhalten wird das Konto des Spielers grün oder rot und damit ergibt sich ein Gruppenzwang und eine Dynamik, die nicht vorherzusehen war.
Die vier App-Erfinder sind keine guten Freunde, ticken äußerst unterschiedlich und wurden für das Projekt zufällig zusammengewürfelt. Die entschiedene Idee kam von Kera, die eher eine Einzelgängerin ist. Leonard ist ein echter Nerd und hat die App programmiert. Elodie ist Influencerin und hält ihre Leser über das Experiment auf dem Laufenden und Max, der sich dem ganzen widersetzt, aber mitmachen muss, um versetzt zu werden. Die Protagonisten werden facettenreich und vielschichtig beschrieben. Durch die Bemühungen aller, ihre Konten grün zu bekommen, entsteht einen Gruppendynamik, Mitspieler, denen es nicht gelingt sich ökologisch korrekt zu verhalten, werden bloßgestellt und verurteilt. Es wird getrickst und nicht immer mit fairen Mitteln gespielt. Neben der Handlung um die App gibt es noch die typischen Teenagerdramen, die sich üblicherweise an Schulen unter den Mitschülern abspielen.
Die einzelnen Abschnitte werden aus der Ich-Perspektive der Protagonisten erzählt, dadurch erfährt man mehr über ihre persönlichen Motive und kann ihre Gedanken recht gut nachvollziehen.
Die aktuelle Thematik in Bezug auf den Klimawandel und die Aufgaben und das fehlende Handeln in der Politik wurde gut mit den Ereignissen verknüpft.
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und fand die Rollen der Sprecher mit Julian Greis, Pascal Houdus, Toini Ruhnke und Merete Brettschneider gut besetzt. Jede/r von ihnen hat seine Rolle passend und authentisch intoniert, so dass die Ereignisse äußerst lebendig bei mir ankamen.
Mein Fazit: Ein spannender Thriller zu einem aktuellen Thema rund um Umweltschutz, Politik, soziale Medien und Überwachung, der mich gefesselt hat.









