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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Na ja

Morgen, Klufti, wird's was geben von Volker Klüpfel; Michael Kobr

Zum Inhalt:
Weihnachten steht vor der Tür und damit auch alle liebgewonnenen oder auch nicht so beliebten Traditionen. Doch diesmal läuft es nicht rund. Erika muss ins Krankenhaus und ein spontaner Besucher aus Japan hat sich angekündigt. Das Chaos ist vorprogrammiert.
Meine Meinung:
Ich glaube, ich bin mit völlig falscher Erwartungshaltung an das Buch gegangen.

Ich hatte einen typischen Kluftinger erwartet, aber das ist dieses Buch überhaupt nicht. Ja, es hat eine gewisse Komik, aber ich fand es eher langweilig und zäh. Ich fand es auch relativ schwer lesbar. Ich denke, dass dieser Kluftinger eher für Hardcorefans von Kluftinger geeignet ist. Ich habe einfach einen normalen Kluftinger mit Weihnachtseinschlag erwartet, aber das ist dieses Buch einfach nicht. Zum Glück ist es relativ kurz und damit schnell gelesen.
Fazit:
Na ja

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Rezensionen von qq:

poetischer Schreibstil, schön zu lesen

Der perfekte Kreis von Benjamin Myers

poetischer Schreibstil, schön zu lesen

Benjamin Myers konnte mich mit seinem Buch "Der perfekte Kreis" überzeugen.
Das Cover ist einfach gestaltet, aber es passt perfekt zum Buch und wirkt auch recht schön.

England, 1989
Die beiden Freunde Redbone und Calvert, verbindet eine große Leidenschaft - trotz ihrer unterschiedlichen Lebensweisen und Einstellungen.

Die beiden stellen in den Getreidefeldern heimlich Kornkreise her. Es geht um eine besondere Freundschaft es geht um die damalige Zeit (die 80er Jahre des 20. Jahrhunderts) und um die englische Natur. Interessant ist auch die Reaktion der Öffentlichkeit auf die Kunstwerke.
Ein sehr interessantes Thema - einmal etwas anderes im Vergleich zu meinen üblichen Büchern.

Das Buch ist wunderbar geschrieben - der poetische Schreibstil hat mich beeindruckt und macht das Buch zu einem wahren Lesevergnügen.
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung.

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Rezensionen von yellowdog:

Ideenreich, aber sehr speziell

Gentzen oder: Betrunken aufräumen von Dietmar Dath

Gentzen oder: Betrunken aufräumen ist ein sehr ungewöhnliches Buch, zu dem man schwer Zugang findet. Der Untertitel Kalkülroman irritiert zusätzlich.

Der Mathematiker Gerhard Gentzen ist 1945 gestorben. Seine Leistungen haben viel für die Informatik getan. Mir war er vor diesem Roman nicht bekannt.

Die wenigen Passagen im Roman, die ihn als handelnde Figur in seiner Zeit zeigen, sind recht interessant. Es werden aber auch andere Personen ins Spiel gebracht.
Ditemar Dath geht frei assozierend mit der historischen Figur Gentzen um, z.B. wenn der zusammen mit Lady Gaga ins Kino geht.
Dietmar Dath tritt selbst in der Handlung auf. Es geht auch um Frank Schirrmacher. Daher gibt es neben den sehr vielen Diskussionen über Mathematik auch ein wenig um den Literaturbetrieb. Ein unerwartetes Kapitel dreht sich um den Science Fiction-Autor Harlan Ellison.

Das Buch krankt daran, dass es überfrachtet ist und an seiner Überlänge. Es ist sehr speziell. Daher wunderte es mich, dass es für den Deutschen Buchpreis 2021 auf der Longlist stand.

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Rezensionen von kabo16:

Der Tod gehört zum Leben

Hey, ich bin der kleine Tod ... aber du kannst auch Frida zu mir sagen von Anne Gröger

Volle 5 Sterne für ein wunderbares lustiges und zugleich ernstes Buch. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht. Der kleine Tod, aber dazu ein zauberhaftes Cover. Passt das überhaupt zusammen? Meiner Meinung ja, auf alle Fälle, wie man an dieser Geschichte um Samuel und Frida lesen kann.

Der Tod gehört zum Leben dazu. Samuel musste das schon häufiger erleben, da er eine schlimme Autoimmunerkrankung hat, und sein Leben schon öfters auf Messersschneide stand. Nun mit einem neuen Medikament ist er weniger gefärdet und wird aus dem Krankenhaus, quasi in sein neues Leben entlassen.
Total ungewohnt für den Armen, denn die Angst vor dem Sterben ist nach wie vor groß. Und da kommt Frida, der kleine Tod. Sie zeigt ihm wie Leben geht.
Samuel und Frida, so unterschiedlich wie Feuer und Eis. Der Leser wird beide in sein Herz schließen, weil sie authentisch sind.
Freundschaft, Freude, Liebe, Leiden, Träumen, Mut, Lachen und sich selber spüren mit allen Konsequenzen.
Ein echtes Mut-mach-Buch, das zeigt, dass es sich lohnt jedes Risiko einzugehen. Es lohnt sich immer, wenn man ein Ziel vor Augen hat.

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Rezensionen von qq:

schlechte Umsetzung - nicht meines

Wo das Licht herkommt von Clementine Skorpil

schlechte Umsetzung - nicht meines

Das Cover und der Titel "Wo das Licht herkommt" sind eigentlich das einzige, wozu ich ein wirklich positives Feedback habe. Ein schön gestaltetes Cover und gut passender Titel.

Das Buch spielt im 18. Jahrhundert.
Philippine soll, wie viele andere Mädchen auch in der damaligen Zeit, von ihren Eltern verheiraten werden.

Sie selber ist dagegen. Den einzigen Ausweg sieht sie darin, von zu Hause abzuhauen und sich als Junge auszugeben, um eine Chance zu haben. Sie möchte die gleichen Möglichkeiten wie ein Junge haben.

Inhaltlich fand ich das Buch interessant - die Idee wäre eine tolle Basis für dieses Buch gewesen. Das große Potential der Ausgangsidee wurde in meinen Augen nicht gut umgesetzt und hat meine Erwartungen nicht erfüllen können.
Sehr gut gefallen mir die Sprüche vor jedem Kapitel. Leider fand ich aber den Erzählstil/Schreibstil katastrophal - es gibt viel zu viele Zeitsprünge, und es ist oftmals unklar, in welcher Zeit man sich befindet. Der rote Faden ist nicht vorhanden.

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Rezensionen von yellowdog:

Drachenzeit

Steine schmeißen von Sophia Fritz

Der Roman Steine schmeißen erzählt vom Lebensgefühl von Young Adults.
Sprachlich nimmt es Motive von einem Jugendroman und führt es zu einem zeitgenössischen Bild zusammen.
Dabei steht die Gefühlswelt der Icherzählerin Anna im Vordergrund. Sie hat Verluste erlitten, zum Beispiel den Tod des Vaters und das ihr langjähriger Freund Alex sie verlassen hat.

Viel ist sie noch mit ihrem schwulen Freund Jede zusammen, den sie ebenfalls noch aus der Schulzeit kennt.
Dann gibt es noch Samir und Marie.
Zentral steht ein Silvestertag und -abend, an dem die Freunde zusammenkommen. Das ergibt auch viele bildhaft getextete Passagen.

Die Autorin Sophie Fritz ist 24 und offensichtlich nahe dran an den Figuren und kann die Emotionen und Selbstzweifel glaubhaft darstellen.
Vom provokanten Titel und irritierenden Cover bis zum Stil ist der Roman ausdrucksstark.

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Rezensionen von S.:

Entscheidungen

Kinderklinik Weißensee - Jahre der Hoffnung von Antonia Blum

1914: Marlene Lindow setzt erfolgreich ihr Studium zur Kinderärztin fort, als ihr Verlobter Max seinen Wehrdienst als Arzt in einem Lazarettzug antreten muss. Nach dem sehr erfolgreichen Abschluss des Studiums tritt sie 1918 ein Praktikum in der Kinderklinik Weißensee an und trifft dort alte Bekannte, die sie während ihrer Schwesternausbildung kennengelernt hat.

Dank den Schwestern bekommt man einen guten Einblick sowohl in die ärztlichen als auch die pflegerischen Tätigkeiten in der Klinik. Das Schicksal der kleinen Patienten ist oft tragisch.
In den eilig errichteten Lazaretten spielen sich Dramen ab. Es gibt unzählige Tote und Verwundete, dazu die an der Spanischen Grippe Erkrankten. Auch sie werden im Kinderkrankenhaus untergebracht, chaotische Zustände brechen aus.
Antonia Blum schildert diese schwere Zeit anschaulich und eindrucksvoll. Sie beschreibt die Gefühle und das Engagement der Lindow-Schwestern glaubhaft, fügt geschickt historische Hintergründe ein. Auch die Liebe spielt eine wichtige Rolle.
Ein ausgesprochen gut zu lesender Roman aus dem Ullstein Verlag, der den dritten Teil gespannt erwarten lässt.

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Rezensionen von gerlisch:

Saga um die Familie Ronnefeldt

Die Teehändlerin von Susanne Popp

Frankfurt im Jahr 1838: Friederike und ihr Mann Tobias Ronnefeldt betreiben eine Teehandlung. Friederike stammt aus einer Kaufmannsfamilie und so liegt ihr der Geschäftssinn im Blut, doch ihr Mann möchte, dass sie sich aus seinen Geschäften heraushält. Als Tobias zu einer monatelangen Reise nach China, ins Land des Tee's aufbricht, soll in seiner Abwesenheit ein Prokurist die Geschäfte übernehmen.

Doch schon bald merkt Friederike, dass dem Prokuristen nicht zu trauen ist.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, er ist leicht und flüssig zu lesen. Auch die Beschreibungen der Handlungsorte im historischen Frankfurt und im fernen China waren bildlich beschrieben und so hatte ich wunderschöne Bilder vor Augen.
Ein Personenverzeichnis gleich zu Anfang des Buches erleichtert dem Leser den Zugang zu den unterschiedlichen Charakteren. Der Fokus der Story liegt auf der Stellung der Frau im 19. Jahrhundert und wie sich damals starke Frauen in der durch die Männer dominierten Geschäftswelt behauptet haben.
Leider hatte die Story einige Längen und für meinen Geschmack kam nur wenig Spannung auf. Auch waren die Zeitsprünge teilweise etwas verwirrend und einige Informationen zur Story blieben dadurch auf der Strecke.
Ich vergebe für den Auftakt der Familiensaga 3,5 Sterne, für 4 hat es mir nicht gereicht. Meine Erwartung, mehr über die Geschichte des Tees zu erfahren, hat sich hier leider nicht erfüllt.

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Rezensionen von inya:

Althea Gibson

Althea Gibson – Gegen alle Widerstände. Die Geschichte einer vergessenen Heldin von Bruce Schoenfeld

Ich mag Tennis als Sport und interessiere mich für ihn. Ich habe auch schon einige Spiele besucht und deshalb hat mich das Thema an sich sehr interessiert. Auf dem Cover sieht man Althea Gibson die als erste schwarze Frau in den 50er Jahren das Wimbledon Match gewonnen hat. Dass dieser Weg mehr als schwer war kann sich wohl jeder vorstellen, denn natürlich war das Wimbledon Turnier nicht für die Teilnahme von schwarzen Menschen ausgelegt.

Doch nicht zum ersten Mal zeigt uns die wahre Geschichte, dass Frauen mit einem Traum und einem Ziel die Geschichte neu schreiben können und so den Weg für viele Frauen und Männer bereiten. Deshalb ist Althea und ihre jüdische Freundin und Spielpartnerin echte Heldinnen der Geschichte, die leider in Vergessenheit geraten sind. Deshalb ist es umso toller, dass ihnen mit diesem fabelhaften Buch ein Denkmal gesetzt worden ist.

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Rezensionen von Ele:

Mit den Augen der Anderen

Die andere Tochter von Dinah Marte Golch

Die andere Tochter, Roman von Dinah Marte Golch, 448 Seiten erschienen im List-Verlag.
Ein Roman über Mütter und ihre Töchter, über Organtransplantation, über Schuld, Familienkonflikte und psychische Probleme.
Antonia ist von Beruf Entrümplerin, sie löst Haushalte von verstorbenen Personen auf.

Eines Tages erleidet sie bei der Arbeit einen Unfall und verliert ihr Augenlicht. Durch eine Cornea-Transplantation kann sie wieder sehen, doch plötzlich fühlt sie sich mit der Spenderin in seltsamer Weise verbunden. Sie nimmt Kontakt zur Mutter der Spenderin auf, dadurch gerät sie in gefährliche Verwicklungen und kommt einer lange vertuschten Untat auf die Spur. Doch auch in ihrer eigenen Familie gibt es unglaubliche Geheimnisse.
Das Buch besteht aus 94 Kapiteln die mit Monats- und Jahresangaben versehen sind. Es teilt sich in zwei verschiedene Erzählstränge die in verschiedenen Zeitebenen spielen, zum einen der Hauptstrang in auktorialer Erzählweise, dazwischen immer wieder die aktuellen Geschehnisse, in Ich-Form aus der Sicht der Protagonistin. Der Leser ist dadurch in der Lage die Vorkommnisse von allen Seiten zu überblicken. Gerade die Kapitel aus Antonias Sicht, sind informativ und greifen dem Erzählstrang vor. Der Roman ist dicht und doch flüssig erzählt, immer wieder bin ich ganz tief in Tonis Leben und ihre Gefühle hineingezogen worden, die Thematik Organspende und die Gefühle der Empfängerin sind gut geschildert und haben mich tief berührt, haben mir eiskalte Schauer den Rücken hinunterlaufen lassen. Die Spannung, die sich durch die nimmermüden Nachforschungen von Toni ergab, hat mich des Öfteren alles ringsherum vergessen lassen. Schon nach dem ersten Drittel habe ich gedacht, ich weiß was passieren wird. Doch nach einigen ungeahnten Wendungen, war der Schluss jedoch ganz anders als vermutet.
Mich hat das Buch super unterhalten und tief berührt, manchmal war es einfach zu viel des Geschehens und ich musste das Buch zur Seite legen und über das Gelesene nachdenken. Thrillerelemente und die psychologischen Verwicklungen waren mir manchmal unheimlich, besonders die Flashbacks wenn Toni in einen Spiegel sah oder das Gefühl der Berührungen. Zum Ende überstürzen sich die Ereignisse und die letzten 100 Seiten habe ich in einem Durchgang gelesen, an diesem Punkt haben mich die Fakten fast erschlagen. Nicht immer handeln die Akteure nachvollziehbar, ihre kriminelle Energie ist erschütternd und machten mich wütend. Lange habe ich um eine Auflösung gerätselt und das Ende habe ich so nicht ahnen können. Wie leichtsinnig Toni ihre transplantierten Hornhäute aufs Spiel gesetzt hat, hat sie mir nicht gerade sympathisch gemacht, eine direkte Lieblingsfigur hatte ich nicht, am wenigsten konnte ich tatsächlich Evelyn, die Schwester von Zsazsa leiden. Briefe, Zitate und Bilderdaten sind kursiv gekennzeichnet und deutlich gemacht.
Die Informationen am Ende zu den verschwundenen Bildern, der Raubkunst der Nazis und die psychologische Ebene zur Organspende waren informativ und haben mir sehr geholfen.
Eine absolute Leseempfehlung an alle Leser und von mir 5 Sterne.

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