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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Mabla59 :

Mega Spannung

Der Trip - Du hast dich frei gefühlt. Bis er dich fand. von Arno Strobel

Auf "Der Trip" habe ich mit Spannung gewartet.
In den sozialen Medien hat der Autor nämlich von seinem eigenen Wildunfall, auf einer Urlaubsfahrt mit dem Wohnmobil in Richtung Spanien auf Höhe von Dijon, erzählt.
Dieses Erlebnis, welches für ihn und seine Frau glimpflich ausging, war ihm Inspiration für dieses Buch.

Die forensische Psychologin Evelyn wartet seit zwei Jahren auf ein Lebenszeichen ihres Bruders und dessen Frau.
Die beiden verschwanden während einer Urlaubsfahrt mit dem Wohnmobil spurlos.
Als sie um Mithilfe bei einer Mordserie, bei der ein Unbekannter auf Campingplätzen mordet, gebeten wird, erhofft sie sich neue Erkenntnisse.
Und dann taucht ein Phantombild auf, das ihrem Bruder zum verwechseln ähnlich sieht.
Lebt Fabian noch? Und was ist passiert?
Zusammen mit Kommissar Tillmann, ihrem Ex, versucht Evelyn, die Wahrheit herauszufinden.
Wieder einmal hat es Arno Strobel geschafft, mich von Beginn an mit diesem Buch zu fesseln.
Ich denke, "Der Trip" ist ein Muss für jeden Fan seiner Bücher

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Rezensionen von Claudia R:

Latein Geschichte

Felisa et secreta Romae – Felisa und die Geheimnisse Roms von Sabine Dr. Merten

Klappentext / Inhalt:

Spannend Sprachen lernen mit den Schüler-Lernkrimis.

Ihr Kind hat das erste Jahr Lateinunterricht? Sie sind auf der Suche nach einer spannenden Lateinlektüre, die zusätzlich zur Schule gelesen werden kann und dabei jede Menge Spaß bringt? Die Reihe der Schüler-Lernkrimis folgt in Aufbau und Konzept der bewährten und erfolgreichen Reihe „Lernkrimi“.

Die vorliegende Geschichte ist vorwiegend in Deutsch geschrieben, nach und nach kommen jedoch immer mehr lateinische Textpassagen hinzu. Der Schüler-Lernkrimi führt die jungen Leserinnen mit einfachen Wortschatz- und Grammatikerklärungen zur lateinischen Sprache hin und unterstützt sie beim Lernen. „Felisa et secreta Romae“ ist eine mitreißende Geschichte der sympathischen Straßenkatze Felisa, die von einer didaktisch versierten Latein-Fachkraft verfasst wurde und bis zum Schluss Spannung bietet. Innerhalb der einzelnen Kapitel gibt es didaktisch aufbereitete, textintegrierte, meist bebilderte Übungen. Die lateinischen Wörter werden beim ersten Auftreten in Vokabelkästen direkt auf der Seite übersetzt und Infokästen liefern zusätzliche Informationen über das römische Reich und zu sprachlichen Eigenheiten. Die Schüler-Lernkrimis sorgen für Spannung beim Lesen und schnelle Erfolgserlebnisse beim Sprachenlernen!

„Felisa et secreta Romae – Felisa und die Geheimnisse Roms“ – Der lateinische Lernkrimi speziell für Schülerinnen!

Felisa ist eine römische Straßenkatze und erlebt viele Abenteuer im alten Rom. Sie schleicht an der Kontrolle am Stadttor vorbei, sie schlängelt sich durch das bunte Markttreiben. Durch Felisa lernt man viel über das antike römische Leben. Ganz nebenbei hilft Felisa auch, die Grammatik und den Wortschatz der lateinischen Sprache zu lernen und zu verstehen!

Cover:

Das Cover ist optisch toll gestaltet. Das Colosseum und antike Elemente Roms sind gut herausgearbeitet und erkennbar. Auch eine schwarze Katze hat sich ganz geschickt auf Cover mit eingegliedert. Optisch und farblich wurde es gut umgesetzt und macht neugierig auf mehr.

Meinung:

Eine wundervolle Mischung aus Vokabeln lernen, geschichtlichem Wissen auffrischen und einer spannenden Geschichte. der Mix ist gut gelungen und umgesetzt. Die kleine Straßenkatze Felisa hat es im antiken Rom nicht immer leicht und erlebt so manch spannendes Abenteuer. Begleite Felisa dabei.

Doch zu viel vom Inhalt möchte ich hier noch nicht verraten.

Die Geschichte ist toll aufgebaut und auch verständlich umgesetzt. Eine Mischung aus deutscher Geschichte mit lateinischen Anteilen und dazu tollen Erklärungen und zugleich Vokabel und Sprachtraining.

Geeignet ist es sehr gut als Ergänzung für Latein Lernende ab dem 1. Lernjahr. Man kommt gut und schnell hinein und es wird auch alles sehr verständlich und nachvollziehbar erklärt.

Die einzelnen Abschnitte habe einen angenehme Länge, so dass man auch nicht zu überfordert wird. Die texte und die Geschichte ist eine Mischung aus deutschem Text mit lateinischen Einschüben. Zudem werden Sprachübungen und Vokabeln mit eingeführt und in kleinen Wissensbereichen bekommt man noch detaillierte Erklärungen zu einigen Hintergründen und Begriffen. Somit bekommt man hier sehr viel Wissen auch rund um Rom und die Antike erklärt.

Das Buch ist eine tolle Mischung, aus einer spannenden Geschichte, als Krimi würde ich es jedoch nicht bezeichnen, aber lehrreich ist es zudem auch und vermittelt Vokabeln, Wissen und spannende Fakten. Mir hat dieser Mix sehr gut gefallen und ich habe toll in die Geschichte hineingefunden und konnte dabei sehr viel lernen. Auch von der Altersstufe und der Lernstufe finde ich es passend und gut umgesetzt.

Toll sind auch die Illustrationen, Bilder und Fotos. Diese passen sehr gut und runden es perfekt ab. Das Buch ist toll gestaltet und gegliedert und macht sehr viel Freude.

Fazit:

Eine wundervolle Mischung aus Vokabeln lernen, geschichtlichem Wissen auffrischen und einer spannenden Geschichte.

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Rezensionen von Lillyliebtthriller:

Es ist nicht alles so, wie es auf den ersten Blick erscheint...

Das Loft von Linus Geschke

Ich finde, dass das geniale Cover, eine dunkle Aura umgibt und deswegen war es eine Coverliebe auf den ersten Blick.

Man liest meistens, entweder aus Sarah's oder Marc's Sicht und taucht mit ihnen in ihre Gedankenwelt ein. Jeder von ihnen erzählt seine eigene Version, ihrer gemeinsamen Vergangenheit.

Aber welche ist wahr und wer macht sich selbst und uns etwas vor?...

Ich fand das Buch wahnsinnig spannend, aber nicht, weil es so rasant oder blutig war, sondern weil die Geschichte von den dunklen Geheimnissen der Protagonisten lebt und die Cliffhanger einen halb wahnsinnig machen.
Man bekommt immer wieder Häppchen von Erinnerungen serviert und dann versucht man natürlich wieder die Wahrheit zusammen zu reimen, die aber ziemlich gut hinter Lügen versteckt wird.

Bei den Charakteren fand ich besonders gut, dass sie nicht in gut und böse gegliedert werden, sondern jeder von ihnen beide Seiten in sich hat und das macht sie für mich auch authentisch und interessant.

Die Geschichte selbst ist gut inszeniert, denn immer wenn man glaubt, die Lösung gefunden zu haben, kommen wieder neue Details zum Vorschein und das Rätzeln geht von vorne los. So geht es weiter, bis man am Ende angelangt und man dann einfach sprachlos ist.

Fazit: Obwohl in diesem Thriller alles etwas ruhiger zugeht, ist er trotzdem mega fesselnd und unglaublich spannend. Es ist ein absolut lesenswertes Buch, dass ich jeden Thrillerliebhaber nur empfehlen kann.

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Rezensionen von barbara.liest:

viele Geschichten in einer

Das Glück der Geschichtensammlerin von Sally Page

Janice verdient sich ihren Lebensunterhalt damit, dass sie bei anderen Menschen sauber macht. Das ist allerdings mehr als ihr Job, denn sie liebt es, Ordnung zu schaffen. Nebenbei sammelt sie auch die Geschichten der Menschen, wohl um die Leere der eigenen Geschichte zu füllen.
Nebenbei verbringt sie noch viel Zeit in der Bibliothek, um weitere Geschichten zu sammeln.

Ihr Mann wechselt ständig die Jobs und ist keine große Unterstützung für sie.
Als sie die alte Mrs B kennenlernt verändert sich etwas in ihrem Leben und sie möchte mehr haben vom Leben. So erfährt man auch endlich einiges aus ihrem eigenen Leben. Und dann gibt es auch noch den Busfahrer, der es Janice angetan hat.

Die Handlung plätschert so dahin, ich hab immer auf einen Höhepunkt gewartet, der leider nicht gekommen ist.
Das Cover und der Titel haben mir sehr gut gefallen, deshalb hab ich mir dieses Buch auch ausgesucht.

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Rezensionen von Frechdachs:

Wenn urplötzliche Auf- und Umbrüche Menschen einfach überfordern - Die Lebensspuren einer guten Freundin

Simone von Anja Reich

"Ich bringe mein Leben in Ordnung, Anja" ist einer der letzten Sätze, den Simone mit ihrer Freundin Anja aus früheren Zeiten austauscht bevor sie sich einen Tag später nochmals kurz erneut telefonisch bei ihr meldet und sich dann tragischerweise das eigene Leben nimmt.

Der Roman "Simone" von Anja Reich geht gleich am Anfang in die Vollen und wirft den Lesenden in das Szenario rund um den Suizid ihrer früheren Freundin Simone.

Dieser urplötzliche Verlust eines geliebten Menschen erschlägt einen auch als Außenstehender ungemein und nimmt einen selbst in die Sprachlosigkeit des Undenkbaren mit.

Warum nimmt sich ein Mensch aus freien Stücken das eigene Leben und beendet dieses für immer?

Gab es für den Suizid dann irgendwelche Anzeichen oder vielleicht sogar Hilferufe, die man vielleicht selbst nicht erkannt oder auf die leichte Schulter genommen hat?

Genau mit diesen Fragen wird auch Anja, die Buchautorin, dann sehr schnell konfrontiert und geht diesen nicht ganz trivialen Fragen sehr eindrücklich nach.

Anja lässt in sehr akribischer Form das gesamte Leben ihrer Freundin Simone, einem "Ostberliner High-Society-Girl", Revue passieren und nimmt die Fährte von ihr auf.

Sie begibt sich dabei bis weit vor Simones eigentliches Wirken und setzt sich auch mit der Herkunft derer Eltern auseinander. Schlussendlich, machen wir uns nichts vor, sind wir alle auch das "Produkt" unserer Eltern, Ahnen und Urahnen, die in uns dann weiterleben und uns zu dem gemacht haben, der wir heute sind.

Für mich war es eine sehr interessante und lehrreiche Reise zurück in die Vergangenheit.

Der sehr ausführliche Blick in die damalige DDR eröffnete mir Sichtweisen und Blickwinkel, die ich bis dato in dieser Intensität noch nicht gekannt hatte.

Auch die Aufbruch- und Wendezeit, wird alles andere als nur positiv gezeichnet, denn mit dem Fall der Mauer wurde ja ziemlich schnell auch die kommunistische Weltanschauung und das sozialistische Staatsbild zu Grabe getragen. Mit dem beginnenden Aufbruch waren damit vor allem für die damaligen Ostbürger auch extreme Einschnitte in die individuellen Lebensläufe verbunden. Ein Aufbruch, der für viele Menschen eher einem extremen Umbruch glich und vielleicht im folgenden Buchzitat dann Ausdruck findet.

"Ich mag Simones Freunde. Sie sind ein bisschen wie meine Freundin, zu ihren guten Zeiten. Lebensfrohe, offene Menschen, voller Energie, angenehm unverbindlich. ... Wir sind alle im gleichen Alter, haben alle in Zeiten des Umbruchs gelebt, erinnern uns an bröckelnde Fassaden in Friedrichshain und wilde Partys in Mitte, an die Euphorie in den Monaten des Mauerfalls und an das Aufwachen danach. Da ist ein Gefühl der Vertrautheit, der Gemeinsamkeit. Wir hatten gute Zeiten, wir hatten Krisen - und eine gemeinsame Freundin, die uns fehlt."

Mittendrin in diesen ganzen Auf- und Umbrüchen befindet sich eben Simone, die selbst ihren Platz im Leben sucht und alles andere als festen Halt und eine richtige Orientierung hat, wie die Rückblicke im Buch zeigen.

Was verspricht sich Anja von der sehr diffizilen Recherchearbeit nach Simones Suizid?

Wohl vordergründig vielleicht eine Episode im Leben von Simone auszumachen, die dann vielleicht Aufschluss auf den (geplanten) Suizid gibt oder wie Anja es im Buch selbst nachfolgend formuliert.

"Ich wollte die Realität ändern, Simone noch einmal ins Leben zurückholen, die Zeit zurückdrehen, noch nicht Abschied nehmen."

Inmitten der ganzen Recherchen der Tagebücher und Treffen mit Simones Familie, Freunden und Bekannten ergeben sich immer wieder bruchstückhafte Schnipsel, die einem Puzzle gleich dann zusammengefügt sehr eindrückliche Retroperspektiven auf die Verstorbene ergeben.

Für mich ist der Roman ein sehr atmosphärisches Werk, der uns auf sehr tragische Weise intime Einblicke in die damalige DDR und die sich anschließende Wendezeit gewährt und ein komplett anderes Bild zeichnet, als es vielleicht im Mainstream zugegen ist. Dass durch diese extremen Auf- und Umbrüche auch viele Menschen einfach über Nacht überfordert worden sind wird durch den Roman nochmals sehr eindrücklich geschildert.

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Rezensionen von Peachy_Bookdreams:

Ganz viel Drama mit Magnolia Parks

Magnolia Parks von Jessa Hastings

Mit Magnolia Parks starten wir in den ersten Band der Magnolia Parks Universe Reihe. Das Cover finde ich leider nicht sehr ansprechend. Die Autorin hat einen fesselnden Schreibstil, ich konnte nicht aufhören weiter zu lesen, und das, obwohl die Szenen zwischen Magnolia Park und Bj Ballentine mir überhaupt nicht gefallen haben, man liest immer wieder aus den verschiedenen Perspektiven, wodurch man beide Charaktere besser verstehen soll, und dennoch waren mir die Beziehung zwischen ihnen viel zu toxisch.

Mit einer Liebesgeschichte hat dieses Buch daher nichts zu tun, denn das ist absolut keine gesunde oder erstrebenswert Beziehung. Aber da dieses Buch Fiktion ist, kann man darüber hinwegsehen. Wer gerne über Gossip, Drama, und toxische Beziehungen liest, wird hier auf seine Kosten kommen. Ich lese gerne Drama, genau das wird auch der Grund gewesen sein, warum ich dennoch wissen wollte, wie es weiter geht. Magnolia Parks war eine ganz nette Lektüre für zwischendurch, aber nichts, was ich noch mal lesen würde. Trotzdem bin ich gespannt auf die nächsten Bücher der Autorin, da mir der Schreibstil gut gefallen hat.

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Rezensionen von Claudia R:

hilfsbereit ....

Magnolia Parks von Jessa Hastings

Klappentext / Inhalt:

Moki hat sich ein paar Mangos besorgt um diese zu verputzen. Auf seinem Heimweg lässt er sich von nichts und niemandem Aufhalten – denn er hat Hunger!
Doch hält er wirklich für niemanden an, auch wenn Hilfe gebraucht wird? Eine Geschichte über das gegenseitige Helfen und Mampften, liebevoll erzählt in Reimform.

Cover:

Das Cover zeigt Loki, einen Elefanten, mit dem Blick nach oben auf einen Baum und somit auf eine Mango gerichtet. Farblich und optisch ist es sehr schön und ansprechend gestaltet.

Meinung:

Die Mangos sind reif und Loki freut sich schon darauf diese zu ernten und zu essen. Doch auf dem Rückweg gibt es mehr für ihn zu tun, als gedacht und so lernt man in dieser Geschichte ganz nebenbei was Hilfsbereitschaft und Teilen bedeutet und wie wichtig Freundschaft ist.

Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit Genauren Details dazu zurück.

Der Schreibstil ist angenehm und gut verständlich. Die Erzählweise in Reimform ist toll gewählt, auch wenn einige nicht ganz flüssig klingen, so machen diese besonders den Kids sehr viel Freude. Es lässt sich gut lesen und passt auch sehr gut zur Altersgruppe. Die Textlänge und auch das Text-Bildverhältnis ist gut gewählt und passt zur Altersgruppe.

Die Geschichte ist sehr liebevoll und schön gestaltet. Diese handelt von Hilfsbereitschaft, Freundschaft und dem teilen und wurde sehr schön umgesetzt. Die tollen Reime und die wunderschönen Bilder haben dies zusätzlich sehr gut abgerundet.

Die bunten Zeichnungen und Bilder sind sehr detailreich und schön gezeichnet. Das Beschriebene wird hier sehr gut umgesetzt und wiedergegeben. Die Bilder geben den Inhalt der Geschichte gut wieder.

Die kurzen Reime machen viel Freude und geben auch den Inhalt gut wieder. Die Geschichte ist nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich.

Toll sind auch die Mitmachseiten am Ende des Buches. darunter finden sich Rätsel und Ausmalseiten, aber auch lehrreiches zu unterschiedlichem Obst und Früchten.

Fazit:

Wundervolle Geschichte über Hilfsbereitschaft und Teilen.

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Rezensionen von Ecinev:

Ruhiger Roman

So weit der Fluss uns trägt von Shelley Read

Schon früh verliert Victoria Nash ihre Mutter, ihre Tante und den geliebten Cousin bei einem Unfall. Ganz selbstverständlich geht der Vater, Obstbauer seit Generationen, und der durch den Krieg versehrte Onkel, davon aus, dass Victoria die Rolle der Mutter übernimmt. So kocht sie täglich für Vater und Onkel und oft genug für die Erntehelfer, pflückt dann noch Pfirsische und hilft an dem Verkaufsstand.

Bis zu einem kurzen Augenblick wo ein Fremder Junge die Straße entlangläuft und nach der Schlafstelle fragt. Dieser geht ihr nicht mehr aus dem Sinn vor allem als sie erfährt, dass der indigene Jungen überall nur Ablehnung erfährt. Als sie am Ende der heimlichen Liebesbeziehung schwanger wird, verläßt sie den Hof des Vaters und bringt in einer Berghütte ihr Kind zur Welt.

Der ganze Roman spielt im Mittleren Westen der USA zwsichen 1940 und 1970, eingebettet am Verlauf des Gunnison Rivers. Als später die Heimat von Victoria einem Stausee zum Opfer fallen soll, ist sie die erste die das Grundstück an den Staat verkauft was ihr ebenfalls eine starke Ablehnung der Dorfbevölkerung einbringt.

Der Schreibstil ist ruhig, und sehr lebendig. Die beschriebene Naturgewalt wie in Der Gesang der Flusskrebse habe ich vergeblich gesucht, dennoch hat mir das Buch sehr gut gefallen.

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Rezensionen von Dana:

besondere Atmosphäre, poetischer Stil

October, October von Katya Balen

Für October gibt es schon seit vielen Jahren nur noch ihren Vater und den Wald, in dem sie leben. Ziemlich abgeschieden, mit viel Ruhe, Natur und zahlreichen Aufgaben, die so anfallen, um ihren Alltag am laufen zu halten und sich um ihre Umgebung zu kümmern. Die Elfjährige fühlt sich im Wald frei, wild und einfach zu Hause.

Ihre Gedanken fliegen und sie erfindet Geschichten zu allem, was ihr begegnet. Als sie nach einem Unfall ihres Vaters für einige Zeit zu ihrer Mutter in die Großstadt ziehen muss, kommen die Geschichten in ihr zum Erliegen. Alles ist anders, alles ist fremd, nichts fühlt sich mehr frei und wild an. Eine schwere Umstellung für das Mädchen, das erst lernen muss, dass Veränderungen nicht immer nur negativ sind, sondern auch viele Chancen bieten, Neues zu entdecken und den Erfahrungsschatz zu erweitern.

Ich habe dieses Buch als besonders empfunden, schon allein aufgrund der malerischen, poetischen Erzählweise. Der Stil ist sehr bildgewaltig, voller kreativer, fantasievoller Gedankengeschichten von October, die einem aber gleichzeitig auch ihre Umgebung näher bringen, voller kindlicher Ansichten und gleichzeitig stecken auch immer wieder berührende, teilweise nachdenklich stimmende Botschaften drin. Manches erschließt sich sofort, anderes entfaltete sich erst so nach und nach beim Lesen.

Man ist die gesamte Zeit bei October und taucht sehr intensiv in ihre Gedanken- und Gefühlswelt ein. Auf Anführungszeichen wird komplett verzichtet, die Dinge, die andere zu ihr sagen, werden kursiv gedruckt und damit optisch abgegrenzt. Daran habe ich mich beim Lesen schnell gewöhnt. Immer wieder gibt es Passagen, die besonders formatiert sind und die auch stilistisch angepasst wurden. In diesen Abschnitten wird unter anderem auf Satzzeichen verzichtet. Im Nachwort findet man auch eine Anmerkung dazu, dass es die teilweise übersprudelnden Gedanken von October symbolisieren soll, die einfach aus ihrem Kopf purzeln, ungeordnet, ungefiltert, schneller, als sie sie sortieren könnte. An sich finde ich das zwar eine schöne Idee und es kann verdeutlichen, wie ausgedehnt das Gedankenkarussell des Mädchens ist, ich fand diese Passagen manchmal aber trotzdem eher schwer zu lesen. Vermutlich auch, weil es ungewohnt ist. Ich habe beim Lesen auch immer wieder überlegt, wann genau diese Abschnitte eingebunden sind, ob es dafür einen direkten Aufhänger gibt, für mein Empfinden wechselt das jedoch, wodurch es ausgelöst wird, was es nicht einfacher zu greifen machte. Wie es jüngeren Lesenden damit geht, wird sicher davon abhängen, wie viel Leseerfahrung sie haben. Wenn dann die gewohnten Strukturen wegbrechen, kann das vielleicht auch etwas den Lesefluss stocken lassen.
Zwischendurch wird auch noch mit weiteren Formatierungen gespielt, um Dinge in den Fokus zu rücken, die Wichtigkeit zu unterstreichen oder einfach den Verlauf der Ereignisse zu unterstützen. Kleine Illustrationen, die sich über das Buch ziehen, zeigen die Entwicklung von Eule Stig, die in der Geschichte auch eine Rolle spielt.

October und ihr Vater leben in einer Hütte im Wald, aber nicht völlig ohne Strom. Trotzdem merkt man ihrem Leben an, dass sie eher im Einklang mit der Natur sind, sie versorgen sich größtenteils selbst, tauschen ihre Lebensmittel beim Bauern gegen Eier und Milch und holen in der Stadt nur die Dinge, die unbedingt nötig sind und sie sie nicht selbst herstellen. Octobers Blick auf die Natur und die Tiere ist ein ganz anderer als bei anderen Kindern in ihrem Alter – und wohl auch als bei den meisten Erwachsenen. Sie weiß um die Wichtigkeit Pflanzen zu schützen, aber auch, dass nicht alles ewig lebt. Es war schön zu verfolgen, wie sie die Dinge sieht und wahrnimmt, wie sie Sachen schätzt und schützt. Oft wirkt sie jünger als elf, was aber sicher auch an der Art liegt, wie sie aufwächst. Sie hat nicht so viele fremde Außeneinflüsse, nicht den Erwartungsdruck der Gesellschaft und auch einfach ganz andere Erfahrungen als Kinder, die in der Stadt aufwachsen. Oft lebt sie auch ein bisschen in ihrer eigenen Welt, ihrer Gedankenwelt, sie denkt sich zu allem Geschichten aus, verknüpft ihre Umgebung und ihre Erlebnisse zu kleinen Abenteuern und lässt ihrer Fantasie dabei freien Lauf.
Als Octobers Vater einen Unfall hat und sie in die Stadt zu der Frau, die ihre Mutter ist, muss, muss sie sich sehr umstellen und viel lernen. Alles ist laut und voll, alles ist voller Gebäude und Menschen, nirgends scheint es frei und wild zu sein. Es gibt andere Regeln und Vorschriften, Erwartungen – einfach eine ganz andere Welt für das Mädchen. Für andere sind ihre Reaktionen nicht immer nachvollziehbar, ebenso wie sie nicht immer versteht, wieso die anderen Menschen so sind, wie sie es sind. Man spürt deutlich, wie es in ihr arbeitet, wie sie Dinge annimmt, sich ihre eigene Freiheit und Wildheit zurückerobert, Orte findet, an denen sie sich nicht so eingesperrt fühlt und Stück für Stück auch ihre Mauern gegenüber dem neuen Ort fallen. Nur weil sie die Stadt zu mögen lernt, heißt es ja nicht, dass sie ihren Wald dadurch weniger mag.
Schön fand ich, dass ganz unterschiedliche Emotionen und Empfindungen eingearbeitet sind. Octobers Abwehrhaltung ist spürbar und auch irgendwie verständlich, immer wieder blitzt aber auch Neugier durch, es wird nachdenklich, aber auch hoffnungsvoll, manches ist geprägt von Schuldgefühlen und tiefer Verletzung, aber auch von Freundschaft und tollen Botschaften, die Octobers Entwicklung beeinflussen und fördern.
Fazit

Ein besonders Kinder- und Jugendbuch, das durch den sehr poetischen Stil, die bildgewaltige Sprache, die fantasievollen Gedankengeschichten und die Fülle an Emotionen und Botschaften bestimmt eine Weile in Erinnerung bleibt.
Die verschiedenen stilistischen Mittel sind eine schöne Idee, auch wenn es mich persönlich manchmal im Lesefluss etwas gestört hat. Das empfindet aber sicher jeder unterschiedlich.
Eine Geschichte über Mut für Neuanfänge und neue Erfahrungen, sich die Wildheit und Freiheit zu erhalten oder sie neu zu entdecken, auch wenn man nicht in seiner gewohnten Umgebung ist.

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Rezensionen von Dana:

gute Mischung, besondere Atmosphäre im finnischen Winter

Schatten - Der Pakt (Schatten 1) von Timo Parvela

Als Pete im Kaufhaus in der Schlange für den Weihnachtsmann ansteht, kommt er sich mit seinen 13 Jahren ein wenig fehl am Platz vor. Was soll der Kaufhausweihnachtsmann schon für ihn tun? Immerhin möchte er nicht ein neues Spielzeug oder Handy haben, sein Wunsch ist viel größer, viel wichtiger. Er möchte seiner besten Freundin Sara helfen, die unheilbar krank ist.

Kurz bevor er doch noch flüchten kann, ist er dann an der Reihe und da er nichts zu verlieren hat, flüstert er dem Mann seinen Herzenswunsch ins Ohr. Niemals hätte er wartet, was dann passiert. Nach einem nächtlichen Besuch von einer düsteren Kreatur ist klar: Sara wird wirklich gesund. Der Preis, den Pete dafür zahlt, scheint klein und nicht der Rede wert zu sein. Doch bald stellt der Dreizehnjährige fest, dass man ohne seinen Schatten eben doch nicht mehr so ganz man selbst ist. Gemeinsam mit Sara schmiedet Pete einen Plan, um die Schatten zurück zu holen, denn er ist längst nicht der einzig, dem sein Schatten fehlt…

Die Aufmachung des Buches gefällt mir richtig gut. Schon das Cover vermittelt einen geheimnisvollen, düsteren Eindruck, der auch innerhalb der Geschichte immer wieder zum Tragen kommt. Die Illustrationen sind richtig toll, mir gefällt der Stil sehr und ich mag auch, dass sie eher farbreduziert sind. Viel in Grautönen bzw. eher dunkel gehalten mit kleineren Farbakzenten. Das passt gut zur Geschichte und macht die Bilder besonders atmosphärisch. Die Handlung wird damit gut unterstützt, vieles wird noch lebendiger und besser vorstellbar und auch der kleine Gruselfaktor, der immer wieder mitschwingt, wird noch unterstützt. Da das Buch im finnischen Winter spielt, wird bei den Illustrationen auch gut mit dem Wetter und den unterschiedlichen Lichtverhältnissen gespielt, was ich ebenfalls sehr mochte.
Die Kapitel sind kurz, so dass man gut auch Pausen beim Lesen einlegen kann und gleichzeitig das Gefühl hat, flott voranzukommen. Gedankengänge, die Pete sich notiert, sind anders formatiert, so dass diese einem auch direkt ins Auge springen.
Von der Sprache ist es einfach gehalten, so dass es auch für Lesende ab 10 Jahren verständlich sein sollte. Man erlebt die Geschichte durch einen personalen Erzähler. Die meiste Zeit ist man mit Pete unterwegs, es gibt aber auch Kapitel, in denen man andere Charaktere begleitet, wie Uudit, die Schattenflickerein. Damit wird die Handlung noch etwas komplexer und man erhält mehr Überblick über die Dinge, die in einem Zusammenhang zueinander stehen, auch wenn Pete das noch nicht überblicken kann.

Als Pete das Angebot bekommt, seinen Schatten herzugeben, denkt er sich erst mal nicht so viel dabei. Sein Wunsch, Sara gesund zu machen, überwiegt. Als er dann aber seinen Schatten verloren hat, wird ihm nach und nach klar, was es wirklich bedeutet und wie sehr ihn das verändert. Mit seinem Schatten ist auch ein Teil seines Selbst verschwunden und was zurückgeblieben ist, kann er selbst nicht unbedingt leiden – auch wenn er etwas braucht, um was zu merken. Mit der Zeit entdeckt Pete auch immer mehr Menschen, die keinen Schatten mehr haben und achtet genau darauf, wie sie sich verhalten und auch, wie sie sich vielleicht verändert haben, sollte er sie vorher schon gekannt haben. Das ist für ihn sehr erschreckend, auch wenn die Auswirkungen nicht bei jedem gleich sind. Unmöglich kann es so weitergehen, dass immer mehr ihren Schatten verlieren, deswegen wollen Sara und er etwas tun, um die Entwicklung aufzuhalten. Ob das gelingt und welche Abenteuer sie dafür bestehen müssen, erfährt man dann wohl erst in der Fortsetzung.
Im Auftakt benötigt es etwas Zeit, bis sich dann mehr erschließt, was eigentlich los ist, dass mehr dahintersteckt und wie weitgreifend die Entwicklung inzwischen schon zu sein scheint. Manche Dinge bleiben auch noch offen, aber da es eine Fortsetzung gibt, ist das auch nicht verwunderlich.
In die Handlung eingeflochten werden auch soziale Aspekte, Bereiche der Politik und des Weltgeschehens. Im Hauptfokus stand für mich aber die Freundschaft zwischen Pete und Sara, die nicht immer gleich ist und auch von den Veränderungen durch den Schattenverlust geprägt wird. Und eben das, was es mit Pete selbst macht. Eingearbeitet sind auch Aspekte der finnischen bzw. nordischen Mythologie, was die Atmosphäre im Buch ebenfalls prägt.

Zwischendurch ist es auch nachdenklich und von der Stimmung eher düster. Einige der Wesen, die da so auftauchen sind etwas grusliger, denen möchte man nachts wohl nicht so gern allein begegnen. Damit ist es sicher auch nicht für jedes Kind etwa. Eine gewisse Spannung ebenfalls wird aufgebaut, begleitet von vielen offenen Fragen. Zum Ende hin wird das Tempo dann auch etwas mehr angezogen, als es vorher der Fall war.
Es gibt sehr viele Dialoge, neben den Gedankengängen. Manche der Gespräche wirkten für mich jedoch ein wenig gestelzt oder irgendwie unfertig. Vielleicht liegt das an der Übersetzung oder daran, dass man vielleicht Redewendungen als solche nicht so kennt oder nicht so versteht, wie sie im Original gemeint gewesen wären?! Hin und wieder dachte ich zumindest „äh, das war jetzt aber platt“ oder „was soll mir das jetzt sagen?“. Das hat mich aus dem Lesefluss immer ein wenig rausgerissen, auf andere mag das aber nicht so wirken oder man liest darüber hinweg. Ich fand, die gesamte Dynamik und Stimmung im Buch war auch einfach eine andere, als man es sonst gewohnt ist. Das ist ja nicht schlecht, nur eben etwas ungewohnter vom Erzählstil und der aufgebauten Atmosphäre.
Insgesamt baut die Geschichte schon eine gewisse Tiefe auf, auch durch das viele Nachdenken und in sich reinhören, auch wenn die Figuren jetzt nicht alle total detailliert ausgearbeitet werden. Immer wieder gibt es auch hoffnungsvolle Augenblicke und die Charaktere ziehen viel Kraft aus ihrer Freundschaft.
Fazit

Die Geschichte war interessant zu verfolgen und baut zum Ende hin dann auch mehr Spannung und Tempo auf. Es gibt nachdenklichere Passagen, offene Fragen, stärkere Auswirkungen des Schattenverlustes, als Pete es erwartet hätte, kleine Herausforderungen, Abenteuer, die dann in der Fortsetzung zu bestreiten sind, kleine düstere, mystische Momente und viele Dialoge, die mir manchmal von der Dynamik allerdings nicht ganz so lagen. Das Buch hat eine besondere Atmosphäre, was sicher an der Mischung der Themen und der Entwicklungen, vielleicht aber auch am Ursprungsland Finnland liegt. Mir persönlich lag der Stil nicht komplett, aber es hat trotzdem Spaß gemacht die Geschichte zu verfolgen und ich bin auch neugierig auf die Fortsetzung.

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