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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von April1985 :

Schnell und leicht zu lesende Urban Fantasy. Leider alles sehr oberflächlich.

Underworld Chronicles - Verflucht von Jackie May

Urban Chronicles - Verflucht ist der erste Teil einer Urban Fantasy-Reihe aus der Feder von Jackie May, besser bekannt als das Autorenduo Kelly Oram. Allein schon aufgrund der Tatsache, dass Kelly Oram hinter dem Pseudonym Jackie May steckt, musste ich das Buch unbedingt lesen. Herrlich unkompliziert und mit gewohnt jugendlichem Flair und einer sehr einfach gehaltenen Sprache konnten mich die Autoren auch wieder sehr von sich überzeugen.

Ich mag dieses Leichte und Lockere zwischendurch beim Lesen unglaublich gerne und schätze es sehr auch mal nicht zu viel mitdenken zu müssen. Trotzdem erwarte ich mir natürlich eine gehaltvolle Handlung und authentische Charaktere, die beide mit etwas Tiefgang glänzen sollten. Und genau das ist der Autorin hier leider überhaupt nicht geglückt. Schade, denn die Idee von Vampiren, Trollen, Sirenen und Co. in Detroit finde ich wirklich spannend.

Jackie Mays Urban Fantasy ist in einer der wohl gefährlichsten Städte der USA angesiedelt. Einem besseren Schauplatz für den, sagen wir mal übernatürlichen, Kriminalfall kann es eigentlich nicht geben. Protagonistin Nora wird eher ungewollt mitten in die Ermittlungen von vermissten, entführten übernatürlichen Wesen hineingezogen. Dabei will Nora aufgrund ihrer schweren Vergangenheit eigentlich nichts mit der 'Unterwelt' zu tun haben. Doch Nora hat eine besondere Begabung und sie ist wahrscheinlich die letzte Rettung für die entführten Wesen.

Wie gesagt klingt alles ganz spannend und gut, aber leider fehlt es der kompletten Geschichte an Tiefgang. Es wirkt alles nicht so wirklich ausgereift. Der ganze Kriminalfall wird in meinen Augen viel zu schnell aufgeklärt, alles wird viel zu oberflächlich geschildert, Nora löst scheinbar alles mit Leichtigkeit und auch das Ende kommt einfach viel zu schnell und aprubt. Doch nicht nur die Handlung selbst wirkt irgendwie unfertig, auch bei den Charakteren hat Jackie May zum einen gespart, was Tiefe angeht, zum anderen wirken diese in sich nicht stimmig. Protagonistin Nora ist hier das beste Beispiel. Einerseits hat sie eine berechtigte Abneigung gegen die Unterwelt und deren Geschöpfe, andererseits schließt sie schnell neue Freundschaften, zieht mit einem Troll zusammen, datet Vampire usw. Diese Widersprüchlichkeit passt für mich überhaupt nicht, weshalb ich zu Nora auch nicht wirklich einen Bezug aufbauen konnte. Authentisch geht anders.

Sehr schade, denn die Geschichte hätte definitiv Potenzial gehabt. 100 Seiten mehr hätten nicht geschadet, um den ganzen mehr Tiefgang, mehr Charakterstärke, ein ausgereifteres Worldbuilding und mehr Atmosphäre zu verleihen. So verblasst das Gelesene aber leider sehr schnell und ich habe jetzt auch nicht das Bedürfnis unbedingt weiter lesen zu müssen.

So, und weil das alles jetzt irgendwie so negativ klingt, möchte ich abschließend ein paar positive Worte fallen lassen. Jackies Schreibstil weiß zu fesseln und liest sich unglaublich schnell und leicht. Teilweise ist er auch sehr humorvoll, was sehr zu manchen Charakteren im Buch passt. Ich sag nur Rock-Cowboy Nick, welcher Nora bei den Ermittlungen zur Seite steht. Der smarte, geheimnisvolle Agent ist übrigens auch mein kleines, persönliches Highlight gewesen und vielleicht, ganz vielleicht, gebe ich den Underworld Chronicles wegen ihm noch eine Chance.

Fazit

Jackie May, ein Pseudonym des Autorenduos Kelly Oram, entführt uns mit ihrem Reihenauftakt in die Unterwelt Detroits, die von Vampiren, Trollen & Co. bevölkert ist. Als eine Reihe von Entführungen übernatürlicher Wesen stattfindet, wird Nora ungewollt in die Ermittlungen hineingezogen und muss sich dabei auch ihrer eigenen schweren Vergangenheit stellen. Die Geschichte hat definitiv Potenzial, leider wurde dies aber nicht annähernd ausgeschöpft. Es mangelt an Tiefgang, Charakterstärke, einem ausgereiften Worldbuilding und Atmosphäre. Einzig Jackie Mays wunderbar erfrischender, jugendlicher und leichter Schreibstil hat das Buch nicht zu einem kompletten Flop für mich gemacht. Leseempfehlung kann ich dieses Mal leider nicht aussprechen, ich bin mir aber sicher, dass das Buch seine Fans finden wird.

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Rezensionen von Lesemama:

Und immer wieder Fritz und Emma

Fritz und Emma von Barbara Leciejewski

Bewertet mit 4.5 Sternen

Zum Buch:
Oberkirchbach ist ein Dorf in der Pfalz. Mit alteingesessenen und mit zugezogenenen Bürgern. Und mit Fritz und Emma. Beide über neunzig Jahre alt und beide reden seit siebzig Jahren nicht mehr miteinander. Marie, die Frau des neuen Pfarrers möchte dem Schweigen auf den Grund gehen .

..

Meine Meinung:
Fritz und Emma, eine Liebe die so unendlich aber auch für die beiden unmöglich ist. Mich hat die Geschichte der beiden unglaublich berührt. Aber auch die Geschichte von Marie, der Frau Pfarrer und ihrem Mann Jakob, die als Pfarrersehepaar neu in das Dorf kommen.
Die Pfarrersfrau begegnet auf ihrer Kennenlernte durchs Dorf immer wieder Fritz und Emma. Jeder kennt die Beiden und überall haben/hatten sie ihre Finger im Spiel. Immer wieder Fritz und Emma, das zieht sich so toll durch die ganze Geschichte. Sehr gut erzählt und nie den Faden verloren.
Wenn man nicht in einem Dorf aufgewachsen ist, ist es schwer nachvollziehbar wie engstirnig manche Dorfbewohner sein können. Und diesen Nerv hat die Autorin sehr genau getroffen. Eine unglaublich berührende und authentische Geschichte.
Auf zwei Zeitebenen wird erzählt was von 1947, als Fritz vom Krieg zurückkam, bis zur Gegenwart alles geschah. Nach und nach werden die Leben von Fritz und Emma erzählt ihr gemeinsames Weg, aber auch ihr getrennter. Mich hat es sehr gut unterhalten, ich mag solche Storys sehr gerne, wenn sie gut gemacht sind. Und diese ist sehr gut gemacht. Marie ist unglaublich sympathisch, obwohl sie sich zuerst überhaupt nicht wohlfühlt.
Absolut empfehlenswerte Unterhaltung.

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Rezensionen von Anna625:

Ein ruhiger, atmosphärischer Roman nach einer wahren Begebenheit

Derborence von Charles Ferdinand Ramuz

Derborence, das ist ein kleines Tal in den Waadtländer Alpen. Hierhin ziehen die Männer der umgebenden Dörfer jedes Jahr im Sommer mit ihren Kühen und Ziegen und bleiben einige Monate dort. Eigentlich, denn dieses Jahr wird ihnen der Aufenthalt schon nach wenigen Tagen zum Verhängnis, als sich große Teile eines Berges lösen und ins Tal hinabstürzen.

Auf seinem Weg begräbt der Fels nicht nur Bäume und Bäche unter sich, sondern auch die Hütten der Männer und ihre Tiere.

Im Mittelpunkt steht der junge Antoine, der erst vor kurzem Thérèse geheiratet hat und nun vor Sehnsucht nach ihr kaum auf der Alm ausharren kann. Auch er wird, wie die anderen knapp 20 Männer, unter den Bergmassen begraben, überlebt jedoch in einem kleinen Hohlraum. Seine Frau Thérèse weiß davon nichts, überhaupt hält man das laute Knacken und Donnern, das sich mitten in der Nacht im Dorf vernehmen lässt, erst für ein Gewitter und wundert sich, dass der Sternenhimmel so klar ist. Als sich am nächsten Tag das Unglück erahnen lässt, das hier geschehen ist, ist man entsetzt von der gnadenlosen Macht der Natur, die so viele Menschen das Leben gekostet hat - denn dass es keine Überlebenden geben kann, darin ist man sich sicher. Bei Antoine selbst machen sich die Folgen des Ereinisses nicht nur körperlich bemerkbar. Er hat Schwierigkeiten, sich an das Geschehene zu erinnern, sieben Wochen sind wie ausgelöscht aus seinem Gedächtnis.

In den Schreibstil musste ich mich anfangs erst einfühlen, denn er ist stellenweise recht assoziativ, erinnert in einzelnen Passagen beinahe an einen Bewusstseinsstrom und ist sicher nicht jedermanns Sache. Nach einigen Kapiteln empfand ich ihn dann aber als sehr gut zur Stimmung passend.

Die drohende Gefahr im Kontrast zur Idylle der Landschaft, die Verzweiflung und der Schmerz der Menschen, ihre Ohnmacht und die Angst davor, dass hier der Teufel seine Hand im Spiel hat - all diese Gefühle fängt der Autor eindrucksvoll ein und so ist es vor allem die Atmosphäre, von der dieses Buch lebt.

Ich habe diesen auf einer wahren Begebenheit beruhenden Roman am Stück gelesen - so sehr war ich nach wenigen Seiten von der Atmosphäre in den Bann gezogen. Ein starkes Buch, das ich gerne weiterempfehle!

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Rezensionen von Anna625:

Sturmvögel

Sturmvögel von Manuela Golz

Emmy wächst auf einer kleinen Insel in der Nordsee auf. Es herrscht Krieg, die Familie lebt in Armut und kommt kaum über die Runden. In ihrer Jugend führt das Schicksal sie schließlich weit weg von ihrer Heimat nach Berlin, wo das Leben ganz anders ist als auf der kargen, einsamen Insel. Als Dienstmädchen lernt sie nun eine völlig neue Welt kennen.

Viele Jahre später, Emmy ist 86. Ihr nächster Geburtstag steht kurz bevor, als ihre Kinder, selbst längst mitten im Leben stehend, im Keller eine Entdeckung machen, welche ein kleines Vermögen wert zu sein verspricht. Doch all die Jahre über hat Emmy nie ein Wort darüber verloren - kann es sein, dass sie den kleinen Schatz vergessen hat? Und wie ist sie, das verarmte Mädchen von der Insel, überhaupt dazu gekommen?

Der Roman gliedert sich auf die beiden Zeitstränge auf, abwechselnd liest man von Emmys Vergangenheit und Gegenwart. So vervollständigt sich nach und nach das Bild ihres Lebens.

Emmy ist eine sehr sympathische Protagonistin. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, lässt sich nicht unterkriegen und ihre Handlungen sind stets nachvollziehbar. Sie weiß, wie sie das erreichen kann, was ihr wichtig ist, und so ist sie trotz der vielen Rückschläge in ihrem Leben auch im Alter noch eine starke Persönlichkeit und eine Frau, die sich nichts vormachen lässt. Auch die anderen Figuren, in der Gegenwart insbesondere ihre Kinder, sind alle gut gezeichnet und schön ausgearbeitet. Ihre Beweggründe sind verständlich und ihre Handlungen passen gut zum jeweiligen Charater, sodass ich alle Haupt- und Nebenfiguren schön überzeugend fand.

Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich locker-leicht lesen, ohne dass man dabe jemals das Gefühl hätte, die Geschichte drohe ins Belanglose abzudriften. Die eher kürzeren Kapitel unterstützen ein angenehmes Lesen.

Insgesamt finde ich die Umsetzung sehr gelungen habe das Buch gerne gelesen!

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Rezensionen von Birgit Hedemann:

Plauderei häppchenweise

Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen? von John Green

„Wie hat Ihnen das Anthropozän bis jetzt gefallen?“ ist das etwas andere Buch von John Green. Das Anthropozän ist das Zeitalter, in dem wir zurzeit leben. Im Plauderstil macht sich John Green Gedanken über die Zeit, in der wir heute leben. Die Themen sind bunt gemischt (vom Liebeskummer über das Flüstern) und erinnern im Stil an einen Podcast aus dem heraus entstanden sind.

Doch Green macht sich nicht nur seine Gedanken, er bewertet auch alles und bedient sich der Sterne, die mit Amazon die Welt erobert haben. Mit dieser Bewertung inklusive Gedanken dazu beginnt Green schon auf der allersten Seite. Noch nie war ein Copyright so unterhaltsam! Bei alledem erfahrt man auch viel Persönliches über den Autor.
Sprache und Schreibstil passen perfekt zu den Themen. Obwohl nicht alle Themen federleicht sind, versteht Green es, sie federleicht rüberzubringen. Auch das Cover mit seinen vielen Abzweigungen passt thematisch sehr gut zum Buch.
Dieses Buch war kein Buch, das ich atemlos durchgehechelt habe. Viele Texte (die alle nicht sehr lang sind) haben mich zum Nachdenken und Nachspüren angeregt. Sie waren wie kleine Appetithappen, auf die man sich jeden Tag freut. Mich hat dieses Buch in seinen Bann gezogen und ich vergebe daher – in John Green-Manier – 5 Sterne. Fazit: Vollste Empfehlung!

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Rezensionen von Wetterfrosch:

Entschlüsselung der Geheimnisse um die Wiener Ritualmorde mit Hilfe des Totengräbers Augustin Rothmayer

Das Buch des Totengräbers von Oliver Pötzsch

Wien im Jahre 1893 mit seinen Tagelöhnern, Dienstmädchen und Blumenmädchen und der alltäglichen Armut inmitten einer Weltstadt. Zerstreuung sucht man schon damals für einige sorglose Stunden im Prater. Die bürgerliche und adlige Gesellschaft an der Galopprennbahn und die einfache Bevölkerung Wiens am Wurstelprater.

Am Rande der Amüsierviertel geschehen innerhalb kurzer Zeit mehrere Ritualmorde an Dienstmädchen. Die Leichen werden ermordet und gepfählt aufgefunden, als Leopold von Herzfeldt, ein junger Inspektor aus Graz, seinen Dienst bei der Wiener Polizei antritt. Ausgestattet mit einer Kamera und mit seinen Kenntnissen der Kriminalstatistik möchte er effektiv und wissenschaftlich an der Mordaufklärung ermitteln. Die Wiener Kollegen vereiteln Leopold von Herzfeldt die Mitarbeit an der Mordaufklärung und senden ihn stattdessen zu einem Fall der Grabräuberei auf den Wiener Zentralfriedhof. Dort trifft er auf den Geige spielenden Totengräber Augustin Rothmayer. Seit Generationen steht seine Familie im Dienst des Zentralfriedhofs und er hat ein erstaunliches Wissen über den Verwesungszustand von Leichen und den damit verbundenen Rückschlüssen zum Todeszeitpunkt und der Todesart. Er kennt alle Formen des natürlichen Todes und er ist ein Spezialist in Sachen Mord. Geschätzt wird sein Wissen nicht zuletzt auch vom Leiter des gerichtsmedizinischen Instituts. Dieses Wissen ist die Grundlage für den von ihm verfassten „Almanach für Totengräber“, das erste Werk dieser Art.
Leopold von Herzfeldt findet in Augustin Rothmayer einen Mitstreiter bei der Aufklärung der Dienstmädchenmorde und zusammen mit der Telefonistin Julia Wolf genannt das „Lämmchen“ gelingt es ihnen die Morde zu entschlüsseln. Dabei stoßen Sie auf tiefe moralische Abgründe der feinen Gesellschaft Wiens.
Das ansprechende Cover zeigt eine Silhouette des Wiener Stephansdoms integriert in einen Grabhügel mit Kreuz.
Der Autor Oliver Pötzsch überzeugt in diesem historischen Kriminalroman mit einer sehr lebendigen Darstellung Wiens zum Ende des 19. Jahrhunderts. Er gibt einen Einblick in die anstehenden technischen und gesellschaftlichen Veränderungen. Ich liebe seinen Schreibstil und ich habe auch bereits alle seine Bücher aus der Reihe der Henkerstochter gelesen. Oliver Pötzsch ist wieder ein von der ersten bis zur letzten Seite spannender Kriminalroman gelungen. Absolut lesenswert!

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Rezensionen von Lesestern:

Zerbrochene Träume und das Geheimnis von Mattingley Hall

Flucht nach Mattingley Hall von Nicola Vollkommer

Der historische Spannungsroman „ Flucht nach Mattingley Hall“ von „Nicole Vollkommer“ ist im Februar 2021 bei SCM Hänssler erschienen.

Nicole Vollkommer nimmt uns mit auf eine Zeitreise nach England ins 19.Jahrhundert und in die Entwicklung des aufstrebenden Journalismus und seiner Machtstrukturen, in denen Lügen, Intrigen und Verbrechen als Erfolgsmittel auf der Tagesordnung stehen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht die junge Lady Jasmin Devereux, die durch einen harten Schicksalsschlag in der Familie, neue Hoffnung schöpft, als sie den charmanten und erfolgsverwöhnten Zeitungsverleger Hubertus Argyle kennenlernt, der ihr Herz im Sturm erobert.

Einer baldigen Vermählung und glücklichen Zukunft scheint nichts im Wege zu stehen. Doch bald ziehen dunkle Schatten über Jasmins Träume und sie entdeckt die bittere Wahrheit…

Mein Leseeindruck:

Dieser fesselnd erzählte Roman hat mich von Anfang an gepackt und ab einem bestimmten Leseabschnitt konnte ich ihn nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere der Protagonisten sind hervorragend ausgearbeitet und man hat das Gefühl hautnah im Geschehen zu sein. Auch die Nebenfiguren überzeugen und ergänzen wunderbar die spannungsreiche Handlung.

Der historische Hintergrund gewährt einen Einblick in die damaligen Gesellschaftsverhältnisse, in die Arbeiter- Unruhen und das Entstehen einer gefährlich-einflussreichen Presse, die Skandale und Morde für ihr Machtimperium fördert und nutzt.

Inmitten verschiedener Erzählstränge, die von Licht und Schatten gleichermaßen durchzogen werden, zieht sich der rote Faden eines vom Glauben geprägten Lebens, das seine Wertvorstellungen und Hoffnungen nicht aufgibt.

Mein Fazit:

Ein wunderbarer spannungsreicher Historien-Roman mit faszinierenden Charakteren und einer Handlung, die bis zum Ende den Leser mitreißt und in Bann hält.

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Rezensionen von inya:

tolles Kochbuch

Medical Cuisine von Matthias Riedl; Johann Lafer

Den TV Koch kannte ich und war sehr gespannt auf dieses Kochbuch, denn es vereint Fachwissen um die heilsame Wirkung von Zutaten und Speisen. Es wird sehr ausführlich erklärt welche Kochweise hier gezeigt wird und was genau dahinter steckt. Aber vor allem finde ich die verschiedenen Rezepte toll. Denn die Rezepte sind sehr alltagstauglich und sind auch sehr vielfältig.

Besonders gut finde ich, dass die Gerichte normale und handelsübliche Zutaten haben und auch nicht sehr schwer sind zuzubereiten. Ich habe bereits einige Rezepte nachgekocht und die Gerichte sind sehr gut gelungen und waren auch sehr schmackhaft. Ich finde auch die Vielfalt der Gerichte sehr ansprechend, da sie auch sehr international sind. Die Bilder sind sehr ansprechend gestaltet und die Leitung für die Zubereitung ist sehr gut beschrieben, so dass es sich alles super nachkochen lässt.

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Rezensionen von Nepomurks:

Einfach nur großartig!

Naturphänomene verstehen von Peter Wohlleben

Peter Wohlleben hat hier im Hörverlag mit „Naturphänomene verstehen“ ein durch und durch wunderbares Hörbuch veröffentlicht. Die Kapitel sind inhaltlich unglaublich vielfältig und von Anfang bis Ende wahnsinnig interessant und auch lehrreich. Peter Wohlleben behandelt besondere Abläufe des Jahres, Geschehen in Wald und Garten, Wetterphänomene, Tiere & Pflanzen, wie wichtig Schädlinge oder auch Pilze sind und die Notwendigkeit des Zusammenspiels dieser ganzen Bereiche – aber im Detail auch noch extrem Vieles mehr.

Und wie man das von Peter Wohlleben kennt, geht er den Dingen auf seine ganz eigene Art auf die Spur und erklärt uns die Natur liebevoll bis in manches verblüffende Detail, ohne dabei belehrend oder langweilig zu werden. Ein weiterer Pluspunkt bei diesem Hörbuch ist meiner Meinung nach auch die Wahl des Sprechers: Peter Kaempfe holt mit seiner Stimme, Les- und Sprechart noch einmal den letzten Rest der Faszination aus dem Buch und den Inhalten heraus. Man lauscht seinen Worten durchgängig wie gebannt und folgt neugierig den Schilderungen. Wohlleben und Kaempfe in Kombination sind hier meiner Meinung nach die perfekte Wahl. Ich persönlich habe das Hörbuch mittlerweile nicht nur 1 mal gehört, sondern nach dem Ende gleich noch einmal mit dem Hören begonnen. Ich denke, das Buch bietet derart viele tolle Inhalte, dass man es wahrscheinlich immer wieder einmal hören kann. Es eignet sich definitiv für Kinder UND Erwachsene. Von meiner Seite her kann ich das Hörbuch nur uneingeschränkt empfehlen und jedem ans Herz legen, der sich auch nur entfernt für Abläufe und Zusammenhänge in der Natur interessiert oder auch gerne die bisherigen Bücher von Peter Wohlleben gelesen hat. Absolute Kauf- und Hörempfehlung, deshalb 5 Sterne.

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Rezensionen von Nepomurks:

Gelungenes Yoga-Buch

Restorative Yoga von Lorna Neuber

„Restorative Yoga“ von Lorna Neuber bietet exakt das, was es in Titel und Untertitel bereits verspricht: Yoga-Einheiten und -Übungen, die beruhigen, kräftigen und entspannen sollen. Insgesamt bietet das Buch meiner Meinung nach eine spezifisch gute Bandbreite von Asanas mit und ohne Hilfsmitteln.

Alle Übungen sind gut durch Bebilderung und mit verständlichen Texten erläutert. Auch ist der Schwierigkeitsgrad nie übermäßig hoch (es handelt sich ja ach vorwiegend um Entspannungseinheiten), so dass sich dieses Yoga-Buch absolut auch für Ungeübte eignet. Lediglich die Asanas, die mit gleich mehreren Hilfsmitteln durchgeführt werden müssten, halte ich für Einzelpersonen, bzw. nicht fortgeschrittene Yogis kaum umsetzbar, da der Aufbau doch zu knifflig sein dürfte und bei nicht korrektem Aufbau bei der ein oder anderen Übung womöglich sogar eine gewisse Verletzungsgefahr bestehen könnte. Auch benötigt man für die Übungen mit Hilfsmitteln doch immer recht viele Zusatzelemente (z.T. mehrere Decken, Blöcke, Bolster, belastbarer Stuhl). Man kann diese Elemente zwar grundsätzlich alternativ ersetzen, aber ist es meines Erachtens zur Umsetzung durchaus hilfreich, mindestens 3 Decken, 2 Blöcke, 1 Kissen und 1 Bolster zur Hand zu haben, um die Übungen mit weniger Aufwand entspannt durchführen zu können.
Mir persönlich waren die Asanas überwiegend bekannt und ich finde die meisten Einheiten mit Hilfsmitteln tatsächlich eher zu aufwendig. Ich mache selber oft Yin Yoga zum Dehnen, Kräftigen und Entspannen und habe hier wohl meine favorisierten Asanas / Einheiten bereits gefunden, "arbeite" dann aber auch nur mit Bolster, Halbmond-Kissen, 2 Blöcken und Gurt.
Insgesamt ist „Restorative Yoga“ aber ein Buch, bei dem es sich durchaus lohnt einen Blick hinein zu werfen und sich praktisch mit den gezeigten Asanas auseinanderzusetzen. Die Aufmachung ist sehr gelungen und alle Erklärungen wie gesagt bestens nachzuvollziehen. Deshalb würde ich es auch trotz meiner kritischen Punkte absolut empfehlen. 4 Sterne.

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