Kunden em pfehlungen
Rezensionen von melanie82:
Tolles Buch, das zum Nachdenken anregt
The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen von Matt Haig
Ich mag die Bücher von Matt Haig generell und auch hier hat er wieder einen Volltreffer gelandet. „The Comfort Book“ besteht aus kurzen Gedanken, Episoden und Geschichten, die einen zum Nachdenken anregen. Die Kapitel sind sehr kurz und in sich abgeschlossen, teils nur wenige Sätze bzw. gar nur einer, teils zwei bis drei Seiten.
Matt Haig nennt die Gedanken im Buch selbst zu Beginn „Rettungsinseln“, die ihm durch seine Depression geholfen haben und daraus entstanden sind. Das können sowohl eigene Gedanken als auch Zitate sein. Es ist kein Buch, das man am Stück durchlesen kann oder sollte - nicht wegen der Schreibweise, die wie immer sehr angenehmen ist und einen mitzieht, sondern da man über das Geschriebene gut auch länger nachdenken und dieses auf sich wirken lassen kann. Ich fand das Buch toll und werde sicherlich das eine oder andere Mal noch reinblättern und einzelne Gedanken noch einmal lesen.
Rezensionen von carola1475:
So ist das Leben
Wir für uns von Barbara Kunrath
Das Cover ist in freundlichen warmen Farben gehalten. Die abgebildeten geschwungenen stilisierten Pflanzen finden sich auch zum Auftakt jedes der fünf Teile des Romans - eine schöne Gestaltung des Buchs.
Die Erzähl-Perspektive wechselt kapitelweise zwischen den beiden Protagonistinnen, die Kapitel der jüngeren Frau sind aus der Ich-Perspektive geschrieben, von ihr erfährt der Leser mehr Gedanken und Gefühle, während die ältere Protagonistin oft ihre Vergangenheit reflektiert.
Mir gefällt dieser Rhythmus beim Lesen.
Der Roman erzählt von der durch einen Zufall entstehenden Freundschaft zwischen zwei sehr unterschiedlichen Frauen, der 41-jährigen schwangeren Josie, die sich für oder gegen das Kind entscheiden muss, und da ist die siebzigjährige Kathi, gerade Witwe geworden und ratlos, was sie mit dem Rest ihres Lebens anfangen soll.
Beide akzeptieren die andere bedingungslos, sie unterstützen einander und ermutigen sich gegenseitig, zum jetzigen Zeitpunkt das zu tun, was sie wirklich für sich wollen. Neben dieser Freundschaft werden nach und nach die Erfahrungen geschildert, die beide Frauen in ihren Familien gemacht haben:
die Konstellationen innerhalb einer Familie sind kompliziert und können verletzen und das ganze weitere Leben auf vielfältige Art und Weise beeinträchtigen. Die Autorin spricht hier viele unterschiedliche Themen an, die jede/n von uns im Laufe des Lebens beschäftigen oder auch konfrontieren können.
Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, die Autorin schreibt lebendig, zugewandt und herzlich, beschreibt sowohl Charaktere als auch Ereignisse authentisch und realitätsnah. Besonders mit Josie fällt die Identifikation leicht, viele Leserinnen werden sich in diesem Roman wiederfinden können.
Die Botschaft kommt an: lebe im Jetzt, sei mutig und trau Dich, Deine Träume wahr werden zu lassen, es ist nie zu spät.
Rezensionen von Miro:
Quel est ton tourment?
Was fehlt dir von Sigrid Nunez
Was ist dein Leiden? Was fehlt dir?
Diese Frage durchzieht dieses Buch.
Die Erzählerin begleitet ihre Freundin aus Studientagen in ihren letzten Tagen, da diese an einer tödlichen Krebserkrankung leidet.
In dieser Zeit stellt sie sich selbst in Frage, erinnert sich und lebt weiter.
Die Autorin geht der Frage in verschiedensten Herangehensweise nach und wir lesen hier Anekdoten, die das Buch wie einen Erzählband wirken lassen.
Zusammengehalten ist das alles von der sterbenden Freundin, die sie vornimmt ihr Leben selbstbestimmt zu beenden, bevor der Krebs das erledigt.
Doch auch das bleibt ein hehres Ziel, denn im Angesicht des Todes weiß niemand, wie er/sie sich verhalten wird.
Sigrid Nunez zeigt uns in diesem Buch einen Krimi, einen Dokumentarfilm über Gläubige, einen hoffnungslosen Klimawandelexperten und einiges an Literatur. Mit den vielen Geschichten umkreist sie das titelgebende Thema. Wir sollten viel häufiger zuhören. Nachfragen und wirklich zuhören, denn jede*r hat eine Geschichte zu erzählen, die es wert ist, gehört zu werden.
Ich habe diesen Roman nicht ungern gelesen, aber so richtig fesseln konnte mich die Autorin mit diesem Buch nicht. Irgendwie hatte ich auch immer das Gefühl, sie redet um den Brei. So geht es mir immer, wenn Menschen nicht über ihre Gefühle sprechen können und stattdessen Liedtexte, Bücher oder Gedichte dafür heranziehen. Vergleiche können helfen sich verständlich zu machen, dennoch braucht es auch die tatsächliche Geschichte. Hier hatte ich das Gefühl, als würde ich die gesammelten Fussnoten eines Tagebuchs lesen. Die Geschichten sind interessant, keine Frage, aber es hat mir was gefehlt. Mir fehlt hier die Empathie der Erzählerin, die diese letzten Tage und Wochen an der Seite hier Freundin verbringt. Sie nähert sich ihr an, aber sie durchdringt ihre Sorgen und Ängste nicht. Zumindest konnte ich das bei der Lektüre nicht erkennen. Mir war diese Geschichte zu distanziert.
Rezensionen von Claudia R:
abstrakte Illustrationen und Poesie in zwei Sprachen ...
Poesiekalender 2022 - Поэтический календарь von Franziska Bauer; Mary Nikolska
Klappentext / Inhalt:
Dieser Kalender bietet 12 wunderbar poetische Texte in deutscher und russischer Sprache, illustriert mit Zeichnungen der österreichischen Künstlerin Anna Freudenthaler
Cover:
Das Cover ist bunt und sehr abstrakt. Bei näherer Betrachtung entdeckten ganz unterschiedliche Dinge und Details.
Hier kommt es durchaus auf den Blickwinkel und die Betrachtung an. Mir hat dieses Motiv auf dem Cover sehr gut gefallen, da es sehr vielfältig ist und sehr viel Spielraum zu lässt.
Meinung:
Dieser Kalender ist etwas ganz Besonderes, denn hier sind Poesie und Illustrationen sehr schön aufeinander abgestimmt und diese begleiten einen durch das ganze Jahr.
Für jeden Monat ist eine Doppelseite gestaltet. Wobei oben eine Grafik erkennbar ist und darunter ein tabellarischer Kalender, dem man Wochentag und Kalenderwoche entnehmen kann.
Auf der Seite darunter ist jeweils ein Gedicht verfasst und dies nicht einfach nur so, sondern zweisprachig. So kann man links die russische Variante lesen und rechts die deutsche Fassung bewundern. Durch diese Zweisprachigkeit wird auch ermöglicht, die jeweils andere Sprache zu erlernen oder zu festigen, soweit man diese bereits ein wenig beherrscht.
Aber auch wenn man nicht beide Sprache kann, kann man sich an dem Gedicht in seiner Sprache erfreuen. So kann man mit diesem Kalender sowohl deutschsprachigen, aber auch russischsprachigen Menschen eine Freude bereiten.
Die Gedichte sind in Reimform verfasst und haben ganz unterschiedliche Themen, die sie anreißen. Sie führen dabei sehr gut durchs Jahr. Von Frühlingsgruß über Sonnenschein bis hin zu Blumengruß statt Festbankett wird hier allerhand Abwechslung geboten. An einigen Stellen sind die Reime jedoch nicht immer ganz flüssig, was jedoch auch durch die Übersetzung zu Stande kommen kann, aber ich empfand dies nicht weiter als störend.
Genauso vielfältig, wie die Auswahl der Gedichte ist, genauso unterschiedlich und besonders sind die Illustrationen. Von teils sehr abstrakt, bis hin zu recht einfachen, schlichten, aber dennoch wunderschönen Zeichnungen, die sehr viel Auslegungspotenzial in sich haben.
Ein Kalender, der das Jahr 2022 einleutet und der darauf wartet, immer wieder umgeblättert zu werden. Dieser Kalender will entdeckt werden und eignet sich auch sehr gut als Geschenk oder für einen Selbst für zu Hause.
Wunderschöne Gedichte in deutsch und russisch und dazu passende abstrakte Illustrationen, die das Ganze sehr gut abrunden. Ein Kalender, der einen sehr hochwertigen und guten Eindruck macht und gerade bei den Illustrationen, aber auch bei der Poesie sehr viel Auslegungsspielraum bietet. Tiefgründig und emotional kann man hier sehr vielfältig die Themen interpretieren und für sich selbst etwas daraus ziehen. Mir gefällt dieser Kalender sehr gut und ich habe mir schon einen schönen Platz ausgesucht, wo er für 2022 hängen wird.
Fazit:
Wunderschöne Gedichte in deutsch und russisch und dazu passende abstrakte Illustrationen, die das Ganze sehr gut abrunden.
Rezensionen von Gaby 2707:
Firmenübergabe mit familiärem Konflikt
Tödliche Nachfolge von Sibyl Quinke
Es herrscht Uneinigkeit in der Villa auf dem Pickartsberg in Wuppertal. Vater Andreas Keller möchte nach einem Jahr Praktikum die Geschäftsführung an seinen Sohn Sebastian weitergeben, der gerade an seiner Masterarbeit schreibt; Mutter Josephine favorisiert Tochter Antonia für diesen Posten. Antonias Liebhaber Max Heberlein wähnt sich auch schon in den höheren Etagen der Firma Krigel GmbH.
Als der Firmenchef einen Herzinfarkt erleidet, spitzt sich die Lage zu.
Über den Vorsitzenden der Aprather Sportschützen In der Beek hatte Rufus Madarack für sich und seine Clique, zu der auch Antonia und Sebastian Keller gehören, ein Gästeschießen arrangiert. Hier konnte Sebastian die alte Walther PK 380 seines Großvaters ausprobieren. Nach der anschließenden Grillfeier auf der Terrasse seines Elternhauses auf dem Pickartsberg liegt seine Schwester am folgenden Morgen tot auf dem Rasen. Erschossen mit der Waffe des Großvaters.
Die Kommissare Bresnik und Dick bekommen in diesem Fall Unterstützung von Louisa Breden, die nun Hauptkommissarin ist und die ihre Sache hier sehr gut macht, wie ich finde. Von ihren Verhörpraktiken können auch die alten Hasen noch was lernen. Da alle Mitglieder der Clique Schmauchspuren an den Händen haben, ist alles nicht so einfach wie es vielleicht scheint...
Ich habe schon einige Bücher von Sibyl Quinke aus dem Edition Oberkassel Verlag gelesen und mag ihren unaufgeregten, lockeren und entspannten Schreibstil. Hier bin ich der stille Beobachter zwischen der Villa auf dem Pickartsberg und den Ermittlungen, der alles mitbekommt.
Die meisten Personen, denen ich hier begegne, möchte ich nicht zu meinem Freundeskreis zählen. Antonia, die verwöhnte Prinzessin, die sich immer noch von Mama betuteln lässt; ihr Lover Max, der nur Geld sucht und keine Liebe; Mama Josephine, die alle Fäden fest in der Hand hält und Oma Keller, die sich als Familienoberhaupt sieht und meint, nun wieder in die Geschäftsführung einsteigen zu müssen. Nee, in der Familie würde ich mich nicht wohlfühlen. Da verstehe ich Sebastian, dass er sich lieber in seine Studentenbude in Aachen zurückzieht.
Die Kommissare dagegen finde ich alle drei sehr sympathisch. Da ich sie gerne näher kennenlerne, finde ich es gut, dass ich hier auch einiges an Privatem erfahre.
Auch diesmal kommt der Lokalkolorit nicht zu kurz. Wuppertal kenne ich bisher nur von der Schwebebahn aus, würde mir aber gerne mal die Villen auf dem Pickartsberg, wenn auch nur von außen, anschauen. Durch Sebastian, der zu einem Firmen-Auslandseinsatz nach Frankreich abkommandiert wird, erfahre ich einiges Wissenswerte über Lyon, die Stadt der Seide an der Rhone.
Obwohl ich recht bald eine Ahnung hatte, wer Antonia auf dem Gewissen haben könnte, blieb bei mir die Spannung bis zum Schluss erhalten. Es war sehr interessant, den Kommissaren, hier besonders Louisa, über die Schulter schauen zu können.
Wer einen spannenden Fall ohne großes Blutvergießen lösen und interessante Menschen kennenlernen möchte, der ist hier genau richtig. Mir haben die Ermittlungen wieder richtig Spaß gemacht.
Rezensionen von Miro:
Coming-of-Age mit Schwierigkeiten
In diesen Sommern von Janina Hecht
"In diesen Sommern" erzählt von Teresas Kindheit und Jugend. Episodenhaft gewährt uns die Ich-Erzählerin Einblick in ihr Aufwachsen am Land. Sie erzählt vom ersten Mal Fahrrad fahren, von den Tagen im Schwimmbad, von der Weinlese auf Großvaters Hof und von den sonnigen Urlauben in Italien.
Doch alle Geschichten sind durchzogen von einer Düsternis, die nie weicht und immer schwerwiegender wird. Denn der Vater ist Alkoholiker und neigt zu Gewalt, die sich anfangs eher gegen die Mutter richtet, aber später auch gegen die Kinder.
Diese Erinnerungsfragmente zeichnen langsam ein Bild der Familie. Der Konflikt zwischen Liebe und Hass und immer wieder das schwappen auf eine der beiden Seiten.
Es ist ein Aufwachsen mit ständiger Wachsamkeit, es kommt aber auch immer wieder zu einem Herausfordern, einem Überschreiten der Grenzen. Die kurzen Kapitel geben dem Erzähltem viel Gewicht. Die Geschichte ist auf das nötigste reduziert und transportiert diese innere Zerrissenheit ausgesprochen gut.
Das Aufatmen, als die Mutter mit den Kindern den Vater verlässt können wir gut nachvollziehen, doch für die Teresa und ihren Bruder löst sich nicht alles. Sie fühlen sich ihrem Vater dennoch irgendwie verpflichtet und kämpfen mit der Frage, wie viel Bedeutung ihre schönen Erinnerungen haben Angesichts der Gewalt, die sie durch ihren Vater erfahren haben.
Ich bin begeistert, von der Art, wie uns die Autorin an diese Geschichte heranführt. Der Mut zur Lücke macht das Buch besonders, denn dadurch hat jeder Satz Gewicht.
Janina Hecht hat mit diesem Buch ihr Talent zum Schreiben mehr als bewiesen und ich bin überzeugt, dass wir von dieser Autorin noch viel erwarten können. Ich freue mich schon jetzt auf ihr nächstes Buch, denn dieses hier konnte mich restlos überzeugen.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Syrisch-Deutsche Geschichten
Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami
"Mein Sternzeichen ist der Regenbogen" ist ein Buch bestehend aus erstaunlichen Kurzgeschichten, die sich mit Migration, Diktatur, Heimat und Erinnerungen beschäftigen. Es geht um menschliche Beziehungen und Abgründe.
Rafik Schami erzählt die Geschichten seiner syrischen Verwandten, ebenso wie eigene Erlebnisse.
Reale Geschichten werden von sagenhaften Erzählungen und philosophischen Gedanken zu Lebensthemen wie Privatsphäre abgelöst. Was für ein erstaunliches Sammelsurium!
Die nach Themen sortierten Kapitel (z.B. Geburtstag, Lachen, Reisen) ermöglichen zumindest etwas Orientierung. Denn liest man den Buchtitel, so sagt er erstmal Alles und Nichts. Dementsprechend vielfältig und phantasievoll sind die Geschichten. Bunt wie ein Regenbogen. Sie lassen sich schwer einordnen, entziehen sich den Erwartungen und ermöglichen den Lesenden überraschende Erkenntnisse. Wohin das Ganze führt? Das bleibt offen und ist deswegen umso reizvoller.
Die Charaktere und die Entwicklungen sind sehr skuril, manchmal brutal, tragisch, dann wieder hoffnungsvoll. Viele der Charaktere sind nahbar, sodass sich deren Beweggründe, Sehnsüchte und Handlungen gut nachvollziehen lassen. Schami lässt die unterschiedlichsten Charaktere auf komische Art miteinander interagieren, beschäftigt sich mit den Merkwürdigkeiten und den Absurditäten des menschlichen Zusammenlebens, aber auch mit Brutalität und Menschenverachtung.
Trotz der Tragik und Schwere ist die Erzählung dennoch humorvoll, oft auch sehr sarkastisch. Das macht das Lesen angenehm.
Zu Beginn der Geschichten lässt sich über den Ausgang der Geschehnisse rätseln. Oft gibt es unerwartete Wendungen. Da die Geschichten nicht aufeinander aufbauen, eignet sich das Buch zum Schmökern. Abend für Abend eine Geschichte, so kann man auch darüber nachdenken. Das muss man auch, so aussagekräftig und tiefgründig wie die Geschichten sind.
Zusammenfassend ist dies eine besondere Sammlung deutsch-syrischer Geschichten. Skuril, tragisch und aussagekräftig. Sehr Lesenswert!
Rezensionen von Marie aus E.:
Vier Freundinnen und viel Magie
Magic Elements (Band 1) von Patricia Schröder
Emma, Leonie, Alina und Kim könnten unterschiedlicher nicht sein: die eine ist beispielsweise pferdeverrückt, die andere hat am liebsten ganz viel Abstand zu einem Pferd. Aber alle vier eint eine ganz dicke Freundschaft.
Bis Emma eines Tages etwas ziemlich Verrücktes macht und dann auch noch eine mysteriöse Botschaft findet.
Den Mädchen wird schnell klar, hier müssen sie zusammenhalten und ein großes Rätsel lösen, das sich sehr schnell in ein großes Abenteuer verwandelt.
Uns (elfjähriges Mädchen und Mutter) hat das Buch richtig gut gefallen. Angefangen mit dem wunderschönen Cover, witzigen Begebenheiten (wartet, bis ihr Scharky kennenlernt) und ganz viel Magie.
Ja, Bücher über Mädchen mit magischen Kräften gibt es schon ganz schön viele, aber hier ist der Ansatz anders. Kein "kann mit den Tieren sprechen", sondern schön abgefahren. Aber Details werden hier natürlich nicht verraten.
Außerdem wurde es ganz schön spannend, denn natürlich gibt es auch den ein oder anderen Fiesling (oder auch Fieslingin). Ob da magische Mädchenpower ausreicht?
Die altersgerechte Sprache mit den besonderen Schimpfwörtern der Mädels wie Quarkmist, und Gammelquark und den lustigen Namen mancher Charaktere haben uns auch sehr gut gefallen. Ebenso, dass es ein schönes dickes Buch mit 301 Seiten ist. Da konnte man richtig eintauchen in die Geschichte - zu kurz war sie natürlich trotzdem.
Die gute Nachricht ist aber, dass es weitergeht mit den vier Mädels, es gibt Folgebände. Darauf freuen wir uns sehr!
Rezensionen von Lilli33:
In die Länge gezogen, kitschig, aber auch sooo schön
Crave von Tracy Wolff
In die Länge gezogen, kitschig, aber auch sooo schön
Inhalt:
Nach dem Unfalltod ihrer Eltern muss die sechzehnjährige Grace zu ihrem Onkel nach Alaska ziehen. Dieser leitet dort ein Internat. Nicht nur die klimatische Kälte macht dem Mädchen aus Kalifornien zu schaffen, sondern vor allem die abweisende Kälte der anderen Schüler*innen.
Warum versucht Bad Boy Jaxon, Grace wieder zu vertreiben? Und warum fühlt Grace sich ausgerechnet zu diesem Jungen dermaßen hingezogen?
Meine Meinung:
Während der ersten Hälfte des Buches hatte ich so meine Schwierigkeiten damit. Es wird zwar alles toll beschrieben und in Gefühle verpackt, aber die Handlung geht einfach nicht so richtig voran. Schnell ist klar, dass in diesem Internat etwas nicht stimmt, aber es wird nur um den heißen Brei herumgeredet, ohne zu sagen, was Sache ist. Da muss Grace erst ein paar Mal in Lebensgefahr kommen, bevor sie erfährt, worin die Gefahr für sie besteht. Hier hätte ich Onkel Finn und auch Grace’ Cousine Macy wirklich schütteln können, weil sie Grace nicht eingeweiht haben.
Aber gut, später erfährt man (und Grace) ja dann, was es mit allem auf sich hat. Ab da konnte die Geschichte mich wirklich begeistern. Ich empfand sie als sehr spannend und auch sehr emotional. Die süße Liebesgeschichte konnte mein Herz erobern, auch wenn ich manchmal nicht so richtig nachvollziehen konnte, was Grace an diesem Kerl findet. Aber auch das wird schließlich geklärt.
Grace hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen. Sie ist unheimlich nett und sieht in allen Menschen nur das Gute. Manchmal erscheint sie als etwas naiv, aber sie ist ja auch erst sechzehn. Da darf man schon noch ein bisschen naiv sein und Fehler machen. ;-)
Die Story wird aus Grace’ Perspektive in der Ich-Form erzählt, sodass man vor allem ihre Gedanken und Gefühle hautnah mitbekommt.
Am Ende gibt es noch drei Bonuskapitel, die ausgewählte Szenen aus Jaxons Sicht beleuchten. Darauf hätte ich gut verzichten können, denn diese Jaxon-Kapitel bieten praktisch nichts Neues.
Rezensionen von Claudia R:
emotional, charmant, schicksalsreich ...
Wir sind für die Ewigkeit von Astrid Töpfner
Klappentext:
Eine mutige junge Frau in Zeiten von Krieg und Diktatur. Eine Liebe, die nicht sein kann. Eine Hoffnung, die niemals stirbt.
1939: Barcelona fällt in die Hände des Feindes. Die junge Mercedes muss mit ihrer Familie vor den Kämpfen des Spanischen Bürgerkriegs fliehen, jedoch kommt nur sie im Internierungslager an.
Dort lernt sie den charismatischen Agustí kennen. Ihre Liebe soll für die Ewigkeit sein, aber nach viel zu kurzer Zeit verlieren sie sich unter tragischen Umständen aus den Augen.
Mutig kämpft sich Mercedes allein durch die harten Zeiten der Nachkriegszeit, immer auf der Suche nach einem Stück Heimat, ihrer Familie und Agustí. Doch jedes Mal, wenn das Glück in greifbarer Nähe scheint, holen sie die Geister der Vergangenheit wieder ein. Besteht noch Hoffnung, dass sie ihre große Liebe wiederfindet?
Der erste Teil der ergreifenden Spanien-Saga
Cover:
Der Hintergrund ist nur leicht angerissen, besonders sticht die junge, mutige Frau im Vordergrund, nicht nur durch die farbige Kleidung, sondern durch die Gasamte Erscheinung, heraus.
Meinung:
Spannend, emotional, geschichtlich geprägt liefert dieses Buch einen unterhaltsamen Roman über die junge Mercedes, welche aus ihrer Heimat fliehen muss. Das Buch spielt in Frankreich und Spanien zu Zeiten des Franco Regimes und man merkt, dass die Autorin hier sehr gut recherchiert hat.
Dies ist der erste Band der Spanien Saga " Wir sind für die Ewigkeit" und dieser macht neugierig auf mehr und ist ein gelungener Start in diese Reihe.
Mercedes hat es nicht leicht und bereits einige Schicksalsschläge erlitten, als sie den charmanten und charismatischen Agustì kennenlernt, soll diese Liebe für die Ewigkeit sein, doch auch hier meint es das Schicksal nicht gut mit ihnen und unter tragischen Umständen verlieren sie sich aus den Augen. Immer wenn es Hoffnung gibt, kommen auch Rückschläge und die Vergangenheit holt sie ein. Hoffnung keimt immer wieder auf. Wird sie ihre große Liebe wiederfinden?
Inhaltlich möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht allzu viel verraten und nicht zu viel vorweg nehmen.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Dieser lässt sich sehr gut und leicht lesen. Die verschiedenen Zeitsprünge geben dem Ganzen Spannung. Die politische Lage wird hier sehr gut mit eingeflochten und so bekommt man diese hier auch gut erklärt, was sehr hilfreich ist, wenn man nicht so bewandert mit den politischen Gegebenheiten der damaligen Zeit ist.
Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und man kommt sehr schnell und gut in deren Handlungen und Emotionen hinein. Durch den bildhaften und detaillierten Erzählstil kann man sich alles sehr gut vorstellen und auch die damalige Zeit wird dadurch ein Stück weit lebendig und man kann sich sehr gut in diese hineinversetzen.
Die Geschichte wird stilvoll, emotional und sehr flüssig wiedergegeben, so dass sie sich sehr leicht und angenehm lesen lässt.
Die einzelnen Kapitel haben eine angenehme Länge und auch die Kapitelüberschriften sind gut gewählt, ohne zu viel zu verraten. Das Einbinden von Briefen ist genauso gelungen, wie das Einbinden der unterschiedlichen Sprachen, von katalanisch, französisch und spanisch, auf verständliche und amüsante Weise.
Man bekommt hier eine sehr schicksalsreiche, emotionale Geschichte mit politischen Hintergründen präsentiert, die teils sehr tiefgründig scheint und dennoch einiges an Wissen bereit hält, sowie auf charmante Weise, leicht und locker wirkt, und für gute Unterhaltung sogt.
Fazit:
Man bekommt hier eine sehr schicksalsreiche, emotionale Geschichte mit politischen Hintergründen präsentiert, die dennoch ihren leichten Charme nicht verliert.











