Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Gaby 2707:
Wieder sehr gute anregende Unterhaltung
FrühlingsLust von Simona Wiles
In diesem Buch hat Simona Wiles zwölf sehr unterschiedliche, heiße und anregende Kurzgeschichten verewigt, die sich alle mit dem Thema „Frühlingsgefühle“ oder „Gefühle im Frühling“ befassen.
Ich träume mit Sabine ihren Frühlingsanfang-Tagtraum; ich lerne Bjarne kennen, der für seine Tamara den Wecker spielt; Sophie lernt den Mann aus ihrem Tagtraum kennen; ich spiele Mäuschen, als Xenia und Frank, Angelina und Hendrik und Zoe und Guido den Frühlingsgott um eine reiche Ernte auf ihren Feldern bitten; Manuel und Lilly spielen Eier suchen und Karina lässt ihren Sklaven Thilo den Frühjahrsputz machen.
Ich habe schon einige Kurzgeschichten von dieser Autorin gelesen und auch diesmal wurde ich nicht enttäuscht. Genau zur richtigen Zeit, jetzt im Frühling, habe ich nun ihre neuen Geschichten über Lust und Leidenschaft lesen können. Ihre Sprache ist wie immer anregend ohne plump oder zu obszön zu wirken. Mein Kopfkino springt an und wird schnell zum Laufen gebracht.
In die einzelnen Geschichten an den verschiedensten Schauplätzen habe ich mich gut hinein denken können. Wie immer bleibt die Autorin nahe an einer Realität, da sich die Szenen wirklich so abgespielt haben könnten. Gerade das macht es für mich noch interessanter hier dabei zu sein.
Zum Schluss kann ich mir mit einem Gutscheincode noch eine weitere prickelnde Geschichte herunterladen – gratis.
Genau das richtige Buch zum Frühlingsanfang, wenn die Gefühle raus gelassen werden wollen. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten.
Rezensionen von Minangel:
leichte spritzige Bus-Kost für zwischendurch
Mit fünfzig erwartest du Meer von Elli Voss
Kurz zum Inhalt: So schnell können wir gar nicht schauen und schon sitzen wir statt im Flugzeug im Bus mit Romy und ihrem Mann Werner. Dieser scheint etwas sehr sparsam zu sein, und so entpuppt sich die erhoffte Italienflugreise als Werbebusfahrt mit viel Geschirr und Koffern zum Spottpreis. Romy kocht innerlich und gäbe es die quirlige Lilo nicht, wäre es echt zum Verzweifeln ob dieser Wertschätzung zu ihrem Geburtstag.
Diese wiederrum überredet sie zum Schwänzen einer Verkaufsveranstaltung mit ungeahnten nachhaltigen Folgen…
Elli Voss hat einen Schreibstil, der durch Wortwitz, eindeutig zweideutigen Sätzen und rasanten Wendungen besticht. Für mich sehr unterhaltsam, doch zeitweise empfand ich es auch als mühsam, wenn es schon zu viel des Guten war und noch ein Schäufelchen wahnwitzige Begebenheiten draufgehäuft wurden auf den Reiseberg.
Die Hauptfiguren sind gut skizziert. Lilo ist ein starker Charakter, wir dürfen gut in ihr Innenleben schauen und sie war mir persönlich auch authentischer und sympathischer als Romy. Romys Handeln war mir nicht immer nachvollziehbar und sie kam mir einfach zu wenig gefestigt in der Welt vor. Werner bleibt mir fremd, dazu fehlt mir seine Sicht der Dinge. Im Laufe der Reise kommen noch einige nette Persönlichkeiten dazu und geben der Geschichte noch mehr Erzählkraft.
Kleiner Spoiler: irgendwann im Bus blieben meine Gedanken bei der Körperhygiene, Oberteilen, Alkoholkonsum und die dadurch noch mehr fehlenden Zahnbürste hängen und ich kam da fast nicht mehr raus ????, so sehr war ich mit auf Reisen und diversen Gesängen...
Fazit: eine spritzige Reise zum 50er und zu neuen alten Erkenntnissen, die mir - wie erwähnt - manchmal schon etwas zu viel des Guten war. Aufgrund des guten Plots und vieler unterhaltsamer Momente möchte ich 4 Buswerbereisensterne geben.
Rezensionen von Claudia R:
interessanter Ratgeber...
Danke für die wunderbare Lösung von Anjana Gill
Klappentext:
„Ich wusste gar nicht, dass Probleme lösen so viel Freude machen kann. “ Sophie T.
Kommt dir das auch bekannt vor? Es gibt im Leben immer irgendwo ein Problem, das uns stört. Wir finden z. B. keine passende Wohnung, suchen einen besseren Job, möchten ein höheres Einkommen, müssen eine Trennung verarbeiten, haben Ärger, bekommen eine Absage, machen uns Sorgen um jemanden und, und, und .
..
Aber es gibt eine Lösung – eine Möglichkeit, mit der sich unsere Probleme quasi von selbst auflösen: Die Kraft der Vorstellung, die perfekte Universums-formulierung, die richtigen Worte zusammen mit den lustigen und faszinierenden Universumsspielchen führen dazu, dass wir auf einmal die Fähigkeit haben, beinahe JEDES Problem in unserem Leben aufzulösen. Und weg ist es.
Anjana Gill zeigt dir an 50 typischen Beispielen, wie das genau funktioniert – und wie du das für dich und dein eigenes Leben umsetzen kannst.
Welches Problem möchtest du lösen?
Es gibt nichts, das wir nicht ändern könnten.
Liebes Universum,
wir lösen unsere Probleme auf. Danke!
Und los geht’s ...
Cover:
Das Cover ist sehr schön gestaltet, mit vielen kleinen Details. Man erkennt viele kleine Fragen , Emojis und Sterne. Auch von der farblichen Gestaltung finde ich es sehr schön. Es passt auch sehr gut zu dem Arbeitsbuch der Reihe und ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Ich kenne bereits das Arbeitsbuch zum ersten Band und dieses hatte mir damals auch sehr gut gefallen. Die Bücher kann man durchaus auch sehr gut unabhängig voneinander lesen, da es hier vor allem darum geht Ideen, Anregungen und Lösungen zu bekommen. Es ist eine Art Ratgeber, der sich mit direkten Situationen auseinandersetzt und dabei konkrete Lösungsvorschläge bereit hält. Hier kommt es vor allem auf die Einstellung drauf an und auch auf sehr viel psychische und kosmische Lenkung.
Was wäre wenn, ist hier eine direkte Auseinandersetzung der man sich immer wieder stellt, aber man sollte sich auch darauf einlassen können.
Die Ideen dahinter finde ich sehr interessant und es gab auch so einige sehr schöne Ansätze, jedoch ist nicht alles für mich wirklich umsetzbar und an einigen Stellen war es mir durchaus auch ein wenig zu konstruiert, aber es ist einfach wunderschön gestaltet und auch die eigentliche Idee dahinter finde ich richtig gut. Man setzt sich hier mit den Problemen und Situationen auseinander, analysiert diese und findet dazu Lösungen. Eine wirklich tolle Idee.
Auch der Aufbau der dahinter steckt hat mir persönlich sehr gut gefallen und auch die Gliederung ist sehr gut gelungen. Die einzelnen Probleme werden recht kurz und übersichtlich erfasst und gelöst, so lässt sich das Buch sehr gut und angenehm lesen. Da man sich immer wieder mit einigen kurzen Dingen auseinandersetzen kann und dies dann genauer für sich vertiefen kann.
Die Schreibweise ist sehr angenehm und flüssig und man kann dieser sehr gut und locker folgen.
Auch die farbliche Gestaltung hat mir sehr gut gefallen und die Ideen dahinter werden hier sehr gut umgesetzt. Ein toller kurzer Ratgeber, mit einigen sehr guten Ansätzen, einer guten Gliederung und interessanten Ideen. Mir hat es gut gefallen und mich gut unterhalten.
Fazit:
Ein toller kurzer Ratgeber, mit einigen sehr guten Ansätzen, einer guten Gliederung und interessanten Ideen.
Rezensionen von Pink Anemone:
Nach all der Lobhudelei für mich leider nur eine Enttäuschung.
Meine Schwester, die Serienmörderin von Braithwaite Oyinkan
"Ein normaler Mensch wäre vielleicht sauer, aber ich verspüre in diesem Augenblick nur das dringende Bedürfnis, diese Leiche loszuwerden.
Als ich ankam, trugen wir ihn als Erstes in den Kofferraum meines Wagens, damit ich schrubben und wischen konnte, ohne dabei sein kaltes Starren ertragen zu müssen.
"
(S. 9)
Die beiden Schwestern Korede und Ayoola sind nicht nur äußerlich völlig verschieden, sondern auch in allen anderen Dingen.
Korede, die Ältere, steht mit beiden Beinen im Leben, arbeitet als Krankenschwester, ist klug, empathisch, findet sich selbst jedoch alles andere als hübsch. Ayoola hingegen ist eine wunderschöne Frau, weiß und hört das auch gerne, wickelt jeden um ihren Finger, hat eine narzisstische Ader ... und bringt ihre Liebhaber um.
Während Ayoola jedes Mal beteuert, dass der Mann an allem schuld war, übernimmt Korede das Reinigen des Tatortes und lässt die Leichen verschwinden. Bis sich Ayoola in den Arzt Tade verguckt, den Korede heimlich anhimmelt.
"Tade verstummt, und mir gefriert das Blut in den Adern. Ayoola befreit sich aus meinem Griff, aber das macht keinen Unterschied mehr, es ist ohnehin zu spät. Sobald sein Blick auf Ayooda fällt, weiten sich seine Augen. Er rückt seinen Arztkittel zurecht."
(S. 61)
Man liest aus der Sicht von Korede und man spürt schnell diesen Konkurrenzkampf in dem sie sich mit ihrer Schwester befindet. Sie bewundert ihre jüngere und hübsche Schwester, fühlt sich für sie verantwortlich, beschützt sie und will nicht, dass ihr etwas Schlimmes passiert. Gleichzeitig spürt man aber auch Neid und Missgust, die sie ihr gegenüber empfindet, denn selbst in der Familie bekommt Ayoola immer das was sie will - Zuspruch, Anerkennung und Liebe, während Korede auch hier das Nachsehen hat.
Das Einzige was die beiden zu verbinden scheint sind die Aufräumarbeiten, nachdem Ayoola wieder einmal getötet hat. Während Ayoola nach den Morden wieder vergnügt durchs Leben tanzt und keinen Gedanken mehr daran verschwendet, versucht Korede alles, um nicht verdächtig zu erscheinen und der Druck in ihrem Inneren steigt. Der Einzige mit dem sie darüber redet, dem sie ihr Herz ausschüttet, ist ein Patient im Koma.
"Vor wenigen Tagen erst haben wir einen Mann an das Meer übergeben, aber hier ist sie nun und tanzt.
Ich lehne mich gegen den Türrahmen und beobachte sie, versuche und scheitere daran, zu verstehen, wie es in ihrem Kopf aussieht."
(S. 41)
Im Verlauf erfährt man nicht nur wie es im Inneren von Korede aussieht, sondern wirft auch einen Blick in die Familienverhältnisse und in das Arbeitsleben von Korede. Dabei schwingt immer ein verbitterter und auch verzweifelter Ton mit, was durchaus passend und authentisch ist. Doch obwohl sie ihre Schwester im Stillen verflucht, hält sie immer zu ihr, hilft ihr und glaubt ihr. Immerhin ist sie ihre ältere Schwester und das machen eben ältere Geschwister und außerdem - wer würde ihr schon glauben?
Der Schreibstil ist schnörkellos und direkt und die Kapitel kurz und knapp. Dadurch fliegt man innerhalb weniger Stunden durch das Buch und obwohl ich es in kürzester Zeit verschlang, ließ es mich doch enttäuscht zurück.
Es beginnt schon bei den Protagonisten. Sympathieträger findet man hier nicht, wobei das für mich nicht unbedingt ein notwendiges Kriterium ist um eine Story gut zu finden, sofern es zur Story passt. Das tut es definitiv, doch was mich störte waren die blassen Figuren.
Obwohl man aus Koredes Sicht las, sie mir quasi ihr Inneres offenbarte und mir gleichzeitig auch Ayoola näher brachte, blieben sie beide blass und irgendwie nichtssagend. Mir waren die beiden bis zum Ende hin also in gewisser Weise völlig schnurz.
Das wäre das Eine, das Andere ist, dass man überall liest, dass es ein feministisches Buch ist, welches die patriarchalen Zwänge Nigerias sichtbar macht. Ich habe weder das eine, noch das andere darin entdeckt. Im Grunde könnte die Geschichte überall spielen, denn Lagos, eine Großstadt in Nigeria, wird nur am Rande erwähnt und die patriarchalen Zwänge werden auch nur kurz angerissen ohne näher auf diese einzugehen.
Zum Beispiel durch Koredes Einblick in die Erinnerungen an ihren Vater. Das ist natürlich harter Stoff, jedoch so distanziert transportiert und so schnell abgehandelt, sodass es mir nicht so sehr ans Herz ging wie es wohl sollte. Also auch hier wieder dieses Egal-Gefühl.
Und wo der Feminismus steckt? Tja, keine Ahnung. Nur weil Ayoola schön ist und Männer ihr hinterherhecheln? Sie wurde nicht durch das Patriarchat zu dem gemacht was sie ist, sondern weil sie eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat, welche von Mutter und Schwester nicht erkannt und somit unwissentlich gefördert wurde. Sie ist was sie ist - eine Serienmörderin. Aus und Ende.
"Als Ayoola an diesem Abend zurückkehrt, fasst sie die Rosen an, fotografiert sie und will das Bild gerade online stellen, als ich sie, schon wieder, daran erinnere, dass sie einen Freund hat, der seit einem Monat vermisst wird und um den sie trauern sollte.
Sie macht einen Schmollmund. >>Wie lange muss ich denn noch langweiliges, trauriges Zeug posten?<<"
(S. 85)
Das Ende wird nicht jedem gefallen, doch während mich die gesamte Story und auch die Figuren nicht beeindrucken konnten, fand ich das Ende gut und vor allem, vom psychologischen Standpunkt aus betrachtet, durchaus authentisch.
Um das näher zu erklären, müsste ich spoilern, daher möchte ich nur zwei Wörter in den Raum werfen und zwar: Manipulation und Co-Abhängigkeit.
Fazit:
Ich habe mir nach all den vielen Rezensionen mit all den Lobhudeleien mehr erwartet und wurde leider dementsprechend enttäuscht.
Der viel gepriesene Witz war meiner Meinung nach nicht vorhanden, ebenso nicht der erhoffte feministische Kampf gegen das patriarchale Regime Nigerias. Es ist einfach nur ein Roman zweier Schwestern, in der die eine ihre Liebhaber killt und narzisstische Tendenzen aufweist, während die andere zwischen Liebe und Rivalität hin- und hergerissen ist. Leider ohne Tiefe, denn dafür wird alles zu oberflächlich und schnell abgehandelt.
Schade, denn Potenzial für etwas Großes war durchaus vorhanden.
© Pink Anemone
Rezensionen von nanu?!:
Gemütlicher Krimi
Der Donnerstagsmordclub von Richard Osman
Man würde eigentlich annehmen, dass das Leben als Rentner in einer Seniorenresidenz äußerst ruhig vonstatten geht. Elizabeth, Ibrahim und Ron wollen von Langeweile und Ruhestand nichts wissen und gründen den "Donnerstagsmordclub", der sich mit alten, ungelösten Mordfällen beschäftigt.
Joyce wird nicht lange nach ihrem Einzug in Coopers Chase in den Club aufgenommen, da sie sich als ehemalige Krankenschwester gut mit Wunden und dergleichen auskennt.
Die Arbeit an den Mordfällen ist auch ein guter Zeitvertreib, bis quasi vor der eigenen Haustür ein echter Mord verübt wird. Natürlich nehmen die vier Rentner die Ermittlungen selbst in die Hand, sehr zum Leidwesen der echten Kripo.
Dem Autor ist hier ein tolles Debut gelungen. Besonders dieser besondere Humor und die beschaulichen Kulissen haben mir gut gefallen.
Erzählt wird aus wechselnden Perspektiven, wobei nur Joyce Tagebucheinträge in der Ich-Form geschrieben sind. Die Kapitel sind oft recht kurz gehalten, so gibt es ständig Szenenwechsel, was auch das Tempo der Geschichte beeinflusst. Für mich gab es trotzdem ab und zu Längen in der Handlung, in den Momenten war es schwierig für mich immer aufmerksam dran zu bleiben.
Es gibt eine Vielzahl an Personen und einige von ihnen hätten ein Motiv, so musste ich als Leser meinen Hauptverdächtigen ständig austauschen. Das hat mir überhaupt am Besten im Buch gefallen, das Miträtseln. Ständig wird man in die Irre geführt, irgendwie scheint jeder Dreck am Stecken zu haben. Das machte den Fall umso spannender.
Richtig liebenswert fand ich die Senioren. Nicht nur die Vier vom Donnerstagsmordclub, sondern auch alle anderen sind für einen Spaß zu haben, solange es sie aus dem tristen Alltag herausholt. Und lachen musste ich, als von den vier Hobbyermittlern als "Gang" gesprochen wurde. Sie wissen wie man sein Alter und scheinbare Gebrechlichkeit ausnutzt, um zu bekommen was sie wollen. Und spontane Verwirrtheit kann manchmal ganz praktisch sein.
Mir hat das Buch sehr viel Spaß bereitet, und ich empfehle es allen, die gerne gemütliche Krimis lesen. Nur einen Stern Abzug wegen der gelegentlichen Längen.
Rezensionen von melanie82:
Historischer Krimi
Die Toten vom Gare d'Austerlitz - Kriminalroman (Eddie Giral 1) von Chris Lloyd
„Die Toten vom Gare d’Austerlitz“ spielt in Paris im Jahr 1940. Im Juni marschieren die Nazis ein, mehrere Polen werden ermordet aufgefunden, bald folgt noch ein Selbstmord. Éduard Giral ermittelt und stößt dabei auf Widerstände und die Schwierigkeiten und Gegebenheiten der Zeit im Zweiten Weltkrieg - und auf seinen Sohn, was sein Vorgehen ändert.
Giral steht permanent vor der Frage, wem er trauen kann und wem nicht, was durch die Ich-Perspektive gut dargestellt wird. Das Buch greift die historischen Ereignisse auf und verknüpft diese mit der Handlung. Dabei kommt nicht die gleiche Spannung auf, wie man es gewohnt ist, wenn man gerne Krimis und Thriller an sich liest, aber das macht natürlich auch das Genre aus. Teils wird es aufgrund der zahlreichen Charaktere und Handlungsstränge auch ein wenig zäh, gleichzeitig nimmt einen die Geschichte nicht zuletzt durch den realen Bezug aber auch sehr mit. Wer historische Kriminalromane mag, ist mit dem Buch in jedem Fall gut bedient.
Rezensionen von nicol_loves_books:
der etwas andere Fitzek
Der erste letzte Tag von Sebastian Fitzek
Inhalt:
Um seine Ehe zu retten, macht sich Livius Reimer auf den Weg von München nach Berlin. Doch alles kommt anders als geplant. Sein Flug wird gestrichen, er hat Probleme einen Mietwagen zu erhalten und muss sich schlussendlich einen Mietwagen mit einer Person teilen, die so ganz anders ist als er selbst.
Unter normalen Umständen hätte Livius Reimer mit Lea von Armin mit Sicherheit nichts gemein gehabt. Wir begleiten somit Livius und Lea auf einen gemeinsamen Roadtrip vollgespickt mit Komik, Dramatik und unvorhersehbaren Wendungen!
Ein Roadtrip den das Leben verändern wird und den beide nicht mehr vergessen werden!
Meinung:
Ich war so gespannt auf den etwas anderen Fitzek und ich musste diesen „kein Thriller“ unbedingt lesen bzw. in diesem Fall hören. Die Geschichte ist so anders und dennoch so speziell und der Schreibstil von Sebsatian Fitzek ist einfach göttlich. Man ist von der ersten Minute mitten drin und total gefangen. Gelesen wird „der erste letzte Tag“ von Simon Jäger.
Von Simon Jäger wurde ich mehr als nur überascht. Er hat so eine angenehme und fesselnde Erzählstimme, dass die Protagonisten einem sehr lebendig vor Augen sind und ich teilweise Tränen vor Lachen in den Augen hatte. Diese Komik und der Humor in diesem Buch sind unschlagbar, dennoch regt es auch sehr zum Nachdenken an und auch emotionale Momente kommen nicht zu kurz.
Sebastian Fitzek hat es geschafft auf die aktuelle Situation einzugehen, manches zu kritisieren und dennoch eine wunderschöne Geschichte daraus zu zaubern!
Die beiden Protagonisten könnten unterschiedlicher nicht sein und gerade das macht das Experiment, welches Livius und Lea eingehen, nämlich ihren letzten ersten Tag zu erleben, zu so etwas Besonderem.
Livius der spießige und gradlinige Lehrer, der alle Klischees erfüllt trifft auf die quirlige, kämpferische und sehr selbstbewusste Lea, die nicht auf den Mund gefallen ist und so mir nichts dir nichts den einen oder anderen derben Spruch raushaut.
Wir sollten uns alle viel viel öfter die Fragen stellen- was ist wirklich wichtig im Leben und vor allem, bin ich zufrieden mit meinem Leben oder könnte ich das ein oder andere ändern, was mich glücklicher machen könnte. Und nicht nur einmal habe ich mir die Frage gestellt, was würde ich an meinem ersten letzten Tag erleben wollen.
Fazit: Ich kann den „kein Thriller“ von Sebastian Fitzek jedem empfehlen, der sich ein bisschen vom Alltag ablenken möchte und der auf der Suche nach einem Buch / Hörbuch ist, in dem der Humor nicht zu kurz kommt. Wem Ironie und Sarkasmus keine Fremdwörter sind, der sollte auf jeden Fall zuschlagen, ohne lang zu überlegen. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal beim Lesen / Hören so viel gelacht habe!
Rezensionen von Manfred Fürst:
Ein feministischer Kriminalroman mit einer hartgesottenen Privatdetektivin, von hardboild bis verletzlich, von Frauen, die Täter und Opfer waren
Kritische Masse von Sara Paretsky
In God we trust, all others show data.
Kritische Masse („critical mass“ im Originaltitel) bezeichnet in der Kernphysik und Kerntechnik die Mindestmasse eines aus spaltbarem Material bestehenden Objektes, ab der die effektive Neutronenproduktion eine Kettenreaktion der Kernspaltung aufrechterhalten kann.
Professioneller Rat an V.I. Victoria Iphigenia ‚Vic‘ Warshawski, Chicagos weiße Privatdetektivin.“…trage dein bestes Sonntags-Kevlar“. Unerschrocken, professionell, impulsgesteuert, emphatisch: „Wenn du eine Waffe hast, willst du sie benutzen, und wenn du deine benutzt, will dein Gegner seine auch benutzen, und dann wird einer von euch schwer verletzt oder stirbt, während die andere eine Menge Zeit damit verbringen muss, sich dem Staatsanwalt zu erklären.“
Die Suche nach einer Vermissten führt die Privatdetektivin erst in die staubige Prärie von Illinois, wo die verlassenen Farmen des verarmten Palfry County nur noch als Drogenküchen dienen. Warshawski entdeckt dort die Leiche des Drogendealers, seine Gefährtin ist auf der Flucht. Diese Frau, Judy Binder, ist eng mit der Geschichte Lotty Herschels verbunden. Lotty ist mit der Mutter, Käthe Binder, zusammen in den dreißiger Jahren in Wien aufgewachsen. Doch nicht nur die drogenabhängige Judy ist auf der Flucht, sondern auch ihr Sohn Martin, der für den IT-Konzern Metargon arbeitet. Martin, ein Urenkel der jüdischen Wissenschaftlerin Martina Saginor, ein genialer Mathematiker und Computerspezialist. Er hat etwas entdeckt „was nicht aufgeht“ und ist untergetaucht, hat auf „dark gestellt“ sein Dienstgeber, der IT-Konzern Metargon vermutet Geheimnisverrat, ist in Panik und setzt den Heimatschutz auf ihn an.
Die Wissenschaftlerin Martina Saginor im Roman ist an die Österreicherin Marietta Blau angelehnt, die Bahnbrechendes in der Erforschung kosmischer Strahlung leistete, jedoch nie den Nobelpreis bekam, obwohl Erwin Schrödinger immer wieder dafür plädierte, und die in den USA kein Exil bekam, obwohl Albert Einstein sich für sie einsetzte.
Paretzski führt zurück zu den Anfängen der Computer-Technologie, zur Atomforschung und Raketentechnik, Paranoia und Überwachungswahn, zu jüdischen Physikerinnen und opportunistischen Nazi-Wissenschaftlerinnen, die mit der Operation Paper Clip in die USA geholt wurden, nur, damit sie die Sowjetunion nicht bekommt.
Kritische Masse ist pures Genre, ist Spannung, Unterhaltung und Bildung zugleich, eine Lupe in die Vergangenheit und ein Spiegel der Gegenwart, erzählt mit Herz und Verstand von eine großen Kriminalschriftstellerin unserer Zeit.
Rezensionen von Petra Sch.:
Eine Liebesgeschichte, ein Krimi, und viele süße Pfoten
Traummann gesucht. Katzen vorhanden. von Sophie Faber
Beatrix Vogelsang, die nur Trixie genannt wird und alleine mit drei Katern lebt, sucht für die Tierarztpraxis ihres verstorbenen Mannes, in der sie als Sprechstundenhilfe arbeitet, einen neuen Tierarzt.
Doktor Finn muss noch den richtigen Umgang mit den Haltern der Vierbeiner lernen, und Trixie glaubt, dass ihm das besser gelingt, wenn sie ihn verkuppelt.
Doch was ist mit ihrem Leben und ihrer Liebe?
Und dann sind da die vielen Tiere, die aus dem Grätzel verschwinden, und ein dubioses Kaufangebot für das Haus der Tierarztpraxis...
Meine Meinung:
Der Schreibstil von Sophie Faber liest sich flüssig, schnell und unterhaltsam; und Trixie schließt man sofort in sein Herz! Auch wie sie immer mit ihrem verstorbenen Mann spricht, macht sie sympathisch, ist aber auch sehr traurig.
Auch die Nebencharaktere sind einzigartig, haben Ecken und Kanten und polarisieren und es ist sehr humorvoll und flott geschrieben. Einzig Finns Onkel Spatzbach war mir bis zum Schluss nicht ganz geheuer, doch dann hat er sich toll für die Tiere eingesetzt!
Die Geschichten um die einzelnen Patienten der Tierarztpraxis waren humorvoll und berührend.
Besonders toll fand ich, dass auch ein Kriminalfall in die Geschichte integriert ist. Man rätselt mit Trixie mit, wer und warum die vielen Tiere entführt und natürlich auch, wer so unbedingt das Haus kaufen will - das Warum dafür hat man schnell erkannt.
Mir gefiel das Happy End (in jeder Hinsicht) ausgesprochen gut, auch wenn die Szene mit der Tierrettung aus meiner Sicht leider sehr überzogen und auch nicht ganz realitätsnah war.
Betonen möchte ich noch die kleinen Katzenpfötchen, die innerhalb der Kapitel abgedruckt sind, wenn eine Szene wechselt. Diese sind nicht nur niedlich anzusehen, so kann man auch mal während eines Kapitels kurz reinlesen, wenn man nicht so viel Zeit hat, und muss nicht gleich das ganze Kapitel lesen.
Fazit:
"Katzenhaare sind die Pailletten von netten Menschen." Eine humorvolle Liebesgeschichte mit Kriminalfall, einer sympathischen Protagonistin und vielen zuckersüßen Vierbeinern!
Rezensionen von begine:
Etwas speziell
Die Theologie des Wildschweins von Gesuino Némus
Der Italienische Schriftsteller Gesuino Nemus hat den Krimi „Die Theologie des Wildschweins“ geschaffen.
Die Charaktere sind so typisch italienisch.
Es ist ein Roman, in dem von dem Wesen Sardiniens und der Sarden berichtet wird.
Nachdem ich mich an die verschiedene Namen gewöhnt habe, wurde es eine gute Lektüre.
Es geschieht ein Mord, der Priester weiß einiges und der Polizist hat es schwer.
Der Autor schreibt mit frischem Humor und bringt uns das Dorf mit mit kraftvollen Bildern nahe.
Der Roman ist speziell und etwas Besonderes.











