Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra:
Fluchten
Der längste Tag im Leben des Pedro Fernández García von Moritz Rinke
Der liebenswerte Postbote Pedro auf Lanzarote hat kaum noch Aufgaben, niemand schreibt mehr Briefe. Er muss nur noch Rechnungen und Postwurfsendungen verteilen. Also hat er viel Zeit für seinen Sohn Miguel den er innig liebt. Er bringt ihm alles bei was er weiß, über die Heimatinsel Lanzarote, über Vulkane und die Ausbrüche, spielt mit ihm Fußball und holt ihn von der Schule ab.
Dann zieht die Mutter mit dem Sohn nach Barcelona und Pedro verliert den Boden unter den Füßen. Seine Freunde versuchen einfach alles um ihm wieder aufzurichten. Bis zwei, Tenaro und Amado eine Idee haben.
Das Buch beschreibt sehr ausführlich und schön die Insel und ihre Landschaft. Wenn man schon dagewesen ist erkennt man sie sofort wieder. Die Figuren sind auf der einen oder anderen Art alle liebenswert. Andererseits haben sie keine Ecken und Kannten, wäre der traurige Vater nicht, könnte man das Buch als Urlaubsroman bezeichnen.
In seiner Trauer sucht er alle möglichen Ablenkungen dadurch taucht auch das Thema des spanischen Bürgerkriegs auf. Wer hat wann welche Schuld auf sich geladen. Es wird auch immer wieder zu aktuellem Geschehen Stellung genommen, dass wertet den Roman auf.
Für mich hätte die Geschichte etwas straffer geschrieben werden können. Es gab öfter Variationen des gleichen Themas und dadurch wurde der Roman langatmig.
Ein Gedanke ist herausragend; eine Flucht aus welchen Gründen auch immer ist eine Flucht. Das Vergangene wird der Flüchtende nie los. Sie begleitet ihn immer ob es nun gute oder böse Erinnerungen sind.
Rezensionen von yellowdog:
Erzählerisch gestaltete Familienbiografie
Viktor von Judith Fanto
Viktor von Judith Fanto ist eine gediegene Familiengeschichte jüdischer Herkunft. Es gibt zwei Handlungsebenen, einen 1914, der andere ca. 70 Jahre später.
Schon das Cover deutet auf das alte Wien hin und der Vergangenheitsteil des Romans liest sich teilweise wie ein klassischer Roman, was ich sehr angenehm fand.
Viktor, anfangs noch ein Junge, ist eine gute Hauptfigur, äußerst lebhaft und mitfühlend, auch ein Filou.Aber ist auch jemand, der die Verfolgung der Juden genau beobachtet, sich für andere einsetzt und Widerstand wagt.
Der moderne Handlungsteil liest sich anders. Er ist in den Niederlanden angesiedelt. Geertje beginnt über die Vergangenheit der Familie nachzuforschen. Schon jung liest sie in der Bibliothek Bücher über das jüdische Schicksal und befragt ihre Großeltern über Wien, Mahler und Viktor.
Musik ist in der Familie ein wichtiges Thema. Vielleicht hat das Buch daher auch eine gewisse Musikalität und viele Sätze einen besonderen Ton.
Später als Erwachsene nennt Geertje sich Judith und macht sich ernsthaft auf die Suche. Erstaunlich, wie sie sich hineinsteigert, aber es geht um die Suche nach ihrer Identität und das ist ein längerer Prozess.
Judith Fanto hat mit erzählerischen Mitteln ihre Familienbiografie geschrieben. Daher wirkt die Familiengeschichte stärker als wenn es ein biografisches Sachbuch wäre.
Rezensionen von Gavroche:
Soko SPO Teil 2
Nordwestzorn (ungekürzt) von Svea Jensen
Florian, ein herzkranker Junge, war vor sechzehn Jahren auf Klassenfahrt in Sankt Peter Ording. Seine Mutter war immer schon sehr ängstlich und nun sollte er die Fahrt früher beenden wegen eines Vorfalls beim Sport. Dann verschwindet der Zehnjährige und taucht nicht wieder auf. Die Ermittlungen verlaufen im Sande, der Junge bleibt unauffindbar.
Doch jetzt holt Anna Wagner diesen Cold Case wieder hervor, denn ihr Antrag wurde genehmigt. Sie leitet nun die Vermisstenstelle und ist dauerhaft nach Sankt Peter Ording gezogen, wieder in das Haus von Hendrik Norbergs Schwiegereltern, wo sie bereits im vergangenen Jahr gewohnt hat. Eine tolle Fortsetzung und Weiterentwicklung der Charaktere, auf die ich mich schon sehr gefreut habe. Doch das Buch lässt sich auch ohne Vorkenntnisse lesen, denn dieser Fall ist in sich abgeschlossen. Die Auflösung am Ende war für mich auch überzeugend und ich freue mich schon auf weitere Fälle dieses Teams. Die Sprecherin Julia Nachtmann hat mir auch wieder richtig gut gefallen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Der 2. Cold Case für Lupe Svensson und Otto Hagedorn
Der Lohn des Verrats von Mathias Berg
Fabian Küster ist 20 Jahre alt, als er 1993 plötzlich von einem Moment auf den anderen verschwindet. 10 Jahre später, bei der Beerdigung seines Vaters entdeckt seine Mutter einen Kranz, der darauf hin deutet, dass Fabian noch lebt.
Gabriele Küster geht sofort zur Polizei und Lupe Svensson und Otto Hagedorn haben ihren gemeinsamen 2.
Fall.
Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. 1993 lerne ich Fabian Küster, seine Familie und seine Clique näher kennen. 2003 starten die Ermittlungen zu seinem Verschwinden erneut. Ich versuche, genau wie Lupe und Hagedorn, nachzuvollziehen, was damals geschehen sein könnte. Da es dauernd neue Erkenntnisse und neue Aussagen gibt, habe ich meine eigenen Theorien immer wieder verwerfen müssen. Mit der Auflösung, die ich richtig klasse finde, hätte ich so nie gerechnet.
Lupe Svensson, forensische Psychologin, die gerade ein 3-monatiges Praktikum beim LKA Düsseldorf macht und der erfahrene Kommissar Otto Hagedorn, dem sie zugeteilt ist, sind mir von Anfang an sehr sympathisch. Mit ihren kleinen Eigenheiten und Macken kommen sie sehr authentisch rüber. Da ich die Ermittler auch gerne in ihrem Privatleben kennenlerne, freut es mich, hier Lupe und Otto in ihrem Umfeld außerhalb der Arbeit ein bisserl begleiten zu dürfen. Im Gegensatz dazu Fabian Küster und sein Umfeld. Auch sie sind sehr menschlich und genau beschrieben. Nur gibt es hier kaum Menschen, mit denen ich unbedingt befreundet sein möchte.
Obwohl ich den ersten Fall von Lupe und Hagedorn noch nicht kenne, bin ich sehr gut in die Geschichte hinein gekommen. Ich hatte nicht den Eindruck etwas Grundlegendes verpasst zu haben. Trotzdem werde ich den ersten Fall „Der Preis der Rache“ noch lesen um Lupe und Hagedorn noch näher kennenzulernen.
Der Spannungsbogen baut sich ab den ersten Seiten langsam auf. Immer wieder eingestreute kleine Andeutungen und unerwartete Wendungen treiben sie immer weiter in die Höhe.
Mit seinem packenden und bildhaften Erzählstil schafft Mathias Berg einen Sog, der mich schnell in die Geschichte hinein zieht und mich nicht mehr los lässt. Die Ermittlungen bestehen aus sehr vielen Gesprächen mit den verschiedensten Menschen aus Fabians Umfeld. Dabei fühle ich mich fast wie ein dritter Ermittler, sehr nahe dran und mittendrin.
Bei dem dritten Erzählstrang, bei dem es um ermordete Anhalterinnen geht, habe ich mich eine Zeit lang gefragt, wie der mit der Suche nach Fabian zusammen hängt. Dann bin ih drauf gekommen - gar nicht. Das hat mich etwas irritiert und ich hätte diese Fälle hier nicht gebraucht.
Mir hat „Der Lohn des Verrats“, bis auf die beschriebene Kleinigkeit, sehr gut gefallen. Nun werde ich „Der Preis der Rache“ noch lesen und hoffe auf einen dritten Fall für die beiden sympathischen Ermittler Lupe Svensson und Otto Hagedorn.
4,5 von 5 Sternen
Rezensionen von büchernarr:
Hoher Trostfaktor garantiert
The Comfort Book - Gedanken, die mir Hoffnung machen von Matt Haig
Das neue Buch von Matt Haig ist eine Buch dass zum Nachdenken anregt und Mut machen will. Schon vom Titel her, The Comfort book, erkennt man dass man zu diesem Buch greifen sollte, wenn es mal zu dunkel um einen wird, sich die Wolken nicht lichen und man versucht Halt zu finden. Der Autor selbst gesteht, dass er auch einer schweren Depressionsphase erlitt und dass ihm und alle anderen denen es ähnlich ginge, dieses Buch Hoffnung geben soll.
Es ist somit ein Buch mit vielen Gedanken, Sätzen die mal aufschreiben oder sich sonst merken kann, die einen begleiten und Mut machen können, den schwierigen Alltag zu bewältigen.
Eigene Erfahrungen, eigene Erkenntnisse, kleine Geschichten und Zitate aus Büchern und Filmen, Tipps für den Alltag und motivierende Sätze machen aus dem Buch einen wertvollen Ratgeber, den man nicht nur einmal durchliest, sondern öfters durchblättert um das eine oder andere zu finden.
Als Trostbuch fand ich es ganz hilfreich, nicht nur für Menschen die sich derzeit in einer Krise befinden sondern auch für diejenige die sich um ihr Leben Gedanken machen. Hoher Trostfaktor garantiert!
Rezensionen von büchernarr:
Das Leben ist einfach zu kurz
Betreff: Falls ich sterbe von Carolina Setterwall
Das Buch hat mich direkt angesprochen, weil es teilweise autobiografisch ist. Carolina fühlt sich mit ihrer Mutterrolle überfordert, was seine Spuren auch bei ihrer Ehe hinterlässt. Das junge Paar versucht eine Balance zu finden als der Ehemann Aksel plötzlich mit 34 Jahren stirbt. Carolina ist geschockt und musss nun mit ihrem leben erneut auf einen neuen Ebene klarkommen.
Vom Klappentext und Titel her wurde ich vor allem neugierig und fragte mich wie praktisch ein Mensch doch handelt kann und in Falle seines Versterbens schon vorab einen Brief/ eine Mail hinterlässt um über all das Info zu geben, was später von Nutzen sein konnte. Und das schon mit 34!
Was mich danach an dem Buch etwas gestört hat ist die Tatsache, dass diese Mail viel zu wenig Platz in dem Buch einnimmt. Die Schilderungen der Protagonistin haben mit betroffen gelassen und traurig gemacht, allerdings war das Bich auch teilweise langatmig und mit so einigen Wiederholungen.
Ich denken, dass Buch ist eher für jemanden geeignet dem momentan mit einer Trauerbewältigung zu kämpfen hat ansonsten kann man sich in dem Ganzen nicht absolut hineinversetzen. Eine ergreifende Geschichte ist es aber allemal.
Rezensionen von büchernarr:
Durchgehend spannend
Die Verlorenen von Simon Beckett
Die David Hunter Reihe hat schon erfolgreichere Tage verbracht, dass ist mir schon bei den letzten zwei Bänden aufgefallen, trotzdem wollte ich das neuen Buch nicht missen, vor allem weil es fast drei Jahre gedauert hat bis ein weiterer Fall erscheint. Ein wenig zum Plot: Jonah Colley bekommt einen Anruf von seinem ehemaligen besten Freund Gavin, der ebenfalls als Polizist arbeitet, um an eine abgelegenen Lagerhalle zu kommen.
Als Jonah am Treffpunkt ankommt findet er einige Leichen vor sich und sogar seinen Freund ermordet auf. Ein junges Mädchen, eingehüllt in Folie, atmet noch schwach als Jonah vom Serienkiller selbst angegriffen wird. Durch seine Ermittlungen gerät er sogar ins Visier der Polizei und bekommt Hinweise auf das Verschwinden seines damals 4-jährigen Sohnes. Wird er es schaffen den komplizierten Fall aufzuklären?
Simon Beckett versucht es diesmal mit einer etwas anderen Art von Thriller und stößt dabei nicht nur auf Fans. Das passiert einem Autor oft, wenn er seinen Schreibstil und die all geliebte alte Reihe ändert. Doch trotzdem muss man auch dem neuen Versuch eine Chance geben, den der Inhalt ist zwar nicht ganz neu, jedoch gut geschrieben und mit einer soliden Aufklärung.
Vielschichtig und tiefgründig beschreibt der Autor die Abgründe der Menschen und lässt einen begeistert zurück.
Rezensionen von büchernarr:
Meisterhaft präsentiert und sehr aussagekräftig
Mein Sternzeichen ist der Regenbogen von Rafik Schami
„Mein Sternzeichen ist der Regenbogen“ von Autor Rafik Schami ist eine Geschichten Sammlung die von Liebe, Hass, Geheimnissen, Eifersucht, Verrat und Sehnsucht erzählen. Rafik Schami ist ein Meister der Erzählkunst und er versucht immer seine Herkunft und die Traditionen seines Landes in seinen Büchern hineinfließen zu lassen.
Dieses mal hat er einzelne abgeschlossene Geschichten in einem Buch zusammengeschrieben und erzählt in poetischer Weise über die alltäglichen Lasten der Menschen aus der herausragt, dass alle Menschen positive sowie negative Charakterzüge haben und lerne müssen mit ihren Stärken und Schwäche umzugehen.
Die Geschichten sprechen den Leser mit der wunderbaren Erzählart an in welcher der Humor keine geringe Rolle spielt. Mitunter lernt der Leser auch viel über die Bräuche, Sitten und Gewohnheiten der verschiedenen Kulturen. Somit erfuhr ich, dass Tiere in vielen Ländern gleichberechtigt zu dem Menschen stehen, (im alten
Ägypten gab es sogar die Todesstrafe falls jemand eine Katze ermordete), das die modernen Traditionen in vielen orientalischen Ländern aus der europäischen Kultur adoptiert wurden oder dass man in afrikanischen Länder die Kriechtiere als Bewohner der Unterwelt hält.
Eine bunte Mischung aus herausragenden Geschichte auf die schon das auffälige Cover aufmerksam macht. Meisterhaft präsentiert und sehr aussagekräftig.
Rezensionen von heinoko:
Liebevoll gestaltetes Mitmach-Buch für die Kleinsten
Meine Schiebebahn-Pappe: Fahr mit auf dem Bauernhof von Julia Klee
Für die Kleinsten ist ein interaktives Bilderbuch ist immer schön und führt zu einer längeren oder wiederholten Beschäftigung mit dem im Buch dargestellten Thema, insbesondere wenn es so liebevoll gemacht ist wie die Reihe „Fahr mit!“ aus dem Esslinger Verlag.
Im vorliegenden Buch werden die Kleinsten und Kleinen auf einen Bauernhof eingeladen.
Die wenigsten Kinder erleben heute noch das Leben auf dem Bauernhof. Deshalb finde ich diesen Titel aus der Reihe „Fahr mit!“ besonders wichtig. Bauer Franz und Bäuerin Frieda haben sehr viel Arbeit auf ihrem Butterblumenhof. Da ist zum Beispiel für das Futter der Kühe das Gras zu schneiden oder das Stroh auf dem Feld zu Strohballen zu pressen als Einstreu für die Tiere, oder es ist mit dem vollbeladenen Transporter auf den Markt zu fahren und vieles mehr.
Auf den dicken, robusten Seiten gibt es ganz viele Details zu entdecken. Viele verschiedene Tiere sind zu finden. Der akkurat angelegte Gemüsegarten hat es mir besonders angetan und die auf verschiedenen Seiten zu findenden Pferde und Hunde. Alles ist freundlich, bunt und lebensfroh dargestellt. Der besondere Gag des Buches ist, dass man auf vorgegebenen Bahnen mit dem Pferdeanhänger oder Mähdrescher oder Milchsammelwagen der Bauernfamilie zu Hilfe kommen kann. Gar nicht so einfach, mit den runden Schiebeelementen, ohne dass der Traktor oder Milchsammelwagen auf dem Kopf steht, über die Wege zu fahren. Das schult die Feinmotorik der Kleinen auf spielerische Weise. Der auf jeder Doppelseite eingefügte Text ist kurz, informativ und lädt dazu ein, die Abbildungen noch genauer anzuschauen.
Fazit: Sehr liebevoll gestaltetes Mitmach-Bilderbuch für die Kleinsten.
Rezensionen von Lesemama:
Holy Moly, das Abenteuer geht weiter
Mirella Manusch - Achtung, hier kommt Frau Eule! von Anne Barns; Christin-Marie Below
Zum Buch:
Mirella Manusch ist fast zehn, was sie gerne und oft betont. Und sie ist ein Vampir. In der Nacht kann sie sich in eine Fledermaus verwandeln und, was das Beste ist, sie kann die Sprache aller Tiere verstehen.
So rettet sie einen Bussard, eine Dohle und natürlich Frau Eule. Eigentlich eine sehr hilfreiche Sache, nur darf ihr Papa, der Tierarzt ist, nichts davon erfahren.
Und dann wäre da noch das Problem mit Manolo und dem Sprayer ...
Meine Meinung:
Ich mag das Cover sehr gerne. Da ich Band eins schon so gerne gelesen habe, wollte ich natürlich auch das zweite Buch lesen. Und es hat sich gelohnt. Man ist gleich mitten in der Geschichte, Manolo holt Mirella ab, sie fliegen zusammen und erleben einige Abenteuer. Dann ist Manolo ein wenig sauer auf Mirella, weil sie ihrer Freundin immer alles erzählt und die wahre Identität von Manolo geheim bleiben muss. Warum das so ist, erfährt man in der Geschichte nicht wirklich, aber es gibt ja hoffentlich noch ein dritten, vierten ... Teil. Wegen mir darf es gerne noch weitergehen.
Die Geschichte ist gur geschrieben, einfach zu lesen und für alle Kinder ab acht zum selberlesen geeignet. Jüngeren kann man es auch schon sehr gut Vorlesen, die Kapitel sind nicht zu lange und abundzu kommt sogar noch eine kleine Illustration, passend zum Text.
Für mich ist Mirella Manusch eine echte Bereicherung in jedem KinderbuchRegal und absolut empfehlenswert.











