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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Martje:

Alles fair?

Fair Play von Kerstin Gulden

In dem Buch „Fair Play“ von Kerstin Gulden geht es um eine Schule, die an einem politischen Wettbewerb teilnimmt. Bei dem Wettbewerb geht es um Ideen, die Welt vor dem Klimawandel zu retten. Ob das klappt?
Kera, die Klassenstreberin, hat schnell eine gute Idee! Sie erfindet mit Leonard, den IT-Freak in der Klasse, und zwei weiteren Mitschülern eine App: Fair Play!
In der App geht es darum, seinen CO2 Fußabdruck so klein wie möglich zu halten.

Wenn man jedoch ein bestimmtes Tageslimit überschritten hat, leuchtet ein Punkt neben dem Profilbild rot und jeder kann es sehen!
Wie sehr setzt das die Schüler unter Druck? Wie viele Schüler laden sich die App runter? Wird die App beim Wettbewerb gewinnen?
Der Schreibstil von Kerstin Gulden ist locker und lässt sich sehr flüssig lesen. Die Charaktere sind toll beschrieben und so manch Jugendlicher – ob Junge oder Mädchen – dürfte sich hier wiederfinden. Kerstin Gulden schafft es, dass man das Buch kaum beiseitelegen kann.
Mich hat das Buch total gefesselt. Ich fand es so spannend und man hat nebenbei auch noch etwas gelernt! Ich würde das Buch jeden weiterempfehlen. Besonders Menschen, die sich für Politik oder Nachhaltigkeit interessieren, dürfte das Buch ansprechen. Aber auch eine Prise Herz und Schmerz fehlt hier nicht.

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Rezensionen von Gerda:

Schreiben muss geübt werden

Elenor, die Buchstabeneule von Westenberger-Fandrich Yvonne

„Um Ihr Kind altersgerecht beim Buchstabieren und Schreiben zu begleiten, gibt es eine Vielzahl von Varianten, wie dieses kleine Buchstabenbuch.“

Ein buntes kindgerechtes Buch. Es werden alle Buchstaben und deren Schreibweise gezeigt. Daneben findet der Leser jeweils eine Anleitung, wie die Kinder die Buchstaben üben kann.

Jeder Buchstabe wird von einem Tier präsentiert. Im hinteren Teil sind noch einmal alle Buchstaben in Schreibschrift und in Druckschrift aufgeführt. Vor allem kommen noch Schwungübungen.

Die Altersempfehlung ab 3 Jahren kommt mir doch etwas verfrüht vor, aber vielleicht gibt es schon kleine Genies die mit dem Schreiben beginnen wollen. Ich empfand dieses Buch als hilfreich für die kleinen Schulanfänger. Vielleicht ein kleines Geschenk für die Schultüte.

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Rezensionen von hexenaugen:

gut lesbarer, fesselnder Roman

Sweet Goodbye von Camilla Läckberg

Klappentext:

Max, Liv, Anton und Martina führen ein beneidenswertes Leben: Die Teenager wohnen im nobelsten Viertel Stockholms und können sich dank des Reichtums ihrer Eltern alles leisten, was sie sich wünschen. Am Silvesterabend feiern sie gemeinsam im puren Luxus. Austern und Kaviar werden aufgetischt, der Champagner fließt in Strömen.

Doch als Liv ihre Freunde zu einem vermeintlich harmlosen Spiel auffordert, gerät die heile Welt schnell ins Wanken. Düstere Geheimnisse werden zutage gefördert und setzen alle Regeln außer Kraft


Meinung:

Es ist Silvester, und vier Achtzehnjährige, die seit ihrer Kindheit eng befreundet und daran gewöhnt sind, alles zu besitzen, was sie wollen, , treffen sich in der luxuriösen Villa eines von ihnen, um den Jahreswechsel zu feiern.
Das Monopoly-Spiel, das begonnen wurde, , entwickelt sich zu etwas völlig anderem, als ein junger Mann vorschlägt, die Regeln zu ändern, um das Spiel interessanter zu machen, und "Wahrheit oder Pflicht" zu spielen.
Alle drei stimmen sofort zu, ohne sich die Entwicklung und den Ausgang des Abends auch nur vorstellen zu können.
Je mehr Zeit vergeht und je intensiver das Spiel wird, desto mehr kommt ans Licht, was die vier Freunde seit vielen Jahren verheimlicht haben. Eltern, die ihre Kinder missbrauchen und die Narben sowohl auf dem Körper als auch auf der Seele hinterlassen.
Und mittendrin offenbaren sich die wahren Charaktere der Kinder, ihre beschädigten Persönlichkeiten, die sie durch das jahrelange Leben in einem instabilen und unsicheren familiären Umfeld erlitten haben.

Fazit:

Die Autorin scheibt hervorragend. Mit schnellem Tempo und perfekte Länge wird das Buch, für einie Stunden, zur perfekten Unterhaltung.

Ein großartiger Roman für den ich gerne eine Leseempfehlung abgebe.

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Rezensionen von liesmal:

Ich genieße die Vielfalt

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami

Geburtstag, Lachen, Reisen, Geheimnis, Tiere, Sehnsucht – Zu diesen Themenbereichen sind in dem mehr als 300 Seiten umfassenden Buch von Rafik Schami etwa 30 Geschichten zu finden, wobei die erste Namensgeberin ist für den Buchtitel „Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“.
„Der hat doch die Weisheit mit Löffeln gefressen“, dachte ich so manches Mal beim Lesen – und das meine ich durchaus positiv, weil er so treffende Dinge mit einer ganz besonderen Note beschreibt.

Oft angereichert mit einem charmant verpackten Humor, sind hier wunderbare Erzählungen entstanden, die das Lesen zu einem besonderen Vergnügen machen und gute Laune verbreiten.
Die Protagonisten mit ihren Erlebnissen sind in verschiedenen Orten zu finden, drehen sich oft um die Liebe, aber auch Abschied, Tod und Trauer sind Themen für ganz unterschiedliche Geschichten, die großen Raum auch zum Nachdenken bieten. Diese große Vielfalt an gänzlich unterschiedlichen Erzählungen mit ihren ganz speziellen Besonderheiten habe ich genossen. Herzlich lachen konnte ich zum Beispiel bei der Geschichte „Die Entkopplung“, mitfühlen „Wie Herr Moritz die Welt bereiste“…
Den Namen Rafik Schami, der in seinen Geschichten auch Platz findet für seine Geburtsstadt Damaskus, werde ich mir merken. Sehr gern empfehle ich das Buch weiter.

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Rezensionen von melanie82:

Viel mehr als nur ein Kochbuch

Heilsam kochen mit Ayurveda von Dietrich Grönemeyer; Volker Mehl

Die Autoren und das schön gestaltete Cover haben mich neugierig gemacht, zumal ich bisher wenig Bezug zu Ayurveda hatte, auch wenn es mich grundsätzlich interessiert hat. Das Konzept des Buchs ist wirklich gut umgesetzt und ist ein toller Einstieg. Die Hintergrundinformationen zu Ayurveda sind sehr ausführlich, gut und leicht verständlich erklärt.

Ich bin sicher, hier findet sich auch für Personen, die bereits mehr Erfahrungen mit dem Thema haben, einige neue Informationen. Gut gefallen hat mir, dass es stets wissenschaftlich-sachlich war. Nach der Einführung folgen die Rezepte. Diese sind einfach nachzukochen, leicht nachzuvollziehen, brauchten nicht allzu viele oder exotische Zutaten und die Bilder waren sehr ansprechend - und das Wichtigste: alles, was ich bisher probiert habe, war äußerst lecker. Fazit: eine tolle Einführung in diese Ernährungsweise!

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Über die Bedeutung einer schicksalshaften Begegnung

Wir für uns von Barbara Kunrath

Inhalt:
Die sensible Josie ist mit einundvierzig Jahren ungewollt schwanger. Der Vater des Ungeborenen ist ihr verheirateter Freund Bengt, mit dem sie seit neun Jahren eine Affäre hat. Sie vergöttert ihn geradezu und ist tief verletzt, als er sie von einer Abtreibung überzeugen will. Auch die Risiken, die eine Schwangerschaft in ihrem Alter birgt, spielen dabei eine Rolle.

Jahrelang hat Josie sich nach Bengt gerichtet, und verlernt, sich ihre eigenen Bedürfnisse einzugestehen.
Auch für die resolute Kathi findet ein Umbruch statt: nach fünfzig gemeinsamen Jahren ist ihr Mann gestoben. In ihrem Leben war sie vor allem Mutter und Ehefrau. Dass sie außerdem noch tatkräftige Geschäftsfrau war und einen eigenen Laden geführt hat, wurde in ihrer Familie nie wirklich geschätzt. Erschüttert von der Enthüllung ihres Sohnes und den daraus resultierenden Konsequenzen für ihr eigenes Leben, will sie ganz allein entscheiden, wie es weitergehen soll. Es ist die schicksalshafte Begegnung der beiden Frauen, die ihnen hilft, mit den Veränderungen umzugehen.

Meine Meinung:
Der Roman ist abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Josie und Kathi geschrieben, die sich in jedem Kapitel abwechseln. Frühkindliche Bindungsstörung und die Beziehung zur Mutter, Tod,Trauer und das Down-Syndrom werden thematisch feinfühlig behandelt. Manche Überlegung von Kathi - und ihr Resümee daraus - haben mich tief berührt. Nicht nur ihre traumatischen Kindheitserlebnisse, sondern auch der reuevolle Blick in die Vergangenheit, resignierend und ablehnend, sich selbst gegenüber. Auch Josie’s mangelnde Selbstachtung und ihr naives Verhalten macht nachdenklich. Teilweise war es mir einfach zu viel Drama, zu viel Betrügerei, zu viele Wiederholungen von bereits erwähntem und zu wenig emotionale Höhepunkte.
Trotzdem hinterließ das Buch bei mir Gefühle der Dankbarkeit und sensibilisierte mich, selbst über meine Endlichkeit und verpasste Gelegenheiten nachzudenken.

Fazit:
„Wir für uns“ beschäftigt sich mit der Aussöhnung der familiären Vergangenheit und dem Bemühen, im Trubel des Lebens an dem festzuhalten, was man liebt. Ganz nach dem Lieblingssatz des optimistischen Vaters von Josie: „Komödie oder Tragödie, es ist dein Leben, und du bist der Regisseur.“ Ein kurzweiliger Roman, mit kleinen Schwächen. Empfehlung für alle, die tiefe Einsichten der Ich-Erzähler mögen, die an authentischen Erschwernissen wachsen.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Meisterliche bunte Hörreise

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami

In der titelgebenden Geschichte „Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“ geht es um die familiäre Uneinigkeit über das exakte Datum der Geburt des Protagonisten. Jedes Familienmitglied hat eine andere Erinnerung vorzuweisen und letztlich geht es um den abergläubischen Einfluss von Sternzeichen, die Liebe und das Loslassen von Erwartungen.

Der begnadete syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami kehrt in seinen Texten immer wieder an biografisch relevante Orte zurück, und schreibt berührend über eine Fülle von Themen: Probleme der Moderne, Politik und Menschenrechte, Affären, Geheimnisse, Verbrechen und den „Kreis des Lebens, wo der Ausgang neben dem Eingang liegt und mit dem Alter die Kindheit immer näher kommt.“ In sechs Kategorien sind die Geschichten angeordnet: Geburtstag, Lachen, Reisen, Geheimnis, Tiere, Sehnsucht. Dazu finden sich außerdem ergänzende Worte des Autors.
Mir sind besonders die Kurzgeschichten in Erinnerung geblieben, in denen Schami seine Fantasie auf die Reise schickt: Hunde sprechen lässt, Geister erweckt oder sich überspitzt Kuriositäten des Lebens widmet, wie Flatulenzkünstlern, Geheimsprachen oder Strandverkäufern. Gleichzeitig tritt er gewohnt gesellschaftskritisch, kulturell vermittelnd und tiefsinnig in Erscheinung.
Nebenbei ziehen thematische Muster sich wie ein roter Faden durch die Texte: menschliche Begegnungen, Liebe, Verlust und Tod - tröstend, hoffnungsvoll und wertschätzend.

Das Hörbuch wird von Wolfgang Berger gelesen, der elegant mit dem Erzählstil verschmilzt und eine beruhigende Gelassenheit ausstrahlt, die hervorragenden zu Rafik Schami’s Kurzgeschichten passt. Jede Geschichte hat einen eigenen Track - übersichtlich und vorteilhaft. So kann man sich entspannt zurücklehnen und in der Pause eine Geschichte hören, die zum vorhandenen Zeitfenster passt.

Fazit: Mit durchschnittlichen zehn bis vierzig Minuten Hörzeit pro Geschichte, ein überzeugend literarischer Hörgenuss für Zwischendurch mit nachklingend anregendem Ergebnis.

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Rezensionen von nuean:

Magisch und voller Spannung

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami

Ich habe die „Royal-Reihe“ von Valentina Fast verschlungen und geliebt. Deshalb war ich sehr neugierig auf ihr neuestes Werk. Schon das Cover ist einfach wunderschön. Ich mag das Design, welches einerseits schlicht, aber auch edel wirkt. Auch im Inneren ist es wunderschön und sehr detailreich gestaltet.

Fiana lebt im Palast von Alandra und ist die Gesellschafter der Prinzessin. Der Anfang ist schon sehr spannend, da Fiana ein Geheimnis bewahrt, von dem keiner weiß. Und schon ist die Spannung da, die sich auch durch das ganze Buch zieht. Der Gardekrieger Kayden merkt, dass Fiana etwas verbirgt und versucht hinter ihr Geheimnis zu kommen. Und als er es aufdeckt, ändert sich Fianas ganzes Leben. In einer Welt, die von Magie der Kupfernen und der Eisernen beherrscht wird, kämpft sie um ihren Platz im Königreich.
Die Charaktere waren mir alle sofort sympathisch. Fiana ist stark und mutig, liebevoll und sehr geheimnisvoll. Ich war so gespannt auf ihr Geheimnis und ihre Geschichte. Auch Kayden wirkt sehr mysteriös und ist anfangs undurchschaubar. Ariane und Dalia sind die perfekten Freundinnen, immer da egal ob sie Fiana den Kopf zurechtrücken oder hinter ihr stehen.
Die Handlung überschlägt sich teilweise. Obwohl ich es mag, wenn es nicht langweilig wird, ging es mir hier doch manchmal etwas zu schnell. Der Kronenkampf war schnell erledigt, was ich super fand. Doch die Beziehung zu Kayden hat sich von einem auf den nächsten Moment so intensiviert, dass ich nicht so richtig mitkam. Zum Ende hin war dann aber alles wieder perfekt und nachvollziehbar. Vielleicht hätte die ein oder andere Stelle etwas ausgebaut werden können, aber das Buch hat mich super unterhalten und zum Schluss konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, bildlich und mitreißend. Er trägt einen durch die Handlung und sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen.
Fazit: Ein spannendes Buch, voller Magie mit kleinen Schwächen.

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Über Anteilnahme und Hoffnung

Was fehlt dir von Sigrid Nunez

Eine New Yorkerin begleitet ihre krebskranke Jugendfreundin im Verlauf der Erkrankung, und führt viele Gespräche mit ihr und den unterschiedlichsten Menschen. Dabei berichtet die Freundin davon, wie es ist, dem Tod näher zu sein als dem Leben, erzählt von ihrer Tochter, ihrer Kindheit, Vergebung und Wut.

„Nein, sprich weiter. Ich höre zu.“, ermutigt die Erzählerin ihre Freundin, denn sie findet Geschichten überall, auch im Schnurren eines Katers, der von seinem Leben erzählt, einem Bild an der Wand und natürlich auch in den Krimis auf ihrem Nachtisch.

Der Roman erzählt in drei Teilen, die tiefgründige, manchmal geheimnisanmutende Geschichte über das hoffnungsvolle Miteinander, die Akzeptanz des Todes und das Leben, das gelebt werden muss. Mit anspruchsvoller Dichte und erfrischender Experimentierfreudigkeit schreibt die amerikanische Autorin Sigrid Nunez nachdenklich und amüsant über zwei Frauen und ihre Begegnungen.
Über die erzählende Frau fehlen persönliche Details, nur kleine Krümmel sind im Buch verstreut. Sie ist eine undurchdringliche Zuhörerin, schwer vorstellbar, was sie wirklich durchmacht, manche Gedanken aus dem Kontext gegriffen - was den Text immer wieder unpersönlich und passiv werden lässt. Auf Anführungszeichen für die wörtliche Rede wurde beinahe konsequent verzichtet, sodass es als Stilmittel betrachtet werden kann, angesichts der einen Ausnahme im Buch. Für weitere Struktur- und Orientierungslosigkeit beim Lesen sorgen umständlich lange, gestopfte und zerrupfter Sätze, die in ihrer literarischen Freiheit verspielt anmuten, während die namenlosen Figuren ihre Geschichten erzählen. Es sind Gespräche über dystopische Zukunftsaussichten, die ethische Vertretbarkeit der Fortpflanzung angesichts des Klimawandels, amerikanische Präsidentschaftswahlen, das Älterwerden unter Einfluss der Medien und natürlich Sterbehilfe, in Anbetracht einer schweren Krankheit wie Krebs.

Fazit:
Ein gewöhnungsbedürftiger Roman, der mich herausgefordert und gedanklich beflügelt hat, den ich aber nur Interessierten empfehlen würde, die handlungsarme Literatur bevorzugen, in denen Figuren sich verlieren, aber lohnende Gedankengänge vertiefen. Was ich vermisst habe, lässt sich am besten so sagen, wie es im Buch heißt: „gleichgültig, wie traurig [sie sei], eine schön erzählte Geschichte hebt die Stimmung.“

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Rezensionen von La Calavera Catrina:

Abwechslungsreicher Erzählband

Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami

In der titelgebenden Geschichte „Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“ geht es um die familiäre Uneinigkeit über das exakte Datum der Geburt des Protagonisten. Jedes Familienmitglied hat eine andere Erinnerung vorzuweisen und letztlich geht es um den abergläubischen Einfluss von Sternzeichen, die Liebe und das Loslassen von Erwartungen.

Der begnadete syrisch-deutsche Schriftsteller Rafik Schami kehrt in seinen Texten immer wieder an biografisch relevante Orte zurück, und schreibt berührend über eine Fülle von Themen: Probleme der Moderne, Politik und Menschenrechte, Affären, Geheimnisse, Verbrechen und den „Kreis des Lebens, wo der Ausgang neben dem Eingang liegt und mit dem Alter die Kindheit immer näher kommt.“ In sechs Kategorien sind die Geschichten angeordnet: Geburtstag, Lachen, Reisen, Geheimnis, Tiere, Sehnsucht. Dazu finden sich außerdem ergänzende Worte des Autors.
Mir sind besonders die Kurzgeschichten in Erinnerung geblieben, in denen Schami seine Fantasie auf die Reise schickt: Hunde sprechen lässt, Geister erweckt oder sich überspitzt Kuriositäten des Lebens widmet, wie Flatulenzkünstlern, Geheimsprachen oder Strandverkäufern. Gleichzeitig tritt er gewohnt gesellschaftskritisch, kulturell vermittelnd und tiefsinnig in Erscheinung.
Nebenbei ziehen thematische Muster sich wie ein roter Faden durch die Texte: menschliche Begegnungen, Liebe, Verlust und Tod - tröstend, hoffnungsvoll und wertschätzend.

Fazit: Mit durchschnittlichen fünf bis fünfundzwanzig Minuten Lesezeit pro Text, ein überzeugend literarischer Genuss für Zwischendurch mit nachklingend anregendem Ergebnis.

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