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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Hat mir sehr gut gefallen

Irgendwo wartet das Leben von Erin Entrada Kelly

Zum Inhalt:
Alle Kinder sind furchtbar neugierig als die neue Schülerin in die Klasse kommt. sie wirkt geheimnisvoll, hat scheinbar schon viel erlebt und ist anders als alle anderen. Sie stellt Frage, die sonst keiner stellt und trägt eine Blume hinter dem Ohr. Doch wer ist sie wirklich, wo wohnt sie und wo kommt sie wirklich her? Die Mitschüler möchten das herausfinden.

Meine Meinung:
Wie mag es sein, wenn man neu ist in einer Klasse? Das fragt man sich, wenn man das selbst noch nicht erlebt hat. Hier wird das sehr authentisch geschildert und genauso kann man sich das auch vorstellen. Die einen sind begeistert, die anderen sind skeptisch und was passiert wohl, wenn sie dann Dinge herausfinden, mit denen keiner gerechnet hat. Wird dann dann noch jemand zu ihr stehen oder ist sie dann plötzlich allein? Ich fand das Buch total interessant und sehr gelungen, es greift Probleme auf und auch wie unterschiedliche Personen damit umgehen.
Fazit:
Hat mir sehr gut gefallen

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Rezensionen von Julchentim:

Mein fantastisches Highlight

Fourth Wing - Flammengeküsst von Rebecca Yarros

Ja, ich weiß. Ich bin eine von vielen, vielen Rezensenten, die sich hier einreihen möchte, ihre Meinung niederzuschreiben.

Der Hype um dieses Buch ist so enorm, dass man eigentlich schon keine Lust und auch Traute hatte, es zu lesen. Aber! Tut es einfach! Es lohnt sich.

Ich möchte gar nicht viel Zeit oder viele Worte damit verschwenden.

Fourth Wing hat mich einfach so sehr in seinen Bann gezogen. Diese feine Geschichte mit seinen fesselnden Protagonisten und wirklich beeindruckenden und auch witzigen Drachen, die eigentlich vorhersehbare Entwicklung, die Twists und Überraschungen. Das alles macht dieses Buch zu einer Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen, zu träumen und zu hoffen. Fourth Wing ist eines der wenigen Bücher, welches ich ohne weiteres noch einmal lesen würde.

Ich freue mich schon auf die nächsten Teile, und spinne mir bis dahin meine wilden Theorien zusammen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Mit Familienhund Camillo im Urlaub

Erst ich ein Stück, dann du - Camillo - ein Hund macht Ferien von Patricia Schröder

Familienhund Camillo ist ganz aufgeregt. Warum hat Frauchen seinen Futter- und den Trinknapf eingepackt? Auch seine Leckerlis sind schon im Auto. Hat er etwas falsch gemacht? Wollen sie ihn loswerden? Ins Tierheim bringen? Als er sich im offenen Kofferraum versteckt, hört er, dass es in die Ferien gehen soll und daher alle so aufgeregt durcheinander rennen.

Was er dort am Meer mit seinen liebsten Spielkameraden Joschi und Jule alles erlebt, das lest ihr in dem von der Stiftung Lesen empfohlen Buch „Camillo, ein Hund macht Ferien“ aus der Reihe „Erst ich ein Stück, dann du“ von Patricia Schröder.

Bisher kannte ich die Reihe „Erst ich ein Stück, dann du“ nicht und bin nun ganz begeistert von der Möglichkeit, ein Buch gemeinsam mit einem Leseanfänger zu lesen.
Die Abschnitte für die Erstleser mit den extra großen Buchstaben haben, wie ich finde, genau die richtige Lange um nicht zu überfordern. Die Geschichte ist kindgerecht mit tollen Dialogen, dazu noch richtig spannend aufgebaut und hat auch mir, der Vorleseoma, viel Spaß gebracht. Die ausdrucksstarken, liebevoll gezeichneten und in den Text eingepassten Bilder von Marina Rachner ergänzen die Geschichte auf wunderbare Weise.
Das dicke Hardcover mit einer stabilen Bindung und leicht verstärkten Seiten ist bestens für Kinderhände geeignet und lässt sich im Bedarfsfall sogar abwaschen.
Bald haben ja die Schulanfänger ihren ersten Schultag. Da eignet sich dieses Buch ganz wunderbar als kleines Geschenk.
Vielleicht begegnen wir Camillo ja auch einmal auf einem Bauernhof oder in den Allgäuer Bergen?

Ein tolles Buch aus einer Reihe, die ich mir merken werde. So macht lesen lernen richtig Spaß.

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Rezensionen von Emmmbeee:

Eine tolle Story!

Paradise Garden von Elena Fischer

„Paradise Garden“ finde ich eines der besten Bücher, die ich heuer gelesen habe. Nicht nur, dass die Sprache auf ein 14jähriges Mädchen zugeschnitten ist, dass ihre Welt authentisch beschrieben wird, dass ihre Nöte und Sorgen ohne Schnickschnack beschrieben werden. Mir gefiel besonders der Weg, den sie nimmt, um mehr über ihre Wurzeln zu erfahren.

Glauben Sie mir: Das geht nicht ohne Spannung ab!
Billie ist intelligent, empathisch, mutig und entschlossen. Plötzlich ohne Eltern und mit einer Großmutter, die aus Ungarn angereist kommt, muss sie mit enormen Problemen zurechtkommen. Viel Traurigkeit überfällt das bisher sorglose Kind, doch die Autorin Elena Fischer lässt keine Larmoyanz aufkommen. Zum Glück hat Billie Freunde, wahre Freunde, die nebenan wohnen und sie nach Kräften unterstützen.
Doch nicht einmal sie können den Teenager aufhalten, wenn sich ein Ziel am Horizont abzeichnet. Und zu diesem Ziel führt ein abenteuerlicher Roadtrip, der bei mir eine schlaflose Lesenacht auslöste.
Es gibt nicht viele Romane, für die ich mir eine Fortsetzung wünsche. „Paradise Garden“ ist einer davon. Doch ein erfolgreicher Erstlingsroman hat die besten Chancen für weitere Werke des Autors. Und auf genau die hoffe ich.
Das Buch empfehle ich allen, die eine gute Story, authentische Schilderungen und Herzenswärme in der Handlung mögen.

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Bewegend und intensiv - ein tolles Romandebüt

Vatermal von Necati Öziri

Die Leseprobe übte einen derartigen intensiven Sog und Faszination auf mich aus, dass ich das Buch unbedingt lesen wollte.
Das Eingangskapitel ist gleichzeitig klassisch und neuartig. Und verdammt catchy.
Klassisch, weil sich Öziri an einem bekannten Stilmittel der Literatur bedient, das ich kenne: der Abrechung oder Aussprache per Brief auf dem Sterbebett
Neuartig, weil Öziri dieses Stilmittel so modern, wütend und verletzlich neu interpretiert, das es für mich zu einer neuen Leseerfahrung wird.

Öziri lässt seinen todkranken Ich-Erzähler Arda abrechnen, und zwar mit seinem Vater Metin, der die Familie früh verlassen hat und immer nur eine Leerstelle in seinem Leben war.
Es ist mehr als nur eine Abrechnung. Arda erzählt von seinem Aufwachsen, seiner Jugend und seinem jungen Erwachsenenleben.
Und er erzählt von seiner Familie. Es ist auch die Geschichte von Ümran, Ardas Mutter und Aylin, seiner Schwester. Von den Frauen der Familie, die ebenfalls vom Vater und Ehemann verlassen wurden.
In Öziris Roman stecken unglaublich viele Aspekte, angefangen vom Leben der in Deutschland geborenen Kinder türkischer Einwandererfamilien und die rassistischen und bürokratischen Hürden auf die sie treffen. Die Suche nach Identität, die jedes Erwachsenwerden begleitet, und ungleich schwieriger ausfällt, wenn die Familie zerrissen ist und die Menschen, die Halt und Orientierung geben sollten, selbst am kämpfen sind.

Was mich aber am meisten berührt und was mir auch noch länger bleiben wird, ist der laute und dringliche Ruf Ardas nach seinem Vater in den schwersten und verzweifelten Stunden seines Lebens. Dieser Mann, den er nie kennengelernt hat, dem er nur das Schlimmste wünscht und den er doch auch in seiner ganzen Fehlbarkeit als Menschen erkennt.
Das ist ein zeitloses, generationen- und kulturenübergreifendes Thema, das Öziri mit „Vatermal“ in eine literarische und intensive Form gießt.

Für den Kulturschaffenden Necati Öziri ist es der erste Roman und „In seinen Texten ist natürlich immer alles wahr“ (Umschlagtext).
Ob wahr oder nicht, ein tolles und dringend empfehlenswertes Debüt!

P.S.: schaut euch auch den Wahnsinns-Buchtrailer dazu an….

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Lesenswerter Roman über eine unkonventionelle Familie

Vatermal von Necati Öziri

Die Mosuo sind ein kleines chinesisches, matrilinear organisiertes Volk und nach meiner Recherche real existent.
Ihre Kultur spielt eine wesentliche Rolle im neuen Roman von Stefan Györke.
Denn hier sind Männer und Väter nur Randfiguren, die Gesellschaftt wird von den Frauen dominiert und definiert.

Die stärksten Bande gibt es unter Schwestern, die in gemeinsam in Familienbünden leben und die Kinder großziehen.

Györke transfereriert ein solches unkonventionelles Familienkonstrukt direkt ins wohlsituierte Schweizer Bürgertum. Drei Schwestern werden von einer chinesischen Nanny aus dem Volk der Mosuo großgezogen und leben später selbst in einer Lebensgemeinschaft nur aus Schwestern.
Sie bekommen Kinder von verschiedenen Männer, die aber sonst keine weitere Rolle im Leben der Frauen spielen.
Die Töchter können sich am Lebensmodel der Mütter orientieren, aber was wird aus den Söhnen? Wo finden sie Orientierung und Vorbilder?

Ich lese die Geschichte im Wechsel aus der Ich-Erzähler Perspektive von Anton, ein Sohn der Mütter, und aus auktorialler Perspektive. Das bringt Spannung und Abwechslung in den Roman und lässt mich locker über die Seiten fliegen. Ich lese ihn sehr gerne und verfolge sehr interessiert die Konsequenzen dieser ungewöhnlichen Lebensform, die auch auf mich einen großen Reiz ausübt.

„Ein generationenübergreifender, unkonventioneller Liebesroman“ blurbt Dirk Fuhrig vom Deutschlandfunk auf dem Klappentext und dem stimme ich zu.

Doch wie und wo Liebe entsteht und wie es mit dem Lebensmodel der Mütter und Schwestern (und dem Bruder) weitergeht, das empfehle ich euch selbst heraus zu finden.
Manchmal mäanderte mir die Handlung ein bißchen zu undefiniert, hier wären weniger, dafür stärker definierte Erzählthemen besser gewesen. So verwischt mir der Fokus und bleibt oben auf Unterhaltungslevel hängen. In der Story wäre noch mehr gesellschaftshinterfragendes Potential gewesen. Auch für die Figurenzeichnung hätte ich mir ein wenig mehr psychologische Ergründung gewünscht.

Oh ja, aber was für einen zufrieden stellenden Schluss Györke nach einigen unerwarteten Handlungskapriolen noch liefert.
Finde ich schon sehr nice…und auch empfehlenswert, falls ihr euch für unkonventionelle Familienformen oder auch einfach nur für einen guten Roman interessiert!

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Rezensionen von @lust_auf_literatur:

Vielschichtig und überraschend!

Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art von Matthias Gruber

Seht ihr dieses Wahnsinns Cover? Wer würde nicht herausfinden wollen, was hinter diesem rätselhaften Bild und diesem assoziationsreichen Titel steckt?

Jetzt, nach Beenden des Romans, bewundere ich die Vieldeutigkeit und die Passgenauigkeit von beidem.

Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art.
Meine erster, naheliegender Schluss ist, dass damit Grubers Protagonistin Arielle gemeint ist, und das ist sie sicher auch.

Denn Arielle ist 14 und hat eine seltene Chromosomenanomalie. Diese Anomlie hat ihre Schweißdrüsen verschwinden lassen und sie häßlich gemacht, wie ihre Mutter und ihre Großmutter sagen. Arielle hat keine Haare und (fast) keine Zähne. Im Zeitalter von Social Media und der begrenzten Aufmerksamkeitsspanne möchte jede*r etwas besonderes sein. Aber besonders häßlich?
Arielle findet in dem aussortierten Müll, den sie zusammen mit ihrem Vater aus Wohnungen von Verstorbenen räumt, ein gebrauchtes Handy mit unzähligen Fotos eines Mädchens mit sozial gewünschterem Aussehen in ihrem Alter.
Sie erstellt sich eine Social Media Profil und lädt die Bilder dort mit ausgedachten Unterschriften hoch. Und hat damit Erfolg
Bald schon mischt Arielles psychisch labile Mutter mit und wird schnell von der digitalen Bestätigung abhängig.

„Weil es wichtig war, was wir dachten. Weil es von Bedeutung war, das es uns gab.“

Gruber skizziert äußerst treffend und teilweise witzig die Faszination und Mechanismen von Social Media ohne dabei mit dem moralischen Zeigefinger zu deuten. Ich erkenne in allen seinen unterschiedlichen Figuren eine große Sehnsucht und Verletzlichkeit. Manchmal hätte ich mir mehr psychologischen Tiefgang v.a. Bei Arielle gewünscht, aber im Nachgang setzt sich der Roman zu einem Ganzen mit Ecken und Kanten zusammen.
Der Roman liest sich äußerst flüssig und täuscht dadurch manchmal über seine Vielschichtigkeit hinweg. Manchmal deutet Gruber etwas nur mit wenigen Worten an und lässt es mich mit meinen abgespeicherten Stereotypen selbst ergänzen. Das finde ich sehr raffiniert.
Genauso wie den Schluss, der den vorangegangenen Roman merkwürdig rund macht und stilistisch märchenhaft veredelt (jo, das klingt schon komisch, ich kann es nicht besser ausdrücken).

Die Einsamkeit der Ersten ihrer Art. Das lässt eine Vielzahl an Deutungen zu.

Hat mir richtig gut gefallen, dieser Roman mit diesem passenden und widersprüchlichen Cover. Für mich gab es viele interessante Ansätze über die ich nachdachte und mehr Tiefgang als es der lockere Unterhaltungsfaktor vermuten ließ.
Toll!

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Rezensionen von Nele33:

gute Unterhaltung

Die Verborgenen von Linus Geschke

Eine scheinbar glückliche und harmonische Familie: So denken die Nachbarn von Sven und Franziska Hoffmann. Sie haben eine 17-jährige Teenie-Tochter, ein großes Haus und gute Jobs.

Doch der Schein trügt, alles ist nur äußere Fassade: In der Ehe kriselt es, beide haben sich nicht mehr viel zu sagen.

Als in dem Haus seltsame Dinge vor sich gehen, Sachen verschwinden, Lebensmittel fehlen, bröckelt es gewaltig in der Fassade, jeder unterstellt dem anderen Schuld zu haben.

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und verändern im Laufe der Story ihre Art.

Das Buch gliedert sich in zwei Abschnitte und ist in der Du-Form verfasst. Dieser Schreibstil ist passend zur Story gut ausgewählt. Nachdem mich das Loft nicht so begeistern konnte, habe ich mich von " Die Verborgenen" gut unterhalten gefühlt.

Als Thriller kann ich das Buch allerdings nicht bezeichnen, für mich handelt es sich eher um ein Drama und einen Gesellschaftskritischen Roman.

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Rezensionen von brauneye29:

Konnte nicht komplett überzeugen

Wir träumten vom Sommer von Heidi Rehn

Zum Inhalt:
Amrei kommt im Sommer 72 zurück nach München, wo sie einerseits hr Studium beenden will aber auch als Hostess bei den olympischen Spielen arbeiten wird. Es ist eine umtriebige Zeit, die auch von radikalen Ansichten geprägt ist, aber auch davon das Leben zu genießen. Der Anschlag auf die israelische Mannschaft macht aus den geplanten heiteren Spielen plötzlich alles anders.

Meine Meinung:
Bin so ein wenig hin und her gerissen bei dem Buch und kann nicht mal genau sagen, warum das so ist. Vielleicht weil gefühlt irgendwie einfach zuviel ins Buch gepackt wurde und dadurch dann die Ereignisse insgesamt dann doch flüchtig und wenig intensiv beschrieben wurden? Ich kann es nicht so recht sagen. Der Schreibstil an sich hat mir gut gefallen und das Buch liest sich sehr flüssig, aber mir hat insgesamt etwas gefehlt.
Fazit:
Konnte nicht komplett überzeugen

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Rezensionen von Alais:

Ein wunderbarer Drachenfantasyroman

Fourth Wing - Flammengeküsst von Rebecca Yarros

Violet wurde auf ein Leben als Schriftgelehrte vorbereitet, doch dann trifft ihre distanzierte, hochrangige Mutter eine unfassbare Entscheidung und Violet muss sich einer Ausbildung als Drachenreiterin unterziehen. Bereits die Ausbildung in einem Umfeld, in dem Gewalt auch zwischen den Auszubildenden toleriert, wenn nicht gar gefördert wird, endet für viele tödlich und danach wird ein Einsatz in dem ewiglangen Krieg erwartet, in dem Violets Welt gefangen zu sein scheint .

..
Von der ersten bis zur letzten Zeile fesselte mich dieser Fantasyroman mit atemberaubenden Erlebnissen wie der ersten Begegnung der Drachenreiterlehrlinge mit den Drachen, packenden, actionreichen Szenen und entwicklungsstarken Charakteren. Dabei hatte ich im Vorfeld einige Vorurteile, da mich actionreiche Handlungen oft langweilen und gewaltlastige Erzählungen in der Regel abstoßen. Tatsächlich aber gefiel mir in diesem Buch sogar die Darstellung von Gewalt, da sie in keiner Weise verharmlost oder gar glorifiziert wird, und die Kampfszenen werden so packend und berührend geschildert, dass ich nicht anders konnte, als mitzufiebern. Und dieses Buch bietet auch noch so viel mehr als "nur" eine packende Erzählung in einer Welt, die von Krieg geprägt ist. Besonders freute es mich, die Entwicklung der Beziehungen der Drachenreiter:innen untereinander mitzuerleben (bis hin zur knisternden Liebesgeschichte mit heißen Sexszenen). Ein bisschen erinnerte mich das an Internatsgeschichten, auch wenn die Reiter:innen schon erwachsen sind, der Unterricht kaum Erwähnung findet und Streitereien hier auch schon mal tödlich enden können ... Viele Figuren wuchsen mir schnell ans Herz oder faszinierten mich zumindest auf die eine oder andere Weise und ich stand völlig im Bann der Erzählung.
Violet ist aber auch eine gute Identifikationsfigur. Sie ist freundlich und intelligent. Im Vergleich zu ihren Mitstreitern hat sie aufgrund körperlicher Beschwerden und einer Ausbildung, die sie eigentlich auf ein ganz anderes Leben vorbereitet hatte, eine denkbar schlechte Ausgangsposition und muss sich als Reiterlehrling alles hart erarbeiten. Sie stellt sich ihrer schwierigen Situation und versucht, das Beste aus ihr zu machen, das war für mich sehr inspirierend.
Auch die geschaffene Fantasywelt ist faszinierend, mit Wesen wie Drachen oder Greifen und einem düsteren, völlig auf kämpferische Handlungen ausgerichteten Staatssystem. Die Einführung in diese von ihr entworfene Welt verknüpft die Autorin geschickt mit spannenden Szenen, sodass diese Schilderungen nie langweilig sind. Klar erkennbar sind bei dieser Romanwelt die Einflüsse und Inspirationen anderer Werke (Harry Potter, Tribute von Panem usw.) und doch hat mich Rebecca Yarros mit ihrem Ideenreichtum an einigen Stellen absolut begeistert. Kurz dachte ich sogar an die Serie Doctor Who, der manchmal, wenn eine Situation ausweglos erscheint, sich einfach einen Weg bzw. eine Lösung zusammenbaut bzw. Brücken errichtet, die es vorher nicht gab. Allerdings nutzt Yarros dieses Potential leider nicht immer, aber vielleicht braucht Fantasy auch einfach manchmal eine Prise harte Realität, um so authentisch wie dieses Buch zu wirken.
Das allergrößte Highlight in "Fourth Wing" war für mich jedoch die Schilderung von Drachen als vielschichtige mysteriöse Wesen mit ausgeprägtem Charakter, die ich so gelungen noch nie erlebt habe. Ich konnte sie mir lebhaft vorstellen und verspürte in ihrer Gegenwart ein erhebendes Gefühl mit leichtem Schaudern angesichts ihrer Unberechenbarkeit, Stärke und Gefährlichkeit. Zwei der Drachen habe ich besonders in mein Herz geschlossen und ich warte nun sehnsuchtsvoll auf den zweiten Band ...

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