Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Mit Carli nach Florenz
Das Leben leuchtet sonnengelb von Pauline Mai
Zwar habe ich den ersten Roman von Pauline Mai noch ungelesen auf meinem SuB, doch ich hatte total Lust auf einen Lese-Ausflug nach Italien, deshalb entschied ich mich, ihren neuen Roman zuerst zu lesen.
Carlie, die nach abgebrochenem Studium im ehemaligen Café ihrer Grosseltern jobbt, weiss gerade nicht wie weiter in ihrem Leben.
Als sie unerwartet eine Wohnung in Florenz von einem treuen Café-Gast erbt, ist sie überrascht. Wenn sie die Wohnung verkaufen würde, hätte sie ihre Schulden los und könnte aus der nervigen WG ausziehen.
Also reist Carli nach Florenz, um alles in die Wege zu leiten. Dort angekommen, erlebt sie ein ganz anders Florenz, als sie es in Erinnerung hatte. Sie fühlt sich total wohl. Auch wenn sich die Wohnung als Spielzeugwerkstatt entpuppt, und dessen Charme sie total einnimmt. Spätestens jetzt möchte Carli mehr über den ehemaligen Besitzer, ihren Café-Gast und "Erbonkel" erfahren.
Spätestens jetzt hat Pauline Mai auch die Leserinnen auf ihrer Seite. Mich hatte sie schon viel früher - der Schreibstil und der bezaubernde Plot machen es aber auch extrem leicht der Geschichte total zu verfallen.
"Das Leben leuchtet sonnengelb" ist ein Roman, bei dem ihr so gefesselt seid, dass euer Umfeld einsilbige unpassende Antworten auf ihre an euch gerichtete Fragen bekommt. Ein genervtes und lang gezogenes "Ja" auf "Also tschüss, ich geh jetzt" ist nur ein Beispiel von meiner Seite.
Erbgeschichten-Romane gibt es unzählige und es werden immer mehr, aber nicht alle werden so schön erzählt.
Hier stimmt einfach alles: Charaktere wie Carli, die die Ansprüche ihrer Eltern nicht erfüllen kann und will und ihren Weg noch sucht, oder ihre Freundin Fritzi, die gerne tindert und sich nicht festlegen will, sowie all die italienischen Beteiligten, über die ich aber nichts verraten möchte; ein packender Schreibstil, humorvoll und tiefgründig an den richtigen Stellen; eine Hintergrundgeschichte, die betroffen macht; und eine Geschichte, die einfach überzeugt und immer wieder überrascht (ausser die eine Sache mit Fritzi).
Auch wenn es mich verwundert hat, dass keiner der Werkstattnachbarn einen Blick in die Werkstatt warf und einen Schwatz mit Carli begann: diesen Roman habe ich sehr gerne gelesen und war fast schon traurig, dass ich Florenz nach fast 600 Seiten verlassen musste.
Fazit: Die 560 Seiten lesen sich weg wie nichts - auch wenn ihr von Erbgeschichten genug habt: diese lohnt sich zu lesen!
5 Punkte.
Rezensionen von begine:
Originelle Autorin
Die Beichte einer Nacht von Marianne Philips
Die niederländische Schriftstellerin Marianne PhiIips lebte von 1886 bis 1951. Sie war politisch aktiv und schrieb sechs Romane und einige Novellen.
Den ungewöhnlichen, sensibler und psychologisch geprägten Roman „Die Beichte einer Nacht“ schrieb sie 1930.
In einer Psychologie erzählt eine Frau der schweigsamen Nachtschwester ihr Leben.
Es entsteht ein Monogam mit absoluter Ehrlichkeit.
Zu dieser Zeit war die Psychiatrie im Roman etwas neues, besonders für Frauen. Die Methoden zur Heilung waren ziemlich grenzwertig.
Im Nachwort erfahren wir mehr von Marianne Philips. Sie hat diesen Roman als Therapie geschaffen, das ist beeindruckend gemacht..
Der Roman besitzt eine Tiefe und ist nicht altmodisch, sondern brillant und modern geschrieben. Die Autorin war eine großartige Frau.
Der Roman hat mich gut unterhalten und ich habe ich mit Interesse gelesen.
Ich möchte ihn besonders empfehlen.
Rezensionen von brauneye29:
Einfach toll
So wie du mich kennst von Anika Landsteiner
Zum Inhalt:
Karlas Leben steht quasi still. Ihre Schwester Marie ist gestorben und sie ist gerade mit der Urne aus New York zurück. Und sie reist wieder zurück nach New York um die Wohnung der Schwester aufzulösen. Und das gestaltet sich nicht gerade als einfach, vor allem als sie einen Ordner mit verstörenden Bildern findet.
Immer klarer wird ihr, wie wenig sie doch ihre Schwester kannte.
Meine Meinung:
Das war ein richtig tolles Buch! Ich kann nicht mal sagen, was genau mich zu dieser Aussage bringt, aber ich habe das Buch trotz des schweren Themas genossen. Mir hat gefallen, wie immer wieder zwischen Maries und Karlas Geschichte gewechselt wurde. Mir hat gefallen, wie Karla mit den Personen umging, die Marie auch kannte und wie sie nach und nach irgendwann den Absprung von New York wieder schaffte. Der Schreibstil war richtig gut und das Buch liest sich trotz der Thematik sehr schnell weg. Daumen hoch für dieses tolle Buch!
Fazit:
Einfach toll
Rezensionen von begine:
Der Verlust einer Schwester
So wie du mich kennst von Anika Landsteiner
Die Schriftstellerin Anika Landsteiner schreibt in ihrem Roman „So wie du mich kennst“ über den Verlust einer Tochter und Schwester.
Die Schwestern Karla und Marie haben ein gutes Verhältnis. Marie ist Fotografin und verunglückt in New York tödlich.
Karla will Maries Wohnung ausräumen, das fällt ihr sehr schwer.
Die Autorin lässt uns an den Gedanken Karlas teilnehmen. Auch Marie kommt abwechselnd mit Karla zu Wort.
Karla muss erkennen, das Marie Geheimnisse vor ihr hatte.
In dem Roman, der Facettenhaft, tiefgründig und menschlich herüberkomme, erkennt man, das jeder Mensch auch verborgene Dinge hat. Jeder behält doch einiges für sich.
Die Geschichten der Eltern sind vielleicht nicht so wichtig, stören aber nicht. Außerdem erklären sie auch deren Verhalten.
Die Autorin versteht es sehr gut diese Geschichte zu erzählen, es wird nie langweilig. Sie schreibt intensiv und fesselnd, über ein ernstes Thema.
Ein lesenswerter Roman.
Rezensionen von begine:
Bedächtiger Stil
Daheim von Judith Hermann
Die Schriftstellerin Judith Hermann schreibt mit ruhiger bedächtiger Stimme den Roman „Daheim“.
Die Icherzählerin lässt uns an der Kargheit der Gegend im Norden am Meer teilnehmen. Sie erzählt mit kühler Präzision über menschliche Beziehungen in ihrer Umgebung.
Wenn man sich in diese Geschichte einlässt, erfährt man von den Gefühlen der Personen.
Die Erzählerin lebt seit einem Jahr in der Gegend, Nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat. Sie arbeitet bei ihrem Bruder.
Sie schafft es mit den Nachbarn Zeit zu verbringen.
Die Geschichte ist etwas schwer nachzuvollziehen. Allerdings ist das Leben nicht immer spannend.
Der Roman ist gut geschrieben und mir hat er gefallen.
Rezensionen von TheLidel:
Schauderhaft schöner Krimi und Katzen noch dazu
Die Katze und die Leiche in der Scheune von Kate High
Clarice Beech ist die Tierliebe in Person. Sie besitzt einen alten Hof und nimmt dort pflegebedürftige Hunde und Katzen auf, die sie wieder aufpäppelt und einige davon in ein liebevolles neues Zuhause vermittelt. So auch den dreibeinigen, fast zahnlosen Kater Walter, den sie bei ihrer Bekannten, Lady Vita Fayrepoynt, untergebracht hat.
Allerdings ist Walter mal wieder per Anhalter von seinem Zuhause ausgebüxt. Als Clarice ihn wiederfindet, macht sie gleichzeitig eine andere, schaurige Entdeckung: Bei dem Versuch Walter aus dem Gebälk der alten Galgenscheune zu befreien, stürzt sie in die Tiefe und landet prompt auf der sich bereits zersetzenden Leiche von Rose Miller. Das weckt Clarice‘ Spürnase und sie stellt Ermittlungen auf eigene Faust an. Dabei kreuzen sich ihre Wege des Öfteren mit denen des eigentlichen Leiters der Ermittlungen: Ihrem Noch-Ehemann Rick.
„Die Katze und die Leiche in der Scheune“ bietet das beste Rezept für einen typischen englischen Krimi: Ein kleiner Ort mit all seinen Bewohnern und ihren Eigenheiten sowie tief verborgene Familiengeheimnisse in aristokratischen Kreisen.
Zu Beginn gewinnt man den Eindruck, es handle sich um einen entspannten Cosy-Krimi, der viel Wert auf die Atmosphäre legt und welchen man zu einer guten Tasse Tee genießen kann. In der Sekunde, in der Clarice jedoch von dem Balken stürzt, ändert sich die Stimmung schlagartig von gemütlich zu schauderhaft und selbige Tasse Tee möchte einem vor Schreck beinahe aus der Hand fallen. Mir hat es richtig gut gefallen, dass man nicht lange warten musste, bis etwas passiert. So ist man sofort von der Geschichte gefesselt. Die gemütliche Atmosphäre wird ebenso wie die schön schauderhaften Momente wunderbar transportiert und nach kurzer Zeit hat man das Gefühl, selbst durch die Straßen des Örtchens zu fahren.
Im Laufe der Geschichte lernt man sehr viele Menschen wie Tiere kennen. Teilweise sind die vielen Namen eine ganz schöne Herausforderung. Viele der Personen sind irgendwie in den Fall verstrickt, sodass man ziemlich viel gleichzeitig überblicken muss. Gerade die ganzen Verwandtschaftsverhältnisse der Fayrepoynts waren teils recht komplex, was aber vermutlich keine Seltenheit in Adelsfamilien mit langem Stammbaum ist.
Die Protagonistin war mir durch und durch sympathisch. Auch ihre Bekannten und Freunde wurden alle sehr individuell gezeichnet, wodurch man einen guten Einblick in ihre Welt bekommt und man sich dort durchaus wohlfühlt. Da sich Clarice in die Ermittlungen verbissen hat, bringt sie allerhand Neues ans Tageslicht und manövriert sich dadurch in die Schusslinie schmieriger Typen. Ihre Reise in die Familiengeschichte der Fayrepoynts enthüllt explosives Material, was dann zu einem ebensolchen Showdown führt.
Der Krimi war sehr kurzweilig geschrieben und man konnte ihn gut und schnell lesen. Da es nicht bei diesem einen Verbrechen bleibt, kommt immer wieder genug Spannung in die Geschichte und der Leser wird des Öfteren auf eine falsche Fährt gelockt. Auch die bildhafte Sprache und amüsanten Vergleiche machen viel Spaß zu lesen.
Die Auflösung fand ich teils sehr gelungen und hat mich fast schon schadenfroh zurückgelassen. Andererseits waren mir dann einige Teile etwas zu weit hergeholt und von zu vielen Annahmen geprägt. Zumindest konnte ich nicht immer sehen, wie man auf diese und jene Wendung gekommen ist. Ebenso wurden nicht alle Rätsel aufgedeckt, was ich etwas schade fand, da diese in den folgenden Teilen wohl ebenso nicht mehr von Bedeutung sein werden.
Auch wenn für meinen Geschmack die Katzen eine noch viel Größere Rolle hätten spielen dürfen, gibt’s von mir, für die heldenhaften Katzen und ihre Dosenöffnerin Clarice, 4 Sterne.
Rezensionen von Jules118:
Interessante Einblicke
Wenn Haie leuchten von Julia Schnetzer
Unsere Wissenschaft entwickelt sich immer weiter und es werden sogar Missionen im Weltraum vorgenommen. Doch auch hier gibt es Lebensräume, über die kaum etwas bekannt ist.
Unsere Unterwasserwelt bietet so viel interessantes und wirft immer neue Fragen auf.
Bereits das Cover hat mir sehr gut gefallen.
Die beiden Haie sind ein echter Eyecatcher.
Das Thema Meer ist sehr interessant und das Buch gibt einen kleinen Einblick. Die Autorin versteht es dem Leser Fachbegriffe und kompliziertere Sachverhalte gut näherzubringen und einfach zu erklären. Von vielen Themen habe ich nicht nichts gewusst und war überrascht, was es alles gibt.
Der Schreibstil ist angenehm und man konnte das Buch flüssig lesen. Für alle geeignet, die sich noch überraschen lassen wollen und neugierig sind, was die Welt noch so zu bieten hat. Denn wer weiß schon wo das White Shark Cafe ist?
Rezensionen von yellowdog:
Spaziergang einer Künstlerin durch London
Blütenschatten von Annalena McAfee
Blütenschatten ist interessanterweise im Künstlermilieu in London angesiedelt und hat mit der sechzigjährigen Malerin Eve Laing eine leicht exzentrische Protagonistin. Ihre Gemälde sind außergewöhnlich und sie ist erfolgreich.
Ich finde das Buch reichlich britisch, in dem Sinne, dass die Protagonisten zurückhaltend und verschlossen sind.
Daher hatte ich lange auch Schwierigkeiten, zur Hauptfigur Eve richtig Zugang zu finden.
Zentral in der Handlung ist Eves Weg durch viele Orte in London, immer wieder unterbrochen von Erinnerungen..
Die Liebe zum Detail bei Eves Beobachtungen hat mir gefallen. Manche ihrer Überlegungen sind überwiegend negativ geprägt, besonders ihre Eifersucht auf den Erfolg einer anderen Künstlerin.
Am Ende hat man durch die Beschreibungen der außergewöhnlichen Gemälde und Konzeptkunst einen faszinierenden Einblick in die Welt der Kunst getan.
Das im Roman erwähnte Klavierstück In a Landscape von John Cage versinnbildlicht sehr schön, die schwebende Ruhe von Annalena MvAfees Stil. Es sind Wellen von besinnlichen Sätzen, die aufbranden und sich wieder zurückziehen.
Rezensionen von Petra Sch.:
Tagebücher im Comic-Stil über das Leben von zwei Patchwork-Geschwistern
Das ungeheimste Tagebuch der Welt!, Band 1 - Wie mein bescheuerter Bruder Klassensprecher in meiner Klasse wurde ....Bd.1 von Anja Fröhlich; Patrick Krause
Karlines Stiefbruder Paul, der später mal ein berühmter DJ werden will, ist sitzengeblieben und geht nun mit ihr in eine Klasse.
Und das schlimmste ist: er wurde zum Klassensprecher gewählt?!? Obwohl doch SIE Klassensprecherin werden wollte und die (Um-)Welt verbessern!
Als Karline eines Tages Pauls geheimes Tagebuch (das er Logbuch nennt) entdeckt, fotografiert sie seine Einträge, klebt sie in ihr eigenes Tagebuch dazu und plant heimlich einen Rachefeldzug.
..
Meine Meinung:
"Wie mein bescheuerter Bruder Klassensprecher in meiner Klasse wurde" ist der erste Teil der Ungeheimsten-Tagebuch-Reihe.
Die Idee ist außergewöhnlich: ein Tagebuch-im-Tagebuch im Comic-Stil von zwei Patchwork-Geschwistern, in das ich aber erstmal reinkommen musste. Somit bekommt man als Leser von beiden Kindern die Gedanken und Gefühle nähergebracht und kann mit beiden mitfühlen.
Da sich Karline und Paul nicht soo besonders gut leiden können und Paul Karline jetzt auch noch den Klassensprecher-Job weggeschnappt hat, worauf sie sich endlich reale Chancen ausgerechnet hatte und den er eigentlich gar nicht wollte und nur durch Zufall bekommen hat, plant Karline ihre Rache an ihm. Da sie jeden seiner Gedanken und Schritte kennt, kann sie natürlich dementsprechend planen.
Es ist lustig und chaotisch, auch wenn ich einiges übertrieben fand.
Die Probleme von Patchwork-Kindern werden hier humorvoll aufgearbeitet und auch Familie, Scheidung, Freunde, Schule und vor allem Klima-/Umweltschutz sind zentrale Themen.
Leider ist die Geschichte für mich nicht so ganz abgeschlossen (werden Karline und Paul sich jemals gut verstehen?), was natürlich neugierig auf die Fortsetzung macht.
Wörter in verschiedenen Schriftarten und die vielen schwarz-weiß-Illustrationen peppen den Tagebuch-Comic-Roman nochmal auf, denn sie sind sehr witzig und passen zu den jeweiligen Situationen.
Dadurch denke ich, werden auch Lesemuffel zum Lesen angeregt.
Fazit:
Ein humorvoller Comic-Roman im Tagebuch-Stil mit vielen witzigen Illustrationen.
Rezensionen von begine:
Emmas Träume
Die Senfblütensaga - Zeit für Träume von Clara Langenbach
„Die Senfblütensaga – Zeit für Träume“
ist der Beginn einer Familiensaga von der Schriftstellerin Clara Langenbach. Es ist ihr erster historischer Roman.
Es ist 1908 in Metz im Elsaß-Lothringen.
Die junge Emma will studieren, aber sie geht da etwas naiv vor. Sie steht zwischen zwei Männern.
Carl Seidel ist der Bruder ihrer Freundin Louise. Er will eine Senffabrik aufbauen und verzichtet auf das Fuhrgeschäft seines Vaters, das zu einem Bruch zwischen ihnen kommt.
Antoine ist Carls Freund und ist ein Lothringer Franzose, der ein Weingut. Geerbt hat.
Aber Emmas Eltern sind gegen beide Männer. Sie wollen sie mit Hemri Wolf dem Sohn eines Stadtrats verheiraten.
Die Autorin beschreibt die Träume der jungen Menschen. Sie gibt dieser Geschichte eine besondere Würze. Sie zeigt die Gefühle der einzelnen Personen.
Aus Emma hat sie eine kluge kämpfende Frau gemacht.
Der Roman fesselt und ist gute Unterhaltung.











