Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Euphoric :
Packender Einblick in die Nachkriegszeit
Als wir an Wunder glaubten von Helga Bürster
"Als wir an Wunder glaubten" erhält von mir eine Bewertung von vier Sternen. Helga Bürster entführt die Leser auf eine fesselnde Reise in die Nachkriegszeit des Jahres 1949 in einer norddeutschen Moorlandschaft. Die Geschichte von Edith, Anni und ihren Familienangehörigen ist einfühlsam erzählt und vermittelt authentisch die Herausforderungen und Hoffnungen dieser turbulenten Ära.
Der Roman zeichnet ein lebendiges Bild des Alltags in einer Gemeinde ohne Stromanschluss, geprägt von Aberglauben und Vorurteilen. Die verschiedenen Charaktere, darunter Bettys kindliche Unbeschwertheit und Josephs bewegende Rückkehr aus dem Krieg, verleihen der Geschichte Tiefe und Vielschichtigkeit.
"Als wir an Wunder glaubten" ist insgesamt eine mitreißende Lektüre, die den Geist der Nachkriegsjahre meisterhaft einfängt und den Leser in eine vergangene Zeit entführt.
Rezensionen von Euphoric :
Verstrickte Geschichten
Hinter der Hecke die Welt von Gianna Molinari
Das Buch 'Hinter der Hecke die Welt' entfaltet eine faszinierende Erzählung aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. In einer Seite der Geschichte wird das Schicksal eines Dorfes mit einer ungewöhnlich großen Hecke geschildert, die um ihre Existenz kämpft und die Furcht vor dem Verschwinden des Dorfes hegt.
In diesem Kontext begegnen wir den beiden Kindern Pina und Lobo, die auf mysteriöse Weise aufgehört haben zu wachsen.
Die zweite Erzählstrang dreht sich um Pinas Mutter, eine Forscherin, die in der Arktis tätig ist. Diese Geschichte trägt zur Tiefe des Buches bei und verwebt sich geschickt mit der ersten Erzählung. Die Autorin versteht es meisterhaft, die Verbindung zwischen diesen scheinbar unabhängigen Geschichten herzustellen und damit ein komplexes Bild von Zusammenhängen und Abhängigkeiten zu zeichnen.
Das Buch berührt vielfältige Themen, darunter Wünsche, Erwartungen und die Bewältigung von Herausforderungen. Es widmet sich sensiblen Problematiken wie dem Aussterben der Arktis, dem demografischen Wandel und der Suburbanisierung. Durch die Vielzahl an aufgeworfenen Fragen lädt das Buch die Leserinnen und Leser dazu ein, intensiv über die behandelten Themen nachzudenken und eigene Interpretationen zu entwickeln.
Die Schönheit dieses Werkes liegt nicht nur in seiner tiefsinnigen Erzählung, sondern auch in der Art und Weise, wie es die Lesenden dazu anregt, über die vielschichtigen Aspekte unserer Welt nachzudenken. 'Hinter der Hecke die Welt' bietet keine einfachen Antworten, sondern ermutigt dazu, sich mit den komplexen Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen. Eine beeindruckende Lektüre, die zum Nachdenken anregt und lange in Erinnerung bleibt.
Rezensionen von Birgit Hedemann:
Wunder und Aberglaube
Als wir an Wunder glaubten von Helga Bürster
Unnenmoor im Jahre 1949: Der Krieg ist vorbei, hat aber große und schlimme Narben hinterlassen. Annie und Edith haben Einiges gemeinsam: Sie mussten ihre Kinder alleine durch den Krieg bringen, weil ihre Männer eingezogen wurden. Und nun warten beide darauf, dass ihre Männer heimkommen. Doch nur einer kommt: Josef, der Mann von Annie.
Doch bis Josef weiß, dass er der Mann von Annie ist und wo er hingehört, vergehen Jahre. Er hat im Krieg nicht nur beide Beine verloren, sondern auch sein Gedächtnis. Jetzt ist er wieder zuhause und kämpft sich mühsam in seinen Alltag zurück. Sein bester Freund ist dabei der Alkohol. So wird das Leben von Annie schlimmer statt besser. Was liegt da näher, als dass sie und ihr Hof verflucht sind? Von einer Hexe? Von den Glöhnigen aus dem Moor? Ist Edith vielleicht diese Hexe? Und so sind die beiden Freundinnen von einst plötzlich bittere Feindinnen. Während der Fortschritt Einzug in Unnenmoor in Form von Strom und einem Mammut hält, verweilen die Alten noch in den Erinnerungen und Denkmustern von früher.
Helga Bürster ist es wunderbar gelungen, in ihrem Buch die Menschen aus dem Oldenburger Land zu charakterisieren. Ich lebe selber in der Ecke und habe Viele/s wiedererkannt. Ich sehe meine Oma mit ihren großen Augen direkt vor mir. Aufgewachsen im Moor hat auch sie an böse Geister geglaubt. Und Wäsche hängt man hier bis heute nicht zwischen den Jahren auf. Sehr gut gefallen haben mir auch die plattdeutschen Phrasen, die immer wieder eingestreut werden. Das verleiht den Protagonisten eine besondere Stimme und lesbar bleibt der Text trotzdem. Insgesamt lässt sich das Buch flott und gut lesen. Ich konnte es kaum beiseitelegen. Eine volle Leseempfehlung für alle, die etwas über einen Ort wissen wollen, der sonst kaum Beachtung findet.
Rezensionen von Katzenmicha:
Ein toller Debütroman
Wo die Libellen tanzen von Leonie Zenk
Valeria hat ihrem Freund zuliebe ihren Job als Klavierlehrerin aufgegeben und ist mit ihm nach Berlin gezogen. Ihr neuer Arbeitsplatz in Berlin – Aushilfskraft im Supermarkt,was sie nicht wirklich ausfüllt.Die Beziehung zu Felix steckt inzwischen in einer Krise,den der gemeinsame Kinderwunsch will sich einfach nicht erfüllen.
Felix interessiert sich nur noch für seine Arbeit und nach einem Streit, packt sie ihre Tasche.Kurz entschlossen fährt Valeria in den Harz, wo ihre Familie eine kleine Ferienhütte besitzt. In der kleinen Hütte war sie seit 20 Jahren nicht mehr-seit ihr Vater gestorben ist. Sie hofft da zu sich selber zu kommen und zu endscheiden wie es weiter gehen soll.Hier, inmitten der Natur, lernt sie sich wieder kennen und muss sich mit der Frage beschäftigen, was sie von ihrem Leben erwartet.Sie trifft sie auf Georg, einem alten etwas brumigen Mann. Dieser repariert ihr altes Klavier in der Hütte und Valeria merkt, wie sehr sie das Klavierspielen vermisst hat.Und sie lernt Christian, der mit seinem Hund Harry in ihrem See badet kennen. Zwischen den beiden beginnt es zu knistert.Aber kann Valeria ihre Jugendliebe Felix vergessen und neu anfangen?
Die Autorin Leonie Zenk hat einen fließenden und bildhaften Schreibstil.Durch ihre Erzählung sah ich die schöne Landschaft und die Hütte an dem kleinen See vor mir.An Valerias Seite merkte ich ihre Zerrissenheit und Trauer-aber auch wie sie langsam zu sich selber fand.Sehr gerne 5 Sterne für die berührende Geschichte.
Rezensionen von atlaentis:
Gut, aber keine leichte Lektüre
Adam und die Jagd nach der zerbrochenen Zeit von G.Z. Schmidt
Das wunderschöne Cover und die hochwertige Aufmachung gefallen mir wirklich sehr, wobei das Titelbild einfach passend zum Inhalt der Geschichte ist. Ein Inhaltsverzeichnis finde ich meist für Sachbücher passend, aber weniger für Romane. Hier kann es aber durchaus wertvoll sein, da die Geschichte gegen Ende hin durchaus komplexer wird und es somit erleichtert wird, an eine Stelle zurückzukehren und nachzulesen.
Der Einstieg in die Geschichte ist spannend und wird dank des lockeren Schreibstils erleichtert. Die mysteriöse Stimmung zu Beginn gelingt gut, wobei die Atmosphäre über das gesamte Buch hinweg positiv hervorzuheben gilt. Die herbstliche und weihnachtliche Stimmung wird erfolgreich erschaffen und durch den Bäckereizauber ausgeschmückt, sodass man sich selbst gerne in das Setting versetzt. Adam ist ein sympathischer, wenn auch wenig zurückhaltender Protagonist, aber das bietet auch für einige Kinder Identifikationspotential. Mit seiner Klugheit und Neugierde macht es Spaß, seinen Abenteuern zu folgen und sich mit ihm in verschiedene Zeiten zu begeben, die ebenfalls ausführlich und toll gestaltet werden, sodass man sich genau hineinversetzen kann. Dabei hat mich jedoch von Beginn an eines durchwegs verwirrt: Warum wird die Ausgangssituation im Jahre 1999 verortet, wenn bereits ständig Zeitsprünge vorliegen? Für mich war es zunächst unbegreiflich, warum nicht einfach die Gegenwart gewählt wurde, aber dafür erfolgt doch noch eine Auflösung auf den letzten Seiten und mit dieser bin ich sehr zufrieden.
Der Schreibstil ist für Kinder passend sowie Wortschatz und Syntax leicht gestaltet. Die Erzählperspektive hingegen finde ich einfach großartig! Die Vorausdeutungen des Erzählers wecken das Interesse und halten die Spannung hoch. Ebendem tragen auch die verschiedenen Gegenstände bei, mit denen die Zeit erkundet werden kann, insbesondere da einer von ihnen mit einer wenig guten Eigenschaft verbunden ist. Diese sorgt dafür, dass das Unausweichliche am Ende eintritt, auch wenn man als Leser mitbangt und hofft, dass es nicht stimmen kann. An Spannung hat es gegen Ende hin definitiv nicht gefehlt, und auch M trägt von Anfang an der Spannung bei, dennoch finde ich persönlich das Ende zu komplex. Der Kreislauf schließt sich zwar und all die Begegnungen sind untereinander miteinander verstrickt, doch für die Altersgruppe ab zehn Jahren ist es doch ein wenig zu anspruchsvoll. Auch die einzelnen Vergleiche, beispielsweise mit der Orangenschale, dürften für jüngere Leser nicht leicht zu verstehen sein. Das einzig beruhigende daran ist, dass auch Adam damit zunächst Schwierigkeiten hat, was ihn noch sympathischer und vor allem authentischer macht.
Schön finde ich dennoch, dass besondere Elemente, beispielsweise die Zeitungsartikel, anders gestaltet und formatiert sind. So wird das Lesen aufgelockert und mit Abwechslung versehen, was insbesondere Kindern zugutekommt.
Trotz der doch gegen Ende hin komplexen Geschichte handelt es sich um eine unterhaltsame Lektüre, die nicht nur eine tolle Moral besitzt, sondern auch interessante Themen wie Freundschaft oder auch Magie anspricht und somit für jüngere Lesende durchaus zum Genuss werden kann und nicht nur die Kleinen fesselt.
Rezensionen von Anno:
Unausgereift
Kaya Silberflügel - Das Geheimnis der magischen Federn von Nelly Möhle
Leider wurde ich mit diesem Buch ganz und gar nicht warm. Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, dadurch und dass sich die Handlung nur langsam entfaltet, war ich drauf und dran das Buch zur Seite zu legen. Lange Zeit geschieht nicht wirklich etwas. Dazu ist alles etwas wirr. Kaya hat kaum Informationen über das Volk der Avanoste, aber agiert wie selbstverständlich in ihren Reihen.
Auch die anderen Charaktere wirken eher flach und unausgereift. Milan wechselt problemlos die Seiten, die beste Freundin hilft ohne zu hinterfragen. Ich weiß nicht recht… Und dann ist da dieses Amulett, das auf mich sehr stöhnend wirkte. Die Idee dahinter mag interessant sein, doch die Umsetzung ist seltsam. Warum bitte soll ein Vogel mit Amulett fliegen? Wie soll das gehen? Das ist doch alles sehr umständlich und auch auffällig. Ja, für mich ist diese Geschichte nicht ganz ausgereift und hat mich weder gut unterhalten noch beflügelt.
Rezensionen von Anja S:
Interessant
Helle Tage, dunkle Schuld von Eva Völler
Da ich gern Romane lese, die im 2. Weltkrieg und der Zeit danach spielen musste ich natürlich auch dieses Buch unbedingt lesen. Das Cover gefällt mir gut und Eva Völler schreibt toll. In diesem Kriminalroman geht es um den Alltag in dieser Zeit, Armut, Hunger, die Entnazifizierung, wie einige Nazis doch wieder Stellen in der Justiz bekommen haben und die damit verbundenen Intrigen.
Das alles gepaart mit einem Mordfall und der Geschichte der 3 Schwestern Anne, Frieda und Lotti. Insgesamt war die Story toll umgesetzt, war sehr interessant und wurde dann ca. ab der Hälfte richtig spannend. Auch die Auflösung hat mir gut gefallen. Das fand ich schon sehr überraschend. Das Buch war jetzt für mich kein absolutes Highlight aber es hat sich wirklich gut gelesen und die historischen Aspekte waren wirklich sehr interessant. Eine Empfehlung für Fans von Kriminalromanen und historischen Romanen.
Rezensionen von stina23:
Ein Buch fürs Herz
Heldenhörnchen und Drachenfreund von Annika Scheffel
Das junge Eichhörnchen will endlich dazugehören. Die Tiere, mit denen es auf der Lichtung im Wald lebt, belächeln es, belehren es, nehmen es nicht richtig wahr. Damit muss Schluss sein. Als der wilde Herbst kommt, entdeckt es in der Höhle einen Drachen. Die anderen Tiere fürchten sich und wählen das Eichhörnchen aus, den Drachen wegzubringen um dann als Held gefeiert zu werden.
Die Chance endlich richtig gesehen zu werden und im Mittelpunkt stehen zu können, ergreift das kleine Tier. Auf dem Weg ans Ende der Welt lernen sich der Drache und das Eichhörnchen kennen und mögen einander bald sehr. Schnell bemerkt das Nagetier, dass es eines gibt, das noch besser ist als ein Held zu sein, nämlich ein Freund zu sein. Einige Hindernisse müssen noch überwunden, Geheimnisse gelüftet, tiefe Gefühle erkannt und gefährlichen Situationen entkommen werden, bevor der Drache und das Eichhörnchen dort ankommen, wo sie sich wohl fühlen.
Mir ging beim Vorlesen dieses Buches das Herz auf und meinem Kind erging das beim Zuhören genauso. Das Eichhörnchen, mit seiner quirligen, lustigen, sensiblen und unerfahrenen Art, mochten wir von Beginn an sehr. Ebenso erging es uns mit dem Drachen, der mit Weisheit, Ruhe und Stärke als die perfekte Ergänzung dazukam.
Das Buch ist gleichzeitig einfühlsam und mitreißend geschrieben. Die Autorin scheint sehr nahe an Kindern oder an dem Kind in ihr dran zu sein, denn ihre Wortwahl, ihre Art, Dinge und Situationen zu beschreiben, hat viel von der magischen Logik von Kindern. Mit kleinen Wortspielen und vielen witzig beschriebenen Erlebnissen der beiden Tiere bringt sie Humor und Leichtigkeit in die Geschichte. Das ist wichtig, da es ansonsten viel darum geht, dass sich das Eichhörnchen nicht zugehörig und sich nicht um seiner selbst willen geliebt fühlt und was es alles tut, um endlich dazuzugehören. Besonders am Ende ergänzen sich Gefühl und Humor auf eine fantastische Weise. Ach, hätte nur so manch andere Geschichte ein solches Ende!
Ein wunderbar gefühlvolles und abenteuerliches Buch, von dem man als Erwachsene und Kind viel mitnehmen kann. Eine klare (Vor-) Leseempfehlung!
Rezensionen von gerlisch:
Rassismus, Gewalt und Korruption
Sekunden der Gnade von Dennis Lehane
1974 - Ein heißer Sommer in Boston und die Stimmung wird noch mehr aufgeheizt mit dem Beschluss, dass die Rassentrennung an öffentlichen Schulen aufgehoben wird und die Schulkinder mit Bussen hin und her gekarrt werden sollen.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Mary Pat Fennessy, eine 42jährige Krankenschwester, die in ihrem Leben schon sehr viel Leid erfahren hat.
Ihr erster Ehemann ist gestorben, vom zweiten lebt sie getrennt und ihren Sohn Noel hat sie durch eine Überdosis Heroin verloren. Als eines Nachts ihre 17jährige Tochter Jules nicht mehr nach Hause kommt, läuten bei Mary Pat alle Alarmglocken. Doch bei ihrer Suche und ihren Fragen trifft sie immer wieder auf eine Mauer aus Schweigen und auch die Polizei kann ihr nicht wirklich helfen. Wut und Hass lassen nicht nur ihre persönliche Situation eskalieren.
Die Story ist definitiv nichts für schwache Nerven, hier wird mit Gewalt und Blut nicht gespart. Der Plot überzeugt allerdings mit gut aufgebauten Szenen und lebendigen Figuren.
Dennis Lehane hat in seinem Buch die sozialen Spannungen in Boston der 70er Jahre perfekt mit den Handlungen von Mary Pat's Rachefeldzug verwoben. Der brodelnde Hass zwischen Schwarz und Weiß ist geradezu mit Händen greifbar und die gesellschaftskritische Message der Geschichte regt zum Nachdenken an.
Der Schreibstil des Autors hat mich so gefesselt, ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und gebe für diese erstklassige Unterhaltung eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von marianna_thielsch@gmx.de:
Tatsächlich langweilig
Zeiten der Langeweile von Jenifer Becker
Mila lebt allein in Berlin, sie hat studiert und ihr einziges Streben ist es, sich aus dem Internet zu löschen - aus Angst Hasswellen ausgesetzt zu sein. Einen realen Auslöser scheint es dafür nicht zu geben, es ist eher eine unterschwelllige Angst oder ist es Weltschmerz? Die Corona-Krise hat ihr zugesetzt, die Welt bietet ihr keine Orientierung.
Es lässt sich viel vermuten und es entstehen viele Fragen. Warum ist sie so orientierungslos?
Mila wirkt insgesamt einsam und hat auch eine familiäre Geschichte, die sie noch nicht verarbeitet zu haben scheint. Psychologisch gesehen hat der Roman viel zu sagen. Es wird allerdings nicht offen thematisiert, sondern wabert eher durch die Geschichte.
Milas Obsession ist sehr tragisch. Die damit verbundene Trostlosigkeit ist zunehmend schwer erträglich. Merkwürdigerweise ist die Erzählung insgesamt eher langatmig und langweilig. Ihre permanten Beschreibungen ihres Tagesablaufes erinnern mich an Robinson Crusoe und wirken im Zusammenhang mit ihrer psychischen Entgleisung eher lapidar. Das ging für mich nicht lange gut.
Enttäuschend. Dramatik und Lamgeweile - das geht nicht zusammen.










