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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Claudia R:

Kochbuch mit biblischen Geschichten

Von Falafel bis Zimtschnecke. Das Bibelkochbuch für Kinder. Leicht verständliche Kochanleitungen für Gerichte, die es damals schon hätte geben können! Für Kinder von 6 bis 12 Jahren von Lisa Shoemaker; Evi Gasser

Klappentext / Inhalt:

Biblisch kochen, himmlisch genießen! Ein Kochbuch für Kinder mit Bibelgeschichten und Erläuterungen.
20 tolle Rezepte für Kinder und Erwachsene, die die Bibel einmal ganz anders genießen möchten. Mit Illustrationen von Evi Gasser.
Wer gerne neue Rezepte ausprobiert und dazu einfach, aber gesund kochen möchte, der liegt mit dem »Bibelkochbuch für Kinder« genau richtig: 20 tolle Rezepte und Erläuterungen ergänzen fünf spannende Bibelgeschichten, die Lisa Shoemaker sehr lebendig erzählt.

Die liebevollen Illustrationen stammen aus der Feder der Künstlerin Evi Gasser, die mit ihren Kinderbuchgestaltungen
seit vielen Jahren Jung und Alt begeistert.

Cover:

Das Cover ist sehr schön gestaltet. Mittig sind viele verschiedene Speisen von Zimtschnecken, Hackbällchen, über Oliven, Melone und weiteren Gerichten zu sehen. Im Hintergrund ist eine Wüstenstadt erkennbar und auch die farbliche Gestaltung finde ich sehr gut gelungen.

Meinung:

Das Buch ist eine Mischung aus Kochbuch und Geschichte. ZU Beginn der einzelnen Speisen-Kategorien gibt es zur Einführung eine biblische Geschichte welche sich sehr gut auf das Thema bezieht.

So ist dies eine gute Mischung aus Unterhaltung, Wissensvermittlung und Rezeptideen.

Auch die Einführung zu Beginn des Buches hat mir sehr gut gefallen. Hier wird kurz erklärt, was alles benötigt wird und welche Vorraussetzungen man besitzen sollte und nebenbei erhält man hilfreiche Tipps. Danach folgen die Kategorien Vorspeisen, Hauptspeisen, Beilagen, Nachspeisen. Zu Beginn der Kategorien folgt die biblische Geschichte und darauf dann die Rezepte.

Die Rezepte sind kindgerecht und einfach erklärt. Man kann diesen sehr gut folgen. Auch die Veranschaulichung durch die Bilder unterstreicht das Ganze zusätzlich und ist sehr hilfreich. Zu Beginn der Rezepte erhält man eine kleine Übersicht, was man an Zutaten dafür benötigt, diese sind gut hervorgehoben, so dass diese leicht erkennbar sind. Die einzelnen Schritte zur Zubereitung werden gut und verständlich erklärt. So macht das Nachkochen sehr viel Spaß.

Ein schönes Buch, dass tolle Rezepte in sich birgt und gleichzeitig die biblische Geschichte aufgreift. Auch wissenswerte Informationen zum Kochen und Backen, sowie zu einzelnen Zutaten erhält man hier und kann daher hier noch so einiges lernen. Da macht Klein und Groß das Nachkochen gleichermaßen Spaß.

Fazit:

Ein wunderschönes Rezepte Buch mit tollen wissenswerten-Informationen, welches uns sehr gut gefallen hat und überzeugen konnte. Biblische Geschichten und wissenswerte Informationen runden das Ganze zusätzlich ab.

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Rezensionen von Liliane Schemeth:

Zuckersüßer Liebesroman

Sleepless in Manhattan von Vi Keeland; Penelope Ward

Sadie arbeitet für eine Zeitung und betreut jeden Winter die Weihnachtsrubrik. Es ist nicht untypisch, dass sie Weihnachtspost erhält. Aber das im Sommer? Die kleine Birdie wünscht sich eine Freundin für ihren Vater. Der Brief berührt Sadie sehr und so macht sie sich auf die Suche nach dem kleinen Mädchen und steht schon bald dem Vater gegenüber.

Der Schreibstil der Autorinnen ist auch in diesem Buch wieder super. Es lässt sich locker und leicht lesen, man fliegt nur so durch die Seiten und inhaliert die Geschichte regelrecht. Außerdem ist die Geschichte wieder sehr humorvoll erzählt und ich habe teilweise Tränen gelacht. Es wird meist abwechselnd aus Sicht von Sadie und Sebastian erzählt. Die Erzählweise aus zwei Perspektiven mag ich immer besonders gerne.

Sadie ist eine liebevolle und mitfühlende Person. Sie hat einen tollen Humor und ich mochte sie von Beginn an. Sie setzt sich für Menschen um zu helfen auch wenn sie dafür selbst einstecken muss.

Sebastian hat sein eigenes Restaurant und ist alleinerziehender Vater. Er arbeite unheimlich viel und da bleibt nur wenig Zeit für Birdie. Auch wenn er zu Beginn etwas kalt und unfreundlich wirkte, merkt man schnell, dass er ein netter Mensch ist und seine Tochter über alles liebt. An seiner verstorbenen Frau hängt er noch sehr und das spürt man einige Zeit sehr deutlich.

Birdie ist ein kleines aufgewecktes Mädchen und einfach zuckersüß. Ohne sie und ihren Hund wäre die Geschichte nur halb so lustig.

Da ich bereits ein paar Bücher des Autorinnen Duos kenne habe ich keine großen Gefühle und keine tiefgründige Geschichte erwartet. Ich wollte mich unterhalten lassen und Spaß an dem Buch haben. Und das hatte ich definitiv. Die Geschichte konnte mich aber dennoch sehr überraschen, denn mit dem Plot-Twist habe ich nicht gerechnet.

Für mich ist dieses Buch ein kleines Highlight und ich hatte super viel Spaß beim Lesen und kann die Geschichte jedem weiterempfehlen, der eine zuckersüße Geschichte für zwischendurch sucht.

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Rezensionen von Bücherei Schoppernau:

Authentische Geschichte

Die Frau im Park von Ella Janek

Das Buchcover von "die Frau im Park" ist sehr lieblich, aber auch verschlungen, wie die Geschichte von Eva, der Protagonistin um die es hier geht. Die Personen wirken teilweise etwas unsympathisch. Zu Beginn besonders der Ehemann, was sich aber im Laufe des Buches etwas relativiert, wenn seine Sichtweisen und Hintergründe näher bekannt werden.

Die Geschichte an sich ist mitten aus dem Leben gegriffen und somit absolut nachvollziehbar und sehr authentisch. Es sind die verpassten Träume und Chancen, die in der Lebensmitte vielleicht wieder hochkommen. Teilweise zieht sich die Handlung etwas in die Länge. Was auch auffällt, dass die Liebesszenen zwar stattfinden, jedoch sehr diskret behandelt werden.
Alles in allem ist es ein sehr gelungener Roman. Er ist einfach geschrieben und für (fast) jedes Alter empfehlenswert.

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Rezensionen von brauneye29:

Toller Krimi mit viel kretischem Flair

Unerbittliches Kreta von Nikola Vertidi

Zum Inhalt:

Eleni will durch die berühmte Samaria wandern, wird aber von einem Unwetter überrascht. Durch das Unwetter werden Leichenteile freigespült, die Eleni entdeckt. Wer ist die Person und warum wurde er nicht als vermisst gemeldet? Kommissar Galavakis nimmt die Ermittlungen auf, die nicht einfach sind, denn er stößt auf viel Schweigen.

Das Verbrechen scheint eine Verbindung zur Vergangenheit zu haben.

Meine Meinung:

Neben der Tatsche, dass mir der Krimi richtig gut gefallen hat, war das auch ein richtig schöner Kurzurlaub auf der wunderschönen Insel Kreta. Wer Kreta kennt wird vieles darin entdecken und Aha- und Sehnsuchtsmomente erleben. Die Geschichte war gut aufgebaut und logisch entwickelt. Die Protagonisten haben mir wirklich gut gefallen. Was ich besonders gut fand, ist dass das kretische Lebensgefühl, der Stolz der Kreter, die Waffenliebe, einfach die kretische Seele sehr gut eingefangen wurden.

Fazit:

Toller Krimi mit sehr viel kretischem Flair

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Rezensionen von brauneye29:

Schöner Roman

Kate in Waiting von Becky Albertalli

Zum Inhalt:
Anderson und Kate sind beste Freunde und sie teilen einfach alles. Als Matt dann auftaucht, gestaltet sich die Freundschaft plötzlich schwieriger. Denn beide verleiben sich in Matt. Kann ihre Freundschaft das überstehen?
Meine Meinung:
Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat, ist dass hier das Anderssein, das nicht ganz der erwarteten Norm entsprechende, einfach sehr gut verpackt und normal erzählt wird.

Denn genau so sollte es sein. Völlig egal welche Orientierung man hat, es ist einfach normal. Die Geschichte ist thematisch eher für jugendliche oder junge Erwachsene gedacht, liest sich aber auch für ältere sehr gut. Besonders der Schreibstil war sehr angenehm, das Buch liest sich weg wie nichts und viel zu schnell ist es zu Ende. Mir hat es gefallen, denn es war eine Erzählung, die so genau im Leben junger Menschen passieren könnte.
Fazit:
Schöner Roman

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Rezensionen von LEXI:

Ränkespiele der Macht

Verrat in Colonia von Maria W. Peter

Ränkespiele der Macht

„Es gibt Dinge, die es wert sind, etwas für sie zu riskieren“ (Marcella)

Die römische Sklavin Invita befindet sich mit ihrer Herrin Marcella auf dem Weg in den Palast des Statthalters Postumus. Der gut bewachte Tross des Finanzprocurators, der sie nach Colonia Claudia Ara Agrippinensium bringen soll, führt ein stattliches Vermögen mit sich.

Als sie von Barbaren überfallen und ausgeraubt werden, kommt ihnen Centurio Mucius Longinus zur Hilfe, ein hochrangiger römischer Offizier der Legio I Minerva. Die Reise der beiden jungen Frauen steht unter keinem guten Stern, denn im Palast des Marcus Cassiapius Latinius Postumus kommt es zu weiteren unangenehmen Vorfällen. Der Mord an einem der städtischen Quaestoren, welcher zufällig der potenzielle zukünftige Schwiegervater Marcellas werden sollte, stellt letztendlich den Funken dar, der das Pulverfass zur Explosion bringt. Die Ereignisse überschlagen sich und nachdem der alemannische Sklave Flavus des Mordes bezichtigt wird, ist Invita gefordert, Nachforschungen anzustellen und ihren Gefährten zu retten.

„Ich liebe dich, ich lasse dich nicht im Stich, ich werden den wahren Schuldigen finden… für dich!“ (Invita)

Obgleich Invitas Beziehung zu ihrer Domina Marcella weniger jener einer untergebenen Sklavin, als vielmehr einer Vertrauten und Freundin gleicht und sie bei ihren Ermittlungen volle Unterstützung erhält, stößt auch Marcellas Einfluss rasch an seine Grenzen. Invita bleibt jedoch hartnäckig, denn die Zeit wird knapp und nach Verhören und qualvoller Folter droht Flavus die Kreuzigung.

„Es könnte sein, dass ich… sagen wir, einige unorthodoxe Methoden anwenden muss, um die notwendigen Informationen zu erhalten.“ (Invita)

„Ich hoffe, du hast nicht vor, einen weiteren Mord zu verüben, um den ersten aufzuklären.“ (Marcella)

Im vorliegenden vierten Band dieser interessanten und unterhaltsamen Buchreihe um die starrköpfige und widerspenstige Sklavin Invita stehen Bestechung, Krieg und Mord zum Erreichen politischer Ziele im Vordergrund. Marcella und Invita geraten im Kampf um Macht und Einfluss im Sommer 260 n. Chr. in Colonia Agrippina zwischen die Fronten. Bald ist nicht nur das Leben des Sklaven Flavus, sondern auch jenes der beiden Frauen in großer Gefahr. Invita sammelt Indizien, ist aber nicht immer diskret genug. Einzelne Fragmente lenken den Verdacht in verschiedene Richtungen, doch Invita fehlt trotz allem der entscheidende Hinweis. Den Leser erwartet ein spannendes Abenteuer mit politischen Ränkespielen und Machtkämpfen der Herrschenden. Bei Maria W. Peter ist ein historisch hervorragend recherchierter Hintergrund garantiert und man erfährt auch in diesem Band viel über das Leben und den Alltag wohlhabender Römer. Errungenschaften wie Kanalisation, Badetrakte und Begräbnisrituale werden ebenso in die Handlung eingeflochten wie die Verehrung der diversen Gottheiten und Begräbnisrituale. Barbarenüberfälle an Rhein und Limes, die Belagerung der Stadt und letztendlich der Ausbruch der Pest sorgen für Aufruhr und führen schließlich zur Eskalation.

Die Charakterzeichnung der handelnden Figuren hat mir sehr gut gefallen. Neben Invita, Marcella und Flavus betreten eine Vielzahl neuer Figuren den Schauplatz des Geschehens. Mit dem Gastgeber Postumus, dem amtierenden Unterkaiser Salonius sowie dessen Berater, dem Praetorianerpraefecten Silvanus, bringt Maria W. Peter drei sehr gefährliche Männer in die Geschichte ein. Salonius ist in seiner Funktion als stellvertretender Kaiser ein äußerst unberechenbarer, überheblicher und geltungssüchtiger Mann, der zur Selbstüberschätzung neigt. Sein Berater und Mentor Silvanus hält kalt und unerbittlich alle Fäden in der Hand, während der machtbesessene Postumus ganz eigene Ziele verfolgt. Mucius Longinus, der tapfere Centurio, wird damit beauftragt, als kaiserlicher Ermittler den grausamen Mord an dem hochrangigen Beamten Aurelius Celer aufzuklären. Der kriegserfahrene Soldat hat jedoch auch eine sanfte Seite und zeigt Gefühle für Marcella. Als Nebenfiguren der Handlung fungieren Familienmitglieder des Ermordeten und einigen Sklaven des Praetoriums. Der interessanteste Charakter dieses Buches war der römische Bürger Simon Patricius, welcher auffallendes Interesse an Invita zeigt.

Der Spannungsfaktor in diesem vierten Band ist deutlich höher als in den Vorgängerbänden, die Autorin entwirrt den roten Faden der Handlung erst langsam. Maria W. Peter sorgt für unerwartete Wendungen, durch Invitas Hartnäckigkeit und waghalsige Aktionen kommt es darüber hinaus zu aufregenden Szenen im Buch. Invitas Versuch, Licht in ihre Vergangenheit zu bringen und etwas über ihre Herkunft herauszufinden, ist nur zum Teil von Erfolg gekrönt.

Die optische Aufmachung der Covers ähnelt jenen der ersten drei Bände dieser Reihe, das Buch weist jedoch eine weit höhere Seitenanzahl auf. Zu Beginn findet sich eine Karte der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (heutiges Köln) im 3. Jahrhundert n. Chr. Der Anhang liefert ein umfangreiches Glossar, eine Personenübersicht sowie ein ausführliches Nachwort der Autorin mit interessanten und informativen Anmerkungen zu Inhalt, Figuren und geschichtlichen Fakten.

Fazit: „Verrat in Colonia“ war eine Lektüre, die mich vollkommen in ihren Bann gezogen und für spannende Momente und ausgezeichnete Unterhaltung gesorgt hat. Dem einnehmenden Schreibstil, der gut ausgefeilten Handlung und den überzeugenden Charakteren war es geschuldet, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte. Begeisterte fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung!

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Rezensionen von spozal89:

spielerisch lernen

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 4 - Weltraum von Carola von Kessel

Wir lieben die „wieso,weshalb,warum“ Bücher total, weil sie super viel Wissen enthalten und dieses aber schön und verständich für die Kinder geschrieben ist. Bekanntermaßen ist in den Büchern viel Text verarbeitet und gerade für die Erstleser noch zu schwierig. Daher kommt diese neue Reihe nun.

Das Thema Weltall ist ja sehr unfangreich und schwierig zu verstehen, aber in diesem Buch wird es gut erklärt. Die Schrift ist groß gebug und auch die Länge der Sätze super für Leseanfänger. Die Informationen sind ausreichend, sogar ich konnte beim Lesen noch was lernen. Zudem gibt es noch ein paar Fragen und Quiz um das gelernte gleich noch zu testen. So kann spielerisch lesen gelernt werden. Das gefällt mir und den Kids richtig gut. Die neue Reihe für Erstleser von „Wieso, Weshalb, Warum“ hat noch die Themen Dinosaurier, Vulkane und Wale und Delfine im Gepäck, die wir uns wohl auch noch direkt zulegen werden.

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Rezensionen von C. P.:

Aussergewöhnliche Ermittlungsmethoden und Spezialwissen über den Tod

Das Buch des Totengräbers (Die Totengräber-Serie 1) von Oliver Pötzsch

Wien 1893: Jack the Ripper scheint einen Nachahmer gefunden zu haben, als mehrere Frauen brutal ermordet aufgefunden werden. Einer der Ermittelnden ist Inspektor Leopold von Herzfeldt, frisch aus Graz angereist und geschult in den neuesten Methoden der Kriminalistik. Der Fall scheint verzwickt, der Täter den Ermittlern einen Schritt voraus.

Als sich weitere Todesfälle mit diesen Verbrechen überschneiden erhält von Herzfeldt wichtige Hinweise von Totengräber Augustin Rothmayer, der sich mit den Toten besser auskennt als mit den Lebenden und sein Wissen in einem umfangreichen Almanach zusammenfasst.
Der Grazer Untersuchungsrichter Hans Gross gilt als einer der Begründer der modernen Kriminalistik. Mit Leopold von Herzfeldt hat der Autor einen fiktiven Schüler von Gross erdacht, der zwar erfolgreich in seinen Ermittlungsmethoden sein mag, sich mit seinem arroganten Auftreten und dem Mangel an Teamfähigkeit jedoch keine Freunde macht. Statt an sich zu arbeiten schiebt er die mangelnde Kollegialität der anderen auf das bornierte Festhalten veralteter Methoden sowie Judenhass. Vor allem gegenüber dem Totengräber hat mich seine herablassende Art ziemlich geärgert, die im Klappentext versprochene gemeinsame Ermittlung ließ sich zunächst nicht erkennen.
Sympathieträger waren für mich vielmehr sowohl der Totengräber Augustin sowie die Polizeitelefonistin Julia, deren Fähigkeiten in der männerdominierten Welt ein wenig untergehen.
Die Fälle gestalten sich als spannend inszeniert und zunächst undurchschaubar, ebenfalls bleibt lange nicht klar, inwiefern die einzelnen Fälle in Zusammenhang stehen könnten. Die Alleingänge des Inspektors von Herzfeldt haben mich mehrfach gestört, das wirkte unprofessionell, der Ärger mit den Vorgesetzten vorprogrammiert. Dass er Julia mit fadenscheinigen Begründungen mit reinzog und sie einfach so vermehrt ihrer Arbeit fernbleiben konnte empfand ich als unglaubwürdig. Das titelgebende Buch des Totengräbers spielt zwar im Roman selbst keine signifikante Rolle, spannend zu lesen sind jedoch fiktive Auszüge des Almanachs, welche einigen Kapitel vorweg angegeben sind.
Verzwickt miteinander in Zusammenhang stehende Mordfälle, ausgefallenes Wissen der damaligen Zeit über Tote sowie die Anfänge der Kriminalistik im früheren Wien ergeben einen spannend zu lesenden Krimi, dessen Genialität durch die Überheblichkeit des Protagonisten etwas ausgebremst wird.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

US-Super-Woman

Holly Lin - Ohne Ausweg von Robert Swartwood

Holly Lin, Kindermädchen am Tag, Auftragskillerin bei Nacht.

Leider ist das nur ein marktschreierischer Untertitel. Im Prinzip geht es um eine 28jährige Asiatin, mit vier Jahren Militär- und Kriegserfahrung, die von ihrem ehemaligen Kommandanten Walther zu mörderischen Einsätzen verpflichtet wird – ohne wirkliche eine andere Wahl zu haben.

In Holly Lin Ohne Ausweg, stellt uns der Autor eine neue Heldin vor, eine Art Super Woman, der Beginn einer neuen Holly Lin/Nova Bartkowski Thriller-Serie, von der es bereits den zweiten Band gibt. Holly „Cho“ Lin unerschrocken, unbesiegbar, zwar fast eine behördliche Killerin, nicht unbedingt skrupellos, mit einem Herz für underdogs, manchmal etwas naiv.

Tina fasst den Duktus des Thrillers treffend zusammen: „…wo man denkt die Heldin schafft es nicht, aber dann setzt sie sich doch durch und am Ende ist alles super.“

Das englische Original hat den Titel No Shelter. Ursprünglich ein Musikstück von Rage Against the Machine mit der Textzeile, dass die Front überall ist und es nirgends Schutz gibt.

Keine literarische Offenbarung, hard boiled auf der einen Seite, Zoobesuch mit Kindern auf der anderen Seite. Flüssiger, sprich unkomplizierter Schreibstil mit Spannung, das kann er, der Robert S.

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Rezensionen von C. P.:

Entwickelt sich zu einer künstlichen Story

Holly Lin - Ohne Ausweg von Robert Swartwood

Parker hat ein Problem: Für eine Festanstellung in ihrem neuen Job verlangt der Investor der Firma eine gewisse Konstante im Leben der Mitarbeiter wie Eigenheim oder festen Partner. Parker ist Single, seit Jahren. Also sucht sie sich in Dean einen Fake-Freund gegen Bezahlung. Zum vereinbarten Geschäftsessen erscheint jedoch nicht Anzugträger Dean, sondern dessen Bruder Rhys, Ex-Boxchampion und definitiv im falschen Outfit.

Von da an entwickelt sich alles ganz anders, als erwartet: Der Investor ist von Rhys mehr als angetan, Rhys erhofft sich von ihm finanzielle Unterstützung für sein vor der Pleite stehendes Boxstudio - und zwischen Parker und Rhys entsteht bald mehr als nur ein Fake-Kribbeln.
Die Liebesgeschichte an sich ist zunächst recht unterhaltsam, zumal mit Parker und Rhys zwei unterschiedliche Welten aufeinander prallen und beide so ihre Vorurteile dem anderen gegenüber haben. Für Rhys ist Parker die studierte Weltverbesserin aus reichem Haus, während sie in ihm den ungebildeten Boxer aus der Mittelschicht sieht, der reihenweise Frauen abschleppt. Leider haben die Autorinnen diese Klischees stellenweise selbst bedient, indem sie Parker stark darauf achten ließen, wie sie auf andere wirkt und verpassten der Dreissigjährigen eine lächerliche „ich darf nicht fluchen, das ist nicht ladylike“-Einstellung. Und wenn sie Rhys an Parker denken ließen, dann oftmals in der Form, wie heiß ihn das macht und wie hart er davon wird. Die Platte wurd irgendwann langweilig.
Ebenso übertrieben war, wieviel Macht dem milliardenschweren Investor der Firma überhaupt ermöglicht wurde, nicht nur über die Firma, sondern auch über andere, bis hin zur Erpressung. Eine Entwicklung, bei der ich mich mehrfach wunderte, warum die Personen sich überhaupt erst darauf einließen, zumal es nicht nur bei seiner Misogynie blieb.
Zwar gefiel mir das langsame Herantasten von Parker und Rhys, auch wenn einige Missverständnisse hausgemacht waren, während mich andererseits verwunderte, dass die beiden, Vertrag hin oder her, ausserhalb der Fake-Freund-Dates zunächst kaum miteinander sprachen. Wie soll man da vor anderen vertraut wirken? Und während der Intimitäten haben die Autorinnen den Körpergrößen-Unterschied von rund 40 cm der beiden schlichtweg einfach mal vergessen und sie sich „dabei“ intensiv küssen lassen.
Anfangs noch ganz unterhaltsam, ließ die Begeisterung im Laufe des Romans irgendwann nach, als sich einfach gefühlt irgendwelche Szenen aneinander reihten mit tagelangen Pausen dazwischen, der Investor überzogen viel Macht auslebte gegen die sich niemand so richtig wehrte und die heiß/hart-Gedanken sowie diverse Sexszenen (über Stunden natürlich) sich wie Wiederholungen lasen.

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