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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Dana:

gute Mischung, besondere Atmosphäre im finnischen Winter

Schatten - Der Pakt (Schatten 1) von Timo Parvela

Als Pete im Kaufhaus in der Schlange für den Weihnachtsmann ansteht, kommt er sich mit seinen 13 Jahren ein wenig fehl am Platz vor. Was soll der Kaufhausweihnachtsmann schon für ihn tun? Immerhin möchte er nicht ein neues Spielzeug oder Handy haben, sein Wunsch ist viel größer, viel wichtiger. Er möchte seiner besten Freundin Sara helfen, die unheilbar krank ist.

Kurz bevor er doch noch flüchten kann, ist er dann an der Reihe und da er nichts zu verlieren hat, flüstert er dem Mann seinen Herzenswunsch ins Ohr. Niemals hätte er wartet, was dann passiert. Nach einem nächtlichen Besuch von einer düsteren Kreatur ist klar: Sara wird wirklich gesund. Der Preis, den Pete dafür zahlt, scheint klein und nicht der Rede wert zu sein. Doch bald stellt der Dreizehnjährige fest, dass man ohne seinen Schatten eben doch nicht mehr so ganz man selbst ist. Gemeinsam mit Sara schmiedet Pete einen Plan, um die Schatten zurück zu holen, denn er ist längst nicht der einzig, dem sein Schatten fehlt…

Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Schon das Cover vermittelt einen geheimnisvollen, düsteren Eindruck, der auch innerhalb der Geschichte immer wieder zum Tragen kommt. Die Illustrationen sind richtig toll, mir gefällt der Stil sehr und ich mag auch, dass sie eher farbreduziert sind. Viel in Grautönen bzw. eher dunkel gehalten mit kleineren Farbakzenten. Das passt gut zur Geschichte und macht die Bilder besonders atmosphärisch. Die Handlung wird damit gut unterstützt, vieles wird noch lebendiger und besser vorstellbar und auch der kleine Gruselfaktor, der immer wieder mitschwingt, wird noch unterstützt. Da das Buch im finnischen Winter spielt, wird bei den Illustrationen auch gut mit dem Wetter und den unterschiedlichen Lichtverhältnissen gespielt, was ich ebenfalls sehr mochte.
Die Kapitel sind kurz, so dass man gut auch Pausen beim Lesen einlegen kann und gleichzeitig das Gefühl hat, flott voranzukommen. Gedankengänge, die Pete sich notiert, sind anders formatiert, so dass diese einem auch direkt ins Auge springen.
Von der Sprache ist es einfach gehalten, so dass es auch für Lesende ab 10 Jahren verständlich sein sollte. Man erlebt die Geschichte durch einen personalen Erzähler. Die meiste Zeit ist man mit Pete unterwegs, es gibt aber auch Kapitel, in denen man andere Charaktere begleitet, wie Uudit, die Schattenflickerein. Damit wird die Handlung noch etwas komplexer und man erhält mehr Überblick über die Dinge, die in einem Zusammenhang zueinander stehen, auch wenn Pete das noch nicht überblicken kann.

Als Pete das Angebot bekommt, seinen Schatten herzugeben, denkt er sich erst mal nicht so viel dabei. Sein Wunsch, Sara gesund zu machen, überwiegt. Als er dann aber seinen Schatten verloren hat, wird ihm nach und nach klar, was es wirklich bedeutet und wie sehr ihn das verändert. Mit seinem Schatten ist auch ein Teil seines Selbst verschwunden und was zurückgeblieben ist, kann er selbst nicht unbedingt leiden – auch wenn er etwas braucht, um was zu merken. Mit der Zeit entdeckt Pete auch immer mehr Menschen, die keinen Schatten mehr haben und achtet genau darauf, wie sie sich verhalten und auch, wie sie sich vielleicht verändert haben, sollte er sie vorher schon gekannt haben. Das ist für ihn sehr erschreckend, auch wenn die Auswirkungen nicht bei jedem gleich sind. Unmöglich kann es so weitergehen, dass immer mehr ihren Schatten verlieren, deswegen wollen Sara und er etwas tun, um die Entwicklung aufzuhalten. Ob das gelingt und welche Abenteuer sie dafür bestehen müssen, erfährt man dann wohl erst in der Fortsetzung.
Im Auftakt benötigt es etwas Zeit, bis sich dann mehr erschließt, was eigentlich los ist, dass mehr dahintersteckt und wie weitgreifend die Entwicklung inzwischen schon zu sein scheint. Manche Dinge bleiben auch noch offen, aber da es eine Fortsetzung gibt, ist das auch nicht verwunderlich.
In die Handlung eingeflochten werden auch soziale Aspekte, Bereiche der Politik und des Weltgeschehens. Im Hauptfokus stand für mich aber die Freundschaft zwischen Pete und Sara, die nicht immer gleich ist und auch von den Veränderungen durch den Schattenverlust geprägt wird. Und eben das, was es mit Pete selbst macht. Eingearbeitet sind auch Aspekte der finnischen bzw. nordischen Mythologie, was die Atmosphäre im Buch ebenfalls prägt.

Zwischendurch ist es auch nachdenklich und von der Stimmung eher düster. Einige der Wesen, die da so auftauchen sind etwas grusliger, denen möchte man nachts wohl nicht so gern allein begegnen. Damit ist es sicher auch nicht für jedes Kind etwa. Eine gewisse Spannung ebenfalls wird aufgebaut, begleitet von vielen offenen Fragen. Zum Ende hin wird das Tempo dann auch etwas mehr angezogen, als es vorher der Fall war.
Es gibt sehr viele Dialoge, neben den Gedankengängen. Manche der Gespräche wirkten für mich jedoch ein wenig gestelzt oder irgendwie unfertig. Vielleicht liegt das an der Übersetzung oder daran, dass man vielleicht Redewendungen als solche nicht so kennt oder nicht so versteht, wie sie im Original gemeint gewesen wären?! Hin und wieder dachte ich zumindest „äh, das war jetzt aber platt“ oder „was soll mir das jetzt sagen?“. Das hat mich aus dem Lesefluss immer ein wenig rausgerissen, auf andere mag das aber nicht so wirken oder man liest darüber hinweg. Ich fand, die gesamte Dynamik und Stimmung im Buch war auch einfach eine andere, als man es sonst gewohnt ist. Das ist ja nicht schlecht, nur eben etwas ungewohnter vom Erzählstil und der aufgebauten Atmosphäre.
Insgesamt baut die Geschichte schon eine gewisse Tiefe auf, auch durch das viele Nachdenken und in sich reinhören, auch wenn die Figuren jetzt nicht alle total detailliert ausgearbeitet werden. Immer wieder gibt es auch hoffnungsvolle Augenblicke und die Charaktere ziehen viel Kraft aus ihrer Freundschaft.
Fazit

Die Geschichte war interessant zu verfolgen und baut zum Ende hin dann auch mehr Spannung und Tempo auf. Es gibt nachdenklichere Passagen, offene Fragen, stärkere Auswirkungen des Schattenverlustes, als Pete es erwartet hätte, kleine Herausforderungen, Abenteuer, die dann in der Fortsetzung zu bestreiten sind, kleine düstere, mystische Momente und viele Dialoge, die mir manchmal von der Dynamik allerdings nicht ganz so lagen. Das Buch hat eine besondere Atmosphäre, was sicher an der Mischung der Themen und der Entwicklungen, vielleicht aber auch am Ursprungsland Finnland liegt. Mir persönlich lag der Stil nicht komplett, aber es hat trotzdem Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen und ich bin auch neugierig auf die Fortsetzung.

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Rezensionen von Claudia R:

flyingdream

Schatten - Der Pakt (Schatten 1) von Timo Parvela

Blurb / contents:

That elephants are not ment to fly is bothering Moki. He dreams of flying and doesn't want to surrender to the fact that he is an elephant - thats why he decides to fly like a bird. A beautiful book with ups and downs, written in verse.

Cover:

The Cover ist very cute and colorful.

You see an elephant, that looks in the sky and a bird between them.

Opinion:

This is the story of Moki, a little elephant, who wants to fly. But sure, elephants can´t fly! Than he becames help from a little bird.

This book is made with love and a lot of beautiful details. It is written in rhymes and the rhymes make it easier to read for childs. The kids get a very good start reading english books. This makes a lot of fun. Moki is a cute and lovely character.

The story acts about dreams, friendship and the reasons of life. A lovely book and story about dreams and friendship.

The pictures and illustrations are colorful and make the story fit. I love the pictures very much.

A good book to learn the language or to learn reading. It makes a lot of fun and the story is good to read.

At the end ist gives some puzzles and painting pages.

Conclusion:

A lovely book and story about dreams and friendship.

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Rezensionen von Claudia R:

Flugtraum

Schatten - Der Pakt (Schatten 1) von Timo Parvela

Klappentext / Inhalt:

Dass Elefanten nicht fliegen können, findet Moki gar nicht gut und beschließt, sich nicht von so Lappalien wie dem „Unmöglichen“ aufhalten zu lassen. eine Geschichte mit sprichwörtlichen Höhen und Tiefen, erzählt in Reimform.

Cover:

Das Cover ist sehr niedlich gestaltet und zeigt einen Elefanten und einen Vogel.

Wobei der Elefant sehnsüchtig in den Himmel blickt in Richtung Wolken. Das Cover ist optisch und farblich toll gestaltet und spricht an.

Meinung:

Eine sehr liebevolle und niedliche Geschichte. Auch wenn jedes Kind bereits weiß, dass Elefanten nicht fliegen können, so sehnt sich Loki, der Elefant dennoch sehr sehnsüchtig danach fliegen zu können. Ob er es schafft und ob er glücklich damit und dadurch wird, erfahrt ihr in dieser liebevollen Geschichte.

Inhaltlich möchte ich dabei nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angemessen und gut gewählt. Die Textlänge passt gut für die Altersstufe und auch die Text- und Schreibwahl passt zur Altersstufe. Die kurzen Texte geben den Inhalt gut und verständlich wieder und die Bilder runden dies zugleich sehr gut ab. Das Text-Bild-Verhältnis ist gut gewählt und der Schreib- und Erzählstil verständlich umgesetzt.

Die Geschichte ist sehr niedlich erzählt und man merkt, dass sehr viel Herzblut darin steckt. Eine Geschichte über große Träume, Freundschaft und so einige wichtige Erkenntnisse. Loki lernt einiges dazu und auch als Leser und Zuhörer wird man nachdenklich gestimmt. Träume sind wichtig und auch Freundschaften sind sehr wichtig und manchmal erkennt man dabei, was für einen selbst am Wichtigsten ist.

Die Geschichte ist in Reimform umgesetzt. Die Geschichte selbst ist wunderschön, niedlich und liebevoll. Die Charaktere sind toll dargestellt und schnell gewinnt man diese lieb. Moki habe ich sofort in mein Herz geschlossen und gern die Geschichte mitverfolgt. Auch die kleinen Helfer und andere Charaktere im Buch sind einfach toll und so liebenswert skizziert und umgesetzt.

Die wunderschönen Bilder und Illustrationen runden das Ganze sehr gut ab. Die bunten Zeichnungen passen sehr gut zur Erzählung und geben auch die Stimmung und Atmosphäre sehr gut wieder. Auch die dunklere Szene bei der Traurigkeit und die Freude bei der Erfüllung des Traums kamen sehr gut rüber und wurden stimmig umgesetzt.

Ein wundervolles Kinderbuch, welches liebevoll und niedlich umgesetzt wurde und sehr viel Freude bereitet.

Toll sind auch de Mitmachseiten am Ende des Buches mit verschiedenen Rätseln und Ausmalbildern. Dies findet die Geschichte und das Buch zusätzlich und perfekt ab.

Fazit:

Eine sehr liebevolle und niedliche Geschichte über Träume, Freundschaft und die wichtigen Dinge im Leben.

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Rezensionen von Franziska Fiske:

Poetisches Debut

Nichts in den Pflanzen von Nora Haddada

“Nichts in den Pflanzen” ist das Debut von Nora Haddada und handelt von einer jungen Frau namens Leila, die Drehbuchautorin ist. Eine Drehbuchautorin, die eine totale Schreibblockade hat, nachdem sie bei einer großen Produktionsfirma einen Vertrag unterschrieben hat. Bei ihrer Schreibblockade geht sie in Kneipen, Bar und ertränkt sich in Alkohol.

Man erfährt viel über Neid, Konkurrenzkampf und die Sinnsuche.

Alles in einem ist die Geschichte sehr poetisch erzählt, man merkt, dass die Autorin kreatives Schreiben studiert hat.
Es ist eine kurzweilige Geschichte, die man gut an einem Wochenende oder an einem Tag schafft. Mir hat die sehr gut gefallen, nur mit der Hauptprotagonistin kam ich nicht ganz warm, paar Gedanken von ihr waren echt merkwürdig. Vor allem die Tat am Anfang mit der Katze wurde ich leicht sauer.
Insgesamt aber ein tolles Debüt :)

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Rezensionen von Petra:

Langweilig

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben von Jörg Maurer

Es war mein erster Krimi mit Kommissar Jennerwein und es war falsch damit anzufangen. Denn ich war enttäuscht und wenn ich mir die Kommentare zu den früheren Büchern anschaue, habe ich mit dem Letzten auch den Schlechtesten erwischt. Natürlich kann es sein das nach so vielen Bänden ( 15 ) die Luft raus ist.

Dann ist der Kommissar doch gestorben. Ich werde irgendwann noch einmal einen Älteren versuchen, nur so zum Vergleich.
Aber nun zu diesem Buch. Der Kommissar ist auf Urlaub allein, obwohl eine frischgebackene Ehefrau erwähnt wird, jetzt schon Probleme auf Wolke 7? Da man weder Namen noch sonst etwas über sie erfährt, ist sie überflüssig für die Handlung. Es werden einige Kunden von ihm erwähnt sie planen einen Mordanschlag a la Orient Express, entscheiden sich aber dann für einen hochwertigen Auftragskiller, der seinen Vorschusslorbeeren anscheinend nicht gerecht wird. Dieser Bereich wirkt tollpatschig und wenig inspiriert. Der eigentliche Fall ist ein verschwundener Mann der viel mit künstlicher Intelligenz gearbeitet hat. Seine Arbeitgeber glauben nicht an Selbstmord oder Verrat. Sie hatten absolutes Vertrauen in ihm und brauchen daher Jennerweins Hilfe.
Mit KI kenne ich mich nicht aus, ich glaube es geht Vielen noch so, da wären etwas mehr Informationen gut gewesen, da auch für Jennerwein dieses Gebiet Neuland ist, hätte man sie gut unterbringen können. Als Gegensatz dazu wurde eine alte Sage aus dem Ort bemüht. Diese Mischung war ziemlich haltlos. Für mich wirkten die einzigen Komponenten zusammen und allein langweilig. Humor der anscheinend in den vorherigen Büchern eine große Rolle gespielt hat, siehe Titel, ist hier Fehlanzeige.

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Rezensionen von MarcoL:

Aufrüttelnd, bewegend, und eine Hommage an den lokalen Buchhandel

Jahr der Wunder von Louise Erdrich

Wie in allen ihren Büchern ist es der preisgekrönten Autorin (u.a. Pulitzerpreis) ein Anliegen, auf das Unrecht, welches den indigenen Völkern seit der Landnahme durch die Weißen widerfährt, aufmerksam zumachen. Auch in diesem wunderbaren Roman spricht sie viele Themen an – wie Landraub, Diskriminierung, Rassismus.

Hauptprotagonistin ist die indigene Tookie. Wir dürfen sie ein paar sehr bewegende Jahre ihres Lebens begleiten. Sie ist eine starke Frau, mit einem unbeugsamen Willen um Gerechtigkeit, und wird doch Opfer ihrer Schwächen. So erfahren wir ganz zu Anfang über einen (gutgemeinten) Fehltritt, der ihr ein Ticket ins Gefängnis beschert, oder wie sie danach in als Buchhandlerin einen Job bekommt, der wegweisend wird.
Dieses Geschäft ist Dreh- und Angelpunkt der weiteren Erzählung. Es ist eine Hommage an den lokalen Buchhandel und der Liebe zu Büchern. Sogar die an Allerseelen verstorbene Flora kann nicht loslassen und irrt als Geist in der Buchhandlung herum. Sehr zum Leidwesen von Tookie, die sich zunehmend belästigt führt.
Parallel dazu baut die Autorin sehr geschickt den Bogen zu zwei besonderen Vorfällen des Jahres 2020. Der Beginn der Pandemie und der Umgang damit wird erzählerisch verarbeitet, genauso wie die Ermordung von George Floyd und den damit verbundenen enormen Unruhen in Minneapolis.
Erdrich erzählt das alles wie Fiktion, und beruht dennoch auf harten Tatsachen, die die Leser:Innen nicht unberührt lassen.
Und dazwischen werden wir immer wieder mit den Riten, Gedanken und Gefühlen der indigen Welt konfrontiert. Es wird teilweise eine Reise von Tookie zu ihren Wurzeln, begleitet von ihrem Mann Pollux und Flora. Seitenhiebe auf die Unterdrückung, seien sie auch manchmal kaum erwähnt, dürfen da nie fehlen und sind meines Erachtens so wichtig für das Verständnis der handelnden Personen und der realen Welt.
Auch dieser Roman aus der Feder der Autorin konnte mich komplett abholen und hallt noch lange nach. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen, konnte viel für mich mitnehmen und gebe eine große Leseempfehlung (wie für alle ihrer Bücher).

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Rezensionen von Mabla59 :

Eifelgeschichten

Perlenbach von Anna-Maria Caspari

"Perlenbach" von Anna Maria Caspari erzählt die Geschichte von Luise, Wilhelm und Jacob.
Die Geschichte beginnt im Kinderalter der drei im Jahr 1867 und erzählt den Beginn ihrer Freundschaft, der unbeschwerten Kinderzeit und den Plänen für die Zukunft.
Später befinden wir uns im Jahr 1904 und erfahren, was aus den Plänen und der Freundschaft geworden ist.

Anna Maria Caspari versteht es wunderbar den Leser zu fesseln, mit der Beschreibung der einzelnen Charaktere und nicht zuletzt der Örtlichkeiten und deren Historie.
Obwohl mein Zuhause nur etwa 50km von Monschau entfernt ist, kannte ich das wunderschöne Städtchen natürlich, wusste bisher um die Geschichte des "Roten Hauses", aber die Bedeutung des Perlenbachs mit seinen Muscheln war mir unbekannt.
Auch war mir die Aussprache der Ortschaften zur damaligen Zeit bis dato unbekannt.
So toll wird Geschichte in einem Roman verpackt.
Ich habe die Lektüre dieses Buches genossen, so dass ich sehr gerne fünf Sterne vergebe.

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Rezensionen von alicii:

europäische Geschichte aus der Perspektive der Kunst

Die Akte Madrid von Andreas Storm

Auch der zweite Roman von Andreas Storm dreht sich um das Nazis, Beutekunst und die Behörden der jungen Bundesrepublik. Der Rahmen der Handlung mag ähnlich sein, doch während im ersten Band die Raubzüge im besetzen Frankreich im Fokus standen, geht es hier um die Beschlagnahmung und Veräußerung von Kunstwerken im franquistischen Spanien.

Es gelingt dem Autor erneut, ausgehend von realen Fakten und Personen eine dichte, bisweilen rasante und durchaus anspruchsvolle Handlung zu entwickeln, deren Schauplätze über Europa verteilt sind. Dabei reist der Leser immer mal wieder in die Vergangenheit und begleitet so manche Charaktere in verschiedenen Lebensphasen.
Man bestreitet die Reise durch diese komplexe Handlung mit zwei Hilfsmitteln: Übersichtskarten der Handlungsorte in Granada und Bonn und einem Personenregister. In diesem erfährt man auch, welche realen Personen die Vorlage für die fiktiven Charaktere waren.
Gewissermaßen als Gegenpol zur bewegten Handlung kann man den Schreibstil sehen, die klare, dennoch bildhafte Sprache hält sich nicht mit ausschweifenden Beschreibungen auf, was dem Verständnis der Handlung hilft.
Definitiv kein Buch, was man nur nebenbei liest - es lohnt sich, sich komplett darauf einzulassen!

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Rezensionen von Petra:

Momentaufnahmen einer Flucht

Südfall von Florian Knöppler

Dave ist der einzige Überlebende des Absturzs seines Bombers. Er landet im Wattenmeer auf der Hallig Südfall. Dort lebt eine alte Frau und ihre Pferde. Dave ist im zivilen Leben Tierarzt und kann ein Tier behandeln. Er ist ein Mensch, er hilft Tieren, reicht das um einem Feind des Reichs zu helfen.

Die Frau bringt ihn auf den Weg. Sie unterstützt seine Flucht. Er wird weitere Menschen treffen die ihm ein Stück weit helfen, Warum?
Es ist ein Buch über Menschlichkeit. Nicht nur die Frage der Humanität sondern auch die Frage was macht mich persönlich aus, die Menschen die ich liebe, meine Gedanken, meine Handlungen, oder wie gehe ich mit unvorhersehbaren Ereignissen um?
Dave beantwortet am Ende das so, es sind nicht alle Verbrecher, es gibt dort auch Menschen sonst wäre ich nicht hier.
Es sind Momentaufnahmen einer Flucht, nicht so intensiv und detailliert wie bei Anne Seghers, aber der Grundgedanke ist der Gleiche. Hier endet die Szene immer genau dann wenn man es nicht erwartet. Als Leser muss ich mir die Entwicklung selber ausmalen. Ist Verrat im Spiel, warum hilft Er oder Sie, alles bleibt offen und damit viel Stoff über das Buch hinaus. Das Buch lässt den Leser auf lange Zeit nicht los, denn immer wieder taucht ein Gedanke auf, das ist der Grund, darum, so und nicht anders. Am nächsten Tag eine neue Idee. #
Ein phantastischer Schreibstil, gerne mehr davon.

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Rezensionen von tonton:

Gute Idee, nicht so gut umgesetzt

Jede*r kann die Welt verändern! - Ich bin Marie Curie von Brad Meltzer; Christopher Eliopoulos

Mit der "Jede*r kann die Welt verändern!" Kinderbuchreihe versucht der Autor Kinder dazu zu ermutigen, große und wichtige Träume zu haben.

Das Konzept sollte eigentlich wohlmeinende Eltern und andere Erwachsenen von kleinen Kindern begeistern. Doch die Umsetzung ist nicht so gelungen.

Die Illustrationen erinnern eher an jene von Pappbüchern und ich finde sie zu kindlich für die Zielgruppe (7+).

Der Text, hingegen, wirft mehr Fragen auf als er beantwortet. Zum Beispiel, warum heißt die Heldin Marie Curie auf dem Cover, dann Manja, dann Marie und am Ende auf dem Grabstein Marji Sklodowskiej, oder warum Russland die polnische Schule wo Maries Vater unterrichtete geschlossen hat.

Darüber hinaus finde ich einige Sachen wenig durchdacht, insbesondere bei einem Buch, das sich als inspirierend beschreibt. Marie ist durchgängig als kleines Kind gezeichnet, auch wenn sie im Erwachsenenalter ist und mit anderen Erwachsenen zusammen gezeigtwird. Es wird auch betont, was für Talente sie schon als Kind hatte und wie besonders sie war: sie könnte mit vier schon lesen und in der Schule ein Gedicht auswendig aufsagen, nachdem sie es nur einmal gehört hatte.

Für eine Reihe die sich "Jede*r kann die Welt verändern" nennt bekommt man eher die Botschaft: du kannst nur Großes erreichen, wenn du schon besonders bist.

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