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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von büchernarr:

Erstleser kommen auf ihre Kosten

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 2 - Vulkane von Sandra Noa

Wie auch schon der erste Band der Reihe für Erstleser, das DinosaurierWissensbuch, ist auch dieses Sachbuch ein spannendes, unterhaltsames und informatives Buch für kleine Erstleser. Und nicht nur das, denn das Thema der Vulkane ist auch für die größeres Kids interessant, denn man kann immer wieder was dazulernen.

Und das Buch gilt auch als Anregung sich danach noch mehr Informationen aus anderen Quellen zu holen.
Die Texte sind in einfachen Sätzen gehalten, gut verständlich und lesbar, aber gleichzeitig auch informativ und geben eine volles Bild über die Vulkane. Wie sie entstehen. wie man sie untergliedert und vieles mehr wird den Kindern nähergebracht. Ein kleiner süßer Drache begleitet zudem die Leser durch das Buch und sorgt für Abwechslung auf den Seiten. Mit Abwechslung ist aber auch anderweitig gesorgt, sei es mit Rätseln, Stickern und Lesespielen. So wird am Ende spielend kontrolliert, ob man das Wissenswerte behalten hat.
Insgesamt ein schönes und informatives Buch für neugierige Erstleser.

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Rezensionen von büchernarr:

Für alle Fans der Urzeit sicherlich ein große Spaß

Wieso? Weshalb? Warum? Erstleser, Band 1 - Dinosaurier von Carola von Kessel

Wie benahmen sich die Dinosaurier? Was fraßen sie? welche Tiere stammen von den Dinos ab und warum starben sie aus?
All diese Fragen werden in dem Buch Dinosaurier Wieso? Weshalb? Warum? - für Erstleser einfach und präzise erklärt und Erstleser entdecken ganz selbstständig die Welt der Urzeitechsen.

Mit einer großen Schrift, die für Kinder leicht leserlich ist in klarer Druckschrift ist es für Erstleser ein Leichtes sich dem Buch zu widmen. Die wenigen Seiten schrecken die Kinder nicht ab und die Rätsel und Spiele machen aus dem Sachbuch ein Lesevergnügen. Zahlreiche Illustrationen und Bilder sorgen zudem für ein besseres Verständnis und lassender Fantasie freien Lauf.
Unser Fazit: Wir finden es toll, daß auch Erstleser ein Sachbuch für sich entdecken und lesen können. So verbessern sie nicht nur ihre Lesefähigkeiten sondern lerne auch jede Menge dazu.
Für alle Fans der Urzeit sicherlich ein große Spaß!

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Rezensionen von Claudia R:

überraschende Wendungen ...

Gefährliche Angst von Andrea Reinhardt

Klappentext / Inhalt:

Sie begeben sich in die neueste Forschung, um ihre Albträume loszuwerden. Doch sie wissen nicht, dass damit ihr größter Albtraum erst beginnt.
Ein perfider Plan, der aus Wut, Rache, Liebe und Verzweiflung entsteht, fordert viele Opfer.
Kommissar Marcel Schweißer und sein Partner Konrad Malter stehen vor einem großen Rätsel, als sie Leichen finden, die merkwürdig drapiert wurden.

Was will der Täter mit dieser Inszenierung sagen?
Je näher Marcel Schweißer dem Rätsel kommt, desto mehr gerät er selbst in Gefahr.

Cover:

Ein schwarz-weiß Bild eines verknöcherten Baumes, einzig ein lilafarbener Schal bringt Farbe in dieses Cover. Ein Cover was einerseits trist wirkt und dennoch die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Meinung:

Dies ist bereits der zweite Band um den Kriminalkommissar Marcel Schweißer. Die Bände sind durchaus unabhängig voneinander lesbar, da die Fälle in sich geschlossen sind. Ich kannte den ersten Band nicht und bin sehr gut in diese Thriller Reihe eingestiegen.

Bereits im ersten Kapitel geht es heftig los und man fühlt sich regelrecht in das Buch hineingesogen. Spannend und fesselnd zieht einen bereits der Anfang in seinen Bann. Man kommt schnell und gut in die Geschichte und die Geschehnisse hinein.

Der Schreibstil ist fesselnd und spannend aufgebaut. Es liest sich sehr angenehm und flüssig und man kommt gut und schnell voran.

Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich sehr gut lesen. Auch der Aufbau der Kapitel hat mir gut gefallen. Zu Beginn der Kapitel bekommt man eine zeitliche Orientierung, so dass man alles sehr gut einordnen kann.

Inhaltlich möchte ich hier ehrlich gesagt nicht zu viel verraten und verzichte daher darauf. Da ich nichts vorweg nehmen möchte und auch nicht Spoilern will.

Der Thriller hat ein regelrechtes Suchtpotenzial, einmal angefangen möchte man diesen gar nicht mehr aus der Hand legen.

Die Charaktere sind sehr gut durchdacht und nehmen einen in ihren Bann. Die Ermittler machen ihre Sache gut und man verfolgt gespannt deren Vorgehen. Ein Wechselbad der Gefühle erlebt man hier als Leser und bangt und hofft regelrecht mit. Und immer wieder wird man durch unvorhersehbare Wendungen überrascht. Mich konnte dieser Thriller faszinieren, gefangen nehmen und mich dadurch überzeugen und auch sehr gut unterhalten. Heftig, spannend und einfach überraschend.

Fazit:

Ein faszinierendes, spannender und heftiger Thriller, der durch überraschende Wendungen überzeugen kann.

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Rezensionen von Ele:

Selbstjustiz

Tiefer Fjord von Ruth Lillegraven

Tiefer Fjord, Thriller von Ruth Lillegraven, EBook 329 Seiten, erschienen im List-Verlag.

Die Thriller-Sensation aus Norwegen

In einer Klinik in Oslo wird ein kleiner Junge von seinem Vater eingeliefert, kurz darauf verstirbt er an seinen Verletzungen. Haarvard der diensthabende Arzt ist überzeugt, dass es sich um Kindesmisshandlung handelt.

Kurz darauf wird der Vater, ein pakistanischer Einwanderer in einem Gebetsraum der Klinik erschossen aufgefunden. Zwei weitere Morde geschehen und jedes Mal handelt es sich um Eltern, die nachweislich ihre Kinder misshandelten.
Haarvards Frau Clara, ist Politikerin und will einen Gesetz auf den Weg bringen, dass misshandelte Kinder vor deren Eltern schützt, doch ihre Bemühungen sind vergebens. Bald schon ist Haavard verdächtig und Clara muss ihn entlasten. Doch auch sie hat eine dunkle Vergangenheit.
Das Buch besteht aus vier Teilen, die sich in 75 Kapitel in überschaubarer Länge gliedern. In verschiedenen Zeitebenen wird die Story aufregend und hochspannend erzählt. Jedes Kapitel aus der Sicht eines anderen Charakters, Haarvard, Clara, Sabiya und auch Leif, der Vater Claras erzählen in der Ich-Form. Dadurch hat es die Autorin hervorragend geschafft, die gesamten Geschehnisse in der Vergangenheit und auch in der Gegenwart von allen Seiten zu beleuchten, der Leser bekommt dadurch tiefen Einblick in die Handlungsweise und Innenansichten der Figuren. Obwohl schon zur Hälfte des Buches klar ist, wer für die Morde verantwortlich ist, büßt das Werk in keinster Weise Spannung ein, es beginnt mysteriös und durch geschickte Wendungen bleibt es unglaublich aufregend bis zum unvorhergesehenen Ende. Sogar der allerletzte Satz konnte mich noch verblüffen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dem Buch ein weiterer Teil folgen könnte.
Häusliche Gewalt an Kindern ist ein wichtiges Thema und so hat es Lillegraven geschafft ein heikles Thema zum Hintergrund für ihren ersten Thriller zu machen. Auch mich hat das emotionale Thema mitgerissen und tief berührt. Lillegraven findet die richtigen Worte, z.B. die Beerdigung von Lars, dem kleinen Bruder von Clara war so gut geschildert, ich habe den Kummer und die Trauer regelrecht mitfühlen können. Die einzelnen Figuren sind präzise herausgearbeitet, ganz besonders Clara, bei der Lektüre wird deutlich wie wichtig und auch warum, der zweifachen Mutter der Gesetzesentwurf ist, gleichzeitig hat sie mit ihren eigenen Dämonen aus der Vergangenheit zu kämpfen. Die politischen Zusammenhänge haben mich persönlich nicht so sehr interessiert, da ich kein Fan von Politthrillern bin, aber es blieb für mich in einem erträglichen Rahmen. Landschaftsbeschreibungen ziehen den Leser hinein in diese Geschichte. Die Faszination dieser einzigartigen Natur ist in jedem Satz greifbar, das ist der Autorin gut gelungen.
Ein Thriller der unheimlich viel bietet, politische Zusammenhänge, Gesellschaftskritik, Rassismus, eine gute Story in düsterer skandinavischer Umgebung, häusliche Gewalt. Der Wechsel der Zeitebenen hat mich anfangs verwirrt, da aber die Kapitel auch mit Jahreszahlen versehen sind gewöhnt man sich daran. Eine unbedingte Leseempfehlung und von mir 4 Sterne.

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Rezensionen von begine:

Drei Generationen von Frauen

Wildtriebe von Ute Mank


Die Schriftstellerin Ute Mank beschreibt in ihrem Roman „Wildtriebe“ das Verhältnis einer eingeheirateten Frau und ihrer Schwiegermutter und deren Tochter.

Lisbeth und ihr Mann Karl sind Großbauern. Sie arbeitet für den Hof. Ihre Gedanken gehen in die Zeit, als sie geheiratet hat und das Dorf immer auf ihren Bauch gesehen haben, ob nicht bald ein Kind kommt.

Als Marlies als Schwiegertochter auf den Hof kommt, wird es schwierig, denn Marlies hat als Verkäuferin gearbeitet. Sie fühlt sich nicht angenommen, denn es wird weiter alles so gemacht, wie Lisbeth es gewohnt ist.
Als Joanna geboren wird will Lisbeth auch immer gute Ratschläge geben.
Das erinnerte mich an meine
Freundin, deren Mutter musste auch machen was die Oma wollte. Das ist nicht besonders schön.
Dann wird Joannas Zeit wieder ganz anders, sie war der Liebling der Oma, so das Marlies wieder außen vor war.

Diese Geschichte ist gut nach vollziehbar und echt. Die Autorin hat das mit ruhigem Ton wunderbar hinbekommen.

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Rezensionen von manu63:

Freiheitsträume

Träume von Freiheit - Ferner Horizont von Silke Böschen

Träume von Freiheit Ferner Horizont ist der zweite Band einer Reihe rund um starke Frauen ihrer Zeit, geschrieben von Silke Böschen. Die Autorin beschäftigt sich mit Florence de Meli, eine Frau die es geschafft hat sich gegen ihren Ehemann zu wehren, der sie in eine Nervenheilanstalt sperren wollte.

Angetrieben wurde er dabei von seiner Mutter, welche Florence nicht als Partnerin ihres Sohnes akzeptieren konnte,

Der Autorin gelingt es die damalige Zeit gut in Worte zu fassen und zeigt die Probleme mit denen Florence zu kämpfen hatte. Ehefrauen hatten praktisch nicht viel mit zu reden, die Ehemänner konnten über sie frei bestimmen. Florences Kampf um Eigenständigkeit ist spannend zu lesen und ihre innere Zerrissenheit darüber, das sie ihre Kinder zurück lassen muss, ist stark greifbar. Insgesamt ein interessantes Frauenportrait das die damalige Zeit gut eingefangen hat. Ein umfangreiches Personenregister am Ende des Buches geht auf die tatsächlichen Personen und ihre Schicksale ein.

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Rezensionen von Jituschka:

Bietet nervenzerfetzende Spannung mit vielen unerwarteten Entwicklungen

Eskalation von Nora Benrath

Ich liebe es, wenn Thriller aus dem typischen Genre-Schema ausbrechen und neue Wege beschreiten – und das ist bei dieser Erzählung definitiv der Fall: Die Spannung wird ganz ohne Verklärung eines ach-so-faszinierenden Psychopathen aufrechterhalten, wesentlich interessanter wirken die Opfer und ihr Umfeld, die Erzählung ist zwar blutig, aber die Spannung zehrt nicht allein von grausigen Beschreibungen, und wer in diesem Roman Opfer wird, ist nicht so stark auf die Opferrolle beschränkt, wie dies bei ähnlichen Thrillern der Fall ist …
Für sein Genre ist das Buch mit seinen knapp über 300 Seiten darüber hinaus zwar auch relativ schlank, dennoch hat die Autorin die einzelnen Figuren sorgfältig herausgearbeitet und ich konnte sie mir gut vorstellen – wenn ich auch das Handeln und Verhalten mancher Charaktere nicht immer logisch fand.

Aber natürlich handeln „echte“ Menschen auch nicht immer logisch, gerade dann nicht, wenn sie unter Stress stehen … Und schon die Ausgangssituation ist nicht nur ungewöhnlich, sondern extrem stressig: Ein anonymer Anrufer terrorisiert spät abends Dina, eine junge Mutter im Auto vor ihm, und erteilt ihr Befehle. Dass sie das Gespräch nicht einfach beendet, kann ich immer noch nicht ganz verstehen, auch wenn es sich zumindest zum Teil dadurch erklären lässt, dass der Täter sie mit der bloßen Nennung des Namens ihres Kindes erschreckt. Und Dinas Angst vor dem bedrohlichen Unbekannten im Wagen hinter ihr ist ja leider auch gerechtfertigt ...
Das Buch hat mich so mitgerissen, dass ich Zeile um Zeile verschlang und kaum Zeit hatte, auf den Schreibstil zu achten – „flüssig“ beschreibt ihn dann wohl sehr gut. Nebenbei meinte ich allerdings noch den unheilvollen Einfluss eines gewissen Online-Händlers zu spüren, so ist auf S. 70 auch von „Rezensionen“ die Rede, dabei geht es eindeutig nicht um Rezensionen von Büchern oder Theaterstücken, sondern um Kundenbewertungen für ein Nagelstudio – ein für diesen gewissen Online-Händler typischer Fehler, der zugegebenermaßen inzwischen so verbreitet ist, dass er vielleicht auch nicht mehr als Fehler, sondern als sprachliche Weiterentwicklung gelten kann. Außerdem trägt eine der Handlungsfiguren den Namen Alexa, was angesichts des Verhaltens ihres Mannes ihr gegenüber vielleicht auch kein Zufall ist ...
Nach einem so packenden Start wie bei dieser Geschichte folgt für gewöhnlich ein kleiner Spannungsabfall – nicht so bei diesem Buch, das ist fesselnd von der ersten Zeile an, geht rasant weiter … und bietet viele unerwartete Entwicklungen und einen für mich überraschenden Schluss.
Wer spannende Erzählungen mag, wird dieses Buch lieben!

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Rezensionen von rewareni:

Der geheime Schatz

Eskalation von Nora Benrath

Ein geheimes Treffen auf dem Campingplatz mit Oberbootsmann Schulze sollte für Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs wieder einmal der Beginn eines Abenteuers werden, mit dem er nicht gerechnet hätte.
Nicht nur, dass er ungewollt in eine Schlägerei verwickelt wird, trifft er auch auf die Hauptgefreite Rossi, die heimlich ihren Kontaktmann treffen wollte und ebenso wie Pepe überrascht ist, ihn hier zu sehen.

Plötzlich ist Pepe in einen Fall verwickelt, wo ein geheimnisvolles Tagebuch aus dem Jahr 1944 eine große Rolle spielt. Seine Gegner sind gnadenlos, denn ein sagenumwobener Schatz soll sich noch immer versteckt in einem Zug in einem unterirdischen Tunnelsystem befinden. Gemeinsam mit der Eisenacher Kommissarin Beate Jäger, die ungewollt auch persönlich in den Fall verwickelt wird, beginnt nun eine abenteuerliche Jagd, wo so mancher den nächsten Tag nicht mehr erleben wird.
Es ist kaum zu glauben, aber Oberfeldwebel Pepe S. Fuchs ist in dem Band ,, Schatzjäger“ bereits zum 6. Mal auf Verbrecherjagd. Wer die Reihe vom Autor Steffen Schulze kennt, weiß, dass es wieder einmal Actionreiche, spannende und humorvolle Szenen geben wird. Schön bei den Geschichten ist auch immer wieder, dass bekannte und vertraute Figuren aus den vorigen Bänden vorkommen, wo es sich also emphiehlt, dass man diese kennt. Wie gewohnt gibt es immer wieder mehrere Handlungsstränge, wo man zuerst noch ein wenig planlos wirkt, wie alles zusammen hängt, aber mit der Zeit bekommt man immer mehr den Durchblick und man ist schon gespannt, wie die Geschichte weitergeht. Bei Pepe darf man nicht zimperlich sein wenn man seine Abenteuer liest, denn der Autor zeigt sich dabei das eine oder andere Mal von seiner brutalen Seite und es fließt dabei auch Blut und Tote sind dabei an der Tagesordnung. Es ist eine wilde Verfolgungsjagd durch Tunnel und Bunker, wo es nicht immer leicht fällt den Überblick zu bewahren, wo sich gerade wer befindet. Die Mischung zwischen Spannung, Menschen Schicksalen und Humor macht für mich die Reihe rund um Pepe sympathisch. Es tauchen immer wieder Protagonisten auf die leicht verrückt sind oder herrlich vorlaut ihre Meinung kund tun, sodass es eine willkommene Abwechslung in dem Roman ist. Wie jeder Band endet auch dieser wieder so, dass man weiß, dass das nächste Abenteuer bereits auf Pepe wartet und man als Leser mit Spannung darauf wartet.

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Rezensionen von MeinSohnPrinzAndreas:

Ein emotionaler und bewegender Roman

3 1/2 Stunden von Robert Krause

Es ist der Tag des Mauerbaues. Noch ahnt niemand, was nur die Zuständigen in den obersten Stellen wissen. Die DDR wird abgeriegelt, sodass niemand mehr ungesehen hinein- oder herauskommt. Und so beginnt auch am Münchner Hauptbahnhof der Tag wie jeder andere. Der Interzonenzug D-151 verlässt planmäßig den Bahnhof in Richtung Berlin-Ost, voll mit DDR-Bürgern, die auf den Weg zurück in ihre Heimat sind.

Auf dem Weg zwischen München und der Grenze kommen dann allerdings doch Gerüchte die schnell zur Gewissheit werden, dass dies vielleicht die letzte Möglichkeit ist, das sozialistische Regime hinter sich zu lassen und einen Neuanfang zu wagen. Und so bleiben den Menschen an Bord des Zuges nur noch wenige Stunden in denen sie die Weichen für ihr komplettes weiteres Leben stellen.

Das Thema des Buches ist unglaublich interessant und ich muss sagen, dass meine hohen Erwartungen erfüllt wurden. Der Schreibstil ist angenehm, rasant und zur Geschichte passend, sodass man wirklich gut durch die Geschichte kommt. So habe ich das Buch an einem Tag in einem Rutsch durchgelesen. Toll fand ich vor allem die Atmosphäre des Buches. Es beginnt schon mit einer diffusen und unterschwellig düsteren Atmosphäre und Unruhe ganz am Anfang des Buches, die sich immer weiter steigert und aufbaut, wodurch auch die Spannung immer mehr zunimmt, bis sie ihren Höhepunkt kurz vor der Grenze, beim letzten Halt im Westen erreicht. Danach, das Ende des Buches, kam für mich ein ernüchtertes und leeres Gefühl auf. Gefühlstechnisch hat das Buch hier definitiv einiges bewirkt. Wo ich zu Beginn des Buches noch ein wenig skeptisch war, ist, dass die Kapitel sehr kurz sind, und man durch die ständigen Personenwechsel immer einen anderen der Protagonisten begleitet. ich hatte die Befürchtung, dass dadurch der Geschichte ein wenig der Tiefgang fehlen würde und ich nicht diesen Zugang zu den Protagonisten finden würde, den ich mir erhofft hatte. Allerdings blieben meine Befürchtungen unbegründet. Ich habe mich trotzdem hervorragend mit den Protagonisten verbinden können und gerade dieses etwas Fremde und Unbekannte zeichnet die Protagonisten in meinen Augen auch schließlich aus, da man sie ja nur für mehrere Stunden während einer Bahnfahrt begleitet. Man fühlt sich, als währe man selbst einer der Mitreisenden und lerne die anderen genauso erst kennen, wie die verschiedenen Protagonisten untereinander. Generell finde ich es unglaublich spannend, sich als Leser selbst in diese Position zu setzten und sich die frage zu stellen, was man selbst in der damaligen Situation getan hätte.

Insgesamt finde ich das Buch nicht nur unglaublich spannend und historisch wertvoll, sondern auch unglaublich berührend. Die Geschichte hat mich wirklich mitgenommen und zum Nachdenken angeregt. Insofern kann ich das Buch wirklich jeden weiterempfehlen, der sich mit der Deutsch-Deutschen Geschichte auseinandersetzen möchte.

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Rezensionen von C. P.:

Kriminalroman, der eine gelungene literarische Zeitreise in die Weimarer Republik bietet

Zum Sterben zu viel von Lotte Kinskofer

Wer zu diesem Roman greift, begibt sich auf eine gelungene Zeitreise rund 100 Jahre zurück nach München und Umgebung. Anschaulich beschreibt die Autorin das damalige 1922, eine Zeit, in welcher das gestern verdiente Geld heute bereits viel weniger Wert ist, wo die Menschen in den Städten finanziell ums Überleben kämpfen und lange für Lebensmittel anstehen.

Als in einem Münchener Vorort ein Dichter erstochen aufgefunden wird, muss die Polizei schnell einen Täter liefern, um das Volk zu beruhigen. Obwohl keine Beweise gegen ihn vorliegen, wird ein Schreiner unschuldig für die Tat inhaftiert - was das für seine Frau und den Handwerksbetrieb bedeutet, interessiert die Polizei nicht. Selbst, als ein weiterer Mord nach demselben Muster geschieht, bleibt die Polizei stur, wenn auch Oberkommissar Benedikt Wurzer seine Zweifel an der Inhaftierung des Schreiners hegt. Ebenso versucht Agnes, die Frau des Handwerkers, um die Freiheit ihres Mannes sowie um ihre Zukunft zu kämpfen.
Sehr schön zeichnet die Autorin die damaligen Gegebenheiten auf, die Probleme und Missstände, mit welchen das Volk zu kämpfen hatte. Mit Agnes wird insbesondere die Rolle der Frau etwas eingehender beleuchtet, was mir sehr gefiel, da viele Romane sich primär auf die Männer dieser Zeit konzentrieren. Vor allem die Angst vor übergriffigen Männern, welche nach damaligem Rechtssystem anschließend weiterhin gut dagestanden hätten, wird hier einfühlsam thematisiert. Kritisch wird ebenfalls die Einstellung einiger Ermittler beleuchtet, für die systembedingt einzig die Quote zählt - ob der richtige Täter inhaftiert wurde, ist so manchen Polizisten egal. Der Kriminalfall selbst fügt sich gekonnt in das gezeichnete Gesellschaftsbild der damaligen Zeit ein, die Anzahl der beteiligten Personen bleibt angenehm überschaubar. Der Schreibstil ist abwechslungsreich und die Charaktere werden emotional sehr gut dargestellt.
Ein überzeugender und unterhaltsamer Kriminalroman, der sehr gut Einblicke ins damalige Leben sowie die Probleme der Bevölkerung, insbesondere der Frauen, bietet.

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