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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Absolut gelungen

Abels Auferstehung von Thomas Ziebula

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich schon Teil eins so sehr mochte. Schon lange vor dem Erfolg von Babylon Berlin mochte ich Geschichten und Romane dieser Art. Vor allem wenn es um die neuere deutsche Geschichte geht, weiß ich leider immer viel zu wenig, finde ich. Ich mag keine trockenen Geschichtsbücher, aber ich liebe Krimis und Thriller, die in der Vergangenheit spielen und den Leser mit auf eine Zeitreise nehmen.

So erfährt man fast wie nebenbei viel über die damalige Kultur, das Leben und die Menschen. Ich mag es, dass das Buch in einer Stadt spielt, die wunderbar und bedeutend ist, aber nicht Berlin ist. Das ist inzwischen zu abgedroschen. Leipzig im Jahr 1920 hat soviel zu bieten, es ist eine wahre Wonne. Das Leben tobt – wahrscheinlich, weil der Krieg gerade erst aus ist und die Menschen auch das Überleben feiern. Auch wenn sie immer noch ihre Wunden lecken und die Narben noch nicht verheilt sind. So wie bei Clara und Rosa, die ihre geliebten Männer im Krieg verloren haben. Oder wie bei Paul Stainer, der ein Trauma davon getragen hat und dann auch noch seine geliebte Edith verloren hat.
All das beschreibt Thomas Ziebula so einfühlsam und authentisch, dass man sich fühlt als wäre man vor Ort. Als eine mir lieb gewordene Person im Buch stirbt, musste ich wirklich schlucken… und das Buch erstmal zur Seite legen. Wenn ein Autor es schafft, seine Leser so zu begeistern und mitzureißen, hat er alles richtig gemacht, würde ich sagen. Die Geschichte ist spannend, geschichtlich interessant und packend. Man beendet das Buch und hat das Gefühl, sich von Freunden verabschieden zu müssen. Auch wer das erste Buch nicht kennt, kommt gut in die Geschichte rein, noch besser und eindringlicher ist es natürlich, wenn man auch „Der rote Judas“ kennt.
Ein tolles Buch, dem ich gerne mehr als fünf Sterne geben würde! Selten berühren mich Geschichten so nachhaltig!

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Rezensionen von Streiflicht:

Mörderisches Karma

Tod in Zeeland von Carla Capellmann

Yoga und Krimi? In einem? Passt das wirklich zusammen? Ja, und sogar richtig gut! Wie, das zeigt Autorin Carla Capellmann in ihrem Debütroman „Tod in Zeeland“. Da haben so einige mieses Karma oder sogar mörderisches Karma? Und dabei sollten in der Yogaburg durch ausgeglichene Menschen sein, die mit sich und der Welt im Einklang leben.

Dass das nicht so ist, merkt Freddie leider ganz schnell, als sie schon gleich zu Beginn des Seminars quasi im wahrsten Sinne des Wortes über eine Tote fällt. Ihr Freund, der die Tote kannte, und auch sie selbst geraten in den Fokus der Ermittlungen. Nun ist guter Rat teuer… Freddie stürzt sich in die Ermittlungen und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise nach Zeeland. Die gekonnten Schilderungen der Landschaft, der Leute, der Bräuche und des Essens sorgen für viel Lokalkolorit, ohne ins Kitschige abzudriften. Es ist wie ein kleiner Urlaub, wenn man mit Freddie und ihrem fiets am Meer entlang radelt oder leckere Poffertjes genießt.
Gleichzeitig ist es wirklich spannend und bis zuletzt unklar, wer der Mörder ist, warum ein Schuhdieb umgeht und ob künftig Yogis oder Pferde die Burg bewohnen werden. Ich bin ein geübter Krimileser, kam aber erst am Ende des Buches auf die Spur des Mörders. So sorgt die Autorin nicht nur für reichlich Spannung, sondern auch für eine gelungene Überraschung. Und ein kleiner Cliffhänger macht noch mehr Lust auf den zweiten Teil, als man eh schon hat. Wer so ein Debüt schreiben kann, von dem kommt in Zukunft hoffentlich noch viel mehr! Und vielleicht erfahren wir dann auch mehr vom hoofdinspecteur, der so gut riecht und warme, schiefergraue Augen hat…

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Rezensionen von nicol_loves_books:

royale Geschichte - gespickt mit Intrigen - ein echter Pageturner

Tod in Zeeland von Carla Capellmann


The crown between us- royales Geheimnis ist der Auftakt der Dilogie.
Zum Inhalt selbst kann ich gar nicht so viel preisgeben, um nicht zu spoilern. Nur soviel, es dreht sich hier um eine etwas andere royal New Adult Geschichte mit einem Hauch von Thriller-lastigen Szenen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals beim lesen so verwirrt gewesen zu sein! Und das meine ich im positiven Sinne.

Ich bin quasi nur so durch die Seiten geflogen und habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. In jedem Kapitel erwartet einen etwas neues, mit dem man absolut und so gar nicht gerechnet hat. Es passiert einfach so wahnsinnig viel, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann und die Hoffnung hat, endlich hinter all die Geheimnisse und Intrigen zu kommen.

Der Schreibstil ist unglaublich flüssig, spritzig und sehr bildlich, so dass man sich alles direkt vorstellen kann. Auch das Setting ist einfach wunderschön und das Elite Internat wird so wunderschön beschrieben, dass ich das Gefühl hatte selbst durch dieses Internat zu schlendern.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Alpha der Protagonistin erzählt. Somit fiel es mir verdammt leicht, mich mit der Protagonistin zu identifizieren und ihr Denken und Handeln zu verstehen.

Alpha ist eine 18-jährige Schülerin, welche mit den Folgen des Unfalltodes ihrer Mutter zu kämpfen hat. Alpha ist unheimlich sympathisch, vielleicht etwas zu naiv, dennoch ist sie nicht auf den Mund gefallen und Ihre Sprüche und auch Ihre Gedanken haben mich nicht nur einmal zum schmunzeln gebracht. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich Alpha stetig weiter und lässt Nähe und Freundschaften zu. Sie darf einfach nicht jedem Vertrauen und mir als Leser ging es so, dass ich irgendwann wirklich jede Person hinterfragt habe und wirklich jeden verdächtigt habe.

Die männlichen Protagonisten haben es auch in sich. Da haben wir gleich 3 Prinzen- die Zwillinge Nate und Matt und den Cousin Aaron. Sie könnten von Ihrer Art nicht unterschiedlicher sein, dennoch habe ich sie alle 3 in mein Herz geschlossen. Was natürlich nicht ausschließen lässt, dass ich auch einen der 3 oder sogar mal alle verdächtigt habe, eine Rolle bei den Intrigen zu spielen.

Ich habe mein Herz so ziemlich schnell an Aaron verloren. Er hat so eine Art, die man einfach lieben muss. Nach außen das typische Playboy-Image aber dennoch hat er einen ganz weichen Kern. Wie sagt man so schön- harte Schale- weicher Kern! Und das trifft bei Aaron zu 100% zu.
Leider hat auch Aaron bei mir einige Sympathiepunkte verloren mit der ein oder anderen Aktion- dennoch bleibt er mein Lieblingsprinz! Ob sein Mustang hierbei eine Rolle spielt- man weiss es nicht! ;)

Alphas Großmutter ist auch eine ganz herzliche liebevolle Oma- welche man einfach gern haben muss!

Das Cover ist wunderschön! Es ist in blau, weiß, gold gehalten mit Blumenornamenten. Sehr edel und genau passend zu einer royalen Geschichte.

Beim Lesen habe ich gerätselt, mitgefiebert, habe wirklich jeden verdächtigt und habe versucht hinter das eine oder andere Rätsel zu gelangen. Die Gefühle und Emotionen kamen natürlich auch nicht zu kurz. Nicht nur einmal ist bei mir die eine oder andere Träne geflossen oder ich musste mal kurz den Atem anhalten. Bei der Lovestory hat´s ziemlich geprickelt und die Gefühle kamen bei mir so richtig an. Also Tränen, Herzklopfen, Prinzen, royale Geschichte- gespickt mit Intrigen- was will man mehr?
Fazit:
Von mir gibt’s eine absolute Leseempfehlung, wer mal Lust auf eine etwas andere royale Geschichte vollgespickt mit Intrigen hat, sollte sich den Auftakt der Dilogie auf gar keinen Fall entgehen lassen. Ich muss jedoch eine kleine Warnung aussprechen, der Auftakt endet mit einem fiesen Cliffhanger- bei mir sind noch die meisten Fragen offen geblieben, somit steht außer Frage- ich muss den zweiten Teil der Dilogie unbedingt lesen und das am Besten sofort!

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Rezensionen von C. P.:

Werd spielerisch zum Superhelden in Mysterys Heldentruppe

Spiele-Comic Abenteuer: Mystery von Carla Capellmann

Ein weiterer Spielecomic aus dem Haus Pegasus-Spiele, der sich sehen lassen kann. Bei einem Spielecomic löst der Spieler interaktiv Rätsel und Aufgaben, wobei er sich durch die über das gesamte Buch verteilten Panels (Comicbilder) durchhangeln muss. Das Buch wird also nicht linear von vorn nach hinten durchgespielt, sondern es gibt durchnummerierte Panels, auf die beim Spielen verwiesen wird und zu denen man im Lauf des Spiels hinblättert für weitere Informationen und Schritte.

Hierbei kann es sein, dass verschiedene Panels mehrfach besucht werden oder man sich zwischen mehreren Möglichkeiten für eine entscheiden muss.
Aufgabe des Superhelden-Spielecomics ist es, sich als Superheld bei Mysterys Heldentruppe zu bewerben. Mit ein paar ersten Fähigkeiten ausgestattet muss man zunächst Heldenpunkte durch kleine Alltagssituationen sammeln, um den ersten Level zu erreichen und somit die ersten Azubi-Prüfung zu bestehen. Insgesamt gibt es drei Level, die durchgespielt werden, um sich als neuer Superheld zu qualifizieren. Nach und nach sammelt man weitere besondere Fähigkeiten und kann in einigen Situationen wichtige Heldenpunkte verdienen oder verlieren, welche zum Erreichen des Folgelevels notwendig sind. Die Punkte sowie Fähigkeiten werden vorn in den Spielebogen eingetragen, welchen man sich auch auf der Seite des Verlags herunterladen kann.
Grad zu Beginn, wenn man die benötigten Punkte für das erste Level sammelt, lohnt es, sich die besuchten Panels etwas genauer anzusehen - manche Hinweise zu wichtigen Panels sind in die Bilder mit eingearbeitet. Ebenso sollte man sich nicht davon abschrecken lassen, dass zu Beginn sehr viel hin- und hergeblättert wird. Sobald die jeweiligen Level erreicht sind, wird das Blättern weniger, die Ziele leichter erreichbar. In einigen Panels gibt es QR-Codes, welche für weitere Informationen eingescannt werden können - der Spielecomic ist jedoch auch ohne dieses Zusatzfeature problemlos spielbar. Die Bilder sind äusserst unterhaltsam und ansprechend gestaltet, die Aufgaben auch für Einsteiger lösbar - zur Not beginnt man sein Abenteuer von vorn.
Der Spielecomic ist ein stabiles Hardcover mit Lesebändchen. Beim Spielen müssen keine Seiten zerstört oder geknickt werden, wodurch die Abenteuer immer wieder gespielt werden können, um auch mal andere Möglichkeiten auszutesten. Optisch und inhaltlich ein sehr gelungener und unterhaltsamer Spielecomic, für jeden Nachwuchs-Superhelden zu empfehlen.

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Rezensionen von Katzenmicha:

Spannend....

Der Todesmeister von Elbel Thomas

An der Oberbaumbrücke wird die Leiche eines jungen Mädchens angespült. Der Körper weist grausame Folter- und Missbrauchsspuren auf. Es handelt sich um die Nichte des Berliner Justizsenators, und sie scheint nicht das einzige Opfer zu sein: Im Internet tauchen Videos auf, in denen junge Frauen auf perverse Weise zu Tode gequält werden.

Viktor von Puppe, frisch aus dem Innenministerium zum Berliner LKA gewechselt, und seine Kollegen stehen unter Druck, doch in höheren Kreisen scheint nicht jeder an einer Aufklärung interessiert zu sein …

Fazit zum Buch:

Die Nichte des Berliners Justizsenators Max Stade ist verschwunden.Kurze Zeit später wird in der Spree eine Leiche gefunden es ist Katharina die Nichte des Justizsenators.Katharina wurde vor ihrem Tod gefoldert-das weisen die Spuren an der Leiche auf.Seltsam ist das der Justizsenator sich so seltsam benimmt-er mauert.Das Ermittlungsteam Kenji Tokugawa und Begüm Duran bekommen einen neuen Kollegen Viktor von Puppe.Dieser hat sich aus persönlichen Gründen versetzen lassen.Hohe Wellen schlägt das Verbrechen und es gibt ordentlichen Druck von Oben….

Der Autor Thomas Elbel hat einen spannenden Thriller geschrieben.Sein Schreibstil nimmt einen mit,spanend von Seite zu Seite.Man bekommt Gänsehaut beim lesen,sehr gerne 4Sterne.Ich bin auf den nächsten Fall schon sehr gespannt.

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Rezensionen von nanu?!:

Viel Theater um nichts!

Deluxe Dreams von Karina Halle

Die amerikanische Sadie unternimmt als Rucksacktouristin eine Europatour. Sie befindet sich gerade in Nizza, als sie auf dem Weg zum Bahnhof auf offener Straße überfallen wird. Zum Glück ist Olivier in der Nähe um sie zu retten. Die beiden lernen sich bald schon besser kennen.

Ich habe schon lange nicht mehr so ein langweiliges Buch wie dieses gelesen.

Dabei fand ich den Anfang noch gelungen: Sadie gerät in Gefahr und wird vom stinkreichen Olivier aufgegabelt. Er ist zufällig Erbe eines einflussreichen Modeimperiums in Frankreich und er zeigt Sadie, die aus einfachsten Verhältnissen stammt, eine andere Welt. Es hatte etwas von Aschenputtel und ich mochte besonders das Kennenlernen und die anfänglichen Gespräche der beiden, und überhaupt die Kluft zwischen Arm und Reich.
Aber dann landen die beiden im Bett und verlassen dieses auch nicht mehr so schnell. Ganze Kapitel werden so gefüllt, und eine Szene liest sich genau wie die nächste.
Danach wird es auch nicht mehr besser.

Die Dumonts sind in zwei Lager geteilt, hier wird von den guten Dumonts und den bösen Dumonts gesprochen.
Olivier wird wegen eines Geheimnisses von den bösen Dumonts erpresst. Dieses Geheimnis darf unter keinen Umständen ans Licht kommen, es würde die gesamte Firma schädigen. Im Klappentext wird von einem "dunklen" Geheimnis gesprochen und ich war schon so gespannt darauf.
Die Auflösung hat mir dann aber noch nicht einmal ein müdes Lächeln entlockt. Oliviers ganze Misere basiert auf dieses ach so schlimme Geheimnis, welches man mit einem Geständnis und einem Gespräch ganz einfach aus der Welt hätte schaffen können. Stattdessen wird es mit noch mehr heißer Luft künstlich aufgeblasen.

Auch der versprochene Glamour kommt kaum zur Geltung. Selbst auf der angeblich heißesten und exclusivsten Party des Jahres, ist nichts davon zu spüren. Die Stars und Sternchen hätten auch in der letzten Scheune in Houtsiplout feiern können, statt auf einem Gut, es hätte keinen Unterschied gemacht.
Wenn man mal den ganzen Matratzensport und das Geheimnis weglässt, bleibt leider nicht mehr viel Story übrig. Das Ende lässt übrigens auch zu wünschen übrig.
Die nächsten zwei Teile werde ich nicht lesen. Von mir gibt es keine Empfehlung!

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Rezensionen von Karo:

Konnte mich leider nicht überzeugen

Der Junge, der das Universum verschlang von Trent Dalton

Zum Inhalt: „Der Junge, der das Universum verschlang“ bringt uns ins Brisbane der frühen 1980er Jahre. Hier lernen wir den 11-jährigen Eli kennen. Seine Kindheit scheint auf den ersten Blick sehr schwer und nicht gerade schön zu sein. Seine Mutter und sein Stiefvater dealen mit Heroin und treiben sich in sehr zwielichtigen Kreisen herum.

Sein großer Bruder August, der von allen nur Gus genannt wird, spricht nicht mehr, sein leiblicher Vater hat keinen Kontakt zu seinem Sohn und Elis Babysitter ist ein Exhäftling. Obwohl er seine Kindheit zwischen Kriminalität, Gewalt, Drogen und Schmutz verbracht hat, erfährt Eli Liebe, Freundschaft und die Magie seiner Fantasie. Plötzlich holt ihn jedoch die Gefahr seines Umfelds ein und reißt sein Glück auseinander. Während er heranwächst, wird er noch immer von seiner Vergangenheit berührt. Er fragt sich, ob aus schlechten Menschen gute Menschen werden können. Er wird alles riskieren, um seine Mutter zu sehen. Er wird in die Kriminalität geraten und sich doch ganz klar von ihr distanzieren. Und er wird sich verlieben.


Meine Meinung: Als ich das Buch bei Vorablesen gesehen habe war ich sofort verliebt. Verliebt in das Cover, die Kurzbeschreibung und die Leseprobe. Ich war so überzeugt, dass ich meine Punkte eingelöst habe, aber leider konnte das Buch diese Erwartung nicht erfüllen. Von Anfang an konnte mich „Der Junge, der das Universum verschlang“ nicht einfangen und ich habe mich bis etwa zur Hälfte gequält, bevor ich es schlussendlich abgebrochen habe. Das Buch ist viel zu langatmig und verläuft sich so in Details, dass man leider den Faden verliert und der Geschichte nicht mehr folgen kann. Obwohl die Prämisse des Romans eigentlich viel Emotionen verspricht, wirkt es sehr cool und konnte mich nicht berühren. Ich denke, dass der langatmige Schreibstil definitiv dazu beiträgt, dass die Emotionen verloren gehen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein Leseempfehlung

Die Rebellion der Alfonsina Strada von Baldelli Simona

Dieser biografische Roman beleuchtet das Leben einer besonderen Frau, die den meisten unbekannt ist: Alfonsina Strada (1891-1959). Geboren als Kind einer bitterarmen Tagelöhner-Familie in der Nähe von Mailand wird sie gegen den erbitterten Widerstand ihrer Familie und der damaligen Gesellschaft Radrennfahrerin.

Dieses Buch zeigt auf, mit welchen Vorurteilen und Aggressionen sowohl von Männern als auch von Frauen Alfonsina kämpfen muss, um ihrer Leidenschaft zu frönen. Man hat sie als „Irre“ oder „Hure“ beschimpft, weil sie den damals für Frauen vorgegebenen Lebensweg der drei Ks (Kirche, Küche, Kinder) verlassen hat.

Als sie mit 13 Jahren ihr erstes Rennen und als Siegesprämie ein lebendes Schwein gewinnt, ist die Familie wütend statt erfreut. Sie siegt bei fast allen Mädchen- und Jungenrennen. 1909 wird sie zum Grand Prix von St. Petersburg eingeladen und der Zarenfamilien vorgestellt, von denen sie eine Medaille erhält. Sie fährt die großen Straßenrennen wie den Giro di Lombardia und den Giro d’Italia.

Als ihr die weitere Teilnahme an Männerrennen verweigert wird, wird sie Bahnfahrerin und stellte mehrere Geschwindigkeitsrekorde auf. Sie muss, um für ihren Lebensunterhalt und die Kosten für die Anstaltspflege ihres Mannes aufkommen zu können, auch Engagements im Zirkus annehmen. Alfonsinas Karriere dauert 26 Jahre.

Ihr Privatleben ist von der Tragödie um ihren Mann Luigi Strada überschattet, der lange Jahren in einer Anstalt gepflegt werden muss.

1959 stirbt die passionierte Motorradfahrerin (sie fährt eine Moto Guzzi) ann einem Herzanfall.

Fazit:

Simona Baldelli ist ein interessanter biografischer Roman gelungen, der lebendig erzählt wird. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Eine gelungene Fortsetzung

Nordseegeheimnis von Heike Denzau

In seinem zweiten Fall für die Emons-Lesergemeinde erhält Rapahel Freersen, Privatdetektiv auf Föhr, den Auftrag, in der „Kurklinik am Kliff“ eine Diebstahlserie aufzuklären. Die Fragen, die er stellt, gefallen nicht jedem.

Noch weiß niemand, welchen Geheimnissen der smarte Detektiv auf die Spur kommt.

Vor allem den Klinikdirektor lassen die Enthüllungen nicht gut aussehen. Doch bis alles so weit ist, muss Raphael als Kurgast einchecken, fällt alkoholisiert über eine blutige Leiche, die plötzlich wieder verschwunden ist, und muss Johannes, seinen Zwillingsbruder und Pfarrer, um Hilfe bitten.

Daneben ist er diesmal unfreiwilliger Hüter einer Nymphensittichdame namens Waltraud, was für schmunzeln sorgt.

Meine Meinung:

Heike Denzau hat wieder einen ruhigen Krimi geschrieben. Wer quietschende und rauchende Reifen bei wilden Verfolgungsjagden zu einem guten Krim braucht, ist hier fehl am Platz. Wer allerdings Humor und Ironie mit der feinen, aber dennoch scharfen Klinge mag, ist hier richtig.

Raphael Freersen ist charmant, doch trotz seines Alters auch ein verzogener Bengel. Er lebt ein wenig in den Tag hinein und gibt mehr Geld aus, als er verdient. Trotzdem ist er liebenswert. Sein Verhältnis zu Frauen ist ein wenig ambivalent. Auf der einen Seite kann seiner Charmeoffensive kaum eine widerstehen und auf der anderen Seite kann er nicht neinsagen, wenn eine weibliche Person Hilfe bedarf. So bezahlt er zwei Putzfrauen, die er gar nicht braucht und zwei angehende Detektivinnen, die seine Detektei gar nicht trägt.

Hin und wieder tritt er gewaltig ins Fettnäpfchen, doch kann er sich mit seinem Charme wieder herausreden. Zur Abwechslung darf er dann im Boxclub so richtig den Macho heraushängen lassen.

Die Auflösung ist gut gelungen. Obwohl ich grundsätzlich auf der richtigen Spur gewesen bin, haben mich zusätzliche Details der Zusammenhänge ein bisschen überraschen können.

Fazit:

Privatermittler Raphael Freersen hat das Herz am rechten Fleck und hin und wieder eigenwillige Methoden. Der Krimi hat mich gut unterhalten und erhält 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich nicht ganz überzeugt

Hotel Weitblick von Renate Silberer

Die Geschäftsführung einer erfolgreichen Werbeagentur soll nachbesetzt werden. Daher werden drei Männer und eine Frau als mögliche Nachfolger in ein entlegenes Hotel zu einem Assessment eingeladen. Ausgerechnet der von Selbstzweifeln geplagte Dr. Marius Tankwart leitet den Prozess zur Entscheidungsfindung.

Zu Beginn scheint alles im Lot, doch nach und nach entgleitet Tankwart das Seminar, denn die Teilnehmenden legen Verhaltensweisen an den Tag, die stark an die Erziehungsmethoden aus dem NS-Regime erinnern. Dazu zitiert die Autorin aus den Lehrbüchern der NS-Pädagogin Johanna Haarer und spielt mit tradierten Rollenbildern. So soll die einzige Frau ein Glas Wasser holen, tut dies, bis sie die Manipulation bemerkt. Doch dann ist es zu spät.

"Der Letzte, der nicht den Verstand verloren hat, wird Geschäftsführer: ein bitterböser Roman über das Leistungsdenken und den Glauben an sich selbst."

Wäre dieses Buch ein Krimi, so müsste man es in die „Closed Room“-Schublade einordnen. So aber kann es als Kammerspiel bezeichnen: Wenig Personal, ein begrenzter Raum und das schonungslose Aufdecken verborgener Befindlichkeiten. Hier wird das Innerste hervorgekehrt.

Wer von uns Lesern jemals an einem Assessment teilgenommen hat, weiß, dass manchmal selbst die beste Vorbereitung nicht zum gewünschten Job führt.

In letzter Zeit haben sich vermehrt unterschiedliche Stilmittel eingebürgert, die nicht immer meine ungeteilte Zustimmung erhalten. Hier wird auf die direkte Rede verzichtet, was bei mir den Eindruck erweckt, die Situation „schaumgebremst“ wie durch ein Milchglas zu erleben.

Fazit:

Ein Roman auf den man sich einlassen muss und von mir 3 Sterne erhält.

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