Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bibibabby:
Kartoffel auf Zeitreise
Die Superkartoffel - Das Mini-Zeitportal von Artur Laperla
Das Buchcover mit der niedlichen Superkartoffel und dem pinken Hintergrund ist für kleine Kinder ein echter Hingucker. Mein Sohn hat einen Blick drauf geworfen und wollte das Buch sofort haben.
Dieses Buch enthält zwei Geschichten: das Mini-Zeitportal und die Rache von Mieshild Megafies.
In der ersten Geschichte reist Superkartoffel in die Vergangenheit, um sich selber vom Kartoffelungsstrahler zu retten.
Da mein Sohn erst fünf ist, musste ich ihm erklären, was "Zeitreise" bedeutet. Ich bin mir nicht sicher, ob er das verstanden hat, aber er fand die Geschichte trotzdem spannend.
Das Comicbuch ist im Taschenbuch Format, was für kleine Hände praktisch ist (Softcover und ein bisschen größer als A5). Die Seiten sind auf matten Papier gedruckt und haben eine angenehme Dicke. Die Texten sind kurz und die Zeichnungen lassen Kinder die Szenen relativ gut verstehen, auch wenn sie noch nicht lesen können.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Die Kälte der Mur von Gudrun Wieser
In ihrem zweiten historischen Krimi mit Ida Fichte und Wilhelm Koweindl nimmt uns Autorin Gudrun Wieser in die Umgebung von Graz des Jahres 1882 mit. Nach den Vorkommnissen im Mädchenpensionat am Annaberg ist dieses geschlossen und Ida Fichte hat eine neue Anstellung als Hauslehrerin von Theodor, dem ängstlichen Sohn des Zoologen Prof.
Lahothny und seiner Frau. Die neue Aufgabe nimmt sie ziemlich in Anspruch, zumal auch die Gnädige Frau an manchen Tagen Idas Zuspruch zu benötigen scheint, sodass sie auf die ein wenig hölzern verfassten Briefe des Landgendarmen Wilhelm Koweindl nicht antwortet.
Dabei bräuchte er den scharfen analytischen Verstand von Ida mehr denn je. Seit einigen Wochen werden Körperteile am Ufer der Mur angespült. Sie müssen, wie der Gerichtsmediziner trocken feststellt, von mehreren Frauenspersonen, stammen. Er sei sich ziemlich sicher, dass es sich um Dienstmädchen handelt. Doch niemand scheint sein(e) Dienstmädchen zu vermissen. Koweindl und sein neuer Mitarbeiter, der Probegendarm Leopold Leitner, stehen vor einem Rätsel.
Nun, Koweindl fasst sich ein Herz und taucht unangemeldet und zu unpassender Zeit im Haus Lahothny auf. Dass er damit Ida in Schwierigkeiten bringt, nimmt er gar nicht wahr. Er ist nur über ihre Zurückhaltung und ihre Weigerung, ihn überhaupt anzuhören, erstaunt. Man scheidet beiderseits verstimmt.
Doch dann verschwindet, wie so viele Dienstboten vor ihr, die Zugehfrau Leni und wenig später auch die Gnädige Frau. Zurück bleiben der ohnehin traumatisierte Sohn Theodor, sein Vater und sein Onkel, der sich ebenfalls ein wenig seltsam verhält. Ida beginnt auf Wunsch des Hausherrn zu recherchieren und findet einiges heraus, was die Gnädige Frau nicht in allzu gutem Licht erscheinen lässt.
Meine Meinung:
Auch der zweite Fall für Ida Fichte und Wilhelm Koweindl hat mir sehr gut gefallen. Der Krimi ist sehr gut recherchiert und zeichnet ein ziemlich authentisches Bild der damaligen Lebenswelt. Hier die begüterten Bürger oder Adeligen dort die Dienstboten, die nichts gelten. Die Leser merken deutlich, dass in der ausschließlich männlich besetzten Kriminalpolizei, das Wissen um Dienstboten fehlt, denn erst spät kommen Koweindl und sein Probegendarm Leopold Leitner auf die Idee, nach dem Dienstbotenbuch der verschwundenen Dienstboten zu suchen.
Auch dass Soldaten, die in Verbrechen verwickelt sind, sei es als Täter oder Opfer, nicht der zivilen Gerichtsbarkeit, sondern der militärischen unterstehen, ist richtig beschrieben.
Der Schreibstil gefällt mir und ich finde die Charaktere sehr gut herausgearbeitet. Ob Koweindl das Angebot des Militärs annehmen wird? Und wie entwickelt sich die Beziehung zu Ida weiter? Ich bin das sehr gespannt auf einen weiteren Fall. Außerdem bin ich neugierig, ob sich in einer späteren Fortsetzung Koweindls Wege mit dem wohl berühmten Grazer Kriminologen Dr. Hans Gross kreuzen werden, der 1893 sein „Handbuch für Untersuchungsrichter“ veröffentlicht hat.
Fazit:
Gerne gebe ich dieser gelungenen Fortsetzung 5 Sterne.
Rezensionen von R.H.:
Bezauberndes Abenteuer
Emily Meermädchen, Band 1 - Das große Geheimnis von Liz Kessler
Das Cover von "Emily Meermädchen" ist ein wahrer Blickfang. Mit seiner lebendigen Farbgestaltung und den zauberhaften Illustrationen fängt es perfekt die Atmosphäre und den Charme der Geschichte ein.
Das ganze Buch ist gespickt mit detailreichen Illustrationen, die den Betrachter einladen, in die Welt von Emily einzutauchen und ihre fantastische Verwandlung hautnah zu erleben.
Die Protagonistin Emily ist eine liebenswerte und mutige Figur, mit der sich junge Leserinnen und Leser leicht identifizieren können. Meiner Meinung nach hätten wichtige Botschaften über Selbstvertrauen, Akzeptanz und den Mut, man selbst zu sein etwas besser beschrieben werden können, vielleicht wäre dann aber der Rahmen dieses Erstleser-Buchs gesprengt worden.
Trotzdem ist es mit seinen lebendigen Beschreibungen ein gelungener Auftakt für eine Buchreihe für junge Leserinnen und Leser, die sich nach einem magischen und spannenden Abenteuer sehnen.
Rezensionen von Petra Sch.:
eine turbulente Suche nach der Queen
Plötzlich wach! 1: Mit der Queen ne Kutsche kapern von Maja von Vogel
Im ersten Band der Reihe "Plötzlich wach!" lernen wir Annemie kennen, die in den Ferien mit ihrer Mutter von der Nordsee zu ihrer Großmutter in die Stadt ziehen muss, da diese Hilfe mit ihrem Wachsfigurenkabinett braucht.
Annemie langweilt sich, weil sie niemanden in der Stadt kennt und auch nicht an ihr geliebtes Meer kann.
Bis eines Morgens ein fremder Junge vor ihr steht - und die Wachsfigur der Queen ist auch verschwunden.
Annemie macht sich mit Leo auf die Suche nach der Wachsfigur, obwohl sie Leo zuerst nicht leiden kann. Er hat sie beim Frühstück gestört, und er macht komische Witze.
Die beiden geraten durch die Queen in eine chaotische Situation nach der anderen. Nachdem die beiden in Sherlock Holmes Manier sämtliche Spuren verfolgen, um die Queen endlich zu finden, prellt diese zuerst die Zeche (sie hat doch einen Schatzmeister, der sich um sowas kümmert), dann stehlen sie eine (Hochzeits-)Kutsche, weil die königliche Hoheit Lust auf eine Kutschenfahrt hat. Und dann klauen sie auch noch ein Tretboot in Schwanen-Form (obwohl Leo eine Schwanen-Phobie hat).
Doch mit der Zeit merkt Annemie, dass sie nicht die einzige mit - ihrer Meinung nach - seltsamen Eigenschaften ist.
Und dass Leo sie so mag, wie sie ist. Und umgekehrt auch (nachdem ihr selbst klargeworden ist, dass sie Leo eigentlich mag, weil er ein Kumpel zum Pferde(äh Kutschen)stehlen ist ;)
Somit ist dies ein unterhaltsames und witziges Kinderbuch, das auch Werte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Zusammenhalt und Mut näherbringt, und ebenso, dass man andere so akzeptieren soll, wie sie sind. Und sich ebenso.
Und in diesem Band kommt jede Menge Queen- und Royals-Flair rüber, was mir sehr gut gefallen hat.
Selbstverständlich gibt es ein humorvolles Happy-End; und man erfährt auch, wieso die Wachsfiguren in Oma Fritz' Wachsfigurenkabinett lebendig werden.
Leider waren es für meinen Geschmack zu wenige Illustrationen, und einige der kleineren kamen dann auch noch doppelt vor.
Fazit:
Ein wunderbares, fantasievolles Kinderbuch mit einer lebendigen Wachs-Queen, mit der Annemie und Leo jede Menge Chaos (aber auch Spaß) erleben. Ich freue mich schon auf das nächste Abenteuer mit Dracula :)
Rezensionen von Gilasbuecherstube :
Eine mitreißende, tiefgründige und gefühlvolle Story
RE-GENERATION - Neues Leben von Tala T. Alsted
Wir befinden uns im Jahr 2203. Ein Leben auf der Erdoberfläche ist aufgrund der Klimaextreme nicht mehr möglich und die Menschen leben unter der Erdoberfläche in großen, modernen Städten.
Seit Erik Thelin im Jahr 2058 das Wundermittel RE-Generation entwickelt hat, altern die Menschen nicht mehr und sind so gut wie unsterblich.
Doch dieser Fortschritt hat auch zur Folge, dass die Geburtenzahl reguliert werden muss, um eine Übervölkerung zu verhindern.
Das Verstöße hart bestraft werden, hat auch Sibels Mutter zu spüren bekommen. Im Untergrund kämpft eine Gruppe Rebellen um eine Rückkehr zur Natur.
Als Sibels Freundin schwanger wird und sie um Hilfe bittet, gerät sie ins Visier der Polizei. Ohne die Hilfe des Hackers Jonah Black und der Widerstandsgruppe hat sie keine Chance. Ihr bleibt keine andere Wahl, als eine neue Identität anzunehmen und ihr bisheriges Leben aufzugeben. Doch kann sie Jonah überhaupt vertrauen?
Ich muss gestehen, dass das Cover mich nicht gerade gecatcht hat, aber ich habe von der Autorin bereits ihren Zeitreiseroman gelesen und finde ihren Schreibstil toll.
Deshalb habe ich mir das Buch genauer angesehen und nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich es unbedingt lesen muss.
Am Ende des Buches gibt es eine Übersicht über Begriffe und Orte, sowie ein Personenregister.
Tala hat mich mit ihrer wunderbaren Ausdrucksweise sehr schnell in den Bann gezogen.
Durch ihre lebendige Erzählweise entstanden detaillierte Bilder in meinem Kopf, die dafür sorgten,
dass ich mir die Charaktere und die Schauplätze gut vorstellen konnte.
Möchtest Du ewig leben und so aussehen wie 20 oder 30?
Die meisten Menschen im Jahr 2203 würden diese Frage wohl mit ja beantworten. Doch die Ausgabe des zellverjüngenden Mittels wird vom Gesundheitsministeriums überwacht und nicht jeder kommt in den Genuss es zu erhalten.
Sibels Mutter hat gegen eine der Auflagen verstoßen und nicht nur ihre Lizenz als Ärztin verloren, sondern auch ihr Anrecht auf das Medikament, dass verhindert, dass sie älter wird.
Aus diesem Grund gibt es niemanden, gegen Sibel mehr Abneigung empfindet, als den Erfinder der RE- Generation Behandlung.
Sibel ist eine mutige und liebenswerte junge Frau und auch Jonah war mir von Anfang an sympathisch. Doch beide haben auch Ecken und Kanten. So handelt Sibel teilweise sehr impulsiv und unvorsichtig, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte. Jonah ist lange Zeit undurchschaubar. Manchmal auch rebellisch und introvertiert.
Doch gerade das macht die Protagonisten so interessant.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich in einem glaubhaften Tempo und ist weder kitschig noch übertrieben.
Das grandiose Setting ist fantastisch in Szene gesetzt und die Spannung steigt immer wieder an.
Am Ende kommt es Schlag auf Schlag und ich bleibe mit einem richtig fiesen Cliffhanger zurück.
Wie soll ich die Zeit bis zum zweiten Teil überstehen??
Fazit.
Diese grandiose Dystopie hat alles, was ein gutes Fantasybuch braucht. Intrigen, Geheimnisse, eine mitreißende, tiefgründige und gefühlvolle Story machen Lust auf mehr.
Die Handlung regt immer wieder zum Nachdenken an und ich ertappte mich selbst bei der Frage, ob ich in so einer Welt leben möchte.
Ich bin gespannt auf die Fortsetzung und hoffe, dass ich nicht all zulange darauf warten muss.
Rezensionen von manu63:
Hazel und Carter
Shatter and Shine von Sarah Stankewitz
Der Titel des zweiten Bandes der Faith Reihe der Autorin Sarah Stankewitz lautet Shatter and Shine.
Auf sehr emotionale Weise erzählt die Autorin die Geschichte von Hazel und Carter, beide haben einen herben Verlust erlitten und Carter muss sich nun gehörlos in der Welt zurecht finden. Hilfe bekommt er dabei von Hazel, welche Unterricht in der Gebärdensprache erteilt.
Beide kommen sich näher und das wird schön und realistisch beschrieben. Wenige explizite Stellen sind vorhanden, sie dominieren die Geschichte nicht.
Die Autorin schafft es mich durch eine Wendung, die ich so nicht erwartet habe, zu überraschen. Der Schreibstil ist gut lesbar und die Geschichte hat mich an jeder Stelle mitgenommen.
Meiner Ansicht nach kann man die Bände der Reihe auch einzeln lesen, ich habe mit Band drei angefangen und erst danach Band eins und zwei gelesen und fand die Bücher in sich abgeschlossen, wobei es eine kleine Rahmenhandlung gibt. Wer nicht gespoilert werden will, sollte mit Band eins anfangen.
Rezensionen von gerlisch:
Meisterhaft und vielschichtig
Die letzte Nacht von Karin Slaughter
Wie alle anderen Thriller von Karin Slaughter musste ich auch den elften Teil ihrer Will-Trent-Reihe unbedingt lesen. Und ich wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Der Schreibstil ist wie gewohnt fesselnd und die Handlung hat mich gleich von der ersten Seite in ihren Bann gezogen.
Worum geht es: Sara kämpft um das Leben einer jungen Frau.
Kurz bevor sie stirbt, teilt sie Sara noch mit, dass sie gequält und vergewaltigt wurde. Als Will Trent und seine Partnerin Faith Mitchell in dem Fall ermitteln treten immer mehr Gemeinsamkeiten mit älteren Fällen zu Tage und Sara wird mit ihrer traumatischen Vergangenheit konfrontiert, die sie lieber vergessen wollte.
Die Protagonisten haben sich im Laufe der vergangenen Teile immer weiterentwickelt und auch in diesem elften Band erfahren wir immer noch neues über die Charaktere. Besonders Sara steht diese Mal im Mittelpunkt. Die Geschichte über ihre Vergewaltigung vor 15 Jahren ist schwer zu lesen und auch manche Szenen in der Gegenwart sind beklemmend und grausam. Teilweise waren sie mir sogar zu bildhaft beschrieben.
Eigentlich schien es schon vorhersehbar wie sich die Story entwickelt wird, aber Karin Slaughter wäre nicht Meisterin ihres Fachs, wenn sie nicht noch mit einigen Verstrickungen und unvorhersehbaren Wendungen den Leser überraschen könnte.
Rezensionen von lesen=liebe:
Eine gespenstisch gute Zirkusgeschichte
Zippel macht Zirkus von Alex Rühle
Zippel macht Zirkus, erschienen bei dtv, ist der dritte Band einer Kinderbuchreihe von Alex Rühle für Kinder ab 6 Jahren. Die Bilder stammen vom bekannten Illustrator Axel Scheffler.
Zippel und Quockel sind zwei Schlossgespenster, die aber nicht in Schlössern im Sinne von Burgen leben, sondern in Türschlössern.
Sie lieben es Staub und Rost zu essen. Zippel wohnt bei Paul, einem Jungen und Quockel bei Pauls Nachbarin, Frau Wilhelm. Quockel hat schon einmal bei Frau Wilhelm gewohnt, als sie noch ein kleines Mädchen war und sie dürften sich wohl aus den Augen verloren haben. In dieser Geschichte wohnt Quockel jedenfalls noch nicht lange bei Frau Wilhelm. Als Quockel eines Tages Post von seinen alten Zirkusfreunden erhält, merkt Frau Wilhelm, wie sehr er seine alten Besitzer vermisst. Zusammen mit Paul reisen sie nach Italien zum Zirkus. Im Zirkus passieren merkwürdige Dinge. Sachen verschwinden, es gibt ein Feuer und Grissini der Clown verletzt sich sogar. Die Artisten vermuten, dass Burlesconi dahintersteckt, der ehemalige Zauberer des Zirkus.
Das Buch Zippel macht Zirkus umfasst 136 Seiten und ist in Farbe illustriert. Die Schrift ist nicht so groß wie ich es mir für ein Kinderbuch ab 6 Jahren erwartet habe. Deshalb würde ich es erst für fortgeschrittene Leser empfehlen. Ich persönlich habe es meinem 6-Jährigen Vorschüler vorgelesen, wofür es bestens geeignet ist. Wie bereits erwähnt, ist dies bereits der dritte Band dieser Buchreihe. Für uns ist es die erste Zippel Geschichte. Man muss nicht unbedingt die ersten zwei Teile kennen, aber ich denke es wäre nicht uninteressant, um Zusammenhänge besser zu verstehen. Z.B. wie Quockel und Frau Wilhelm sich wieder gefunden haben.
Mein Sohn konnte nicht genug von Zippel bekommen. Wir hatten das Buch in zwei Tagen durch. Es sind viele Wortwitze im Buch versteckt, denen er noch nicht hundertprozentig folgen konnte, aber die lustige Wortwahl hat zu einigen Lachern geführt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass uns die Geschichte von den Schlossgespenstern sehr gut gefällt und wir uns nun auch die anderen zwei Bände zulegen werden.
Rezensionen von Lese:
Die Schatten von Montmartre: Ein historischer Detektivroman
Die Erfindung des Lächelns von Tom Hillenbrand
"Die Erfindung des Lächelns" entführt uns in einen fesselnden historischen Detektivroman, der das pulsierende Paris der Belle Époque lebendig werden lässt. Als das berühmte Gemälde der "Mona Lisa" aus dem Louvre gestohlen wird, erhält Commissaire Lenoir den Auftrag, dieses Meisterwerk zu finden.
Auf seiner packenden Jagd trifft er auf eine faszinierende Mischung aus Künstlern, Dichtern und Schurken.
Der Roman webt Kunst, Kultur und Krimi gelungen zu einem beeindruckenden Gemälde einer Ära, in der Paris das Zentrum der Welt war. Durch die lebendigen Beschreibungen taucht man leicht in eine atmosphärische und dichte Erzählung ein, die ein breites Abbild der damaligen Zeit zeichnet.
Der Roman beeindruckt durch seine gut recherchierten und fundierten historischen Details. Es werden viele Personen und Handlungsstränge erwähnt, wodurch eine hohe Konzentration beim Lesen gefragt ist. Der Autor gibt im Nachwort einen kurzen Einblick, was fiktiv und was historisch in der Geschichte ist. Der Roman überzeugt mehr durch seine detaillierte Darstellung der Zeit und der Schauplätze als durch Krimispannung. Mich hat er sehr gut unterhalten.
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Traurig schön!
Paradise Garden von Elena Fischer
"Meine Mutter starb diesen Sommer." Mit diesem Satz beginnt der Roman "Paradise Garden" von Elena Fischer und erinnert damit stark an "Hard Land" von Bendict Wells. Die 14jährige Billie, die eigentlich Erzsébet heißt, lebt zusammen mit ihrer Mutter in einer Hochhaussiedlung.
Obwohl die Mutter viel arbeitet, haben sie kaum genug Geld zum Leben. Doch Billie hat nicht das Gefühl, ein ärmliches Leben zu führen, hat ihre Mutter doch jede Menge Phantasie und versucht aus Allem das Beste zu machen. Und dann gewinnen beide eines Tages 1.000 Euro und planen eine große Urlaubsreise - ihre erste Reise überhaupt. Billie kann ihr Glück nicht fassen! Aber am Tag der Abreise überschlagen sich die Ereignisse: Die Großmutter aus Ungarn kommt angereist, weil sie angeblich schwer erkrankt ist und sich in Deutschland von den Ärzten untersuchen lassen will. Die Reise wird aufgeschoben. Leider heißt es in diesem Fall aufgeschoben ist aufgehoben, denn Billies Mutter stirbt ganz plötzlich. Billie weiß vor Kummer nicht ein noch aus. Ihr fallen sogar die Haare aus. Beim Durchforsten des Nachlasses ihrer Mutter, stellt sie fest, dass sie gar nichts über ihre Mutter wusste und noch weniger über ihren Vater, den sie nie kennengelernt hat. So begibt sie sich alleine auf die Suche nach ihrem Vater und erkennt: Jeder Mensch hat eine Geschichte.
Für mich war der Roman eines der Buch-Highlights in diesem Jahr. Ich habe ihn in einem Rutsch durchgelesen. Elena Fischer versteht es, traurig, aber dennoch wunderschön zu schreiben. Mehrmals hatte ich einen Kloß im Bauch. Ihre Sprache ist einfach wortgewaltig, besonders haben mir ihre Vergleich gefallen, die neu und nicht abgedroschen sind. Ich hoffe inständig, dass es nicht bei diesem Debüt bleibt! Von mir 6 von 5 möglichen Sternen!











