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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Julia:

Leichter Wohlfühlroman

Ein neuer Anfang (Sunset River 1) von Josefine Weiss

Isobel möchte einen neu Anfang, ihr erster Schritt: Ihren Vater finden, mit dem sie seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte. Dieser lebt mittlerweile in Sunset River, einer Kleinstadt, in der Isobel direkt willkommen geheißen wird. Auch vom Diner Besitzer Michael. Doch obwohl beide merken, dass da mehr zwischen Ihnen ist, stehen ihnen so einige Hindernisse im Weg.

Bei der Sunset River Reihe handelt es sich um eine Trilogie, wobei jeder Band etwa 150 Seiten umfasst. Im ersten Band der Reihe lernen wir Isobel und Michale, sowie alle wichtigen Leute aus Sunset River kennen. Dabei werden die Kapitel im Wechsel aus Isobles und Michaels Sicht erzählt, wobei Isobles Sicht überwiegt.

Josefine Weiss hat einen sehr leichten und angenehmen Schreibstil, der sofort an die Geschichte fesselt. Dabei werden die Gefühle der Protagonisten sehr gut rüber gebracht und man spürt regelrecht die innere Zerreißung von Isobel. Da es sich hier um den ersten Band handelt werden vor allem erst einmal die Grundlagen geschaffen, dennoch taucht man auch schon ein wenig in das Gefühlschaos rund um die Liebesgeschichte von Isobel und Michael ein. Für den ersten Teil gab es jedoch auch schon einiges an Hin und Her und man fragt sich, was wohl noch in den folgenden beiden Bänden passieren wird.

Sunset River bietet einen leichten Wohlfühlroman, mit Herzschmerz, Kleinstadtidylle, Geheimnissen und tiefen Gefühlen. Für alle die ein wenig abschalten wollen ist diese Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

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Rezensionen von C. P.:

Feminismus und Magie zur Regency-Zeit

Der Mitternachtspakt von C. L. Polk

Statt sich einem Ehemann unterzuordnen und für immer einen Magie-unterdrückenden Halsreif zu tragen möchte Beatrice Clayborn viel lieber eine freie Magierin werden. Ein Ziel, welches in der damaligen Gesellschaft die Männer nur ihresgleichen gestatten. Hauptsächlich mit fadenscheinigen Begründungen.

Doch Beatrice gibt nicht auf und versucht geheime Magiebücher aufzutreiben, welche von magisch begabten Frauen für magisch begabte Frauen heimlich verfasst wurden. Auf ihrer Suche begegnet sie nicht nur einer weiteren jungen Frau mit denselben Ambitionen sondern auch deren Bruder Ianthe Lavan, der tatsächlich den Weg in ihr Herz findet. Doch ihr Wunsch, sich selbst treu zu bleiben und Magierin zu werden, ist zunächst größer.
In das Buch kam ich nur schwer rein, obwohl die Grundidee als solche ganz interessant ist. Hauptsächlich liegt es daran, dass die Autorin keine richtige Einführung ins herrschende Magie-System liefert, sondern einfach drauflos erzählt. So fühlte ich mich anfangs eher verloren in der Story. Die Idee mit den geheimen Büchern und Beatrices Experimenten ist hingegen recht unterhaltsam. Wobei der Gedanke, seinen Körper einem Geist zu überlassen, etwas befremdlich ist, aber Nadi erweist sich zum Glück als sympathischer Geist des Zufalls mit leichtem Lausbubencharakter. Ebenfalls ist das Setting optisch recht gut beschrieben, die Szenen konnte ich mir stets gut vorstellen.
Beatrices jüngere Schwester bekam von der Autorin zunächst die Rolle des Gossip-Girl, die sämtliche Partyregeln kennt, bis die Autorin sie etwas so dermaßen Dämliches tun lässt, nur um eine Portion Drama ins Ende zu bekommen. Das wirkte mir zu konstruiert. Ebenso ließ sie Beatrice später unnötig trotzig wirken und dadurch fast ihren Kampf für mehr Rechte der Frau in den Sand setzen. In meinen Augen unnötig kurzsichtig. Das Ende hat mich dann jedoch wieder mit einigen Fehltritten der Charaktere versöhnt.
Insgesamt gefällt mir die Idee, in der Regencyzeit für die Rechte magiebegabter Frauen zu kämpfen. Der verwirrende Anfang ohne richtige Erklärung der Magie sowie einige unlogische Handlungen im Verlauf des Romans haben meinen Lesespaß jedoch unangenehm ausgebremst.

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Rezensionen von Daggy:

Spannende Erfindung

Die Erfinder-Bande 1. Auf die Schrauben, fertig, los! von Nicolas Gorny

Die Kita-Kinder Ola, Ebru und Benno tüfteln gerne Dinge aus und so beschließen sie eine Erfinder-Bande zu gründen. Natürlich benötigen sie da eine Werkstatt, da trifft es sich gut, dass der alte Hausmeister seine Sachen im Hühnerstall gelassen hat. Es erstaunt sie aber dann doch sehr dort „Smart“, einen funktionierenden Roboter, zu entdecken.

Aus den Sachen, die sie im Stall gefunden haben, bauen sie, nachdem Benno überlegt hat, denn er hat immer die besten Ideen, eine Autokopter. Ein Fahrzeug, dass nicht nur auf der Straße fahren, sondern auch fliegen kann. Ola setzt sich sofort hin und malt einen Plan, danach geht der Bau los und die Kinder schaffen es mit ihrem Autokopter loszufliegen.
So kann dann ein neues spannendes Abenteuer beginnen.
Die Bande besteht aus dem Roboter, zwei recht selbstsicheren Mädchen und dem Konstrukteur Benno, der im Rollstuhl sitzt. Hin und wieder gibt es einen kleinen Streit, ob es „Hirnerbse“ oder „Erbsenhirn“ heißen muss und ob man sich für so ein Wort entschuldigen sollte. Am Ende bekommen die kleiner Erfinder*innen auch Ärger mit ihrer Erzieherin, denn natürlich hätten sie nicht ohne Erlaubnis die Kita verlassen dürfe. Als Oma muss ich mich auch wundern, dass keiner die Kinder vorher vermisst wurde, denn sie haben zwar an den gemeinsamen Aktionen teilgenommen, sind dann aber lange im Hühnerstall verschwunden. Aber einem Autor, der die Kinder mit einer mit Seifenschaum abgetriebenen Badewanne fliegen lässt, kann ich sowas durchaus verzeihen.
Eine fantasievolle, abenteuerliche Geschichte, die sich die Kinder gerne vorlassen werden. Dazu gibt es noch tolle Bilder, die man sich gerne anschaut.
Danach werden sie vielleicht dem Vorschlag hinten im Buch folgen und einen Roboter basteln.

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Rezensionen von Lesemama:

Was ist los in Amber Lake?

Nachtschwarz (Nachtschwarz-Sternenhell, Bd. 1) Aufregende Urban-Fantasy-Dilogie über die Magie der Sterne und eine große Liebe - Buchumschlag mit Perlmuttglanzeffekt + Character Card in der 1. Auflage! von Saskia Louis

Zum Buch:

Der x-te Neuanfang in einer neuen Schule für Billie. Ihr Vater ist Astrophysiker und wird jährlich versetzt, dieses Mal hat es sie in die Kleinstadt Amber Lake verschlagen. Gleich am ersten Schultag lernt Billie ein paar sehr nette, aufgeschlossene Jugendliche kennen, darunter auch Ash, der doch etwas seltsam zu sein scheint.

Dann sieht Billie irgendwelche Schatten, Lichter und auch sonst scheint einiges in Amber Lake anders zu sein.


Meine Meinung:

Ich fand die Kurzbeschreibung sehr ansprechend und ich mag die Autorin, sie hat einen sehr amüsanten, flüssig zu lesenden Schreibstil. Billie und Ash sind interessant und man spürt ein Prickeln zwischen den beiden, obwohl Ash nicht datet. Das mit Ash was nicht ganz so normal ist, weiß man relativ schnell, aber was es genau ist, erfährt man erst nach der Hälfte. Auch die anderen Jugendlichen, mit denen sich Billie angefreundet hat, scheinen ein großes Geheimnis zu haben.
Für einen Fantasy Roman kam mir vor allem in der ersten Hälfte zu wenig Fantasy vor, es dauerte lange bis die Story richtig Fahrt aufnahm, aber dennoch sehr unterhaltsam. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf das zweite Buch der Dilogie, welches im Frühjahr 2024 erscheinen wird.

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Rezensionen von Julia:

Grandioser Abschluss

Schloss Liebenberg. Hinter dem goldenen Schatten von Hanna Caspian

Teil 3 und somit der letzte Teil der Liebenberg Reihe bringt noch einmal einiges an Spannung mit sich. Während die Fürstenfamilie durch den Prozess rund um den Fürsten immer mehr unter Druck gerät, muss Adelheid aufpassen, dass ihr Geheimnis nicht ans Licht kommt. Und auch Hedda hat in diesem Band mit einigen Problemen zu kämpfe.

Hanna Caspian begeistert mich auch in diesem Buch wieder mit ihrem atemberaubenden Schreibstil. Dabei schafft sie es, dass man direkt wieder mitten in der Geschichte ist, auch wenn die anderen Bänder schon ein wenig zurückliegen. Das spricht auch für die vorherigen Bände, wenn die Charaktere so einprägsam in Erinnerung geblieben sind.

Neben der Geschichte rund um Adelheid und die Dienerschaft auf Schloss Liebenberg, kommen auch die historischen Details nicht zu kurz. Heiterkeit und Bedrücktheit liegen hier nah beieinander und man bangt mit den Charakteren mit. Ganz besonders hat mir die Entwicklung von Hedda gefallen, sie ist hier defintiv einer meiner liebsten Charaktere geworden, auch wenn das in Band eins noch ganz anders ausgesehen hat.

Ich werde die Charaktere sehr vermissen und beende diese Triologie mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Ich habe die Bücher geliebt und kann sie nur weiterempfehlen!

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Rezensionen von CanYouSeeMe:

Blutbraut

When the King Falls Vampire Royals von Marie Niehoff

When the King Falls von Marie Niehoff ist in der Hörbuchfassung von Dagmar Bittner gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen. Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, aber auch bei höherer Geschwindigkeit war diese noch sehr angenehm zu hören.

Betonungen kamen gut heraus und haben den Inhalt unterstützt. Mir hat bei diesem Buch schon das Cover auf den ersten Anhieb gut gefallen. Es ist düster und geheimnisvoll, dabei jedoch auch elegant... Auch das Setting des Buches gefällt mir, auch wenn ich hier gern noch etwas mehr über die Welt erfahren hätte. Was sind die vergangenen Geschehnisse, die immer wieder angeteasert aber doch nie vertieft werden? Welche Fehde(n) führen Vampire und Menschen? Welche Fähigkeiten haben die Vampire genau? Was ist der Zweck der Blutbräute? Hier hoffe ich auf den nächsten Band, um mehr Licht in mein Dunkel zu bringen. Der Schreibstil der Autorin gefällt mir gut, und hört sich durch Dagmar Bittners Vertonung sehr angenehm und flüssig. Die Sprecherin schafft es zudem den Protagonist:innen des Buches eine gewisse Individualität mitzugeben, was das Hören zu einem Erlebnis gemacht hat. Florence ist eine interessante Protagonistin, die mir regelmäßig ein wenig zu naiv und komplex ist, dennoch habe ich sie in diesem Buch gern begleitet. Ich hatte häufig den Eindruck, dass sie zu wenig hinterfragt, andererseits mögen Unstimmigkeiten als außenstehende:r Leser:in klarer erscheinen. Sowohl sie als auch die weiteren Charaktere des Buches sind ausreichend gut porträtiert, um mir ein gutes Bild vor meinem inneren Auge zu machen. Die Anziehung zwischen Florence und König Benedict ist eingängig und intensiv beschrieben - ich hätte mir ab und an auch gern die Perspektive von Benedict gewünscht, da er mir komplexer erscheint als Florence. Wie erwartet endet dieses Buch in einem fulminanten Cliffhanger, der gespannt auf den nächsten Band macht!

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Rezensionen von yellowdog:

Zu viele Zufälle

When the King Falls Vampire Royals von Marie Niehoff

Until us Rose ist kein schlechter Roman. Er bietet auf geringen Raum ausreichend Romantik und wie der Protagonist Robert sowohl die verfolgte Rose als auch unabhängig davon deren süsse Tochter Posie kennenlernt, ist ansprechend. Doch es hibt auch ein paar Aspekte, die mich stören, z.B. gibt es einfach zu viele Zufälle, auch wird der Lovestory eigentlich nicht genug Raum gegeben, um sich wirklich glaubwürdig zu entfalten.

Dann muss auch sagen, dass Robert Rose und Posie einfach zu oft rettet, dann am Ende wird er geradezu zum Rambo, um die zu befreien. Das fand ich übertrieben.
Davon abgesehen funktionieren die bekannten Zutaten gut.

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Rezensionen von C. P.:

Drachen und verschwundene Magie in London

Die Geschichtenwandler - Steinerne Drachen von Kristen Perrin

Der zweite Band der Geschichtenwandler geht gleich spannend los. Während eines Einkaufsbummels mit ihrer Großmutter, der früheren Muse Clio, beobachtet Enna einen Drachen, der aus Rauch zu bestehen scheint und zu einem Jungen gehört. Ist die Magie also doch nicht aus London verschwunden? Und was hat es mit dieser Drachenmagie auf sich? Kurz darauf steht der Junge im Buchladen ihrer Mutter, allerdings möchte er nicht zu Enna, sondern zu ihrer besten Freundin Delia.

Seitdem Enna die Musenmagie freigelassen hat, um London zu retten, ist in der Emerald Ink Society nichts wie früher. Den Kindern fehlt einfach die Magie zum Geschichtenwandeln. Dank dem Jungen und seinem Drachen kommt den Kindern jedoch bald eine Idee, wo die Magie abgeblieben sein könnte. Bis die ersten Drachenangriffe losgehen und eine neue Gefahr ganz London bedroht.
Erneut müssen die Kinder der Emerald Ink Society London retten. Diesmal bekommen sie Drachenmagie als Hilfe, welche leider ebenso wie Musenmagie für Böses missbraucht werden kann. Sehr schön ist, dass nun auch Ennas Freundin Delia mit Magie in Kontakt kommt, woraufhin Enna eine Weile sogar eifersüchtig auf ihre Freundin ist, weil sie nicht selbst von den Drachen erwählt wird. Trotzdem schaffen die Kinder es, sich zusammen zu rappeln und als Team gemeinsam zu handeln. Und das sogar erstaunlich gut. Dass man dabei einige bedeutsame Drachen Londons kennenlernt ist hierbei ein schöner Nebeneffekt.
Mir hat der zweite Band noch besser gefallen als der erste, die Spannung ist durchgehend hoch und Freundschaft und Zusammenhalt sind diesmal stark von Bedeutung. Die vielen unterschiedlichen Drachen, deren Eigenschaften und die Art der Bedrohung sind ebenfalls eine ausgefallene Idee. Zudem sind einige gute Überraschungen eingebaut.

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Rezensionen von Bücherfreundin:

Unterhaltsame Reise ins Österreich der sechziger Jahre

Die Welt war voller Fragen von Herbert Dutzler

In seinem neuen Buch "Die Welt war voller Fragen" erzählt der österreichische Autor Herbert Dutzler die Geschichte des kleinen Siegfried Niedermayr im Österreich der sechziger Jahre. Das Buch knüpft an den Vorgängerroman "Die Welt war eine Murmel" an, als Siegfried gerade die Volksschule beendet hat und sich aufs Gymnasium freut.

Beide Bücher können gut unabhängig voneinander gelesen werden.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen. Im Hier und Jetzt begleiten wir den erwachsenen Siegfried, der nach dem Tod seiner Mutter das Elternhaus ausräumt, was in ihm viele Erinnerungen weckt.

Auf der Vergangenheitsebene beschreibt der 10-jährige Ich-Erzähler Siegfried seinen Alltag in der Schule und das Zusammenleben mit seiner Familie. Gemeinsam mit seinen Eltern Adolf und Edeltraud sowie der jüngeren Schwester Uschi lebt er in einem alten Bauernhaus. Das Obergeschoss des Hauses bewohnen Adolfs Eltern.
Siegfried ist ein pfiffiger und wissbegieriger Junge, der beim Kochen hilft, leidenschaftlich gern die Bücher von Karl May liest und der Mondlandung entgegenfiebert. Er erlebt sein erstes Schuljahr auf dem Gymnasium und muss die bittere Erfahrung machen, dass sein Wissensdurst nicht bei allen Lehrern gut ankommt, dass er sich sogar großen Ärger damit einhandelt.
Auch innerhalb der Familie gibt es Probleme, als Siegfrieds Mutter den Wunsch äußert, wieder arbeiten zu gehen, ein Ding der Unmöglichkeit für Adolf. Und obendrein wünscht sie sich nicht nur ein Auto für die Familie, sondern will sogar den Führerschein machen ...

Es hat mir sehr gut gefallen, in die mir vertraute Welt der sechziger Jahre einzutauchen, als der Haushalt noch Frauensache und es verpönt war, dass Frauen einen Beruf ausübten und sogar den Führerschein machten. Die Erziehung sowohl zuhause als auch in der Schule war autoritär, ein Kind hatte folgsam zu sein und den Mund zu halten. Sehr zum Schmunzeln gebracht hat mich die Beschreibung des Weihnachtsfestes im Hause Niedermayr. In dem Buch geht es neben der Emanzipation der Frauen auch um ein Familiengeheimnis und den Umgang mit Lehrern, die eine Nazivergangenheit hatten.

Der Lesefunke ist bereits auf der ersten Seite auf mich übergesprungen, ich war sehr angetan von dem schönen Sprachstil und der Geschichte, die mit viel Herz und Humor erzählt wird. Dem Autor ist es gelungen, die Charaktere bildhaft und authentisch zu skizzieren. Ich habe den kleinen, pfiffigen Siegfried sofort ins Herz geschlossen, und ich mochte den erwachsenen Siegfried, der sich viel Zeit für das Ausräumen seines Elternhauses nimmt und dabei seinen Erinnerungen nachhängt. Der Wechsel von der Vergangenheit in die Gegenwart ist durch die Kursivschrift gut zu erkennen.

5 Sterne von mir und absolute Leseempfehlung für diese großartige und wunderbar erzählte Geschichte!

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Rezensionen von C. P.:

Widerstand zur 13. Stunde

Dreizehnfurcht von Wieland Freund

Dreizehnfurcht ist ein Buch, bei dem ich mich erstmal warmlesen musste. So lernt man zu Beginn Moritz alias Momme kennen, dessen Angst vor der Zahl 13 bereits so unglaubliche Ausmaße angenommen hat, dass er buchstäblich auf der Straße landet. Zum Glück kommt er zunächst als Haus-Sitter eines früheren Hotels mitten im Nirgendwo unter.

Ein Hotel, in welchem es das Gästezimmer Nummer 13 nicht gibt. Bis eines Nachts eine dreizehnte Tür erscheint.
Mit dem Anfang tat ich mich schwer, Mommes viele Beispiele seiner Phobie sowie der daraus resultierenden Zwangshandlungen ließen bei mir keinerlei Spannung aufkommen. Interessant wurde es, als Dreizehneichen ins Spiel kommt, ein verborgener dreizehnter Bezirk Berlins. Hier gehen nicht nur die Uhren anders, sämtlicher Fortschritt ist hier verpönt, gar verboten. Ein Umstand, welcher einigen wenigen Männern mehr Macht verleiht, während vor allem Frauen, Kinder und Kranke unter dieser rückständigen Gesellschaft sehr zu leiden haben.
Versehentlich in diesen dreizehnten Bereich gestolpert, findet Momme nach und nach zu seinem Selbstvertrauen in sich zurück und steht vor der Frage, ob ihm diese Welt so zusagt oder ob er den Widerstand Dreizehneichens unterstützen will.
Sich durch den Anfang durchkämpfen lohnt sich, da mit dem Auftauchen von Dreizehneichen weitere Perspektiven anderer Charaktere für mehr Abwechslung sorgen. Ob untalentierter Poet, überkorrekter Polizist, intriganter Politiker oder Frauen im Widerstand, so nach und nach ergibt sich ein aussergewöhnliches Bild einer geheimen Parallelwelt, in der doch nicht alle so glücklich sind, wie die Oberen behaupten. Trotz einiger Längen eine lesenswerte Romanidee.

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