Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R:
tierisches Abenteuer ...
Phoebe & Layla von Uwe Krauser
Klappentext:
Die Hotelhunde Phoebe und Layla sind zwei ehemalige Streuner, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während die rotzfreche Phoebe jedes Abenteuer mitnimmt, lässt es die sanftmütige Layla wesentlich ruhiger angehen. Mittlerweile haben sie ihren Platz in der Menschenwelt gefunden und wissen ganz genau, wie sie ihre Herrchen um die Pfote wickeln können.
Mit dem Mops Hector und dem unverbesserlichen Draufgänger Angelo haben sie zwei tierisch gute Freunde gefunden, mit denen sie regelmäßig in die unglaublichsten Situationen geraten.
Der jährliche Aufenthalt in Elfriedes Hundepension endet um ein Haar in einer Katastrophe und mit einem Mal sind Phoebe und Layla an einem Ort, der schreckliche Erinnerungen wachwerden lässt.
Cover:
Das Cover zeigt die beiden Protagonisten des Buches Phoebe und Layla und ist wirklich wunderschön und passend gestaltet. Ein tolles Bild der beiden sowie weitere kleine Details, wie eine Brezel, Hotelschlüssel der Montara Suites sind erkennbar und runden das Cover ab.
Meinung:
Layla und Phoebe erobern nun zu zweit dieses Buch. Nachdem es je einen Einzelband über Phoebe und über Layla gibt, sind sie nun im Doppelpack vereint und eine weitere tolle Geschichte über die Beiden und deren Herrchen Uwe und Oliver ist entstanden.
Die ersten beiden Bände kannte ich bereits und war daher sehr gespannt auf das gemeinsame Werk. Und ich muss sagen: ich find es toll. Man kann die Bücher aber auch sehr gut unabhängig voneinander lesen, man braucht die Vorkenntnisse hier nicht zwingend, natürlich ist es schöner wenn man die Charaktere und die Zusammenhänge bereits kennt, aber es erschließt sich alles auch so und aus der Situation heraus.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig und lässt sich sehr gut, locker und leicht lesen. Man kommt sehr gut voran und kann sich sehr gut in die Charaktere, aber auch in die Handlungen und Geschehnisse hineinversetzen.
Das Buch ist aus Sicht der Hunde bzw. aus Sicht von Phoebe in der Ich-Perspektive geschrieben. Dies ist sehr unterhaltsam und humorvoll, das Ganze aus Sicht eines Hundes betrachtet. Humorvoll, unterhaltsam und spannend erlebt man an der Seite von Phoebe und Layla die Geschichte mit. Und auch viele leibgewonnene Charaktere kommen hier wieder vor.
Toll fand ich auch die Vorstellung der Charaktere zu Beginn des Buches. So bekommt man einen kleinen Einblick und eine kleine Übersicht wer Layla, Phoebe und ihre beiden Herrchen Oliver und Uwe überhaupt sind und erhält einige Informationen zu ihnen. Vor allem für Leser, die die vorherigen Bücher nicht kennen ist dies sehr hilfreich. Und auch die vielen Bilder am Ende des Buches sind ein tolles Extra und runden das Gesamtbild richtig gut ab.
Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich sehr gut lesen. Diese tragen zu einem guten Lesefluss bei. Auch die Kapitelüberschriften sind gut gewählt, ohne zu viel zu verraten.
Inhaltlich möchte ich hier nicht zu viel vorwegnehmen und auch nicht Spoilern, daher äußere ich mich hierzu nicht weiter.
Mir hat dieses tolle und spannende Abenteuer rund um Layla, Phoebe und deren Zweibeiner Uwe und Oliver wieder sehr gut gefallen und mich gut unterhalten. Eine wundervolle, emotionale, humorvolle und spannende Geschichte.
Fazit:
Das Abenteuer mit Phoebe und Layla geht weiter, eine wundervolle, emotionale, humorvolle und spannende Geschichte.
Rezensionen von greenpanda:
Spannend wie die Vorgänger
Abgetrennt von Michael Tsokos
Michael Tsokos ist einer meiner liebsten True-Crime-Autoren: Als erfahrener Rechtsmediziner weiß er einfach von was er spricht und zeigt wie kein zweiter den nicht ganz so alltäglichen Alltag in der Pathologie.
Abgetrennt ist der letzte Band der Trilogie rund um Dr. Paul Herzfeld, der es dieses Mal offenbar mit dem Handel von Leichenteilen zu tun hat.
Denn den Arm, der aktuell auf seinem Untersuchungstisch liegt, hat er schon einmal untersucht, da ist er sich sicher. Und so begibt er sich auf Spurensuche und kommt der Lösung und dem Verantwortlichen gefährlich nahe...
Wie schon eingangs gesagt, hat mich auch hier die realistische Schreibart wieder einmal überzeugt, die einen eindrucksvollen Einblick in die Arbeit der Rechtsmedizin in Deutschland gewährt. Das muss man natürlich auch wollen, denn einige Details sind schon recht unappetitlich und werden dennoch lebensnah geschildert.
Daumen hoch für ein gelungenes Finale der Trilogie und eine spannende, gut erzählte Geschichte
Rezensionen von nuean:
Leidenschaft und Emotionen pur!
Someone like you von Jenny Holiday
Das Cover ist ein Traum und passt perfekt zu seinem Vorgänger! Ich war so gespannt darauf nach Moonflower Bay und ihren verrückten Bewohnern zurückzukehren.
Gerade Jake und sein Schicksal haben es mir auch im ersten Teil angetan und ich war froh, dass ich seine Geschichte lesen durfte. Schon in Teil eins war er nicht der Mann großer Worte aber immer im Hintergrund da wenn er gebraucht wurde.
Gerade sein Schicksal hat mich sehr mitgenommen, er hat so viel verloren und ich konnte verstehen, warum er lieber allein in seinem tollen Haus am See war.
Nun kommt Dr. Nora Walsh nach Moonflower Bay und braucht eine Auszeit von der großen hektischen Stadt und Erholung von ihrer letzten gescheiterten Beziehung. Sie will die Praxis für 2 Jahre übernehmen, in dieser Zeit ihr Leben und ihre Gedanken sortieren und etwas Geld für ihr Traumhaus zusammen mit ihrer Schwester zurücklegen. Schon bei ihrer Ankunft trifft sie auf Jake und sofort knistert es zwischen den beiden. Doch beide ignorieren diesen Moment, als Jake dann aber immer öfter bei Nora auftaucht um ihr heruntergekommenes Haus zu reparieren, kommen sie sich immer näher und nach einiger Zeit können Sie auch nichts gegen die Anziehung unternehmen und versuchen es auf der „friends mit benefits“ – Schiene. Jake öffnet sich Nora immer mehr und auch Nora hat keine Geheimnisse vor ihm doch plötzlich wird es so intensiv, dass Jake sich nicht sicher ist ob er noch einmal jemanden so nah an sich oder in sein Herz lassen möchte.
Ich liebe Moonflower Bay und seine Bewohner, sie haben Nora mit offenen Armen und ihrer üblichen Neugier empfangen und auch ich habe Nora sofort ins Herz geschlossen. Sie hat einiges hinter sich und ich konnte mit ihr fühlen. Da die Erzählperspektive aus beiden Sichten ist, kann man sich als Leser in beide hineinversetzen ihre Gedanken und Gefühle hautnah miterleben. Jake´s Geschichte hat mir mehrmals die Tränen in die Augen getrieben. Er ist ein Traum von einem Mann und hat das Glück verdient, aber er gibt sich die Schuld an den tragischen Ereignissen in seiner Vergangenheit und lässt nicht viel Freude zu. Ich bin froh, dass er und auch Nora viele tolle Freunde haben und Menschen in Moonflower Bay die sich gern einmischen und Armor spielen. Ich liebe diese kleine Stadt und freue mich wenn es noch mehr Teile gibt. Zwischen Maya und Law läuft mit Sicherheit auch was und ich bin gespannt wie es alles weitergeht.
Der Schreibstil war spannend und emotional, humorvoll und spritzig und die Seiten flogen nur so dahin.
Fazit: Eine wundervolle, berührende Liebesgeschichte.
Rezensionen von Ewa Wiercinska Leserunde Heyn:
Literatur spiegelt, was sie sieht:
Salonfähig von Elias Hirschl
die Macht der Schönheit im Metier des Politikers, seinen fiktionalen Charakter eines gekünstelten, egoistischen, narzisstischen und falschen Menschen. Er nützt die selbstverschuldete Unfähigkeit des Wähler aus.
Elias Hirschl ist eine ironische, sehr amüsante Geschichte (an der Grenze zur Realität), sehr gelungen.
Allein der Titel ist ein beissender, verdeckter Spott.
Fazit: absolut Lesenswert!
Rezensionen von greenpanda:
Durch Eis und Schnee
Eis. Abenteuer. Einsamkeit von Richard Löwenherz
Wow - beim Autor ist der Name wirklich Programm: Richard Löwenherz ist ein echter Abenteurer durch und durch und hat sich zu einer Expedition entschlossen und aufgemacht, auf die die meisten wahrscheinlich noch nicht mal kommen würden. Auf dem Rad durch Eis und Schnee, wo die meisten von uns die Übernachtung in einem gläsernen Iglu schon spektakulär finden.
Begeisternd schildert der Abenteurer seine Erfahrungen und nimmt den Leser in seinen Erzählungen und mithilfe vieler eindrucksvoller Fotografien mit zu den Polarlichtern, sternenklaren Nächten und teils skurrilen Begegnungen mit Einheimischen. Seine Reise führt ihn durch unberührte Wildnis und spart dabei auch nicht die auftretenden Herausforderungen und Schwierigkeiten mit den Gegebenheiten und der dortigen Flora und Fauna nicht aus.
Die Reiseroute kann man auch mithilfe der enthaltenen Karte gut nachvollziehen und reist auf diese Weise zumindest gedanklich mit. Besonders begeistert haben mich neben den Schilderungen der Landschaft und der klimatischen Bedingungen auch die gezeigten Begegnungen mit den dort lebenden Menschen, ihrer Gastwirtschaft und Freundlichkeit.
Daumen hoch für einen rundum gelungenen Einblick in eine fantastische Reise durchs Eis, der durch den sympathischen und authentischen Ton mehr ist als ein reiner Reisebericht.
Rezensionen von Gänseblümchen :
Kurzweiliges Romantasy-Abenteuer mit Kampf um Macht, Liebe und Überleben
Eis. Abenteuer. Einsamkeit von Richard Löwenherz
Der Kronenkampf bietet ein kurzweiliges Abenteuer in einer wundervollen Fantasywelt.
In der Welt Alandra leben eiserne und kupferne Magier, sowie gewöhnliche Menschen. Mit dem 16. Lebensjahr offenbart sich normalerweise, ob man Magie geerbt hat und ob man zum Reich des kupfernen oder eisernen Throns gehört.
Umgeben wird Alandra von einer Mauer, die von den Gardekriegern beider Throne gut bewacht wird und das Volk vor den Dragen, den gefährlichen, tötenden Monstern, schützt.
Im Königreich Alandra wird alle 5 Jahre die Königin oder der König durch einen Wettkampf, den sogenannten Kronenkampf, wieder neu bestimmt. Es ist ein großes Spektakel für das ganze Volk und viele Anwärter bereiten sich lange darauf vor. Nur die jeweils mächtigsten Kupfer- oder Eisenmagier haben eine Chance auf den Sieg und den Thron.
Fiana, die Gesellschafterin der Tochter der Eisenkönigin, hat bisher versucht ihre Magie durch einen Schleierzauber zu verbergen. Doch als ihr Geheimnis unerwartet als Licht kommt, wird sie auf Grund ihrer Macht gezwungen am Kronenkampf teilzunehmen.
Hierbei lernt sie Kayden, den Bruder des Kupferkönigs, immer näher kennen und kommt ihm irgendwann gefährlich nahe. Doch eine Liebe zwischen kupfernen und eisernen Magiern ist verboten und birgt große Gefahr.
Valentina Fast gelingt es mühelos den Leser rasch in das Königreich Alandra mitzunehmen und sie beschreibt anschaulich und gut vorstellbar diese Welt. Der Schreibstil ist herrlich flüssig, sodass das Buch für mich sehr schnell ein Pageturner war und mich in dieser Welt gefangen hielt.
Das Cover passt mit der abgebildeten Krone und dem kupfernen und silbernen Funkenregen sehr gut zum Titel des Buches und ins Genre Romantasy.
Es wurde eine wundervolle Fantasywelt mit liebevollen Charakteren aufgebaut. Die Protagonisten Fiana, Kayden und Ariana sind sympathisch und man hätte sie wohl gerne als Freunde.
Die Ereignisse kommen in rascher Abfolge und die Handlung schreitet schnell voran. Der Spannungsbogen war für mich durchweg erhalten und die Story kurzweilig und stets fesselnd.
Sehr gerne hätte ich mich noch länger in Fianas Welt befunden und mir eine etwas längere Story oder einen zweiten Band gewünscht.
Wer ein kurzweiliges Fantasyabenteuer mit Pageturner-Qualität sucht, der ist bei diesem Buch genau richtig. Ein Tipp für alle Romantasy-Freunde, die gerne auch mal einen Einzelband lesen und in eine wunderschöne Welt, mit flott voran schreitender Story eintauchen möchten.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Verdrängen, vergessen und vergraben - Dunkelblums Geheimnisse
Dunkelblum von Eva Menasse
Eva Menasse nimmt sich eines nach wie vor kontrovers diskutierten Themas der österreichischen Geschichte an: dem Verdrängen der Mittäterschaft während der NS-Zeit.
Das fiktive Dorf Dunkelbum wird gezielt an der ungarischen Grenze platziert, gibt es doch dort den Ort Rechnitz, an dem sich in den letzten Kriegstagen das Massaker an jüdischen Zwangsarbeiter ereignet hat.
Von den Toten fehlt nach wie vor jede Spur.
Doch zum Roman:
Koreny, der neue Bürgermeister, muss sich nicht nur mit dem Kampf der ortsansässigen Bauern und deren Kampf um eine eigene Wasserversorgung herumschlagen, sondern auch mit dem Verschwinden einer Studentin und dem Auffinden eines Skeletts. Wer ist der Tote? Ein ehemaliger Wehrmachtsangehöriger? Ein Grenzgänger? Gibt es noch mehr davon?
Und hängen der plötzliche Tod von Eszter Lowetz und das Verschwinden der Studentin damit zusammen? Beide, Eszter und die, Locke genannte Studentin, haben unangenehme Fragen zur verdrängten NS-Vergangenheit der Bewohner gestellt. Und warum restauriert ausgerechnet jetzt eine Gruppe langhaariger Gestalten den verwahrlosten dritten Friedhof von Dunkelblum? Warum der kleine Ort gleich drei Friedhöfe braucht? Jeder Bewohner, ob katholisch, evangelisch oder jüdisch wurde auf „seinem eigenen“ Friedhof beerdigt - sortenrein, quasi.
In Dunkelblum scheinen eine Menge von skurrilen Personen zu leben. Alte Frauen, die 1945 der Roten Armee in die Hände gefallen sind, ebenso alte Männer, die sich ewige Treue und Schweigen geschworen haben sowie mancher, der einiges zu verbergen hat.
Unklar ist, ob die Reschen-Resi, seinerzeit Zimmermädchen, im Hotel Tüffer eine von den Guten oder doch eine Nutznießerin ist. Immerhin hat sie 1938 von der jüdischen Hotelbesitzerin den Schlüsselbund erhalten und ihn bislang nicht hergeben müssen. Ob bei den Recherchen von Eszter und Locke Erben der Familie Tüffer ausfindig gemacht werden, die Ansprüche stellen könnten? Und wer ist dieser Fremde, der im Hotel logiert?
Meine Meinung:
Ich bin bei diesem Roman ein wenig zwiegespalten. Das hängt zum einem mit der Sprache und dem Schreibstil von Eva Menasse und zum anderen mit der Vielzahl von Themen zusammen.
Zur Sprache und Schreibstil:
Die Autorin verwendet zahlreiche Austriazismen, die mir gut gefallen. Sie hat dem Volk auf’s Maul geschaut. Viele Anmerkungen sind subtil und wirklich bösartig. Nervig hingegen ist für mich persönlich der Verzicht auf die direkte Rede. Damit kann ich mich so gar nicht anfreunden.
Zusätzlich dauert es sehr lange, bis die Autorin zum Kern kommt. Manches wird wiederholt. So verliert sich Eva Menasse in sehr vielen Details, ohne dass hier ein Informationsgewinn entsteht.
Der Schreibstil ist für viele Leser anstrengend. Die Fabulierkunst wird hier auf die Spitze getrieben und dient irgendwie nicht der Geschichte sondern einer Art Selbstverliebtheit.
Vielzahl der Themen:
Die Episode mit den DDR-Flüchtlingen, die wie seinerzeit die Ungarn-Flüchtlinge 1956, halbherzig wohlwollend aufgenommen werden, passt irgendwie nicht oder doch in die Geschichte. Ist die Hilfe für die DDR-Bürger eine späte Reue? Oder nimmt man sich ihrer nur deswegen an, weil sie Deutsche sind, auch, wenn die gemeinsame Sprache einiges Trennendes mit sich bringt?
Der Streit um eine eigene Wasserversorgung oder den Anschluss (böses Wortspiel!) an eine kommunale Wasserleitung ist nur ein weiteres davon.
Eva Menasse lässt uns an Familienzwisten teilhaben und springt ein wenig durch die Zeit, weniger durch den Raum, denn die Ereignisse aktuell oder vergangen, spielen sich in Dunkelblum bzw. in der unmittelbaren Umgebung ab. So kommt der Weinskandal von 1985 zur Sprache, der einige Winzer in den Abgrund reißt. Apropos Winzer! Manchmal hat man den Eindruck, ganz Dunkelblum lebt nur von flüssiger Nahrung in Form von Wein und Schnaps. Selbst wenn den einzelnen Familienmitgliedern täglich vor Augen geführt wird, dass der exzessive Alkoholkonsum letal ausgehen wird, mit dem Saufen aufhören ist keine Option. Sich die unbequeme Wahrheit schönreden, Pardon, schönsaufen schon.
Die Charaktere hingegen finde ich sehr gut gelungen. So begegnen unter anderem einem Altnazi und ungeschoren davongekommenen Mördern. Aber auch einem Anflug von Reue ("Wäre er erst einmal in Gewahrsam gewesen, hätten vielleicht ein paar andere auch etwas gesagt. Sie wollte nicht die Einzige sein") sowie selbstgeschaffene Differenzierungen ("Josef, ihr Mann und Vater ihres Sohnes, war ein anständiger Nazi"). Gab es „anständige Nazis“? Oder ist das wieder nur Schönfärberei?
Wenig ist hier im Ort schwarz oder weiß, das meiste, passend zum Ortsnamen dunkelgrau.
Wer sich mehr mit dem Massaker an den jüdischen Zwangsarbeitern beschäftigen will, dem sei das Buch „Und was hat das mit mir zu tun?“ von Sacha Batthyany, dessen Großtante Gräfin Margit Thyssen-Batthyány empfohlen. Sie war in eines der schrecklichsten Nazi-Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkriegs verwickelt. In ihrem Schloss in Rechnitz gibt sie ein rauschendes Fest für führende Nazi-Bonzen. Gegen Mitternacht verlassen die Gäste das Schloss und erschießen 180 Juden. Was genau in dieser Nacht geschieht, ist bis heute unklar. Die Toten nach wie vor nicht gefunden.
Fazit:
Leider wirft dieser Roman, wie man an meiner Rezension sieht, mehr Fragen auf, als er beantwortet. Dieser irgendwie unrunde Schluss ärgert mich. Immerhin bin ich der Autorin durch einen Wust an Themen, Schwurbeleien und einer großen Zahl an beteiligten Personen gefolgt. Da hätte ich mir doch einen Abschluss, ob versöhnlich oder nicht, bleibt dahingestellt, verdient. So lässt mich der Roman unbefriedigt zurück. Daher kann ich ruhigen Gewissens auch nur 3 Sterne vergeben.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Hat mich nicht überzeugt
Pirlo - Gegen alle Regeln von Ingo Bott
Auf den ersten Blick sieht der Mann auf dem Cover aus wie der italienische Fußballer und nunmehrige Trainer von Juventus Turin, Andrea Pirlo. Allerdings geht es in diesem Krimi, der Auftakt einer Reihe werden soll, nicht um den Fußballer, sondern um den Strafverteidiger Dr. Anton Pirlo. Der ist ein gefeierter Star, seit er für einen Fußballer (sic!) namens Metternich einen Freispruch erstritten hat.
Doch Erfolg ruft immer Neider auf den Plan. Pirlo fällt einer Intrige zum Opfer und verliert seinen Job bei der renommierten Anwaltskanzlei Ohmsen & Partner.
Trübsal blasend sitzt Pirlo in seiner Wohnung und erhält den Auftrag Marlene von Späth, die ihren Mann ermordet haben soll, zu verteidigen. Er sei der beste Mann für diese Causa. Gewohnt, dass er üblicherweise ein großes Team an Helferleins um sich hat, muss er einsehen, dass er Hilfe braucht. Die offenbart sich in Sophie Mahler, Anwältin aus einer angesehenen Juristenfamilie, die so ihre eigenen Probleme hat.
Neben dem Fall hat Pirlo noch mit ganz anderen Schwierigkeiten zu kämpfen, denn eigentlich heißt er Ramzes Khatib und ist der jüngste und abtrünnige Sohn eines libanesischen Familienclans, der Drahtzieher von allerlei kriminellen Machenschaften ist.
Meine Meinung:
Die Vorstellung, einmal einen Krimi nach Abschluss der Ermittlungen zu lesen, hat mich bewogen, zu diesem Buch zu greifen. Üblicherweise enden Krimis ja damit, dass der oder die Täter überführt und dingfest gemacht werden. Wie es dann aber vor Gericht weitergeht, bleibt meistens offen, außer es gibt eine Fortsetzung, in der der Täter auf Rache sinnt.
Die für mich interessante Frage ist, auf bei realen Verbrechen, muss der Anwalt der Verteidigung an die Unschuld seines Mandanten glauben? Kann man als Anwalt einen Klienten ablehnen, weil er ein Verbrechen begangen hat, das man selbst verabscheut? Auf diese Frage geht Autor Ingo Bott, selbst Anwalt, nicht näher ein. Sophie versucht zwar Pirlo in diese Richtung auszufragen, erhält wie die Leser aber keine erschöpfende Antwort. Das ist nicht das Einzige, womit ich bei diesem Krimi hadere. Zunächst einmal ist da die familiäre Zugehörigkeit zu einem kriminellen Clan. Prüft da nicht die Anwaltskammer vor der Zulassung?
Weiters ist da der Schreibstil. Kurze Sätze sind für mich ok, doch hier werden sie inflationär eingesetzt und verlieren ihre Wirkung. Der ausufernde Gebrauch von „schxxxe“ oder, wenn die Khatib-Brüder sprechen „fxxx dich“ in verschiedenen Variationen oder die häufigen Anglizismen, ist mir einfach zu viel. Den Niveauunterschied in der Sprache hätte man anders auch darstellen können. Überhaupt, regieren viele Klischees. Die Anleitung zum Sozialmissbrauch (funktioniert hoffentlich nicht mehr) oder, dass die Khatib-Brüder ihren Erfolg an dicken Autos und schönen Frauen messen.
Es mag schon sein, dass der Autor damit Authentizität darstellen will, aber mir hat das nicht gefallen.
Mit den Charakteren bin ich nicht wirklich gut klar gekommen. Sophie und Prof. Arland bilden da die große Ausnahme. Anton Pirlo ist selbstgefällig, präpotent und eigentlich hätte ich ihm einen ordentlichen Dämpfer gewünscht. Aber nein, die toughe Sophie steht ihm helfend zur Seite.
Die angeklagte Marlene von Späth ist auch eine klischeehafte Person. Eine junge hübsche Polin, die sich einen vermögenden älteren Mann angelt. Dann macht sie auch kaum zweckdienliche Angaben und lässt Pirlo ins offene Messer laufen.
Das doch indifferente Ende hat mich ein wenig ratlos zurückgelassen. Kommt da noch etwas? Der Autor hat ja angedeutet, dass dies der Auftakt zu einer Reihe ist.
Fazit:
Hier habe ich mir doch etwas anderes erwartet. Deswegen kann ich nur 3 Sterne vergeben und bin unschlüssig, ob ich die Reihe verfolgen werde.
Rezensionen von Claudia R:
Wohlfühlkrimi statt Spannung
Mord im Watt vor St. Peter-Ording von Stefanie Schreiber
Klappentext:
Ein Feriendorf, zwei Tote, drei ungleiche Ermittler, die nicht unbedingt zusammenarbeiten. Lösen sie den Fall?
In Sankt Peter-Ording, dem beliebten Urlaubsort an der Nordsee, wird eines Morgens mitten in der Saison ein Toter am Strand gefunden.
Niemand scheint ein Motiv zu haben, den Leiter der Schutzstation Wattenmeer Michael Schwertfeger, der sehr zurückgezogen gelebt hat, zu erschlagen.
Kommissarin Charlotte Wiesinger aus Hamburg verstärkt das Team vor Ort, das nicht zuletzt aus dem schrulligen Hausmeister Torge Trulsen des Feriendorfes Weiße Düne besteht. Er weiß nicht nur genau was auf der Halbinsel Eiderstedt passiert, sondern ist auch mit jedem per Du.
Eine harte Geduldsprobe für die temperamentvolle Großstädterin, für die sowohl der Aufenthalt an der Nordsee als auch die Einmischung des Nordfriesen unfreiwillig sind. Immer wieder kommt er ihr in die Quere oder ist den Ermittlern sogar eine Nasenlänge voraus, so dass sie seine Unterstützung nur sehr langsam zu schätzen lernt.
Als in Hamburg ein weiterer Mord geschieht, stellt das ungleiche Trio den Zusammenhang her und kommt dem Täter auf die Spur.
Lassen Sie sich mit dem Auftakt der erfolgreichen Kuschelkrimireihe an Stefanie Schreibers Sehnsuchtsort entführen!
Cover:
Ein wundervoller Sonnenuntergang am Strand von St. Peter-Ording ist hier erkennbar. Tolle Stimmung wird dadurch verbreitet und das Foto auf dem Cover ist optisch und farblich sehr gut gelungen.
Meinung:
Der bekannte Urlaubsort an der Nordsee liefert hier den Hintergrund für einen soliden und unterhaltsamen Krimi.
Aufgrund der vielen Namen, Orte und schnellen Wechsel zu Beginn, war es nicht ganz leicht in die Geschehnisse und Handlungen hineinzukommen. Dies hat diesmal etwas länger gedauert.
Die Charaktere wirken teils ein wenig schrullig, haben ihre Ecken und Kanten, aber dies zeichnet sie auch aus. Die drei Ermittler sind ziemlich unterschiedlich und jeder für sich dennoch sehr besonders. Das Zusammenspiel muss sich erst noch finden und zu Beginn dauert es ein wenig, bis es an Fahrt aufnimmt. Dafür wirkt es am Ende ein wenig gehetzt. Hier hätte man am Tempo am Ende etwas rausnehmen können, dafür zuvor schon etwas mehr Fahrt aufnehmen sollen.
Alles in allem ist es jedoch sehr unterhaltsam und auch sehr gut erzählt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig und lässt sich locker lesen.
Die Kapitel sind sehr kurz und tragen zu einem recht schnellen Lesefluss bei. Besonders gefallen hat mir die Gestaltung der Kapitel. Zu Beginn der Kapitel gibt es kleine Grafiken, die das Ganze sehr gut unterstreichen. Zu Beginn der Kapitel erfährt man Ort, Zeit und Charakter-Angabe. So kann man sehr gut zuordnen aus welcher Sichtweise gerade beschrieben wird und wann und wo es stattfand. Dies ist sehr hilfreich um den Überblick zu behalten und dies alles gut zuzuordnen.
Toll fand ich auch das kleine Lexikon norddeutscher Begriffe und die kleine Karte als Übersicht am Ende des Buches. Die kleinen schwarz-weiß Illustrationen am Kapitelanfang runden das Ganze zudem zusätzlich sehr gut ab.
Die Kulisse ist einfach traumhaft und die örtlichen Rahmenbedingungen sind gut gewählt. Der Fall ist unterhaltsam, jedoch hätte es für mich ruhig etwas mehr Spannung sein dürfen. Alles in allem sehr solide, unterhaltsam und eher ein Wohlfühlkrimi für Zwischendurch, als Nervenkitzel und Spannung.
Fazit:
Der Fall ist unterhaltsam, jedoch hätte es für mich ruhig etwas mehr Spannung sein dürfen.
Rezensionen von greenpanda:
Eine epische Rückkehr
Die Rückkehr der Zwerge 1 von Markus Heitz
Jedes Mal als ich während des Lesens das Cover angeschaut habe, war ich wiederum begeistert - es ist ein echter Hingucker und es verspricht eine epische und abenteuerliche Geschichte - und genau dieses Versprechen löst das neue Werk von einem meiner Lieblingsautoren, Markus Heitz, auch ein.
Erst einmal vorweg: Auch Fans gut geschriebener Fantasy, die die Zwergen-Reihe von Heitz noch nicht kennen, können gut in die Handlung einsteigen, dazu trägt nicht zuletzt die Auflistung aller wichtigen Charaktere und die umfangreiche farbige Karte bei.
Wer fantastische Wesen so liebt wie ich, wird von der Welt, die Heitz beschreibt, begeistert sein: Es tauchen nicht nur die namensgebenden Zwerge auf, sondern auch Wasserwesen und Albae, sowie mächtige Drachen und finstere Orks.
Spannend von Beginn an ist die Entdeckungsreise des Zwergen Goimron, der ein altes Tagebuch von Tungdil Goldhand findet, das ihn auf dessen Spur führt. Mit ihm zusammen wäre er hoffentlich in der Lage, die verschiedenen Zwergenstämme zu einen und das Geborgene Land wieder zu ihrem machen.
Den Leser erwarten Kämpfe und spannende Begegnungen mit fantastischen Wesen und einfach eine brillant geschriebene Welt, bei der man aufgrund des unglaublichen Schreibstils gar nicht anders kann, als in sie einzutauchen.
Ich freue mich schon auf Band 2 :-)










