Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Leser:
Entscheidungen
Backport von Frank Neugebauer
Während Hauptmann Christoph Braun, dienstunfähig nach einem Auslandseinsatz ist, mit Schlafstörungen und Flashbacks kämpft, bittet ihn ein alter Kamerad um Hilfe, bei der Suche nach einem verschwundenen Freund.
Udo Weber war Offizier und Spezialist für Luftverteidigungssysteme und ist spurlos verschwunden.
Braun begibt sich gemeinsam mit Dreier auf Spurensuche und stößt dabei auf Widerstände, Geheimnisse und unerwartete Ereignisse. Er muss sich entscheiden, wem er noch trauen kann. Nicht jeder spielt nach den Regeln und manch einer steht auf der falschen Seite und verfolgt eigene Interessen.
Dem Autor ist es gelungen den Inhalt so gut zu transportieren und mich an Buch zu fesseln, ohne das großes Computerwissen vonnöten ist. Die Erklärungen über wichtige Vorgänge, Forschungsprojekte ua. wurden geschickt ins Geschehen eingewoben, so dass man gut folgen kann.
Spannende Momente lösen sich mit alltäglichen Einblicken aus Brauns Leben ab. Die Mischung aus Politthriller, Cyberkrimi und Spionagetätigkeiten, Vergangenheitsbewältigung und Liebesgeschichte, macht es so besonders. Im Mittelpunkt steht dabei immer der Mensch.
Der Roman wird aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, unaufgeregt, informativ, mitreißend. Dazu kommen Kapitel über einzelne Personen und ihren Werdegang, was ich sehr interessant fand.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gerne weiter!!!
Rezensionen von gletscherwoelfchen:
Spannende Schnitzeljagd mit magischen Elementen
Avorrit von Katrina Lähn
Um einen schrecklichen Fluch zu brechen und Ruhm sowie Reichtum zu erlangen, stellen sich jedes Jahr von neuem zahlreiche Bewohner Brillars erfolglos dem Spiel der Schlüssel und den damit verbundenen lebensbedrohlichen Aufgaben. Zumindest erzählt man sich davon in Avorrit. Denn so richtig an Flüche und Magie glauben möchte in dem kleinen Dörfchen niemand - und am Spiel teilnehmen erst recht nicht.
Bis sich eines Tages Marley und ihre beste Freundin Jo gezwungen sehen, sich dem Spiel der Schlüssel zu stellen. Doch schon bald sind die beiden sich nicht mehr ganz so sicher, ob die Bewohner Avorrits sich nicht doch getäuscht haben...
Wer "Avorrit" das erste Mal in den Händen hält, wird sicherlich genauso wie ich von der einzigartigen Gestaltung begeistert sein. Denn hier besticht nicht nur das hübsche Cover. Im Innenteil erwarten den Leser eine detaillierte Karte zu jedem einzelnen Handlungsort sowie liebevoll ausgewählte Seitenzierden, welche sich ebenfalls dem jeweiligen Handlungsort anpassen und einen ersten Eindruck davon vermitteln, in welche Richtung sich die Geschehnisse auf den folgenden Seiten bewegen könnten. Es muss sicherlich unheimlich viel Arbeit gewesen sein, diese Gestaltung so zu verwirklichen - denn das Spiel der Schlüssel ist vom Grundprinzip her eine magische Schnitzeljagd. Und Schnitzeljagden leben bekanntlich von häufigen Ortswechseln.
Diese Grundidee hat mich neben dem Design sofort begeistern können. Ich habe es während des Lesens geliebt, wie viel Abwechslung dem Leser in dieser Hinsicht geboten wird. Von gruseligen Wäldern bis hin zu vertrockneten, brennend heißen Wüstengegenden ist hier wirklich alles dabei. Die zahlreichen unterschiedlichen Settings sorgen dabei in Kombination mit dem lockeren, dynamischen Schreibstil der Autorin für reichlich Spannung und dadurch auch für einen tollen Lesefluss.
Gleichzeitig sehe ich in diesem Punkt aber auch die größte Schwäche des Buches. Durch die Hülle an Schauplätzen werden einige Settings und Aufgaben der Schnitzeljagd - gerade gegen Ende hin - nur recht oberflächlich angerissen, sodass immer wieder Fragen oder der Wunsch nach mehr Tiefgang offen bleiben. Das ist wirklich schade, denn im Gespräch mit der Autorin wird direkt deutlich, wie durchdacht und in sich stimmig die Welt Brillars tatsächlich ist. Mit ein paar Seiten und Informationen mehr wäre das innerhalb der Geschichte sicherlich ebenfalls toll rübergekommen.
Recht neutral stehe ich den Charakteren aus "Avorrit" entgegen. Hier sind grundsätzlich durchaus spannende Figuren vertreten, die teils auch die ein oder andere Überraschung bereithalten. Für mich waren sie im Allgemeinen aber eher Mittel zum Zweck. Die Beziehungen untereinander ebenso wie die Charakterentwicklungen sind zwar nett zu lesen, allerdings nicht besonders tiefgründig oder einzigartig. Für mich persönlich liegen der Fokus und die Stärken dieses Buches primär auf dem Setting sowie dem Plot.
Wer folglich lieber auf Spannung, Kurzweiligkeit und Abwechslung in Büchern wert legt, wird mit "Avorrit" mit Sicherheit genauso viel Freude wie ich haben. Wer scharfsinnige, tiefgründige Charaktere braucht, für den ist dieses Buch vermutlich nicht ganz die richtige Wahl.
4/5 Sterne
Rezensionen von askyfullofpages:
Wenn das Summen im Kopf aufhört
Im Sommer der Wildbienen von Nina Mayen
Dieses Buch ist nicht nur wunderschön, sondern auch wunderbar geschrieben. Es ist eine äußerst feine Erzählung über eine junge, autistische Frau, die gequält von Panikattacken, auf das Land flüchtet. Das Dorfleben und das alte Haus ihrer Oma halten viele Überraschungen bereit. Immer wieder muss sich Flora überwinden und neue Umgangs- und Bewältigungsmöglichkeiten finden.
Die Geschichte ist äußerst liebevoll und behutsam erzählt. Man kann Floras schwierige Momente jederzeit nachvollziehen, und das Verständnis für sie wächst mit jeder Seite. Ich habe den Einblick in das Innenleben, die Denkweise und die Herausforderungen der Protagonistin als sehr bereichernd empfunden.
Im Buch wurde aber nicht nur Flora sehr liebevoll gezeichnet, sondern auch alle anderen Figuren. Ich liebe ja Charaktere mit Ecken und Kanten, und davon gibt es hier genug.
Da ich selber erkrankt bin, mag ich auch Bücher, die diese Inhalte thematisieren. Für mich hält dieses Buch, was die Aufmachung verspricht. Es ist ein tolles Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Von mir gibt es deshalb ganz klar 5 Sterne!
Rezensionen von askyfullofpages:
Wenn das Summen im Kopf aufhört
Im Sommer der Wildbienen von Nina Mayen
Dieses Buch ist nicht nur wunderschön, sondern auch wunderbar geschrieben. Es ist eine äußerst feine Erzählung über eine junge, autistische Frau, die gequält von Panikattacken, auf das Land flüchtet. Das Dorfleben und das alte Haus ihrer Oma halten viele Überraschungen bereit. Immer wieder muss sich Flora überwinden und neue Umgangs- und Bewältigungsmöglichkeiten finden.
Die Geschichte ist äußerst liebevoll und behutsam erzählt. Man kann Floras schwierige Momente jederzeit nachvollziehen, und das Verständnis für sie wächst mit jeder Seite. Ich habe den Einblick in das Innenleben, die Denkweise und die Herausforderungen der Protagonistin als sehr bereichernd empfunden.
Im Buch wurde aber nicht nur Flora sehr liebevoll gezeichnet, sondern auch alle anderen Figuren. Ich liebe ja Charaktere mit Ecken und Kanten, und davon gibt es hier genug.
Da ich selber erkrankt bin, mag ich auch Bücher, die diese Inhalte thematisieren. Für mich hält dieses Buch, was die Aufmachung verspricht. Es ist ein tolles Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Von mir gibt es deshalb ganz klar 5 Sterne!
Rezensionen von verhei:
eine Gesellschaftskritik transportiert durch eine spannenden Idee
Mit anderen Augen von Jane Tara
Eines Morgens bemerkt Tilda Finch, 52 Jahre alt, dass sie ihren kleinen Finger nicht mehr sehen kann, aber ihn noch spürt. Nach einigen Untersuchungen bei Ärzten steht fest, sie leidet unter Unsichtbarkeit. Eine Krankheit, die vor allem Frauen ab einem bestimmten Alter betrifft und in verschiedenen Stadien auftritt – man wird übersehen, Körperteile verschwinden und schließlich verschwindet man selbst.
Eine wirkliche Heilung ist nicht bekannt, allerdings scheint die Krankheit auch kaum erforscht zu sein. Tilda erkennt, wie sie über die Jahre ihre eignen Wünsche und Emotionen zurückgestellt hat und wie auch ihre eigene Kindheit sie beeinflusst. Auf Anregung ihrer Freundin, beginnt sei bei Selma, einer Vorreiterin in diesem Bereich, eine Therapie.
Ein Buch, das ein Thema aufgreift, dass auch in der Realität wirklich auftritt, jedoch hier mit etwas mehr künstlerischer Freiheit. Man erkennt, dass Frauen oft sehr strikt mit sich selbst sind, was Aussehen und Erwartungen betrifft. Oft auch übersehen werden, und um des Friedens willen so manches hinnehmen.
Hier begleitet man Tilda auf einer Reise in ihre eigene Vergangenheit und generell zu sich selbst. Man merkt, wie schwer ihr der Einstieg fällt und wie mutlos sie auf Grund der Erkrankung auch teilweise ist. Selma hält ihr einen Spiegel vor und regt sie zu einer Reise zu sich selbst an, die auch unangenehm und schwierig für Tilda ist. So z.B. der Weg in die Meditation, etwas das Tilda bisher belächelt hat.
Generell ist der Schreibstil leicht, humorvoll und flüssig, so dass man sich leicht in Tilda und ihre Lieben hineinfühlen kann. Die Charaktere, auch die Nebencharaktere starten sehr stark, leider verliert man so manche im Laufe der Geschichte. Leider wird auch das Konstrukt der Unsichtbarkeit nicht immer konsistent geschildert, oder war zumindest von mir ab der zweiten Hälfte nicht mehr vollumfänglich zu verstehen.
Ein Roman, der den Fokus auf ein wichtiges Thema richtet, jedoch für mich nicht vollkommen logisch war in seiner Erzählwelt.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Dieses Buch ist wie ein warmer Sommerregen
Spätsommerglück von Heike Abidi
Ein neues Buch von Heike Abidi ? Ganz klar, das musste ich lesen. Dass ich die Bücher der Autorin sehr, sehr mag, ist kein Geheimnis. Dieses Mal hat Heike Abidi uns mitgenommen nach Schweden :
Hannah hat seit dem Tod ihres Mannes vor fünf Jahren einfach nur weitergemacht : Die Arbeit und Ihr Sohn samt Schwiegertochter sind ihr Hauptbestandteil, aber irgendwann fragt sie sich immer öfter, ob das Leben nicht noch mehr für sie bereithält.
Als Leih-Oma reist sie zu einer Familie in Schweden und begegnet dort vielen Menschen, Orten und auch sich selbst. Sie geht mit Mut, Offenheit und Hoffnung in diese neue Lebenssituation und Hannah selbst ist sich sicher, das wird eine tolle Zeit – bis sie Opa Anders kennenlernt, der findet, dass Hannahs Aufenthalt ziemlich unnötig ist.
In dieses Buch bin ich gestartet und war nach der ersten Seite drin ! Diese Geschichte hat mich ein- und mitgenommen, entführt nach Schweden und in die Welt von Hannah, die von Mut, Größe und Hoffnung geprägt ist.
Alle Figuren sind so wundervoll dargestellt ( sogar der Hornochse Opa Anders ), dass sie mich als Teil der Geschichte haben fühlen lassen, so lebendig und authentisch hat Heike Abidi sie beschrieben.
In Schweden war ich noch nie, aber die Autorin hat einen so unvergleichlichen Schreibstil und das Talent, alles so wunderschön zu beschreiben, dass ich zu jeder Szene ein klares Bild vor Augen hatte.
Dieses Buch ist wie ein warmer Sommerregen, eine Streicheleinheit für das Herz – so voller Glück, Wärme und Magie, dass es mein Herz total berührt hat. Ein Highlight meines Lesejahres ! Eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung von ganzem Herzen dafür !
Das Buch Spätsommerglück von Heike Abidi ist am 01. Mai beim Penguin Verlag erschienen.
Rezensionen von ekiam:
Gelungenes ABC-Buch für kleine Fahrzeugfans
Wieso? Weshalb? Warum? Sonderband - Mein ABC der Fahrzeuge von Patricia Mennen
„Mein ABC der Fahrzeuge“ ist ein gelungener Sonderband der beliebten Reihe Wieso? Weshalb? Warum?. Auch in diesem Band wird Wissen wieder kindgerecht und spielerisch vermittelt. Auf 12 Doppelseiten entdecken Kinder mehr als 150 Fahrzeuge und lernen dabei ganz nebenbei das ABC kennen. Zu vielen Buchstaben gibt es gleich mehrere Fahrzeuge zu entdecken, die altersgerecht erklärt werden.
Dass für den Buchstaben X kein passendes Fahrzeug gefunden wurde, wird übrigens charmant und originell gelöst.
Besonders schön ist die überraschend kreative Auswahl der Fahrzeuge, die weit über die typischen Klassiker hinausgeht. Schon das Cover zeigt, dass hier nicht nur Bagger und Feuerwehrfahrzeuge vorkommen, sondern auch eine Drohne oder – ganz besonders niedlich – das Rutscheauto.
Wie man es aus der WWW-Reihe kennt, sind die Illustrationen farbenfroh, detailreich und liebevoll gestaltet, ohne dabei überladen zu wirken. Kinder können lange darin stöbern und entdecken immer wieder kleine Einzelheiten. Die bekannten Klappen sorgen zusätzlich für spielerische Überraschungen und laden dazu ein, das Buch immer wieder neu zu erkunden.
Ein besonderes Extra ist das große Buchstaben-Fahrzeuge-Poster, das das Thema noch einmal schön aufgreift und eine tolle Ergänzung zum Buch darstellt.
Insgesamt ist „Mein ABC der Fahrzeuge“ ein rundum gelungenes Sachbilderbuch, das spielerisch Wissen vermittelt, die Neugier weckt und kleinen Fahrzeugfans garantiert viel Freude bereitet.
Rezensionen von Leser:
Die Spur führt in die Vergangenheit
Flutrache von Heike van Hoorn
Dieser Krimi bringt auf jeden Fall viel Diskussionsstoff mit sich.
Ich fand ihn unterhaltsam, spannend und auch mal humorvoll. Die Geschichte hat einen guten Rahmen, Spuren in die Vergangenheit und die Ermittlungsarbeit ist groß angelegt.
Manchmal ist es ein bisschen viel, da hätte ich mir etwas weniger gewünscht.
Die vielen Namen, Personen, Schauplätze muss man erstmal sortieren, vor allem als Quereinsteiger.
Alles in allem, mit ein paar Abstrichen, sorgt der Krimi für ein paar aufregende Lesestunden.
Rezensionen von Lesender:
Krimi mit historischem Hintergrund
Flutrache von Heike van Hoorn
Der vierte Fall für Kriminalkommissar Stephan Möllenkamp und die Lokaljournalistin Gertrud Boekhoff.
Die Grundidee fand ich gut, wie alles zusammenkommt, wie es anfing und zu diesem Ende geführt hat. Ein bisschen weniger wäre hier aber mehr gewesen, Es gibt so viele Schauplätze, dass ich schon aufpassen musste, um nichts durcheinanderzubringen.
Dieser Krimi war sehr umfangreich, was Hintergründe, Vergangenheit, Ermittler, Täter, Opfer, Verdächtige.....mit sich brachte.
Es gab spannende Momente, witzige Szene, private Einblicke und natürlich die umganfreiche Arbeit der Polizei. Die Ermittlungen führten zurück in DDR-Zeiten und gaben auch Einblicke in die Gegenwart der Geschichte.
Rezensionen von Shilo:
Spuren eines Familienlebens
Luise. Die Erprobung des Abschieds von Monica Brandis
Manchmal bleibt nach einer Lektüre nicht eine große Handlung im Kopf, sondern eher ein Geflecht aus Stimmen und Erinnerungen. Genau so wirkt dieses Buch, das sich Schritt für Schritt durch eine Familiengeschichte bewegt und dabei immer wieder zwischen persönlichen Erzählungen und historischen Einschnitten wechselt.
Die Gespräche mit Luise geben dem Ganzen eine besondere Nähe. Es hat etwas Unmittelbares, wenn Erinnerungen nicht nur erzählt, sondern fast wie festgehaltene Gesprächsfetzen wirken. Dadurch entsteht das Gefühl, sehr nah an dieser Lebensgeschichte zu sein, ohne dass alles streng sortiert oder glatt wirkt.
Innerhalb der Familie zeigt sich schnell, dass jeder anders mit den Umständen umgeht. Manche fügen sich, andere brechen innerlich weg oder müssen neu anfangen. Das passiert nicht laut oder dramatisch, sondern eher still, manchmal fast nebenbei erzählt, und genau das macht es schwerer als erwartet.
Die geschichtlichen Hintergründe ziehen sich durch viele Abschnitte. Es ist viel auf einmal, manchmal auch dicht, und genau dadurch spürt man, wie eng persönliche Leben und große Ereignisse miteinander verflochten sind. Es bleibt kein leichter Lesefluss, eher ein Stück Leben, das sich in vielen kleinen Bruchstücken zusammensetzt.
Am Ende bleibt keine klare Schlussnote, sondern eher ein ruhiger Nachklang. Einige Szenen bleiben hängen, andere verschwimmen, und genau das wirkt passend zu der Art, wie hier erzählt wird. Es ist keine Geschichte, die man schnell „wegliest“, sondern eine, die sich eher im Rückblick sortiert.
4 Sterne









